Die vorliegende Erfindung betrifft eine hydraulische Vorrichtung wie
einen Motor oder eine Pumpe, die ein erstes Stück, das aus einem Teil des Gehäuses,
in dem ein Zylinderblock angeordnet ist, und ein zweites Stück aufweist, das an
diesem ersten Stück befestigt ist, wobei die Vorrichtung ein System zur Rotationsverbindung
der beiden Stücke aufweist, derart, dass der Durchgang eines Moments zwischen diesen
Stücken möglich ist, wobei letztere jeweils eine Kontaktseite aufweisen, wobei die
beiden Kontaktseiten gegeneinander gehalten werden durch Mittel, die eine axiale
Spannung ausüben, wobei das System wenigstens zwei Anordnungen zur Rotationsverbindung
aufweist, die jeweils zwei ausgerichtete Bohrungen, die jeweils in jedem der beiden
Stücke ausgeführt sind und sich in ihre jeweiligen Kontaktseiten öffnen, sowie ein
Scherelement aufweisen, das sich in diese Bohrungen erstreckt, wobei die Scherelemente
geeignet sind, die durch das übertragene Moment erzeugten Scherbeanspruchungen aufzunehmen.
Bei hydraulischen Motoren oder Pumpen umfasst das Gehäuse im Allgemeinen
mehrere Teile, die individuell gefertigt und untereinander zusammengefügt sind.
Dieses Zusammenfügen muss den Durchgang eines Moments ermöglichen. Beispielsweise
weist das Gehäuse eines hydraulischen Motors ein Nockenteil, dessen innerer Rand
gewellt ist, um mit den Kolben des Zylinderblocks zusammenzuwirken, und ein Teil,
den sog. Verteilerdeckelteil, auf, das um den inneren Verteiler angeordnet ist,
der das Fluid an die Zylinder des Zylinderblocks verteilt. Diese beiden Teile müssen
untereinander so befestigt sein, dass sie hinsichtlich Rotation perfekt miteinander
verbunden sind. Im Falle eines festen Gehäuses ist im Allgemeinen das Verteilerdeckelteil
an einem festen Stück, wie dem Gestell eines Fahrzeugs, befestigt und das Nockenteil
muss perfekt an diesem Deckelteil befestigt sein, ohne dass es sich drehen kann,
da die Rotation des Zylinderblocks bezüglich der Nocke den Betrieb des Motors bedingt.
In diesem Fall ist es das Moment, das zwischen dem Verteilerdeckel und dem Nockenteil
übertragen wird, das dem Motormoment widersteht.
Im Übrigen sind einige hydraulische Motoren mit Bremssystemen versehen,
die in einem Gehäuseteil, dem sog. Bremsdeckel, angeordnet sind. Dieses Teil ist
an einem anderen Teil des Gehäuses befestigt, beispielsweise dem Verteilerdeckel
und es muss hinsichtlich Rotation damit perfekt verbunden sein, um das Bremsmoment
zu übertragen.
Im Falle eines Motors mit drehendem Gehäuse müssen das Motormoment
oder das Bremsmoment auch zwischen den zusammengefügten Teilen des Gehäuses übertragen
werden.
Es ist bekannt, die verschiedenen Gehäuseteile eines hydraulischen
Motors durch Schrauben zu verbinden. Diese Schrauben ermöglichen es, die Kontaktseiten
der zusammengefügten Gehäuseteile gegeneinander zu drücken. So wird ein Teil des
Moments, das zwischen diesen Stücken übertragen werden muss, durch die Reibungskräfte
zwischen den beiden Kontaktseiten übertragen.
Im Allgemeinen sind die Reibungskräfte proportional zu den axialen
Druckspannungen der Kontaktseiten gegeneinander. Bei vielen Anwendungen würde die
Tatsache, dass versucht wird, das Moment zwischen den untereinander befestigten
Teilen nur durch die Reibungskräfte zu übertragen, extrem hohe axiale Druckspannungen
nötig machen, die eine entsprechende Dimensionierung der Schrauben zur Befestigung
der Stücke und dieser Stücke selbst obligatorisch machen würde. Bei vielen Anwendungen
ist dies nicht realisierbar, so dass man auf Scherelemente zurückgreift, die die
Übertragung der größeren Momente ermöglicht unter Einhaltung eines begrenzten Platzbedarfs
der Vorrichtung.
Bei den bekannten Vorrichtungen, z. B. US-A-3 844 198, sind diese
Scherelemente durch zylindrische Bolzen gebildet, die in zwei zylindrische Bohrungen
eingreifen, die gegenüber in den Kontaktseiten der beiden Stücke liegen. Diese Bolzen
und diese Bohrungen müssen sehr präzise dimensioniert sein, da selbst ein sehr geringes
Spiel zwischen den Bolzen und Bohrungen eine leichte Verschiebung im Winkel zwischen
den beiden Stücken ermöglichen, jeweils Bewegungen zwischen den beiden Stücken erzeugen,
der Übertragung des Moments abträglich und eine vorzeitige Abnutzung begünstigen
könnte. Wenn der Motor oder die Pumpe reversibel ist, d.h. dass ihr Rotor bezüglich
seinem Stator in zwei entgegengesetzte Richtungen drehen kann, können die Spiele
und die jeweiligen Bewegungen zwischen den beiden Stücken noch weniger toleriert
werden, da die mit der Rotation in einer Richtung verbundenen, eventuellen Verformungen,
d.h. beim Durchgang des Moments in einer Richtung, jeweils Spiele und Bewegungen,
die der Transmission des Moments in die andere Rotationsrichtung schaden würden,
begünstigen könnten. Die Risiken einer vorzeitigen Abnutzung sind noch größer.
Es ist auch noch festzustellen, dass bei diesen Systemen die Positionierungen
der Bohrungen extrem präzise sein müssen, damit die beiden Bohrungen jeder Anordnung
zur Rotationsverbindung sich exakt gegenüber befinden.
Daraus ergibt sich, dass sich bei der Realisierung der Anordnungen
zur Rotationsverbindung extrem hohe Anforderungen hinsichtlich der Fertigung ergeben,
mit verringerten Toleranzen und extrem präziser Bearbeitung. Dadurch werden die
Fabrikationskosten extrem erhöht.
Außerdem ist die Demontage der Stücke schwierig und, im Falle einer
Abnutzung der zylindrischen Bolzen oder der Bohrungen ist es praktisch unmöglich,
eine Wiedermontage ohne Spiel vorzunehmen. Hierzu müsste man die Bohrungen neu bearbeiten
und Bolzen mit größeren Abmessungen platzieren.
Aus diesen Gründen ist man gehalten, die Anzahl von Anordnungen zur
Rotationsverbindung soweit als möglich zu begrenzen, indem akzeptiert wird, dass
ein großer Teil des Moments zwischen den Stücken durch Reibungskräfte zwischen ihren
Kontaktseiten übertragen wird. Bei einem vorgegebenen Raumbedarf ist die Anzahl
der Schrauben und ihre Größe begrenzt. Ebenso sind die Klasse der Schrauben (Normung)
und die Spannmomente, die auf diese ausgeübt werden, begrenzt. Außerdem hängt das
durch Reibung übertragene Moment sehr vom Zustand der Fläche der Kontaktseiten (Reibungskoeffizient)
und vom Spannmoment der Schrauben (Präzision von ± 10 % bis ± 30%)
ab. Die Verwendung von Klebstoff auf den Kontaktseiten hat sich als begrenzt wirksam
erwiesen. Für einige Anwendungen ist dies zu unsicher.
Die Erfindung hat zum Ziel den oben genannten Nachteilen abzuhelfen,
indem sie ein verbessertes System zur Rotationsverbindung zwischen zwei Stücken
einer hydraulischen Vorrichtung, wie einem Motor oder einer Pumpe, zwischen denen
ein Moment übertragen werden muss, offenbart.
Dieses Ziel wird erreicht durch die Tatsache, dass für jede Anordnung
zur Rotationsverbindung das Scherelement und die Bohrungen jeweils Abmessungen im
freien Zustand aufweisen, die den Kontakt zwischen den Kontaktseiten nicht ermöglichen,
wenn das Scherelement in den Bohrungen angeordnet ist, und dass, für jede Anordnung
zur Rotationsverbindung, das Scherelement ohne Spiel mit den Bohrungen zusammenwirkt
und wenigstens eines der durch die beiden Bohrungen und das Scherelement gebildeten
Elemente, aufgrund der Ausübung der axialen Spannung auf die Stücke, eine Verformung
im Bereich der homogenen plastischen Verformungen aufweist, wobei die Verformung
einen Bereich betrifft, der nahe bei, aber außerhalb der Kontaktebene zwischen den
Kontaktflächen liegt.
Mit der Erfindung ist es, im Gegensatz zum Stand der Technik, nicht
nötig, Bearbeitungen vorzunehmen, die an die Abmessungen der Scherelemente angepasst
sind, sondern man wählt im Gegenteil frei, dass diese für die Bohrungen zu groß
sind. Durch Zusammenfügen der Stücke verformt man die Bohrungen und/oder die Scherelemente,
um den Kontakt zwischen den Kontaktseiten und den beiden Stücken zu ermöglichen.
Die axialen Spannungen, die auf die Stücke bei ihrem Zusammenfügen ausgeübt werden,
beispielsweise durch Schrauben, müssen somit ausreichend sein, um die durch die
Scherelemente auf die Wände der Bohrungen ausgeübten Spannungen zu überwinden, die
diese Stücke voneinander entfernen wollen, bis sich die Bohrungen und/oder Scherelemente
verformen. Daher trifft man zwei wesentliche Vorsichtsmaßnahmen, da man einerseits
sicherstellen will, dass die durchgeführten Verformungen im Bereich von homogener
plastischer Verformung liegen und, andererseits, dass sie einen Bereich betreffen,
der außerhalb der Kontaktebene zwischen den Kontaktflächen liegt.
Die homogenen plastischen Verformungen beinhalten einen Teil mit plastischer
Verformung und einen elastischen Teil. Durch die plastische Verformung findet eine
Selbstanpassung der Bearbeitung bezüglich der Kugel statt und es wird sichergestellt,
dass die Kontaktflächen zwischen den Scherelementen und den Wänden der Bohrungen,
die sich gegenüberliegen, ausreichend sind, damit die zwischen den Bohrungen und
den Elementen ausgeübten Spannungen korrekt verteilt werden. Das elastische Teil
der Verformungen ermöglicht eine Demontage und Wiedermontage der Stücke ohne Schwierigkeit
und ohne Risiko, dass sich ein Spiel bildet.
Sobald die Stücke zusammengefügt und die homogenen plastischen Verformungen
realisiert sind, werden die axialen Druckspannungen der Kontaktseiten gegeneinander
zum Teil verwendet, um die Tendenz der Stücke, sich voneinander zu entfernen, aufgrund
des elastischen Teils der Verformungen, zu überwinden, und für den verbleibenden
Teil, um die beide Stücke in Rotation durch Reibung zu verbinden. So verringert
sich der Teil der Reibung bei den Spannungen zur Rotationsverbindung der Stücke,
während der Teil durch die Reaktionen zwischen den Bohrungen und den Scherelementen
sich vergrößert, im Vergleich zum Stand der Technik. Vorteilhafterweise übertragen
die Scherelemente ein Moment im Bereich von 40 % des maximal zu übertragenden Moments,
wobei der verbleibende Teil durch die Reibungskräfte übertragen wird.
Da die mechanischen Eigenschaften der Materialen, aus denen die Wände
der Bohrungen und die Scherelemente hergestellt sind, insbesondere deren Härte,
die im Wesentlichen durch die Brinell-Methode gemessen wurde, bekannt sind, kann
der Fachmann die Überdimensionierung der Scherelemente bezüglich der Bohrungen so
wählen, dass die Verformungen, die notwendig sind beim Kontaktieren der Kontaktseiten,
sich im Bereich der homogenen plastischen Verformungen befinden.
Vorteilhafterweise weisen die Scherelemente Kugeln auf.
Die Kugeln weisen sowohl den Vorteil auf, dass sie einfach und kostengünstig
herzustellen sind, wobei man sie auch, aufgrund ihrer sphärischen Form, optimal
in den Bohrungen positionieren kann.
Vorteilhafterweise sind die Wände der Bohrungen und die Scherelemente
aus Materialien gebildet, die unterschiedliche Härten aufweisen. In diesem Fall,
unter der Wirkung der Belastungen axialer Spannung der beiden Stücke gegeneinander,
verformen sich entweder die Wände der Bohrungen oder die Scherelemente vorzugsweise
so, dass man vorab die Teile bestimmt, die von der Verformung betroffen sind.
In diesem Fall sind die Wände der Bohrungen vorteilhafterweise aus
einem Material gebildet, das eine Härte aufweist, die kleiner ist als diejenige
des Materials, aus dem die Scherelemente gebildet sind. Beispielsweise wird man
die Stücke, aus denen diese Bohrungen gebildet sind, aus einem Material herstellen,
wie Stahl oder Gusseisen mit einer Brinell-Härte beispielsweise zwischen 100 und
250, während die Scherelemente, insbesondere wenn es sich um Stahlkugeln für Lager
handelt, eine Rockwell-Härte zwischen 58 und 65 haben werden, was einer Brinell-Härte
größer als 600 entspricht. Kugeln mit einer Härte in dieser Größenordnung, die normalerweise
für Kugellager verwendet werden, werden in großen ökonomischen Produktsserien hergestellt.
Dadurch wird sichergestellt, dass die Verformungen nur die Bohrungen
beeinflussen. Im Falle der Verwendung von Materialien mit verschiedenen Härten ist
es möglich, durch Vergleich mit einem Brinell-Versuch und durch die Anwendung der
Daten der Norm EN 10003-1 auf die Brinell-Härte, ein Gesetz zu bestimmen, das die
Härten der Materialien der Wände der Bohrungen jedes der beiden Stücke mit den Kontaktdurchmessern
zwischen den Bohrungen und den Kugeln und den jeweiligen Tiefen (Amplituden) der
Verformungen und somit mit den Positionen der Kontaktbereiche zwischen den Bohrungen
und den Kugeln bezüglich der jeweiligen Kontaktseiten in Beziehung setzt.
Man stellt fest:
wo d1 und d2 die Kontaktdurchmesser Bohrung/Kugel jeweils bei dem ersten und dem
zweiten Stück sind;
HB1 und HB2 die Härten jeweils des ersten und des zweiten Stücks sind;
h1 und h2 die Tiefen (axial gemessen) der jeweiligen Verformungen sind, realisiert
in dem ersten und zweiten Stück durch Anlegen der Kontaktseiten gegeneinander.
Vorteilhafterweise weist wenigstens eine der Bohrungen wenigstens
einer Anordnung zur Rotationsverbindung ein kegelstumpfförmiges Teil auf, mit dem
das Scherelement zusammenwirkt. Die konische Form ermöglicht die korrekte Verschiebung
des Scherelements gegen die Wand der Bohrung, indem dieses in der Bohrung zentriert
wird.
In diesem Fall weist vorzugsweise wenigstens eine der Bohrungen wenigstens
einer Anordnung zur Rotationsverbindung einen zylindrischen Abschnitt und einen
kegelstumpfförmigen Abschnitt auf, die durch eine kreisförmige Kante verbunden sind,
wobei der kegelstumpfartige Abschnitt sich quer zur Kontaktseite des Stücks befindet,
in dem die jeweilige Bohrung angebracht ist; das Scherelement ist in Kontakt mit
dieser Kante.
So wird der Bereich des Kontakts zwischen dem Scherelement und der
Wand der Bohrung auf einer Kante gebildet. Daraus resultiert, dass das Material
viel leichter fließt unter der Wirkung der axialen Spannungen, die die beiden Kontaktseiten
der beiden Stücke in Kontakt bringen. Aufgrund dieser Tatsache erhält man für eine
gegebene axiale Spannung eine Verformung mit größerer Amplitude als wenn die Kontaktbereiche
zwischen den Scherelementen und den Bohrungen auf den Tangentialflächen erfolgen
würden. Wenn das Scherelement härter ist als das Material der Kante, neigt letztere
dazu sich durch Zusammendrücken zu verformen. Im gegenteiligen Fall neigt die Kante
dazu eine Nut in dem Scherelement zu bilden.
Da die Kante sich an der Verbindungsstelle des kegelstumpfartigen
und zylindrischen Teils befindet, bildet sie einen stumpfen Winkel, der es nach
der Verformung ermöglicht, die Kontaktfläche zwischen dem Scherelement und der Wand
der Bohrung zu vergrößern, wodurch die Verteilung der Scherspannungen begünstigt
wird.
Außerdem erleichtert diese Form der Bohrungen dabei die Bearbeitung
und das Entgraten.
Die Kontaktflächen zwischen den Bohrungen und den Scherelementen sind
begrenzt, wobei sie ausreichend sind, um eine Übertragung des Moments zu sichern.
Bei einer gegebenen axialen Spannung ist der Teil der Spannung, der dazu dient,
die verbleibende Elastizität der Verformung der Kontaktkante und/oder des Scherelements
zu überwinden, weniger groß als derjenige der notwendig wäre, wenn die Kontaktflächen
beispielsweise ebene oder zylindrische Flächen wären. Daraus resultiert, dass man
einen größeren Teil der axialen Spannungen bewahrt, um diesen in Reibungskraft zwischen
den Kontaktflächen zu transformieren.
Außerdem befindet sich der kegelstumpfartige Abschnitt der Bohrung
zum Eingang dieser Bohrung hin und ermöglicht die Zentrierung des Scherelements,
derart dass es sich korrekt auf der kreisförmigen Kante positioniert. Diese Zentrierungsfunktion
gibt die Möglichkeit, eventuellen Fehlern von Dezentrierung zwischen den gegenüberliegenden
Bohrungen abzuhelfen und somit weniger präzise Bearbeitungen zu ermöglichen.
Außerdem kann durch das kegelstumpfartige Teil verhindert werden,
dass die Verformung die Planheit der Kontaktseite stört, die dem Transfer eines
Teils des Moments durch Reibung dient.
Gemäß einer besonders vorteilhaften Variante weist eine der Bohrungen
wenigstens einer Anordnung zur Rotationsverbindung einen Blockierungsabschnitt auf,
mit dem das Scherelement zusammenwirkt, indem es in die Bohrung eingeklemmt wird.
Das Scherelement greift mit Kraft in den Blockierungsabschnitt der
Bohrung des jeweiligen Stücks ein, vor dem Zusammenfügen dieses Stücks mit einem
anderen. Der Blockierungsabschnitt weist Querabmessungen auf, die etwas kleiner
sind als diejenigen des Scherelements, wodurch letzteres mit Kraft manuell oder
mit Hilfe eines Werkzeugs, wie einem Hammer, eingeführt werden kann. Man kann für
die Scherelemente jeder Anordnung zur Rotationsverbindung ebenso verfahren, wodurch
das Stück, dessen Bohrungen mit Blockierungsabschnitten mit den in diesen Bohrungen
angeordneten Scherelementen ausgestattet sind, als ein Ganzes beim Zusammenfügen
dieses Stücks mit einem anderen gehandhabt werden kann.
Die Erfindung wird besser verstanden und ihre Vorteile erscheinen
deutlicher beim Lesen der folgenden detaillierten Beschreibung einer Ausführungsform,
die als nicht einschränkendes Beispiel dargestellt ist. Die Beschreibung bezieht
sich auf die beiliegenden Zeichnungen, in denen:
1 eine Ansicht im axialen Schnitt eines
hydraulischen Motors ist, der mit erfindungsgemäßen Systemen zur Rotationsverbindung
ausgestattet ist; und
die 2 bis 4
Detailansichten einer Anordnung zur Rotationsverbindung, in drei Varianten, sind.
Der hydraulische Motor der 1 ist ein
Motor mit radialen Kolben. Er weist ein Gehäuse aus vier Teilen 1A,
1B, 1C und 1D auf. Das Teil 1B weist einen inneren
gewellten Rand auf und bildet die Nocke, gegen die die Kolben 2' des Zylinderblocks
2 reagieren. Die Antriebswelle 3 ist hinsichtlich Rotation mit
dem Zylinderblock durch Rillen verbunden und erstreckt sich in das Teil
1A des Gehäuses, das die Lager 4 des Motors trägt. Letzterer weist
einen internen Flüssigkeitsverteiler 5 auf, dessen Verteilungsleitungen
6 abwechselnd mit den Zylinderleitungen 7 des Zylinderblocks
2 verbunden sind. Der Verteiler erstreckt sich ins Innere des Teils
1C des Gehäuses, bezeichnet als Verteilerdeckel. Im Inneren des Verteilers
erstreckt sich auch eine Bremswelle 8, die wie die Welle 3, hinsichtlich
Rotation mit dem Zylinderblock 2 verbunden ist. Das Ende dieser Welle,
das dem Zylinderblock entgegengesetzt ist, erstreckt sich ins Teil 1D des
Gehäuses, bezeichnet als Bremsdeckel. Dieses Ende und dieses Teil des Gehäuses tragen
Bremselemente, die im vorliegenden Fall durch ineinander geschobene Scheiben
9 gebildet sind. Ein Bremskolben 10 ist durch eine Feder
11 belastet, um die Scheiben 9 in Bremskontakt zu drücken und
kann in entgegengesetzter Richtung durch Speisung mit Fluid einer Bremskammer
12 gesteuert werden.
Der in 1 dargestellte Motor ist von der
Art mit Drehwelle, da sein Gehäuse fest ist, wobei das Teil des Gehäuses
1C einen Flansch 13 zur Befestigung an einem äußeren Element,
wie beispielsweise dem Gestell eines Fahrzeugs, aufweist. Die Teile 1A,
1B und 1C des Gehäuses sind untereinander durch Befestigungsschrauben
14 verbunden, während die Teile 1C und 1D durch Befestigungsschrauben
15 verbunden sind.
Das Motormoment wird durch den drehenden Zylinderblock 2
auf die Welle 3 übertragen, die, durch Flansche 3', dazu bestimmt
ist, ein äußeres Element anzutreiben. Um den Betrieb des Motors zu ermöglichen,
ist es wichtig, dass die Nocke 1B, gegenüber der Rotation um die Achse
A, perfekt mit dem Teil 1C des Gehäuses verbunden ist, welches dasjenige
ist, das an einem festen Element durch die Flansche 13 befestigt ist. Ein
sich dem Motormoment widersetzendes Moment muss somit zwischen den Teilen
1C und 1B des Gehäuses übertragen werden. Letztere weisen Kontaktseiten
1C' bzw. 1B' auf, die im Wesentlichen eben und senkrecht zur Rotationsachse
A des Motors verlaufen.
Ebenso muss beim Bremsen das Bremsmoment zwischen dem Teil
1D des Gehäuses, das feste Scheiben 9 trägt, und dem Teil
1C übertragen werden. Diese Teile 1D und 1C weisen Kontaktseiten
1D" bzw. 1C" auf, die auch eben und senkrecht zur Achse A sind.
Die Schrauben 14 oder 15 dienen dazu, axiale Spannungen
jeweils zwischen den Stücken 1C und 1B und zwischen den Stücken
1C und 1D auszuüben, um ihre jeweiligen Kontaktseiten gegeneinander
anzulegen. Aufgrund der Fabrikationstoleranzen und der Gewinde
der Schrauben dienen letztere nicht zur Übertragung der oben genannten Momente.
Diese Momente werden durch die Reibungskräfte zwischen den Kontaktseiten
übertragen, die aufgrund des axialen Drucks zwischen diesen Seiten und durch die
Anordnungen zur Rotationsverbindung erzeugt werden. Man sieht so in 1
eine erste Anordnung zur Rotationsverbindung 20 zwischen den Stücken
1C und 1B und eine zweite Anordnung zur Rotationsverbindung
30 zwischen den Stücken 1C und 1D. Obwohl im Schnitt
nicht sichtbar, weist das Verbindungssystem zwischen den Stücken 1C und
1B wenigstens zwei zur Anordnung 20 analoge Anordnungen auf, während
das System zur Rotationsverbindung zwischen den Stücken 1C und
1D wenigstens zwei zur Anordnung 30 analoge Anordnungen aufweist.
Man kann beispielsweise drei winkelmäßig in regelmäßigem Abstand angebrachte Anordnungen
vorsehen, aber selbstverständlich kann diese Anzahl auch größer sein.
Die Anordnungen 20 und 30 sind analog und Anordnung
20 wird genauer beschrieben. Letztere weist eine Bohrung 20B,
die im Teil 1B des Gehäuses eingebracht ist und sich in dessen Kontaktseite
1B' öffnet, und eine Bohrung 20C auf, die in das Teil
1C des Gehäuses eingebracht ist und sich in dessen Kontaktseite
1C' öffnet. Die Bohrungen 20B und 20C sind auf der Achse
A' ausgerichtet. Die Anordnung 20 weist auch ein Scherelement
22 auf, das sich zum Teil in jede der Bohrungen 20B und
20C erstreckt. Bei dem dargestellten bevorzugten Beispiel ist dieses Scherelement
durch eine Kugel gebildet.
Man wählt Scherelemente, die die durch das übertragene Moment erzeugten
Scherspannungen aushalten können. Beispielsweise wählt man Kugeln, die jeweils Scherspannungen
im Bereich von 550 daN aushalten können.
Unter Bezug auf die 2A bis
2C wird jetzt die Anordnung 20 genauer
beschrieben. 2A zeigt teilweise diese Stücke in ihrer
zusammengefügten Stellung, in der ein Moment zwischen diesen übertragen werden kann.
Man hat eine Kugel 22 aus einem Material gewählt, das härter ist als dasjenige
aus dem die Wände der Bohrungen 20B und 20C hergestellt sind,
und man sieht, dass diese Kugel nicht oder praktisch nicht verformt ist, während
die Wände etwas verformt sind. So wirkt die Kugel ohne Spiel mit den Wänden jeder
der beiden Bohrungen zusammen.
2B zeigt dieselbe Anordnung vor dem Zusammenfügen
der Stücke 1B und 1C in einer Stellung, in der die Kugel
22 die Wände der Bohrungen 20B und 20C einfach berührt,
ohne dass axiale Spannungen ausgeübt werden, um die Stücke 1B und
1C einander anzunähern. In dieser Stellung sieht man, dass die Kontaktseiten
1B' und 1C' in einem Abstand D1 voneinander entfernt sind. Um
von der Situation der 2B in diejenige der
2A zu gelangen, müssen axiale Spannungen auf die Stücke
1B und 1C ausgeübt werden, beispielsweise mit Hilfe der Schrauben
14 oder mit Hilfe einer äußeren Vorrichtung wie einer Presse, um wenigstens
die Seiten 1B' und 1C' in Kontakt zu bringen und die dieser Annäherung
sich widersetzenden Kräfte durch Zusammenwirken zwischen der Kugel und den Wänden
der Bohrungen 20B und 20C zu überwinden. Hierzu verformt man die
Wände der Bohrungen und/oder die Kugel 22, wobei diese Verformung im Bereich
der homogenen plastischen Verformungen bleibt.
Vorzugsweise sind die axialen Druckspannungen zwischen den Seiten
1B' und 1C' selbst größer als die erforderlichen minimalen Spannungen,
um die oben genannten sich widersetzenden Kräfte zu überwinden, damit die Spannungen,
die diese minimalen Spannungen übersteigen, der Ursprung von Reibungskräften zwischen
diesen beiden Seiten sind.
Bei der dargestellten Ausführungsform weist jede der Bohrungen
20B und 20C ein kegelstumpfartiges Teil 24B bzw.
24C, das sich an seinem breiten Ende in die Kontaktseite 1B' bzw.
1C' öffnet, und ein zylindrisches Teil 26B bzw. 26C auf, das auf
der der Kontaktseite gegenüberliegenden Seite liegt. Für jede Bohrung sind diese
Teile durch eine ringförmige Kante 25B bzw. 25C verbunden. Beim
Beispiel der 2A bis 2C
sind die beiden Bohrungen 20B und 20C identisch, d.h. dass ihre
jeweiligen zylindrischen Abschnitte denselben Durchmesser D aufweisen, dass der
Winkel an der Spitze der kegelstumpfartigen Abschnitte ɑ derselbe ist und dass
der Abstand H zwischen der kreisförmigen Kante 25C oder 25B und
der Kontaktseite 1C' oder 1B' derselbe ist. Vorteilhafterweise
wählt man so, dass der Winkel ɑ zwischen 70° und 110° (beide Werte
einschließlich) beträgt, vorzugsweise im Bereich von 90°. Überaus bevorzugt
wählt man so, dass der axiale Abstand H zwischen 15 % und 40 % (beide Werte einschließlich)
des Durchmessers D beträgt, vorzugsweise zwischen 20 % und 30 % dieses Durchmessers.
Wie nachfolgend unter Bezug auf die 3 zu sehen ist,
können die beiden Bohrungen verschieden sein, aber die oben genannten Werte für
den Winkel ɑ und das Verhältnis H/D können in denselben Bereichen bleiben,
indem sie beispielsweise an den beiden Enden dieser Bereiche liegen.
2C zeigt dieselbe Anordnung
20 nach einer Demontage, in einer Stellung, in der die Stücke
1C und 1B nur angenähert sind, damit die Kugel die Wände der Bohrungen
berührt, ohne besondere Spannungen auf letztere auszuüben.
Man sieht, dass die Kanten 25B und 25C bezüglich
der Situation der 2B verformt wurden. Die in
2C sichtbare Verformung ist der rein plastische Teil,
bei dem die ihm zugefügte Verformung nicht reversibel ist. Jedoch selbst in der
Situation der 2C sind die Kontaktseiten 1B'
und 1C' der Stücke 1B und 1C nicht in Kontakt, sondern
in einem Abstand D2 voneinander entfernt. Um diese Seiten wieder in Kontakt gegeneinander
zu bringen und erneut den Durchgang eines Moments zwischen den Stücken
1B und 1C zu ermöglichen, ist es nötig, noch die Kanten
25B und 25C zu verformen. Dieses von der Verformung übrig gebliebene
Teil ist die verbleibende Elastizität, die reversibel ist. So kann man selbst nach
der Demontage und Wiedermontage leicht einen Kontakt ohne Spiel zwischen dem Scherelement,
beispielsweise der Kugel 22, und den Bohrungen erhalten.
Vorzugsweise wird derart verfahren, dass der von der homogenen plastischen
Verformung übrig gebliebene, elastische Teil zwischen 10 % und 20 % der Verformung
beträgt. Mit anderen Worten beträgt das Verhältnis D2/D1 zwischen 0,1 und 0,2. Im
Allgemeinen, da die Geometrie der Kugel aufgrund ihrer Härte, die größer ist als
diejenige der Stücke 1B und 1C, unverändert bleibt, haben die
Verformungen der Kanten 25B und 25C die Form von sphärischen Kalottenscheiben,
die zwischen zwei Ebenen begrenzt sind, die parallel zu den Ebenen der Kontaktseiten
1B' und 1C' verlaufen.
Im Beispiel der 2A bis 2C
sind die Geometrien der Bohrungen 20B und 20C dieselben und man
setzt voraus, dass die Stücke 1B und 1C im Wesentlichen dieselbe
Härte aufweisen. Folglich haben die Verformungen der Kanten 25B und
25C im Wesentlichen dieselbe Amplitude und die Eindringstrecke der Kugel
in jede der Bohrungen 20B und 20C ist die gleiche. Wenn man Stücke
unterschiedlicher Härte wählen würde, wäre das Verhältnis zwischen den Eindringenstrecken
des Scherelements in jede der beiden Bohrungen umgekehrt proportional zum Verhältnis
der Härten.
3 zeigt eine Ausführungsvariante, in
der die beiden Bohrungen unterschiedliche Abmessungen haben. Man sieht beispielsweise,
dass die in dem Stück 1B angebrachte Bohrung unverändert ist. Die in dem
Stück 1C angebrachte Bohrung 120C weist, wie die Bohrung
20C, einen kegelstumpfartigen Abschnitt 124C, der sich quer zur
Kontaktseite 1C' befindet, und einen zylindrischen Abschnitt
126C, der sich entgegengesetzt befindet, sowie eine Kante 125C
auf, die diese beiden Abschnitte verbindet. Jedoch wurde, im Verhältnis zu den
2A bis 2C, der
Durchmesser D' des zylindrischen Teils 126C verringert, während der Winkel
an der Spitze des Kegels, der durch den kegelstumpfartigen Abschnitt 124C
begrenzt ist, geöffnet wurde. So erstreckt sich die homogene plastische Verformung
im Bereich der Kante 125C auf einen Teil des kegelstumpfförmigen Abschnitts
124C, derart, dass in der Bohrung 120C die Kontaktfläche zwischen
der Kugel 22 und der Wand der Bohrung größer ist.
Man kann so die Geometrie der Bohrungen an die Härten der jeweiligen
Teile anpassen. In den Beispielen der 2A und
3 weisen die Kontaktbereiche zwischen der
Kugel 22 und den Wänden der Bohrungen Berührungspunkte 28B,
28C bzw. 128C für die Bohrungen 20B, 20C und
120C auf, an denen der Kontakt zwischen der Kugel und den Wänden der Bohrungen
tangential verläuft. Wenn, wie im dargestellten Beispiel, dieser Kontakt auf den
kreisförmigen Kanten stattfindet, wo die kegelstumpfförmigen Teile und die zylindrischen
Teile der Bohrungen verbunden werden, liegen diese Berührungspunkte in den zentralen
Bereichen der Verformungen dieser Kanten. Man bestimmt dann die Kontaktwinkel, welche
die Winkel ɑB, ɑC und ɑ'C sind, die zwischen den Radien der Kugeln,
die diese Kontaktpunkte 28B, 28C und 128C passieren,
und der Ebene P zur Verbindung zwischen den Kontaktseiten der Stücke 1B
und 1C gebildet sind. Vorzugsweise betragen diese Kontaktwinkel zwischen
25° und 35°, derart, dass die Verformung die Kontaktseite nicht beeinflusst.
Wie in 3 zu sehen, sind die Kontaktwinkel ɑ'C
und ɑB verschieden. Im vorliegenden Fall ist der Winkel ɑ'C größer als
der Winkel ɑB, da der Durchmesser D' kleiner ist als der Durchmesser D und
die Höhe N' zwischen der Kante 125C und der Ebene P ist größer als die
Höhe H zwischen der Kante 25B und derselben Ebene P.
Im Beispiel der 4 ist die im Stück
1C eingebrachte Bohrung 20C analog zu derjenigen der
2A bis 2C. In
dieser Bohrung bestimmt man übrigens denselben Kontaktwinkel ɑC zwischen dem
durch den Berührungspunkt gehenden Radius der Kugel und der Ebene P.
Die Bohrung 120B, die im Stück 1B eingebracht wurde,
ist unterschiedlich. Sie weist nämlich einen Blockierungsabschnitt auf, mit dem
das Scherelement, in diesem Fall die Kugel 22, zusammenwirkt, indem es
in dieser Bohrung eingeklemmt ist. Daher wird vor dem Verbinden der Teile
1B und 1C die Kugel 22 mit Kraft in die Bohrung
120B eingeführt. Selbstverständlich ist es wünschenswert, da mehrere Anordnungen
zur Verbindung vorgesehen sind, dass die Kugeln aller dieser Anordnungen auf dieselbe
Weise in den Bohrungen desselben Stücks angeordnet werden. Um die Stücke
1B und 1C zusammenzufügen, genügt es, schließlich das Stück
1C anzunähern und die ausreichenden axialen Spannungen auszuüben, um, wenigstens
in der Bohrung dieses Stücks, die gewünschten Verformungen zu realisieren. Je nach
der jeweiligen Härte der beiden Stücke können die Verformungen auch die Bohrung
120B des anderen Stücks betreffen. Im einen oder anderen
Fall wird so verfahren, dass die Verformungen im Bereich der homogenen plastischen
Verformungen bleiben, um eine verbleibende Elastizität, die eine Wiedermontage ohne
Spiel ermöglicht, anzubringen.
Vorteilhafterweise ist die Einklemmfläche der Kugel in der Bohrung
120B durch eine Fläche gebildet, die parallel zur Achse A ausgerichtet
ist, bezüglich der das Moment bestimmt ist, das zwischen den Stücken 1B
und 1C übertragen werden muss und die parallel zur in 4
dargestellten Ausrichtungsachse A' der Bohrungen verläuft. Beispielsweise weist,
wie in dem dargestellten Beispiel, die Bohrung 20B einen einzigen zylindrischen
Abschnitt 126B auf, der sich auf die Kontaktseite 1B' öffnet und
dessen Durchmesser etwas geringer ist als der Durchmesser der Kugel 22.
So sind die Kontaktbelastungen zwischen der Kugel und der Einklemmfläche rein radial
ausgerichtet, so dass die Kugel in ihrer Bohrung 120B eingeklemmt bleibt,
ohne dass sie sich daraus entfernen will. In diesem Fall sind die Abstände D1 und
D2, die vorab unter Bezug auf die 2B und
2C erläutert wurden, zu bemerken, wenn die
Kugel in ihrer Aufnahme 120B eingeklemmt ist.
Die Geometrie der Bohrungen ist vorteilhafterweise so ausgelegt, dass
die Kontaktbereiche zwischen dem Scherelement (insbesondere der Kugel) und den Wänden
dieser Bohrungen nahe der Kontaktebene P liegen, wobei sie nur wenig von letzterer
entfernt sind, um die Planheit dieser Kontaktseiten 1B' und 1C'
nicht zu beeinflussen. Beispielsweise, wenn die Bohrungen ein kegelstumpfförmiges
Teil und ein zylindrisches Teil aufweisen, ermöglicht das vorab erläuterte Verhältnis
H/D, diese Bedingung zu erfüllen.
Es ist von Vorteil, wie man in 1 sieht,
dass die Bohrungen der Anordnungen zur Rotationsverbindung nahe dem äußeren Rand
der Kontaktseite wenigstens eines der Stücke ausgeführt sind, im vorliegenden Fall,
sind die beiden Bohrungen in der Nähe des äußeren Durchmesser realisiert, der im
Wesentlichen analog bei den Stücken 1B und 1C ist. Wenn man die
Anordnungen zur Rotationsverbindung so fern wie möglich von der Rotationsachse A
anbringt, begünstigt man die Übertragung eines umso größeren Moments durch diese
Anordnungen. Ebenso weist das Teil des Bremsdeckels 1D einen Durchmesser
auf, der kleiner ist als der maximale Durchmesser des Teils 1C, aber man
sieht, dass die Anordnung zur Rotationsverbindung 30 in der Nähe des äußeren
Rands dieses Teils des Bremsdeckels 1D liegt.
Der Einfachheit halber wurden in der Beschreibung in den
2A bis 4 die
Teile 1B und 1C teilweise dargestellt. Es versteht sich, dass
die Anordnung zur Rotationsverbindung, die unter Bezug auf diese Figuren beschrieben
wurde, auch die Anordnung 30 zur Rotationsverbindung zwischen den Teilen
1C und 1D sein kann. Man kann so wählen, dass alle Anordnungen
zur Rotationsverbindung identisch sind oder dass einige von diesen verschieden sind,
indem man beispielsweise eine der oben beschriebenen Varianten der 2A
bis 4 nimmt.
Anspruch[de]
Hydraulische Vorrichtung wie ein Motor oder eine Pumpe, die ein erstes
Stück (1C), das aus einem Teil des Gehäuses, in dem ein Zylinderblock (2)
angeordnet ist, und ein zweites Stück (1B; 1D) aufweist, das an
diesem ersten Stück befestigt ist, wobei die Vorrichtung ein System zur Rotationsverbindung
der beiden Stücke aufweist, derart, dass der Durchgang eines Moments zwischen diesen
Stücken möglich ist, wobei letztere jeweils eine Kontaktseite (1C',
1B' ; 1C" , 1D") aufweisen, wobei die beiden Kontaktseiten
gegeneinander gehalten werden durch Mittel (14, 15), die eine
axiale Spannung ausüben, wobei das System wenigstens zwei Anordnungen zur Rotationsverbindung
(20; 30) aufweist, die jeweils zwei ausgerichtete Bohrungen (20B,
20C ; 20B, 120C ; 120B, 20C), die jeweils
in jedem der beiden Stücke (1B, 1C ; 1C , 1D)
ausgeführt sind und sich in ihre jeweiligen Kontaktseiten öffnen, sowie ein Scherelement
(22) aufweisen, das sich in diese Bohrungen erstreckt, wobei die Scherelemente
geeignet sind, die durch das übertragene Moment erzeugten Scherbeanspruchungen aufzunehmen,
dadurch gekennzeichnet, dass für jede Anordnung zur Rotationsverbindung (20,
30) das Scherelement (22) und die Bohrungen (20B,
20C ; 20B, 120C ; 120B, 20C) jeweilige
Abmessungen im freien Zustand aufweisen, die den Kontakt zwischen den Kontaktseiten
(1c', 1B' ; 1C", 1D") nicht ermöglichen, wenn
das Scherelement in den Bohrungen angeordnet ist, und dass für jede Anordnung zur
Rotationsverbindung (20, 30) das Scherelement ohne Spiel mit den
Bohrungen zusammenwirkt und wenigstens eines der durch die beiden Bohrungen und
das Scherelement gebildeten Elemente, aufgrund der Anwendung der axialen Spannung
auf die Stücke, eine Verformung im Bereich der homogenen plastischen Verformungen
aufweist, wobei die Verformung einen Bereich beeinflusst, der nahe bei, aber außerhalb
der Kontaktebene (P) zwischen den Kontaktseiten liegt.
Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Scherelemente
Kugeln (22) aufweisen.
Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die
Wände der Bohrungen (20B, 20C ; 20B, 120C ;
120B, 20C) und die Scherelemente (22) aus Materialien
gebildet sind, die unterschiedliche Härten aufweisen.
Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wände
der Bohrungen (20B, 20C ; 20B, 120C ;
120B, 20C) aus einem Material gebildet sind, das eine Härte aufweist,
die kleiner ist als diejenige des Materials, aus dem die Scherelemente (22)
gebildet sind.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens eine der Bohrungen (20B, 20C ; 120C)
wenigstens einer Anordnung zur Rotationsverbindung (20, 30) ein
kegelstumpfförmiges Teil (24B, 24C ; 124C) aufweist,
mit dem das Scherelement (22) zusammenwirkt.
Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens
eine der Bohrungen (20B, 20C ; 120C) wenigstens einer
Anordnung zur Rotationsverbindung (20, 30) ein zylindrisches Teil
(26B, 26C ; 126C) und ein kegelstumpfförmiges Teil (24B,
24C ; 124C) aufweist, die durch eine kreisförmige Kante (25B,
25C ; 125C) verbunden sind, wobei das kegelstumpfförmige Teil
sich quer zur Kontaktseite (1B', 1C') des Stücks befindet, in
dem die jeweilige Bohrung durchgeführt ist, und dass das Scherelement (22)
mit dieser Kante in Kontakt ist.
Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die kreisförmige
Kante in einem axialen Abstand (H, H') zur Kontaktseite des Stücks (20B,
20C) liegt, in dem die jeweilige Bohrung ausgeführt ist, der (beide Werte
eingeschlossen) zwischen 15 % und 40 % und vorzugsweise zwischen 20 % und 30 % des
Durchmessers (D, D') des zylindrischen Abschnitts beträgt.
Vorrichtung nach Anspruch 2 und einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, dass für jede Anordnung zur Rotationsverbindung (20, 30), für die
das Scherelement (22) durch eine Kugel gebildet ist, die Kontaktbereiche
zwischen der Kugel und den Wänden der Bohrungen Berührungspunkte (28B,
28C ; 128B) aufweisen, an denen der Kontakt tangential verläuft,
wobei die Radien der Kugel, die durch diese Berührungspunkte gehen, bezüglich der
Verbindungsebene (P) zwischen diesen Kontaktseiten der Stücke geneigt sind gemäß
Winkeln (ɑB, ɑC ; ɑ'C), den sog. Kontaktwinkeln, zwischen 25°
und 35°, beide Werte eingeschlossen.
Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktwinkel
(ɑB ; ɑ'C) für die beiden Stücke (1B, 1C) unterschiedlich
sind.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
dass eine (120B) der Bohrungen (120B, 20C) wenigstens
einer Anordnung zur Rotationsverbindung einen Blockierungsabschnitt (1268)
aufweist, mit dem das Scherelement (22) zusammenwirkt, indem es in die
Bohrung eingeklemmt ist.
Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Blockierungsabschnitt
eine axiale Blockierungsfläche (126B) aufweist.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
dass die Bohrungen (20B, 20C, 120B, 120C) in
der Nähe des äußeren Randes der Kontaktseiten wenigstens eines der Stücke angebracht
sind.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Stück aus einem Gehäuseteil (1D) einer Bremse gebildet
ist, in dem Bremsmittel (9) für den Motor oder die Pumpe angebracht sind.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Stück (1B) durch ein Teil des Gehäuses des hydraulischen
Motors oder der Pumpe gebildet ist, in dem der Zylinderblock (2) angebracht
ist, wobei dieses zweite Stück, auf seiner Innenseite, die Reaktionsnocke für die
Kolben (2') dieses Zylinderblocks aufweist.