Die vorliegende Erfindung betrifft eine Objekterkennungsvorrichtung
für ein Fahrzeug und insbesondere eine Objekterkennungsvorrichtung und ein Programm
zur Erkennung eines Objekts vor einem Fahrzeug auf der Grundlage von Aussende- und
Reflexionswellen.
Aus dem Stand der Technik ist eine Objekterkennungsvorrichtung bekannt,
die Sendewellen wie etwa Lichtwellen oder Millimeterwellen in einen vorbestimmten
Winkelbereich vor dem Fahrzeug aussendet. Die Vorrichtung erfasst dann Reflexionswellen,
um ein Objekt (Ziel) vor dem Fahrzeug zu erfassen.
Dieser Vorrichtungstyp erfasst einen Abstand zwischen dem Fahrzeug
und einem sich vor dem Fahrzeug befindlichen weiteren Fahrzeug (im Folgenden als
"Vorausfahrzeug" bezeichnet). Wenn der Abstand kürzer wird, wird ein Alarm erzeugt
oder eine Vorrichtung, die eine Fahrzeuggeschwindigkeit so regelt, dass ein vorbestimmter
Abstand zwischen dem Fahrzeug und dem Vorausfahrzeug konstant gehalten wird, wird
aktiviert.
Um dieses Problem zu lösen, ist eine Technik vorgeschlagen worden,
mit der ein Zustand der Oberfläche der Laserradareinheit entsprechend einem Zustand
der Laserstrahlen, die von dieser Oberfläche reflektiert werden, bestimmt wird (siehe
die japanische Patentanmeldung Nr. 2003-176820). Ferner ist eine Technik vorgeschlagen
worden, mit der ein Zustand einer Oberfläche entsprechend einer Verringerung der
zu erfassenden Distanz bestimmt wird (JP-A-11-94946A).
Die oben beschriebenen Techniken sind jedoch meist ungenügend, um
das oben beschriebene Problem zu lösen, so dass eine weitere Verbesserung wünschenswert
ist.
Das heißt, wenn Schmutzpartikel (ein Stein oder Wassertropfen) an
der Oberfläche der Laserradareinheit (Sensor) anhaften, wird der Laserstrahl auf
geweitet, was zur Folge hat, dass das vorausliegende Ziel größer erscheint als es
tatsächlich ist oder sich gegenüber der Umgebung nicht abhebt, so dass es nicht
erkannt werden kann.
Daraus ergibt sich, dass die über das vorausliegende Ziel gewonnenen
Informationen nicht korrekt sind, was wiederum zwangsläufig zur Folge hat, dass
eine auf diesen Informationen basierende Regelung fehlerhaft ist.
Die vorliegende Erfindung ist gemacht worden, um das oben genannte
Problem zu lösen. Es ist daher ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Objekterkennungsvorrichtung,
die in der Lage ist, einen ungünstigen bzw. negativen und somit unzuverlässige Ergebnisse
liefernden Zustand zu erfassen, der dadurch gekennzeichnet sein kann, dass Schmutzpartikel
(z.B. ein Stein oder Wassertropfen) an einer Oberfläche einer Laserradareinheit
der Objekterkennungsvorrichtung anhaften, sowie ein Programm zur Steuerung einer
solchen Vorrichtung bereitzustellen.
Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Objekterkennungsvorrichtung
für ein Fahrzeug bereitgestellt, die Sendewellen in die Umgebung eines Fahrzeugs
aussendet, auf der Grundlage von Reflexionswellen der Sendewellen Daten erhält,
die Objekten in der Umgebung des Fahrzeugs entsprechen, und Objekte auf der Grundlage
dieser Daten erkennt. Die Objekterkennungsvorrichtung umfasst ein Größenbestimmungsmittel
zur Bestimmung, dass die erkannten Objekte groß sind, wenn die Größe des Objekts
größer als ein vorbestimmter wert ist, ein Existenzzustands-Bestimmungsmittel zur
Bestimmung, ob wenigstens eine vorbestimmte Anzahl der Objekte von dem Größenbestimmungsmittel
als groß bestimmt werden, und ein Negativzustands-Bestimmungsmittel zur Identifizierung
eines Negativzustandes, d.h. eines Zustandes, der negativ oder ungünstig ist, um
zuverlässige Informationen über das Objekte zu gewinnen, wenn von dem Existenzzustands-Bestimmungsmittel
bestimmt wurde, dass die Objekte, die als groß bestimmt wurden, in einer vorbestimmten
Anzahl oder häufiger vorhanden sind.
Wenn gemäß der vorliegenden Erfindung beurteilt wird, dass die erkannten
Objekte (d.h. die Objekte, die tatsächlich als solche identifiziert und nicht als
Rauschen bestimmt werden) größer als die vorbestimmte Größe sind und deren Anzahl
gleich groß wie oder größer als eine vorbestimmte Anzahl ist, d.h. wenn zum Beispiel
die Anzahl der großen Objekte größer ist als es normalerweise möglich ist, wird bestimmt,
dass der Zustand, in dem diese Informationen gewonnen werden, ein ungünstiger oder
negativer Zustand ist, der keine zuverlässigen Aussagen erlaubt.
Das heißt, wenn aufgrund ungünstiger Witterungsverhältnisse ein Stein
an der Sensoroberfläche anhaftet oder Wassertropfen an der Sensoroberfläche anhaften,
wird der Laserstrahl aufgeweitet und das vorausliegende Objekt erscheint größer
als es seiner natürlichen Größe entspricht oder kann vor dem Umgebungshintergrund
nicht erkannt werden. Wenn das oben beschriebene Phänomen der Aufweitung ein beachtliches
Ausmaß annimmt, wird daher beurteilt, dass der Negativzustand vorliegt, der zur
Gewinnung der Information über das vorausliegende Objekt ungeeignet ist, d.h. ein
Zustand vorliegt, in dem die Erfassungsleistung verschlechtert und die Zuverlässigkeit
der gewonnenen Daten niedrig ist, was wiederum bedeutet, dass die Fahrsicherheit
beeinträchtigt ist.
Der Wert, der festlegt, ob ein großes Objekt vorhanden ist, und der
Wert, der festlegt, ob die großen Objekte (Großobjekte) in einer vorbestimmten Anzahl
oder häufiger vorhanden sind, kann experimentell ermittelt und eingestellt werden.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine wie
oben beschriebene Objekterkennungsvorrichtung bereitgestellt, in der eine vorbestimmte
Anzahl oder mehr von Objekten, die als große Objekte bestimmt sind, in einer Objektgruppe
vorhanden sind, die aus einer Mehrzahl von erkannten Objekten gebildet ist.
Da gemäß der vorliegenden Erfindung bestimmt wird, ob die großen Objekte
in einer vorbestimmten Anzahl oder häufiger in einer vorbestimmten Anzahl (zum Beispiel
18) von erkannten Objekten (Objektgruppe) vorhanden sind, ist die Genauigkeit der
Bestimmung erhöht.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die wie
oben beschriebene Objekterkennungsvorrichtung bereitgestellt, in der eine Mehrzahl
von Bestimmungen bezüglich der Objektgruppe ausgeführt wird, und es wird auf der
Grundlage von Ergebnissen der Mehrzahl von Bestimmungen bestimmt, ob die Zustände,
in denen die Bestimmungen vorgenommen wurden, negativ sind.
Da gemäß der vorliegenden Erfindung die Mehrzahl von Bestimmungen
bezüglich der Objektgruppe mehrmals ausgeführt wird und die Ergebnisse dieser Bestimmungen
kombiniert werden, um zu beurteilen, ob die Zustände nachteilig sind, kann die Beurteilungsgenauigkeit
vorteilhafterweise weiter verbessert werden.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine wie
oben beschriebene Objekterkennungsvorrichtung bereitgestellt, in der durch das Existenzzustands-Bestimmungsmittel
bestimmt wird, ob eine Mindestanzahl großer Objekte bzw. ein Mindestprozentsatz
großer Objekte vorhanden ist.
Die vorliegende Erfindung veranschaulicht die Art und Weise der Bestimmung
durch das Existenzzustands-Bestimmungsmittel, und der Existenzzustand der großen
Objekte kann zum Beispiel sicher aus der Anzahl oder dem Prozentsatz der großen
Objekte in den jeweiligen Objektgruppen bestimmt werden.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die oben
beschriebene Objekterkennungsvorrichtung bereitgestellt, in der ein Zählwert, der
zur Bestimmung der Negativzustände verwendet wird, entsprechend der Anzahl oder
dem Prozentsatz der Objekte, die als große Objekte bestimmt werden, verändert wird.
Da gemäß der vorliegenden Erfindung der Zählwert (zum Beispiel ein
Großziel-Zählwert), der zur Bestimmung der Negativzustände verwendet wird, entsprechend
der Anzahl oder dem Prozentsatz der Objekte, die als die großen Objekte bestimmt
werden, verändert wird, kann leicht auf der Grundlage der Zählwerte bestimmt werden,
dass die Zustände negativ sind.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die oben
beschriebene Objekterkennungsvorrichtung bereitgestellt, in der ein variabler Wert,
der den Zählwert ändert (zum Beispiel erhöht oder vermindert), für jede der Objektgruppen
festgelegt wird.
Da vorhergesagt wird, dass die Anzahl oder der Prozentsatz der großen
Objekte in jeder der Objektgruppen verschieden ist, wird der Zählwert entsprechend
der Anzahl oder dem Prozentsatz geändert, wodurch es ermöglicht wird, die Bestimmung
der Negativzustände präzise auszuführen.
Zum Beispiel kann ein Verfahren angewendet werden, in dem, wenn die
Anzahl oder der Prozentsatz der großen Objekte groß ist, der Zählwert stark erhöht
wird, wohingegen, wenn die Anzahl oder der Prozentsatz der großen Objekte klein
ist, der Zählwert kaum erhöht wird (oder der Zählwert wird nicht verändert oder
vermindert).
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die oben
beschriebene Objekterkennungsvorrichtung bereitgestellt, in der eine Bestimmung
gemacht wird, bei der die Betätigung eines Scheibenwischers berücksichtigt wird,
wenn bestimmt wird, dass die Zustände negativ sind.
Wenn der Scheibenwischer betrieben wird, wird angenommen, dass es
regnet und somit die Zustände negativ sind. Demzufolge kann durch diese zusätzliche
Bestimmung die Bestimmung der Negativzustände mit hoher Genauigkeit ausgeführt werden.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die oben
beschriebene Objekterkennungsvorrichtung bereitgestellt, in der bestimmt wird, dass
die Objekte groß sind, wenn alle der nachfolgenden Bedingungen erfüllt sind:
ein Abstand zu dem Objekt liegt innerhalb eines vorbestimmten Bereichs (Bedingung
A);
eine seitliche Position des Objekts liegt innerhalb eines vorbestimmten Bereichs
(Bedingung B);
eine seitliche Abmessung (Breite) des Objekts ist mindestens gleich einem Schwellenwert
C (Bedingung C);
die Breit des Objekts ist mindestens gleich einem Schwellenwert D (Bedingung D:
der Schwellenwert C < der Schwellenwert D); und
eine Geschwindigkeit des Fahrzeugs ist mindestens gleich einem vorbestimmten Wert
(Bedingung F)
Die vorliegende Erfindung gibt Bedingungen dafür an, die es erlauben,
sicher zu bestimmen, dass die Objekte groß sind.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die oben
beschriebene Objekterkennungsvorrichtung bereitgestellt, wobei in dem Fall, in dem
eine der Bedingungen A, B, C, D und F nicht erfüllt ist, nicht bestimmt wird, dass
die Objekte groß sind.
Die vorliegende Erfindung gibt Bedingungen (nicht zu erfüllende Bedingungen)
an, um zu bestimmen, dass die Objekte nicht groß sind.
Gemäß noch einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die
oben beschriebene Objekterkennungsvorrichtung bereitgestellt, in der bestimmt wird,
dass die Objekte groß sind, wenn alle der nachfolgenden Bedingungen erfüllt sind:
ein Abstand zu dem Objekt liegt in einem vorbestimmten Bereich (Bedingung A);
eine seitliche Position des Objekts liegt innerhalb eines vorbestimmten Bereichs
(Bedingung B);
eine seitliche Abmessung (Breite) des Objekts ist gleich groß wie oder größer als
ein vorbestimmter Schwellenwert C (Bedingung C);
eine Tiefe des Fahrzeugs ist gleich groß wie oder größer als ein vorbestimmter Schwellenwert
(Bedingung E);
eine Geschwindigkeit des Fahrzeugs nimmt einen vorbestimmten Wert an (Bedingung
F).
Die vorliegende Erfindung gibt Bedingungen an, um zu bestimmen, ob
die erkannten Objekte groß sind. In der vorliegenden Erfindung wird die Tiefe D
des Fahrzeugs zu den Bestimmungsbedingungen hinzugenommen. Dadurch kann sicher bestimmt
werden, ob die Objekte groß sind.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die oben
beschriebene Objekterfassungsvorrichtung bereitgestellt, wobei in dem Fall, in dem
eine der Bedingungen A, B, C, E und F nicht erfüllt ist, nicht bestimmt wird, dass
die Objekte groß sind.
Die vorliegende Erfindung gib Bedingen (nicht zu erfüllende Bedingungen)
an, um zu bestimmen, dass die Objekte nicht groß sind.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die oben
beschriebenen Objekterfassungsvorrichtung bereitgestellt, wobei in dem Fall, in
dem die Geschwindigkeit des Fahrzeugs niedriger als ein vorbestimmter Wert ist (zum
Beispiel, wenn die Geschwindigkeit niedriger als der Wert in der Bedingung F ist),
der Zählwert auf 0 gesetzt wird.
Wenn die Geschwindigkeit des Fahrzeugs niedrig ist, zum Beispiel weil
das Vorausfahrzeug aufgrund eines Staus anhält, kann die Bestimmung der Negativzustände
zuverlässig in kurzer Zeit gemacht werden, da die Zustände lange Zeit unverändert
sind. Daher wird in solchen Situationen der Zählwert auf 0 gesetzt, und die Bestimmung
der Negativzustände wird verhindert.
Gemäß noch einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die
oben beschriebene Objekterkennungsvorrichtung bereitgestellt, wobei in dem Fall,
in dem ein Zustand hergestellt wird, in dem der Zählwert 0 während einer vorbestimmten
Zeitspanne, nachdem die Bestimmung der Negativzustände gemacht wurde, andauert,
die Bestimmung der Negativzustände gelöscht wird.
Die vorliegende Erfindung zeigt die Inhalte, dass die Bestimmung der
Negativzustände gelöscht ist, in dem Fall, in dem die Negativzustände bestimmt werden.
Das heißt, in dem Fall, in dem ein Zustand, in dem der Zählwert 0 ist, während einer
vorbestimmten Zeitspanne andauert, wird beurteilt, dass die Negativzustände verbessert
sind, und die Bestimmung der Negativzustände wird gelöscht.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Programm
zur Realisierung von Funktionen der jeweiligen Mittel der oben beschriebenen Objekterkennungsvorrichtung
für ein Fahrzeug bereitgestellt.
Das heißt, die Funktionen der oben beschriebenen Objekterkennungsvorrichtung
für ein Fahrzeug können durch eine Verarbeitung realisiert werden, die durch ein
Programm des Computers ausgeführt wird.
Das oben genannte Programm ist auf einem computerlesbaren Speichermedium
wie etwa einer Diskette (FD), einer optischen Platte, einer DVD-ROM, einer CD-ROM
oder einer Festplatte abgelegt und wird bei Bedarf geladen und gestartet.
Ferner ist es möglich, dass dieses Programm in einem ROM oder einem
Backup-ROM als einem Computer-lesbaren Speichermedium im Voraus abgelegt ist, und
das ROM oder das Backup-RAM ist Bestandteil des Computers.
Die obigen und weitere Aufgaben, Eigenschaften und Vorteile der vorliegenden
Erfindung sind aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung, die unter Bezugnahme
auf die beigefügte Zeichnung gemacht wurde, deutlicher ersichtlich. In den Zeichnungen
sind:
1 ein Blockdiagramm, das eine Interfahrzeugabstandsregelungsvorrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt;
2A ein Blockdiagramm, dass eine Laserradareinheit
der Interfahrzeugabstandsregelungsvorrichtung von 1
zeigt;
2B eine Kennlinie, die eine Zeitverzögerung
eines Abstandsmessverfahrens in der Laserradareinheit von 2A
zeigt;
3 ein Flussdiagramm, das einen Negativzustands-Bestimmungsprozess
gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt;
4 ein Flussdiagramm, das einen Prozess
zur Aktualisierung eines Großziel-Zählwerts (eines Zählwerts eines großen Ziels)
gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt;
5 ein Flussdiagramm, das einen Objekterkennungsprozess
gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt;
6 ein Diagramm, das einen Vorsegmentierungsprozess
und einen Hauptsegmentierungsprozess der vorliegenden Erfindung zeigt;
7A ein Schaubild, das Entfernungsdaten
gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt;
7B ein Schaubild, das vorsegmentierte
Daten gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt;
8 ein Schaubild zur Erläuterung des Hauptsegmentierungsprozesses
gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt;
9 ein Schaubild zur Erläuterung des Zielprozesses
(Folgeprozesses) gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt;
10 eine Darstellung zur Erläuterung einer
Zusammenfassungsbedingung des Zielprozesses gemäß der vorliegenden Erfindung; und
11 ein Flussdiagramm, das den Zielprozess
gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt.
Im Folgenden ist eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen ausführlicher beschrieben.
In dieser Ausführungsform wird eine Objekterkennungsvorrichtung auf
eine Interfahrzeugabstandsregelungsvorrichtung angewendet.
1 ist ein schematisches Blockdiagramm,
das eine Interfahrzeugabstandsregelungsvorrichtung 1 zeigt.
Die Interfahrzeugabstandsregelungsvorrichtung 1 umfasst im
Wesentlichen eine Erkennungs-/Interfahrzeugabstandsregelungs-ECU (electronic control
unit) 3 (im Folgenden kurz als "ECU 3" bezeichnet. Die ECU
3 besteht im wesentlichen aus einem Mikrocomputer und umfasst eine Eingabe/Ausgabe-Schnittstelle
(I/O). Diese Komponenten sind wohl bekannt, so dass auf eine ausführliche Beschreibung
an dieser Stelle verzichtet ist.
Die ECU 3 empfängt Erfassungssignale von einer Laserradareinheit
5, einem Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 7, einem Bremsschalter
9, einem Scheibenwischerschalter 10 und einem Drosselventilöffnungswinkelsensor
11, und gibt Ansteuersignale an eine Alarmvorrichtung 13 zur Erzeugung
eines akustisch wahrnehmbaren Alarms, eine Abstandsanzeigeeinheit 15, eine
Sensorfehlfunktionsanzeigeeinheit 17, eine Bremsansteuereinheit
19, eine Drosselventilansteuereinheit 21 und eine Automatikgetriebe-Ansteuereinheit
23.
Die ECU 3 ist ferner mit einer Alarmlautstärkeneinstelleinheit
24, die eine Alarmlautstärke einstellt, einer Alarmempfindlichkeitseinstelleinheit
25, die die Empfindlichkeit bei der Alarmbestimmung einstellt, einem Abstandsregelungsschalter
26, einem Lenksensor 27 und einem Gierratensensor 28
verbunden.
Die ECU 3 besitzt einen Leistungsschalter 29, der,
wenn er in seine EIN-Stellung gebracht wird, die Verarbeitungsschritte startet.
Wie es in 2A gezeigt ist, ist die Laserradareinheit
5 im Wesentlichen aus einem Lichtsender 30, einem Lichtempfänger
40 und einer Laserradar-CPU 70 (im Folgenden kurz als "CPU
70" bezeichnet) aufgebaut.
Der Lichtsender 30 umfasst eine Halbleiterlaserdiode (LD)
75, die über eine LD-Ansteuerschaltung 76 mit der CPU
70 verbunden ist. Die LD 75 sendet entsprechend einem Steuersignal
von der CPU 70 einen gepulsten Laserstrahl aus, und der Laserstrahl wird
durch eine Lichtaussendelinse 71, einen Scanner 72 und eine Glassplatte
77 nach außen projiziert. Die Glassplatte 77 ist der äußeren Umgebung
ausgesetzt ist, so dass Steine oder Regentropfen an ihr anhaften und somit einen
Schutz für den Scanner 72 bildet.
In dem Scanner 72 ist ein Polygonspiegel 73 um eine
vertikale Achse rotierbar angeordnet und wird durch einen (nicht gezeigten) Motor
in Drehung versetzt, dem von der CPU 70 über einen Motoransteuerabschnitt
74 Antriebssignale zugeführt wird.
Die Drehposition des Motors wird durch einen Drehpositionssensor
78 erfasst und der CPU 70 zugeführt.
Der Lichtempfänger 40 umfasst ein lichtempfindliches Element
(PD: Photodiode) 83. Das lichtempfindliche Element 82 empfängt
die von einem (nicht gezeigten) Objekt reflektierten und durch eine Lichtempfangslinse
81 eintretenden Laserstrahlen und gibt eine Spannung aus, die ein Maß für
die Intensität der empfangenen Strahlung ist.
Eine Ausgangsspannung des lichtempfindlichen Elements 82
wird, durch einen Verstärker 85 verstärkt, einem Komparator 87
zugeführt. Der Komparator 87 vergleicht die Ausgangsspannung des Verstärkers
85 mit einer Referenzspannung und gibt ein Lichtempfangssignal an eine
Zeitschaltung 89, wenn die ausgegebene Spannung größer als die Referenzspannung
wird.
Die Zeitschaltung 89 empfängt ferner das Ansteuersignal,
das von der CPU 70 an die LD-Ansteuerschaltung 76 gegeben wird.
Wie es in 2B gezeigt ist, kodiert die
Zeitschaltung 89 eine Phasendifferenz zwischen zwei Impulsen PA und PB
(das heißt, eine Zeitdifferenz &Dgr;T zwischen einem Zeitpunkt T0, zu dem der Laserstrahl
ausgesendet wird, und einem Zeitpunkt T1, zu dem der Laserstrahl empfangen wird)
in ein binäres Signal, mit dem Ansteuersignal als Startimpuls PA und dem Lichtempfangssignal
als Stoppimpuls PB.
Ferner wird der Stoppimpuls PB verwendet, um eine Zeitspanne als die
Pulsdauer des Stoppimpulses PB zu messen, während der die Ausgangsspannung gleich
hoch wie oder höher als die Referenzspannung ist. Anschließend wird der Wert in
ein binär Signal kodiert und an die CPU 70 ausgegeben.
Die CPU 70 gibt eine Zeitdifferenz &Dgr;T zwischen den zwei
Impulsen PA und PB, die sie von der Zeitschaltung 89 empfängt, einen Scanwinkel
&thgr;x des Laserstrahls und Intensitätsdaten der empfangenen Laserstrahlung (die
der Impulsdauer des Stoppimpulses PB entsprechen) an die ECU 3 als Entfernungsdaten
(ranging data).
Die ECU 3 erkennt das Objekt auf der Grundlage der Entfernungsdaten
von der Laserradareinheit 5 und gibt Ansteuersignale an die Bremsansteuereinheit
19, die Drosselventilansteuereinheit 21 und die Automatikgetriebe-Regelungseinheit
23 des Fahrzeugs entsprechend den Zuständen des Vorausfahrzeugs, die von
dem erkannten Objekt gewonnen werden, um dadurch die Fahrzeuggeschwindigkeit zu
regeln, d.h. eine so genannte Interfahrzeugabstandsregelung auszuführen.
Ferner wird gleichzeitig ein Alarmbestimmungsprozess ausgeführt, der
eine Warnung ausgibt, wenn sich das erkannte Objekt während einer vorbestimmten
Zeitspanne in einem vorbestimmten Alarmbereich befindet.
Im Folgenden ist die innere Struktur der ECU 3 als Regelungsblock
mit Bezug auf l beschrieben.
Die Entfernungsdaten, die von der Laserradareinheit 5 ausgegeben
wurden, werden zu einem Objekterkennungsblock 43 übertragen. In dem Objekterkennungsblock
43 werden die Zeitdifferenz &Dgr;T und der Scanwinkel &thgr;x, die als
Entfernungsdaten innerhalb jeder Scanlinie gewonnen werden (d.h. die Scanlinie und
somit der Scanwinkel &thgr;y ist ein Parameter), in X-Z-Koordinaten eine orthogonalen
Koordinatensystems mit dem Laserradarsensor 5 am Ort des Ursprungs (0,0),
der Breitenrichtung des Fahrzeugs in X-Richtung und der Längsrichtung des Fahrzeugs
in Z-Richtung transformiert.
Die Entfernungsdaten, die in die X-Z-Koordinaten eines orthogonalen
Koordinatensystems transformiert wurden, werden in drei Prozessen nach verschiedenen
Kriterien zusammengefasst. Diese Prozesse umfassen einen Vorsegmentierungsdaten-Erzeugungsprozess,
einen Hauptsegmentierungsdaten-Erzeugungsprozess und einen Zielprozess und dienen
der Objektbildung aller sich vor dem Fahrzeug befindlichen Objekte.
Dann werden die Mittenposition (X,Z) und die Größe (W, D) der einzelnen
Objekte auf der Grundlage der Entfernungsdaten gewonnen, die zu dem jeweiligen Objekt
zusammengefasst wurden. Zusätzlich wird die Relativgeschwindigkeit (Vx, Vz) zwischen
den einzelnen Objekten und dem Fahrzeug auf der Grundlage einer zeitlichen Änderung
der Mittenposition (X,Y) des jeweiligen Objekts gewonnen.
Ferner wird in dem Objekterkennungsblock 43 entsprechend
der Fahrzeuggeschwindigkeit, die von dem Fahrzeuggeschwindigkeitsberechnungsblock
auf der Grundlage des erfassten Werts des Fahrzeuggeschwindigkeitssensors
7 ausgegeben wird, und der wie oben beschrieben gewonnenen Relativgeschwindigkeit
(Vx, Vz) bestimmt, ob sich das Objekt bewegt. W und D bezeichnen die Breite bzw.
Tiefe des Objekts. Das Modell des Objekts, das diese Daten besitzt, wird "Zielmodell"
genannt.
Ob die Daten, die von dem Objekterkennungsblock 43 gewonnen
wurden, innerhalb eines Fehlfunktionsbereichs liegen, wird von einem Sensorfehlfunktionserfassungsblock
44 erfasst, und in dem Fall, in dem die Daten innerhalb des Fehlfunktionsbereichs
liegen, wird diese Tatsache auf einer Sensorfehlfunktionsanzeigeeinheit
17 angezeigt.
Ferner wird der Lenkwinkel auf der Grundlage eines Signals von dem
Lenksensor 27 von einem Lenkwinkelberechnungsblock 49 gewonnen
und eine Gierrate auf der Grundlage eines Signals von dem Gierratensensor
28 von einem Gierratenberechnungsblock 51 berechnet.
In einem Kurvenradius- (Krümmungsradius) Berechnungsblock
57 wird auf der Grundlage der Fahrzeuggeschwindigkeit von dem Fahrzeuggeschwindigkeitsberechnungsblock
4, des Lenkwinkels von dem Lenkwinkelberechnungsblock 49 und der
Gierrate von dem Gierratenberechnungsblock 51 ein Kurvenradius (Krümmungsradius)
R berechnet.
In einem Vorausfahrzeugbestimmungsblock 53 wird ein Vorausfahrzeug
mit dem kürzesten Abstand zu dem Fahrzeug auf der Grundlage des Kurvenradius R und
den Mittenpositionskoordinaten (X, Z), der Größe (W, D) des Objekts und der Relativgeschwindigkeit
(Vx, Vz), die in dem Objekterkennungsblock 43 gewonnen werden, ausgewählt,
um den Abstand Z und die Relativgeschwindigkeit Vz bezüglich des Vorausfahrzeugs
zu gewinnen.
Anschließend bestimmt der Interfahrzeugabstandsregelungseinheit- und
Alarmbestimmungseinheitblock 55 auf der Grundlage des Abstandes Z, der
Relativgeschwindigkeit Vz bezüglich des Vorausfahrzeugs, des Einstellzustandes des
Abstandsregelungsschalters 26, des Betätigungszustandes des Bremsschalters
9, des Öffnungsgrades des Drosselklappenwinkelsensors 11 und des
Empfindlichkeitseinstellwerts der Rlarmempfindlichkeitseinstelleinheit
25, wenn die Alarmbestimmung gemacht wird, dass ein Alarm ausgelöst werden
sollte. Wenn die Abstandsbestimmung gemacht wird, wird der Inhalt der Fahrzeuggeschwindigkeitsregelung
bestimmt. wenn, als Folge davon, der Alarm erforderlich ist, wird ein Alarmausgabesignal
an die Einheit 13 zur Aussendung eines akustischen Alarms ausgegeben.
Ferner, wenn die Geschwindigkeitsbestimmung gemacht ist, werden die
Steuersignale zu der Automatikgetriebe-Regelungseinheit 23, der Bremsansteuereinheit
19, der Drosselventilansteuereinheit 21 von der ECU
3 ausgegeben, um die notwendige Regelung auszuführen. Wenn die Regelung
dieser Einheiten ausgeführt wird, wird ein notwendiges Anzeigesignal zu der Abstandsanzeigeeinheit
15 ausgegeben, um den Fahrer über die Situation zu informieren.
Im Folgenden ist eine Verarbeitung, die in der ECU 3 ausgeführt
wird, welche ein Hauptabschnitt dieser Ausführungsform ist, mit Bezug auf die
3 und 4 beschrieben.
Zuerst wird ein Prozess zur Bestimmung eines Negativzustandes (einer
negativen/ungünstigen Situation) mit Bezug auf 3 beschrieben.
Dieser Prozess wird in jeder vorbestimmten Periode ausgeführt.
In Schritt S100 von 3 wird bestimmt,
ob die Zustände negativ sind. Insbesondere wird bestimmt, ob sowohl eine Bedingung
&agr; als auch eine Bedingung &bgr; erfüllt ist. Wenn in diesem Schritt JA bestimmt
wird, fährt die Verarbeitung mit Schritt S110 fort, während diese Verarbeitung sofort
beendet ist, wenn die Bestimmung NEIN erfolgt.
Die Bedingung &agr; bedeutet, dass "der Scheibenwischerschalter
10 an ist", und wenn der Scheibenwischerschalter 10 "an" ist,
wird bestimmt, dass die Wahrscheinlichkeit eines Negativzustandes wie etwa Regen
hoch ist. Die Bestimmung, dass der Scheibenwischerschalter 10 "an" ist,
wird erst 15 Minuten, nachdem der Scheibenwischerschalter 10 ausgeschaltet
wurde, beendet.
Die Bedingung &bgr; hingegen bedeutet, dass "der Zählwert (Großziel-Zählwert),
der zur Bestimmung, ob das Objekt (Ziel) groß ist oder nicht, verwendet wird, mindestens
ein vorbestimmter Wert (zum Beispiel 50) ist", was weiter unten erläutert ist. Wenn
der Großziel-Zählwert 50 oder mehr beträgt, wird die Situation als ein Zustand bestimmt,
in dem die Anzahl der Ziele abnormal hoch ist, das heißt als ein Zustand, der negativ
ist (Negativzustand), in dem das Ziel aufgrund von Verschmutzungen auf dem Sensor
oder ungünstigen Witterungsbedingungen nicht normal erfasst werden
kann.
Somit wird in Schritt S110, wenn sowohl die Bedingung a als auch die
Bedingung &bgr; erfüllt ist, der Zustand als Negativzustand bestimmt, in dem das
Ziel aufgrund von Schmutz oder ungünstigen Witterungsbedingungen nicht normal erfasst
werden kann.
In Schritt S110 wird bestimmt, ob die Bedingungen zum Rücksetzen der
Negativzustandsbestimmung (d.h. der Bestimmung des Negativzustandes) des Schritts
S100 erfüllt sind. Wenn in diesem Schritt JA bestimmt wird, fährt die Verarbeitung
mit Schritt S120 fort, wohingegen die Verarbeitung mit Schritt S130 fortfährt, wenn
NEIN bestimmt wird.
Eine der Bedingungen zum Rücksetzen der Negativzustandsbestimmung
ist ein Fall, in dem der Großziel-Zählwert während einer Zeitspanne von 0 bis 20
Sekunden unverändert ist, oder ein Fall, in dem die Aussendung des Laserstrahls
unterbrochen wird.
Da in Schritt S120 die Bedingungen zum Rücksetzen der Negativzustandsbestimmung
erfüllt sind, wird die Bestimmung des Negativzustand gelöscht. Insbesondere wird
ein Flag (Negativzustandsflag) gesetzt, wenn die Bestimmung, dass die Zustände negativ
sind, gelöscht wird (1 wird zu 0 geändert). Der Großziel-Zählwert wird ebenfalls
gelöscht.
Da in Schritt S130 die Bedingungen zum Rücksetzen der Negativzustandsbestimmung
nicht erfüllt sind, wird in Schritt die Bestimmung der Negativzustände in Schritt
5100 bestimmt, das Negativzustandsflag wird gesetzt (auf 1) und diese Verarbeitung
wird sofort beendet.
Folglich werden, wenn auf der Grundlage der Bestimmungsergebnisse
in dieser Verarbeitung bestimmt wird, dass die Zustände negativ sind, verschiedene
Fahrzeugregelungen wie etwa eine Folgeregelung unter Verwendung eines Ausgangssignals
von der Laserradareinheit 5 unterdrückt, wodurch es möglich ist, die Sicherheit
weiter zu erhöhen.
Im Folgenden ist eine Verarbeitung des Großziel-Zählwerts mit Bezug
auf 4 beschrieben, die in dem Prozess zur Bestimmung
der Negativzustände verwendet wird. Die Verarbeitung wird für jede vorbestimmte
Periode ausgeführt.
In Schritt S200 von 4 wird ein Zielerkennungsprozess
ausgeführt, der weiter unten beschrieben ist. Der Zielerkennungsprozess ist ein
Prozess zur Bestimmung, ob die durch die Laserradareinheit 5 gewonnenen
Daten tatsächlich Daten sind, die zu dem Objekt wie etwa das Vorausfahrzeug gehören.
Als Zielerkennungsprozess kann zum Beispiel der Zielerkennungsprozess angewendet
werden, wie er in der JP-2002-368903, der JP 11-38141A oder der JP 7-3186652A offenbart
ist.
In einem nachfolgenden Schritt S210 wird bestimmt, ob die Bedingungen
eines großen Ziels in Schritt S200 bestimmt werden. Wenn in diesem Schritt die Bestimmung
JA ist, fährt die Verarbeitung mit Schritt S220 fort, wohingegen die Verarbeitung
beendet ist, wenn die Bestimmung NEIN ist.
Die oben genannten Bedingungen können die folgenden zu erfüllenden
Bedingungen sein:
(Zu erfüllende Bedingungen)
Bedingung A und Bedingung B und Bedingung C und (Bedingung D oder
Bedingung E) und Bedingung F
Bedingung A: 10m ≤ Z ≤ 20m (Z = Abstand)
Bedingung B: |X| ≤ 2 m (X = seitliche Position)
Bedingung C: W1 ≥ 2 m (W1 = Breite)
Bedingung D: W2 ≥ 4m (W2 = Breite)
Bedingung E: D ≥ 5m (D = Tiefe)
Bedingung F: Vn ≥ 5 km/h (Vn = Fahrzeuggeschwindigkeit)
Umgekehrt wird bestimmt, dass das Ziel nicht groß ist, wenn die oben
genannten Bedingungen nicht erfüllt sind.
In diesem Beispiel werden der Abstand Z (ein Abstand zwischen dem
Fahrzeug und dem Objekt) und die seitliche Position X (Verschiebung des Fahrzeugs
von der Mittenposition in seitlicher Richtung) als Bedingungen aufgenommen, da die
Wahrscheinlichkeit, dass sich das Objekt wie etwa das Vorausfahrzeug in einem Bereich
befindet, der von dem Laserstrahl überstrichen wird, hoch ist, wenn der überstrichene
Bereich berücksichtigt wird. Der Grund dafür, dass die Bedingung der Breite W1 (und
insbesondere auch die Bedingung der Breite W2) aufgenommen werden, ist der, dass,
wenn die Breite zu groß ist, die Wahrscheinlichkeit, dass das Ziel eine Größe annimmt,
die es unmöglich haben kann, hoch ist. Der Grund dafür, dass die Bedingung der Tiefe
D aufgenommen wird, ist der, dass, wenn die Tiefe zu groß ist, die Wahrscheinlichkeit,
dass das Ziel eine Größe annimmt, die es unmöglich haben kann, hoch ist. Der Grund
dafür, dass die Bedingung der Fahrzeuggeschwindigkeit Vn aufgenommen wird, ist der,
dass, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit sehr niedrig ist, zum Beispiel 0 km/h, die
zu erfüllenden Bedingungen wahrscheinlich ununterbrochen erfüllt sind, da sich die
Situation nicht wesentlich verändert.
Da in Schritt S200 bestimmt wird, dass das Ziel groß ist, wird der
Zählwert hochgezählt, um die Menge zu zählen.
In Schritt S230 wird bestimmt, ob die Bestimmung
der großen Ziele in Bezug auf 18 Ziele, die als die Ziele in Schritt S200 bestimmt
wurden (d.h. die nicht als Rauschen, sondern als Objekte bestimmt wurden), abgeschlossen
ist. Wenn die Bestimmung in diesem Schritt JA ist, fährt die Verarbeitung mit Schritt
S240 fort, wohingegen die Verarbeitung zu Schritt S210 zurückkehrt, wenn die Bestimmung
NEIN ist, und die gleiche Bestimmung wird wiederholt.
Da in Schritt S240 die Bestimmung aller 18 Ziele abgeschlossen ist,
wird der Großziel-Zähler entsprechend der gezählten Anzahl großer Objekte eingestellt,
und die Verarbeitung wird sofort beendet.
Zum Beispiel wird, wie es unten gezeigt ist, der Hochzählwert ("Subtraktion"
im Falle eines Minuszeichens) des Großzielzählers entsprechend der Anzahl großer
Ziele unter den 18 Zielen eingestellt.
5 oder mehr: +2
3 und 4: +1
1 und 2: –1
0: –2
Wenn die Geschwindigkeit des Fahrzeugs 0 ist, wird der Großziel-Zähler
auf 0 eingestellt, und die Inkrementierung wird unterdrückt. Der Großziel-Zählwert
wird immer auf mindestens 0 eingestellt.
Wie oben erläutert, werden in dieser Verarbeitung die großen Ziele
(Großziele) gezählt, und der Großziel-Zählwert, der bei der Bestimmung der Negativzustände
verwendet wird, kann gemäß der gezählten Anzahl großer Ziele eingestellt werden.
Da der Großzielzähler immer aktualisiert wird, wenn die 18 Ziele (Objektgruppe)
erkannt werden, kann gemäß der Bestimmung der Bedingung &bgr;: "Der Großziel-Zählwert
ist gleich hoch oder höher als ein vorbestimmter Wert (z.B. 50)" in Schritt S100
der 3 durch Verwenden des Großzielzählers bestimmt
werden, ob der Zustand ein Negativzustand ist, der aufgrund von Schmutz auf dem
Sensor oder ungünstigen Witterungsbedingungen normalerweise nicht erfasst werden
kann.
Im Folgenden ist ein Zielerkennungsprozess beschrieben, der in der
Verarbeitung des Großziel-Zählwerts gemäß 5 verwendet
wird. Diese Verarbeitung wird jede vorbestimmte Periode implementiert.
Da diese Verarbeitung im Wesentlichen identisch mit der Offenbarung
in der schon eingereichten JP-2002-368903 ist, wird diese Verarbeitung nur kurz
beschrieben.
5 ist ein Flussdiagramm, das einen Hauptprozess
der Objekterkennung zeigt.
Zuerst werden in Schritt S310 bei jeder Scanlinie Entfernungsdaten
von der Laserradareinheit 5 gelesen.
In Schritt S320 werden Daten, die einer geringen Lichtempfangsintensität
entsprechen, von den gelesenen Entfernungsdaten gelöscht.
In Schritt S330 wird der Vorsegmentierungsprozess der Entfernungsdaten
ausgeführt.
In Schritt S340 wird der Hauptsegmentierungsprozess der vorsegmentierten
Daten ausgeführt.
Nachfolgend ist der Vorsegmentierungsprozess und der Hauptsegmentierungsprozess
beschrieben. 6 ist ein Diagramm, das einen Fluss des
Vorsegmentierungsprozesses und des Hauptsegmentierungsprozesses sowie deren Abgrenzung
bzw. Umriss zeigt.
Zuerst ist der Fluss des Vorsegmentierungsprozesses und des Hauptsegmentierungsprozesses
beschrieben.
Wie es in 6 gezeigt ist, wird der Vorsegmentierungsprozess
an Entfernungsdaten einer ersten Scanlinie ausgeführt. Das heißt, die Entfernungsdaten,
die die Vorsegmentierungsbedingungen erfüllen, werden zusammengefasst, um so das
Vorsegment zu bilden. Anschließend wird der Hauptsegmentierungsprozess der ersten
Scanlinie ausgeführt. Wenn in dem Hauptsegmentierungsprozess die Vorsegmente, die
in dem Vorsegmentierungsprozess gebildet worden sind, die Hauptsegmentierungsbedingungen
erfüllen, werden diese Vorsegmente miteinander verbunden, um die Hauptsegmente zu
bilden.
Anschließend werden der Vorsegmentierungsprozess und der Hauptsegmentierungsprozess
an den Entfernungsdaten einer zweiten Scanlinie ausgeführt, und schließlich werden
der Vorsegmentierungsprozess und der Hauptsegmentierungsprozess an den Entfernungsdaten
der dritten Scanlinie ausgeführt. Wie oben beschrieben werden der Vorsegmentierungsprozess
und der Hauptsegmentierungsprozess für jede Scanlinie nacheinander ausgeführt.
Im Folgenden ist der Vorsegmentierungsprozess beschrieben, insbesondere
sind die Vorsegmentierungsbedingungen mit Bezug auf die 7A
und 7B beschrieben.
7A zeigt die in X-Y-Daten eines orthogonalen
Koordinatensystems transformierten Entfernungsdaten einer Scanlinie, wobei die jeweiligen
Entfernungsdaten das reflektierende Objekt vor dem Fahrzeug als
Punkt wiedergeben. Wenn die Punktdaten, die diese reflektierenden Objekte als Punkte
wiedergeben, die folgenden drei Bedingungen erfüllen (Vorsegmentierungsbedingungen),
werden diese Daten zu einem Vorsegment zusammengefasst.
- i) Eine Differenz &Dgr;Z des Abstandes in der Z-Achsenrichtung ist höchstens
ein vorbestimmter Abstand.
- ii) Eine Differenz &Dgr;X des Abstandes in der X-Achsenrichtung ist höchstens
ein vorbestimmter Abstand.
- iii) Eine jeweilige Gruppe enthält Ziele im Wesentlichen gleicher Lichtempfangsintensitäten.
Ferner, wenn eine der nachfolgenden Bedingungen iv) und v) erfüllt ist, werden die
Entfernungsdaten nicht mit anderen Entfernungsdaten zu einem Vorsegment zusammengefasst.
- iv) Der Abstand zu dem reflektierenden Objekt ist ein vorbestimmter Abstand
oder geringer (in dem Fall, in dem die reflektierte Strahlung von nur einem Laserstrahl
gewonnen wird).
- v) Die Anzahl der zusammenzufassenden Entfernungsdaten ist eine vorbestimmte
Anzahl oder niedriger, und die Lichtempfangsintensitäten werden in eine Gruppe kleiner
Lichtintensitäten eingeordnet.
Wenn die in 7A gezeigten Entfernungsdaten
entsprechend den Vorsegmentierungsbedingungen vorsegmentiert werden, ergeben sich
5 Vorsegmente, wie es in 7B gezeigt ist.
Anschließend werden die Positionen (X, Y) der jeweiligen Entfernungsdaten
in den jeweiligen Vorsegmenten Bemittelt, um die Mittenposition (Xc, Zc) zu erhalten,
und die Breite W und die Tiefe D werden auf der Grundlage des Minimums und des Maximums
der Positionen (X, Z) der jeweiligen Entfernungsdaten gewonnen.
Wie oben erwähnt, wird in Schritt S340 von 5
der Hauptsegmentierungsprozess ausgeführt, und in dem Fall, in dem die Vorsegmente,
die aus den Entfernungsdaten eines Scanlinie gewonnen wurden, die Hauptsegmentierungsbedingungen
erfüllen, werden diese Vorsegmente zu dem Hauptsegment zusammengefasst. Die Hauptsegmentierungsbedingung
besagt, dass eine Differenz (&Dgr;Xc, &Dgr;Fc) der Mittenpositionen (Xc, Zc) der
Vorsegmente jeweils ein Zusammenfassungsbestimmungsabstand (&Dgr;X, &Dgr;Z) sein
muss.
Wie es in 8 beispielhaft nur für das
Vorsegment PS1 gezeigt ist, werden Bereiche in der X-Z-Ebene mit einer Größe von
± &Dgr;X und ± &Dgr;Y um die Mittenpositionen (Xc, Zc) der jeweiligen
Vorsegmente entsprechend dem Abstand Z zum dem jeweiligen Vorsegment gebildet.
Anschließend wird der Abstand Z zu dem Hauptsegment entsprechend dem
Vorsegment, dass entsprechend der Lichtempfangsintensität gezogen wurde, berechnet.
Ferner wird die Tiefe D des Hauptsegments aus einer Differenz zwischen dem Mindestabstand
und dem Höchstabstand Z der gezogenen Vorsegmente gewonnen.
Ferner wird die Breite W des Hauptsegments berechnet. Insbesondere
wird zuerst die Breite W des Hauptsegments unter Verwendung aller Vorsegmente berechnet.
Das heißt, die Breite W wird aus den Entfernungsdaten der Positionen der Vorsegmente
gewonnen, die von all den Vorsegmenten am weitesten rechts bzw. weitesten links
angeordnet sind. Wenn die Breite W geringer als der Höchstwert WO der Breite ist,
der normalerweise das Fahrzeug definiert, wird dieser Wert für die Breite W übernommen.
Wenn die berechnete Breite größer als der Höchstwert W0 der Breite
ist und das Hauptsegment aus einer Mehrzahl von Vorsegmenten unterschiedlicher Lichtempfangsintensität
gebildet ist, wird die Breite des Hauptsegments als die Breite aus allen Vorsegmenten
mit Ausnahme der Vorsegmente der niedrigeren Lichtempfangsintensitäten berechnet.
Wie es oben beschrieben ist, wird, wenn das Hauptsegment für jede
Scanlinie gebildet ist, der Zielprozess so ausgeführt, wie es in Schritt S350 gezeigt
ist.
In dem Zielprozess, wie er in 9 gezeigt
ist, wird bestimmt, ob die Hauptsegmente in den jeweiligen Scanlinien zusammengefasst
werden sollten. Dann werden die Hauptsegmente, deren Zusammenfassung bestimmt wurde,
zu einem Zielmodell zusammengefasst.
Im Folgenden ist der Zielprozess mit Bezug auf das in 10
gezeigte Diagramm und das in 11 gezeigte Flussdiagramm
beschrieben.
In Schritt S410 in 11 des Zielprozesses
werden die geschätzten Positionen der jeweiligen Hauptsegmente berechnet. Das heißt
es wird, ausgehend von einer Relativgeschwindigkeit und einer Position eines jeweiligen
Hauptsegments zu einem vorherigen Verarbeitungszeitpunkt, die geschätzte Position,
an der sich das Hauptsegment zu einem nachfolgenden Verarbeitungszeitpunkt befindet,
berechnet.
In Schritt S420 wird ein geschätzter Bewegungsbereich mit einer vorbestimmten
Ausdehnung in der X-Achsenrichtung und einer vorbestimmten Ausdehnung in der Z-Achsenrichtung
um die geschätzte Position eingestellt.
In Schritt S430 wird das Hauptsegment, von dem wenigstens
ein Teil in dem geschätzten Bewegungsbereich liegt, ausgewählt.
In Schritt S440 wird in dem Fall, in dem eine Mehrzahl von Hauptsegmenten
vorhanden sind, die in Schritt S430 ausgewählt werden, bestimmt, ob Differenzen
(&Dgr;Vx, &Dgr;Vz) der Relativgeschwindigkeiten der jeweiligen Hauptsegmente in
der X-Achsenrichtung und der Y-Achsenrichtung kleiner als eine vorbestimmte Geschwindigkeitsdifferenz
(&Dgr;Vxo, &Dgr;Vz0) ist.
In Schritt S450 werden in dem Fall, in dem bestimmt wird, dass die
Relativgeschwindigkeitsdifferenz (&Dgr;Vx, &Dgr;Vz) kleiner als die vorbestimmte
Geschwindigkeitsdifferenz (&Dgr;Vx0, &Dgr;Vy0) ist, diese Mehrzahl von Hauptsegmenten
als die Zusammenfassung betrachtet, und diese Mehrzahl von Hauptsegmenten wird zusammengefasst,
um das Zielmodell zu bilden.
Das heißt, die Breite Wm und die Tiefe Dm werden aus dem Mindestwert
und dem Höchstwert der Abstandsdaten in der X-Achsenrichtung und der Z-Achsenrichtung
gewonnen, die zu der Mehrzahl von Hauptsegmenten gehören. Ferner werden die Abstände
zu den jeweiligen Hauptsegmenten gemittelt, um den Abstand Zm zu dem Zielmodell
zu gewinnen.
Wie es oben beschrieben ist, werden gemäß dieser Ausführungsform die
zu erfüllenden Bedingungen A bis F auf die jeweiligen 18 Ziele angewendet, die als
die Objekte bestimmt wurden, und wenn die zu erfüllenden Bedingungen erfüllt sind,
wird bestimmt, dass das Ziel groß ist.
Ferner wird die Anzahl großer Ziele auf der Grundlage der Bestimmungsergebnisse
von jeder Gruppe, die aus 18 Objekten besteht, gezählt, und der Großobjekt-Zählwert
wird entsprechend dem Zählwert nachfolgend geändert. Das heißt, wenn in einer Objektgruppe
eine große Anzahl von großen Zielen existieren, wird der Großziel-Zählwert stark
hochgezählt, wobei in dem Fall, in dem eine kleine Anzahl großer Ziele in einer
Objektgruppe vorhanden ist, der Großziel-Zählwert nur geringfügig hochgezählt wird,
nicht hochgezählt wird oder runtergezählt wird.
Wenn anschließend die Bedingung &bgr;, dass der Großziel-Zählwert
ein vorbestimmter Wert ist oder darüber liegt, und die Bedingung &agr;, dass der
Scheibenwischerschalter 10 eingeschaltet ist, erfüllt sind, wird bestimmt,
dass Schmutz an der Sensoroberfläche anhaftet oder dass die Bedingungen durch z.B.
ungünstige Witterungsverhältnisse negativ sind.
Da genau beurteilt werden kann, dass die Erfassung von Daten wie etwa
einem Abstand zu dem Vorausfahrzeug nicht mit hoher Genauigkeit mittels einer Laserradareinheit
5 ausgeführt werden kann, folgt, dass die Fahrzeugregelung wie etwa die
Folgeregelung unter Verwendung der Laserradareinheit 5 zum Beispiel unterdrückt
wird, was zu dem bedeutenden Vorteil führt, dass die Fahrsicherheit weiter verbessert
ist.
Obgleich die vorliegende Erfindung bezüglich der bevorzugten Ausführungsformen
offenbart worden ist, um ein besseres Verständnis von diesen zu ermöglichen, sollte
wahrgenommen werden, dass die Erfindung auf verschiedene Weisen verwirklicht werden
kann, ohne den Umfang der Erfindung zu verlassen. Deshalb sollte die Erfindung derart
verstanden werden, dass sie alle möglichen Ausführungsformen und Ausgestaltungen
zu den gezeigten Ausführungsformen beinhaltet, die realisiert werden können, ohne
den Umfang der Erfindung zu verlassen, wie er in den beigefügten Ansprüchen dargelegt
ist.
Zum Beispiel wird in den oben beschriebenen Ausführungsformen die
Laserradareinheit, die den Laserstrahl verwendet, verwendet. Alternativ können elektromagnetische
Wellen, wie etwa Millimeterwellen, oder Ultraschallwellen verwendet werden. Ferner
kann das Scansystem durch ein System ersetzt werden, das die Orientierung statt
dem Abstand misst.