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Dokumentenidentifikation DE69921136T2 27.10.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001092049
Titel AUTOMATISCHE PLAZIERUNG VON ZUSCHNITTEN AUF INHOMOGENEN LEDERHÄUTEN
Anmelder Lectra S.A., Cestas, FR
Erfinder CHABIRAND GARCONNET, Didier, F-33610 Cestas, FR;
VALLORTIGARA, Alain, F-33510 Andernos, FR
Vertreter BUNGARTZ & KREUTZER Patentanwälte, 47119 Duisburg
DE-Aktenzeichen 69921136
Vertragsstaaten DE, ES, GB, IT
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 12.11.1999
EP-Aktenzeichen 999722622
WO-Anmeldetag 12.11.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/FR99/02781
WO-Veröffentlichungsnummer 0000029627
WO-Veröffentlichungsdatum 25.05.2000
EP-Offenlegungsdatum 18.04.2001
EP date of grant 13.10.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.10.2005
IPC-Hauptklasse C14B 5/00

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft das automatische Plazieren von Zuschnitten, die dazu bestimmt sind, in geschmeidigen Materialabschnitten mit inhomogenen Merkmalen, insbesondere natürlichen Ledern oder natürlichen Häuten, ausgeschnitten zu werden.

Das Anwendungsgebiet der Erfindung betrifft die Herstellung von Artikeln, insbesondere aus Leder oder Pelzen, welche das Zusammenfügen von in solchen Abschnitten ausgeschnittenen Zuschnitten erfordern. Die betroffenen Branchen sind insbesondere die Möbelbranche, die Sattlerei, insbesondere die Sattlerei für Kraftfahrzeuge, die Branche der Lederwaren, der Gepäckartikel, der Schuhartikel und der Kleidungsartikel.

Hintergrund der Erfindung

Ästhetische Anforderungen und Qualitätsanforderungen machen es notwendig, Zuschnitte auszuwählen, welche ein mehr oder weniger ähnliches Aussehen aufweisen, um unterschiedliche Teile eines Artikels herzustellen, insbesondere in Abhängigkeit ihrer Nähe und ihrer Anordnungen im Artikel.

Wenn man zum Beispiel den Fall von Leder nimmt, insbesondere eines Sofas aus Leder, wird darauf geachtet, daß alle Zuschnitte, die jede Rückenlehne bilden, bei den Zuschnitten, die jede Sitzfläche bilden, bei den Zuschnitten zwischen den Rückenlehnen, zwischen den Sitzflächen und zwischen der Rückenlehne und der entsprechenden Rückenstütze einen hohen Ähnlichkeitsgrad aufweisen. Hingegen kann ein geringerer Ähnlichkeitsgrad zwischen Rückenlehnen und Sitzflächen, zwischen Armlehnen und Rückenlehnen und zwischen Armlehnen und Sitzflächen toleriert werden. Ein geringerer Ähnlichkeitsgrad ist auch für die Zuschnitte akzeptabel, die dazu bestimmt sind, das Gestell des Sofas zu verzieren, gleich ob zwischen den Zuschnitten oder mit anderen Zuschnitten.

Nun weisen Leder, und insbesondere natürliche Leder, kein homogenes Aussehen und keine homogene Qualität auf. Dies gilt für verschiedene Häute, selbst wenn sie von ein und demselben Posten stammen und dies ist auch für ein und dieselbe Haut der Fall. In der Tat wird eine Schwankung der Farbnuance, der Narbungsgröße und der Qualität des Leders zwischen verschiedenen Zonen ein und derselben Haut festgestellt und in ein und derselben Zone kann das Aussehen zum Beispiel zwischen matt und glänzend variieren, je nach Ausrichtung der Haut in Bezug auf einen Betrachter. Dies gilt unabhängig von der Herkunft des Leders.

Im Fall von natürlichem Leder muß das Plazieren von Bestandteilen eines Artikels somit eine bestimmte Anzahl von Auflagen berücksichtigen. Dazu kommt die Berücksichtigung von eventuellen Fehlern, die – je nach ihrem Schweregrad – die Verwendung von bestimmten Zonen des Leders untersagen oder diese Verwendung für Zuschnitte vorbehalten können, welche zum Beispiel aufgrund ihrer Anordnung im Endartikel solche Fehler tolerieren. In einem geringeren Ausmaß besteht diese Notwendigkeit der Einhaltung von Auflagen auch für Lederarten, die nicht vollständig natürlich sind, wie pigmentierte Lederarten, welche eine Farbhomogenität aufweisen, oder für begradigte Leder oder Leder-Fleischspalte, die einem Preßvorgang unterzogen wurden, um nach dem Schleifen oder Spalten eine Narbungswirkung zu ergeben.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt und insbesondere für Plazierungen von Zuschnitten, die für Artikel von hoher Qualität in der Möbelbranche oder der Sattlerei bestimmt sind, wird im Allgemeinen auf die Kenntnisse eines Bedieners zurückgegriffen, der imstande ist, auf die Einhaltung all dieser Auflagen zu achten.

Es ist wünschenswert über ein Verfahren zu verfügen, welches es ermöglicht, solche Plazierungen automatisch durchzuführen, damit das Eingreifen eines Bedieners nicht mehr notwendig ist und um die Plazierungen bestmöglich zu optimieren, um nur das notwendige Minimum eines teuren Rohstoffes zu verwenden.

Es wurden Vorschläge zum automatischen Plazieren auf Leder gemacht.

So beschreibt die deutsche Patentschrift DE 195 21 514 ein Verfahren, welches die Digitalisierung der Kontur der Häute und das Erfassen der Fehler umfaßt, die in verschiedenen Kategorien eingeteilt sind, denen verschiedene Farben zugeordnet werden. Die Plazierung erfolgt durch einen Bediener, ausgehend von einem Bild, welches die Kontur der Haut und die farbigen Fehlerzonen darstellt, oder automatisch durch die Verwendung einer geeigneten Software.

Ein ähnliches Verfahren wird in der US-Patentschrift US 5 258 917 beschrieben, wobei das Plazieren eine eventuelle zusätzliche Auflage berücksichtigt, nämlich die wünschenswerte Nähe auf einer Haut mit Konturabschnitten von unterschiedlichen Zuschnitten.

Aufgabe und Kurzdarstellung der Erfindung

Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Bereitstellung eines Verfahrens, welches es ermöglicht, automatisch das Plazieren von Zuschnitten durchzuführen, die in Ledern, Häuten und allgemeiner in Abschnitten aus geschmeidigem Material mit inhomogenen Merkmalen auszuschneiden sind, wobei die verschiedenen Auflagen, die für diese Zuschnitte gelten, berücksichtigt werden, um Artikel herzustellen, die besonderen Anforderungen an die Qualität und Ästhetik entsprechen.

Gemäß der Erfindung umfaßt ein Verfahren zum automatischen Plazieren von Zuschnitten, die dazu bestimmt sind, zur Herstellung von Artikeln verwendet zu werden und die in mindestens einem Abschnitt ausgeschnitten werden müssen, der zu einem Typ geschmeidigem Materialabschnitt mit inhomogenen Merkmalen gehört, um für die Herstellung von Artikeln verwendet zu werden, die Schritte, die bestehen aus:

  • – für den zu verwendenden Abschnittyp Erstellen mindestens einer Maske, die auf die Abschnitte dieses Typs anwendbar ist und deren Fläche in verschiedene Zonen aufgeteilt ist, welche verschiedenen Wertniveaus eines Merkmals des Materialabschnitts dieses Typs entsprechen,
  • – Zuweisen einer Einheit von Auflagen, die mindestens eine Wertauflage eines Merkmals des Materialabschnitts umfassen, zu mindestens bestimmten Artikelbestandteilen eines bestimmten Typs,
  • – Festlegen von Verbindungen zwischen mindestens bestimmten Bestandteilen, die verschiedene Niveaus insbesondere in Abhängigkeit von Beziehungen haben, die den zwischen den Zuschnitten zugeordneten Auflagen auferlegt werden,
  • – Digitalisieren eines oder mehrerer Abschnitte des Typs, um ein Bild des Abschnitts oder jedes Abschnitts zu erzielen,
  • – Anwenden der oder jeder Maske auf das Bild des oder jedes Abschnitts unter Herstellen einer maßlichen Anpassung derart, daß das Bild in verschiedene Zonen mit homogenen Merkmalen aufgeteilt wird, und
  • – Durchführen eines automatischen Plazierens, indem die Bestandteile eines herzustellenden Artikels in den Zonen des Bildes des oder der Abschnitte angeordnet werden, wobei das Plazieren in Abhängigkeit von den Auflagen erfolgt, die eventuell den Zuschnitten zugeordnet wurden und unter Einheiten der zwischen den Zuschnitten definierten Verbindungen.

Somit ist die Erfindung einerseits durch die Verwendung von Masken bemerkenswert, welche es ermöglichen, Zonen mit homogenen Merkmalen auf den Abschnitten zu definieren, und andererseits durch das Zuweisen von Auflagen und die Definition von Verbindungen zwischen den Zuschnitten, welche das Plazieren bestimmen.

Vorteilhafterweise wird jeder Maske und jedem Abschnitt eine Referenzachse zugewiesen, mindestens eine Maske pro Abschnittstyp definiert, wie beispielsweise eine Maske, welche Zonen mit verschiedenen Werten eines Aussehensmerkmals der Fläche des Materials umfaßt und/oder eine Maske, die Zonen mit verschiedenen Farbnuancenwerten des Materials umfaßt, auf jedem Abschnitt manuell oder automatisch die Referenzachse definiert und die oder jede entsprechende Maske auf das Bild jedes Abschnitts angewendet, indem jedes Mal die Referenzachsen des Abschnitts und der Maske übereinander gelegt werden.

Im Fall von Leder ist die Referenzachse, die jeder Maske und jedem Abschnitt, oder jeder Haut, zugewiesen wird, typischerweise die Achse, welche dem Rückgrat eines Tieres entspricht. Für jeden Typ von Haut wird mindestens eine Maske definiert, die umfaßt

Für einen Abschnittstyp ist es auch möglich, einen maximalen Prozentsatz für die Dehnung des Materials in vorherbestimmten Richtungen zu definieren, zum Beispiel parallel und senkrecht zur Referenzachse, in jeder homogenen Zone. Unter Abschnitten eines bestimmten Typs werden hier Abschnitte mit ähnlichem Ursprung verstanden, zum Beispiel im Fall von Leder, Häute, die von ein und derselben Tierart stammen.

Vorteilhafterweise sind mindestens bestimmte der Bestandteile eines Artikels in Gruppen verteilt, wobei jede dieser Gruppen einen oder mehrere Zuschnitte umfaßt. Eine Gruppe umfaßt zum Beispiel Zuschnitte, die für die Herstellung einer funktionalen einstückigen Untereinheit des Artikels erforderlich sind. In jeder Gruppe können die Zuschnitte durch Verbindungen mit demselben Niveau verbunden sein oder nicht.

Es werden mindestens bestimmten Zuschnitten oder mindestens bestimmten Gruppen von Zuschnitten eine oder mehrere Auflagen zugewiesen, die insbesondere ausgewählt werden aus einem charakteristischen Wert des Aussehens der Fläche, einer Farbnuance und einer bevorzugten Ausrichtung auf dem Abschnitt zu einer Referenzachse des Abschnitts. Es kann auch die Zuweisung einer Angabe über die Toleranz der winkeligen Positionierung auf beiden Seiten der bevorzugten Ausrichtung erfolgen. Das Niveau der Verbindung zwischen zwei Zuschnitten steht in Abhängigkeit vom gewünschten Grad der Ähnlichkeit zwischen den Auflagen, die eventuell diesen Zuschnitten zugewiesen werden und von ihrer eventuell auferlegten Plazierungsnähe.

Vorzugsweise wird außerdem mindestens bestimmten Zuschnitten oder mindestens einer bestimmten Gruppe/bestimmten Gruppen von Zuschnitten ein Plazierungsvorrangsgrad derart zugewiesen, daß das Plazierungsverfahren bei den Zuschnitten mit dem höchsten Vorrangsgrad beginnt.

Gemäß einer wiederum anderen Besonderheit des Verfahrens umfaßt das Verfahren der Digitalisierung jedes Abschnitts die Speicherung der Positionen und Schweregrade von Fehlern, die auf dem Abschnitt entdeckt werden. Das Entdecken der Positionen der Fehler und das Zuweisen der Schweregrade können durch visuelle Prüfung erfolgen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die Erfindung wird besser verstanden werden anhand der folgenden Beschreibung, die beispielhaften aber nicht einschränkenden Charakter hat, und unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen, in welchen:

1 ein Diagramm ist, welches unterschiedliche Schritte der Umsetzung eines besonderen Verfahrens gemäß der Erfindung zeigt;

2A und 2B ein Beispiel für die Schwankung bei der Qualität der Haut in Längsrichtung und in Querrichtung zeigen;

3A und 3B Masken zeigen, die für die Umsetzung des Verfahrens von 1 verwendet werden;

4 und 5 besondere Ausführungsformen für die Gruppierung von Zuschnitten zeigen, die für die Herstellung eines Artikels aus Leder erforderlich sind, im vorliegenden Fall einer Einheit bestehend aus einem dreisitzigen Sofa und zwei Sesseln;

6 eine stark schematische Ansicht einer Digitalisierungsstelle einer besonderen Haut ist;

7 das Ergebnis der Anwendung der Masken von 2 und 3 auf das Bild einer digitalisierten Haut zeigt;

8 ein Organigramm ist, welches den Ablauf des automatischen Plazierens für die Herstellung des Artikels von 4 und 5 zeigt; und

9 bis 12 das Ergebnis des Plazierens auf vier Häuten der Zuschnitte der 4 und 5, nach der Umsetzung des Plazierungsverfahrens von 8.

Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen

In der folgenden Beschreibung ist ein Fall vorgesehen, bei dem das Plazieren von Zuschnitten auf Häuten für die Herstellung von Artikeln aus Leder erfolgt. Die Erfindung ist jedoch auch auf das Plazieren von Zuschnitten auf Abschnitten von weichen Materialien, die kein Leder sind, anwendbar, zum Beispiel auf das Plazieren von Zuschnitten auf natürlichen Häuten, welche auch nichthomogene Merkmale aufweisen, wie die Merkmale des Aussehens der Fläche (Relief, Rauheit, Adern...) und/oder der Farbmerkmale.

Zunächst wird auf 1 Bezug genommen, welche die Schritte zeigt, aus denen sich eine besondere Ausführungsform eines Verfahrens gemäß der Erfindung zusammensetzt, bevor ein Beispiel der Anwendung auf die Herstellung von besonderen Lederartikeln beschrieben wird.

Gemäß eines ersten Merkmals des Verfahrens werden (Schritt 10) eine oder mehrere Masken für einen bestimmten Hauttyp oder mehrerer bestimmte Hauttypen erstellt, welche geeignet sind, bei der Umsetzung des Verfahrens verwendet zu werden.

Die verschiedenen Hauttypen sind insbesondere jene, die häufig in der Lederindustrie verwendet werden. Sie entsprechen verschiedenen Tierarten.

Jede Maske spiegelt die Verteilung eines Merkmales der entsprechenden Haut in verschiedenen Zonen wider: Schwankung der Ledernarbung, Schwankung der Farbnuance des Leders. Sie kann auch eine Referenzachse zum Vorschein bringen, welche typischerweise der Stelle des Rückgrats des Tiers entspricht. Die Zonen einer Maske sind derart definiert, daß das betreffende Merkmal im Wesentlichen homogen im Inneren einer Zone ist, wobei jedem Merkmal mindestens zwei Werteniveaus zugewiesen werden. Die Grenzen zwischen Zonen einer Maske können fließend definiert werden, das heißt zum Beispiel indem jeder Trennlinie zwischen zwei benachbarten Zonen eine Toleranzinformation für das Überschreiten der Grenze in eine Richtung oder in die andere Richtung zugeordnet wird. In der Tat sind die betroffenen Schwankungen der Merkmale auf einer Haut fortschreitend und nicht abrupt; sie entsprechen einem Evolutionsgradienten.

Als Beispiel für die Schwankung eines Merkmals einer Haut zeigen 2A und 2B in stark schematischer Weise die Evolution der Qualität einer Haut jeweils zwischen dem hinteren Teil und dem vorderen Teil (im Wesentlichen entlang des Rückgrats) und zwischen einem Rand und dem Rückgrat. Die Qualität wird hier mit der Größe und der Homogenität der Ledernarbungen in Verbindung gebracht.

2A zeigt eine starke Schwankung der Qualität im hinteren Teil der Haut, bei ungefähr 10 % der Gesamtlänge, zwischen einem Mindestwert, welcher ungefähr 30 % des maximalen Werts entspricht, der in der Mitte der Haut beobachtet wird, und dem genannten maximalen Wert. Die maximale Qualität wird auf ungefähr 65 % der Länge im mittleren Teil der Haut beobachtet. Im vorderen Teil nimmt die Qualität (Halsfalte) mit einer weniger abrupten Schwankung als im hinteren Teil auf einer Entfernung ab, die ungefähr 25 % der Länge entspricht. 2B zeigt eine starke Schwankung der Qualität ausgehend vom Rand auf einer Entfernung, die ungefähr 20 % der halben Breite entspricht, von ungefähr 30 % der maximalen Qualität bis dort hin.

Natürlich betreffen 2A und 2B einen besonderen Typ von Haut. Die Evolutionsgradienten können für andere Hauttypen wesentlich anders sein.

Die Maske(n), die jedem Hauttyp zugeordnet wird/werden, wird/werden gespeichert (Schritt 12). Es kann auch eine Information zugewiesen werden, die für jeden Hauttyp einen Prozentsatz der akzeptablen Dehnung des Leders in mindestens zwei Richtungen anzeigt, wie die Richtung der Referenzachse und die Richtung, die zu dieser normal ist. Diese Dehnungskapazität kann zum Zeitpunkt eines weiteren Plazierens auf diesem Hauttyp berücksichtigt werden.

Für die Herstellung eines Artikels eines bestimmten Typs, umfassend eine Einheit von Lederzuschnitten mit vorbestimmten Formen und Abmessungen, kann das Verfahren einen Schritt (14) des Gruppierens von Bestandteilen des Artikels umfassen. Das Gruppieren erfolgt vorzugsweise, indem in ein und derselben Gruppe die Zuschnitte vereint werden, die für die Herstellung einer funktionalen einstückigen Untereinheit des Artikels (zum Beispiel eine Rückenlehne eines Sessels) erforderlich sind. In der Tat sind die Zuschnitte einer Gruppe in einem solchen Fall dazu bestimmt, aufeinander zusammengefügt zu werden und besitzen gleiche Konturabschnitte, was mindestens in bestimmten Fällen ermöglichen kann, die Gruppe von Zuschnitten wie eine einzigartige Gruppe zu betrachten. Dies ist insbesondere wahr, wenn die Bestandteile einer Untereinheit aus ästhetischen Gründen Merkmale gleichmäßigen Aussehens aufweisen und nebeneinander in einer homogenen Zone einer Haut plaziert werden müssen. Die Zuschnitte der Gruppe werden dann untereinander durch Verbindungen mit dem höchsten Niveau verbunden. Man wird feststellen, daß man unter Artikel bestimmten Typs sowohl einen besonderen Artikel versteht, zum Beispiel einen Sessel, als auch einen Posten an Artikeln, die normalerweise in Form einer Einheit hergestellt werden, zum Beispiel ein Sofa und passende Sessel. Man wird auch feststellen, daß jeder Gruppe eine Information zugewiesen werden kann, welche anzeigt, ob die Verbindungen zwischen den Zuschnitten der Gruppe unterbrochen werden können oder nicht. Diese Information ermöglicht, wenn sie positiv ist, das Einführen einer größeren Geschmeidigkeit beim weiteren Schritt des Plazierens.

Der folgende Schritt (16) des Verfahrens besteht darin, mindestens bestimmten Bestandteilen des Artikels eine oder mehrere Auflagen zuzuweisen. Letztere werden durch die Stelle des Zuschnitts im Artikel und daraus sich ergebende ästhetische Erwägungen bestimmt. Die Auflagen werden insbesondere aus dem Ledernarbungswert, dem Farbnuancenwert, der Ausrichtung des Zuschnitts auf der Haut ausgewählt. In Bezug auf den letzten Punkt kann es in der Tat zu Unterschieden beim Aussehen kommen, je nachdem, ob ein Zuschnitt beim Ausschneiden in einer Richtung oder in einer anderen Richtung zur Referenzachse der Haut ausgerichtet ist. Dem Merkmal in Bezug auf die Ausrichtung des Zuschnitts auf der Haut kann eine Ausrichtungstoleranzinformation zugeordnet werden, welche die maximale winkelige Ausfederung anzeigt, die für das Plazieren des Zuschnitts auf beiden Seiten der spezifizierten Ausrichtung erlaubt ist. Andere nützliche Informationen für das Plazieren können auch zugeordnet werden, zum Beispiel das Niveau des Schweregrads des Lederfehlers, der für jeden Zuschnitt toleriert wird.

Gemäß eines weiteren Merkmals des Verfahrens zum Plazieren gemäß der Erfindung umfaßt das Verfahren einen Schritt (18) zum Erstellen von Verbindungen zwischen Zuschnitten oder – falls Gruppen von Zuschnitten gebildet wurden – auch zwischen Zuschnitten und Gruppen von Zuschnitten oder zwischen Gruppen von Zuschnitten. Die Verbindungen werden in mehrere Niveaus eingeteilt, vom stärksten bis zum schwächsten. Mindestens eine Komponente der Verbindung besteht im Ähnlichkeitsgrad oder dem Grad der Unähnlichkeit zwischen den Auflagen, die den Zuschnitten zugewiesen werden. Eine weitere Komponente kann in der gewünschten Nähe zwischen den Zuschnitten auf der Haut bestehen, insbesondere damit sie Merkmale aufweisen, die einander so nahe wie möglich sind, oder weil sie gemeinsame Konturabschnitte aufweisen. Somit besteht die stärkste Verbindung zwischen Zuschnitten, welche die gleichen Merkmalniveaus (Narbungsgröße, Farbennuance, Ausrichtung) aufweisen und die außerdem eine Näheauflage zugewiesen haben. Die Näheauflage zwischen zwei Zuschnitten kann in Form einer maximalen Entfernung auf der Haut zwischen zwei charakteristischen Punkten dieser zwei Zuschnitte ausgedrückt werden, aber auch in Form eines maximalen Abstands von Narbungswert und/oder Farbwert. So verbundene Zuschnitte können Teil ein und derselben Gruppe sein oder nicht. Die schwächste Verbindung besteht zwischen Zuschnitten, welche keine Ähnlichkeits- oder Unähnlichkeitsanforderung von Merkmalen oder Näheauflage aufweisen, zum Beispiel isolierte Zuschnitte oder Zuschnitte, die sich an Stellen des herzustellenden Artikels befinden, die normalerweise nicht exponiert oder sichtbar sind.

Ein weiterer Schritt (20) des Verfahrens kann darin bestehen, mindestens bestimmten Zuschnitten oder – falls Gruppen gebildet werden – einer oder mehreren Gruppen einen Plazierungsvorrangsgrad zuzuweisen. Es können eventuell mehr als zwei Werte für den Vorrangsgrad vorgesehen werden. Zum Zeitpunkt des Plazierens werden die Zuschnitte oder Gruppen von Zuschnitten mit dem höchsten Vorrang zuerst plaziert. Es handelt sich vorzugsweise um Zuschnitte oder Gruppen von Zuschnitten, denen die stärksten Auflagen zugeordnet werden und um jene, die dort durch Verbindungen mit dem höchsten Niveau verbunden sind, um für diese Zuschnitte vorrangig die homogenen Zonen zu besetzen, welche der oder jeder verwendeten Haut entsprechen. Sinkende Vorrangsgrade können in der Folge den Zuschnitten oder Gruppen von Zuschnitten, die verbleiben, gemäß dem Niveau der Verbindungen zugewiesen werden, die ihnen zugeordnet sind.

Beim Schritt (22) werden die eventuellen Gruppierungen von Zuschnitten, die den Zuschnitten oder Gruppen von Zuschnitten zugewiesenen Auflagen und die definierten Verbindungen gespeichert. Diese Informationen, in Form einer Datei von Zuschnitten mit verbundenen Auflagen, sind für die Herstellung einer Reihe von Artikeln des entsprechenden Typs verwendbar.

Für die Herstellung eines bestimmten Artikeltyps ausgehend von Häuten eines bestimmten Typs besteht ein erster Vorgang (Schritt 24) darin, eine oder mehrere Häute dieses Typs zu digitalisieren und für jede Haut das digitalisierte Bild sowie Standortinformationen und Informationen in Bezug auf die Schwere der auf der Haut entdeckten Fehler zu registrieren. Eine Referenzachse, die typischer Weise dem Rückgrat des Tieres entspricht, wird vorzugsweise auf jeder Haut derart bestimmt, daß das digitalisierte Bild der Haut eine Information umfaßt, welche die Position der Referenzachse identifiziert. Die Positionen der Fehler können manuell auf die Haut geheftet und ihre Schweregrade von einem Bediener evaluiert und eingegeben werden. Alternativ dazu ist es möglich, die Fehler zu lokalisieren und ihren Schweregrad durch automatische Analyse des digitalisierten Bildes einzuteilen. Die Position der Referenzachse kann durch Heften oder manuelles Kennzeichnen auf der Haut bestimmt werden. Alternativ dazu ist es möglich, die Referenzachse durch automatische Analyse der digitalisierten Haut zu lokalisieren.

Der folgende Schritt (26) besteht darin, die gespeicherte(n) Maske(n), welche dem verwendeten Hauttyp entspricht/entsprechen, zu suchen. Ein Bediener kann die Möglichkeit erhalten, die oder jede Maske zu ändern, wenn die Haut oder der Posten von verwendeten Häuten ein Merkmal aufweist, deren Wertverteilung auf dem Leder sich wesentlich von jener unterscheidet, die üblicherweise bei diesem Hauttyp vorgefunden und als Referenz für die Herstellung der Maske verwendet wird, welche diesem Merkmal entspricht.

In der Folge wird/werden die geänderte/n Maske(n) auf das Bild der oder jeder digitalisierten Haut derart angewendet (Schritt 28), daß die Fläche letzterer in homogene Zonen aufgeteilt wird. Das Anwenden einer Maske umfaßt eine maßliche Anpassung, zum Beispiel durch Homothetie, um die Maske so gut wie möglich mit dem Bild der Haut zu überlagern.

Die Datei von Zuschnitten mit verbundenen Auflagen, welche dem herzustellenden Artikeltyp entsprechen, wird aus den vorregistrierten Dateien (Schritt 30) gelesen.

In der Folge wird das Verfahren zum automatischen Plazieren (Schritt 32) ausgeführt. Dieses besteht darin, zuerst das Plazieren der Zuschnitte oder Gruppen von Zuschnitten auszuführen, welche das höchste Vorrangsniveau aufweisen, ausgehend von vom Verwender vorbestimmten Arbeitsvorbereitungskriterien, danach kommen die Zuschnitte oder Gruppen von Zuschnitten an die Reihe, die in der sinkenden Vorrangsreihenfolge folgen. Für jeden neuen Zuschnitt oder jede neue Gruppe von Zuschnitten, die zu plazieren sind, wird/werden die bestehende(n) Verbindungen) mit einem bereits plazierten Zuschnitt oder einer bereits plazierten Gruppe von Zuschnitten geprüft, um davon die Position auf ein und derselben oder einer anderen Haut zu bestimmen.

Für den Fall, daß Fehler auf den verwendeten und gespeicherten Häuten entdeckt werden, berücksichtigt das Plazieren die Schwere und die Position der Fehler. Ein Flächenabschnitt, der einen Fehler aufweist, wird für einen Zuschnitt verwendet oder nicht, je nachdem, ob der Schweregrad des Fehlers gleich dem für diesen Zuschnitt tolerierten Schweregrad ist oder nicht, gemäß der zu diesem Zweck in Bezug auf den Zuschnitt gespeicherten Information.

Auf jeden Fall ist das gesuchte Plazieren jenes, für das die Fläche der verwendeten Haut/Häute in optimaler Weise besetzt ist, um Materialverluste zu vermeiden, insbesondere unter Nutzung der Dehnungskapazitäten des Leders und der Drehungsmöglichkeiten der Zuschnitte zur privilegierten Ausrichtung. Es werden auch die eventuellen Toleranzen für das Überschreiten der Grenzen zwischen Zonen mit homogenen Merkmalen auf der Haut berücksichtigt. Ein bekanntes Mittel zu diesem Zweck besteht darin, durch ein Programm eine möglichst hohe Anzahl von Plazierungsvarianten zu simulieren und die günstigste Variante beizubehalten. Die gespeicherten Dehnungskapazitäten des Leders in der Richtung der Referenzachse oder in der senkrechten Richtung und die Toleranzen für das Überschreiten der Grenze zwischen Zonen der Haut können bei den Simulationen der Plazierung verwendet werden, nicht unbedingt in systematischer Weise, sondern nach Bedarf, wenn eine verfügbaie Position eine Abmessung aufweist, die um sehr wenig geringer als jene eines zu plazierenden Zuschnitts ist. Wenn eine optimale Plazierung bestimmt worden ist, wird sie gespeichert (Schritt 34), um bei einem anschließenden Schneidevorgang oder als Basis bei einer zukünftigen Plazierung für einen ähnlichen Artikel verwendet zu werden.

Anwendungsbeispiel

Dieses Beispiel betrifft das Plazieren von Zuschnitten, die für die Herstellung eines Artikels, der aus einem dreisitzigen Sofa und zwei Sesseln besteht, in Leder, die von Kuhhäuten stammen.

3A und 3B zeigen Maskenmodelle, die auf Kuhhäute anwendbar sind.

Die Maske 40 von 3A ist eine Maske für Farbnuancen des Leders, welche zwischen zwei Nuancenniveaus unterscheidet: hell und dunkel. Auf der Maske 40 sind die Achse A, welche der Achse des Rückgrats entspricht, sowie die Teile des Halses 42, des Schwanzes 44 und der Beine 46 des Tieres dargestellt. Es werden Zonen mit heller Farbe ZN1 und ZN4 auf den Flanken und den Beinen und ZN2, ZN3 auf jeder Seite der Achse A ausgehend von der Mitte des Rückgrats bis zum Hals und Zonen mit dunkler Farbe ZN5, ZN6 auf jeder Seite der Achse A ausgehend von der Mitte des Rückgrats bis zum Schwanz unterschieden.

Die Grenzen zwischen den verschiedenen Farbnuancenzonen ZN1 bis ZN6 sind durch Geradensegmente dargestellt. Dennoch ist die Schwankung der Nuance fortschreitend. Der Maske 40 kann eine Information einer Entfernung D1 zugewiesen werden, welche die Toleranz für das Überschreiten der Grenze auf beiden Seiten davon darstellt, wie zwischen den Zonen ZN1 und ZN2 gezeigt.

Die Maske 50 von 3B ist eine Maske mit einer Narbungsgröße des Leders, die zwischen zwei Niveaus unterscheidet: feine Narbung und grobe Narbung. Achse A, welche dem Rückgrat des Tieres entspricht, ist genauso wieder zu finden wie die Teile des Halses 52, des Schwanzes 54 und der Beine 56. Es wird zwischen zwei Zonen ZG1, ZG2 mit feiner Narbung, welche den mittleren Teil der Haut auf beiden Seiten der Achse A besetzen, Zonen mit grober Narbung ZG3, ZG4, welche jeweils eine Flanke und die dazugehörigen Beine besetzen, und Zonen mit grober Narbung ZG5, ZG6, ZG7, ZG8 unterschieden, welche die benachbarten Teile des Halses und des Schwanzes auf beiden Seiten der Achse A besetzen.

Der Maske 50 können Informationen zugewiesen werden, welche die maximalen Prozentsätze für die Dehnung des Leders in die Richtungen X und Y, die jeweils parallel und senkrecht zur Achse A sind, darstellen.

Die Masken 40 und 50 weisen dieselbe Form und dieselben Abmessungen auf. Sie werden gespeichert, so wie die eventuellen Informationen, welche die Dehnungskapazitäten des Leders darstellen, um auf jeglicher Kuhhaut angewendet zu werden.

Es wird sofort deutlich, daß nach demselben Prinzip Masken, die auf Häute anwendbar sind, welche einen anderen tierischen Ursprung haben, hergestellt werden können.

4 stellt in schematischer Form eine Einheit von Lederzuschnitten dar, die für die Herstellung eines dreisitzigen Sofas verwendet werden, und 5 eine Einheit von Zuschnitten, die für die Herstellung eines passenden Sessels verwendet werden.

In 4 sind bestimmte Bestandteile in Gruppen aufgeteilt. Mehrere Gruppen bestehen aus mehreren Zuschnitten, die dazu bestimmt sind, funktionale Untereinheiten des Sofas darzustellen. Es handelt sich um die Gruppen G1 „Rechte Rückenlehne" und G3 „Linke Rückenlehne", welche jeweils vier Zuschnitte umfassen, um die Gruppe G2 „Mittlere Rückenlehne", welche drei Zuschnitte umfaßt, die Gruppen G4 „Rechte Sitzfläche", G5 „Mittlere Sitzfläche" und G6 „Linke Sitzfläche", die jeweils zwei Zuschnitte umfassen, und um die Gruppe G7 „Gestell", welche Zuschnitte (mit 1 bis 11 numeriert) umfaßt, die dazu bestimmt sind, das Gestell des Sofas zu verzieren. Andere Zuschnitte stellen für sich alleine funktionale Gruppen dar, G8, G9, G10 für die „Rechte Rückenstütze", „Mittlere Rückenstütze" und „Linke Rückenstütze" und G11, G12 für die „Rechte Armlehne" und „Linke Armlehne". Die restlichen Zuschnitte umfassen Paare von verbundenen Zuschnitten I, II, III.

Die verschiedenen Zuschnitte sind untereinander durch Verbindungen verbunden, die in diesem Beispiel vier mögliche Niveaus 1, 2/2', 3 und 4 in der Reihenfolge sinkender Stärke aufweisen.

Die Verbindungen von Niveau 1 bestehen zwischen den Zuschnitten, welche unter sich die größte Anforderung von Auflagenähnlichkeit und eine Näheauflage der Plazierung aufweisen. Es handelt sich um die Zuschnitte von jeder der funktionalen Untereinheiten, die den Gruppen G1 bis G6 entsprechen. In der Tat müssen die Bestandteile einer Rückenlehne oder einer Sitzfläche dieselben Lederfarbnuancen, dieselben Ledernarbungsgrößen und dieselben Ausrichtungen auf dem Leder aufweisen und müssen ferner nahe beieinander plaziert werden. Diese Näheauflage drückt sich durch eine maximale Entfernung zwischen charakteristischen Punkten von Zuschnitten aus, wie zum Beispiel zwischen den Punkten p1 und p2 der Zuschnitte P1 und P2 der rechten Rückenlehne. Diese Näheauflage erklärt sich durch den Umstand, daß die Zuschnitte aus ästhetischen Gründen die größtmögliche Ähnlichkeit des Aussehens aufweisen müssen, über die gleichen Niveaus von Nuancemerkmalen und Narbungsmerkmalen und die gleichen Ausrichtungen hinaus. Ferner weisen die Zuschnitte, die dazu bestimmt sind, miteinander zusammengefügt zu werden, gemeinsame Konturabschnitte auf und somit den Vorteil, daß sie nebeneinander plaziert werden.

Die Verbindungen von Niveau 2 befinden sich zwischen den Zuschnitten oder Gruppen von Zuschnitten, welche untereinander die größte Anforderung an Ähnlichkeit von Auflagen (selbe Nuance, Narbung und Ausrichtung) aufweisen, aber ohne Auflage für die Nähe der Position. Es handelt sich in diesem Beispiel um Verbindungen zwischen Rückenlehnen und dazugehörigen Rückenstützen.

Die Verbindungen von Niveau 2' befinden sich zwischen Zuschnitten oder Gruppen von Zuschnitten, die untereinander Ähnlichkeits- oder Unähnlichkeits-Beziehungen von Auflagen aufweisen, zum Beispiel selbe Narbung, selbe Ausrichtung, aber entgegengesetzte Nuancen. Es handelt sich in diesem Beispiel um Verbindungen zwischen mittlerer Rückenlehne und rechter Rückenlehne, zwischen mittlerer Rückenlehne und linker Rückenlehne, zwischen mittlerer Sitzfläche und rechter Sitzfläche und zwischen mittlerer Sitzfläche und linker Sitzfläche, um so eine Farbtonvariation im Sofa zu erreichen. Es versteht sich von selbst, daß – wenn eine solche Variation nicht gewünscht wird – zwischen diesen Gruppen die Verbindungen von Niveau 2 verwendet würden.

Die Verbindungen von Niveau 3 befinden sich zwischen den Zuschnitten oder Gruppen von Zuschnitten, die untereinander eine minimale Ähnlichkeits- oder Unähnlichkeitsanforderung von Auflagen aufweisen, zum Beispiel selbe Narbung oder selbe Nuance. Es handelt sich in diesem Beispiel um Verbindungen zwischen der Rückenlehne und der dazugehörigen Armlehne und zwischen Sitzfläche und dazugehöriger Armlehne.

Die Verbindungen von Niveau 4 sind in der Tat Nullverbindungen, welche völlige Positionierungsfreiheit sowohl in Bezug auf die Nuance als auch auf die Narbung und Ausrichtung sowie Nähe lassen. Sie betreffen Zuschnitte für das Gestell und die freien Zuschnitte.

Den oben genannten unterschiedlichen Gruppen von Zuschnitten und Zuschnitten können auch Plazierungsvorrangsgrade zugewiesen werden, welche anzeigen, in welcher Reihenfolge sie vorzugsweise zu plazieren sind.

In diesem Beispiel kann man Vorrang 1, den höchsten von allen, jeder der funktionalen Gruppen G1 bis G6 zuweisen, welche alle Zuschnitte vereinen, die durch Verbindungen von Niveau 1 zugewiesen sind, danach einen Vorrang 2 für die Gruppen G8 bis G10, deren Zuschnitte durch Verbindungen von Niveau 2 zugewiesen sind, einen Vorrang mit Niveau 3 für die Gruppen G11 und G12, deren Zuschnitte durch die Verbindungen von Niveau 3 zugewiesen sind, und einen Vorrang mit Niveau 4, dem niedrigsten, für die anderen Zuschnitte und Gruppen von Zuschnitten.

Jedem Zuschnitt oder jeder Gruppe von Zuschnitten, die mit einer Ausrichtungsauflage versehen sind, wird eine Information in Bezug auf die Ausrichtungstoleranz in Form eines maximalen Drehwinkels (oder winkelige Ausfederung) zugewiesen, der in Bezug auf die spezifizierte Ausrichtung zulässig ist.

In den meisten Fällen wird die spezifizierte Ausrichtung zur Referenzachse definiert, welche dem Rückgrat entspricht. Eine Ausrichtung der Zuschnitte derart, daß ihre größte Abmessung senkrecht oder parallel zur Referenzachse ist, wird im Allgemeinen spezifiziert.

Jedem Zuschnitt wird auch eine Information in Bezug auf die Fehlertoleranz zugewiesen, welche den Schweregrad des Lederfehlers anzeigt, der vom Zuschnitt toleriert wird.

5 zeigt, in ähnlicher Weise wie 4, eine Aufteilung von bestimmten der Bestandteile eines Sessels F in funktionale Gruppen: eine Gruppe G14 „Rückenlehne", die fünf Zuschnitte umfaßt, eine Gruppe G15 „Sitzfläche", die zwei Zuschnitte umfaßt, und eine Gruppe G16 „Gestell", die mehrere Zuschnitte umfaßt (mit 12 bis 20 numeriert). Andere Zuschnitte stellen für sich selbst funktionale Gruppen dar, G17, G18, G19 für „Rückenstütze", „Armlehne rechts", „Armlehne links". Die restlichen Zuschnitte umfassen zwei verbundene Zuschnitte IV.

In jeder Gruppe G14, G15 sind die Zuschnitte untereinander durch eine Verbindung von Niveau 1 verbunden. Die Gruppe G14 und die Gruppe G17 sind durch eine Verbindung von Niveau 2 verbunden. Die Gruppen G14 und G18, G14 und G19, G15 und G18 und G15 und G19 sind untereinander durch eine Verbindung von Niveau 3 verbunden. Die anderen Zuschnitte sind durch eine Verbindung von Niveau 4 (keine Auflagen) verbunden.

Plazierungsvorranggrade von 1 bis 4 werden jeweils den Gruppen G14, G15, der Gruppe G17, den Gruppen G18, G19, danach der Gruppe G16 und den restlichen Zuschnitten zugewiesen. Wenn die Bestandteile eines Sofas und ein oder mehrere passende Sessel plaziert werden müssen, für Zuschnitte oder Gruppen, welche denselben Vorrang aufweisen, kann man mit jenen des Sofas beginnen, wobei danach jene des Sessels oder der Sessel kommen.

Wie im Fall des Sofas von 4 wird jedem Zuschnitt oder jeder Gruppe von Zuschnitten eine Information in Bezug auf die Ausrichtungstoleranz und eine Information in Bezug auf die Fehlertoleranz des Leders zugewiesen.

5 zeigt auch die ähnliche Aufteilung der Gruppen G14' bis G19' und verbundene Zuschnitte V des zweiten Sessels F' (Gruppe G16' „Gestell" umfaßt Zuschnitte, die mit 21 bis 29 numeriert sind).

Die Formen der Zuschnitte, die durchgeführten Gruppierungen, die den Zuschnitten zugewiesenen Auflagen, die definierten Verbindungen und dazugehörigen Informationen stellen eine Datei von Zuschnitten mit verbundenen Auflagen dar. Eine solche Datei für eine Einheit, die aus einem Sofa und zwei Sesseln besteht, wird gespeichert.

Es wird sofort offenkundig, daß die beschriebenen Prinzipien in Bezug auf das Beispiel von 4 und 5 auf jeden Artikeltyp angewendet werden können, dessen Herstellung das Zusammenfügen von Lederzuschnitten untereinander und/oder mit anderen Elementen erfordert.

Man kann somit über eine Datenbank von Zuschnitten mit verbundenen Auflagen verfügen, welche verschiedenen Typen von herzustellenden Artikeln entsprechen.

Im betreffenden Beispiel eines dreisitzigen Sofas mit zwei passenden Sesseln sind mehrere Kuhhäute notwendig.

Die bereitgestellten Häute, die vorzugsweise vom selben Posten stammen, sind numeriert, mit Eintragung von Informationen in Bezug auf die auf jeder Haut entdeckten Fehler und in Bezug auf die Referenzachse (Rückgrat) jeder Haut.

6 stellt stark schematisch eine Digitalisierungsvorrichtung von jenem Typ dar, der in der internationalen Patentanmeldung Nr. WO 95/29 046 der Anmelderin beschrieben wird.

Eine Haut 60, die zu digitalisieren ist, wird flach auf einem Transporttisch 62 bereitgestellt. Während die Haut auf dem Tisch liegt, sucht ein Bediener visuell nach Fehlern 65. Er markiert das Vorhandensein von Fehlern mit Hilfe von Schnüren 64, die ihre Konturen definieren, und ihre Schwere mit Hilfe von Elementen 66, die in den Zentren der durch die Schnüre begrenzten Zonen plaziert sind. Je nach Schwere des Fehlers können die Elemente 66 unterschiedliche Größen und/oder Formen aufweisen. Der Bediener kann auch auf der Haut Markierungen 68, 70 plazieren, welche es ermöglichen, die Konfiguration und die Anordnung der Haut bei der Digitalisierung zu kennzeichnen und sie bei weiteren Arbeitsschritten getreu zu reproduzieren. Die Kennzeichnungen 70 sind entlang des Rückgrats angeordnet, um die Position der Referenzachse der Haut zu kennzeichnen.

Die Digitalisierung erfolgt, indem der Transporttisch 62 unter ein Portal geführt wird, das zwei lineare Kameras 72, 74 trägt, die durch jeweilige Übertragungsspiegel 76, 78 jeweils ein Segment abtasten, das sich auf ungefähr einer Hälfte der Breite der Digitalisierungszone erstreckt.

Im Laufe einer ersten Phase ist die Haut mit Hilfe einer Quelle 82 von unten beleuchtet. Die Kameras 72, 74 übertragen die Signale an eine Steuereinheit, wodurch die Ausarbeitung von graphischen Informationen ermöglicht wird, welche für die Kontur der Haut repräsentativ sind. Im Laufe einer zweiten Phase wird die Haut, die in umgekehrter Richtung unter dem Portal verschoben wird, durch eine Quelle 84 beleuchtet, die sich oberhalb der Haut befindet. Die Positionen der Schnüre 64 und Markierungen 68, 70 und die Formen der Elemente 66 werden von den Kameras 72, 74 erfaßt und die entsprechenden Signale an die Steuereinheit gesendet, um Fehlerinformationen (Positionen und Schweregrad der erfaßten Fehler) und Informationen über die Kennzeichnung, Konfiguration und Bereitstellung der Haut, insbesondere Informationen in Bezug auf die Referenzachse, auszuarbeiten.

Andere bekannte Verfahren zur automatischen Digitalisierung von Hautkonturen und zur visuellen oder automatisierten Erfassung der Referenzachse sowie von Fehlern und des Schweregrads von Fehlern können verwendet werden.

Nach der Digitalisierung der notwendigen Häute werden die Masken 40, 50 auf die Bilder der bereitgestellten Häute durch die gespeicherten graphischen Informationen angewendet, die für ihre Konturen repräsentativ sind, indem ihre Referenzachsen mit der Achse A überlagert werden und indem eine geometrische Transformation derart angewendet wird, daß sie an die tatsächlichen Abmessungen der Haut angepaßt werden. Das Übereinanderlegen der Masken mit dem Bild der Haut durch Überlagerung der Referenzachsen ermöglicht es, die Anwendung der Masken einfach und präzise durchzuführen, selbst wenn die Haut nicht vollständig ist. Die Möglichkeit eines automatischen Verfahrens zur Anwendung der Masken, ohne daß die Referenzachse der Haut zuvor lokalisiert wurde, bleibt dennoch denkbar.

Die Anwendung der Masken 40, 50 auf das Bild einer digitalisierten Haut ermöglicht es, auf dieser eine Einheit von Zonen mit homogenen Merkmalen zu definieren, das heißt heller oder dunkler Nuance, die mit kleiner oder großer Narbung verbunden ist. Das Ergebnis ist in 7 dargestellt. Man wird feststellen, daß unterschiedliche benachbarte Zonen, welche dieselben homogenen Merkmale aufweisen, im Wesentlichen symmetrisch zur Referenzachse A angeordnet sind. Der Umstand, daß unterschiedliche Zonen, die jedoch dieselben Merkmale aufweisen, auf beiden Seiten des Rückgrats vorgesehen werden, ermöglicht es, den Vorgang des automatischen Plazierens für Zuschnitte zu erleichtern, die sich nicht rittlings auf dem Rückgrat befinden. Ferner wird man feststellen, daß die Grenzen zwischen Zonen fließend gestaltet werden können, indem die Toleranzen für das Überschreiten der Grenzen, die den Masken zugewiesen sind, kombiniert werden.

Wenn die unterschiedlichen, zu verwendenden Häute in homogenen Zonen durch Anwenden der Masken verteilt wurden, kann das Verfahren zum automatischen Plazieren durchgeführt werden. Dabei werden folgende Vorgänge ausgeführt (8).

In Abhängigkeit von den vordefinierten Kriterien für die Arbeitsvorbereitung wird die erste vorrangige Gruppe ausgewählt (Schritt 100). Der folgende Schritt (102) besteht darin, auf einer jeweiligen Haut die Bestandteile der Gruppe zu plazieren, wobei die Auflagen eingehalten werden, die den Zuschnitten an sich oder in Beziehung mit anderen Zuschnitten derselben Gruppe (zum Beispiel physische Nähe) zugewiesen wurden. Wenn alle Zuschnitte der Gruppe plaziert wurden (Test 104), wird überprüft, ob die Gruppe, die gerade bearbeitet wird, die letzte Gruppe (Test 106) ist. Falls nicht, wird überprüft, ob für die betreffende Gruppe ein Bruch der Verbindungen erlaubt ist (Test 108). Falls ja, werden die Verbindungen unterbrochen (Schritt 110) und man kehrt zu Schritt 102 zurück, nach der Änderung der Auflagen, also des Niveaus der Verbindungen für die Gruppe. Falls nein, werden die Informationen, welche die Zuschnitte der Gruppe kennzeichnen, die nicht plaziert werden konnten, mit den anderen Informationen in Bezug auf die Gruppe gespeichert (Schritt 112), bevor zum Test 106 übergegangen wird.

Wenn es sich nicht um die letzte Gruppe handelt (Test 106 negativ), wird zur nächsten Gruppe übergegangen, die mit der vorhergehenden verbunden ist oder die dieser in Abhängigkeit von den festgelegten Kriterien für die Arbeitsvorbereitung (Schritt 114) folgt, und man kehrt zu Schritt 102 zurück.

Wenn es sich um die letzte Gruppe handelt, wird überprüft, ob es weiterhin zu plazierende Zuschnitte gibt (Test 116). Falls ja, geht man zu einer Änderung der Haut (Schritt 118) über und man kehrt zu Schritt 102 zurück, wobei mit der Gruppe begonnen wird, die von jenen Gruppen, deren Zuschnitte noch nicht alle plaziert wurden, das höchste Vorrangsniveau aufweist (Schritt 120).

Wenn es keine Zuschnitte mehr zu plazieren gibt, wird die erhaltene Plazierung gespeichert (Schritt 122) und ihre Effizienz gemessen (Schritt 124). Das gesamte Verfahren kann nun eine vorbestimmte Anzahl von Malen (Schritt 126) oder bis zum Ende einer vorbestimmten Zeitspanne wiederholt werden, wobei die letztendlich beibehaltene Plazierung jene ist, welche die höchste Effizienz aufweist. Die Effizienz wird zum Beispiel durch die Gesamtfläche der verwendeten Haut/Häute gemessen. Sie ist um so höher, je kleiner diese Fläche ist.

Das Ergebnis des automatischen Plazierens, das auf vier Häuten durchgeführt wurde, wird in 9 bis 12 dargestellt.

Auf der ersten Haut (9) wurden drei Gruppen von Zuschnitten G1, G2, G3, welche die Rückenlehnen des Sofas darstellen, unter Einhaltung der Verbindungen 2' zwischen den Zuschnittsgruppen plaziert, um die gewünschte Farbtonvariation in Kontinuität der Farbe entlang des Sofas zu erhalten. Drei Rückenstützen G8, G9, G10 sind in Beziehung mit den dazugehörigen Rückenlehnen unter Einhaltung der Verbindungen 2 plaziert. Auf der ersten Haut ist ein Teil der Zuschnitte der Gruppe 7 (Gestell) unter Einhaltung der Reihenfolge plaziert, in der die Zuschnitte zusammengefügt werden sollen. Die Zuschnitte der Gruppen G1, G2, G3, G7, G8, G9 und G10 sind senkrecht zur Referenzachse A ausgerichtet. Der Rest der Haut ist mit freien Zuschnitten des Sofas oder der Sessel verziert.

Auf der zweiten Haut (10) wurden die drei Zuschnittsgruppen G4, G5 und G6, welche die Sitzflächen des Sofas darstellen, unter Einhaltung der Verbindungen 2' zwischen den Zuschnittsgruppen plaziert, um die gewünschte Farbtonvariation so wie für die Rückenlehnen zu erhalten. Die Zuschnitte G11, G12, welche die Armlehnen darstellen, sind unter Einhaltung der Verbindungen 3 plaziert, das heißt in Zonen mit derselben Farbnuance (dunkel) wie die seitlichen Rückenlehnen. Ein Teil der Gruppe G7 (Gestell des Sofas) ist unter Einhaltung der Reihenfolge der Zuschnitte plaziert, so wie ein Teil der Gruppen G16 und G16' (Gestelle Sessel) und die Paare von verbundenen Zuschnitten I und III. Die Zuschnitte sind im Wesentlichen senkrecht zur Referenzachse A ausgerichtet. Der Rest der Haut ist mit freien Zuschnitten des Sofas oder der Sessel verziert.

Auf der dritten Haut (11) sind eine Gruppe G14, welche eine Sesselrückenlehne darstellt, indem einer der Zuschnitte in einem symmetrischen Teil der Haut positioniert wird, eine Gruppe G15, welche eine Sesselsitzfläche darstellt, eine Gruppe G17, welche eine Sessel-Rückenstütze darstellt und eine Gruppe G18 plaziert, welche die rechte Armlehne eines Sessels darstellt. Die Verbindungen von Niveau 3 werden zwischen den Gruppen G14 und G15, G14 und G17, G15 und G18 eingehalten. Ein Teil der Gruppen G16 und G16' (Sesselgestelle) ist unter Einhaltung der Reihenfolge der Zuschnitte sowie der Paare verbundener Zuschnitte II und IV plaziert. Die Zuschnitte sind im Wesentlichen senkrecht zur Referenzachse angeordnet. Der Rest der Haut ist mit freien Zuschnitten des Sofas oder der Sessel verziert.

Auf der vierten Haut (12) sind zwei Gruppen G14' und G15', welche eine Rückenlehne und eine Sitzfläche eines Sessels darstellen, drei Gruppen G18', G19 und G19', welche die zwei linken und eine rechte Armlehne der Sessel darstellen, eine Gruppe G17', welche eine Sessel-Rückenstütze darstellt, und die verbundenen Zuschnitte V plaziert. Die Verbindungen von Niveau 3 werden zwischen den Gruppen G14' und G18' und G14' und G19' eingehalten. Die restlichen Zuschnitte der Gruppen G16, G16', welche die Gestelle der zwei Sessel darstellen, und die restlichen freien Zuschnitte vervollständigen teilweise die Haut.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum automatischen Platzieren von Zuschnitten, die dazu bestimmt sind, zur Herstellung von Artikeln verwendet zu werden, und die in mindestens einem Abschnitt ausgeschnitten werden müssen, der zu einem Typ geschmeidigem Materialabschnitt mit inhomogenen Merkmalen gehört, dadurch gekennzeichnet, dass es die Schritte umfasst, die bestehen aus:

    (a) – für den zu verwendenden Abschnitttyp Erstellen mindestens einer Maske, die auf die Abschnitte dieses Typs anwendbar ist und deren Fläche in verschiedene Zonen aufgeteilt ist, die verschiedenen Wertniveaus eines Merkmals des Materialabschnitts dieses Typs entsprechen,

    (b) – Zuweisen einer Einheit von Auflagen, die mindestens eine Wertauflage eines Merkmals des Stoffabschnitts umfassen, zu mindestens bestimmten Artikelbestandteilen eines bestimmten Typs,

    (c) – Festlegen von Verbindungen zwischen mindestens bestimmten Bestandteilen, die verschiedene Niveaus insbesondere in Abhängigkeit von Beziehungen haben, die den zwischen den Zuschnitten zugeordneten Auflagen auferlegt werden,

    (d) – Digitalisieren eines oder mehrerer Abschnitte des Typs, um ein Bild des Abschnitts oder jedes Abschnitts zu erzielen,

    (e) – Anwenden der oder jeder Maske auf das Bild des oder jedes Abschnitts unter Herstellen einer maßlichen Anpassung derart, dass das Bild in verschiedene Zonen mit homogenen Merkmalen aufgeteilt wird, und

    (f) – Durchführen eines automatischen Platzierens, indem die Bestandteile eines herzustellenden Artikels in Zonen des Bildes oder der Abschnitte angeordnet werden, wobei das Platzieren in Abhängigkeit von den Auflagen erfolgt, die eventuell den Zuschnitten zugeordnet wurden und unter Einhalten der zwischen den Zuschnitten definierten Verbindungen.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man bei einem bestimmten Materialabschnitt mindestens eine Maske erstellt, die ausgewählt wird aus:

    – einer Maske, die Zonen mit verschiedenen Farbnuancenwerten des Materials umfasst, und

    – einer Maske, die Zonen mit verschiedenen Werten eines Aussehensmerkmals der Fläche des Materials umfasst.
  3. Verfahren nach Anspruch 2 zum automatischen Platzieren von Zuschnitten, die dazu bestimmt sind, in Häuten ausgeschnitten zu werden, um zur Herstellung von Lederartikeln verwendet zu werden, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Maske erstellt, die Zonen mit verschiedenen Werten der Ledernarbung umfasst.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man auf das Bild eines Abschnitts eine Maske anlegt, indem man die Referenzachsen, die jeweils der Maske und dem Abschnitt zugeordnet sind, einander überlagert.
  5. Verfahren nach Anspruch 4 zum automatischen Platzieren von Zuschnitten, die dazu bestimmt sind, in Häuten ausgeschnitten zu werden, um zur Herstellung von Lederartikeln verwendet zu werden, dadurch gekennzeichnet, daß man als Referenzachse eine Achse verwendet, die dem Rückgrat des Tiers, dessen Haut verwendet wird, entspricht.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Referenzachse durch Heften oder manuelles Kennzeichnen auf dem Abschnitt bestimmt wird.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Referenzachse durch Analyse des Bilds des digitalisierten Abschnitts bestimmt wird.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass man mindestens bestimmte Bestandteile eines bestimmten Artikeltyps in Gruppen aufteilt, und daß man eventuelle Verbindungen zwischen den Gruppen und zwischen den Gruppen und Zuschnitten definiert.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man mindestens bestimmte Teile in funktionale Gruppen aufteilt, die jede den Bestandteil oder die Bestandteile einer Artikeluntergruppe umfassen.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass man mindestens bestimmten Teilen eine oder mehrere Auflagen zuordnet, die ausgewählt werden aus:

    – einem Farbnuancenwertniveau des Materials,

    – einem Wertniveau des Oberflächenzustandmerkmals des Materials,

    – einer bevorzugten Ausrichtung zu einer Referenzachse des Abschnitts.
  11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass man mindestens bestimmten Zuschnitten eine bevorzugte Ausrichtungsauflage zu einer Referenzachse des Abschnitts zuweist und eine Ausrichtungstoleranzinformation zuordnet, die einem maximalen zulässigen Drehwinkel zu der bevorzugten Ausrichtung entspricht.
  12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass man zwischen mindestens bestimmten Zuschnitten Verbindungen definiert, die in Abhängigkeit von den Näheauflagen, die den Teilen zugeordnet sind, verschiedene Niveaus haben.
  13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Näheauflagen zwischen zwei Zuschnitten in Form einer maximalen Entfernung zwischen zwei charakteristischen Punkten der Zuschnitte oder in Form eines maximalen Abstands zwischen dem Wertniveau eines Merkmals oder mehrerer Merkmale des Abschnittmaterials ausgedrückt sind.
  14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass man einen bestimmten Abschnittyp, einen möglichen Dehnungsfaktor des Materials in mindestens eine Richtung, die zu einer Referenzachse des Abschnitts bestimmt wird, festlegt, und man die Platzierung unter eventueller Nutzung der festgelegten Dehnungskapazität durchführt.
  15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass man mindestens bestimmten Zuschnitten oder Zuschnittgruppen ein Plazierungsvorrangsniveau zuweist und man das Platzieren in der Reihenfolge sinkenden Vorrangs durchführt.
  16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass man einem Zuschnitt oder einer Zuschnittgruppe einen Platzierungsvorrang mit umso höherem Niveau zuweist als der Zuschnitt oder die Zuschnittgruppe mit einem anderen Zuschnitt oder einer anderen Zuschnittgruppe durch eine Verbindung höheren Niveaus verbunden ist.
  17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass man eventuelle Fehler auf dem oder jedem Abschnitt, dessen Bild digitalisiert wird, erfasst, dass man jedem erfassten Fehler eine Information zuordnet, die einen von mehreren vorausbestimmten Schweregraden darstellt, und dass man die Fehlerinformationen speichert, die zugehörige Lagedaten auf dem Abschnitt und Schwereniveaudaten umfassen.
  18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass man jedem Bestandteil eines bestimmten Artikeltyps eine Information zuordnet, die den Fehlerschweregrad darstellt, der von diesem Zuschnitt toleriert wird.
Es folgen 11 Blatt Zeichnungen






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