| Dokumentenidentifikation |
DE102004007238B3 27.10.2005 |
| Titel |
Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Sandwichplatten |
| Anmelder |
Heinrich Kuper GmbH & Co KG, 33397 Rietberg, DE |
| Erfinder |
Daun, Wolfgang, 32657 Lemgo, DE; Baumhus, Ulrich, 33442 Herzebrock-Clarholz, DE |
| Vertreter |
Hoefer & Partner, 81545 München |
| DE-Anmeldedatum |
13.02.2004 |
| DE-Aktenzeichen |
102004007238 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
27.10.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
27.10.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
B27D 1/00
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| IPC-Nebenklasse |
B27M 3/18
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| Zusammenfassung |
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Herstellen von Sandwichplatten. Die Sandwichplatten werden vollautomatisch so hergestellt, dass zunächst ein Leistenrahmen aus Längsriegeln 2 und Querriegeln 3 gefügt wird, in dessen Fächer Wabeneinlagen 5 automatisch eingelegt werden. Mittels einer Hebeeinheit 7 wird eine Oberdeckplatte 1 aufgelegt und angedrückt. Nachfolgend wird die Oberdeckplatte 1 mittels der Hebeeinheit 7 angehoben und auf eine Unterdeckplatte 6 aufgelegt, wodurch die fertige Sandwichplattenanordnung gebildet ist.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung sowie auf ein Herstellungsverfahren
zur Herstellung von Sandwichplatten.
Sandwichplatten sind aus dem Stand der Technik bekannt. Sie bestehen
aus einem Leistenrahmen, welcher einen Freiraum bildet, in welchem Wabeneinlagen,
beispielsweise aus Pappe oder Papier, eingelegt sind. Der Leistenrahmen ist zusammen
mit den Wabeneinlagen mit einer Oberdeckplatte und einer Unterdeckplatte verbunden.
Es ist somit möglich, relativ dicke Möbelelemente zu bilden, welche – im Vergleich
zu herkömmlichen Tischlerplatten oder Pressspanplatten – erheblich weniger
wiegen und preisgünstiger herstellbar sind. Aus dem geringeren Gewicht ergibt sich
eine einfachere Handhabung, geringere Packstückgewichte, eine Reduzierung des Verpackungsaufwandes
sowie eine verbesserte Handhabbarkeit. Ein besonders günstiger Effekt liegt auch
darin, dass das geringere Gewicht zu einer leichteren Transportierbarkeit bei Mitnahmemöbeln
führt.
Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, Leistenrahmen manuell aus
Längsriegeln und Querriegeln zusammenzusetzen und manuell die zugeschnittenen Wabeneinlagen
einzufügen. Bereits hieraus ergibt sich ein erheblicher Arbeitsaufwand, der sich
in entsprechenden Herstellungskosten widerspiegelt. Auch das Auflegen und Verleimen
der Oberdeckplatte und der Unterdeckplatte erfordert sehr viel manuelle Arbeit.
Aus der EP 1 029 665 A2,
welche den nächstkommenden Stand der Technik bildet, ist ein Verfahren sowie eine
Vorrichtung zur Herstellung von Sandwich-Paneelen vorbekannt. Dabei wird ein vormontierter
Rahmen mit einer Wabeneinlage auf Transportbändern antransportiert. Gleichzeitig
werden mittels Transportbändern eine Oberdeckplatte und eine Unterdeckplatte zugeführt
und auf den Rahmen mit der Wabeneinlage aufgelegt, wobei hierbei während des Zuführvorganges
Klebstoff aufgebracht wird. Es handelt sich somit um ein im Wesentlichen kontinuierliches
Verfahren, welches die Verwendung einer vorgefertigten Leistenrahmen-Wabeneinlagen-Einheit
voraussetzt.
Die DE 88 15 831 U1
zeigt eine Sandwichplatte zum Errichten von Häusern, Hallen, Garagen und Containern,
bei welcher in einen Rahmen eine Dämmplatte, beispielsweise aus Mineralfaserstoff
lose eingelegt ist. In handwerklicher Weiterverarbeitung wird hieraus eine Sandwichtafel
gefertigt. Hierbei ist ein hoher manueller Arbeitsaufwand erforderlich.
Die DE 699 02 735 T2
beschreibt ein Verfahren zur Herstellung einer Sandwichplatte mit wabenförmigem
Kern. Dabei wird auf die Wabenseele jeweils beidseitig eine Verstärkungseinlage
und beidseitig eine Haut aufgelegt, welche jeweils aus einem thermoplastischem Material
bestehen. Die so gebildete Anordnung wird entsprechend vormontiert und in einem
Ofen erwärmt. Durch Aufbringen von Druck ergibt sich eine Fügeverbindung.
Ein weiteres Verfahren zeigt die DE
102 54 870 A1. Dabei wird auf eine Mittelschicht beidseitig eine Auflageschicht
aufgeleimt. Die Mittelschicht ist plattenförmig und besteht nicht aus mehreren Teilen,
die vormontiert werden müssten.
Eine Vorrichtung zum Herstellen von Türblättern offenbart die
DE 34 01 233 A1. Hierbei wird ein
Rahmen mit einer oberen und einer unteren Deckschicht versehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren sowie eine
Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, welche bei einfachem Aufbau
und einfacher Handhabbarkeit eine automatisierte Fertigung von Sandwichplatten ermöglicht.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale der unabhängigen
Ansprüche gelöst, die jeweiligen Unteransprüche zeigen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung.
Hinsichtlich der Vorrichtung ist somit vorgesehen, dass zunächst eine
Fügevorrichtung vorgesehen ist, mittels derer ein Leistenrahmen aus Längsriegeln
und Querriegeln automatisch herstellbar ist. In der Fügevorrichtung werden die Längsriegel
und die Querriegel durch geeignetes Transportmittel antransportiert, positioniert,
beleimt und verpresst. Hierfür ist kein weiterer manueller Aufwand erforderlich.
Anschließend erfolgt automatisch ein Einlegen einer Wabeneinlage mittels einer Greifvorrichtung
zum Greifen, Transportieren und Einlegen der Wabeneinlage.
Es versteht sich, dass erfindungsgemäß unterschiedlichste Ausgestaltungen
von Leistenrahmen möglich sind. So ist es möglich, mehrere Querriegel vorzusehen,
um die Stabilität von großen Sandwichplatten, insbesondere von relativ langen und
relativ schmalen Sandwichplatten zu erhöhen. Es ist auch möglich, die Dimensionierung
sowohl der Längsriegel als auch der Querriegel so zu wählen, dass durch die Vorrichtung
größere Sandwichplatten gefertigt werden können, welche nachfolgend in kleinere
Platten unterteilbar sind, indem die Sandwichplatten beispielsweise im Bereich der
Querriegel gesägt werden. Dabei versteht sich insbesondere, dass auch Konstruktionen
möglich sind, bei welchen mehrere, zueinander parallele Längsriegel, beispielsweise
drei oder vier derartiger Längsriegel, mit einer entsprechenden Anzahl an Querriegeln
verwendet werden.
Weiterhin weist die erfindungsgemäße Vorrichtung eine nachgeordnete
Beleimvorrichtung auf, mittels derer die Oberseiten und die Unterseiten des Leistenrahmens
und der Wabeneinlage beleimt werden. Die Beleimung kann beispielsweise durch Leimauftragswalzen
erfolgen, zwischen denen der Leistenrahmen zusammen mit der eingesetzten Wabeneinlage
durchgeführt wird.
Erfindungsgemäß ist weiterhin eine Hebe- und Transporteinrichtung
vorgesehen, um eine Oberdeckplatte von einer Bereitstellungsposition (Stapelposition,
Magazinposition, etc.) abzuheben und zu transportieren. Die Oberdeckplatte wird
dabei automatisch auf den Leistenrahmen mit der eingelegten Wabeneinlage aufgelegt
und aufgedrückt.
Durch die Anfangshaftung des Klebers haftet dabei die Oberdeckplatte
an dem Leistenrahmen und der Wabeneinlage mit einer ausreichend großen Haftkraft,
um nachfolgend die Gesamtanordnung aus Oberdeckplatte, Leistenrahmen und Wabeneinlage
mittels einer weiteren (oder derselben) Hebe- und Transporteinrichtung anzuheben
und auf eine Unterdeckplatte aufzusetzen. Diese befindet sich in einer Magazinposition
oder in einer Verarbeitungsposition, in welche sie aus einem Stapel oder einem Magazin
transportiert wurde.
Erfindungsgemäß umfasst die Vorrichtung zur Herstellung der Sandwichplatte
weiterhin eine Presse zum Fertigpressen der Sandwichplatte, wobei es sich versteht,
dass gegebenenfalls weitere Transportmittel oder Transporteinrichtungen vorgesehen
sind.
Durch die erfindungsgemäße Vorgehensweise ist es somit möglich, Sandwichplatten
automatisch herzustellen und insbesondere den Handhabungsaufwand der einzelnen Komponenten
– verglichen mit dem Stand der Technik – drastisch zu reduzieren. Für
die Handhabung ist es ausreichend, eine einzige Hebe- und Transportvorrichtung bzw.
eine einzige Ausgestaltung einer Hebe- und Transportvorrichtung vorzusehen, welche
die Oberdeckplatte anhebt. Zusätzliche Mittel, um den Leistenrahmen mit den eingelegten
Wabeneinlagen zu handhaben, sind nicht erforderlich.
Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch
gegeben, dass die Hebe- und Transportvorrichtung eine Vakuum-Hebeeinheit umfasst.
Diese führt zu einer beschädigungsfreien Handhabung der Oberdeckplatte. Weiterhin
ist es möglich, auf der Anlage unterschiedliche Dimensionierungen von Oberdeckplatten
bzw. von Sandwichplatten zu fertigen, da eine derartige Vakuum-Hebeeinheit mit einer
Vielzahl von Vakuum-Hebern ausgerüstet sein kann, die entsprechend zum Einsatz kommen.
Mittels der Beleimvorrichtung wird erfindungsgemäß bevorzugter Weise
ein PUR-Kleber aufgebracht. Es ist erfindungsgemäß auch möglich, einen PU-Kleber
oder einen Heißschmelz-Kleber zu verwenden. Die Ausgestaltung des Klebers sowie
die Anpassung seiner technischen Charakteristik kann in einfacher Weise an die jeweiligen
Anforderungen angepasst werden. Entscheidend ist, dass nach dem anfänglichen Auflegen
der Oberdeckplatte auf den mit den Wabeneinlagen versehenen Leistenrahmen diese
gesamte Anordnung in sicherer Weise nochmals angehoben und auf die Unterdeckplatte
aufgelegt werden kann.
Mittels der Fügevorrichtung zur Herstellung des Leistenrahmens aus
Längsriegeln und Querriegeln ist es möglich, die Fügeflächen zwischen den Längsriegeln
und den Querriegeln entsprechend zu beleimen. Es ist jedoch auch möglich, die der
Wabeneinlage zugewandten Flächen der Längsriegel und/oder der Querriegel ebenfalls
zu beleimen, sodass die Wabeneinlage nach dem Einlegen in das Fach oder die Fächer
des Leistenrahmens besser haftet und somit während der Herstellung des Leistenrahmens
sicher positionierbar ist.
Die Greifvorrichtung zum Einlegen der zumindest einen Wabeneinlage
in das zumindest eine Fach des Leistenrahmens ist bevorzugter Weise mit mehreren
Greiferfingern versehen, welche jeweils in die Waben der Wabeneinlage einsteckbar
sind. Zum Anheben und Einlegen der Wabeneinlage sind die Greiferfinger in ihrem
Abstand veränderbar. Die Wabeneinlage wird somit zusammengedrückt, sodass sie zum
einen geringere Außenabmessungen aufweist und in das Fach des Leistenrahmens einlegbar
ist, und zum anderen durch das Zusammendrücken an den Greiferfingern sicher gehalten
ist. Die Greiferfinger sind dabei bevorzugter Weise in zwei Dimensionen, d. h.,
in Längsrichtung und in Querrichtung des Leistenrahmens bzw. der vorher zugeschnittenen
Wabeneinlage in ihrem Abstand annäherbar.
Erfindungsgemäß ist es somit möglich, sämtliche der benötigten Wabeneinlagen
gleichzeitig in die entsprechenden Fächer des Leistenrahmens einzulegen. Eine manuelle
Nacharbeit oder Ähnliches ist dabei nicht erforderlich, da sich nach dem Abziehen
der Greiferfinger die Wabeneinlage selbständig wieder in ihre Ursprungsdimension
zurückformt. Ein Verklemmen von Randbereichen oder ein ungleichmäßiges Einlegen
scheidet somit gänzlich aus.
Der Leistenrahmen liegt bevorzugter Weise während
des Fügens der Längsriegel und der Querriegel sowie während des Einlegens der Wabeneinlage
auf einem ebenen Transportband auf, sodass die gesamte Anordnung plan herstellbar
ist.
Erfindungsgemäß ist es somit möglich, in einer voll automatisierten,
kontinuierlichen Fertigung Sandwichplatten so herzustellen, dass praktisch keine
manuellen Arbeitsgänge erforderlich sind.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen in
Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Dabei zeigt:
1 eine vereinfachte, perspektivische
Darstellung einer aus dem Stand der Technik bekannten Sandwichplatte,
2 bis 6
in vereinfachter Darstellung die Arbeitsabläufe zur Herstellung der erfindungsgemäßen
Sandwichplatte,
7 eine perspektivische Teil-Schnittansicht
eines Aufbaues einer erfindungsgemäßen Sandwichplatte, und
8a bis 8c
eine perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen Gesamtanlage.
Die in 1 gezeigte Sandwichplatte umfasst
eine Oberdeckplatte 1, welche auf einen Leistenrahmen aufgesetzt ist. Dieser
besteht aus zwei zueinander parallelen Längsriegeln 2 sowie zumindest zwei
Querriegeln 3. In das aus den Längsriegeln 2 und den Querriegeln
3 gebildete Fach ist eine Wabeneinlage 5 eingelegt, die aus Papier
oder Pappe besteht und in der Draufsicht eine bienenwaben-ähnliche Struktur aus
bevorzugter Weise sechseckigen Waben aufweist. Mit dem Bezugszeichen 4
ist eine Verstärkungseinlage angedeutet, welche zusätzlich z. B. bei einer Tür zur
Montage von Beschlägen, Türschlössern oder ähnlichem dienen kann.
Die 2 bis 6
zeigen in vereinfachter Darstellung die erfindungsgemäße Vorgehensweise sowie die
hiermit verbundenen Arbeitsschritte:
In 2 ist eine Oberdeckplatte gezeigt, die mittels einer
Vakuum-Hebeeinheit anhebbar ist.
Die 3 zeigt einen Zustand, bei welchem
ein Leistenrahmen aus Längsriegeln 2 und Querriegeln 3 gefügt
wurde. Es ist erkennbar, dass insgesamt drei Querriegel 3 zwischen die
beiden parallelen Längsriegel 2 eingesetzt sind. In den Leistenrahmen ist
eine Wabeneinlage 5 eingelegt. Der Leistenrahmen ist zusammen mit der Wabeneinlage
5 an seiner Oberseite und an seiner Unterseite beleimt. Er ruht beispielsweise
auf Scheibenwalzen oder ähnlichem, um den Leimauftrag auf der Unterseite des Leistenrahmens
und der Wabeneinlagen nicht zu beeinträchtigen.
Mittels der Vakuum-Hebeeinheit 7 wird, wie in 3
gezeigt, die Oberdeckplatte 1 auf den Leistenrahmen und die Wabeneinlage
5 aufgelegt und etwas angedrückt.
Die 4 verdeutlicht, dass eine Unterdeckplatte
6 an einer Montageposition bereitgestellt ist. Die in 3
gebildete Anordnung wird nunmehr mittels der Vakuum-Hebeeinheit 7 angehoben,
und, so wie dies in 5 gezeigt ist, auf die Unterdeckplatte
6 aufgelegt. Die Beleimung des Leistenrahmens sowie der Wabeneinlage
5 ist ausreichend in ihrer Haftkraft, um nach dem Aufsetzen und Andrücken
der Oberdeckplatte gemäß 3 die gesamte Anordnung anheben
und auf die Unterdeckplatte 6 aufsetzen zu können.
Nachfolgend wird, wie in 6 dargestellt,
die gesamte Anordnung einer Presse zugeführt. Dies kann eine Walzenpresse, beispielsweise
mit Kalanderwalzen oder auch eine Mehretagenpresse sein. In dieser wird die Anordnung
entsprechend verpresst, um die fertige Sandwichplatte zu erhalten.
Die 7 zeigt in perspektivischer Teil-Schnittansicht
den Aufbau einer erfindungsgemäßen Sandwichplatte mit einem Leistenrahmen, welcher
Längsriegel 2 und nicht dargestellte Querriegel 3 umfasst. In
den Leistenrahmen ist eine Wabeneinlage 5 eingelegt, wobei zum Einlegen
die oben beschriebene, erfindungsgemäße Greifvorrichtung verwendet wurde. Nachfolgend
wird der Leistenrahmen mit einer Oberdeckplatte 1 und einer Unterdeckplatte
2 verleimt. Auf die Oberdeckplatte 1 kann ein oberes Furnier
11 aufgebracht werden, die Oberseite der Unterdeckplatte 6 kann
mit einem unteren Furnier 12 versehen werden.
Die Längsriegel und die Querriegel können aus Materialien wie MDF,
Massivholz oder Spanplatten hergestellt werden. Die Oberdeckplatte 1 sowie
die Unterdeckplatte 6 können Dicken von 5 bis 10 mm aufweisen. Auf die
Oberflächen (Außenflächen) der Oberdeckplatte 1 bzw. der Unterdeckplatte
6 können ein oberes und unteres Furnier 11 bzw. 12 aufgeleimt
werden. Anstelle der Furniere sind auch andere Kaschiermaterialien (Folie, Lack
oder Ähnliches) einsetzbar. Die Oberdeckplatte 1 und die Unterdeckplatte
2 können als Hartfaserplatte, Spanplatte oder aus HDF gefertigt sein. Es
versteht sich, dass die seitlichen Sichtflächen entsprechend ebenfalls furniert
oder mit Kaschiermaterial oder ähnlichem versehen werden können.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer schematischen Darstellung
einer Gesamtanlage in Verbindung mit den 8a
bis 8c beschrieben:
Beginnend mit 8a werden zunächst in der Station 01.1
Längsriegel 2 und Querriegel 3 zugeführt und leiterartig positioniert.
Die Längsriegel 2 sind dabei in ein Stapelmagazin aufgenommen, die Querriegel
3 werden auf umlaufende Transportbänder in einem Abstand zueinander aufgelegt.
Die Längsriegel 2 weisen einen Abstand zu den Querriegeln 3 auf.
In einer Station 01.2 werden die Längsriegel und Querriegel auf ein
Förderband 8 überführt. Oberhalb des Förderbands 8 sind mehrere
Anschläge 9 vorgesehen, welche vertikal bewegbar sind und zur stirnseitigen
Anlage der Längsriegel 2 sowie zur jeweiligen Positionierung der Querriegel
3 dienen. Die Längsriegel 2 und die Querriegel 3 werden
somit entsprechend gestoppt und positioniert. Wenn die Längsriegel 2 und
die Querriegel 3 ihre Montageposition erreicht haben, wird das Förderband
8 gestoppt. Die Fügestellen werden entsprechend (nicht dargestellt) beleimt.
Nachfolgend wird der Leistenrahmen durch seitliches Verpressen gefügt. Der Klebstoff
fixiert die Längsriegel und die Querriegel 2, 3 sofort, sodass
an der Station 01.3 ein fertiger Leistenrahmen auf ein weiteres Transportband überführt
werden kann.
Gleichzeitig zu der Herstellung des Leistenrahmens wird von einem
Wabenplattenvorrat 02.2 das komprimierte Material der Wabeneinlage in einen Wabenexpandiertrockner
02.1 eingezogen. Dabei werden die zuvor gefalteten Waben aufgestellt und durch die
warme Luft getrocknet, sodass diese fixiert werden. Aus dem so entstehenden endlosen
Wabenteppich schneidet eine Schneideeinrichtung am Ende des Wabenexpandiertrockners
02.1 entsprechende Fixmaße der Wabeneinlagen 5 ab. Diese entsprechen in
ihrer Größe den Fächern des Leistenrahmens.
Die vereinzelten und geschnittenen Wabeneinlagen 5 werden
nachfolgen einer Station 03.3 zugeführt. Dort werden Sie von Greifern
10, die mit nach unten gerichteten Greiferfingern versehen sind, welche
in die Waben der Wabeneinlagen 5 eingreifen, angehoben. Die Greiferfinger
werden nach dem Einsetzen in die Wabeneinlage einander angenähert, sodass sie die
Wabeneinlage zusammendrücken und auf diese Weise verhalten. Durch ein Überführen
der an den Greifern 10 hängenden Wabeneinlagen 5 in den Leistenrahmen
werden diese in der Station 03.1 in den Leistenrahmen eingesetzt. Das Einsetzen
erfolgt auf einem ebenen Transportband, sodass die Planheit gewährleistet ist.
Nachfolgend wird der Leistenrahmen mit den eingesetzten Wabeneinlagen
auf eine Schrägrollenbahn 04.0 überführt. Hierbei erfolgt eine exakte Positionierung
des Leistenrahmens.
Der Leistenrahmen wird nachfolgend in der Station 05.0 an seiner Oberseite
und an seiner Unterseite mit Kleber versehen. Dies erfolgt durch obere und untere
Walzen, mittels derer der Kleber aufgebracht wird.
Der beleimte Leistenrahmen wird nachfolgend auf einer Konusrollenbahn
transportiert, um mittels konisch gestalteter Transportrollen nur eine geringe Kontaktfläche
zu haben, damit der Leimauftrag an der Unterseite des Leistenrahmens nicht beeinträchtigt
wird.
In einer Station 06.1 wird, beispielsweise mittels des dargestellten
Gabelstaplers, ein Stapel von Oberdeckplatten bzw. Unterdeckplatten bereitgestellt.
Der Stapel wird in eine Station 06.2 überführt. Mittels einer Vakuum-Hebeeinheit
wird in der Station 06.3 jeweils eine Oberdeckplatte bzw. Unterdeckplatte abgehoben
und in eine Station 06.4 überführt. Von dieser aus wird mittels einer Vakuum-Hebeeinheit
06.8, welche an einem Portal gelagert ist, eine Oberdeckplatte auf die Station 06.5
aufgelegt, während eine Unterdeckplatte in die Station 06.7 überführt wird. Von
der Station 06.5 greift nunmehr die Vakuum-Hebeeinheit die Oberdeckplatte und legt
diese auf den beleimten Leistenrahmen auf. Nach kurzem Andrücken hebt die Vakuum-Hebeeinheit
die Oberdeckplatte zusammen mit dem Leistenrahmen an und legt diese in der Station
06.7 auf die Unterdeckplatte ab. Somit ist die Sandwichplatte fertig montiert.
In der Station 07.0 und 07.8 wird die Sandwichplatte weitertransportiert
und Kalanderrollenpressen 09.1 und 09.2 zugeführt. Hierbei erfolgt ein fester Verbund
zu der fertigen Sandwichplatte. Diese verlässt die Kalanderrollenpressen 09.1 und
09.2 und wird auf eine Transportstation 10.0 überführt. Von dieser aus erfolgt ein
Abstapeln in den Stationen 11.2 und 11.3, wobei dies mittels Vakuum-Hebeeinheiten
der Station 11.1 erfolgt.
Es versteht sich, dass vor oder nach dem Stapeln in den Stationen
11.1 bis 11.3 ein Beschneiden der Kanten oder ein Unterteilen der Sandwichplatten
in kleinere Einzel-Sandwichplatten erfolgen kann.
1- Oberdeckplatte
2- Längsriegel
3- Querriegel
4- Verstärkungseinlage
5- Wabeneinlage
6- Unterdeckplatte
7- Vakuum-Hebeeinheit
8- Förderband
9- Anschlag
10- Greifer
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| Anspruch[de] |
- Sandwichplattenherstellungsvorrichtung mit folgenden Baugruppen:
– einer Fügevorrichtung für einen Leistenrahmen aus Längsriegeln (2)
und Querriegeln (3),
– einer Greifvorrichtung zum Greifen, Transportieren und Einlegen zumindest
einer Wabeneinlage (5) in zumindest ein Fach des Leistenrahmens, wobei
die Greifvorrichtung mit Greiffingern versehen ist, welche jeweils in Waben der
Wabeneinlage (5) einsteckbar und in ihrem Abstand veränderbar sind,
– einer Beleimvorrichtung zum Beleimen der Oberseite und der Unterseite des
Leistenrahmens und der Wabeneinlage (5),
– einer Hebe- und Transportvorrichtung zum Heben und Transportieren einer
Oberdeckplatte (1) von einer Magazinposition zu dem Leistenrahmen und der
Wabeneinlage (5) und zum Auflegen und Aufdrücken auf den Leistenrahmen
und die Wabeneinlage (5), wobei die Hebe- und Transportvorrichtung zumindest
eine Vakuum-Hebeeinheit (7) umfasst,
– einer Hebe- und Transportvorrichtung zum Heben und Transportieren der Anordnung
aus Leistenrahmen, Wabeneinlage (5) und Oberdeckplatte (1) zu
einer Magazinposition mit einer Unterdeckplatte (6), und
– einer Presse zum Fertigpressen der Sandwichplatte.
- Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der
Beleimvorrichtung ein PUR-Kleber aufgebracht wird.
- Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der
Beleimvorrichtung ein PU-Kleber aufgebracht wird.
- Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der
Beleimvorrichtung ein Heißschmelzkleber aufgebracht wird.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass mittels der Beleimvorrichtung die der Wabeneinlage (5) zugewandten
Flächen der Längsriegel (2) und/oder Querriegel (3) mit Kleber
versehbar sind.
- Sandwichplattenherstellungsverfahren mit folgenden Arbeitsschritten:
– Herstellen eines Leistenrahmens durch Fügen von Längsriegeln (2)
und Querriegeln (3),
– Einfügen von zumindest einer Wabeneinlage (5) in zumindest ein
von den Längsriegeln (2) und den Querriegeln (3) gebildetes Fach,
– Beleimen der Oberseiten und der Unterseiten des Leistenrahmens und der Wabeneinlage
(5),
– Transportieren einer Oberdeckplatte (1) von einer Magazinposition
zu dem Leistenrahmen mittels einer Vakuum-Hebeeinheit (7),
– Auflegen und Andrücken einer Oberdeckplatte (1),
– Anheben und Transportieren der Oberdeckplatte (1) zusammen mit
dem Leistenrahmen und der Wabeneinlage (5) mittels der Vakuum-Hebeeinheit
(7) zu einer Fügeposition, zu welcher zuvor eine Unterdeckplatte (6)
transportiert wurde.
– Auflegen der Anordnung auf die Unterdeckplatte (6) zur Bildung
einer Sandwichplatte, und
– Pressen der Sandwichplatte.
- Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Sandwichplatte
mittels einer Vakuum-Hebeeinheit (7) zu der Presse transportiert wird.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
dass zum Beleimen ein PUR-Kleber verwendet wird.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
dass zum Beleimen ein PU-Kleber verwendet wird.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
dass zum Beleimen ein Heißschmelzkleber verwendet wird.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
dass mittels der Beleimvorrichtung die der Wabeneinlage (5) zugewandten
Flächen der Längsriegel (2) und/oder der Querriegel (3) mit Kleber
versehen werden.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
dass alle benötigten Wabeneinlagen (5) gleichzeitig eingelegt werden.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
dass das Verfahren automatisch durchgeführt wird.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen
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