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Dokumentenidentifikation DE202004011922U1 27.10.2005
Titel Leitermarkierungshülse mit Aufnahmetaschen
Anmelder Weidmüller Interface GmbH & Co. KG, 32758 Detmold, DE
Vertreter Loesenbeck und Kollegen, 33613 Bielefeld
DE-Aktenzeichen 202004011922
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 27.10.2005
Registration date 22.09.2005
Application date from patent application 30.07.2004
IPC-Hauptklasse G09F 7/18
IPC-Nebenklasse H01B 7/36   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Leitermarkierungshülse nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Derartige Leitermarkierungshülsen mit einer Aufnahmetasche für Markierer wie Einsteckschilder oder dgl. sind aus dem Stand der Technik bekannt. Ebenfalls bekannt ist es, die Aufnahmetasche durch einen Steg in zwei direkt aneinandergrenzende Kammern zu unterteilen, um zwei Einsteckschilder unterzubringen.

Es ist die Aufgabe der Erfindung, die Erkennbarkeit der Markierer für einen Betrachter wie einen Monteur weiter zu verbessern.

Die Erfindung löst diese Aufgabe durch den Gegenstand des Anspruchs 1.

Danach sind wenigstens ein oder mehrere weitere Aufnahmetaschen für einsteckbare Markierer vorgesehen, wobei sich die Ansatzbereiche von wenigstens zwei der Aufnahmetaschen am Grundkörper nicht berühren und nicht direkt nach Art aneinander grenzender Kammern ineinander übergehen, was auf einfache Weise und ohne Mehrkosten eine gute Erkennbarkeit aus verschiedensten, insbesondere auch gegenüberliegenden Richtungen sichert.

Vorteilhafte Ausgestaltungen sind den übrigen Unteransprüchen zu entnehmen.

Nach einer optionalen Weiterbildung oder nach einer alternativen Ausgestaltung, die auch für sich eine Erfindung darstellt, sind am Grundkörper zwei der Aufsteckfalten zum Ausgleich verschiedener Leiterdurchmesser und wenigstens eine oder vorzugsweise zwei Aufnahmetaschen für einen Markierer verteilt. Vorzugsweise liegen die beiden Aufsteckfalten und/oder zwei der Aufnahmetaschen einander am Grundkörper gegenüber.

Hierdurch wird mit einfachen Mitteln eine Leitermarkierungshülse realisiert, in die auf einfache Weise Leiter mit besonders unterschiedlichen Durchmessern guter Rundumerkennbarkeit der Markierer einschiebbar sind.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezug auf die Zeichnung anhand von Ausführungsbeispielen näher beschrieben.

Es zeigen:

18 verschiedene Ansichten der axialen Enden verschiedener erfindungsgemäßer Leitermarkierungshülsen; und

9ad eine weitere Leitermarkierungshülse mit darin eingesetzten Leitern verschiedenen Durchmessers.

1 zeigt eine an ihren beiden axialen Enden offene, einstöckig ausgebildete Leitermarkierungshülse 1 mit einem schlauchartigen Grundkörper 2, der eine Aufsteckfalte 3 zum Aufstecken auf einen hier nicht dargestellten Leiter aufweist.

Am Außenumfang des schlauchartigen Grundkörpers 2 sind mehrere – hier zwei – hülsenartige und hier ebenfalls axial offene Aufnahmetaschen 4, 5 derart verteilt, dass sie am Außenumfang um ca. 180° zueinander versetzt sind.

Die Aufnahmetaschen 4, 5 setzen direkt als nach Art eines Kreissegmentes am Grundkörper 2 an, wobei sich die Ansatzbereiche 8 der Aufnahmetaschen 4, 5 am Grundkörper 2 nicht berühren bzw. nicht direkt nach Art aneinander grenzender Kammern ineinander übergehen.

Hierdurch wird erreicht, dass die Aufnahmetaschen 4, 5 derart voneinander beabstandet am Außenumfang der Grundkörper 2 verteilt sind, dass sie anders als direkt aneinander grenzende Kammern aus deutlich unterschiedlichen Richtungen gut erkennbar sind.

Der Winkel, um den die Aufnahmetaschen 4, 5 zueinander versetzt am Außenumfang des Grundkörpers 2 angeordnet sind, kann größer, gleich oder auch kleiner als 180° sein und z.B. nur 90° betragen. Vorteilhaft ist, dass wenigstens zwei oder sämtliche der Aufnahmetaschen 4, 5 am Außenumfang nicht direkt ineinander übergehen, um einen genügenden Abstand am Außenumfang des Grundkörpers 2 zu garantieren, was zu einer verbesserten Erkennbarkeit der Markierer – z.B. von Markierungsschildern 9 – am Leiter führt.

Alternativ ist es auch möglich, mehr als zwei, insbesondere drei (2) oder vier ( 3) Aufnahmetaschen 4, 5, 6, 7 am Außenumfang zu verteilen.

Bevorzugt werden die Aufnahmetaschen 4, 5, 6, 7 aus transparentem Kunststoff gefertigt und am Grundkörper 2 in dem Bereich angeordnet und verteilt, welcher der Aufsteckfalte 3 gegenüber liegt.

Dabei können die Aufnahmetaschen je nach Einsatzzweck größer oder kleiner ausgestaltet werden oder aber sie sind stets gleich groß, um stets gleiche Markierer einsetzen zu können, wobei Größe und Form des Grundkörpers 2 je nach Einsatzzweck und Leitergröße und -art variieren können (vergleiche 1, 4 und 6 mit Grundkörpern, die eine mehr oder weniger U- oder V-förmige Schnittgeometrie im Bereich der Aufnahmetaschen 4, 5, 6, 7 aufweisen und die auch teilweise für verschiedene Leiterquerschnitte geeignet sind.

Die Aufnahmetaschen 4, 5, 6, 7 aus vorzugsweise durchsichtigem Kunststoff und die übrigen Grundkörper 2 aus einem gegebenenfalls nicht transparentem Kunststoff können je nach Einsatzzweck beliebig am Grundkörper 2 verteilt werden, so symmetrisch zu einer Symmetrieebene S oder aber auch asymmetrisch zu dieser Ebene (z.B. um 90° zueinander versetzt, wobei nach 7 und 8 jeweils eine der Aufnahmetaschen 4, 5, 6, 7 direkt gegenüber der Aufsteckfalte 3 in der Symmetrieebene S liegt und die weitere seitlich der Symmetrieebene S). Die zwei oder mehr Taschen können auch zur Anzeige verschiedener Informationen (Leiterende oder -anfang) genutzt werden. Die Einkerbungen 10 dienen zum Einschub der Markierungsschilder 9.

9ad zeigen eine weitere Leitermarkierungshülse 1 mit darin eingesetzten Leitern 11 verschiedenen Durchmessers. Diese Leitermarkierungshülse 1 weist wiederum einen im entspannten Zustand nahezu quadratischen Grundkörper 2 auf und zwei am Grundkörper 2 mit einem Versatz von 180° zueinander angeordnete bzw. einander am Grundkörper 2 diametral gegenüberliegenden Aufnahmetaschen 4, 5 mit vom Grundkörper weg erstreckenden Auflagestegen 14 für Markierer, welche jeweils an beiden Seiten durch Materialstege 12 des Grundkörpers 2 miteinander verbunden sind.

In jeden dieser beiden Materialstege 12 des Grundkörpers 2 ist jeweils eine Aufsteckfalte 3a, b eingebracht, welche wiederum vorzugsweise um 180° versetzt zueinander am Grundkörper 2 quasi in spiegelsymmetrischer Anordnung zur sich axial durch die Markierungshülse erstreckenden Ebene E liegen sind bzw. einander am Grundkörper 2 diametral gegenüberliegen.

Derart wird auf einfache Weise und mit wenigen Mitteln eine kompakte Leitermarkierungshülse realisiert, welche durch einen „doppelten" Ausgleichsbereich der zwei Aufsteckfalten 3a, b Leiter 11 mit besonders unterschiedlichen Durchmessern einsteckbar sind.

Je kleiner der Durchmesser dabei wird (siehe den fortschreitenden Übergang von 9a zu 9d), desto weiter wird ein eingeschobener Leiter in einen der beiden „Aufnahmeräume" 13 seitlich der inneren, aufeinander zu gerichteten Enden der Aufsteckfalten 3 eingeklemmt, so dass auch sehr dünne (9d) oder sehr große Durchmesser sicher aufgenommen werden (9a), wobei im letzteren Fall die beiden Aufsteckfalten 3 deutlich gedehnt werden. Die beiden Aufnahmetaschen 4, 5 gewährleisten dabei eine leichte „Rundumerkennbarkeit" der eingeschobenen Markierungen.

1Leitermarkierungshülse 2Grundkörper 3Aufsteckfalte 4–7Aufnahmetaschen 8Ansatzbereiche 9Markierungsschilder 10Einkerbung 11Leiter 12Materialstege 13Aufnahmeräume 14Auflagestege SSymmetrieebene EEbene

Anspruch[de]
  1. Leitermarkierungshülse (1) mit einem schlauchartigen Grundkörper (2) und vorzugsweise einer Aufsteckfalte (3) zum Aufstecken auf einen Leiter, und einer an den Außenumfang des Grundkörpers angeformten Aufnahmetasche (4, 5) für einen Markierer, insbesondere ein Markierungsschild (9), gekennzeichnet durch wenigstens ein oder mehrere weitere Aufnahmetaschen für die Markierer, wobei sich die Ansatzbereiche (8) von wenigstens zwei der Aufnahmetaschen (4, 5) am Grundkörper (2) nicht berühren und nicht direkt nach Art aneinander grenzender Kammern ineinander übergehen.
  2. Leitermarkierungshülse (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmetaschen (4, 5) am Außenumfang um 90 bis 180° zueinander versetzt angeordnet sind.
  3. Leitermarkierungshülse (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmetaschen (4, 5) jeweils nach Art eines Kreissegmentes ausgebildet sind, das direkt am Grundkörper (2) ansetzt.
  4. Leitermarkierungshülse (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmetaschen (4, 5) derart voneinander beabstandet am Außenumfang des Grundkörpers (2) verteilt sind, dass sie aus einander gegenüber liegenden Richtungen lesbar sind.
  5. Leitermarkierungshülse (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei, insbesondere drei (2) oder vier ( 3) Aufnahmetaschen 4, 5, 6, 7 am Außenumfang des Grundkörpers (2) verteilt sind.
  6. Leitermarkierungshülse (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmetaschen (4, 5, 6, 7) am Grundkörper (2) in dem Bereich angeordnet und verteilt sind, welcher der Aufsteckfalte (3) gegenüber liegt.
  7. Leitermarkierungshülse (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmetaschen 4, 5, 6, 7 symmetrisch zu einer Symmetrieebene S oder aber auch asymmetrisch zu dieser Ebene angeordnet sind.
  8. Leitermarkierungshülse (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche oder nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Grundkörper (2) zwei der Aufsteckfalten (3) zum Ausgleich verschiedener Leiterdurchmesser und wenigstens eine oder vorzugsweise zwei der Aufnahmetaschen (4, 5) für jeweils einen Markierer verteilt sind.
  9. Leitermarkierungshülse (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Aufsteckfalten (3) einander am Grundkörper (2) gegenüberliegen.
  10. Leitermarkierungshülse (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwei der Aufnahmetaschen (4, 5) einander am Grundkörper (2) gegenüberliegen.
Es folgen 9 Blatt Zeichnungen






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