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Dokumentenidentifikation DE202005002866U1 03.11.2005
Titel Bausatz, beispielsweise zur Umhüllung einer lebensmittelverpackenden Abfüllanlage
Anmelder RES Systeme A. Reinicke GmbH, 44143 Dortmund, DE
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Meinke, Dabringhaus und Partner GbR, 44141 Dortmund
DE-Aktenzeichen 202005002866
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 03.11.2005
Registration date 29.09.2005
Application date from patent application 23.02.2005
IPC-Hauptklasse E04B 2/00
IPC-Nebenklasse E04B 2/56   E04H 5/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung richtet sich auf einen Bausatz, beispielsweise zur Umhüllung einer lebensmittelverpackenden Abfüllanlage, wobei eine Mehrzahl von im Raster aufgestellten Edelstahlstützen mit Fixierelementen für die Ausfächerung bildende Glasscheiben und/oder Isolierpaneele vorgesehen ist.

Bei dem vorliegenden Bausatz handelt es sich um eine ergänzende Weiterentwicklung eines Bausatz nach dem DE-20 2004 016403.5-U, das im wesentlichen einen Bausatz zur Erzeugung eines Reinraumes unter Schutz stellt und hier die Gattung der vorliegenden Erfindung bildet. An dieser Stelle sei bemerkt, daß es sich bei der vorliegenden Erfindung nicht zwingend um die Erzeugung eines Reinraumes handelt, die Erfindung betrifft vielmehr in allgemeinerer Form die Erzeugung einer Umhüllung als Maschinenschutz, z.B. zum Schallschutz od. dgl.

Es ist bekannt, starke Geräusche entwickelnde Maschinen und Anlagen einzukapseln, d.h. mit Gehäusen zu versehen, die Wandelemente ebenso aufweisen wie Deckenelemente selbst dann, wenn die Geräte in einer eigenen Halle untergebracht sind. Dabei ist es bekannt, die Gehäuse so groß zu gestalten, daß sie begehbar sind, d.h. einen ausreichend großen Abstand zu der betroffenen Anlage aufweisen.

Hier setzt die Erfindung an, deren Aufgabe darin besteht, eine derartige Maschinen- bzw. Anlagenumhüllung so auszugestalten, daß sie sich an jeden Einsatzzweck anpassen kann, daß sie leicht zu montieren ist, einfach in der Herstellung und damit preiswert in der Ausgestaltung.

Mit einem Bausatz der eingangs bezeichneten Art wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Ständerwerkpfosten, insbesondere aus Edelstahl, auf der in der Gebrauchslage den Scheiben zugewandten Innenseite mit aufgeschweißten Gewindebolzen versehen sind zur Befestigung der Randbereiche der Scheiben und/oder Paneele mit verschraubbaren Befestigungsplatten.

Es hat sich gezeigt, daß diese Art der Befestigung insbesondere von großformatigen Schutzscheiben eine Reihe von Vorteilen mit sich bringt. So müssen insbesondere die Scheiben nicht mehr gebohrt werden. Sie werden einfach zwischen die Befestigungsplatten geklemmt, die an den Gewindebolzen verschraubbar sind unter Aufbringung der notwendigen Klemmkraft. Die Vorbereitung der Edelstahlstützen ist deutlich vereinfacht, da lediglich die Gewindebolzen schweißtechnisch aufgeschossen werden müssen.

Auch entstehen keine zusätzlichen Eck- oder Fugenbereiche, die ggf. anfällig für Verschmutzungen wären. Durch die Gewindebolzentechnologie lassen sich auch alle Elemente im Befestigungsbereich leicht reinigen.

Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen. Dabei kann insbesondere vorgesehen sein, daß die Befestigungsplatten als tellerförmige Kunststoff- und/oder Metallscheiben ausgebildet sind. Entscheidend ist, daß die tellerförmigen Kunststoff- oder Metallscheiben so gestaltet sind, daß sie die zu befestigenden Scheiben an ihren Rändern sicher einklemmen können.

In weiterer Ausgestaltung ist vorgesehen, daß wenigstens eine der Befestigungsplatten in den Winkelbereichen des Bausatzes als dem Winkelmaß entsprechender Formkörper ausgebildet ist. Da der Bausatz z.B. eine Abfüllmaschine oder auch eine größere Spülmaschine umgibt, ergeben sich zwangsläufig Ecken derartiger Schutzwände z.B. von 45°. Hier werden die entsprechenden Befestigungsplatten im Winkelmaß über die Gewindebolzen an den Eckstützen geschoben und können dann die Randkanten von im Winkel aufeinanderzulaufenden Scheiben oder Paneelen aufnehmen.

Dabei kann auch vorgesehen sein, daß der an der Außenseite der Scheiben anliegende Formkörper eine etwa trapezförmige Ausnehmung zur Aufnahme der Scheibenränder und der Gegenformkörper eine querschnittliche Trapezform aufweist, so daß sich ein Aufnahmeelement für die Randkanten ergibt und ein korrespondierendes Klemmelement, das die Randkanten bei Verschraubung in die trapezförmige Aufnahme des anderen Formkörpers einpreßt.

Die Erfindung sieht auch vor, daß die Ständerwerkpfosten mit Schraubfüßen ausgerüstet sind, was für sich gesehen bekannt ist. Hier ist zusätzlich vorgesehen, daß die Gewindestange der Schraubfüße in einem Kunststoffpfropfen verschraubbar geführt ist, der im Inneren der Pfosten positioniert ist.

Je nach Einsatzzweck kann darüber hinaus vorgesehen sein, daß die durch die Gewindebolzen sich ergebende stirnseitige Trennfuge benachbarter Scheiben mit einem Dichtstreifen versehen ist, wobei es sich hier um einen vorgefertigten Dichtstreifen oder eine Silikonabdichtung handeln kann, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Die Erfindung sieht auch vor, daß jeder Ständerwerkpfosten an seinem dem Schraubfuß zugewandten unteren Bereich mit einer in Richtung der Scheiben die Kontur des Ständerwerkpfostens überragenden Montagelasche versehen ist.

Diese Montageweise hat sich als besonders zweckmäßig insbesondere bei der Zusammenstellung des Bausatzes herausgestellt. Die einzuklemmenden Scheiben können dort zunächst in ihrer Position abgesetzt werden, zur Montage positioniert werden, die endgültige Position kann dann problemlos durch Verstellen der Standfüße und/oder Verschieben der Scheibenunterkante eingenommen werden.

Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aufgrund der nachfolgenden Beschreibung sowie anhand der Zeichnung. Diese zeigt in

1 eine Ansicht eines Trennfugenbereiches zweier Scheiben mit einem Ständerwerkpfosten in Aufsicht,

2 die Seitenansicht dieses Bereiches,

3 einen Schnitt durch einen Ständerwerkpfosten in der Position gemäß 2 sowie in

4 eine Eckgestaltung des Bausatzes in Aufsicht, teilweise geschnitten.

Der allgemein mit 31 bezeichnete Bausatz ist in den Figuren nur durch einzelne Elemente dargestellt und besteht im wesentlichen aus einer Rahmenkonstruktion aus Edelstahlständern, und zwar Vertikalstützen 32, Horizontalprofilen 33, die beispielsweise von Edelstahlkastenprofilen gebildet sind. Nicht dargestellt sind hier untere Vertikalprofile und Querprofile.

Strichpunktiert dargestellt sind in den 1 und 2 Sicherheitsglasscheiben 34, die an ihren Randbereichen 35 ohne Bohrungen am Vertikalpfosten 32 klemmend befestigt sind, und zwar mittels einer am Vertikalpfosten 32 anliegenden ersten Befestigungsplatte 36, die von einem am Vertikalpfosten mittels Schußschweißung befestigten Gewindebolzen 37 durchsetzt wird und einer äußeren Abdeck- bzw. Befestigungsplatte 38. Je nach Art der einzuklemmenden Scheibe bzw. einer Wandpaneele können die Befestigungsplatten 36 und 38 als Kunststoff- oder auch als Metallscheiben ausgebildet sei, es können Gummischeiben zwischengelegt sein u. dgl. mehr, wobei in der Regel, wie dargestellt, diese Befestigungsplatten als tellerförmige Scheiben ausgebildet sind.

Wie sich insbesondere aus 2 ergibt, ist an der Unterseite des Vertikalpfostens 32 eine in Richtung auf die zu montierenden Scheiben 34 gerichtete, den Pfosten überragende Montagelasche 39 vorgesehen, auf der die Scheibe bei der Montage abgesetzt werden kann, sie dient aber gleichzeitig auch als Sicherheit, falls die Klemmkraft der Befestigungsplatten nachlassen sollte oder eine andere Belastung auf die eingeklemmten Scheiben ausgeübt wird, wobei diese Montagelasche 39 das Herabfallen der entsprechenden Scheibe verhindert.

In den Figuren ist auch dargestellt, daß die Ständerwerkpfosten 32 mit Schraubfüßen 40 versehen sind, deren Gewindestange 41 in einen Kunststoffpfropfen 42 drehbar geführt ist, der sich im Inneren des Ständerwerkpfostens 32 befindet, wie sich dies beispielsweise aus 3 ergibt. Ein entsprechender kopfseitiger Pfosten 41' kann in gleicher Weise vorgesehen sein und zur Befestigung des oberen Ständerwerkprofiles 33 dienen. Auch dies ist in 3 dargestellt.

In 4 ist eine 45°-Ecke eines entsprechenden Bausatzes dargestellt, ohne daß die Erfindung auf dieses Winkelmaß beschränkt wäre. Erkennbar werden hier die beiden Scheibenränder in eine als Formkörper gestaltete Befestigungsplatte 43 eingelegt, deren Öffnung etwa trapezförmig gestaltet ist, wobei ein korrespondierender, querschnittlich entsprechend trapezförmiger Gegenformkörper 44 vorgesehen ist, der sich von der Innenseite an die Ränder der Scheiben 34' anlegt und über eine Klemmplatte 45 verschraubt wird. Wenn dies gewünscht wird, kann die Fuge zwischen zwei benachbarten Scheiben 34 noch etwa mit einer Silikonabdichtung abgedichtet werden, was in den Figuren allerdings nicht näher dargestellt ist.

Natürlich ist das beschriebene Ausführungsbeispiel der Erfindung noch in vielfacher Hinsicht abzuändern, ohne den Grundgedanken zu verlassen. So müssen die Ständerwerkpfosten nicht zwingend aus Edelstahl bestehen, hier können auch andere Materialien herangezogen werden, etwa kunststoffbeschichtete Metallprofile od. dgl. mehr.


Anspruch[de]
  1. Bausatz, beispielsweise zur Umhüllung einer lebensmittelverpackenden Abfüllanlage, wobei eine Mehrzahl von im Raster aufgestellten Edelstahlstützen mit Fixierelementen für die Ausfächerung bildende Glasscheiben und/oder Isolierpaneele vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Ständerwerkpfosten (32), insbesondere aus Edelstahl, auf der in der Gebrauchslage den Scheiben (34) zugewandten Innenseite mit aufgeschweißten Gewindebolzen (37) versehen sind zur Befestigung der Randbereiche der Scheiben (34) und/oder Paneele mit verschraubbaren Befestigungsplatten (36/37).
  2. Bausatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsplatten (36/37) als tellerförmige Kunststoff- und/oder Metallscheiben ausgebildet sind.
  3. Bausatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine der Befestigungsplatten in den Winkelbereichen des Bausatzes (31) als dem Winkelmaß entsprechender Formkörper (43) ausgebildet ist.
  4. Bausatz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der an der Außenseite der Scheiben (34') anliegende Formkörper (43) eine etwa trapezförmige Ausnehmung zur Aufnahme der Scheibenränder und der Gegenformkörper (44) eine querschnittliche Trapezform aufweist.
  5. Bausatz nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ständerwerkpfosten (32) mit Schraubfüßen (40) ausgerüstet sind, wobei die Gewindestange (41) der Schraubfüße in einem Kunststoffpfropfen (42) verschraubbar geführt ist, der im Inneren der Pfosten positioniert ist.
  6. Bausatz nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Gewindebolzen (37) sich ergebende stirnseitige Trennfuge benachbarter Scheiben (34) mit einem Dichtstreifen versehen ist.
  7. Bausatz nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Ständerwerkpfosten (32) an seinem dem Schraubfuß (40) zugewandten unteren Bereich mit einer in Richtung der Scheiben (34) die Kontur des Ständerwerkpfostens (32) überragenden Montagelasche (39) versehen ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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