| Dokumentenidentifikation |
DE19646376B4 27.10.2005 |
| Titel |
Vorrichtung und Verfahren zum kontinuierlichen Beaufschlagen einer textilen Warenbahn mit Flotte |
| Anmelder |
Benninger Textile Systems AG, Uzwil, CH |
| Erfinder |
Gehrlein, Heiner, 47829 Krefeld, DE |
| Vertreter |
U. Knoblauch und Kollegen, 60322 Frankfurt |
| DE-Anmeldedatum |
09.11.1996 |
| DE-Aktenzeichen |
19646376 |
| Offenlegungstag |
14.05.1998 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
27.10.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
27.10.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
D06B 23/26
|
| IPC-Nebenklasse |
D06B 15/08
D06B 21/00
|
| Beschreibung[de] |
|
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Beaufschlagen
einer textilen Warenbahn mit Flotte mit einem Trog, in dem eine Umlenkrolle angeordnet
ist, an der die Warenbahn beim Durchlaufen des Troges anliegt. Ferner betrifft die
Erfindung ein Verfahren zum kontinuierlichen Beaufschlagen einer textilen Warenbahn
mit einer Flotte, bei dem die Warenbahn in Anlage an eine Umlenkrolle durch einen
mit Flotte gefüllten Trog geführt wird.
Bei Herstellung oder Bearbeitung von textilen Warenbahnen ist es in
einigen Verfahrensabschnitten notwendig, die Warenbahn mit einer Flotte zu beaufschlagen.
Die Flotte ist eine Flüssigkeit, die Chemikalien enthält. Die Chemikalien sollen
dann auf die Warenbahn einwirken.
Neben dem Aufbringen der Flotte durch Sprühsysteme ist es bekannt,
die Warenbahn in die Flotte einzutauchen. Die entsprechenden Vorrichtungen werden
auch als "Maximalauftragswerk" bezeichnet.
Bei diesem Auftrag der Flotte unterscheidet man nun zwischen einem
Penetrationsauftrag, bei dem die Verweilzeit der Warenbahn in der Flotte lang genug
ist, um einen Austausch zwischen der Behandlungsflotte und einer aus einem früheren
Verfahrensschritt in der Warenbahn befindlichen Flüssigkeit zu ermöglichen, und
einem Additionsauftrag, bei dem lediglich die Oberfläche der Warenbahn mit Flotte
beaufschlagt wird. Die Flotte dringt dann erst im Verlauf der weiteren Behandlung,
beispielsweise in einem Verweilabteil, in die Warenbahn vor. Ein Austausch mit bereits
in der Warenbahn befindlicher Flotte findet dann in dem Trog nicht statt. Die Wahl
der Auftragsart ist abhängig von der Art der zu behandelnden Warenbahn und von dem
gewünschten Ergebnis. In vielen Fällen möchte man beide Möglichkeiten zur Verfügung
haben. Dies ist jedoch mit Schwierigkeiten verbunden, weil man entweder für beide
Auftragsarten unterschiedliche Vorrichtungen verwenden muß oder die Umrüstung einer
Vorrichtung vom Penetrationsauftrag zum Additionsauftrag oder umgekehrt umständlich
ist.
EP 0 558 892 A1 zeigt
ein Verfahren zum Netzen einer textilen Stoffbahn. Bei kleineren Losgrößen tritt
das Problem auf, daß man den Rest der Behandlungsflotte wegschütten muß, auch wenn
noch beträchtliche Mengen davon vorhanden sind. Um diesem Mißstand abzuhelfen, wird
dort vorgeschlagen, daß man dann, wenn sich die Warenbahn dem Ende zuneigt, keine
weitere Flotte mehr in den Auftragsbehälter nachführt, sondern zuläßt, daß die Warenbahn
die Flotte verbraucht. Um trotzdem die gleiche Benutzungszeit zu erzielen, wird
die Bahngeschwindigkeit verringert.
DE 14 60 287 A zeigt
eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Beaufschlagen einer textilen Warenbahn mit
Flotte mit einem Trog, in dem eine Umlenkrolle angeordnet ist, an der die Warenbahn
beim Durchlaufen des Troges anliegt, und einer Behandlungszeit-Einstelleinrichtung,
die auf die Füllstandshöhe der Flotte im Trog einwirkt.
Bei dieser Vorrichtung zum Regulieren der Flottenmenge in einem Trog
wird durch den Trog eine zu behandelnde Bahn kontinuierlich durchgeführt. Der Trog
ist nach oben offen. In ihm ist eine Umlenkwalze angeordnet, die vollständig in
eine in dem Trog befindliche Flotte eingetaucht ist. Die Füllstandshöhe der Flotte
läßt sich dadurch verändern, daß man ein Ablaufrohr, das teleskopförmig ausgebildet
ist, weiter ausfährt oder weiter einfährt. Der Pegel der Flotte ist immer so hoch,
wie das obere Ende des Rohres. Höher anstehende Flotte fließt durch das Rohr ab.
Die Höhe der Mündung des Rohres kann über ein Hebelgestänge eingesteckt werden,
das nach außen geführt ist. An dem Hebelgestänge ist eine Anzeigemarke vorgesehen,
über die man den jeweiligen Füllstand ablesen kann.
In EP 0 093 446 A1
ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zu dessen Durchführung beschrieben, bei dem
eine wassernasse, textile Warenbahn kontinuierlich mit einer wäßrigen Imprägnierflotte
behandelt wird. Bei der Behandlung solcher nassen Warenbahnen tritt das Problem
auf, daß durch die eingeschleppte Feuchtigkeit eine zunehmende Verdünnung der Flotte
erfolgt. Um dies zu vermeiden weist die Vorrichtung vor und nach einem Imprägniertrog
Entwässerungsorgane auf, denen jeweils eine Meßanordnung zur Bestimmung der Bahnfeuchtigkeit
nachgeschaltet ist. Aus der Differenz der beiden Feuchtigkeitsmessungen wird dann
der Verbrauch an Imprägnierflotte abgeleitet, wobei eine Annahme darüber getroffen
wird, wieviel eingebrachte Feuchtigkeit auf der Warenbahn durch Imprägnierflotte
ersetzt wird. Der Imprägnierflotte, die von dem Imprägniertrog abfließt, wird daraufhin
so viel an frisch zubereiteten Flottennachsätzen mit entsprechender Konzentration
an einem Behandlungsmittel zugeführt, wie nach der Messung erforderlich ist. Danach
wird die Imprägnierflotte, die sich in einem Kreislaufsystem befindet, wieder dem
Imprägniertrog zugeleitet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine flexible Behandlung
der Warenbahn zu ermöglichen.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art
dadurch gelöst, daß eine Behandlungszeit-Einstelleinrichtung vorgesehen
ist, die auf die Füllstandshöhe der Flotte im Trog einwirkt.
Mit dieser Ausgestaltung der Vorrichtung läßt sich praktisch ohne
Umbau der Vorrichtung, ohne Änderung des Warenbahnlaufs und ohne Änderung der Geschwindigkeit
eine Umstellung vom Penetrationsauftrag zum Additionsauftrag oder umgekehrt realisieren.
Wird ein Penetrationsauftrag gewünscht, wird das Flüssigkeitsniveau der Flotte im
Trog erhöht, so daß die Verweilzeit der Warenbahn in der Flotte verlängert wird.
Wird hingegen nur ein Additionsauftrag gewünscht, wird der Flüssigkeitspegel im
Trog abgesenkt. Da der Weg der Warenbahn durch den Trog durch die Umlenkrolle definiert
ist, ergibt sich dadurch auch eine entsprechend kürzere Behandlungszeit. Die Warenbahn
taucht später in die Flotte ein und verläßt sie früher wieder. Dementsprechend kann
man bei gleicher Geschwindigkeit eine kürzere Behandlungszeit realisieren. Die einzige
Änderung, die in der Vorrichtung vorgenommen wird, ist die Veränderung der Füllstandshöhe.
Diese läßt sich aber ohne Umbau oder andere schwerwiegende Maßnahmen erreichen.
Vorzugsweise umschlingt die Warenbahn die Umlenkrolle um im wesentlichen
mindestens ihren halben Umfang, und der Füllstand ist um eine Höhe veränderbar,
die der Umschlingungshöhe der Umlenkrolle entspricht. Die Umschlingungshöhe ist
die Differenz zwischen den Punkten einerseits, an denen die Warenbahn auf die Umlenkrolle
auftrifft beziehungsweise von dort abgehoben wird und dem in Schwerkraftrichtung
tiefsten Punkt der Umlenkrolle andererseits. Wenn beispielsweise die Warenbahn die
Umlenkrolle um ihren halben Umfang umschlingt, dann entspricht die Umschlingungshöhe
dem Radius der Umlenkrolle. Mit dieser Ausgestaltung läßt sich die größtmögliche
Variationsbreite der Behandlungszeiten erzielen. Wenn der Füllstand so hoch ist,
daß die Flotte die Warenbahn gleich beim Anlegen an die Rolle beaufschlagt, dann
ist die maximal mögliche Behandlungszeit eingestellt. In diesem Fall erfolgt ein
Penetrationsauftrag. Wenn hingegen der Füllstand so weit abgesenkt worden ist, daß
gerade noch der untere Scheitelpunkt der Umlenkrolle in die Flüssigkeit eintaucht
oder die Flüssigkeitsoberfläche berührt, dann ist die kleinste Behandlungszeit eingestellt.
In diesem Fall erfolgt nur noch ein Additionsauftrag. Dazwischen sind aber fließende
Übergänge möglich, die einfach nur eine Veränderung der Füllstandshöhe bewirkt werden.
Vorzugsweise ist die Umlenkrolle als Pralltrommel ausgebildet. Eine
derartige Pralltrommel ist aus Waschmaschinen bekannt. Sie wird auch als Rillentrommel
bezeichnet. Sie kann vorzugsweise mit einem Netz oder Drahtsieb bedeckt sein, um
eine zylindrische Oberfläche zu bilden. Sie ermöglicht, daß die Behandlungsflotte
von beiden Seiten an die Warenbahn gelangt. Dies ist für die Seite der Warenbahn,
die nicht an der Pralltrommel anliegt, ohne weiteres ersichtlich. Auf der anderen
Seite der Warenbahn, d.h. der Seite, die an der Pralltrommel anliegt, kann die Flotte
zwischen der Trommel und der Warenbahn eingetragen werden. Das Vordringen wird zwar
durch Abstützelemente an der Pralltrommel etwas behindert. Die Flotte kann jedoch
nicht abfließen, ohne die Warenbahn zu beaufschlagen. Auf diese Weise erhält man
auch bei dem Flottenauftrag auf der Innenseite eine passende Warenbahnbeaufschlagung.
Hierbei ist besonders bevorzugt, daß beidseits der Warenbahn je eine
Flottenzuführeinrichtung angeordnet ist. Die in den Trog zugeführte Flotte wird
also auf beiden Seiten der Warenbahn zugeführt, so daß beide Seiten gleichmäßig
mit frischer Flotte behandelt werden können.
Mit Vorteil weist der Trog zumindest unterhalb der Umlenkrolle einen
im wesentlichen kreislinienförmigen Querschnitt auf und umgibt die Umlenkrolle unter
Bildung eines Spalts. Damit wird der Inhalt des Troges klein gehalten. Man kommt
mit relativ kleinen Flottenmengen aus. Dies ist nicht nur unter wirtschaftlichen
Gesichtspunkten interessant. Auch die Umweltbelastung kann dadurch klein gehalten
werden.
Vorzugsweise ist der Umlenkrolle eine Abstreifeinrichtung nachgeordnet,
die eine auf einem Träger angeordnete Walzenanordnung aus mindestens zwei Walzen
aufweist, wobei der Träger um eine Achse drehbar ist, die parallel zur Breitenrichtung
der Warenbahn verläuft. Durch Verdrehen des Trägers um seine Achse kann man die
spezifische Flächenpressung auf die Warenbahn erhöhen. Die Warenbahn wird dadurch
in Abhängigkeit vom Drehwinkel mehr oder weniger stark abgestreift. Dies ist insbesondere
dann interessant, wenn nachfolgende Behandlungsschritte, beispielsweise Dämpfen,
mit einer vorbestimmten Flottenbeladung durchgeführt werden sollen, beispielsweise
einer Beladung, die 100 % bis 150 % des Warenbahngewichts entspricht. Obwohl eine
derartige Abstreifeinrichtung insbesondere in Verbindung mit dem Trog mit veränderlicher
Füllstandshöhe verwendet werden kann, kann die Abstreifeinrichtung auch in Verbindung
mit anderen Flottenauftragsvorrichtungen verwendet werden. Sie gestattet auf schonende
Art und Weise ein Entfernen von überflüssiger Flotte. Die Warenbahn muß lediglich
so um die Walzenanordnung geführt werden, daß sich beim Verdrehen des Trägers eine
Verlängerung des Warenbahnlaufweges ergibt. Hierbei erhöht sich dann automatisch
der Umschlingungswinkel um die Walze, so daß sich einerseits eine erhöhte Bahnspannung
und andererseits eine vergrößerte Preßfläche ergibt. Besonders einfach läßt sich
das realisieren, wenn die Walzenanordnung zwei Walzen aufweist,
die auf einer Durchmesserlinie des Trägers angeordnet sind. Die beiden Walzen liegen
dann von entgegengesetzten Seiten an der Warenbahn an. Eine derartige Konstruktion
ist an und für sich von sogenannten Drehspannern bekannt.
Hierbei ist besonders bevorzugt, daß die Walzen mit einer Bremseinrichtung
versehen sind. Wenn die Walzen nicht nur frei mitlaufen können, sondern durch die
Bremseinrichtung verzögert werden, kann man einen weiteren Einfluß auf das Abstreifen
nehmen. Wenn die Walzen nämlich gebremst werden, erhöht sich die Seilreibung. Auch
diese trägt dann zu einem Entfernen von Flotte aus der Warenbahn bei.
Vorzugsweise ist die Abstreifeinrichtung mit einer Steuereinrichtung
verbunden, die einen Drehwinkel des Trägers und/oder ein Bremsmoment in Abhängigkeit
von warenbahnbezogenen, gespeicherten Werten einstellt. Eine derartige Steuereinrichtung
kann beispielsweise mit Hilfe eines Mikroprozessors realisiert werden. Um nicht
für jeden neuen Produktionsvorgang neue Werte vorgeben zu müssen, kann man empirisch
oder auf andere Weise ermittelte Werte, die sich für bestimmte Warenbahnarten bewährt
haben, in einem Speicher ablegen. Man muß dann bei der Behandlung der entsprechenden
Warenbahn lediglich angeben, um welche Warenbahn es sich handelt. Die Steuereinrichtung
wählt dann automatisch die richtigen Werte für den Drehwinkel bzw. das Bremsmoment.
Mit großem Vorteil ist der Abstreifeinrichtung eine Feuchtemeßeinrichtung
nachgeschaltet, die mit der Steuereinrichtung verbunden ist. Man kann dann den Drehwinkel
und/oder das Bremsmoment tatsächlich auf bestimmte Feuchtewerte regeln. Die Feuchtemeßeinrichtung
ermittelt die tatsächlich vorliegende Flottenbeladung der Warenbahn. Die Steuereinrichtung
vergleicht dies mit einem Sollwert, der warenbahnspezifisch vorgegeben ist. Bei
Abweichungen wird der Drehwinkel des Trägers und/oder das Bremsmoment verändert,
so daß sich letztendlich die gewünschte Beladung der Warenbahn mit Behandlungsflotte
ergibt.
Mit Vorteil ist die Abstreifeinrichtung oberhalb der Achse der Umlenkrolle
und seitlich dazu versetzt angeordnet. Hierdurch ergibt sich einerseits ein möglichst
großer Umschlingungswinkel um die Umlenkrolle, andererseits ermöglicht man aber
auch, daß die abgestreifte Flotte wieder in den Trog zurückfließen kann, und zwar
auf praktisch direktem Weg, so daß die Gefahr von Flottenverlusten oder einer Fehlleitung
von Flotte gering ist.
Vorteilhafterweise ist in Warenbahnlaufrichtung hinter der Umlenkrolle
eine Egalisierungszone angeordnet, die mehrere Umlenkwalzen aufweist, wobei zumindest
ab der zweiten Umlenkwalze jeder Umlenkwalze ein Tropfenfängerboden zugeordnet ist.
Insbesondere im Zusammenhang mit dem Additionsauftrag ist die nachfolgende Egalisierungszone
vorteilhaft, weil die auf der Warenbahn aufgetragene Flotte dann Zeit hat, in die
Warenbahn einzudringen und sich dort gleichmäßig zu verteilen. Die Umlenkwalzen
führen hierbei zu einem "Einmassieren" der Flotte. Dadurch, daß unter den Umlenkwalzen
Tropfenfängerböden oder Abtropfbleche angeordnet sind, kann man die Flotte, die
hier noch aus der Warenbahn entfernt wird, auffangen und gegebenenfalls zurückführen.
Insbesondere dann, wenn die Warenbahn von unten nach oben durch die Egalisierungszone
läuft, kann man auf diese Weise auch verhindern, daß die Flotte auf tieferliegende
Warenbahnabschnitte tropft.
Vorzugsweise ist die Egalisierungszone als Kaltstrecke ausgebildet.
Die Warenbahn wird also hier nicht mit erhöhter Temperatur beaufschlagt, sondern
lediglich mit Umgebungstemperatur. Dies ermöglicht es, daß die zurückgewonnene Flotte
wiederverwendet werden kann.
Mit Vorteil ist dem Trog benachbart ein Niveaubehälter angeordnet,
der mit dem Trog nach Art von kommunizierenden Röhren verbunden ist, wobei in dem
Niveaubehälter eine Füllstandshöhen-Meßeinrichtung angeordnet ist. Insbesondere
dann, wenn der Trog die Umlenkrolle unter Bildung eines relativ schmalen Spalts
von beispielsweise 10 mm umschließt, ist es schwierig, die Füllstandshöhe im Trog
mit der notwendigen Genauigkeit zu ermitteln. Wenn man nun einen Niveaubehälter
neben dem Trog anordnet und eine Verbindung nach Art von kommunizierenden Röhren
schafft, beispielsweise zwischen den jeweiligen Tiefstpunkten von Trog und Niveaubehälter,
dann entspricht die Flottenhöhe im Niveaubehälter auch der Flottenhöhe im Trog.
Im Niveaubehälter kann man aber problemlos einen Füllstandshöhenmesser, beispielsweise
einen Schwimmer, anordnen, um die Füllstandshöhe zu ermitteln. Dieser Wert gilt
dann auch für den Trog.
Vorzugsweise ist der Niveaubehälter über eine Zuführleitung mit einem
Flottenvorratsbehälter verbunden, wobei die Zuführleitung im Bereich der niedrigsten
Füllstandshöhe in den Niveaubehälter mündet. Beim Behandeln der Warenbahn, d.h.
beim Beaufschlagen mit Flotte, transportiert die Warenbahn laufend Flotte ab, die
nachgefüllt werden muß. In der Zuführleitung kann man dann beispielsweise eine steuerbare
Drossel einbauen, so daß das nachfüllen nur mit der Geschwindigkeit erfolgt, mit
der auch die Flotte aus dem Trog abtransportiert wird. Da nun die Zuführleitung
im Bereich der niedrigsten Füllstandshöhe in den Niveaubehälter mündet, wird die
zugeführte Flotte, unabhängig von der Füllstandshöhe, nicht zu einer Störung der
Messung der Füllstandshöhe beitragen.
Vorzugsweise ist eine Pumpe zwischen dem Niveaubehälter und der Flottenzuführeinrichtung
angeordnet. Damit kann man die Flotte umpumpen. Die zurückgeführte Flotte wird dann
automatisch immer mit der frisch zugeführten Flotte aus dem Flottenvorratsbehälter
vermischt, so daß eine homogene Flotte zur Verfügung steht, die praktisch über die
gesamte Behandlungsdauer auch das gleiche Behandlungsergebnis zeigt.
Die Aufgabe wird auch durch ein Verfahren der eingangs genannten Art
dadurch gelöst, daß zur Veränderung der Behandlungszeit die Füllstandshöhe im Trog
verändert wird.
Wie oben in Verbindung mit der Vorrichtung erläutert, ergibt sich
bei einem hohen Füllstand eine lange Behandlungszeit und bei einem niedrigen Füllstand
eine kurze Behandlungszeit, ohne daß bei der Vorrichtung Umbaumaßnahmen notwendig
sind und ohne daß man sonstige Prozeßparameter, etwa die Warenbahn-Laufgeschwindigkeit,
ändern müßte. Man kann beispielsweise von einem Additionsauftrag zu einem Penetrationsauftrag
oder umgekehrt übergehen. Die Art dieses Maximalauftrags der Flotte kann dann problemlos
frei gewählt werden. Es sind sogar praktisch stufenlose Übergänge möglich.
In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung kann die Füllstandshöhe
während des Durchlaufs der Warenbahn geändert werden. Dies ist insbesondere dann
von Vorteil, wenn man eine kontinuierliche Behandlung erreichen will, auf einer
Docke aber unterschiedliche Qualitäten hintereinander folgen. Man kann dann in Abhängigkeit
der Qualitäten der Warenbahn, die eine unterschiedliche Behandlung erfordern, die
Füllstandshöhe einstellen und so den Maximalauftrag der Flotte steuern.
Bevorzugterweise wird die Füllstandshöhe in Abhängigkeit von einer
Feuchtemessung der Warenbahn gesteuert. Dadurch kann bei unveränderter Produktionsgeschwindigkeit
und unabhängig von der Warenqualität oder Warenkonstruktion der Flottenauftrag konstant
gehalten werden. Die Flottenaufnahme der Warenbahn richtet sich unter anderem nach
der Dichte der Ware und der Art der verwendeten Fasern. Einige Synthetikfasern haben
ein geringeres Flottenaufnahmevermögen. Um in diesem Fall eine gleichmäßige Beaufschlagung
der Warenbahn mit Flotte zu gewährleisten, war es bisher notwendig, die Geschwindigkeit
herab- oder heraufzusetzen, was negative Auswirkungen auf andere Behandlungsabschnitte
haben konnte. Mit dem nun vorgeschlagenen Verfahren ist es möglich, durch einfaches
Verändern der Füllstandshöhe den Flottenauftag so zu steuern, daß eine gewünschte
Feuchtigkeit der Warenbahn erzielt wird.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Hierin zeigen:
1 eine schematische Darstellung einer
Auftragsvorrichtung,
2 eine Abstreifeinrichtung in einer ersten
Betriebsstellung und
3 die Abstreifeinrichtung in einer zweiten
Betriebsstellung.
Eine Vorrichtung 1 zum kontinuierlichen Beaufschlagen einer
Warenbahn 2, die die Vorrichtung in Richtung des Pfeils 3 durchläuft,
mit einer Flotte 5, beispielsweise einer Peroxid-Bleichflotte, weist einen
Trog 4 auf, der mit der Flotte 5 gefüllt ist. In den Trog
4 taucht eine Umlenkrolle 6 ein, die im vorliegenden Fall als
Pralltrommel ausgebildet ist. In der Pralltrommel 6 vorgesehene Rillen
sind durch eine gestrichelte Linie 7 dargestellt. Die Warenbahn
2 liegt zwar auf der Umlenkrolle 6 auf. Zumindest partiell ergeben
sich aber Zwischenräume zwischen der Umlenkrolle 6 und der Warenbahn
2, durch die Flotte 5 auch an die Seite der Warenbahn
2 gelangen kann, die an der Umlenkrolle 6 anliegt.
Der Trog 4 umgibt die Umlenkrolle 6 mit einem geringen
Abstand unter Ausbildung eines Spaltes 8, der eine Dicke von wenigen Millimetern,
beispielsweise 10 mm, aufweist. Auf diese Weise ist es möglich, den Inhalt des Troges,
d.h. die Menge an Flotte 5, möglichst klein zu halten.
Der Trog 4 steht über eine Leitung 9 mit einem Niveaubehälter
10 in Verbindung, und zwar dergestalt, daß der Trog 4 und der
Niveaubehälter 10 zusammen ein System von kommunizierenden Röhren bilden.
Im Niveaubehälter 10 ist ein Schwimmer 11 oder eine
andere Füllstandshöhen-Meßeinrichtung angeordnet, die kontinuierlich den Füllstand
im Niveaubehälter 10 und damit im Trog 4 an eine Steuereinrichtung
12 meldet. Der Niveaubehälter 10 ist darüber hinaus über eine
Zuführleitung 13 mit einem Vorratsbehälter 14 verbunden. In der
Zuführleitung 13 ist eine Drossel 15 angeordnet, die mit Hilfe
einer Verstelleinrichtung 16 verstellt werden kann. Die Verstelleinrichtung
16 ist mit der Steuereinrichtung 12 verbunden. Die Steuereinrichtung
12 kann damit die durch die Zuführleitung 13 strömende Flüssigkeitsmenge
beeinflussen.
Am tiefsten Punkt des Niveaubehälters 10 ist eine Pumpe
17 angeschlossen, die, ggf. über Drosseln 18, 19, mit
Spritzdüsen 20, 21 oder anderen Flottenzuführeinrichtungen
für die Warenbahn 2 verbunden ist, die auf beiden Seiten der Warenbahn
2 angeordnet sind und somit beide Seiten der Warenbahn 2 mit Flotte
5 beaufschlagen können.
In Warenbahnlaufrichtung hinter dem Trog 4 ist eine Abstreifeinrichtung
22 angeordnet, die in Verbindung mit den 2
und 3 näher erläutert ist. Die Abstreifeinrichtung
22 weist einen Träger 23 auf, der um eine Achse 24 verdrehbar
ist, die parallel zur Breitenrichtung der Warenbahn 2 verläuft. Mit anderen
Worten ist die Achse 24 des Trägers 23 parallel zu einer Achse
25 der Umlenkrolle 6. Die Achse 24 wird durch Wellenstummel
außerhalb der Warenbahn gebildet.
Auf dem Träger 23 sind Walzen 26, 27 angeordnet,
über die die Warenbahn S-förmig gelegt ist, so daß die eine Seite der Warenbahn
2 an einer Walze 26 und die andere Seite der Warenbahn
2 an der anderen Walze 27 anliegt. Jede Walze 26,
27 ist ferner mit einer Bremsscheibe 28, 29 versehen,
auf die jeweils eine Bremse 30, 31 wirkt. Mit Hilfe der Bremse
30, 31 läßt sich ein Bremsmoment auf die Bremsscheibe
28, 29 und damit auf die Walzen 26, 27 ausüben.
Die Walzen 26, 27 setzen der Warenbahn 2 dann eine gewisse
Reibungskraft nach Art einer Seilreibung entgegen.
Wenn der Träger 23 in Uhrzeigerrichtung verdreht worden ist,
wie dies in 3 dargestellt ist, dann erhöht sich die
Länge des Warenbahnverlaufs und damit die Spannung in der Warenbahn 2.
Durch eine Veränderung des Drehwinkels verändert sich die Flächenpressung. Durch
eine Veränderung des Bremsmoment verändert sich die Seilreibung. In jedem Fall ergibt
sich eine veränderte Spannung in der Warenbahn 2. Je größer die Spannung
ist, desto mehr Flotte wird aus der Warenbahn 2 abgestreift. Dieses Abstreifen
erfolgt relativ schonend.
Der Drehwinkel des Trägers 23 und das Bremsmoment der Bremsen
30, 31 wird durch die Steuereinrichtung 12 gesteuert.
Hierbei kann die Steuereinrichtung 12 einen Speicher 32 aufweisen,
in den empirisch ermittelte Werte für einzelne Warenbahnarten abgelegt sind. Man
erspart sich auf diese Weise, bei jedem Produktwechsel eine neue aufwendige Einstellung
vornehmen zu müssen.
Hinter der Abstreifeinrichtung 22 ist ein Feuchtemesser
33 angeordnet, der ebenfalls mit der Steuereinrichtung 12 verbunden
ist. Dem Feuchtemesser 33 nachgeschaltet ist eine Egalisierungszone
34, die mehrere Umlenkwalzen 35, 36 aufweist, die in
zwei nebeneinanderliegenden Reihen übereinander angeordnet sind, wobei die Reihen
der Umlenkwalzen 35, 36 gegeneinander versetzt sind. Die Warenbahn
wird hierbei im Zickzack über die Umlenkwalzen 35, 36 geführt.
Die Umlenkwalzen 35, 36 massieren dabei die aufgetragene Flotte
in die Warenbahn ein und vergleichmäßigen diese dort. Hierbei kann es vorkommen,
daß Flotte aus der Warenbahn verdrängt wird und abtropft. Zum Auffangen dieser Flotte
sind Tropfenfängerböden 37 oder Abtropfbleche vorgesehen. In nicht näher
dargestellter Weise kann dann die aufgefangene Flotte wieder in den Niveaubehälter
10 zurückgeführt werden. Dies ist insbesondere dann möglich, wenn die Egalisierungszone
34 kalt betrieben wird, also noch nicht beheizt ist. Eine Beheizung der
Warenbahn 2 findet vielmehr erst in einem nachgeordneten und nicht näher
dargestellten Dämpfer statt.
Der Feuchtemesser 33 ermittelt die Beladung der Warenbahn
2 mit Flotte 5. Die Steuereinrichtung 12 vergleicht,
ob diese Beladung dem Sollwert entspricht und steuert dann den Drehwinkel des Trägers
23 und/oder das Bremsmoment der Bremsen 30, 31, um, falls
dies nicht der Fall ist, den ermittelten Istwert mit dem Sollwert in Übereinstimmung
zu bringen. Der Feuchtemesser 33 kann vorzugsweise auch hinter der Egalisierungszone
34 angeordnet sein. Auch vor der Abstreifeinrichtung kann in nicht näher
dargestellter Weise ein Feuchtemesser angeordnet sein. Mit diesem Feuchtemesser
wird dann die Beladung der Warenbahn 2 mit Flotte 5 nach dem Durchlaufen
des Troges 4 gemessen. In Abhängigkeit von der tatsächlich erzielten Feuchte
der Warenbahn 2 nach dem Durchlaufen des Troges 4 kann dann das
Nireau im Trog eingestellt werden, um möglichst direkt die gewünschte Feuchte zu
erzielen.
Auch die von der Abstreifeinrichtung 22 abtropfende Flotte
gelangt wieder in den Niveaubehälter 10 oder in den Trog 4. Hierzu
ist die Abstreifeinrichtung 22 oberhalb der Achse 25 der Umlenkrolle
6, aber seitlich neben der Umlenkrolle 6 angeordnet, so daß die
abtropfende Flotte nicht mehr auf die Umlenkrolle 6 zurück tropft, sondern
direkt in den Niveaubehälter 10 oder den Trog 4 gelangen kann.
Über nicht näher dargestellte Verbindungen können auch die Pumpe
17 und die Drossel 18, 19 mit der Steuereinrichtung
12 verbunden sein. Diese kann dann die Umwälzung der Flotte steuern. Da
durch die Beladung der Warenbahn 2 mit Flotte 5, die beispielsweise
im Bereich von 100 % bis 150 %, bezogen auf das Gewicht der Warenbahn, liegen kann,
laufend Flotte 5 aus dem Trog abtransportiert wird, läßt sich durch eine
entsprechende Steuerung der Drossel 15 ein bestimmter Füllstand im Trog
4 einstellen. Dieser kann zwischen einer Höhe h1 (maximaler
Füllstand) und einer Höhe h2 (minimaler Füllstand) verändert werden.
Die Warenbahn 2 umschlingt die Umlenkrolle 6 um etwa 180°.
Die maximale Füllstandshöhe h1 bedeckt dann ebenfalls etwa 180° der
Umlenkrolle. Bei einem angenommen Radius der Umlenkrolle 6 von 300 mm ergibt
sich dann eine Behandlungsstrecke von etwa 942 mm. Wenn nun die
Füllstandshöhe auf die Minimalhöhe h2 abgesenkt wird, bei der die Umlenkrolle
6 und damit die Warenbahn 2 gerade noch mit ihrem unteren Scheitelpunkt
in die Flotte 5 eintauchten, ergibt sich eine Behandlungsstrecke von nur
noch 350 mm. In diesem Bereich von 350 mm bis 940 mm läßt sich die Behandlungsstrecke
praktisch stufenlos variieren. Hiermit kann sowohl ein Additionsauftrag bis zum
Flottentragevermögen der Ware als auch ein Penetrationsauftrag mit Flottenaustauschraten
von 60 % bis praktisch 100 % realisiert werden. Abhängig von der Warenstruktur und
der Produktionsgeschwindigkeit kann so die Auftragstechnik der Ware angepaßt werden
und, je nach Gegebenheit, die Vorteile jeder Auftragstechnik ausgenutzt werden.
Man wird natürlich das Niveau nicht um den gesamten Radius der Umlenkrolle
6 absenken können, weil dann nicht mehr gewährleistet ist, daß die Warenbahn
2 überhaupt noch mit der Flotte 5 in Berührung kommt. Bei dem
angenommenen Radius der Umlenkrolle 6 von ca. 300 mm kann man aber durchaus
eine Absenkung vom 280 mm realisieren, also um über 90 5 des Radius. Die Kontaktstrecke
der Ware mit der Flotte wird also drastisch reduziert. Aufgrund des geringen Flotteninhalts
des Troges und einer schnellen kontinuierlichen Erneuerung der Flotte, beispielsweise
einer Peroxid-Bleichflotte, ist eine Abkühlung der einlaufenden Warenbahn nicht
notwendig. Eine Temperaturerhöhung im Trog 4 ist bei dem Additionsauftrag
praktisch nicht zu befürchten. Es wird dann bis zum maximalen Tragevermögen der
Ware Flotte appliziert ohne Vermischung und Berücksichtigung eines Flottenaustausches
zwischen nasser Ware und Flotte. Erst in der nachfolgenden kalten Egalisierungszone
34 erfolgt eine Durchdringung des Textils.
|
| Anspruch[de] |
- Vorrichtung zum kontinuierlichen Beaufschlagen einer textilen Warenbahn
(2) mit Flotte (5) mit einem Trog (4), in dem eine Umlenkrolle
(6)angeordnet ist, an der die Warenbahn (2) beim Durchlaufen des
Troges (4) anliegt, und einer Behandlungszeit-Einstelleinrichtung (12,
15), die auf die Füllstandshöhe der Flotte (5) im Trog (4)
einwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlungszeit-Einstelleinrichtung
(12, 15) eine Steuereinrichtung (12) aufweist, die mit
einem Feuchtemesser (33) und einer Abstreifeinrichtung (22) verbunden
ist, und mit der in Abhängigkeit von der Feuchtemessung der Warenbahn (2)
die Füllstandshöhe der Flotte (5) im Trog (4) einstellbar ist.
- Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Warenbahn
(2) die Umlenkrolle (6) um im wesentlichen mindestens ihren halben
Umfang umschlingt und der Füllstand um eine Höhe (h1–h2)
veränderbar ist, die der Umschlingungshöhe der Umlenkrolle entspricht.
- Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Umlenkrolle (6) als Pralltrommel ausgebildet ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß beidseits der Warenbahn (2) je eine Flottenzuführeinrichtung (20,
21) angeordnet ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Trog (4) zumindest unterhalb der Umlenkrolle (6) einen
im wesentlichen kreislinienförmigen Querschnitt aufweist und die Umlenkrolle (6)
unter Bildung eines Spalts (8) umgibt.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Umlenkrolle (6) eine Abstreifeinrichtung (22) nachgeordnet
ist, die eine auf einem Träger (23) angeordnete Walzenanordnung aus mindestens
zwei Walzen (26, 27) aufweist, wobei der Träger (23)
um eine Achse (24) drehbar ist, die parallel zur Breitenrichtung der Warenbahn
(2) verläuft.
- Vorrichtung nach Anspruch 6; dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen
(26, 27) mit einer Bremseinrichtung (28–31)
versehen sind.
- Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abstreifeinrichtung (22) mit einer Steuereinrichtung (12) verbunden
ist, die einen Drehwinkel des Trägers (23) und/oder ein Bremsmoment in
Abhängigkeit von warenbahnbezogenen, gespeicherten Werten einstellt.
- Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstreifeinrichtung
(22) eine Feuchtemeßeinrichtung (33) nachgeschaltet ist, die mit
der Steuereinrichtung (12) verbunden ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abstreifeinrichtung (22) oberhalb der Achse (25) der Umlenkrolle
(6) und seitlich dazu versetzt angeordnet ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß in Warenbahnlaufrichtung hinter der Umlenkrolle (6) eine Egalisierungszone
(34) angeordnet ist, die mehrere Umlenkwalzen (35, 36)
aufweist, wobei zumindest ab der zweiten Umlenkwalze jeder Umlenkwalze (35,
36) ein Tropfenfängerboden (37) zugeordnet ist.
- Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Egalisierungszone
(34) als Kaltstrecke ausgebildet ist.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß dem Trog (4) benachbart ein Niveaubehälter (10)
angeordnet ist, der mit dem Trog (4) nach Art von kommunizierenden Röhren
verbunden ist, wobei in dem Niveaubehälter (10) eine Füllstandshöhen-Meßeinrichtung
(11) angeordnet ist.
- Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Niveaubehälter
(10) über eine Zuführleitung (13) mit einem Flottenvorratsbehälter
(14) verbunden ist, wobei die Zuführleitung (13) im Bereich der
niedrigsten Füllstandshöhe in den Niveaubehälter (10) mündet.
- Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Pumpe (17) zwischen dem Niveaubehälter (10) und der Flottenzuführeinrichtung
(20, 21) angeordnet ist.
- Verfahren zum kontinuierlichen Beaufschlagen einer textilen Warenbahn
(2) mit Flotte (5) bei dem die Warenbahn (2) in Anlage
an eine Umlenkrolle (6) durch einen mit Flotte (5) gefüllten Trog
(4) geführt wird, wobei zur Veränderung der Behandlungszeit die Füllstandshöhe
im Trog (4) verändert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllstandshöhe
während des Durchlaufs der Warenbahn (2) in Abhängigkeit von einer hinter
einer gesteuerten Abstreifeinrichtung (22) angeordneten Feuchtemessung
der Warenbahn (2) eingestellt wird.
- Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllstandshöhe
in Abhängigkeit von einer Feuchtemessung der Warenbahn gesteuert wird.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen
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