TECHNISCHES GEBIET
Die Offenlegung betrifft das Zahnradwälzfräsen und insbesondere einen
Wälzfräser, der ein Planrad erzeugt und abrasiv endfertigt, gemäß der Präambel von
Anspruch 1.
HINTERGRUND
Zahnräder, die bei Anwendungen verwendet werden, deren Komponenten
mit extrem hohen Drehzahlen rotieren (z. B. Kraftfahrzeug- und Flugzeugantriebsstränge),
erfordern im Allgemeinen, dass die Zahnräder mit hoher Präzision gefertigt werden.
Eine solche Präzision erfordert normalerweise eine sorgfältig durchstrukturiertes
Fertigungsverfahren in mehreren Schritten, bei dem das Zahnrad zuerst gefräst wird,
um Zähne zu erzeugen, die der gewünschten Endform innerhalb einer kleinen Toleranzgrenze
nahe kommen, dann aus der Fräsvorrichtung entfernt und in einer Endfertigungs-Fräs-
oder -Schleifvorrichtung angeordnet wird, die die Zähne zu der präzisen Form mit
den richtigen Abmessungen bilden.
Die im Stand der Technik verwendeten Kunststoffzahnräder werden typischerweise
mit speziellen Wälzfräsen an Standard-Fräseinrichtungen gefräst. Einige der Schwierigkeiten,
denen man bei der Verwendung spezieller Einrichtungen in Verbindung mit Standard-Fräseinrichtungen,
um Kunststoffzahnräder zu erzeugen, begegnet, umfassen Abstandsprobleme bei der
Positionierung der Fräser an einem Mehrfachstart-Fräser, die Durchbiegung des Kunststoffmateriales
des Werkstücks während des Fräsens, das Zurückbleiben von Kunststoffgraten an dem
Werkstück nach dem Fräsen, und Abweichungen von der Fräser-Standardwerkzeugbestückung,
was die Möglichkeit begrenzt, die Abweichungen innerhalb der gesamten Zahnradgeometrie
zu minimieren.
Darüber hinaus erhöht ein Fertigungsverfahren in mehreren Schritten,
bei dem ein gefrästes Zahnrad aus einer Vorrichtung entfernt wird, um in einer weiteren
Vorrichtung für die Endverarbeitung angeordnet zu werden, den Bearbeitungsaufwand
des Zahnrades und erhöht daher die dem Endprodukt zugehörigen Arbeitskosten.
Die JP 62-44310 offenbart einen Wälzfräser mit einem Fräsabschnitt
und einem benachbarten Abtragabschnitt, wobei der Fräsabschnitt und der Abtragabschnitt
trennbare Abschnitte sind, deren koppelnde axiale Enden miteinander gekoppelt sind.
Die Zähne der Fräs- und der Abtragabschnitte sind entlang der Länge des Wälzfräsers
axial beabstandet und von einem Ende des Fräsabschnittes zum dem gegenüber liegenden
Ende des Abtragabschnittes unterbrochen. Bei diesem offenbarten Wälzfräser müssen
die Zähne des Abtragabschnittes getrennt mit der Fläche des gefrästen Zahnradzahnes
wieder in Eingriff treten, nachdem sich dieser Abschnitt des gefrästen Rades von
dem Fräsabschnitt weg und über die Kupplung zwischen den Fräs- und Abtragabschnitten
bewegt hat.
Ein erneutes In-Eingriff-Treten des Abtragabschnittes mit dem Zahnradzahn,
nachdem dieser den Fräsabschnitt ausser Eingriff gesetzt hat, kann in unerwünschtem
Verschleiß oder Spannungen des Zahnradzahnes resultieren.
Es wird daher ein Verfahren zum Wälzfräsen von Zahnrädern benötigt,
bei dem die vorstehend erwähnten Nachteile verringert werden.
ZUSAMMENFASSUNG
Ein Wälzfräser wird verwendet, um Planräder aus nichtmetallischen
Materialien zu erzeugen und abrasiv endzufertigen. Bei einer typischen Anwendung
wird die Gleichlauffähigkeit einer CNC-Wälzfräsmaschine verwendet, um das Verhältnis
einer Fräsmaschine zu einem Werkstück aufrechtzuerhalten, während der Fräser und
das Werkstück gehandhabt werden, um ein endgefertigtes Planrad bei minimalem Eingreifen
eines Bedieners herzustellen.
Die vorliegende Erfindung stellt einen Wälzfräser mit einem Körperabschnitt
bereit, der ein erstes Ende und ein zweites Ende aufweist, wobei der Körperabschnitt
entlang einer Längsachse angeordnet ist. Ein Fräsabschnitt definiert einen ersten
Teil des Körperabschnittes, wobei der Fräsabschnitt ein erstes und ein zweites Ende
aufweist, wobei das erste Ende des Fräsabschnittes neben dem ersten Ende des Körperabschnittes
angeordnet ist. Ein Abtragabschnitt definiert einen zweiten Teil des Körperabschnittes,
wobei der Abtragabschnitt ein erstes Ende und ein zweites Ende aufweist, wobei das
zweite Ende des Abtragabschnittes neben dem zweiten Ende des Körperabschnittes angeordnet
ist. In dem Fräsabschnitt und dem Abtragabschnitt befindet sich eine Schrägverzahnung,
wobei sich eine längs gerichtete Spannut in dem Fräsabschnitt durch die Verzahnung
des Fräsabschnittes erstreckt und an dem zweiten Ende des Fräsabschnittes endet.
Das zweite Ende des Fräsabschnittes hängt mit dem ersten Ende des Abtragabschnittes
zusammen, und die Schrägverzahnung ist innerhalb des Fräsabschnittes und des Abtragabschnittes
von dem ersten Ende des Fräsabschnittes bis zu dem zweiten Ende des Abtragabschnittes
kontinuierlich angeordnet.
Bei einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst der Fräsabschnitt
eine Vielzahl von Fräszähnen, die benachbart zueinander und spiralförmig
angeordnet sind, und durch die sich mindestens eine Spannut erstreckt, die an einer
Stirnseite eines jeden von den Zähnen eine Fräsfläche und an der Rückseite eines
jeden von den Zähnen eine Ablauffläche definiert. Eine obere Kante ist zwischen
der Fräsfläche und der Ablauffläche ausgebildet, und ein Verbindungspunkt der oberen
Kante und der Fräsfläche bildet einen Fräspunkt. Jeder von den Zähnen wird in Eingriff
gebracht, um dem Fräser zu erlauben, einen "Span" in dem Werkstück zu erzeugen.
Der Abtragabschnitt des Fräsers umfasst eine Vielzahl von abtragenden Zähnen, die
nebeneinander angeordnet, kontinuierlich ausgebildet und spiralförmig angeordnet
sind. Eine abrasive Oberfläche ist auf dem Fräsabschnitt des Fräsers angebracht,
um das Fräsen des Werkstückes zu erleichtern.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht ein Verfahren zum Erzeugen eines
Planrades und beinhaltet die Verwendung eines Wälzfräsers um Zähne in ein Werkstück
zu fräsen und die in das Werkstück gefrästen Zähne unter Verwendung eines abtragenden
Abschnitts in mechanischer Verbindung mit dem Fräser in einer sequenziellen Weise
abzutragen. Die Verwendung des Wälzfräsers, um die Zähne zu fräsen, beinhaltet das
In-Eingriff-Treten eines Fräsabschnittes des Wälzfräsers mit dem Werkstück. Das
Fräsen und Abtragen des Werkstückes kann durch die Verwendung einer CNC-Fräsmaschine
angelenkt werden.
Der offenbarte Wälzfräser in Übereinstimmung mit seiner richtigen
Verfahrensanwendung erlaubt, dass die Zähne eines gefertigten Planrades in einem
einzelnen Verarbeitungsschritt genauer geformt und bemessen werden. Genauigkeit
bei den Abmessungen des Planrades minimiert Material- und Herstellungskosten im
Zusammenhang mit dem Fertigungsverfahren, bei dem der Abfall von Rohmaterial begrenzt
und der zur Fertigung des Zahnrades erforderlich Arbeitsaufwand minimiert wird.
Dies erlaubt die Herstellung eines Zahnrades höherer Qualität, während eine bessere
Gesamtfunktionalität des Systems, in das die Zahnräder eingebaut werden, sichergestellt
wird.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
1 ist die perspektivische Ansicht einer
Ausführungsform eines Wälzfräsers mit einem Fräsabschnitt und einem daneben angeordneten
Abtragabschnitt.
2 ist eine Draufsicht der bevorzugten
Ausführungsform des Wälzfräsers.
3 ist eine seitliche Querschnittsansicht
des Körperabschnittes des Wälzfräsers, die eine Fräszahnanordnung zeigt.
4 ist eine Draufsicht eines Abschnittes
des Körperabschnittes des Wälzfräsers, das die Fräszahnanordnung zeigt.
5A ist eine seitliche Querschnittsansicht
des Körperabschnittes einer alternativen Ausführungsform des Wälzfräsers, die eine
Fräszahnanordnung zeigt.
5B ist eine seitliche Querschnittsansicht
eines Körperabschnittes einer Ausführungsform des Wälzfräsers, die eine Fräszahnanordnung
zeigt.
6 ist eine perspektivische Ansicht des
Abtragabschnittes des Körperabschnittes des Wälzfräsers.
7 ist eine schematische Darstellung des
Abtragabschnittes des Wälzfräsers, die den Voreinstellwinkel der abtragenden Zähne
zeigt.
8 ist eine seitliche Querschnittansicht
einer Ausführungsform eines Wälzfräsers mit einer Vielzahl von Spannuten in dem
Fräsabschnitt.
9 ist die perspektivische Ansicht einer
Ausführungsform eines Wälzfräsers, der keine Spannuten in dem Fräsabschnitt aufweist,
und wobei die Fräszähne Flankenoberflächen aufweisen, die so angeordnet sind, dass
sie ein Werkstück abtragen, wobei diese nicht Teil der Erfindung ist.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
Die abrasive Erzeugung von nichtmetallischen Planrädern wird durch
eine Fräsvorrichtung wie unten stehend beschrieben und in den beigefügten Figs.
gezeigt durchgeführt. Die Fräsvorrichtung umfasst einen Fräsabschnitt zum Erzeugen
eines Planrades und einem Abtragabschnitt zum gleichzeitigen Endfertigen des Zahnrades.
Die Gleichlauffähigkeiten einer typischen CNC-Fräsmaschine werden verwendet, um
das Verhältnis der Fräsvorrichtung zu einem Werkstück, aus dem das Planrad erzeugt
wird, zu erhalten. Die Fräsvorrichtung wird um ihre Längsachse herum rotiert, um
den Zahn des Planrades zu erzeugen, während sie axial translatorisch bewegt wird,
um den erzeugten Zahn abrasiv endzufertigen. Dieses System erlaubt die verbesserte
Steuerung der Zahnradform, während es ein feineres Polieren an den Flankenoberflächen
der Zahnradzähne und die Entfernung von großen Graten, die als Ergebnis des Bearbeitungsverfahrens
erzeugt werden, erlaubt. Obwohl die Beschreibung und die Figs. nur eine spezifische
Ausführungsform der Fräsvorrichtung darstellen, ist für den Fachmann einzusehen,
dass eine Vielzahl von Abwandlungen in die Konstruktion eingebaut werden kann, um
eine Vielzahl von Konfigurationen von Planrad/Zahnrad-Sätzen bereitzustellen.
Unter Bezugnahme auf die 1 und
2 ist der Wälzfräser im Allgemeinen bei
10 dargestellt, und hierin im Folgenden als "Fräser 10" bezeichnet.
Der Fräser 10 umfasst einen Körperabschnitt, im Allgemeinen bei
12 gezeigt, mit einem Fräsabschnitt, im Allgemeinen bei 14 gezeigt,
der über etwa einer Hälfte der Länge des Körperabschnitts 12 angeordnet
ist, und einen daneben angeordneten Abtragabschnitt, im Allgemeinen bei
16 gezeigt, der über dem Rest der Länge des Körperabschnittes
12 angeordnet ist. Der Abtragabschnitt 16 ist unten stehend unter
Bezugnahme auf 6 beschrieben. Der Fräsabschnitt
14 umfasst eine Vielzahl von Fräszähnen 18, die neben einander
angeordnet sind, und mindestens eine Spannut 20 aufweisen, die sich hierdurch
parallel zu einer Längsachse 22 des Körperabschnitts 12 erstreckt.
Die Fräszähne 18 sind in einer Schrägverzahnungsanordnung angeordnet. Die
Spannut 20 wird unten stehend unter Bezugnahme auf die 3
und 4 weiter beschrieben.
Unter nunmehriger Bezugnahme auf die 3
und 4 sind Fräszähne 18 in größerem
Detail dargestellt. Jeder Fräszahn 18 ist über den Umfang eines Querschnitts
des Körperabschnitts 12 verteilt, und ist als ein Vorsprung gestaltet,
der sich normal von einer Oberfläche des Körperabchnittes 12 erstreckt.
Der Körperabschnitt 12 rotiert in der durch den Pfeil 24 gezeigten
Richtung, um das Planrad (nicht gezeigt) aus dem Werkstück (nicht gezeigt) zu erzeugen.
Eine "Front" und ein "Rücken" eines jeden Fräszahnes 18 ist durch die Spannut
20 definiert, die verwendet wird, um Späne in dem Werkstück zu erzeugen,
um die Zähne des Planrades zu bilden. Bei einer Ausführungsform des Fräsers
10 erstreckt sich eine einzelne Spannut 20 in Längsrichtung entlang
des Körperabschnitts 12 parallel zu einer Drehachse 28 des Fräsers
10, die der Längsachse 22 des Körperabschnitts 12 entspricht.
Die Breite der Spannut 20 ist so, dass der Rücken eines jeden Fräszahnes
18 davon zurückgehalten wird, während des Bearbeitungsverfahrens in Kontakt
mit dem Werkstück zu kommen. Da der Fräser 10 nur eine einzelne Spannut
umfasst, wird der selbe Fräszahn 18 verwendet, um einen einzelnen Zahn
des fertig gestellten Planrades zu erzeugen, und somit weist der Fräser
10 eine "Einzelstart"-Konfiguration auf.
Ein jeder Fräszahn 18 wird in Eingriff gebracht, um das Fräsen
des Werkstückes zu ermöglichen, indem bewirkt wird, dass sich die Front eines jeden
Fräszahnes 18 um eine Distanz 26 über den Rücken des selben Fräszahnes
erstreckt. Die Front eines jeden Fräszahnes 18 definiert eine Fräsfläche
30, der Rücken eines jeden Fräszahnes 18 definiert eine Ablauffläche
31 und eine "Spitze" eines jeden Fräszahnes 18 definiert eine
Räumungskante 32. Die Fräsfläche 30 erstreckt sich typischerweise
rechtwinklig zu einer unteren Fläche 33 der Spannut 20. Die Räumungskante
32 eines jeden Fräszahnes 18 entspricht einer Erzeugenden
34, die in einer imaginären Linie liegt, welche sich parallel zu den Kanten
eines jeden Vorsprungs erstreckt, die jeden Fräszahn 18 definieren. Ein
Fräspunkt 36 wird an dem Schnittpunkt der Fräsfläche 30 und der
Räumungskante 32 gebildet. Die Form der Fräsfläche 30 entspricht
einem gewünschten Profil der Zähne des zu erzeugenden Planrades. Ein Steigungswinkel,
in 4 bei 38 dargestellt, das ist ein Winkel,
der durch eine Erzeugende 34, die den Fräspunkt 36 schneidet,
und einer imaginären Linie 40, die rechtwinklig zu der Drehachse
28 steht, gebildet ist, ist an dem Verbindungspunkt des Fräspunktes
36 und der Räumungskante 32 definiert.
Unter nunmehriger Bezugnahme auf die 5A
und 5B ist eine andere Ausführungsform eines
Fräsers dargestellt. In 5A wird ein Fräser im Allgemeinen
bei 110 gezeigt, und weist eine Fräszahnanordnung 118 auf, bei
der die Fräsfläche 130 in einer positiven Richtung abgeschrägt ist. Die
Rotationsrichtung des Fräsers 110 ist durch einen Pfeil 124 angedeutet.
Eine Spannut, im Allgemeinen bei 120 gezeigt, ist in einem Körperabschnitt
112 des Fräsers 110 derart ausgebildet, dass sich die Fräsfläche
130 von einer unteren Fläche 133 der Spannut 120 in einem
spitzen Winkel 121 weg erstreckt. Bei einer solchen Konfiguration sorgt
ein jeder Zahn durch einen Fräspunkt 136 für ein anfängliches Einstechen
in das Werkstück, bevor das Material tatsächlich gefräst wird. Wegen des kleineren
Oberflächenbereichs des Fräspunktes 136 (im Gegensatz zu dem größeren Oberflächenbereich
der Fräsfläche 30 des in 1 bis 4
dargestellten Fräsers 10) sorgt das anfängliche Einstechen in das Werkstück
durch den Fräspunkt 136 für weniger Spannung an dem Werkstück und verringert
das unerwünschte Brechen von Material entlang der Fräslinien.
In 5B ist ein Fräser im Allgemeinen bei
210 mit einer Fräszahnanordnung 218 dargestellt, bei der eine
Fräsfläche 230 in einer negativen Richtung abgeschrägt ist. Die Drehrichtung
des Fräsers 210 ist durch einen Pfeil 224 angedeutet. Eine Spannut,
im Allgemeinen bei 220 gezeigt, ist in einem Körperabschnitt
212 des Fräsers 210 ausgebildet, um einen Fräspunkt
236 zu definieren, so dass sich die Fräsfläche 230 von einer unteren
Fläche 233 der Spannut 220 in einem stumpfen Winkel
221 weg erstreckt. Bei einer solchen Konfiguration sorgt ein jeder Zahn
für einen kräftigeren anfänglichen Eingriff des Werkstückes, um das Material von
dem Werkstück zu "reißen", um die Zähne des Planrades zu bilden.
Unter nunmehriger Bezugnahme auf 6 ist
der Abtragabschnitt im Allgemeinen bei 16 dargestellt. Bei einer bevorzugten
Ausführungsform ist der Abtragabschnitt 16 neben dem Fräsabschnitt
14 und in mechanischer Verbindung mit diesem angeordnet, und
umfasst eine Vielzahl von abtragenden Zähnen, im Allgemeinen bei 42 dargestellt,
die neben einander und in einer spiralförmigen Anordnung ähnlich der spiralförmigen
Anordnung der Fräszähne 18 angeordnet sind. Die abtragenden Zähne
42 sind im Aufbau und in den Abmessungen ähnlich den Fräszähnen
18; jedoch ist die Anordnung der abtragenden Zähne 42 nicht durch
das Vorhandensein einer sich in Längsrichtung durch diese hindurch erstreckende
Spannut unterbrochen. Daher ist ein jeder abtragende Zahn 42 ein einzelner
kontinuierlicher Vorsprung, der an einem Querschnitt des Körperabschnittes
12 des Fräsers 10 angeordnet ist.
Der Abtragabschnitt 16 ist mit dem Fräsabschnitt
14 verbunden und so gestaltet, dass er bei Drehung des Körperabschnittes
12 gleichzeitig mit dem Fräsabschnitt 14 rotiert. Die abtragenden
Zähne 42 sind so angeordnet, dass sie das Planrad sofort nach der Erzeugung
der Zahnradzähne durch die Rotation der Fräszähne 18 endfertigt. Jeder
abtragende Zahn 42 umfasst eine abrasive Oberfläche 44, die darauf
angeordnet ist, um das Werkstück fertig zu stellen, um das Planrad zu bilden. Die
abrasive Oberfläche 44 ist auf einem jeden abtragenden Zahn 42
durch Überziehen, Ätzen, Bonden, Formen oder ein ähnliches Verfahren aufgebracht,
und von ausreichender Rauigkeit, um eine Rotationsbewegung des Körperabschnitts
12 zu erlauben, um die Oberflächen der Zahnradzähne des Planrades durch
die Fräszähne 18 zu schleifen, um die Zahnradzähne innerhalb akzeptabler
Fertigungstoleranzen und mit einer richtigen Oberflächenstruktur fertig zu stellen.
Unter Bezugnahme auf 7 ist ein Steigungswinkel
50 für die abtragende Oberfläche des Fräsers 10 dargestellt, der
im Wesentlichen dem Steigungswinkel der Fräszähne entspricht. Der Steigungswinkel
50 ist durch Erzeugende 46, die sich parallel zu den Kanten eines
jeden abtragenden Zahnes 42 entlang einer äußeren Kante 48 eines
jeden abtragenden Zahnes 42 erstreckt, definiert. Der Steigungswinkel
50 wird durch eine von den Erzeugenden 46 und einer imaginären
Linie 52, die rechtwinklig zu der Drehachse 28 steht, gebildet.
Bei einer weiteren Ausführungsform wie in 8
dargestellt, ist ein Mehrfachstart-Fräser mit einer durch einen Pfeil
324 angedeuteten Rotationsrichtung im Allgemeinen bei 310 dargestellt.
Der Mehrfachstart-Fräser 310 ist ähnlich dem in den 1–4
gezeigten Fräser 10. Jedoch ist eine Fräsfläche des Mehrfachstart-Fräsers
310 durch eine Vielzahl von Spannuten 320 definiert, die in Längsrichtung
an einem Körperabschnitt 312 orientiert sind. Eine jede Spannut
320 erfordert die Ausbildung einer Fräsfläche 330 (die schräg
oder nicht schräg sein kann), einer Räumungskante 332 und eines Fräspunktes
336. Ein Abtragabschnitt ist neben dem Fräsabschnitt angeordnet, um ein
Werkstück in der selben Weise wie bei den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen
abrasiv endzufertigen. Der Abtragabschnitt stimmt im Wesentlichen mit den Abmessungen
und der Konfiguration des Abtragabschnittes 16 des Fräsers 10,
die in 1 und 2
dargestellt sind, überein.
Bei einem Werkzeug, das kein Teil der Erfindung ist, wie allgemein
in 9, dargestellt, kann ein Fräser 410 keine
Spannuten in einem Fräsabschnitt 414 enthalten, kann aber stattdessen Fräszähne
418 aufweisen, in denen Flankenoberflächen, im Allgemeinen bei
419 dargestellt, von variierbarer Rauigkeit sind. Vorzugsweise ist die
Rauigkeit einer jeden Flankenoberfläche 419 von einem sehr aggressiven
Finish 421 zu einem weniger aggressiven Finish 423 zu einem feinen
Finish 425, zu einem sehr feinen Finish 427 graduiert. Bei einer
solchen Ausführungsform wie der ohne Spannut, tritt der Fräsabschnitt
414 mit dem Werkstück in Eingriff, wobei die Flankenoberflächen
419 mit dem aggressiveren Finish 421 das Werkstück "fräsen", um
die Zähne des Planrades, das gerade gebildet wird, zu erzeugen. Während die Arbeit
fortschreitet, definieren die Flankenoberflächen 419 des weniger aggressiven
Finish 423 die Zähne des Planrades weiter, und die Flankenoberflächen
419 des feinen Finish 425 und des sehr feinen Finish
427 tragen die Zähne ab und polieren sie zu ihren Endabmessungen und gewünschten
Strukturen. Gegenüberliegende Flankenoberflächen 419a, 419b eines
jeden Fräszahnes 418 können variierende Rauigkeiten aufweisen, um das Werkstück
gradueller zu seiner endgültigen Form endzufertigen.
Bei jeglicher der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen ist der
Fräser durch die Verwendung einer CNC-Fräsmaschine angelenkt, um die Bildung des
Planrades aus dem Werkstück zu bewirken. Der Fräser wird translatorisch axial und
drehbar in einen "Rohling" aus Material (nicht gezeigt), das typischerweise ein
nichtmetallisches Material wie zum Beispiel Kunststoff oder ein ähnliches Material
ist, bewegt. Die Tangentialkraft der axialen Translations- und Rotationsbewegung
des Fräsers entfernt dann das durch einen Steuerabschnitt (nicht dargestellt) der
CNC-Fräsmaschine bestimmte Material, um die richtige Zahnradzahn-Geometrie des Planrades
zu bilden. Die Vorschubgeschwindigkeit des Werkstücks wie auch die Geschwindigkeit,
mit der der Fräser mit dem Werkstück in Eingriff tritt, und das Werkstück translatorisch
bewegt, variiert gemäß einem jeden speziellen nichtmetallischen Material und der
Struktur einer jeden besonderen Planrades, das erzeugt werden soll. Bei der Bildung
von neu ausgebildeten Zähnen (nicht dargestellt) in dem Rohling bewirkt die axiale-
und rotatorische Translation des Fräsers, dass der Abtragabschnitt in Kontakt mit
den Zähnen des Planrades gelangt. Wenn der Abtragabschnitt mit den neu gebildeten
Zähnen in Kontakt tritt, werden die Zähne abrasiv zu der gewünschten Struktur
und Form endgefertigt. Eine solche Konfiguration beseitigt den Schritt des Entfernens
des roh- oder "netto"-gefrästen Rohlings aus der Fräsvorrichtung und dessen Anordnen
in der Endfertigungsvorrichtung zur Endverarbeitung.
Durch Verwendung der vorstehend erwähnten Wälzfräsvorrichtung und
deren Verwendungsverfahren werden die Form-, die Gestaltungs- und Auslaufmerkmale
des gefertigten nichtmetallischen Planrades genauer gesteuert. Eine genauere Steuerung
des Fertigungsverfahrens ermöglicht eine präzisere Steuerung der Abmessungseigenschaften
des fertig gestellten nichtmetallischen Zahnrades. Durch präzises Steuern der Abmessungsmerkmale
eines Zahnrades wird eine bessere Funktionalität des Gesamtsystems, in dem das Zahnrad
eingebaut ist, entwickelt.
Während bevorzugte Ausführungsformen dargestellt und beschrieben wurden,
können verschiedene Abwandlungen und Ergänzungen hierzu vorgenommen werden, ohne
von dem Umfang der Erfindung, wie durch die beigefügten Ansprüche definiert, abzuweichen.
Demgemäß sollte einzusehen sein, dass die vorliegende Erfindung nur illustrativ
beschrieben wurde, und dass solche Veranschaulichungen und Ausführungsformen, wie
sie hierin offenbart wurden, nicht als einschränkend für die Ansprüche zu interpretieren
sind.