Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft eine Sprühpistole, die mit verringerten Herstellkosten
herstellbar, leicht zu montieren und störungsfrei ist.
Stand der Technik
7 zeigt eine herkömmliche Sprühpistole
(auch als „Airbrush", „Spritzpistole", oder „Luftbürste" bekannt),
die im wesentlichen aus einem Hohlzylinder 6, einem Farbbehälter
61, einer Lufteinlaßöffnung 62, einem Lufteinlaßventil
63, einem Schaltknopf 64, einer Betätigungsstange 65,
einer Schutzhülse 651, einer Steuernadel 652, einer Kolbenhülse
66, einer Düse 67 und einer Abdeckung 7 mit zwei Ausnehmungen
71 besteht.
Am vorderen Teil des Hohlzylinders 6 ist oben der Farbbehälter
61 angeordnet, und im Innern des Hohlzylinders 6 ist eine (in
der Zeichnung nicht dargestellte) In Längsrichtung verlaufende Farbleitung ausgebildet.
In der Mitte seiner Unterseite weist der Hohlzylinder 6 die Lufteinlaßöffnung
62 mit einem Lufteinlaßventil 63 auf. Der Schaltknopf
64 ist der Lufteinlaßöffnung 62 gegenüber oben am Hohlzylinder
6 ausgebildet und steht über die mit der Schutzhülse 651 versehene
Betätigungsstange 65 in Wirkverbindung, um die in der Betätigungsstange
65 angeordnete Steuernadel 652 zu steuern. Die Kolbenhülse
66 und die Düse 67 sind von innen nach außen hintereinander am
vorderen Teil des Hohlzylinders 6 ausgebildet, wobei an den hinteren Teil
des Hohlzylinders 6 eine Abdeckung 7 angeschraubt ist. Außerdem
sind an den beiden Seiten der Abdeckung 7 zwei einander gegenüberliegende
Ausnehmungen 71 ausgebildet, wobei die Schutzhülse 651 der Betätigungsstange
65 gerade an der Stelle der Ausnehmungen 71 freiliegt, damit man
die Steuernadel 652 durch diese Ausnehmungen 71 hindurch einstellen
kann.
Bei Verwendung der oben beschriebenen herkömmlichen Sprühpistole kann
man den Schaltknopf 64 nach hinten und unten drücken, um das Lufteinlaßventil
63 zu öffnen und gleichzeitig dabei die Steuernadel 652 rückwärts
zu bewegen, wodurch ein Luftstrom erzeugt werden kann, um die Farbe durch die Düse
67 auszusprühen.
Nach Gebrauch kann man die Schutzhülse 651 mit dem Finger
nach hinten betätigen, um die Steuernadel 652 zu bewegen, damit die auf
der Steuernadel 652 und der Düse 67 vorhandene Farbe einwandfrei
versprüht werden kann, um eine eventuelle Verstopfung von Farbe zwischen der Düse
67 und der Steuernadel 652 auszuschließen.
Die Nachteile der oben beschriebenen bekannten Konstruktion sind offensichtlich:
- 1. Erheblich erhöhte Herstellkosten, da bei der Herstellung zusätzlich die Ausnehmungen
bearbeitet werden müssen;
- 2. Schwierig zu handhaben, da die Bohrung (Innendurchmesser) der Abdeckung vorgegeben
und die Größe der Ausnehmungen somit beschränkt ist. Auf diesem Grund läßt sich
ein Finger schwer hindurchstecken, um die Schutzhülse nach hinten zu betätigen.
- 3. Schwierige Positionierung der Stelle der Ausnehmungen, da beim Anschrauben
der Abdeckung an den Hohlzylinder keine Referenzmarkierung zur Verfügung steht.
Nach dem Verschrauben liegen die Ausnehmungen der Abdeckung oft oben und unten an
der Abdeckung, was die Handhabung erschwert.
- 4. Erhebliche Betriebsstörungen, da Fremdstoffe leicht durch die Ausnehmungen
in das Innere des Hohlzylinders gelangen können und daher die Gefahr besteht, daß
die eingebauten Bauteile durch die Fremdstoffe verstopfen.
Daher zielt der Erfinder auf eine Verbesserung der herkömmlichen Lösung.
Aus diesem Grund hat der Erfinder nach langem Studium die vorliegende
Erfindung entwickelt.
Aufgabe der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfach zu montierende,
in der Herstellung billigere und weniger störanfällige Sprühpistole zu schaffen.
Diese Aufgaben werden im wesentlichen mit den Merkmalen im Anspruch
1 gelöst.
Dazu ist ein erstes Verschlußstück einer Mitnehmervorrichtung am Umfang
einer am hinteren Teil der Betätigungsstange angeordneten Schutzhülse und ein zweites
Verschlußstück der Mitnehmervorrichtung dem ersten Verschlußstück entsprechend in
der Abdeckung vorgesehen, wobei die Abdeckung die Betätigungsstange zum Antreiben
einer Steuernadel mitnimmt. Die Anordnung der herkömmlichen Ausnehmungen an der
Abdeckung entfällt, was die Herstellkosten reduziert und bewirkt, daß keine Fremdstoffe
in den Hohlzylinder gelangen und eventuelle Betriebsstörungen hervorrufen können.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen
näher erläutert. Diese Zeichnungen dienen nur zur Darstellung der Erfindung und
haben keine beschränkende Bedeutung für die Erfindung.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
1 zeigt eine perspektivische Darstellung
einer ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung in auseinandergezogener Anordnung;
2 zeigt eine Schnittdarstellung der ersten
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung in zusammengesetzter Anordnung;
3 zeigt eine perspektivische Darstellung
der ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung im Gebrauch;
4 zeigt eine perspektivische Darstellung
einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung in auseinandergezogener
Anordnung;
5 zeigt eine Schnittdarstellung der zweiten
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung in zusammengesetzter Anordnung;
6 zeigt eine perspektivische Darstellung
der zweiten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung im Gebrauch;
7 zeigt eine schematische Darstellung
einer herkömmlichen Sprühpistole.
Ausführungsbeispiele der Erfindung
Eine erste bevorzugte Ausführungsform einer Sprühpistole gemäß der
Erfindung, wie sie in 1, 2
und 3 dargestellt ist, besteht im wesentlichen
aus einem Hohlzylinder 1, einem Farbbehälter 11, einem Lufteinlaßrohr
12, einem Schaltknopf 14, einer Betätigungsstange 16,
einer Steuernadel 161, einer Kolbenhülse 17, einer Düse
17 und einer Abdeckung 2.
Der Farbbehälter 11 ist am vorderen Teil des Hohlzylinders
1 oben angeordnet, und im Innern des Hohlzylinders 1 ist eine
(in der Zeichnung nicht dargestellte) In Längsrichtung verlaufende Farbleitung ausgebildet.
In der Mitte seiner Unterseite weist der Hohlzylinder 1 das Lufteinlaßrohr
12 mit einem Lufteinlaßventil 13 auf. Der Schaltknopf
14 ist dem Lufteinlaßrohr 12 gegenüber oben am Hohlzylinder
1 ausgebildet, um die im Hohlzylinder 1 angebrachte Betätigungsstange
16 zu steuern und die in der Betätigungsstange 16 ausgebildete
Steuernadel 161 anzutreiben. Die Kolbenhülse 17 und die Düse
18 sind am vorderen Teil des Hohlzylinders 1 hintereinander von
innen nach außen ausgebildet, wobei das Vorderende der Steuernadel 161
die Farbleitung und die Düse 18 durchgesetzt und der hintere Teil des Hohlzylinders
1 mit der Abdeckung 2 verbunden ist, um den hinteren Teil der
Betätigungsstange 16 aufzunehmen.
Zwischen der Abdeckung 2 und der Betätigungsstange
16 ist eine Mitnehmervorrichtung 3 angeordnet, über die die Abdeckung
2 die Betätigungsstange 16 mitnimmt, um die Steuernadel
161 anzutreiben. Gemäß der ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
umfaßt diese Mitnehmervorrichtung 3 wenigstens eine am hinteren Teil der
Betätigungsstange 16 befestigte Schutzhülse 31, um die Steuernadel
161 zu fixieren, wobei die Mitnehmervorrichtung 3 jeweils am Außenumfang
der Schutzhülse 31 ein erstes Verschlußstück 32 und innerhalb
der Schutzhülse 31 ein mit dem ersten Verschlußstück 32 zusammenwirkendes
zweites Verschlußstück 33 aufweist. Gemäß der ersten bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist das erste Verschlußstück 32 das am Außenumfang der Schutzhülse
31 ausgebildete Außengewinde 353 und das zweite Verschlußstück
32 das in der Abdeckung 2 ausgebildete Innengewinde
22, wobei das Außengewinde und das Innengewinde miteinander verschraubbar
sind. Der hintere Teil des Hohlzylinders 1 weist ein Anschlußstück
19 zur Verbindung mit der Abdeckung 2 auf, und die Abdeckung
2 weist entsprechend diesem Anschlußstück 19 zusätzlich ein Einrastteil
21 auf. Nach Verrasten dieses Anschlußstücks 19 mit dem Einrastteil
21 bildet der Hohlzylinder mit der Abdeckung 2 ein einstückiges
Teil. Mittels der oben beschriebenen erfindungsgemäßen Konstruktionen können die
Abdeckung 2 und die Schutzhülse 31 durch die Mitnehmervorrichtung
3 verbunden werden, so daß die Abdeckung 2 die Betätigungsstange
16 mitnehmen kann, um die Steuernadel 161 anzutreiben und in geeigneter
Weise einzustellen.
Die Mitnehmervorrichtung 3 beschränkt sich nicht auf die
oben beschriebene Konstruktion, sondern kann in anderer Ausführung ausgebildet sein.
Bei einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der Sprühpistole gemäß
der Erfindung, wie sie in 4, 5
und 6 dargestellt ist, weist die Mitnehmervorrichtung
3 eine Schutzhülse 34 und eine mit dieser zusammenwirkende Buchse
35 auf, wobei die Schutzhülse 34 am hinteren Teil der Betätigungsstange
16 zur Fixierung der Steuernadel 161 befestigt ist und an ihrem
einen Ende eine erste Kontaktfläche 341 aufweist, und wobei in der Mitte
in der Buchse 35 ein Durchgang 351 ausgebildet ist, die der hintere
Teil der Betätigungsstange 16 durchsetzt, um die Buchse 35 an
die erste Kontaktfläche 341 der Schutzhülse 34 anzulegen. Am Ende
der Buchse 35, und zwar der ersten Kontaktfläche 341 der Schutzhülse
34 gegenüber, ist eine zweite Kontaktfläche 352 zur Anlage an
der ersten Kontaktfläche 341 ausgebildet. Am Umfang der zweiten Kontaktfläche
352 der Buchse 35 ist das Außengewinde 353 vorgesehen,
während das andere Ende der Buchse 35 an seinem Umfang ein Gleitstück
354 aufweist und das an einem Ende der Abdeckung 2 vorhandene
Innengewinde 22 mit dem Außengewinde 353 der Buchse 35
verschraubbar ist. Am hinteren Teil des Hohlzylinders 1 ist ein Aufnahmeraum
13 zur Aufnahme vom Gleitstück 354 vorgesehen.
Durch die Buchse 35 können der Hohlzylinder 1 und
die Abdeckung 2 verbunden werden, so daß mit der Abdeckung 2 die
Buchse 35 bewegt und die zweite Kontaktfläche 352 der Buchse
35 an die erste Kontaktfläche 341 der Schutzhülse 34
angelegt werden kann, um die Schutzhülse 34 zu bewegen. Auf diese Weise
kann die Abdeckung 2 die Betätigungsstange 16 mitnehmen, um die
Steuernadel 161 anzutreiben und zweckmäßig einzustellen.
Nach Gebrauch der oben beschriebenen erfindungsgemäßen Sprühpistole
kann man die Abdeckung 2 nach hinten betätigen (siehe hierzu
3 und 6). Da
die Abdeckung 2 über die Mitnehmervorrichtung 3 die Betätigungsstange
16 mitnimmt, kann die Abdeckung 2 die Betätigungsstange
16 auch mitbewegen und dadurch die Steuernadel 161 zu bewegen,
so daß die an der Steuernadel 161 und der Düse 18 vorhandene Farbe
durch die dauerhafte Wirkung der Steuernadel 161 einwandfrei versprüht
werden kann und eine eventuelle Verstopfung von Farbe zwischen der Düse
18 und der Steuernadel 161 vermieden wird.
Die Vorteile der Erfindung sind offensichtlich:
- 1. Erheblich verringerte Herstellkosten durch den Wegfall einer Ausnehmung an
der Abdeckung 2, weshalb es nicht mehr nötig ist, die Abdeckung bei der
Herstellung zusätzlich zu bearbeiten;
- 2. Bequeme Handhabung, da die Abdeckung 2 über die Mitnehmervorrichtung
3 die Betätigungsstange 16 mitnimmt, so daß man bei zum Einstellen
der Steuernadel 161 lediglich die Abdeckung nach hinten zu bewegen braucht,
ohne die Größe eines Fingers berücksichtigen zu müssen;
- 3. Geringe Betriebsstörungen durch den Wegfall einer Ausnehmung an der Abdeckung
2, weil keine Fremdstoffe durch Ausnehmungen in das Innere des Hohlzylinders
1 gelangen können;
- 4. Leichte Arretierung, da der Hohlzylinder 1 ein Anschlußstück
19 und die Abdeckung 2 ein Einrastteil 21 aufweist, wobei
im Gebrauch das Anschlußstück 19 schnell an das Einrastteil 21
anschließbar ist, um den Hohlzylinder 1 und die Abdeckung 2 zu
arretieren.
Aufgrund der obengenannten Tatsachen entspricht die Erfindung in ihrer
Verfügbarkeit, Fortschrittlichkeit und Neuheit vollauf den Anforderungen für ein
Gebrauchsmuster.
Die vorstehende Beschreibung stellt nur die bevorzugten Ausführungsbeispiele
dar und soll nicht als Definition der Grenzen und des Bereiches der Erfindung dienen.
Alle gleichwertigen Änderungen und Modifikationen gehören zum Schutzbereich dieser
Erfindung.
Beim Stand der Technik
6- Hohlzylinder
66- Farbbehälter
62- Lufteinlaßöffnung
63- Lufteinlaßventil
64- Schaltknopf
65- Betätigungsstange
651- Schutzhülse
652- Steuernadel
66- Kolbenhülse
67- Düse
7- Abdeckung
71- AusnehmungBei der Erfindung
Bei der Erfindung
1- Hohlzylinder
11- Farbbehälter
12- Lufteinlaßrohr
13- Aufnahmeraum
14- Schaltknopf
16- Betätigungsstange
161- Steuernadel
17- Kolbenhülse
18- Düse
19- Anschlußstück
2- Abdeckung
21- Einrastteil
22- Innengewinden
3- Mitnehmervorrichtung
31- Schutzhülse
32- Erstes Verschlußstück
33- Zweites Verschlußstück
34- Schutzhülse
341- Erste Kontaktfläche
35- Buchse
351- Durchgang
352- Zweite Kontaktfläche
353- Außengewinden
354- Gleitstück