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Dokumentenidentifikation DE202005010754U1 27.10.2005
Titel Leitungssystem für Saug- und Druck-Betrieb mit für Einrichtungs-Betrieb geeigneter Pumpe
Anmelder Ballan Ökotechnik GmbH, 50829 Köln, DE
DE-Aktenzeichen 202005010754
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 27.10.2005
Registration date 22.09.2005
Application date from patent application 08.07.2005
IPC-Hauptklasse F17D 1/08
IPC-Nebenklasse F17D 1/02   F17D 3/03   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Leitungssystem zur Förderung von Flüssigkeiten, das die Flüssigkeit in beide Richtungen fördern kann und mit einer Pumpe ausgerüstet ist, die nur in eine Richtung fördern kann.

In mobilen und ortsfesten Leitungssystemen zum Fördern von Flüssigkeiten werden häufig Pumpen, die nur in eine Richtung fördern können, eingesetzt. Solche Pumpen und die Leitungssysteme, in die diese Pumpen fest installiert sind, können nur in eine Richtung fördern. Für Zweirichtungs-Betrieb ist deshalb der Einsatz von für Zwei-Richtungsbetrieb geeignete Pumpen notwendig oder das Leitungssystem muß so aufgebaut sein, dass der Strom mittels Schieber- oder Ventilsteuerung Strom so geleitet wird, dass bei beiden Förderrichtungen die Pumpe nur in einer Richtung durchströmt wird. Eine Veränderung der Förderrichtung mittels Ventil- oder Schiebersteuerung erfordert ein kompliziertes Leitungssystem, was einerseits einen hohen Platzbedarf hat und außerdem einen großen Strömungswiderstand bietet.

Eine weit verbreitete Pumpenbauart für Einrichtungsbetrieb ist die Kreiselpumpe. Aufgrund ihrer Bauweise ist sie preiswert in der Anschaffung und unempfindlich gegen Störungen aller Art. Pumpen. die für Zweirichtungsbetrieb geeignet sind, sind in der Regel Verdrängerpumpen, die teuer und empfindlich gegenüber in der Flüssigkeit befindliche Fremdkörper sind.

Eine auf vorliegender Erfindung beruhende Anordnung vermeidet die Nachteile einer Zweirichtungs-Pumpe kann aber in einem einfach aufgebauten Leitungssystem das zu fördernde Medium in beide Richtungen fördern.

Das Leitungssystem besteht aus zwei Zweigen (4, 5), zwischen denen eine Pumpe (1) angeordnet ist. Sie kann zwei miteinander austauschbare Betriebs-Positionen einnehmen, wobei in der einen Betriebs-Position die saugseitige Anschlussöffnung (3) der Pumpe (1) mit dem einen Zweig (4) des Leitungssystems und die druckseitige Anschlussöffnung (2) der Pumpe (1) mit dem anderen Zweig (5) des Leitungssystem jeweils druckdicht verbunden ist und in der anderen Betriebsposition die Anschlussöffnungen (2, 3) der Pumpe (1) miteinander vertauscht sind.

In einer Ausführungsform führt die druckseitige (2) und die saugseitige (3) Anschlussöffnung der Pumpe (1) in jeweils ein mit dieser fest verbundenes druckseitiges (6) bzw. saugseitiges (7) Kupplungsstück. Beide Kupplungsstücke sind in Form und Lage symmetrisch zueinander und mit ihren Achsen parallel zueinander. Beide Zweige des Leitungssystems (4, 5) führen in mit diesen fest verbundene, in Form und relativer Lage passend zu den Kupplungsstücken der Pumpe angeordnete Kupplungsgegenstücke (8, 10). Zwischen je einem Kupplungsstück und Kupplungsgegenstück werden durch Verspannen mit Spannvorrichtungen (9, 11) druckdichte Verbindungen hergestellt. Der Wechsel der Förderrichtung geschieht durch

  • – Öffnen der Spannvorrichtungen (9, 11), Anheben der Pumpe (1) und damit einhergehend Abheben der Kupplungsstücke (6, 7) von den Kupplungsgegenstücken (8, 10),
  • – Drehen der Pumpe (1) um 180° um eine Achse (12), die die Symmetrieachse der beiden Achsen der Kupplungsstücke (6, 7) bildet,
  • – Absenken der Pumpe (1) und damit einhergehend Fügen der Kupplungsgegenstücke (8, 10) mit den nun vertauschten Kupplungsstücken (6, 7) und
  • – Schließen der Spannvorrichtungen (9, 11).

In einer anderen Ausführungsform führt die druckseitige (2) und die saugseitige (3) Anschlussöffnung der Pumpe (1) in jeweils ein mit dieser fest verbundenes druckseitiges (6) bzw. saugseitiges (7) Kupplungsstück. Beide Kupplungsstücke (6, 7) sind in Form und Lage symmetrisch zueinander und ihre Achsen stehen in beliebigem Winkel zueinander. Beide Zweige (4, 5) des Leitungssystems führen in mit diesen fest verbundene, in Form und relativer Lage passend zu den Kupplungsstücken der Pumpe angeordnete Kupplungsgegenstücke (8, 10). Zwischen je einem Kupplungsstück und Kupplungsgegenstück werden durch Verspannen mit Spannvorrichtungen (9, 11) druckdichte Verbindungen hergestellt. Der Wechsel der Förderrichtung geschieht durch

  • – Lösen der Spannvorrichtungen (9, 11),
  • – Wegfahren der Pumpe (1) von dem einen Zweig (4) des Leitungssystems und Wegfahren des anderen Zweigs (5) des Leitungssystems von der Pumpe (1) und damit einhergehend Abheben der beiden Kupplungsstücke (6, 7) von den jeweiligen Kupplungsgegenstücken (8, 10),
  • – Drehen der Pumpe um 180° um eine Achse (12), die die Symmetrieachse zu den Achsen beider Kupplungsstücke darstellt,
  • – Heranfahren der Pumpe (1) an den einen Zweig (4) des Leitungssystem und Heranfahren des anderen Zweiges (5) des Leitungssystems an die Pumpe (1) und damit einhergehend Fügen der Kupplungsgegenstücke (8, 10) mit den nunmehr vertauschen Kupplungsstücken (6, 7) und
  • – Schließen der Spannvorrichtungen (9, 11).

In einer weiteren Ausführungsform führt die druckseitige (2) und die saugseitige (3) Anschlussöffnung der Pumpe in jeweils ein mit dieser fest verbundenes druckseitiges (6) bzw. saugseitiges (7) Kupplungsstück Beide Kupplungsstücke (6, 7) sind in Form und Lage symmetrisch zueinander und ihre Achsen stehen in beliebigem Winkel zueinander. Der eine Zweig (4) des Leitungssystems ist in seiner Lage verstellbar und führt in ein mit diesem fest verbundenes Kupplungsgegenstück (8), das mit einem der beiden Kupplungsstücke (6, 7) durch Verspannen mittels Spannvorrichtung (9) in druckdichter Verbindung steht. Der Wechsel der Förderrichtung geschieht durch

  • – Lösen der Spannvorrichtung (9),
  • – Wegfahren der Pumpe (1) von dem einen Zweig (4) des Leitungssystems und damit einhergehend Abheben des einen der beiden Kupplungsstücke (6, 7) vom Kupplungsgegenstück (8),
  • – Drehen der Pumpe (1) um 180° um eine Achse (12), die die Symmetrieachse zu den Achsen beider Kupplungsstücke (6, 7) darstellt,
  • – Heranfahren der Pumpe (1) an den einen Zweig (4) des Leitungssystem und damit einhergehend Fügen des einen Kupplungsgegenstücks (8) mit dem nunmehr anderen der beiden Kupplungsstücke (6, 7) und
  • – Schließen der Spannvorrichtung (9).

Der andere Zweig (5) des Leitungssystem wird von dem einen der beiden Kupplungsstücke (6, 7) gebildet, das jeweils von dem einen Zweig (4) des Leitungssystem abgewandt ist.


Anspruch[de]
  1. Ein für die Förderung von flüssigen und gasförmigen Medien vorgesehenes Leitungssystem, zwischen dessen zwei Zweigen eine Pumpe, die ein Medium nur in eine Richtung fördern kann, angeordnet ist, und das geeignet ist, das Medium in zwei Richtungen zu fördern dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpe zwei miteinander austauschbare Betriebs-Positionen einnehmen kann, wobei in der einen Betriebs-Position die saugseitige Anschlussöffnung der Pumpe mit dem einen Zweig des Leitungssystems und die druckseitige Anschlussöffnung der Pumpe mit dem anderen Zweig des Leitungssystem jeweils druckdicht verbunden ist und dass in der anderen Betriebsposition die Anschlussöffnungen der Pumpe miteinander vertauscht sind.
  2. Leitungssystem nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die druckseitige und die saugseitige Anschlussöffnung der Pumpe in jeweils ein mit dieser fest verbundenes druckseitiges bzw. saugseitiges Kupplungsstück führt, dass beide Kupplungsstücke in Form und Lage symmetrisch zueinander und mit ihren Achsen parallel zueinander sind, dass beide Zweige des Leitungssystems in mit diesen fest verbundene, in Form und relativer Lage passend zu den Kupplungsstücken der Pumpe angeordnete Kupplungsgegenstücke führen, dass zwischen je einem Kupplungsstück und Kupplungsgegenstück druckdichte Verbindungen durch Verspannen mit Spannvorrichtungen hergestellt werden und dass der Wechsel der Förderrichtung durch

    – Öffnen der Spannvorrichtungen, Anheben der Pumpe und damit einhergehend Abheben der Kupplungsstücke von den Kupplungsgegenstücken,

    – Drehen der Pumpe um 180° um eine Achse, die die Symmetrieachse der beiden Achsen der Kupplungsstücke bildet,

    – Absenken der Pumpe und damit einhergehend Fügen der Kupplungsgegenstücke mit den nun vertauschten Kupplungsstücken und

    – Schließen der Spannvorrichtungen geschieht.
  3. Leitungssystem nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die druckseitige und die saugseitige Anschlussöffnung der Pumpe in jeweils ein mit dieser fest verbundenes druckseitiges bzw. saugseitiges Kupplungsstück führt, dass beide Kupplungsstücke in Form und Lage symmetrisch zueinander und ihre Achsen in beliebigem Winkel zueinander stehen, dass beide Zweige des Leitungssystems in mit diesen fest verbundene, in Form und relativer Lage passend zu den Kupplungsstücken der Pumpe angeordnete Kupplungsgegenstücke führen, dass zwischen je einem Kupplungsstück und Kupplungsgegenstück druckdichte Verbindungen durch Verspannen mit Spannvorrichtungen hergestellt werden und dass der Wechsel der Förderrichtung durch

    – Lösen der Spannvorrichtungen,

    – Wegfahren der Pumpe von dem einen Zweig des Leitungssystems und Wegfahren des anderen Zweigs des Leitungssystems von der Pumpe und damit einhergehend Abheben der beiden Kupplungsstücke von den jeweiligen Kupplungsgegenstücken,

    – Drehen der Pumpe um 180° um eine Achse, die die Symmetrieachse zu den Achsen beider Kupplungsstücke darstellt,

    – Heranfahren der Pumpe an den einen Zweig des Leitungssystem und Heranfahren des anderen Zweiges des Leitungssystems an die Pumpe und damit einhergehend Fügen der Kupplungsgegenstücke mit den nunmehr vertauschen Kupplungsstücken und

    – Schließen der Spannvorrichtungen geschieht.
  4. Leitungssystem nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die druckseitige und die saugseitige Anschlussöffnung der Pumpe in jeweils ein mit dieser fest verbundenes druckseitiges bzw. saugseitiges Kupplungsstück führt, dass beide Kupplungsstücke in Form und Lage symmetrisch zueinander und ihre Achsen in beliebigem Winkel zueinander stehen, dass der eine Zweig des Leitungssystems in seiner Lage verstellbar ist und in ein mit diesem fest verbundenes Kupplungsgegenstück führt, das mit einem Kupplungsstück durch Verspannen mittels Spannvorrichtung in druckdichter Verbindung steht und dass der Wechsel der Förderrichtung durch

    – Lösen der Spannvorrichtung,

    – Wegfahren der Pumpe von dem einen Zweig des Leitungssystems und damit einhergehend Abheben des einen der beiden Kupplungsstücke vom Kupplungsgegenstück,

    – Drehen der Pumpe um 180° um eine Achse, die die Symmetrieachse zu den Achsen beider Kupplungsstücke darstellt,

    – Heranfahren der Pumpe an den einen Zweig des Leitungssystem und damit einhergehend Fügen des einen Kupplungsgegenstücks mit dem nunmehr anderen der beiden Kupplungsstücke und

    – Schließen der Spannvorrichtung geschieht.

    und dass der andere Zweig des Leitungssystem von dem Kupplungsstück gebildet wird, das von dem einen Zweig des Leitungssystem abgewandt ist.
Es folgen 9 Blatt Zeichnungen






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