Die Erfindung betrifft einen Sammelhefter mit wenigstens zwei Arbeitswellen
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Stand der Technik:
Sammelhefter sind im Allgemeinen papierverarbeitende Maschinen, mit
denen ein Produkt, beispielsweise eine Broschüre, aus mehreren Falzbogen zusammengestellt
und geheftet wird. Auf Falzbogenanlegern liegend oder auf dem Rücken stehend werden
bedruckte Falzbogen aus Stapeln vereinzelt zugeführt, geöffnet und auf eine Sammelkette
aufgelegt. Die zu heftende Anzahl von Falzbogen wird auf der Sammelkette durch Mitnehmer
gesammelt und ausgerichtet. Die Sammelkette transportiert die gesammelten Falzbogen
zu einer Hefteinrichtung, wo diese durch Heftköpfe mit Drahtklammern geheftet werden.
Um den Rand der gehefteten Produkte zu beschneiden, ist üblicherweise nach dem Auswurf
ein sogenannter Trimmer (3-Schneider) vorgesehen, von welchem die Endprodukte zu
einer Auslage weitertransportiert werden. Gegebenenfalls kann eine Lochung der Produkte
vorgesehen werden
Bei Sammelheftern können in sinnvoller Weise zwei Heftprinzipien eingesetzt
werden: Heften im Stillstand oder Heften am bewegten Produkt. Um eine Heftung am
bewegten Produkt vorzunehmen, muss die Hefteinrichtung, bestehend aus Heftschlitten
und Umbiegeeinrichtung bzw. Heftstation, mit dem zu heftenden Produktmitbewegt und
zumindest zeitweise auf dessen Bewegung abgestimmt werden.
Der Antrieb des Sammelhefters erfolgt häufig durch einen zentralen
Elektromotor. Dabei werden die verschiedenen Baugruppen, wie die Heftvorrichtung,
die Sammelkette, der Falzbogenanleger, der Auswerfer, der Trimmer und eventuell
weitere Komponenten über verschiedene Getriebe und eine gemeinsame Welle, eine sogenannte
Königswelle, angetrieben.
Die jeweilige Baugruppe umfasst zur Erfüllung ihrer Funktion zumindest
eine von der gemeinsamen Welle angetriebene Arbeitswelle, zum Teil sind auch mehrere
Arbeitswellen pro Baugruppe vorhanden. Zum Beispiel weist ein Falzbogenanleger drei
entsprechende Wellen auf, um den Boden abzuziehen und zu öffnen, um ihn auf die
Sammelkette zu legen.
Häufig sollen Sammelhefter unterschiedlichste Bögen verarbeiten können.
Beispielsweise sollen unterschiedlich große und oder unterschiedlich feste
Papiere verarbeitet werden. Hierfür ist es zum Teil notwendig, die Phasenlage zwischen
den Arbeitswellen unterschiedlicher Baugruppen und/oder zwischen den Arbeitswellen
einer Baugruppe zu verstellen. Dies wird bislang von Hand durchgeführt, was sehr
zeitaufwendig und zum Teil relativ ungenau ist.
Aufgabe und Vorteile der Erfindung:
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Sammelhefter mit einer gemeinsamen
wenigstens zwei Arbeitswellen antreibenden Antriebseinheit, wobei wenigstens eine
und/oder zwei unterschiedliche Arbeitseinheiten die Arbeitswellen umfassen, vorzuschlagen,
der eine automatisierte Änderung der Phasenlage zwischen zwei Wellen ermöglicht.
Diese Aufgabe wird, ausgehend von einem Sammelhefter der einleitend
genannten Art, durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Durch die in den Unteransprüchen genannten Maßnahmen sind vorteilhafte
Ausführungen und Weiterbildungen der Erfindung möglich.
Dementsprechend zeichnet sich ein erfindungsgemäßer Sammelhefter
dadurch aus, dass eine Verstellvorrichtung mit wenigstens einem kontrollierbaren
Verstellantrieb zum Einstellen einer Phasenlage mindestens zwischen den beiden Wellen
vorgesehen ist. Im Sinn der Erfindung werden als Arbeitswellen sowohl Wellen verstanden,
die eine Arbeitsfunktion, als auch andere Wellen antreibende Wellen, d.h. eine Antriebsfunktion
bzw. die Arbeitsfunktion ist der Antrieb anderer Wellen erfüllen, wie die sogenannte
Königswelle verstanden.
Mit Hilfe einer erfindungsgemäßen Verstellvorrichtung mit Verstellantrieb
wird unter Beibehaltung der starren, mechanischen Kopplung zwischen den Arbeitswellen
bzw. zwischen den Arbeitseinheiten in besonders eleganter Weise eine Phasenlagenänderung
realisierbar, die automatisiert ist und vorzugsweise mit einer zum Teil bereits
vorhandenen Steuer-/Kontrolleinheit kontrolliert bzw. gesteuert wird. Das bedeutet,
dass durch die mechanische, starre Kopplung der Wellen beispielsweise die Synchronisation
der Arbeitswellen sicher gewährleistet wird und gleichzeitig eine flexible Anpassung
an unterschiedlichste Anforderungen bzw. Bögen automatisiert erfolgen kann.
Vorteilhafterweise ist der Verstellantrieb als Elektromotor, insbesondere
mit einer Positioniersteuerung/-regelung ausgebildet. Hiermit wird gewährleistet,
dass z.B. handelsübliche Antriebe verwendbar sind. Die Positioniersteuerung/-regelung
des Elektromotors gewährleistet eine besonders genaue Einstellbarkeit der Phasenlage
zwischen den Arbeitswellen. Bei dieser ist besonders von Vorteil, dass sie ein Verdrehen
aufgrund äußerer Einflüsse wahrnimmt und gegebenenfalls korrigiert.
In einer besonderen Weiterbildung der Erfindung umfasst der Verstellantrieb
ein Spindel- oder Schneckengetriebe. Mit Hilfe des Spindel-/Schneckengetriebes kann
eine selbsthemmende Verstellung bei hoher Kraftübersetzung erreicht werden. Darüber
hinaus kann bei vorteilhafter Ausgestaltung des Spindel-/Schneckengetriebes eine
besonders hohe Genauigkeit der Steuerung/Regelung erreicht werden. Beispielsweise
können vergleichsweise viele Inkremente des Motors bzw. eines Drehgebers pro Grad-Phasenverstellung
vorgesehen werden. Bei einer vorteilhaft kleinen Auflösung der Verstellung ist eine
äußerst exakte Einstellung der Phasenlage zwischen den Wellen realisierbar.
In einer vorteilhaften Variante der Erfindung weist der Verstellantrieb
ein Planetengetriebe auf. Hiermit kann eine besonders kompakte Bauweise realisiert
werden. Darüber hinaus können handelsübliche Komponenten kostengünstig eingesetzt
werden. Mit einem Planetengetriebe ist eine unbegrenzte Phasenlagenveränderung realisierbar,
d.h. von 0 - 360° und ein Vielfaches einer ganzen Umdrehung.
Vorzugsweise steht ein mit einer Innenverzahnung versehenes Hohlrad
des Planetengetriebes in einer ersten Betriebsphase und bewegt sich mit Hilfe des
Verstellantriebes in einer zweiten Betriebsphase zur Verstellung der Phasenlage.
In der ersten Betriebsphase wird eine starre mechanische Kopplung und eine Synchronisation
der Arbeitswellen sicher gewährleistet, ohne dass im Allgemeinen weitere Maßnahmen
wie separate, elektronische Ansteuerungen notwendig sind. Hierdurch wird die Störanfälligkeit
des Sammelhefters im Vergleich zu elektronischen Systemen deutlich erhöht. In vorteilhafter
Weise wird in der zweiten Betriebsphase die Phasenlage zwischen den Arbeitswellen
verändert. Dies kann z.B. in einer Ruhephase der Arbeitseinheit bzw. des Sammelhefters
und/oder während einer Arbeitsphase der Arbeitswellen erfolgen.
Das Verstellen der Phasenlage zwischen den beiden Wellen während deren
Arbeitsphase führt in eleganter Weise zu einer ataktischen Betriebsweise der Wellen,
was weitere Anwendungsmöglichkeiten eröffnet. Darüber hinaus ist die Einstellung
der exakten Phasenlage bei laufenden Wellen beispielsweise in einem Probebetrieb
oder dergleichen möglich.
Vorzugsweise ist das Spindel-/Schneckengetriebe zur Verstellung des
Hohlrades ausgebildet. Beispielsweise weist das Hohlrad neben der Innenverzahnung,
auch eine Außenverzahnung auf, die mit dem Spindel-/Schneckengetriebe in Wirkverbindung
steht. Hierdurch wird die Teileanzahl des Verstellantriebs vorteilhaft reduziert,
so dass sich der konstruktive als auch der finanzielle Aufwand verringert.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist der Verstellantrieb
zwischen einem Antrieb der Sammelkette und der Heftstation und/oder des Heftschlittens
angeordnet. Hierdurch wird eine vorteilhafte Anpassung der beiden Arbeitseinheiten
bzw. deren Phasenlage zueinander realisiert.
Alternativ zum Planetengetriebe oder in Kombination zu diesem stehen
wenigstens die Arbeitswellen über ein zugübertragendes Transmissionselement in Wirkverbindung.
Beispielsweise wird als Transmissionselement ein Riemen, insbesondere Zahnriemen,
Keilriemen, etc., und/oder eine Kette, Band und/oder ein Seil verwendet. Entsprechend
flexible, endlos ausgebildete Transmissionselemente sind in unterschiedlichsten
Varianten und Größen bereits im Handel erhältlich, so dass auch hier auf kostengünstige
Komponenten zurückgegriffen werden kann.
Vorteilhafterweise ist eine Länge des Transmissionselementes zwischen
den Arbeitswellen veränderbar. Das heißt z.B., dass sich die Trumlänge des
Transmissionselementes verändert, insbesondere verkürzt. Beispielsweise ruht eine
Arbeitswelle und die andere, zweite Arbeitswelle bewegt bzw. dreht sich mit Hilfe
des erfindungsgemäßen Verstellantriebs, wobei sich die Länge des Transmissionselementes
zwischen den beiden Wellen verändert. Dies setzt die erfindungsgemäße, automatisierte
Phasenverstellung vorteilhaft um.
In einer besonderen Weiterbildung der Erfindung sind wenigstens eine
Arbeitswelle und/oder ein Umlenkelement an mindestens einem schwenkbaren Hebelarm
angeordnet. Mit Hilfe des schwenkbaren Hebelarms gemäß der Erfindung kann
die vorteilhafte Längenverstellung des Transmissionselementes zwischen den Arbeitswellen
vorteilhaft umgesetzt werden.
Die Längenverstellung des Transmissionselementes zwischen den Wellen
kann beispielsweise mittels eines Hubzylinders, Hebel-und/oder Kurbelmechanismuses,
einer Schienenanordnung oder dergleichen erreicht werden. Vorzugsweise ist das Spindel-oder
Schneckengetriebe zum Verschwenken des Hebelarms ausgebildet. Hierdurch wird ein
besonders konstruktiv vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der Erfindung bei hoher
Kraftübersetzung und präziser Kontrolle der Phasenverstellung erreichbar.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist der Verstellantrieb
zwischen einem Antrieb der Sammelkette und/oder einem Antrieb des Anlegers zum Anlegen
von Bögen an die Sammelkette und/oder einer oder zwei Bogenöffnerwellen des Anlegers
angeordnet. Diese Maßnahme ermöglicht insbesondere eine Anpassung des Sammelhefters
an unterschiedlichste Bögen bzw. Papiere. Dies erweitert die Flexibilität des Sammelhefters
gemäß der Erfindung.
Ausführungsbeispiel:
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird anhand der Figuren nachfolgend näher erläutert.
Im Einzelnen zeigt:
- Figur 1
- eine schematische, perspektivische Darstellung einer ersten, erfindungsgemäßen
Phasenverstellvorrichtung mit Planetengetriebe und
- Figur 2
- eine schematische, perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen,
zweiten Phasenverstellvorrichtung.
In Figur 1 ist schematisch eine Verstellvorrichtung gemäß der
Erfindung mit einem Planetengetriebe 1 dargestellt. Am Hohlrad 2 des Planetengetriebes
1 greift eine Schnecke 3 an, die von einem Elektromotor 4 angetrieben wird. Beim
Motor 4 kann es sich beispielsweise um einen Schrittmotor oder Elektromotor mit
Positioniersteuerung oder -regelung, insbesondere Gleichstrommotor, handeln.
Eine Getriebewelle 5 stellt die Welle eines nicht näher dargestellten
Sonnenrades des Planetengetriebes 1 dar. Der Antrieb der Welle 5 erfolgt über einen
nicht näher dargestellten Antrieb des Sammelhefters gemäß der Erfindung und
wird von diesem über Riemen 6 sowie einer Übersetzung 7 zur Welle 5 geleitet.
Das Planetengetriebe 1 weist beispielsweise eine Übersetzung von 3:1
zum Abtrieb 8 auf. Die Übersetzung 7 ist in vorteilhafter Weise 1:3, so dass die
gesamte Einheit in der Summe eine Übersetzung von 1:1 aufweist. Das heißt,
der nicht näher dargestellte Antrieb läuft mit dem Abtrieb 8 synchron bzw. phasengleich.
Zur Verstellung einer Phasenlage zwischen dem Antrieb 5 und dem Abtrieb
8 des Planetengetriebes bzw. entsprechend nicht näher dargestellter Arbeitswellen,
die durch die Riemen 6 sowie 9 angetrieben werden, wird in einer besonderen Betriebsphase
des Planetengetriebes 1 der Motor 4 bzw. die Schnecke 3 betrieben bzw. in Drehung
versetzt. Hierdurch dreht sich das Hohlrad 2, das sowohl eine Innenverzahnung für
die Planetenräder als auch eine Außenverzahnung für die Schnecke 3 umfasst
(ohne nähere Darstellung), wodurch eine Relativbewegung zwischen Antriebswelle 5
und den nicht näher dargestellten Planetenrädern des Planetengetriebes erreicht
wird, so dass sich der Abtrieb 8 relativ zur Welle 5 verdreht. Diese Verdrehung
bewirkt einen Phasenversatz zwischen dem Antriebsmotor und dem Abtrieb 8. Das bedeutet,
dass ein direkter Zusammenhang zwischen der Verdrehung der Schnecke 3 und dem Phasenversatz
zwischen dem Antriebsmotor und dem Abtrieb 8 besteht, so dass durch eine vorteilhafte
Ansteuerung des Motors 4 eine exakte Einstellung des entsprechenden Phasenversatzes
erreicht wird.
Zum Beispiel wird der Phasenversatz verändert, während die Welle 5
stillsteht und sich der Abtrieb 8 aufgrund der Einwirkung durch den Motor 4 dreht
bzw. verstellt. Das Übersetzungsverhältnis hierbei kann z.B. 3:2 sein. Gegebenenfalls
kann der Phasenversatz auch während einer Drehphase der Welle 5 erfolgen, wobei
die Winkelgeschwindigkeit der Abtriebswelle 8 im Vergleich zur Welle 5 unterschiedlich
ist. Der Phasenversatz hängt lediglich von der Dauer der Drehung bzw. der Anzahl
der Umdrehungen der Schnecke 3 ab.
Die Verstellvorrichtung mit dem Planetengetriebe 1 gemäß Figur
1 kann vorzugsweise zur Verstellung des Phasenversatzes zwischen der Sammelkette
und dem Heftschlitten und/oder zwischen Sammelkette und Anleger oder sonstigen Komponenten
des Sammelhefters vorgesehen werden.
In Figur 2 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung zur Erzeugung
eines Phasenversatzes von Bogenöffnertrommeln eines Anlegers 10 des Sammelhefters
dargestellt. Ein Falzbogenanleger 10 weist drei Wellen 11, 12, 13 auf, die sogenannte
Trommeln. Die Welle 11 dient dem Abziehen eines Bogens und die Wellen 12 und 13
dem Öffnen des Bogens. Anschließend wird der Bogen mit den nach unten weisenden
und geöffneten Seiten auf eine nicht näher dargestellte Auflage für den Weitertransport
abgelegt. Die Wellen 12 und 13 liegen auf einer Höhe zueinander und rotieren gegeneinander.
Beispielsweise wird der Falzbogen nach dem Abziehen durch die Welle
11 mit Hilfe von nicht näher dargestellten Saugern und/oder Greifzangen mit dem
Rücken gegen einen Anschlag gezogen und bleibt mit den zu den Wellen 12 und 13 zeigenden
offenen Seiten liegen. Welle 12 greift sich beispielsweise den Bogen an den offenen
Seiten mit seinen Zangen und führt diesen zwischen die gegenrotierende Welle 13.
Zu einem vorgegebenen Zeitpunkt öffnet die Welle 13 mit Hilfe von Greifern und/oder
Saugern den Bogen. Beide Wellen 12, 13 halten diesen so lange, bis er so weit geöffnet
ist, dass er vorteilhaft, insbesondere auf einer Sammelkette, abgelegt werden kann.
Die Wellen 11, 12 werden im Allgemeinen fest zueinander eingestellt
und halten ihre Stellung zueinander während eines Arbeitstaktes. Das heißt,
die Wellen 11 und 12 sind zueinander synchronisiert. Die Welle 13 muss je nach Bogen
und Falzbeschaffenheit zur Welle 12 verstellt werden. Hierfür wird gemäß der
Erfindung die Phasenlage zwischen der Welle 13 und den beiden anderen Wellen 11,
12 verstellt.
Die Wellen 11, 12, 13 sind mit Hilfe eines Riemens 15, insbesondere
Zahnriemens 15, miteinander verbunden. Die Welle 11 wird durch einen nicht näher
dargestellten Motor angetrieben. Die drei Wellen 11, 12, 13 weisen entsprechende
Zahnriemenräder auf.
Bei dieser Variante der Erfindung sind die Umlenkrollen 17 jeweils
mit Hilfe eines Hebels 16 verschwenkbar gelagert, an dessen Enden eine Stange 14
bzw. Umlenkrolle 17 angeordnet ist. Auf dem Hebel 16 an Welle 12 sitzt unter einem
vorgegebenen Winkel eine Spindelmutter 18. Diese wird mit Hilfe eines Motors 20
bzw. einer von diesem angetriebenen Spindel 19 verstellt bzw. bewegt. Beide Hebel
16 der Wellen 12, 13 sind über eine Stange 14 miteinander verbunden.
Über den gemeinsamen Zahnriemen 15 und die vorteilhafte Führung des
Zahnriemens 15 über die Umlenkrollen 17 sind alle Wellen 11, 12, 13 mechanisch fest
miteinander gekoppelt. Die Welle 13 liegt zwischen den zusätzlichen Umlenkrollen
17. Eine vorgegebene Grundeinstellung definiert die Phasenlage der Wellen 11, 12,
13 zueinander. Wird über den Motor 20 die Gewindespindel 19 bzw. Schnecke 19 gedreht,
so bewegt sich die Mutter 18 bzw. der Hebel 16 an der Welle 12, so dass wiederum
über die Stange 14 der Hebel 16 an der Welle 13 mitbewegt wird. Dies wird in annähernd
gleichen Winkelgraden realisiert. Eine hierdurch eventuell zusätzlich verursachte
Spannung im Zahnriemen 15 kann durch eine Feder 21 der Stange 14 aufgefangen werden.
Das Verdrehen der Hebel 16 bewirkt weiterhin, dass sich die zusätzlichen
Rollen 17 gemeinsam heben oder senken und sich der Zahnriemen 15 zwischen den beiden
Wellen 12, 13 bewegt. Dies bedeutet, dass sich die Länge des Zahnriemens 15 zwischen
den beiden Wellen 12 und 13 verändert, was zu einer Phasenlagenänderung zwischen
den beiden Wellen 12, 13 gemäß der Erfindung führt. Die Bewegung des Zahnriemens
15 führt zwangsweise zu einem Mitdrehen der Welle 13. Der Riemenbereich zwischen
den Wellen 11 und 12 bzw. den Wellen 11 und 13 wird nicht verstellt, da sich Welle
11, d.h. der Hauptantrieb des Anlegers 10, nicht verdreht bzw. fest mit einem Antriebsmotor,
insbesondere des Sammelhefters verbunden ist.
Bezugszeichenliste:
- 1
- Planetengetriebe
- 2
- Hohlrad
- 3
- Schnecke
- 4
- Motor
- 5
- Welle
- 6
- Riemen
- 7
- Übersetzung
- 8
- Abtrieb
- 9
- Riemen
- 10
- Anleger
- 11
- Welle
- 12
- Welle
- 13
- Welle
- 14
- Stange
- 15
- Riemen
- 16
- Hebel
- 17
- Rolle
- 18
- Mutter
- 19
- Spindel
- 20
- Motor
- 21
- Feder