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Dokumentenidentifikation DE19916013B4 27.10.2005
Titel Abdeckvorrichtung für ein Festplattenlaufwerk
Anmelder Samsung Electronics Co., Ltd., Suwon, Kyonggi, KR
Erfinder Kim, Youn-Tai, Kwachon, Kyonggi, KR
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Anmeldedatum 09.04.1999
DE-Aktenzeichen 19916013
Offenlegungstag 14.10.1999
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.10.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.10.2005
IPC-Hauptklasse G11B 33/08
IPC-Nebenklasse G11B 33/12   F16F 15/073   F16B 9/02   B32B 1/00   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Abdeckvorrichtung für ein Festplattenlaufwerk gemäß den Oberbegriffen der Patentansprüche 1 und 5.

Im allgemeinen ist ein Festplattenlaufwerk, das die Funktion eines Hilfsspeichers erfüllt, ein wichtiges Element eines Computers. Die hohe Kapazität von Festplattenlaufwerken, die durch die hohe Aufzeichnungsdichte ermöglicht wird, wird als unabdingbar für eine moderne Multimedia-Umgebung angesehen. Daher ist im Gebiet der Festplattenlaufwerke ein Wettlauf um Marktanteile entstanden, in dem versucht wird, die hohe Kapazität durch Herstellen neuer Schreib/Lese-Köpfe und neuer Medien mit innovativeren technischen Entwicklungen zu erreichen.

Ein Festplattenlaufwerk ist ein präzises mechanisch-elektronisches Produkt, das elektronische und mechanische Komponenten enthält. Ein Festplattenlaufwerk, das als einer von mehreren Hilfsspeichern verwendet wird, dient der Aufzeichnung und der Wiedergabe von Informationen auf eine bzw. von einer Platte mit magnetischer Suszeptibilität, indem an einen Schreib/Lese-Kopf, der als Elektromagnet arbeitet, digitale Signale übertragen werden.

In den 1 und 2 ist ein Festplattenlaufwerk des Standes der Technik gezeigt. Wie in 1 gezeigt ist, umfasst ein herkömmliches Festplattenlaufwerk eine Grundplatte 100, eine Abdeckung 200, die an der Grundplatte 100 befestigt ist, sowie eine Dichtung 150, die zwischen die Grundplatte 100 und die Abdeckung 200 eingefügt ist. In dem Festplattenlaufwerk ist an der Grundplatte 100 ein Aktuator 20 angebracht, der um eine Schwenkwelle 160 schwenkt, ferner ist an einer Nabe eines Spindelmotors 10 wenigstens eine Magnetplatte angebracht, die sich mit hoher Drehzahl dreht. Das Bezugszeichen A1 bezeichnet die Drehwelle des Spindelmotors 10, während das Bezugszeichen A2 die Schwenkachse der Schwenkwelle 160 des Aktuators 20 bezeichnet.

Wie in den 1 und 3 gezeigt ist, ist die Abdeckung 200 des Festplattenlaufwerks des Standes der Technik an der Grundplatte 8 an acht Unterstützungspunkten mittels Schrauben S1 bis S4 befestigt. Mit anderen Worten, die Abdeckung 200 ist an ihren vier Eckabschnitten mit vier Befestigungsbohrungen 110 versehen, durch die vier Schrauben S1 verlaufen, um die Abdeckung 200 an der Grundplatte 100 zu befestigen. Außerdem sind in der Abdeckung 200 in den Mittelabschnitten ihrer beiden Längsseiten zwei Befestigungsbohrungen 120 ausgebildet, durch die zwei Schrauben S2 verlaufen, um die Abdeckung 200 an der Grundplatte 100 zu befestigen. Schließlich sind in der Abdeckung 200 zwei Befestigungsbohrungen 130 und 140 an Positionen ausgebildet, die der Achse A2 der Schwenkwelle 160 des Aktuators 20 bzw. der Achse A1 der Drehwelle des Spindelmotors 10 entsprechen. Durch die beiden Befestigungsbohrungen 130 und 140 verlaufen zwei Schrauben S4 bzw. S3, um die Abdeckung 200 an der Schwenkwelle 160 des Aktuators 20 bzw. mit der Drehwelle des Spindelmotors 10 zu befestigen.

Die Abdeckung 200 wird durch Gießen von Aluminium mit ungefähr 120g hergestellt. Darüber hinaus ist auf die untere Oberfläche der Abdeckung 200 eine Beschichtung aufgebracht, um Schwingungen und Geräusche zu dämpfen, die erzeugt werden, wenn sich der Spindelmotor 10 mit hoher Geschwindigkeit dreht und der Aktuator 20 um die Schwenkwelle 160 geschwenkt wird, ferner wird durch die Beschichtung eine Korrosion der Grundplatte 100 und der Abdeckung 200 verhindert.

Bei der Abdeckung des Festplattenlaufwerks des Standes der Technik bestehen jedoch die folgenden Nachteile: Da die Abdeckung des Festplattenlaufwerks durch Aluminiumguss hergestellt wird, ist die Abmessungsgenauigkeit gering, ferner ist eine Nachbearbeitung erforderlich, um Grate zu entfernen, die erzeugt werden, wenn die Abdeckung gegossen wird.

Da die getrennte Beschichtung auf die Abdeckung aufgebracht werden muss, nachdem der Aluminiumgießvorgang abgeschlossen ist, muss weiterhin eine Reinigungsprozedur vorgesehen werden, die ihrerseits die Herstellungskosten erhöht.

Außerdem verstärkt die Abdeckung, die durch Aluminiumguss oder Pressbearbeitung einer Aluminiumplatte hergestellt wird, die Schwingungen, die von der Drehwelle des Spindelmotors und/oder von der Schwenkwelle des Aktuators übertragen werden, wodurch die Durchlässigkeit für Schwingungen verstärkt wird. Obwohl zwischen der Abdeckung und der Drehwelle und/oder der Schwenkwelle ein Dämpfungsmaterial verwendet wird, wird zur Beseitigung des obengenannten Problems ein Klebstoff verwendet, so dass ein Ausgasen auftritt und die Herstellungskosten ansteigen.

Selbst wenn die Abdeckung aus Kunststoff hergestellt ist, werden Schwingungen und Geräusche erzeugt, wenn sich der Spindelmotor dreht und wenn der Aktuator geschwenkt wird, die nicht ausreichend gedämpft werden, ferner ist in diesem Fall die Starrheit der Abdeckung geringer. Da ferner die Abdeckung an der Grundplatte mittels Schrauben aus rostfreiem Stahl befestigt ist, werden Kunststoffteile erzeugt, die auf die wenigstens eine Magnetplatte gelangen können, wenn die Schrauben durch die in der Abdeckung definierten Befestigungsbohrungen geschoben werden. Diese Erzeugung von Kunststoffteilen und deren Eindringen in das Festplattenlaufwerk verringert die Zuverlässigkeit des Festplattenlaufwerks ernsthaft.

Eine der Oberbegriffen der Patentansprüchen und 5 entsprechende, aus der US 5 875 067 A bekannte Abdeckvorrichtung für ein Festplattenlaufwerk weist einen Spindelmotor mit einer Drehwelle zum Drehen einer Platte, einen um eine Schwenkwelle schwenkbaren Aktuator und einen Schreib/Lese-Kopf auf. Zur Anbringung des Spindelmotors und des Aktuators ist eine Grundplatte vorgesehen, an der eine aus Aluminium hergestellte Abdeckung angebracht ist.

Aus der DE 196 17 412 A1 ist ein scheibenförmiges Befestigungselement, das zur Schwingungsdämpfung einer rotierenden Trommel eingesetzt wird, bekannt.

Die US 5 483 397 offenbart eine Abdeckvorrichtung für einen Disk-Antrieb, der eine kreisförmige Beilagscheibe mit einem vertieften Mittelbereich, der sich konisch von einem Flanschbereich erstreckt, und eine Mittelöffnung zum Einsetzen einer Schraube, die mit der Spindelwelle befestigt wird, aufweist. Der Flanschbereich ist an einer Unterseite einer Abdeckung angeordnet. Eine Dämpfung wird durch eine zusätzliche Schicht aus einem viskoelastischen Material zwischen der Beilagscheibe und der Unterseite der Abdeckung erzielt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Abdeckvorrichtung für ein Festplattenlaufwerk zu schaffen, die bei platzsparendem Aufbau eine gute Schwingungsdämpfung aufweist.

Diese Aufgabe wird durch die in den Patentansprüchen 1 und 5 angegebenen Merkmale gelöst.

Erfindungsgemäß ist gemäß einer ersten Ausführungsform eine dünne Platte koaxial zur Drehwelle und/oder zur Schwenkwelle angeordnet, ist aus Kunststoff hergestellt und weist eine solche Dicke auf, dass Schwingungen und Geräusche, die aus der Umgebung der Drehwelle und/oder der Schwenkwelle auf die Abdeckung übertragen werden, gedämpft werden. Die dünne Platte weist einen kreisförmigen Bodenwandabschnitt mit einer mittigen Öffnung, einen zylindrischen Seitenwandabschnitt, der an seinem unteren Ende einteilig mit dem Bodenwandabschnitt ausgebildet ist, und einen oberen Flanschabschnitt auf, der am oberen Ende des zylindrischen Seitenwandabschnitts ausgebildet ist und mehrere Schlitze besitzt, die radial verlaufen und in Umfangsrichtung voneinander beabstandet sind. Dadurch können Schwingungen, die in einer Richtung geneigt in eine Längsachse der Spindelwelle und der Schwenkwelle des Aktuators verlaufen, gedämpft werden. Da der äußere Flanschabschnitt der dünnen Platte in die Umfangswand der Öffnung eingegossen ist, ergibt sich ein besonders platzsparender Aufbau.

Gemäß einer zweiten Ausführungsform ist eine dünne Platte deckungsgleich über einem Arbeitsbereich des Aktuators aus der aus Kunststoff ausgebildeten Abdeckung befestigt, wobei die dünne Platte eine solche Dicke aufweist, dass Schwingungen und Geräusche, die aus der Umgebung der Schwenkwelle des Aktuators und aus dem Arbeitsbereich des Aktuators an die Abdeckung übertragen werden, gedämpft werden. Die dünne Platte besitzt einen kreissektorförmigen Umriss, einen kreisförmigen Bodenwandabschnitt mit einer mittigen Öffnung und einen zylindrischen Seitenwandabschnitt, der an seinem unteren Ende einteilig mit dem kreisförmigen Bodenwandabschnitt ausgebildet ist, sowie mehrere Erhöhungen und Vertiefungen, die abwechselnd in der Weise ausgebildet sind, dass sie sich über dem Arbeitsbereich des Aktuators befinden. Die Erhöhungen und Vertiefungen sind in die Abdeckung eingegossen und weisen eine solche Höhe auf, dass die Vertiefungen an der unteren Oberfläche der Abdeckung nach außen frei liegen und die Erhöhungen an der oberen Oberfläche der Abdeckung nach außen frei liegen: Dadurch wird bei platzsparender Bauweise eine effektive Schwingungsdämpfung erzielt.

Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen näher erläutert. Darin zeigen:

1 die bereits erwähnte perspektivische Explosionsansicht eines Festplattenlaufwerks des Standes der Technik;

2 die bereits erwähnte teilweise vergrößerte Querschnittsansicht zur Erläuterung der Struktur des Festplattenlaufwerks nach 1;

3 die bereits erwähnte perspektivische Ansicht zur Erläuterung des äußeren Erscheinungsbildes einer Abdeckung des Festplattenlaufwerks nach 1;

4 eine perspektivische Ansicht einer Abdeckung eines Festplattenlaufwerks gemäß einer ersten Ausführung der Erfindung, an der eine erste dünne Platte befestigt ist;

5 eine perspektivische Ansicht zur Erläuterung des äußeren Erscheinungsbildes der ersten dünnen Platte nach 4;

6 eine Teilquerschnittsansicht zur Erläuterung der Installation der ersten dünnen Platte nach 4;

7 eine teilweise vergrößerte Querschnittsansicht zur Erläuterung eines Zustands, in dem die erste dünne Platte am Festplattenlaufwerk befestigt ist;

8 eine perspektivische Ansicht zur Erläuterung einer Abdeckung eines Festplattenlaufwerks gemäß einer zweiten Ausführung der Erfindung, an der eine zweite dünne Platte befestigt ist;

9 eine Draufsicht der Abdeckung nach 8;

10 eine Unteransicht der Abdeckung nach 8;

11 eine perspektivische Ansicht zur Erläuterung des äußeren Erscheinungsbildes der zweiten dünnen Platte nach 8; und

12 eine teilweise aufgerissene und geschnittene perspektivische Ansicht zur Erläuterung eines Zustandes, in dem die zweite dünne Platte am Festplattenlaufwerk befestigt ist.

In der Zeichnung sind gleiche oder ähnliche Elemente in sämtlichen Figuren mit denselben Bezugszeichen bezeichnet. In der folgenden Beschreibung werden bekannte Funktionen und Konfigurationen weggelassen, damit der Erfindungsgegenstand deutlich hervortritt.

4 ist eine perspektivische Ansicht einer Abdeckung eines Festplattenlaufwerks, an der eine erste dünne Platte gemäß einer Ausführung der Erfindung befestigt ist. 5 ist eine perspektivische Ansicht, die das äußere Erscheinungsbild der ersten dünnen Platte nach 4 veranschaulicht. 6 ist eine Teilquerschnittsansicht zur Erläuterung der Installation der ersten dünnen Platte nach 5.

Wie in 4 gezeigt ist, ist eine Abdeckung 400 eines Festplattenlaufwerks der Erfindung aus Kunststoff hergestellt und an der Grundplatte 1 an vorgegebenen Positionen mittels mehrerer Schrauben befestigt.

Die Abdeckung 400 ist an ihren vier Eckabschnitten mit vier Befestigungsbohrungen 410 versehen, durch die vier Schrauben gesteckt werden können, um die Abdeckung 400 an der Grundplatte 100 zu befestigen. Außerdem ist die Abdeckung 400 in den Mittelabschnitten ihrer beiden Längsseiten mit zwei Befestigungsbohrungen 420 versehen, durch die zwei Schrauben gesteckt werden, um die Abdeckung 400 mit der Grundplatte 100 zu befestigen. Schließlich sind in der Abdeckung 400 zwei Öffnungen 404 an Positionen ausgebildet, die der Drehwelle des Spindelmotors 10 bzw. der Schwenkwelle 160 des Aktuators 20 entsprechen.

Für die beiden Öffnungen 404 sind zwei erste Platten 40 vorgesehen, derart, dass deren Achsen auf die Drehwelle A1 des Spindelmotors 10 bzw. auf die Schwenkachse A2 der Schwenkwelle 160 des Aktuators 20 ausgerichtet sind. Der Zweck der zwei ersten Platten 40 ist, Schwingungen und Geräusche, die erzeugt werden, wenn sich der Spindelmotor 10 dreht und der Aktuator 20 um die Schwenkwelle 160 geschwenkt wird, zu dämpfen. Wenn die Abdeckung 400 hergestellt ist, werden die beiden ersten Platten 40 an zylindrischen Wänden der Abdeckung 400, die die beiden Öffnungen 400 definieren, durch Einpressgießen befestigt.

Wie in 5 gezeigt ist, ist die erste Platte 40 gemäß einer ersten Ausführung der Erfindung eine kreisförmige dünne Platte aus rostfreiem Stahl. Jede erste dünne Platte 40 besitzt einen eingetieften Bodenwandabschnitt 40a, einen zylindrischen Seitenwandabschnitt 40e, der mit seinem unteren Ende einteilig mit dem Bodenwandabschnitt 40a ausgebildet ist, und einen äußeren Flanschabschnitt 40d, der einteilig mit dem oberen Ende des zylindrischen Seitenwandabschnitts 40e ausgebildet ist. Der eingetiefte Bodenwandabschnitt 40a besitzt eine mittige Öffnung 40b, durch die eine Schraube verläuft, die die Abdeckung 400 an der Drehwelle des Spindelmotors 10 bzw. an der Schwenkwelle 160 des Aktuators 20 befestigt. Im äußeren Flanschabschnitt 40d sind mehrere Schlitze 40c ausgebildet, die radial verlaufen und in Umfangsrichtung voneinander beabstandet sind.

Wenn, wie in 6 gezeigt ist, die beiden ersten dünnen Platten 40 durch Einpressgießen in der Abdeckung 400 angebracht sind, sind die jeweiligen äußeren Flanschabschnitte 40d, wovon jeder mit mehreren Schlitzen 40c ausgebildet ist, in die zylindrischen Wände der Abdeckung 400 eingebettet, die die beiden Öffnungen 404 definieren, während der eingetiefte Bodenwandabschnitt 40a in einem geringen Maß über die untere Oberfläche 402 der Abdeckung 400 vorsteht.

Um die beiden Öffnungen 404 an der oberen Oberfläche der Abdeckung 400 sind kreisförmige Aussparungen 403 ausgebildet, an denen jeweils ein Versiegelungsetikett angebracht werden kann. Die beiden ersten dünnen Platten 40 sind unterhalb der beiden kreisförmigen Aussparungen 403 angebracht. Ferner stehen die Bodenwandabschnitte 40a der ersten dünnen Platte 40 wie oben erwähnt um einen geringen Betrag über die untere Oberfläche 402 der Abdeckung 400 vor.

Wie in 7 gezeigt ist, sind die ersten dünnen Platten 40, die mittels Einpressgießens an der Abdeckung 400 angebracht sind, an der Drehwelle des Spindelmotors 10 bzw. an der Schwenkwelle 160 des Aktuators 20 mittels Schrauben S3 bzw. S4, die durch die mittigen Öffnungen 40b verlaufen, befestigt. Da die Schrauben S3 und S4 und die ersten dünnen Platten 40 aus demselben Material hergestellt sind, wird verhindert, dass Fremdpartikel in den Innenraum des Festplattenlaufwerks gelangen. Der Grund hierfür besteht darin, dass der Kontakt zwischen Elementen, die aus demselben Material hergestellt sind, eine ausgezeichnete Dichtungswirkung schafft.

Zusätzlich zu der Tatsache, dass die Schwingungen und Geräusche, die erzeugt werden, wenn sich die Drehwelle des Spindelmotors 10 dreht und/oder die Schwenkwelle 160 des Aktuators 20 geschwenkt wird, durch die ersten dünnen Platten 40 absorbiert werden, werden die Schwingungen und Geräusche auch durch die Kunststoffabdeckung 400 gedämpft.

8 ist eine perspektivische Ansicht, die eine Abdeckung eines Festplattenlaufwerks zeigt, an der eine zweite dünne Platte gemäß einer zweiten Ausführung der Erfindung befestigt ist. 9 ist eine Draufsicht der Abdeckung nach 8, während 10 eine Unteransicht der Abdeckung nach 8 ist.

Die Abdeckung 800 gemäß der zweiten Ausführung ist an ihren vier Eckabschnitten mit vier Befestigungsbohrungen 810 versehen, durch die vier Schrauben verlaufen, um die Abdeckung 800 an der Grundplatte zu befestigen. Außerdem ist die Abdeckung 800 in den Mittelabschnitten ihrer beiden Längsseiten mit zwei Befestigungsbohrungen 820 versehen, durch die Schrauben verlaufen, um die Abdeckung 800 an der Grundplatte zu befestigen.

Wie in den 8 bis 10 gezeigt ist, ist die erste dünne Platte 40 gemäß der ersten Ausführung durch Einpressgießen an der Abdeckung 800 in der Weise angebracht, dass ihre Achse auf die Drehwelle A1 des Spindelmotors 10 ausgerichtet ist, während über einem Arbeitsbereich des Aktuators 20 eine zweite dünne Platte 80 gemäß der zweiten Ausführung angebracht ist. Die zweite dünne Platte 80 besitzt eine Konfiguration, die von derjenigen der ersten dünnen Platte 40 verschieden ist.

Wenn während des Betriebs des Festplattenlaufwerks die Drehwelle des Spindelmotors 10 gedreht wird, werden im Bereich der Drehwelle A1 Schwingungen und Geräusche erzeugt, ferner werden im Arbeitsbereich des Aktuators 20 Schwingungen und Geräusche erzeugt, wenn der Aktuator 20 um die Schwenkachse A2 geschwenkt wird. Mit anderen Worten, der Arbeitsbereich des Aktuators 20, der um die Schwenkachse A2 geschwenkt wird, besitzt einen kreissektorförmigen Umriss, weshalb die zweite dünne Platte 80 ebenfalls eine kreissektorförmige Konfiguration besitzt, die an der Abdeckung 800 mittels Einpressgießens angebracht ist.

Die zweite dünne Platte 80 ist dazu vorgesehen, die Schwingungen und Geräusche zu dämpfen, die im Arbeitsbereich mit dem kreissektorförmigen Umriss erzeugt werden, wenn der Aktuator 20 um die Schwenkachse A2 geschwenkt wird. Die zweite dünne Platte 80 ist aus demselben Material wie die erste dünne Platte 40 hergestellt. Wenn die zweite dünne Platte 80 an der Schwenkwelle 160 des Aktuators 20 mittels einer Schraube befestigt ist, wird eine zufriedenstellende Dichtungswirkung erhalten, da die Schraube und die zweite dünne Platte 80 aus dem gleichen Material hergestellt sind. Der Grund hierfür besteht darin, dass ein Kontakt zwischen Elementen, die aus demselben Material hergestellt sind, eine ausgezeichnete Dichtungswirkung schafft.

Wie in den 11 und 12 gezeigt ist, besitzt die zweite dünne Platte 80, die an der Abdeckung 800 mittels Einpressgießens befestigt ist, mehrere Erhöhungen 80d und Vertiefungen 80c, die abwechselnd in der Weise ausgebildet sind, dass sie sich über dem Arbeitsbereich des Aktuators 20 befinden, um Schwingungen und Geräusche zu dämpfen, die im Arbeitsbereich erzeugt werden. Die mehreren Erhöhungen 80d und Vertiefungen 80c absorbieren wirksam die Schwingungen und Geräusche, wenn die zweite dünne Platte 80 an der Abdeckung 800 mittels Einsatzgusses angebracht ist.

Die zweite dünne Platte 80 besitzt an ihrem einen Ende einen kreisförmigen Bodenwandabschnitt 80a mit einer mittigen Öffnung 80b sowie einen zylindrischen Seitenwandabschnitt, der an seinem unteren Ende einteilig mit dem kreisförmigen Bodenwandabschnitt 80a ausgebildet ist und an seinem oberen Ende mit dem Bereich der mehreren Erhöhungen 80d und Vertiefungen 80c einteilig ausgebildet ist. Der kreisförmige Bodenwandabschnitt 80a und der zylindrische Seitenwandabschnitt sind in bezug auf die Schwenkwelle 160 des Aktuators 20 koaxial angeordnet, um Schwingungen und Geräusche zu dämpfen, die im Bereich der Schwenkwelle 160 erzeugt werden.

Wenn die Abdeckung 800 an der Grundplatte 100 angebracht ist, ist der kreisförmige Bodenwandabschnitt 80a der Schwenkwelle 160 des Aktuators 20 zugewandt, ferner sind die mehreren Erhöhungen 80d und Vertiefungen 80c dem Aktuator 20 zugewandt. Wenn weiterhin die zweite dünne Platte 80 mittels Einpressgießens an der Abdeckung 80 angebracht ist, liegen die Vertiefungen 80c an der unteren Oberfläche der Abdeckung 80 nach außen frei, während die Erhöhungen 80d an der oberen Oberfläche der Abdeckung 80 nach außen freiliegen.

Daher besitzt die Abdeckvorrichtung der Erfindung eine Struktur, bei der die dünnen Platten, die aus einem von demjenigen der Abdeckung verschiedenen Material hergestellt sind, an der Abdeckung mittels Einpressgießens befestigt sind, um Schwingungen und Geräusche, die erzeugt werden, wenn der Spindelmotor und/oder der Aktuator gedreht werden, auf einen minimalen Wert zu dämpfen.

Wie oben beschrieben worden ist, besitzt die Abdeckvorrichtung für Festplattenlaufwerke der Erfindung die folgenden Vorteile: Da wenigstens eine dünne Platte, die aus einem von demjenigen der Abdeckung verschiedenen Material hergestellt ist, an der Abdeckung mittels Einpressgießens angebracht ist, um Schwingungen und Geräusche zu dämpfen, die erzeugt werden, wenn der Spindelmotor und/oder der Aktuator gedreht werden, werden diese Schwingungen und Geräusche effektiv minimiert. Ferner können die Produktivität und die Zuverlässigkeit des Endprodukts verbessert werden.


Anspruch[de]
  1. Abdeckvorrichtung für ein Festplattenlaufwerk, das einen Spindelmotor (10) mit einer Drehwelle zum Drehen einer Platte, einen Aktuator (20), der um eine Schwenkwelle (160) schwenkt und an seinem entfernten Ende einen Schreib/Lese-Kopf besitzt, der zum Schreiben/Lesen von Daten über die Platte geschwenkt wird, eine Grundplatte (100) für die Anbringung des Spindelmotors (10) und des Aktuators (20) sowie eine Abdeckung (400; 800), die an der Grundplatte (100) befestigt ist, enthält, wobei die Abdeckung (400; 800) jeweils eine Öffnung (404) aufweist, die entlang einer Achse (A1; A2) der Drehwelle des Spindelmotors (10) und der Schwenkwelle (160) des Aktuators (20) verläuft,

    gekennzeichnet durch

    wenigstens eine dünne Platte (40), die an der aus Kunststoff hergestellten Abdeckung (400; 800) in der Weise befestigt ist, dass sie koaxial zur Drehwelle und/oder zur Schwenkwelle (160) angeordnet ist und eine solche Dicke aufweist, daß Schwingungen und Geräusche, die aus der Umgebung der Drehwelle und/oder der Schwenkwelle (160) an die Abdeckung (400; 800) übertragen werden, gedämpft werden, wobei

    die dünne Platte (40) einen kreisförmigen Bodenwandabschnitt (40a) mit einer mittigen Öffnung (40b), einen zylindrischen Seitenwandabschnitt (40e), der an seinem unteren Ende einteilig mit dem Bodenwandabschnitt (40a) ausgebildet ist, und einen äußeren Flanschabschnitt (40d), der am oberen Ende des zylindrischen Seitenwandabschnitts (40e) ausgebildet ist und mehrere Schlitze (40c) besitzt, die radial verlaufen und in Umfangsrichtung voneinander beabstandet sind, enthält, und wobei

    der äußere Flanschabschnitt (40d) der dünnen Platte (40) in die Umfangswand der Öffnung (404) eingegossen ist.
  2. Abdeckvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die dünne Platte (40) aus demselben Material wie die Drehwelle und/oder die Schwenkwelle (160) hergestellt ist.
  3. Abdeckvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (400; 800) an der Grundplatte (100) mittels mehrerer Schrauben (S1 bis S4) befestigt ist, die aus demselben Material wie die dünne Platte (40) hergestellt sind.
  4. Abdeckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die dünne Platte (40) aus rostfreiem Stahl hergestellt ist.
  5. Abdeckvorrichtung für ein Festplattenlaufwerk, das einen Spindelmotor (10) mit einer Drehwelle zum Drehen einer Platte, einen Aktuator (20), der um eine Schwenkwelle (160) schwenkt und an seinem entfernten Ende einen Schreib/Lese-Kopf besitzt, der zum Schreiben/Lesen von Daten über die Platte geschwenkt wird, eine Grundplatte (100) für die Anbringung des Spindelmotors (10) und des Aktuators (20) sowie eine Abdeckung (800), die an der Grundplatte (100) befestigt ist, enthält,

    gekennzeichnet durch

    eine dünne Platte (80), die an der aus Kunststoff hergestellten Abdeckung (800) in der Weise befestigt ist, dass sie deckungsgleich über einem Arbeitsbereich des Aktuators (20) angeordnet ist und eine solche Dicke aufweist, daß Schwingungen und Geräusche, die aus der Umgebung der Schwenkwelle (160) des Aktuators (20) und aus dem Arbeitsbereich des Aktuators (20) an die Abdeckung (800) übertragen werden, gedämpft werden, wobei

    die dünne Platte (80) einen kreissektorförmigen Umriß besitzt, einen kreisförmigen Bodenwandabschnitt (80a) mit einer mittigen Öffnung (80b) und einen zylindrischen Seitenwandabschnitt, der an seinem unteren Ende einteilig mit dem kreisförmigen Bodenwandabschnitt (80a) ausgebildet ist, aufweist, sowie mehrere Erhöhungen (80d) und Vertiefungen (80c), die abwechselnd in der Weise ausgebildet sind, dass sie sich über dem Arbeitsbereich des Aktuators (20) befinden, aufweist, wobei der zylindrische Seitenwandabschnitt an seinem oberen Ende mit den mehreren Erhöhungen (80d) und Vertiefungen (80c) einteilig ausgebildet ist, derart, dass sie koaxial zur Schwenkwelle (160) des Aktuators (20) angeordnet sind, und wobei

    die mehreren Erhöhungen (80c) und Vertiefungen (80d) in die Abdeckung (800) eingegossen sind und eine solche Höhe haben, daß die Vertiefungen (80d) an der unteren Oberfläche der Abdeckung (800) nach außen frei liegen und die Erhöhungen (80c) an der oberen Oberfläche der Abdeckung (800) nach außen frei liegen.
  6. Abdeckvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die dünne Platte (80) aus demselben Material wie die Schwenkwelle (160) des Aktuators (20) hergestellt ist.
  7. Abdeckvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die dünne Platte (80) aus rostfreiem Stahl hergestellt ist.
Es folgen 11 Blatt Zeichnungen






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