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Dokumentenidentifikation DE102004015297A1 03.11.2005
Titel Vorrichtung und Verfahren zur zyklischen Dampfkompression
Anmelder Bangheri, Andreas, Brixlegg, AT
Erfinder Bangheri, Andreas, Brixlegg, AT
Vertreter Schwan Schwan Schorer, 80796 München
DE-Anmeldedatum 29.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004015297
Offenlegungstag 03.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.11.2005
IPC-Hauptklasse F25B 30/02
IPC-Nebenklasse F25B 27/00   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur zyklischen Dampfkompression, welche mit einem überkritischen Druck auf der Hochdruckseite arbeitet und einen Direktverdampfer (1), einen Niederdrucksammler (2), einen Verdichter (3), einen Gaskühler (4) und eine Drossel (5) aufweist, die in Reihe zu einem Strömungskreislauf miteinander verbunden sind und von einem Arbeitsfluid durchströmt werden, wobei die Vorrichtung als Wärmepumpe betrieben wird und der Direktverdampfer in einer Primärwärmequelle eingebettet ist. Ferner betrifft die vorliegende Erfindung ein entsprechendes Verfahren.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung eine Vorrichtung zur zyklischen Dampfkompression gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 sowie ein Verfahren zur zyklischen Dampfkompression gemäß Anspruch 13.

Die zyklische Dampfkompression ist die Basis für die meisten bekannten Wärmepumpen, die ihrerseits einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen darstellen. Eine Wärmepumpe wandelt Wärme niedriger Temperatur (auch im Winter bei weit unter 0°C) in Wärme hoher Temperatur um. Dies geschieht in der Regel durch einen geschlossenen Kreisprozess durch ständiges Ändern des Aggregatzustandes eines Arbeitsfluids: Verdampfen unter Wärmeaufnahme, Komprimieren, Wärmeabgabe, Verflüssigen, Expandieren). Dabei entzieht die Wärmepumpe der Umgebung des Hauses im Erdreich, Wasser oder Luft gespeicherte Sonnenwärme und gibt diese in Form von Wärme an den Heiz- und Warmwasserkreislauf ab.

Bei bekannten Wärmepumpensystemen werden einerseits Solewärmepumpen und andererseits Systeme mit Direktverdampfung eingesetzt. Bei einer Solewärmepumpe wird Wärme vom Erdreich auf einen ersten Kreislauf mit einer Sole als Arbeitsflüssigkeit übertragen. Die Sole besteht in der Regel aus einem Gemisch aus Frostschutz, wie z.B. Glykol und Wasser, und wird mittels eines Wärmekollektors durch das Erdreich geleitet, wo sie Wärme aufnimmt. Dieser Primärkreislauf gibt einen Teil der aufgenommenen Wärme an einen Sekundärkreislauf ab, dessen Arbeitsfluid den eigentlichen zyklischen Kompressionsprozess durchläuft und dabei durch den Wärmeübertrag vom Primärkreislauf zunächst verdampft wird, anschließend komprimiert, verflüssigt expandiert und wiederum verdampft wird. Der Aufbau einer Solewärmepumpe beinhaltet verschiedene Nachteile. Zum einen entsteht durch den zweimaligen Wärmeübertrag ein geringerer Wirkungsgrad als bei nur einem Kreislauf und zum anderen wird durch die erforderliche Umwälzpumpe zum Umwälzen der Sole in Verbindung mit dem zähen Frostschutzgemisch zusätzliche Energie verbraucht. Letztlich wird durch den Zwischenkreislauf der Temperaturhub des Kältekreises von der Energiequellenseite (Erdreich) zur Energienutzerseite (Heizungssystem) erhöht. In der Folge steigt der Energiebedarf bzw. Stromverbrauch zusätzlich an.

Alternative, bekannte Wärmepumpensysteme beinhalten die Direktverdampfung des Arbeitsfluids im Erdreich. Die Wärme des Erdreichs wird dabei direkt über einen Direktverdampfer an das Arbeitsfluid übertragen. Das Arbeitsfluid strömt dabei durch den im Wärmepumpenprozess vorhandenen Druckunterschied zwischen Hochdruck- und Niederdruckseite durch den Direktverdampfer, ohne zusätzlichen Energieverbrauch durch eine Umwälzpumpe zu generieren. Herkömmliche Direktverdampfungsvorrichtungen verwenden dazu Arbeitsfluide, die vollständig bei unterkritischen Drücken arbeiten und damit die Kondensation der Fluids während der Kühlung zur Energieabgabe an der Energienutzerseite ermöglichen. Es werden dabei eine Vielzahl unterschiedlicher Substanzen oder Mischungen von Substanzen als Arbeitsfluide verwendet. Die Wahl des Arbeitsfluids ist unter anderem von der Kondensationstemperatur beeinflusst, wahrend die kritische Temperatur des Arbeitsfluids die Obergrenze für die auftretende Kondensation setzt. Um einen vernünftigen Wirkungsgrad zu erhalten, ist es normalerweise wünschenswert, ein Arbeitsfluid mit einer kritischen Temperatur von mindestens 20 bis 30 K oberhalb der Kondensationstemperatur zu verwenden. Temperaturen nahe der kritischen Temperatur werden normalerweise bei der Auslegung und beim Betrieb von herkömmlichen Systemen vermieden.

Während solche Direktverdampfungssysteme aus energetischen Gründen etliche Vorteile aufweisen, haben sie bis jetzt jedoch den großen Nachteil, dass gängige Arbeitsfluide Treibhausgase sind, die die Erwärmung des Erdklimas beschleunigen bzw. die Ozonschicht der Erde abbauen. Selbst neuere Arbeitsfluide, die aus Umweltschutzgründen halogenfrei sind, haben immer noch ein erhebliches Treibhauspotential. Natürliche Kältemittel wie beispielsweise CO2 scheinen eine Alternative zu sein, jedoch hat die kritische Temperatur von beispielsweise CO2 mit 32 °C in der Vergangenheit deren Einsatzmöglichkeiten stark eingeschränkt.

Durch die Erfindung des Lorenz-Prozesses ergeben sich aber nun die Möglichkeiten, transkritische Dampfkompressionszyklen zu realisieren, die auch bei Temperaturen über der kritischen Temperatur des Arbeitsfluids einen guten Wirkungsgrad liefern. Beispiele für solche transkritischen Dampfkompressionsvorrichtungen oder -verfahren finden sich in EP 0 604 417 B1, EP 0 672 233 B1, EP 0 424 474 B2 sowie in EP 0 617 782 B1. Im Unterschied zu den bisherigen, subkritischen Kompressionskreisen ist bei diesen transkritischen Bedingungen das Arbeitsfluid auf der Hochdruckseite des Kreislaufs in einem überkritischen Zustand, was bedeutet, dass unabhängig vom Druck das Arbeitsfluid nicht mehr zu einer Flüssigkeit komprimiert bzw. kondensiert wird, sondern immer im gasförmigen Zustand vorliegt.

Es ist Aufgabe er vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung sowie ein Verfahren zur zyklischen Dampfkompression mit einem überkritischen Druck auf der Hochdruckseite zur Verwendung als Wärmepumpe mit Direktverdampfung zu schaffen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Vorrichtung zur zyklischen Dampfkompression gemäß Anspruch 1 sowie einem Verfahren zur zyklischen Wärmeaufnahme eines Arbeitsfluids gemäß Anspruch 12.

Dabei ist vorteilhaft, dass durch die transkritische Auslegung (auf der Hochdruckseite wird das System bei überkritischem Druck betrieben, auf der Niederdruckseite bei unterkritischem Druck) das System auch bei Temperaturen über der kritischen Temperatur des Arbeitsfluids betrieben werden kann. Damit wird das Spektrum der verwendbaren Arbeitsfluide erweitert und können insbesondere Arbeitsfluide mit günstigeren Umwelteigenschaften zum Einsatz kommen. Weiterhin ist vorteilhaft, dass bei der vorliegenden Erfindung die zyklische Dampfkompression mit überkritischem Druck beim Einsatz als Wärmepumpe mit der energetisch günstigen Ausführungsform der Direktverdampfung kombiniert wird, wodurch sich ein deutlich besserer Wirkungsgrad als beim Einsatz in Kombination mit einer Solewärmepumpe ergibt, da die Erdwärme so ohne einen Zwischenkreislauf genutzt werden kann. Die Erfindung kann sowohl in Wärmepumpen als auch in der Kälte- und Klimatechnik eingesetzt werden.

Die Vorrichtung zur zyklischen Dampfkompression besteht erfindungsgemäß aus einem Direktverdampfer, einem Niederdrucksammler, einem Verdichter, einem Gaskühler, einem Drosselventil und optional einem internen Wärmetauscher. Der Direktverdampfer steht mit einer Wärmequelle in thermischen Kontakt, die im folgenden als Primärwärmequelle bezeichnet wird, um klarzustellen, dass es sich dabei um das Erdreich, die Umgebungsluft oder das Gewässer handelt, dem Wärmeenergie entzogen werden soll und nicht etwa um einen Primärkreislauf beispielsweise in Form eines Solekreislaufs, der dem Kreislauf zur zyklischen Dampfkompression vorgeschaltet ist. Der Direktverdampfer wird im überfluteten Betrieb gefahren, was bedeutet, dass das Arbeitsfluid unter Aufnahme von Wärmeenergie nur teilweise verdampft und an einen Niederdrucksammler weitergeleitet wird. In diesem Niederdrucksammler werden in der Regel die Flüssigkeitsreste abgeschieden, d.h. das Arbeitsfluid wird ihm nicht im überhitzten Zustand zugeführt, sondern beinhaltet immer noch einen Flüssigkeitsanteil. Er dient dabei neben seiner Funktion als Flüssigkeitsabscheider auch als Kältemittelspeicher. Anschließend wird der Dampf des Arbeitsfluids vom Verdichter entweder direkt oder beim Einsatz eines internen Wärmetauschers im überhitzten Zustand angesaugt. In der Folge wird das Arbeitsfluid auf ein überkritisches Niveau verdichtet und durch den Gaskühler abgekühlt, wobei das Arbeitsfluid Wärmeenergie abgibt. In der Folge wird das Arbeitsfluid mittels der Drossel auf subkritisches Verdampfungsniveau gebracht und durch den Direktverdampfer wiederum verdampft, wodurch das Arbeitsfluid Wärmeenergie vom Erdreich aufnimmt.

Weitere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Bei bevorzugten Ausgestaltungen der Erfindung kommt als Arbeitsfluid Kohlendioxid (CO2) zum Einsatz, da dieses Medium gegenüber den herkömmlichen Arbeitsfluiden vergleichsweise gute Umwelteigenschaften besitzt. In weiteren bevorzugten Ausgestaltungen der Erfindung ist der Niederdrucksammler direkt an den Direktverdampfer angekoppelt. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird dabei der Direktverdampfer im überfluteten Bereich betrieben, was bedeutet, dass er das Arbeitsfluid nicht nur gasförmig, sondern gleichzeitig auch in flüssigem Zustand beinhaltet. Der Niederdrucksammler dient sowohl als Flüssigkeitsabscheider wie auch als Kältemittelspeicher, um einen prozessoptimierten Betrieb bei unterschiedlichen Umgebungstemperaturen gewährleisten zu können. Damit ist im Sommerbetrieb, bei Nutzung des Erdreichs als Primärwärmequelle, wenn dieses in einem Meter Tiefe eine Temperatur von ca. +15 °C hat, ein hoher Kältemittel-Massenstrom möglich. Der Niederdrucksammler ist dann fast leer. Im Winter hingegen stellt sich eine Erdreichtemperatur von ca. 0 °C ein (Vereisungszustand). Dadurch verringert sich der Massenstrom und Kältemittel wird im Niederdrucksammler gespeichert. Die direkte Ankopplung des Niederdrucksammlers an den Direktverdampfer bringt ferner den Vorteil, dass die gesamte Verdampferstrecke genutzt wird.

Eine weitere Verbesserung des Wirkungsgrades kann erzielt werden, indem ein interner Wärmetauscher eingesetzt wird, der das Arbeitsfluid im Hochdruckbereich des Kreislaufs abkühlt (und damit näher an den Bereich der Temperatur des Erdreichs bringt), indem im Gegenstrom das verdampfte Arbeitsfluid, welches vom Direktverdampfer aus dem Erdreich kommt und dem Verdichter zugeführt wird, erwärmt wird.

Im folgenden wird die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen beispielhaft näher erläutert. Dabei zeigen:

1 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur zyklischen Dampfkompression gemäß der Erfindung;

2 eine Ausführungsform der Erfindung wie in 1 gezeigt, jedoch zusätzlich mit einem internen Wärmetauscher ausgestattet;

3 eine Ausführungsform der Erfindung, wobei der Direktverdampfer als Erdreichsonde ausgebildet ist;

4 eine weitere Ausführungsform der Erfindung, wobei der Direktverdampfer in Form mehrerer Verdampferleitungen horizontal im Erdreich vergraben ist.

1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur zyklischen Dampfkompression mit überkritischem Druck auf der Hochdruckseite, die die wesentlichen Elemente der Erfindung in einem Strömungskreislauf miteinander verbindet. Eines dieser Elemente ist ein Direktverdampfer 1, der bei einem solchen System mit Direktverdampfung im Erdreich eingebettet ist und aus zumindest einer, in der Regel aber mehreren Verdampferleitungen besteht. Die Verdampferleitungen bestehen vorzugsweise aus Metallrohren, die zum Schutz mit einer Kunststoffummantelung umgeben sind. In dem Direktverdampfer 1 wird das Arbeitsfluid – beispielsweise CO2 – verdampft, wodurch es Wärme aus der Umgebung, also beispielsweise dem umgebenden Erdreich, aufnimmt. In anderen Ausführungsformen kann dieser Direktverdampfer aber auch einem Gewässer oder der umgebenden Luft Wärmeenergie entziehen. Das größtenteils verdampfte Arbeitsfluid wird anschließend einem Niederdrucksammler 2 zugeführt. Dabei ist das Arbeitsfluid aber nicht in einem überhitzten Zustand, was bedeutet, dass immer noch Flüssigkeitsreste vorhanden sein können. Solche Flüssigkeitsreste werden im Niederdrucksammler 2 abgeschieden, der somit gleichzeitig eine Funktion als Speicher für das Arbeitsfluid wahrnehmen kann. Der Direktverdampfer 1 wird damit in überflutetem Zustand betrieben. Der Niederdrucksammler 2 ist dabei in der Regel zwar direkt an den Direktverdampfer angeschlossen, befindet sich aber vorzugsweise bereits oberhalb der Erdoberfläche.

Im nächsten Prozessschritt wird das gasförmige Arbeitsfluid einem Verdichter 3 zugeführt, der das gasförmige Arbeitsfluid auf überkritischen Druck komprimiert. Das bedeutet, das Arbeitsfluid ist nach dem Verdichter 3 auf einer Temperatur, die oberhalb der kritischen Temperatur des Arbeitsfluids liegt und somit kann das Arbeitsfluid bei dieser Kompression nicht mehr in den flüssigen Zustand überführt werden. Anschließend durchläuft das Arbeitsfluid einen Gaskühler 4, in welchem es abgekühlt wird und Wärmeenergie abgibt, die dem Heizungssystem eines Gebäudes (hier nicht dargestellt) zugeführt werden kann. Somit wird bei dem erfindungsgemäßen Wärmepumpensystem Wärmeenergie mittels eines einzigen Kreislaufs von einem Wärmereservoir wie beispielsweise dem Erdreich dem Heizungssystem zugeführt, wobei ein Zwischenkreislauf zwischen dem Erdreich und dem zyklischen, transkritischen Dampfkompressionssystem entfällt. Damit entfällt auch der Energieaufwand zum Umwälzen eines Zwischenkreislauf mit beispielsweise einer Sole aus Frostschutzmittel. Die Umwälzung des erfindungsgemäßen Kreislaufs erfolgt hierbei allein durch die Druckdifferenz zwischen Hochdruck- und Niederdruckseite.

Nach dem Gaskühler 4 befindet sich das Arbeitsfluid immer noch in gasförmigem Zustand, da der Arbeitspunkt im überkritischen Bereich liegt. Das Arbeitsfluid wird in der Folge durch eine Drossel 5 geleitet, die dann das Arbeitsfluid entspannt und abkühlt und somit in den unterkritischen Zustand bringt. Das bedeutet, dass nach der Drossel 5 zumindest teilweise ein flüssiges Arbeitsfluid vorliegt, welches anschließend wieder in den Direktverdampfer 1 eingebracht wird, um dort dem Erdreich durch Verdampfen wiederum Wärme zu entziehen.

In 2 ist eine alternative Ausführung der Erfindung schematisch gezeigt. Während die Komponenten gemäß 1 auch im Kreislauf gemäß 2 beinhaltet sind, enthält der dargestellte Kreislauf zusätzlich einen internen Wärmetauscher 6, der das Arbeitsfluid erwärmt, bevor es in den Verdichter 3 eintritt. Das Arbeitsfluid wird dabei in einen überhitzten Zustand gebracht, was bedeutet, dass es keine flüssigen Bestandteile mehr enthält. Die Wärmeenergie, die hierzu benötigt wird, erhält das Arbeitsfluid im Wärmeaustausch mit dem entgegenströmenden Arbeitsfluid des Hochdruckkreislaufs zwischen dem Gaskühler 4 und der Drossel 5. Neben dem Vorteil, dass so am Verdichter 3 nur gasförmiges Arbeitsfluid ankommt, ergibt sich eine Verbesserung der Energiebilanz, da das Arbeitsfluid, welches vom Direktverdampfer 1 kommt, zusätzlich erwärmt wird und auf der anderen Seite das Arbeitsfluid, welches der Drossel 5 und anschließend dem Erdreich zugeführt wird, nochmals Wärmeenergie abgeben kann, die sonst für den Kreisprozess verloren geht.

In den 3 und 4 sind jeweils Ausführungsformen der Erfindung dargestellt, mit denen unterschiedliche Ausgestaltungen des Direktverdampfers 1 erläutert werden sollen. In der 3 ist der Direktverdampfer 1 als sogenannte Erdsonde ausgeführt. Dies bedeutet, dass zur Einbringung des Direktverdampfers mit seinen in der Regel mehreren Verdampferleitungen zunächst eine Bohrung in die Erdoberfläche eingebracht wird und dann anschließend der Direktverdampfer in diese Bohrung eingebaut wird. Damit soll ausgenutzt werden, dass sich die Erdtemperatur mit zunehmender Tiefe erhöht und somit ein besseres Wärmereservoir für eine Wärmepumpe darstellt. Um von der Temperaturerhöhung mit zunehmender Tiefe wesentlich zu profitieren, wird hierzu typischerweise auf Tiefen von ca. 30 bis zu 150 m oder mehr gebohrt. Neben dem erwähnten Effekt, dass somit die Wärme der tieferen Erdschichten genutzt werden kann, ist hierbei auch vorteilhaft, dass nur auf einen vergleichsweise kleinen Querschnitt der Erdoberfläche zurückgegriffen werden muss, wodurch eine solche Erdsonde auf einem Grundstück vergleichsweise platzsparend angebracht werden kann.

Eine Alternative zu einer solchen Erdsonde ist in 4 dargestellt, wo ein Direktverdampfer mit drei Verdampferleitungen schematisch gezeigt ist und als sogenannter Erdreichhorizontal-Verdampfer typischerweise horizontal zwischen 0,8 und 1,6 Meter unter der Erdoberfläche vergraben wird. Natürlich kann die Anzahl der Verdampferleitungen auch hier variiert werden, wobei typischerweise bis zu 20 Verdampferleitungen eingesetzt werden können. Gegenüber einer Erdsonde wie in 3 dargestellt entfällt hier die Notwendigkeit einer Tiefenbohrung, andererseits ist ein größerer Bereich an Erdoberfläche notwendig, um dieses Direktverdampfersystem einzubringen.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur zyklischen Dampfkompression, welche mit einem überkritischen Druck auf der Hochdruckseite arbeitet und einen Direktverdampfer (1), einen Niederdrucksammler (2), einen Verdichter (3), einen Gaskühler (4) und eine Drossel (5) aufweist, die in Reihe zu einem Strömungskreislauf miteinander verbunden sind und von einem Arbeitsfluid durchströmt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Wärmepumpe ist und der Direktverdampfer in eine Primärwärmequelle eingebettet ist.
  2. Vorrichtung zur zyklischen Dampfkompression nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Primärwärmequelle das Erdreich ist.
  3. Vorrichtung zur zyklischen Dampfkompression nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsfluid CO2 ist.
  4. Vorrichtung zur zyklischen Dampfkompression nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Niederdrucksammler (2) direkt an den Direktverdampfer (1) angekoppelt ist.
  5. Vorrichtung zur zyklischen Dampfkompression nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Direktverdampfer (1) für den Betrieb im überfluteten Bereich ausgelegt ist.
  6. Vorrichtung zur zyklischen Dampfkompression gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kreislauf ferner einen internen Wärmetauscher (6) aufweist, der einen Wärmeaustausch zwischen der Verbindung vom Niederdrucksammler (2) mit dem Verdichter (3) und der Verbindung zwischen dem Gaskühler (4) und der Drossel (5) ermöglicht.
  7. Vorrichtung zur zyklischen Dampfkompression gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Direktverdampfer (1) aus einer oder mehreren Verdampferleitungen besteht, die im Erdreich verlegt sind und mit diesem in thermischen Kontakt stehen.
  8. Vorrichtung zur zyklischen Dampfkompression gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Direktverdampfer (1) als Erdreichsonde ausgebildet und im wesentlichen vertikal in einem Bohrloch im Erdreich untergebracht ist.
  9. Vorrichtung zur zyklischen Dampfkompression gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdampferleitungen bis zu einer Tiefe von 30 bis 150m verlegt sind.
  10. Vorrichtung zur zyklischen Dampfkompression gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdampferleitungen im wesentlichen horizontal im Erdreich untergebracht sind.
  11. Vorrichtung zur zyklischen Dampfkompression nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdampferleitungen aus Metallrohren mit Kunststoffummantelung besteht.
  12. Vorrichtung zur zyklischen Dampfkompression gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gaskühler (4) ohne einen oder mit nur einem zusätzlichen Zwischenkreislauf direkt zur Warmwasseraufbereitung eines Gebäude verwendet wird.
  13. Verfahren zur zyklischen Dampfkompression für die Wärmeaufnahme eines Arbeitsfluids aus einer Primärwärmequelle mittels eines Direktverdampfers (1) und zur Wärmeabgabe mittels eines Gaskühlers (4), welches die folgenden Schritte beinhaltet:

    a) Zumindest teilweises Verdampfen des Arbeitsfluids im Direktverdampfer (1) wobei das Arbeitsfluid Wärmeenergie aus der Primärwärmequelle aufnimmt;

    b) Sammeln von flüssigem und gasförmigem Arbeitsfluid in einem Niederdrucksammler (2);

    c) Verdichten des Arbeitsfluids mittels eines Verdichters (3) auf überkritischen Druck;

    d) Abkühlen des überkritischen, gasförmigen Arbeitsfluids in einem Gaskühler (4) wobei das Arbeitsfluid Wärmeenergie abgibt; und

    e) Ausdehnen des überkritischen, gasförmigen Arbeitsfluids in unterkritischen Zustand mittels einer Drossel (5).
  14. Verfahren gemäß Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Primärenergiequelle das Erdreich ist.
  15. Verfahren gemäß Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsfluid, welches vom Niederdrucksammler (2) zum Verdichter (3) geführt wird, mittels eines internen Wärmetauschers (6) mit dem Arbeitsfluid, welches vom Gaskühler (4) zur Drossel (5) geführt wird, in Wärmeaustausch gebracht wird.
  16. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Schritt a) aus dem Direktverdampfer (1) sowohl gasförmiges als auch flüssiges Arbeitsfluid austritt und dem Niederdrucksammler (2) zugeführt wird, womit der Direktverdampfer im überfluteten Bereich betrieben wird.
  17. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Arbeitsfluid CO2 zur Anwendung kommt.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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