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Dokumentenidentifikation DE102004058716A1 20.10.2005
Titel Musterschärmaschine mit verschiebbaren Garnführungen
Anmelder Suzuki Warper Ltd., Kiryu, Gunma, JP
Erfinder Tanaka, Yoshihiro, Kiryu, Gunma, JP;
Aihara, Takatsugu, Kiryu, Gunma, JP
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Anmeldedatum 06.12.2004
DE-Aktenzeichen 102004058716
Offenlegungstag 20.10.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.10.2005
IPC-Hauptklasse D02H 3/00
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung gibt eine Musterschärmaschine mit verschiebbaren Garnführungen an, wobei bei dieser Schärmaschine auf die Installation einer herkömmlichen Garnwahleinrichtung verzichtet werden kann, eine Verschwendung von Garnen während einer Garnwicklungsaussetzzeit beseitigt werden kann und problemlos zwischen dem Garnwickeln und dem Aussetzen des Garnwickelns gewechselt werden kann, wobei ein Musterschären in einer effizient kurzen Zeit durchgeführt werden kann. Die Musterschärmaschine umfasst eine Schärtrommel und eine Vielzahl von verschiebbaren Garnführungen, die jeweils drehbar auf einer Seitenfläche der Schärtrommel vorgesehen sind, um Garne auf die Schärtrommel zu wickeln, wobei jede aus der Vielzahl von Garnführungen zwischen einer Garnwicklungsposition und einer Garnwicklungsaussetzposition verschoben werden kann.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine neuartige Musterschärmaschine mit verschiebbaren Garnführungen, wobei die Schärmaschine ein Musterschären durchführen kann, indem sie gleichzeitig eine Vielzahl von Garnen in Übereinstimmung mit voreingestellten Musterdaten (einer bestimmten Anordnung von Garnen und einer bestimmten Anordnung von Garnfarben) schärt.

Für eine Musterschärmaschine ist ein herkömmlicher Aufbau bekannt, wie er zum Beispiel in dem japanischen Patent Nr. 1529104 angegeben wird, wobei der Aufbau ein fixes Gatter zum Halten von einer Vielzahl von Spulen umfasst, auf denen verschiedenartige Garne (in verschiedenen Farben oder verschiedenen Verzwirnungen) aufgewickelt sind, wobei die Garne nach und nach durch Garnführungen auf eine Schärtrommel gewickelt werden, während ein Garnaustausch durch eine Garnwahleinrichtung in Übereinstimmung mit voreingestellten Musterdaten (einer Garnanordnung) durchgeführt wird.

Weiterhin ist eine Musterschärmaschine zum gleichzeitigen Aufwickeln einer Vielzahl von Garnen bekannt, wobei durch die Verwendung eines Drehgatters auf den Schritt zum Wechseln des Garns verzichtet werden kann, sodass die Verlustzeit für das Wechseln des Garns beim gleichzeitigen Aufwickeln einer Vielzahl von Garnen auf einer Schärtrommel beseitigt und damit die Schärzeit verkürzt wird (siehe JP 1767706, USP 4,972,662 und EP 375480).

Das fixe Gatter weist eine Vielzahl von Spulen auf, um die gleichartige und/oder verschiedenartige Garne gewickelt sind. Weil die Garne frei geschärt werden können und das Wechseln von Garnen frei durch die Garnwahleinrichtung durchgeführt wird, kann eine Schäroperation für das Musterschären vorteilhaft durchgeführt werden. Weil die Garne aber einzeln sequentiell auf die Schärtrommel gewickelt werden, ist unvorteilhaft viel Zeit für das Schären erforderlich. Adnererseits weist das Drehgatter eine Vielzahl von Spulen auf, auf denen gleichartige und/oder verschiedenartige Garne gewickelt sind. Dabei kann ein wiederholtes Schären für eine eingeschränkte Anzahl von Mustern wie etwa ein einfarbiges Schären (z.B. mit einem roten Garn), ein eins-eins-Schären (z.B. das Wiederholen von einem roten Garn und einem weißen Garn, oder das Wiederholen von einem S-gezwirnten Garn und einem Z-gezwirnten Garn), ein zwei-zwei-Schären (z.B. das Wiederholen von zwei roten Garnen und zwei weißen Garnen, oder das Wiederholten von zwei S-gezwirnten Garnen und zwei Z-gezwirnten Garnen) und ähnliches durchgeführt werden. Bei dem Drehgatter kann mit Ausnahme von der eingeschränkten Anzahl von Mustern kein Muterschären durchgeführt werden, wobei aber die Schärzeit vorteilhaft reduziert werden kann, weil die mehreren Garne gleichzeitig auf die Schärtrommel gewickelt werden.

Die herkömmlichen Musterschärmaschinen weisen einen Basisaufbau auf, der umfasst: eine oder eine Vielzahl von Garnführungen, die drehbar und radial auf einer Vorderfläche der Schärtrommel angebracht sind, ein fixes Gatter und/oder ein Drehgatter, das in Entsprechung zu den Garnführungen vorgesehen ist, und eine Garnwahleinrichtung zum Austauschen der zu der/den Garnführung(en) zugeführten Garne.

Weiterhin gibt es einen Abschnittsschärer für das Musterschären, wobei das Garnwickeln und das Aussetzen des Garnwickelns durch eine Garnwahleinrichtung kontrolliert werden (siehe JP 3263050 und JP 2002-212851 A). Der herkömmliche Abschnittsschärer weist jedoch die folgenden Nachteile auf. Während des Aussetzens des Garnwickelns werden Garne verschwendet. Außerdem kann das Wechseln zwischen dem Garnwickeln und dem Aussetzen des Garnwickelns nicht problemlos durchgeführt werden.

Die vorliegenden Erfinder haben eine Musterschärmaschine mit einem neuartigen Mechanismus gemäß der vorliegenden Erfindung entwickelt, der die oben genannten Nachteile aus dem Stand der Technik beseitigt.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Musterschärmaschine mit verschiebbaren Garnführungen anzugeben, sodass keine herkömmliche Garnwahleinrichtung installiert zu werden braucht, keine Garne während des Aussetzens des Garnwickelns verschwendet werden, problemlos zwischen dem Garnwickeln und dem Aussetzen des Garnwickelns gewechselt werden kann und ein Musterschären effizient und in kurzer Zeit durchgeführt werden kann.

Eine Musterschärmaschine mit einer Vielzahl von verschiebbaren Garnführungen gemäß der vorliegenden Erfindung umfasst: eine Schärtrommel und eine Vielzahl von verschiebbaren Garnführungen, die jeweils verschiebbar auf einer Seitenfläche der Schärtrommel vorgesehen sind, um Garne auf die Schärtrommel zu wickeln, wobei jede aus der Vielzahl von Garnführungen zwischen einer Garnwickelposition und einer Garnwickelaussetzposition verschoben werden kann.

Als ein Typ von Garnführung kann eine Garnführung mit einem Garnhalte-Hakenteil an seinem Spitzenende verwendet werden. Außerdem kann eine Ösenführung mit einem Garnhalteloch (H) an ihrem Spitzenende (Führung mit einem Loch), eine Schneckenführung mit eine Spiralteil zum Halten von Garn an ihrem Spitzenende oder ähnliches verwendet werden.

Eine Clipführung und eine Garnschneideeinrichtung sind an jeder der Vielzahl von Garnführungen vorgesehen, und eine Aufnahmeführungseinrichtung ist an der Seitenfläche der Schärtrommel angebracht.

Wenn bei diesem Aufbau eine vorbestimmte Garnführung unter den mehreren Garnführungen von der Garnwickelposition zu der Garnwickelaussetzposition verschoben wird, dann wird das durch die vorbestimmte Garnführung auf die Schärtrommel gewickelte Garn von der Schärtrommel gelöst, in der Clipführung der in der Drehrichtung dahinter benachbarten Garnführung gefangen und durch die Garnschneideeinrichtung geschnitten. Das Ende des geschnittenen Garns an der auf die Schärtrommel gewickelten Seite wird durch die als nächstes zu wickelnden Garne auf die Schärtrommel gedrückt, und die vorbestimmte Garnführung wird ohne Wickeln des geschnittenen Garns gedreht, während das Ende des geschnittenen Garns auf der Garnführungsseite in der Clipführung gefangen ist.

Wenn die vorbestimmte Garnführung dagegen von der Garnwickelaussetzposition zu der Garnwickelposition verschoben wird, nimmt die Aufnahmeeinrichtung einen Garnteil zwischen der Clipführung der vorbestimmten Garnführung und der Clipführung der dahinter benachbarten Garnführung auf und löst das Garn von der Clipführung der dahinter benachbarten Garnführung. Die vorbestimmte Garnführung wickelt das Garn auf die Schärtrommel und schreiet zu einer vorbestimmten Position fort, um das Garnende von der Aufnahmeführungseinrichtung zu lösen.

Die Musterschärmaschine mit den verschiebbaren Garnführungen gemäß der vorliegenden Erfindung kann die folgenden Vorteile erhalten. Bei der Musterschärmaschine kann auf das Installieren einer herkömmlichen Garnwahleinrichtung verzichtet werden, kann eine Verschwendung von Garnen während einer Garnwickelaussetzzeit beseitigt werden und kann problemlos zwischen dem Garnwickeln und dem Aussetzen des Garnwickelns gewechselt werden, wobei ein Musterschären durch das gleichzeitige Schären einer Vielzahl von Garnen in einer effizient kurzen Zeit durchgeführt werden kann.

1 ist eine schematische erläuternde Ansicht, die eine Ausführungsform einer Musterschärmaschine gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt.

2 ist eine erläuternde Ansicht, die einen ersten Übergangszustand zwischen einem Garnwickelzustand und einem Garnwickelaussetzzustand zeigt.

3 ist eine erläuternde Ansicht, die einen zweiten Übergangszustand zwischen dem Garnwickelzustand und dem Garnwickelaussetzzustand zeigt.

4 ist eine erläuternde Ansicht, die einen ersten Übergangszustand zwischen dem Garnwickelaussetzzustand und dem Garnwickelzustand zeigt.

5 ist eine erläuternde Ansicht, die einen zweiten Übergangszustand zwischen dem Garnwickelaussetzzustand und dem Garnwickelzustand zeigt.

6 ist eine erläuternde Ansicht, die einen dritten Übergangszustand zwischen dem Garnwickelaussetzzustand und dem Garnwickelzustand zeigt.

7 ist eine erläuternde perspektivische Ansicht, die ein Beispiel einer in der vorliegenden Erfindung verwendeten Clipführung zeigt.

8 ist eine schematische erläuternde Ansicht, die ein Beispiel einer in der vorliegenden Erfindung verwendeten Schneideeinrichtung zeigt.

9 ist eine schematische erläuternde Ansicht, die ein Beispiel einer in der vorliegenden Erfindung verwendeten Aufnahmeeinrichtung zeigt.

10 ist eine erläuternde Ansicht, die einen wesentlichen Teil eines Beispiels für einen Betriebszustand der in 9 gezeigten Aufnahmeeinrichtung zeigt.

11 ist eine erläuternde Ansicht, die ein Beispiel einer verschiebbaren Garnführung zeigt, die in der Musterschärmaschine gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet wird.

12 ist eine Ansicht von unten von 11.

Im Folgenden wird eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen erläutert. Natürlich ist die Ausführungsform nur beispielhaft, wobei verschiedene Änderungen und Modifikationen an der Ausführungsform vorgenommen werden können, solange diese nicht von dem technischen Konzept der vorliegenden Erfindung abweichen.

Die in 1 gezeigte Musterschärmaschine (W) umfasst eine Vielzahl von Garnführungen 6a bis 6h, die jeweils drehbar auf der Seitenfläche einer Schärtrommel (A) angebracht sind, um Garne 22 auf die Schärtrommel (A) zu wickeln, sowie ein Drehgatter (F), das eine Vielzahl von Spulen 126 hält, auf denen verschiedenartige und/oder gleichartige Garne gewickelt worden sind. Wie in 2 bis 6 gezeigt, umfassen die Garnführungen 6a bis 6h jeweils Clipführungen 20a bis 20h und Garnschneideeinrichtungen 21a bis 21h, wobei eine Aufnahmeeinrichtung 24 auf einer Seitenfläche der Schärtrommel (A) vorgesehen ist. Wenn sich wie weiter unten erläutert die Garnführungen 6a bis 6h an den Garnwickelpositionen befinden, werden die Garne 22 auf die Schärtrommel (A) gewickelt. Wenn sich die Garnführungen 6a bis 6h an den Garnwickelaussetzpositionen befinden, werden die Garne 22 nicht auf die Schärtrommel (A) gewickelt. Durch eine entsprechende Steuerung können das Garnwickeln und das Aussetzen des Garnwickelns automatisch in Übereinstimmung mit einer voreingestellten Garnordnung durchgeführt werden, während die Garne auf die Schärtrommel (A) gewickelt werden. In 1 gibt das Bezugszeichen 17 ein Förderband an, das drehbar auf einer Umfangsfläche der Schärtrommel (A) vorgesehen ist, geben die Bezugszeichen 18a bis 18g Fachbildebalken an (18c ist ein oberer Fachbildebalken und 18d ist ein unterer Fachbildebalken) und gibt das Bezugszeichen (Y) einen Basisständer an. Die Basisstruktur und die Funktion der Muterschärmaschine (W) sind aus der oben genannten Patentveröffentlichung und aus anderen Dokumenten bekannt, sodass hier auf eine nähere Beschreibung dieser Teile verzichtet wird.

7 zeigt ein Beispiel für den spezifischen Aufbau der Clipführung 20a (weil die anderen Clipführungen 20b bis 20h den gleichen Aufbau aufweisen wie die Clipführung 20a, wird hier nur die Clipführung 20a beispielhaft erläutert). In 7 wird die Clipführung 20a durch eine Kombination aus zwei dünnen Blattfedern 30 und 32 gebildet. Die entfernten Enden 30a und 32a der entsprechenden Blattfedern 30 und 32 sind nach außen gekrümmt und bilden eine offenen Empfangsteil 34. Die nahen Enden 30b und 32b der entsprechenden Blattfedern 30 und 32 sind eng miteinander verbunden, um einen Halteteil 36 zu bilden. Ein Garn 22a, das in den offenen Empfangsteil 34 eintritt, tritt in den Halteteil 36 ein, wenn die Garnführung 6a fortschreitet (sich dreht), und wird zwischen den zwei Blattfedern 30 und 32 gehalten.

8 zeigt ein Beispiel für den spezifischen Aufbau der Garnschneideeinrichtung 21a (weil die anderen Schneideeinrichtungen 21b bis 21h denselben Aufbau wie die Schneideeinrichtung 21a aufweisen, wird nur die Schneideeinrichtung 21a beispielhafte erläutert). In 8 wird die Schneideeinrichtung 21a durch eine fixierte Klinge 40 und eine bewegliche Klinge 44 gebildet, wobei die bewegliche Klinge 44 beweglich über einen Drehpunkt 42 an der fixierten Klinge 40 befestigt ist. Das Bezugszeichen 46 gibt ein Solenoid an, das die bewegliche Klinge 44 über eine Betätigungsstange 48 bewegt. Während wie in 8 gezeigt das Garn 22a in einer Schneidehöhlung 49 zwischen der fixierten Klinge 40 und der beweglichen Klinge 44 gehalten wird, bewegt sich die bewegliche Klinge 44 in der Richtung des Schneideraums 49, damit das Garn 22a geschnitten wird.

9 zeigt ein Beispiel für den spezifischen Aufbau der Aufnahmeführungseinrichtung 24. In 9 umfasst die Aufnahmeführungseinrichtung 24 einen Halterblock 50. An einem nahen Ende des Halterblocks 50 ist ein Aufnahmeführungs-Hauptkörper 52 mit einem Hakenspitzenende vorgesehen, das vorgeschoben und zurückgezogen werden kann. Eine konkave Rille 54 ist an einem entfernten Ende einer oberen Fläche des Halterblocks 50 ausgebildet. Das Bezugszeichen 56 gibt einen Antriebsluftzylinder zum Antreiben des Aufnahmeführungs-Hauptkörpers 52 an. Das Garn 22a, das sich auf der oberen Fläche des Halterblocks 50 befindet, wird fest zwischen einem oberen Teil der konkaven Rille 54 und dem Aufnahmeführungs-Hauptkörper 52 gehalten, indem der Aufnahmeführungs-Hauptkörper 52 wie in 10 gezeigt zurückgezogen (nach unten gesenkt) wird. Die Aufnahmeführungseinrichtung 24 ist fest an dem Basisblock 58 angebracht. Der Basisblock 58 ist mit einem Hauptluftzylinder (nicht gezeigt) verbunden und wird beweglich angetrieben. Deshalb kann auch die Aufnahmeführungseinrichtung 24 durch den Antrieb des Hauptluftzylinders bewegt werden.

Die Aufnahmeführungseinrichtung 24 führt die folgenden Operationen aus. Während die Aufnahmeführungseinrichtung 24 durch den Hauptluftzylinder von der Seitenfläche der Schärtrommel (A) in der Garnführungsrichtung bewegt wird, wird der Aufnahmeführungs-Hauptkörper 52 durch den Antriebsluftzylinder 56 zu einem Garnorbit des Garns 22a vorgeschoben, das durch die Garnführung 6a und die Clipführung 20a gehalten wird. Wenn das Garn 22a auf dem Aufnahmeführungs-Hauptkörper 52 gefangen wird (wenn die Garnführung 6a durch den Aufnahmeführungs-Hauptkörper 52 hindurchgeht), wird der Aufnahmeführungs-Hauptkörper 52 durch den Antriebszylinder 56 zurückgezogen (gesenkt). Das Garn 22a wird dabei fest zwischen dem oberen Teil der konkaven Rille 54 des Halterblocks 50 und dem Aufnahmeführungs-Hauptkörper 52 gehalten. Ein Ende des Garns 22a wird von der Clipführung (20h in dem Beispiel von 2 bis 6) gelöst, wenn die Garnführung 6a fortschreitet (sich dreht). Wenn die Garnführung 6a sich ein oder mehrere Male dreht, gestattet der Antriebszylinder 56, dass der Aufnahmeführungs-Hauptkörper 52 vorgeschoben (gehoben) wird, wobei der Halt des Garns 22 zwischen dem oberen Teil der konkaven Rille 54 des Halterblocks 50 und dem Aufnahmeführungs-Hauptkörper 52 gelöst wird.

Im Folgenden wird der Aufbau der Garnführung in der vorliegenden Erfindung, die zwischen der Garnwickelposition und der Garnwickelaussetzposition verschoben werden kann, ausführlicher mit Bezug auf 11 und 12 beschrieben. 11 und 12 zeigen ein Beispiel für den spezifischen Aufbau der verschiebbaren Garnführung 6a, die in der vorliegenden Erfindung verwendet wird (weil die anderen Garnführungen 6b bis 6h denselben Aufbau wie die Garnführung 6a aufweisen, wird hier nur die Garnführung 6a beispielhaft erläutert). Die verschiebbare Garnführung 6a umfasst einen Armteil 208 und ein Führungsteil 210. Das Führungsteil 210 ist drehbar an einem entfernten Ende des Armteils 208 vorgesehen und kann das Garn halten. An diesem Führungsteil 210 ist eine Ösenführung mit einem Garnhalteloch (H) an ihrem Spitzenende (einer Führung mit einem Loch) wie in 11 gezeigt vorgesehen. Alternativ hierzu kann auch eine andere wohlbekannte Führung wie etwa eine Schneckenführung mit einem Spiralteil an ihrem Spitzenende oder eine Schleifenführung mit einem Schleifenteil an ihrem Spitzenende zum Halten eines Garns verwendet werden.

Ein Halterteil 212 ist an dem Spitzenende des Armteils 208 vorgesehen, und eine Zylinderbasis 214 ist an den Halterteil 212 anschließend vorgesehen. Ein Drehluftzylinder 216 ist an der Zylinderbasis 214 montiert und mit einer Drehwelle 216a versehen, und der Führungsteil 210 ist an der Drehwelle 216a fixiert und kann zusammen mit der Drehwelle 216a gedreht werden. Die Bezugszeichen 218a und 218b geben Luftrohre an, die an dem Drehluftzylinder 216 montiert sind und mit dem Drehluftzylinder 216 kommunizieren, wobei verdichtete Luft durch das Luftrohr 218a oder 218b von einem Solenoidventil (nicht gezeigt) in den Drehluftzylinder 316 eingeführt wird.

Wenn zum Beispiel die verdichtete Luft von dem Luftrohr 218a in den Drehluftzylinder 216 eingeführt wird, wird das Führungsteil 210 in einer Richtung zu der durch eine durchgezogene Linie in 12 angegebenen Position gedreht, d.h. zu der Garnwicklungsposition vorgeschoben, um als Garnführung zu dienen. Wenn die verdichtete Luft dagegen von dem Luftrohr 218b in den Drehluftzylinder 216 eingeführt wird, wird der Führungsteil 210 in der anderen Richtung zu der durch eine Strichlinie in 12 angegebenen Position gedreht, d.h. zu der Garnwicklungsaussetzposition verschoben. In 12 geben die Bezugszeichen 220, 220 Stopper an, die dazu dienen, den Drehbereich des Führungsteils 210 zu begrenzen.

Vor dem Hintergrund des oben beschriebenen Aufbaus wird im Folgenden mit Bezug auf 2 bis 6 ein Fall erläutert, bei dem ein Garn durch eine der Garnführungen 6a bis 6h (in dem vorliegenden Beispiel durch die Garnführung 6a) auf die Schärtrommel (A) gewickelt wird, wobei dann das Wickeln des Garns ausgesetzt wird. Wenn die vorbestimmte Garnführung 6a von der Garnwicklungsposition (P1) zu der Garnwicklungsaussetzposition (P2) verschoben wird (die anderen Garnführungen 6b bis 6h sind in dem gezeigten Beispiel alle an den entsprechenden Garnwicklungspositionen (P1) positioniert), wird das durch die Garnführung 6a auf die Schärtrommel (A) gewickelte Garn 22a (das Garn für die Garnführung 6a wird durch das Bezugszeichen 22a angegeben, während die Garne für die anderen Garnführungen 6b bis 6h durch das Bezugszeichen 22 angegeben werden) von der Schärtrommel (A) gelöst, in der Clipführung 20h (siehe 2) an der in der Drehrichtung der Garnführung 6a dahinter benachbarten Garnführung (6h in dem gezeigten Beispiel) gefangen und durch die Schneideeinrichtung (nicht gezeigt) an der Clipführung 20h geschnitten. Während das geschnittene Garn 22a in der Clipführung 20h gefangen wird und nicht auf die Schärtrommel (A) gewickelt wird, wird die Garnführung 6a kontinuierlich gedreht (3).

Wenn dann vom Aussetzen des Garnwickelns zum Garnwickeln gewechselt wird, nimmt die Aufnahmeführungseinrichtung 24 den Garnteil zwischen der Clipführung 20a der Garnführung 6a und der Clipführung 20h der dahinter benachbarten Garnführung 6h (4) auf und löst das Garn 22a von der Clipführung 20h der dahinter benachbarten Garnführung 6h. Die Garnführung 6a wird von der Garnwicklungsaussetzposition P2 zu der Garnwicklungsposition P1 verschoben, wobei das Garn 22a auf die Schärtrommel (A) gewickelt wird (6).

Das oben beschriebene Garnwickeln und Aussetzen des Garnwickelns wird für jede der Garnführungen 6a bis 6h durchgeführt, sodass ein Musterschären durchgeführt werden kann, indem gleichzeitig eine Vielzahl von Garnen in Übereinstimmung mit voreingestellten Musterdaten (einer Garnordnung und einer Farbordnung) geschärt werden.


Anspruch[de]
  1. Musterschärmaschine mit einer Vielzahl von verschiebbaren Garnführungen, die umfasst:

    eine Schärtrommel (A), und

    eine Vielzahl von verschiebbaren Garnführungen (6a6h), die jeweils drehbar auf einer Seitenfläche der Schärtrommel (A) vorgesehen sind, um Garne auf die Schärtrommel (A) zu wickeln, wobei

    jede aus der Vielzahl von Garnführungen (6a6h) zwischen einer Garnwickelposition und einer Garnwickelaussetzposition verschoben werden kann.
  2. Musterschärmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Clipführung (20a20h) und eine Garnschneideeinrichtung (21a21h) an jeder der Garnführungen (6a6h) vorgesehen sind und eine Aufnahmeführungseinrichtung (24) auf der Seitenfläche der Schärtrommel (A) vorgesehen ist.
  3. Musterschärmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenn eine vorbestimmte Garnführung aus der Vielzahl von Garnführungen (6a6h) von der Garnwickelposition zu der Garnwickelaussetzposition verschoben wird, das durch die vorbestimmte Garnführung auf die Schärtrommel (A) gewickelte Garn von der Schärtrommel (A) gelöst wird, in der Clipführung der in der Drehrichtung dahinter benachbarten Garnführung gefangen wird und durch die Schneideeinrichtung geschnitten wird, wobei die vorbestimmte Garnführung gedreht wird, ohne dass das geschnittene Garn gewickelt wird, während das geschnittene Garn in der Clipführung gefangen ist.
  4. Musterschärmaschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass wenn die vorbestimmte Garnführung von der Garnwicklungsaussetzposition zu der Garnwicklungsposition verschoben wird, die Aufnahmeführungseinrichtung (24) einen Garnteil zwischen der Clipführung der vorbestimmten Garnführung und der Clipführung der dahinter benachbarten Garnführung aufnimmt und das Garn von der Clipführung der dahinter benachbarten Garnführung löst, wobei die vorbestimmte Garnführung das Garn auf die Schärtrommel (A) wickelt.
Es folgen 10 Blatt Zeichnungen






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