Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur automatischen
Entfernung zumindest der inneren Filets aus Schlachtgeflügel oder einem Teil davon.
Die auch als Lendenstücke oder zarte Stücke bezeichneten inneren Filets sind ein
Teil des Vogels, der von Verbrauchern besonders geschätzt wird und daher wertvoll
ist, vorausgesetzt sie sind von guter Qualität. Die inneren Filets verbleiben üblicherweise
am Skelett, wenn die auch einfach als Brustfilets bezeichneten äußeren Filets vom
Skelett entfernt werden.
Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Verfahren und Vorrichtungen
zur Entfernung insbesondere der inneren Filets vom Skelett eines Vogels bekannt.
Ein Problem bei den aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren
und Vorrichtungen besteht darin, dass das dort beschriebene mechanische Schabverfahren
die inneren Filets mehr oder weniger stark in Längsrichtung zusammendrückt, wodurch
die Fleischstruktur der inneren Filets beschädigt wird. Dies hat zur Folge, dass
das äußere Erscheinungsbild der auf diese Art und Weise erhaltenen inneren Filets
für den Verbraucher weniger attraktiv ist und dass sie schneller schlecht werden.
Ein weiteres Problem beim Stand der Technik besteht darin, dass die
Haut der inneren Filets beschädigt oder am Skelett zurückgelassen wird, so dass
an der Stelle, wo im natürlichen Zustand die Haut an den inneren Filets anhaftet,
eine ausgefranste Fleischoberflächenstruktur entsteht, was die Qualität des Fleisches
in der gleichen Weise wie oben beschrieben beeinträchtigt.
Bei den üblichen Verfahren verbleibt nach der Entfernung der inneren
Filets ein kleiner Teil des Fleisches der inneren Filets in der Nähe des Schlüsselbeins
an dem Skelett, da die letztgenannten vom Brustbein unter gebührender Beachtung
eines Sicherheitsabstands vom Schlüsselbein abgeschnitten werden müssen. Wenn dieser
Abstand zu gering ist, besteht in der Tat ein großes Risiko dahingehend, dass das
Schlüsselbein in Kontakt mit einem Schneid- oder Schabelement gerät, und dass Knochensplitter
oder Partikel des Schlüsselbeins in den inneren Filets verbleiben. Dies kann unter
dem Gesichtspunkt der Produktqualität und der Haftung für das Produkt nicht toleriert
werden. Die Folge davon ist, dass nach der Entfernung der inneren Filets nicht unerhebliche
Fleischmengen an dem Skelett verbleiben.
Als zusätzliches Problem sollte ferner erwähnt werden, dass die inneren
Filets beiden aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren häufig derart von dem
Skelett abgelöst werden, dass die Struktur der Fleischoberfläche in dem Bereich,
in dem die Ablösung erfolgt, erheblich beschädigt wird.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren und eine Vorrichtung
bereitzustellen, mit denen innere Filets mechanisch und automatisch vom Skelett
eines Vogels entfernt werden können, wobei die größtmögliche Menge an Fleisch erhalten
und eine Beschädigung des Fleischs soweit wie möglich vermieden wird.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch ein Verfahren gelöst, bei
dem vor dem Abschaben des inneren Filets die membrana sternocoracoclavicularis gelöst
wird, indem eine Trennung in der Öffnung durchgeführt wird, die durch die natürliche
Position des Schlüsselbeins und des Brustbeins festgelegt ist. Die Durchführung
einer Trennung in dieser Position hat zur Folge, dass nach der Entfernung der inneren
Filets absolut keine Fleischreste an dem Skelett verbleiben.
Bevor das innere Filet vom Körper des Geflügels abgeschabt wird, wird
vorzugsweise die Verbindung zwischen der Haut des inneren Filets und dem Brustbein
im Bereich des coracoideum getrennt. Bei frisch geschlachteten Produkten kann dieser
Arbeitsschritt entweder vor oder nach dem Trennen der Verbindung zwischen dem inneren
Filet und dem Schlüsselbein in der oben beschriebenen Art und Weise ausgeführt werden.
Wenn das Produkt gelagert wurde und daher empfindlicher ist, wird dieser Arbeitsschritt
vorzugsweise nach dem Trennen der Verbindung zwischen dem inneren Filet und dem
Schlüsselbein ausgeführt.
Um die Haut des inneren Filets so weit wie möglich intakt zu lassen,
wird das innere Filet nur teilweise vom Körper des Geflügels abgeschabt, woraufhin
der bereits abgeschabte Teil gegriffen und das innere Filet vom Körper des Geflügels
im Wesentlichen vor dessen Brust abgezogen wird. Durch das Intaktlassen der Haut
wird die Oberflächenstruktur des Fleisches darunter intakt gehalten, so dass das
innere Filet ein attraktives äußeres Erscheinungsbild hat und lange frisch hält.
Erfindungsgemäß umfasst eine Vorrichtung zur automatischen Entfernung
von zumindest einem inneren Filet aus Schlachtgeflügel oder einem Teil davon einen
Träger zum daran Befestigen des Geflügels oder eines Teils davon, welches zumindest
die Brust mit den daran befestigten inneren Filets umfasst, Trennelemente für die
inneren Filets, wobei diese Elemente dazu eingerichtet sind, an entgegengesetzten
Seiten des Brustbeins in die Öffnungen eingeführt zu werden, die durch die natürliche
Position des Schlüsselbeins und des Brustbeins festegelegt sind, um die membrana
sternocoracoclavicularis zu lösen, und eine Schabeinrichtung zum
Abschaben der inneren Filets vom Körper des Geflügels. Der Träger bildet üblicherweise
einen Teil einer Fördereinrichtung. Er kann beispielsweise den in der EP-A-0 551
156 beschriebenen Aufbau aufweisen. In solch einem Fall können die Schabeinrichtung
und die Trennelemente, falls nötig beweglich, entlang der Bahn der Fördereinrichtung
angeordnet sein. Es ist natürlich auch möglich, den Träger in einer festen Position
zu installieren und die Schabeinrichtung und die Trennelemente beweglich auszubilden.
In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die erfindungsgemäße
Vorrichtung eine Hauttrenneinrichtung zum Trennen der Verbindung zwischen der Haut
der inneren Filets und dem Brustbein im Bereich des coracoideum. Die Haut bedeckt
somit weiterhin die Außenfläche der inneren Filets, sogar nachdem sie vom Körper
des Geflügels entfernt worden sind, was für ihr äußeres Erscheinungsbild und für
die Haltbarkeit der inneren Filets vorteilhaft ist.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst die erfindungsgemäße
Vorrichtung eine Einrichtung zur Entfernung des inneren Filets, um das innere Filet
zu greifen und es vom Körper des Geflügels im Wesentlichen vor dessen Brust abzuziehen.
Die Trennelemente für einen Satz von inneren Filets bestehen zweckdienlicherweise
aus zwei im Wesentlichen parallelen Platten, die einander gegenüberliegen und ein
freies Ende aufweisen, wobei die Platten bezüglich einander und bezüglich eines
Halters elastisch angebracht sind, und wobei der Halter in einer gesteuerten Art
und Weise relativ zu dem Träger beweglich ist. Die Enden der Platten weisen derartige
Abmessungen auf, dass sie ohne Schwierigkeit durch die Öffnungen geführt werden
können, die durch das Schlüsselbein (falls vorhanden) und das Brustbein begrenzt
werden. Um der Kontur des Brustbeins so genau wie möglich folgen zu können, ist
der Abstand zwischen den Platten kürzer als die maximale Breite des Brustbeins.
Darüber hinaus gewährleisten die elastischen Verbindungen zwischen dem Halter und
den Platten, dass die Platten den Konturen des Brustbeins einfach und genau folgen
können. Die Ränder der freien Enden der Platten sind stumpf, optional mit Ausnahme
der Vorderseite, die scharf sein kann, so dass verhindert wird, das Knochensplitter
vom Brustbein oder Schlüsselbein abgeschnitten und in die inneren Filets eingetragen
werden.
In einer vorteilhaften Ausführungsform umfasst die Hauttrenneinrichtung
für einen Satz von inneren Filets zwei drehbare Scheiben, die sich allgemein in
ein und derselben Ebene erstrecken. Durch das Bewegen der Scheiben entlang des Brustkorbs
des Vogels an der Unterseite der inneren Filets werden die inneren Filets nach oben
geschoben und die Verbindung zwischen der Haut der inneren Filets und dem Brustbein
kann somit im Bereich des coracoideum getrennt werden. Eine gute Schubwirkung der
Scheiben wird erhalten, indem ihr Umfangsrand kegelstumpfförmig ausgebildet wird.
Der Umfangsrand der Scheiben ist vorzugsweise mit zumindest einem radial vorspringenden
Messer für eine zusätzliche gesteuerte Trennung der Haut des inneren Filets vom
Brustbein versehen.
In einer bevorzugten Ausführungsform besteht die Schabeinrichtung
für einen Satz von inneren Filets aus zwei Schabplatten, die in einem Winkel zueinander
und zu einem Halter elastisch angebracht sind, wobei die Halter in einer steuerbaren
Art und Weise relativ zu dem Träger bewegbar ist, während die Schabplatten dazu
eingerichtet sind, an entgegengesetzten Seiten des Schlüsselbeins und dann auf dem
letztgenannten angeordnet und entlang des Brustbeins vom Schlüsselbeins wegbewegt
zu werden. Der Abstand zwischen den Schabplatten ist vorzugsweise kürzer als die
maximale Breite des Brustbeins. Durch die oben beschriebenen Maßnahmen wird eine
Schabwirkung erhalten, die sich über die gesamte Oberfläche erstreckt, über die
die inneren Filets den Brustkorb bedecken.
In einer zweckdienlichen und einfachen Ausführungsform bilden die
Träger einen Teil einer Fördereinrichtung, entlang deren Bahn die Trennelemente,
die Hauttrenneinrichtung und die Schabeinrichtung installiert sind.
Die Erfindung wird detaillierter unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
erläutert, von denen:
1 eine Vorderansicht eines Schultergelenks
eines Vogels ist, in der nur eine Sehne schematisch dargestellt ist;
2 eine schematische Seitenansicht einer
Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Filetierungsstation zeigt;
2a schematisch einen Querschnitt der
in 2 dargestellten Vorrichtung entlang der Linie IIa-IIa
zeigt;
3 eine schematische Seitenansicht einer
alternativen Ausführungsform einer Station der Vorrichtung gemäß 2
zeigt;
4a perspektivisch eine schematische Ansicht
einer Komponente der in 4 dargestellten Vorrichtung zeigt;
4b eine schematische Vorderansicht eines
Teils des Skeletts eines Vogels mit inneren Filets ist, um einen
ersten Arbeitsschritt zu illustrieren;
5 eine perspektivische schematische Ansicht
des 4b dargestellten Skelettteils ist, um einen zweiten
Arbeitsschritt zu illustrieren; und
6 eine perspektivische schematische Ansicht
des in 4b dargestellten Skelettteils zeigt, um einen
daran ausgeführten dritten Arbeitsschritt zu illustrieren.
In den verschiedenen Zeichnungen bezeichnen gleiche Bezugszeichen
gleiche Teile.
1 stellt die Knochenverbindungen im Schultergelenk
dar und zeigt einen Teil der clavicula (Schlüsselbein) 80, des coacorideum
(Rabenbein) 82 mit dem processus acrocoracoideus 84 an einem Ende,
der scapula (Schulterblatt) 86 und dem humerus (Flügelknochen)
88 mit den caput humeri 90. Die Sehnenverbindung zwischen einem
inneren Filet und dem humerus 88 ist durch eine gestrichelte Linie
91 dargestellt und verläuft durch den canalis triosseus 92.
Eine Möglichkeit, ein Filetieren zu bewirken, wird nachfolgend mit
Bezugnahme auf die 2, 2a,
3, 4a,
4b, 5
und 6 diskutiert.
Die 2 und 2a
zeigen zwei spiegelbildliche Förderbänder 2a und 2b, zwischen
denen Gleitelemente 4 aufgenommen sind, die sich in der Längsrichtung der
Förderbänder 2a, 2b in der durch den Pfeil 5 angezeigten
Richtung bewegen können. Die Gleitelemente 4 sind durch eine Kette
3 oder dergleichen, die durch eine strichpunktierte Linie dargestellt ist,
miteinander verbunden. Ein Stützhalter 6 ist drehbar und kippbar an jedem
der Gleitelemente 4 angebracht. Jeder Stützhalter 6, der in der
EP-A-0 551 156 detaillierter beschrieben ist, weist ein im Wesentlichen kegelstumpfförmiges
Ende auf, an dem eine vordere Hälfte 8 eines Vogels angeordnet und befestigt
werden kann. Der Übersichtlichkeit halber sind nur der Brustkorb 8a, das
Brustbein 8b, das Schlüsselbein 8c und das coracoideum
8d einer jeden vorderen Hälfte 8 schematisch in 2
gezeigt; die inneren Filets, die im Übergangsbereich zwischen dem Brustkorb
8a und dem Brustbein 8b angeordnet sind, sind in der Figur nicht
gezeigt, um es zu ermöglichen, die verschiedenen Komponenten der Vorrichtung und
die Stellen, an denen sie auf das Skelett wirken, so deutlich wie möglich zu zeigen.
Drei Verarbeitungsstationen 10, 20 beziehungsweise
30 sind entlang der Bahn der Stützhalter 6 installiert. Der Übersichtlichkeit
der Zeichnung halber sind die Verarbeitungsstationen 10, 20 und
30 soweit wie möglich ohne Stützelemente gezeigt, die die Befestigung der
Verarbeitungsstation bezüglich eines Rahmens bewirken, in dem auch die Förderbänder
2a und 2b gehalten sind.
Die Verarbeitungsstation 10 ist mittig über den Förderbändern
2a und 2d angeordnet und umfasst zwei Führungsbänder
12, von denen nur eines in 2 sichtbar ist,
und die zwischen sich einen Schlitz mit einer solchen Breite offen lassen, dass
der nach oben ragende Brustpunkt einer an einem Stützhalter 6 angeordneten
vorderen Hälfte 8 zwischen ihnen geführt ist. In dem Schlitz zwischen den
Führungsbändern 12 ist in ähnlicher Art und Weise ein Ende eines drehbar
angebrachten Hebels 14 positioniert, der einen Schalter 16 betätigt,
wenn der Brustpunkt einer vorderen Hälfte 8 den Hebel 14 aus der
in der 2 gezeigten Position schiebt. Der Schalter
16 gibt somit ein Signal für die Betätigung der Verarbeitungsstation
10, auf die nachfolgend erneut detailliert Bezug genommen werden wird.
Über jedem Führungsband 12 ist eine mit Führungsschlitzen 18a
und 18b versehene Platte 19 angeordnet. Zwischen den Platten
19 ist ein Halter 21 aufgenommen, der in 4a
detaillierter gezeigt ist. Der Halter ist mit Stiften 22a und
22b versehen, die in den Schlitzen 18a bzw. 18b geführt
sind. Außerhalb des Bereichs der Platten 19 sind Trennelemente
24 elastisch an dem Halter 21 befestigt. Die Trennelemente
24 sind jeweils mit zwei Öffnungen versehen, die in dem Halter
21 vorgesehenen Öffnungen entsprechen. Durch die Öffnungen sind Stifte
geschoben, die an jedem Ende eines Stopfens 26 vorgesehen sind, um Federn
28 zwischen den Stopfen 26 und den Trennelementen 24
aufzunehmen, so dass die letztgenannten seitlich nachgeben können. Die Ränder der
Trennelemente 24 sind üblicherweise vollständig stumpf ausgeführt, ihre
vorderen Enden 24a können jedoch mit einer Schneidkante versehen sein.
Der Halter 21 ist mit einer Lippe 32 oder dergleichen versehen,
an der ein Winkelelement 34 befestigt sein kann. Das von dem Halter
21 entfernte Ende des Winkelelements 34 ist drehbar mit dem Ende
einer Kolbenstange 36 einer doppelt wirkenden pneumatischen Zylinder- und
Kolbeneinheit 38 verbunden. An dem von dem Winkelelement 34 entfernten
Ende ist die Zylinder- und Kolbeneinheit 38 zum Schwenken um eine Achse
40 mit dem Rahmen der Vorrichtung verbunden.
Die Verarbeitungsstation 20 umfasst zwei Scheiben
42, von denen eine an jeder Seite der Bahn der Stützhalter 6 installiert
ist, wobei in der 2 nur eine sichtbar ist, und die
in einem solchen Abstand voneinander angeordnet sind, dass das Brustbein
8b einer an einem Stützhalter 6 angebrachten vorderen Hälfte
8 in Richtung des Pfeils 5 zwischen ihnen hindurchgeführt werden
kann. Die Scheiben 42 sind auf Achsen 44 angebracht, von denen
jede während des Betriebs in einer derartigen Art und Weise angetrieben wird, dass
sich der Umfangsbereich der Scheiben 42 nahe einer zwischen ihnen hindurchgeführten
vorderen Hälfte 8 in Richtung des Pfeils 5 bewegt. Die
Seite der Scheiben 42 ist kegelstumpfförmig ausgebildet und steht in einem
Winkel von ungefähr 10° zur Längsrichtung der Achsen 44. An einer Stelle
ist an dem Umfang ein radial vorspringendes Schneidelement 46 am unteren
Rand einer jeden Scheibe angeordnet. Die Drehung der Scheiben 42 ist mit
der Bewegung des Stützhalters 6 in Richtung des Pfeils 5 synchronisiert.
Die Verarbeitungsstation 30 weist, ähnlich der Verarbeitungsstation
10, Führungsbänder 48 auf. Über den Führungsbändern sind Führungswände
52 installiert, die mit Führungsschlitzen 50a und 50b
versehen sind und zwischen denen, ähnlich wie bei der Verarbeitungsstation
10, ein mit Stiften 54a und 54b versehener plattenförmiger
Halter 56 verschiebbar angebracht ist. Zwei Schabelemente 58,
deren vordere Schabseite in 6 detaillierter dargestellt
ist, sind elastisch an dem Halter 56 befestigt. Wie in 6
gezeigt ist, sind die Schaber 58, die aus Metall oder einem Kunststoffmaterial
bestehen können, in einem kurzem Abstand voneinander installiert und an der Vorderseite
mit zur Seite gebogenen Enden 58a versehen. Der Halter 52 ist
durch ein Winkelelement 60 drehbar mit dem Ende einer Kolbenstange
62 einer doppelt wirkenden pneumatischen Zylinder- und Kolbeneinheit
64 verbunden. An dem von dem Winkelelement 60 entferntem Ende
ist die Zylinder- und Kolbeneinheit 64 schwenkbar mit dem Rahmen der Vorrichtung
verbunden.
Die Wirkung der Vorrichtung anhand der 2,
4a, 4b,
5 und 6
erläutert. Wie in 2 gezeigt ist, wird eine an einem
Stützhalter 6 befestigte vordere Hälfte 8 zuerst durch die erste
Verarbeitungsstation 10 geleitet. Durch die Betätigung des Hebels
14 durch das Brustbein 8b signalisiert der Schalter
16 die Anwesenheit einer vorderen Hälfte 8 auf dem Stützhalter
6 und sendet ein Signal an das Steuerungssystem der Vorrichtung, so dass
die Zylinder- und Kolbeneinheit 38 unter Berücksichtigung der Bewegungsgeschwindigkeit
des Stützhalters 6 in Richtung des Pfeils 5 nach einer vorbestimmten
Wartezeit aktiviert wird. Diese Aktivierung findet statt, wenn der nach oben ragende
Punkt des Brustbeins 8b der vorderen Hälfte 8 die Vorderseite
24a der Trennelemente 24 passiert hat. Der Halter 21
der Trennelemente 24 wird in Richtung des Pfeils 5 bewegt und
durch die Führungsschlitze 18a leicht nach unten gekippt, wenn die Kolbenstange
36 aus der Zylinder- und Kolbeneinheit 38 geschoben wird, wobei
die erreichte Endposition in 2 in gestrichelten Linien
gezeigt ist. Die resultierende Bewegung der Trennelemente 24 erfolgt sehr
viel schneller als die Bewegung der Stützhalter 6. Die Vorderseiten
24a der Trennelemente 24 bewegen sich somit nach unten entlang
des Brustbeins und nach vorne in die Öffnungen, die durch das Brustbein
8b und das Schlüsselbein 8c begrenzt sind und lösen die membrana
sternocoracoclavicularis. Dies ist in 4b erläutert,
in der Pfeile 68 die Bewegungsrichtung der Vorderseiten 24a der
Trennelemente anzeigen. Innere Filets 70 werden somit unter dem Schlüsselbein
8c vom Brustbein geschnitten. Die Trennelemente 24 werden dann
in die in der 2 gezeigte Startposition zurückgezogen.
Hierbei ist zu berücksichtigen, dass das Schlüsselbein vorher von der vorderen Hälfte
entfernt worden sein kann, wobei in diesem Fall der oben verwendete Begriff Schlüsselbein
lediglich dazu dient, die natürliche Position des Schlüsselbeins zu definieren.
Die vordere Hälfte mit den unter dem Schlüsselbein 8c vom
Brustbein 8b gelösten inneren Filets 70 wird dann durch die zweite
Verarbeitungsstation 20 geführt. Die kegelstumpfförmige Seite der rotierenden
Scheiben 42 berührt die Seiten der inneren Filets 70 ein und schiebt
sie nach oben, wie durch die Pfeile 72 in 5
dargestellt ist. Bei diesem Arbeitsschritt gewährleistet das Schneidelement
46, dass die Haut der inneren Filets 70 auf der Unterseite der
letztgenannten über eine bestimmte Strecke vom Brustbein abgeschnitten wird.
Die vorverarbeitete vordere Hälfte wird dann durch die dritte Verarbeitungsstation
30 geleitet, in der die Führungsbänder 48 die in der zweiten Verarbeitungsstation
20 nach oben geschobenen inneren Filets 70 wieder nach unten bringen.
Nachdem der nach oben ragende Punkt des Brustbeins 8b einer vorderen Hälfte
8 die Enden 58a der Schabelemente 58 in der dritten Verarbeitungsstation
30 passiert hat, wird die Zylinder- und Kolbeneinheit 64 aktiviert.
Die sich bewegende Kolbenstange 62 treibt den Halter 56 und die
damit verbundenen Schabelemente 58 zu einer durch die Führungsschlitze
50a und 50b bestimmten Bewegung in Richtung des Pfeils
5 an, während der Halter und die Schabelemente 58 leicht nach
unten kippen. Die erreichte Endposition ist in 2 mit
gestrichelten Linien dargestellt. Die Bewegung der Schabelemente 58 erfolgt
sehr viel schneller als die Bewegung der Stützhalter 6. Wie in
6 gezeigt ist, gelangt in der Betriebsposition jeweils
ein Ende 58a der Schabelemente 58 in Anlage an jede Seite des
Schlüsselbeins 8c, so dass eine Bewegung der vorderen Hälfte
8 auf dem Stützhalter 6 in Richtung des Pfeils 5 zu einer
Schabkraft führt, die im Wesentlichen in Richtung des Pfeils 74 auf die
inneren Filets 70 auf jeder Seite des Brustbeins 8b ausgeübt wird.
3 zeigt eine alternative Ausführungsform
einer ersten Verarbeitungsstation, bei der eine Trennung zwischen dem Brustbein
8b und den inneren Filets unter dem Schlüsselbein 8c durchgeführt
wird. In ähnlicher Art und Weise wie der unter Bezugnahme auf die 4
beschriebenen sind Trenneinrichtungen 24 elastisch an einem Hebel
76 angebracht, der um einen Hebelpunkt 78 schwenkbar ist. Das
von den Trennelementen 24 entfernte Ende des Hebels
76 ist schwenkbar mit dem Ende der Kolbenstange 36 der Zylinder-
und Kolbeneinheit 38 verbunden. Wenn sich die Kolbenstange 36
bei der Aktivierung der Zylinder- und Kolbeneinheit 38 in der Zeichnung
nach links bewegt, dreht sich der Hebel 76 im Gegenuhrzeigersinn und die
vorderen Enden 24a der Trennelemente 24 bewegen sich entlang des
Brustbeins 8b und unter dem Schlüsselbein 8c.