Wässerige Dispersion zum chemisch-mechanischen Polieren von Metalloberflächen, enthaltend ein Metalloxidpulver und ein kationisches, oberflächenaktives Polymer, wobei das Metalloxidpulver Siliciumdioxid, Aluminiumoxid oder ein Mischoxid von Siliciumdioxid und Aluminiumoxid ist und das kationische, oberflächenaktive Polymer ein in der Dispersion gelöst vorliegendes Polyallylamin oder Polydiallylamin mit einer massengemittelten Molmasse von weniger als 100000 g/mol ist. Die Dispersion kann eingesetzt werden zum chemisch-mechanischen Polieren von metallischen Schichten und von metallischen Filmen, welche auf einer isolierenden Barriereschicht aufgebracht sind.
Beschreibung[de]
Die Anmeldung betrifft eine Dispersion zum chemisch-mechanischen Polieren
von Metalloberflächen.
Ein Verfahren zur Herstellung von Halbleitern beinhaltet in der Regel
einen chemisch-mechanischen Polierschritt (CMP).
Dabei wird überschüssiges Metall, beispielsweise Kupfer oder Wolfram,
entfernt. In besonderen Ausführungsformen wird das leitende Metall dabei nicht direkt
auf eine Isolierschicht, die in der Regel aus Siliciumdioxid besteht, weil Reaktionen
zwischen diesen Schichten stattfinden können, die nicht gewünscht sind. Um dies
zu verhindern wird eine Barriereschicht zwischen Metall und Siliciumdioxidschicht
aufgebracht. Die Barriereschicht kann beispielsweise aus Titannitrid (TiN), Titan
(Ti), Tantal (Ta), Tantalnitrid (TaN) oder aus daraus bestehenden Kombinationen
bestehen. Sie bewirkt das Haften der Metallschicht auf der Siliciumdioxidschicht.
Bei einem nachfolgenden Polierschritt ist es nun wichtig, dass das in einer Dispersion
vorliegende Abrasiv eine hohe Selektivität von Metall zu Barriereschicht aufweist.
Es sind zahlreiche Dispersionen zum Polieren von Metalloberflächen
beschrieben. In der Regel enthalten diese Dispersionen Abrasivpartikel in der Form
von Metalloxiden. Daneben können solche Dispersionen noch Mittel zur pH-Werteinstellung,
Oxidationsmittel, Korrosionsinhibitoren und oberflächenaktive Stoffe enthalten.
Oft zeigen solche Dispersionen zwar eine gute Selektivität, jedoch
sind die Metallabtragsraten zu niedrig. Oder die Metallabtragsraten sind ausreichend,
die Selektivität jedoch nicht. Ferner kann eine Dispersion, die gute Abtragsraten
und gute Selektivitäten zeigt, eine nur geringe Stabilität, beispielsweise gegenüber
dem Absetzen des Abrasives, aufweisen.
Aufgabe der Erfindung ist es eine Dispersion zum chemisch-mechanischen
Polieren von Metalloberflächen bereitzustellen, die eine hohe Abtragsrate von Metallen
bei guter Selektivität zu einer Barriereschicht zeigt und die gleichzeitig eine
gute Stabilität aufweist.
Gegenstand der Erfindung ist eine wässerige Dispersion zum chemisch-mechanischen
Polieren von Metalloberflächen, enthaltend ein Metalloxidpulver und ein kationisches,
oberflächenaktives Polymer, dadurch gekennzeichnet, dass
– das Metalloxidpulver Siliciumdioxid, Aluminiumoxid oder ein Mischoxid
von Siliciumdioxid und Aluminiumoxid ist, und
– das kationische, oberflächenaktive Polymer ein in der Dispersion gelöst
vorliegendes Polyallylamin oder Polydiallylamin mit einer massengemittelten Molmasse
von weniger als 100 000 g/mol ist.
Das kationische, oberflächenaktive Polymer in der erfindungsgemäße
Dispersion, kann bevorzugt eines auf Basis einer Diallylammoniumverbindung, sein.
Dabei sind Polymere ausgehend von einer Dialkyldiallylverbindung, die durch eine
radikalische Cyclisierungsreaktion von Diallylaminverbindungen erhalten werden können
und die Struktur 1 oder 2 aufweisen, besonders bevorzugt.
Ebenso können kationische, oberflächenaktive Polymere der Strukturen
3 und 4 besonders bevorzugt sein. Sie stellen Copolymere ausgehend von Dialkyldiallylverbindungen
dar. Dabei ist R1 und R2 ein Wasserstoffatom, eine Methyl-, eine Ethyl-, eine n-Propyl,
eine iso-Propyl, eine n-Butyl-, eine iso-Butyl oder eine tert.-Butylgruppe, wobei
R1 und R2 gleich oder verschieden sein können. Ein Wasserstoffatom der Alkylgruppe
kann ferner durch eine Hydroxygruppe substituiert sein. Y stellt eine radikalpolymerisierbare
Monomereinheit, wie z.B. Sulfonyl, Acrylamid, Methacrylamid, Acrylsäure, Methacrylsäure
dar. X– stellt ein Anion dar.
Die massengemittelte Molmasse des kationischen, oberflächenaktiven
Polymers kann bevorzugt 2000 bis 50000 g/mol sein.
Der Gehalt an kationischem, oberflächenaktivem Polymer kann zwischen
0,1 und 15, besonders bevorzugt zwischen 0,5 und 10, und ganz besonders bevorzugt
zwischen 0,8 und 5 Gew.-%, bezogen auf die Menge aus kationischem Polymer und Mischoxidpartikel,
betragen.
Besonders geeignete kationische, oberflächenaktive Polymere sind unter
der Bezeichnung Poly-DADMAC erhältlich.
Die Art der in der erfindungsgemäßen Dispersion vorliegenden Metalloxidpulver
ist nicht beschränkt. Es können Pulver sein die durch Fällung, durch Sol-Gel-Prozesse,
hydrothermale Prozesse, Plasmaprozesse, Aerogelprozesse und durch pyrogene Prozesse,
wie Flammenhydrolyse und Flammenoxidation, erhalten werden können.
Bevorzugt können jedoch Metalloxidpulver aus einem flammenhydrolytischen
Prozess in der erfindungsgemäßen Dispersion vorliegen.
Unter flammenhydrolytisch ist die Hydrolyse von Metallverbindungen,
in der Regel Metallchloriden, in der Gasphase in einer Flamme, erzeugt durch die
Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff, zu verstehen. Dabei werden zunächst hochdisperse,
nicht poröse Primärpartikel gebildet, die im weiteren Reaktionsverlauf zu Aggregaten
zusammenwachsen und diese weiter zu Agglomeraten zusammenlagern können. Die BET-Oberfläche
dieser Primärpartikel liegt zwischen 5 und 600 m2/g. Die Oberflächen
dieser Partikel können saure oder basische Zentren aufweisen.
Metalloxide im Sinne der Erfindung sind Siliciumdioxid, Aluminiumoxid
oder ein Mischoxid von Siliciumdioxid und Aluminiumoxid. Unter Mischoxid ist die
innige Vermischung der Metalloxidkomponenten auf atomarer Ebene zu verstehen. Dabei
weisen die Pulverpartikel Si-O-Al auf. Daneben können auch Bereiche von Siliciumdioxid
neben Aluminiumoxid vorliegen.
Die Mischoxidpulver können beispielsweise durch ein sogenanntes „co-fumed"-Verfahren,
bei dem die Precursoren von Siliciumdioxid und Aluminiumoxid gemischt und anschließend
in einer Flamme verbrannt werden, hergestellt wird. Weiterhin ist das in DE-A-19847161
beschriebene Mischoxidpulver geeignet. Für die erfindungsgemäße Dispersion sind
außerdem mit Aluminiumoxid teilweise umhüllte Siliciumdioxidpulver, beziehungsweise
mit Siliciumdioxid teilweise umhüllte Aluminiumoxidpulver geeignet. Die Herstellung
dieser Pulver ist in US-A-2003/22081 beschrieben.
Die Mischoxidpulver der erfindungsgemäßen Dispersion haben bevorzugt
einen Anteil an Aluminiumoxid als Mischoxidkomponente eines Metalloxidpulvers der
zwischen 60 und 99,9 Gew.-% oder zwischen 0,01 und 10 Gew.-% liegt.
Insbesondere eignen sich folgende Mischoxidpulver: Siliciumdioxid
dotiert mit 0,1 bis 0,5 Gew.-% Aluminiumoxid und einer BET-Oberfläche von 50 bis
70 m2/g, gemäß DE-A-19847161. Weiterhin teilweise mit Al2O3
umhülltes Siliciumdioxid, mit einem Aluminiumoxidgehalt von 3,5 bis 7 Gew.-% und
einer BET-Oberfläche von 40 bis 60 m2/g, gemäß US-A-2003/22081. Weiterhin
nach einem „Co-fumed"-Verfahren hergestelltes Mischoxidpulver mit einem Gehalt
an Aluminiumoxid von 85 bis 95 Gew.-% und einer BET-Oberfläche von 85 bis 110 m2/g.
Weiterhin nach einem „Co-fumed"-Verfahren hergestelltes Mischoxidpulver mit
einem Gehalt an Aluminiumoxid von 60 bis 70 Gew.-% und einer BET-Oberfläche von
85 bis 110 m2/g.
Der optimale Durchmesser der Partikel oder Aggregate der in der Dispersion
vorliegenden Metalloxidpulver hängt vom Polierproblem ab. Gerade beim Polieren von
Metalloberflächen mit einer darunterliegenden Barriereschicht hat es sich als vorteilhaft
erwiesen, wenn der mittlere Partikel- oder Aggregatdurchmesser des Metalloxidpulvers
in der Dispersion kleiner als 300 nm ist. Besonders bevorzugt sind werte von kleiner
150 nm. Je nach Herkunft des Metalloxidpulvers kann dieses in Form von isolierten,
weitestgehend sphärischen Partikeln, oder wie im Falle der bevorzugten flammenhydrolytisch
hergestellten Metalloxide in Form von Agggregaten vorliegen. Die Partikel- oder
Aggregatgröße kann mittels dynamischer Lichtstreuung bestimmt werden.
Der Gehalt an Metalloxidpulver kann in weiten Grenzen variiert werden.
So können zum Transport Dispersionen mit hohem Gehalt an Metalloxidpulver vorteilhaft
sein, während im eigentlichen Polierprozess deutlich geringere Gehalte benutzt werden.
Der Gehalt an Metalloxidpulver in der erfindungsgemäßen Dispersion kann 1 bis 50
Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge der Dispersion, betragen. In Polieranwendung
liegt der Gehalt in der Regel zwischen 1 und 10 Gew.-%.
Der pH-Wert der erfindungsgemäßen Dispersion kann bevorzugt zwischen
3 und 7 liegen, wobei ein Bereich zwischen 4 und 6 besonders bevorzugt ist.
Die erfindungsgemäße Dispersion kann weiterhin Additive aus der Gruppe
Oxidationsmittel, pH-Wert regulierender Substanzen, Oxidationsaktivatoren und/oder
Korrosionsinhibitoren enthalten.
Geeignete Oxidationsmittel können sein: Wasserstoffperoxid, ein Wasserstoffperoxid-Addukt,
wie zum Beispiel das Harnstoff-Addukt, eine organische Persäure, eine anorganische
Persäure, eine Iminopersäure, Persulfate, Perborat, Percarbonat, oxidierende Metallsalze
oder Mischungen der vorgenannten. Besonders bevorzugt kann Wasserstoffperoxid eingesetzt
werden.
Aufgrund der verringerten Stabilität einiger Oxidationsmittel gegenüber
anderen Bestandteilen der erfindungsgemäßen Dispersion kann es sinnvoll sein, dieses
erst unmittelbar vor der Benutzung der Dispersion hinzuzufügen.
Die Einstellung des pH-Wertes kann durch Säuren oder Basen erfolgen.
Als Säuren können anorganische Säuren, organische Säuren oder Mischungen der vorgenannten
Verwendung finden.
Als anorganische Säuren können insbesondere Phosphorsäure, Phosphorige
Säure, Salpetersäure, Schwefelsäure, Mischungen daraus und ihre sauer reagierenden
Salze Verwendung finden.
Als organische Säuren finden bevorzugt Carbonsäuren der allgemeinen
Formel CnH2n+1CO2H, mit n = 0-6 oder n = 8, 10,
12, 14, 16, oder Dicarbonsäuren der allgemeinen Formel HO2C(CH2)nCO2H,
mit n = 0-4, oder Hydroxycarbonsäuren der allgemeinen Formel R1R2C(OH)CO2H,
mit R1=H, R2=CH3, CH2CO2H,
CH(OH)CO2H, oder Phthalsäure oder Salicylsäure, oder sauer reagierende
Salze der vorgenannten Säuren oder Mischungen der vorgenannten Säuren und ihrer
Salze.
Eine Erhöhung des pH-Wertes kann durch Addition von Ammoniak, Alkalihydroxiden
oder Aminen erfolgen. Besonders bevorzugt sind Ammoniak und Kaliumhydroxid.
Geeignete Oxidationsaktivatoren können die Metallsalze von Ag, Co,
Cr, Cu, Fe, Mo, Mn, Ni, Os, Pd, Ru, Sn, Ti, V und Mischungen daraus
sein. Weiterhin sind Carbonsäuren, Nitrile, Harnstoffe, Amide und Ester geeignet.
Besonders bevorzugt kann Eisen-II-nitrat sein. Die Konzentration des Oxidationskatalysators
kann abhängig vom Oxidationsmittel und der Polieraufgabe in einem Bereich zwischen
0,001 und 2 Gew.-% variiert werden. Besonders bevorzugt kann der Bereich zwischen
0,01 und 0,05 Gew.-% sein.
Geeignete Korrosionsinhibitoren, die mit einem Anteil von 0,001 bis
2 Gew.-% in der erfindungsgemäßen Dispersion vorhanden sein können, umfassen die
Gruppe von Stickstoff enthaltenden Heterocyclen, wie Benzotriazol, substituierte
Benzimidazole, substituierte Pyrazine, substituierte Pyrazole, Glycin und deren
Mischungen.
Die erfindungsgemäße Dispersion kann mittels Dispergier- und/oder
Mahlvorrichtungen, die einen Energieeintrag von mindestens 200 KJ/m3
bewirken, hergestellt werden. Hierzu zählen Systeme nach dem Rotor-Stator-Prinzip,
zum Beispiel Ultra-Turrax-Maschinen, oder Rührwerkskugelmühlen. Höhere Energieeinträge
sind mit einem Planetenkneter/-mixer möglich. Die Wirksamkeit dieses Systems ist
jedoch mit einer ausreichend hohen Viskosität der zu bearbeiteten Mischung verbunden,
um die benötigten hohen Scherenergien zum Zerteilen der Teilchen einzubringen.
Mit Hochdruckhomogenisierern können Dispersionen erhalten werden,
in denen die Partikel oder Aggregate des Metalloxidpulvers eine Größe von weniger
als 150 nm und besonders bevorzugt von weniger als 100 nm aufweisen.
Bei diesen Vorrichtungen werden zwei unter hohem Druck stehende vordispergierte
Suspensionsströme über eine Düse entspannt. Beide Dispersionsstrahlen treffen exakt
aufeinander und die Teilchen mahlen sich selbst. Bei einer anderen Ausführungsform
wird die Vordispersion ebenfalls unter hohen Druck gesetzt, jedoch erfolgt die Kollision
der Teilchen gegen gepanzerte Wandbereiche. Die Operation kann beliebig oft wiederholt
werden um kleinere Teilchengrößen zu erhalten.
Die Dispergier- und Mahlvorrichtungen können auch kombiniert eingesetzt
werden. Oxidationsmittel und Additive können zu verschiedenen Zeitpunkten der Dispergierung
zugeführt werden. Es kann auch von Vorteil sein, beispielsweise Oxidationsmittel
und Oxidationsaktivatoren erst am Ende der Dispergierung, gegebenenfalls bei geringerem
Energieeintrag, einzuarbeiten.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung der erfindungsgemäßen
Dispersion zum chemisch-mechanischen Polieren von metallischen Oberflächen. Dies
können Schichten bestehend aus Kupfer, Aluminium, Wolfram, Titan, Molybdän, Niob,
Tantal und Legierungen hieraus sein.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung der erfindungsgemäßen
Dispersion zum chemisch-mechanischen Polieren von metallischen Oberflächen, welche
auf einer isolierenden Barriereschicht aufgebracht sind. Die Metalloberflächen umfassen
die Metalle Kupfer, Aluminium, Wolfram, Titan, Molybdän, Niob, Tantal und deren
Legierungen. Die Barriereschichten können beispielsweise aus Titannitrid oder Tantalnitrid
bestehen.
Dispersionen, welche kationische, oberflächenaktive Polymere enthalten,
sind bislang hauptsächlich in der Papierindustrie zur Stabilisierung von Dispersionen
eingesetzt worden (vergleiche EP-A-1331254). Hierbei handelt es sich um Dispersionen,
welche einen Feststoff beinhalten, der im gewünschten sauren pH-Bereich aufgrund
seiner negativen Oberflächenladung keine oder nur geringe Stabilität aufweist. Durch
Zugabe von kationischen, oberflächenaktiven Stoffen kann eine solche Dispersion
im sauren bis neutralen pH-Bereich stabilisiert werden.
Die Verwendung solcher Dispersionen, bei denen als kationische, oberflächenaktive
Komponente ein in der Dispersion gelöst vorliegendes Polyallylamin oder Polydiallylamin
mit einer massengemittelten Molmasse von weniger als 100 000 g/mol vorliegt, zur
Verwendung beim chemisch-mechanischen Polieren von Metalloberflächen gehört unseres
Erachtens nicht zum Stand der Technik.
Überraschend ist, dass die erfindungsgemäße Dispersion deutlich bessere
Selektivitäten Metallschicht/Barriereschicht ergibt, als entsprechende Dispersionen
ohne die kationische, oberflächenaktive Komponente. Der Effekt dieser Komponente
ist derzeit nicht geklärt. Überraschend ist jedoch, dass der positive Effekt auch
in Dispersionen eintritt, die von sich aus bereits im sauren Bereich eine positive
Oberflächenladung aufweisen, wie zum Beispiel eine Aluminiumoxid-Dispersion oder
eine Dispersion eines Silicium-Aluminium-Mischoxidpulvers mit einem Anteil an Aluminiumoxid
von 90 Gew.-% oder mehr.
Anspruch[de]
Wässerige Dispersion zum chemisch-mechanischen Polieren von Metalloberflächen
enthaltend ein Metalloxidpulver und ein kationisches, oberflächenaktives Polymer,
dadurch gekennzeichnet, dass
– das Metalloxidpulver Siliciumdioxid, Aluminiumoxid oder ein Mischoxid von
Siliciumdioxid und Aluminiumoxid ist, und
– das kationische, oberflächenaktive Polymer ein in der Dispersion gelöst
vorliegendes Polyallylamin oder Polydiallylamin mit einer massengemittelte Molmasse
von weniger als 100 000 g/mol ist.
Wässerige Dispersion zum chemisch-mechanischen Polieren von Metalloberflächen
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die massengemittelte Molmasse des
kationischen, oberflächenaktiven Polymers 2000 bis 50000 g/mol ist.
Wässerige Dispersion zum chemisch-mechanischen Polieren von Metalloberflächen
nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehalt an kationischem,
oberflächenaktivem Polymer zwischen 0,1 und 15 Gew.-%, bezogen auf die Menge aus
Polymer und Metalloxid, beträgt.
Wässerige Dispersion zum chemisch-mechanischen Polieren von Metalloberflächen
nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Metalloxidpulver flammenhydrolytisch
hergestellt ist.
Wässerige Dispersion zum chemisch-mechanischen Polieren von Metalloberflächen
nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Metalloxidpulver pyrogen
hergestelltes Siliciumdioxid ist.
Wässerige Dispersion zum chemisch-mechanischen Polieren von Metalloberflächen
nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das der Anteil an Aluminiumoxid
als Mischoxidkomponente eines Metalloxidpulvers zwischen 60 und 99,9 Gew.-% oder
zwischen 0,01 und 10 Gew.-% liegt.
Wässerige Dispersion zum chemisch-mechanischen Polieren von Metalloberflächen
nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der mittlere Partikeldurchmesser
oder Aggregatdurchmesser des Metalloxidpulvers in der Dispersion kleiner als 300
nm ist.
Wässerige Dispersion zum chemisch-mechanischen Polieren von Metalloberflächen
nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehalt an Metalloxid
in der Dispersion 1 bis 50 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge der Dispersion, beträgt.
Wässerige Dispersion zum chemisch-mechanischen Polieren von Metalloberflächen
nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der pH-Wert 3 bis 7 ist.
Wässerige Dispersion zum chemisch-mechanischen Polieren von Metalloberflächen
nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass sie Additive aus der Gruppe
pH-Wert regulierender Substanzen, Oxidationsmittel, Oxidationsaktivatoren und/oder
Korrosionsinhibitoren enthält.
Verwendung der wässerigen Dispersion gemäß den Ansprüchen 1 bis 10
zum chemisch-mechanischen Polieren von metallischen Schichten.
Verwendung der wässerigen Dispersion gemäß den Ansprüchen 1 bis 10
zum chemisch-mechanischen Polieren von metallischen Schichten, welche auf einer
isolierenden Barriereschicht aufgebracht sind.