Die Erfindung bezieht sich auf eine Uhr, vorzugsweise Armband-, Wand-
oder Tischuhr oder ein Mobiltelefon.
Besonders vor Großereignissen oder besonderen Anlässen wächst bei
vielen Personen die Spannung derart, dass sie genau wissen wollen, wie lange es
noch dauert. Bei Wehrpflichtigen ist es Tradition, dass die letzten 100 Tage mit
einem Meterband „gemessen" und angezeigt werden; die letzten 10 Tage werden
mit Schildern signalisiert. Aber auch andere Ereignisse können kaum erwartet werden.
So warten Fußballfreunde ab Ende Mai bereits wieder auf den Beginn der nächsten
Saison. Freunde der Nationalmannschaft warten auf den Anstoß der nächsten Weltmeisterschaft.
Intellektuelle warten auf die nächste Helge Schneider Tournee. Ältere Arbeitnehmer
auf die Pensionierung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein stets präsentes Mittel
zur Anzeige der noch verbleibenden Zeit bis zu einem bestimmten Ereignis zu schaffen.
Erfindungsgemäß wird dies durch eine Armband-, Wand- oder Tischuhr
oder Mobiltelefon dadurch erreicht, dass eine Anzeige die Zeit bis zu einem vorbestimmten
Zeitpunkt im Countdown anzeigt. Hierzu kann eine separate Anzeige oder eine Umschaltung
von der Uhrzeit auf die Restzeit bis zu dem Ereignis Verwendung finden. Optional
zeigt die Uhr sowohl den Countdown, als auch die normale Uhrzeit an. Die Restzeit
kann in Jahren, Monaten, Tagen, Minuten und Sekunden, aus der Angabe nur einer Zeiteinheit
oder einer Kombination aus mehreren der genanten Zeiteinheiten erfolgen.
Es ist einerseits möglich, dass die vorbestimmte Zeit ab Werk eingestellt
wird. Andererseits kann optional eine Vorrichtung zum Einstellen einer individuellen
Zeit vorgesehen sein, so dass der Nutzer seine individuelle Vorgabezeit eingeben
kann. Dies kann einerseits mit der Vorgabe einer Restzeit oder der Vorgabe eines
Zeitpunktes geschehen. Hierdurch ist es auch möglich, nach Ablauf der ersten vorbestimmten
Zeit die Countdown-Uhr nochmals erfindungsgemäß zu verwenden.
Weiterhin ist es möglich, dass mehrere Zeitpunkte vorbestimmt werden,
so zum Beispiel alle Spieltage einer Fußballsaison. Die Zeiten können auf einem
Display oder mehreren angezeigt werden. Um dem Nutzer die Bedeutung der Restzeit
anzuzeigen, kann das Ereignis angezeigt werden. Im einfachsten Fall geschieht dies
durch einen Aufdruck oder eine Gravur an die Uhr, in aufwändigeren Fällen wird das
Ereignis via Display angezeigt. Dieses Display ist optional individuell einstellbar.
Die Programmierung kann komfortabel über eine externe Dateneingabe
und Weiterleitung via USB oder Bluetooth erfolgen.
Ein Mobiltelefon kann vorteilhaft via SMS programmiert werden. Das
Mobiltelefon erhält dann ein Programm, welches beispielsweise veranlasst, dass anstelle
oder zusätzlich zum Betreiberlogo die Restzeit und das Ereignis angezeigt werden.
Auch können über die Tastatur des Telefons Zielzeit, Begleittext, Signale zu bestimmten
Zeitpunkten und anderes eingestellt werden. So kann optional zu vorbestimmten Zeitpunkten
eine Kurznachricht versendet werden.
Einen weiteren Nutzen bietet die Uhr, wenn das Display für die Anzeige
der Restzeit auch auf andere Funktionen, wie zum Beispiel internationale Ortszeiten
oder eine Stoppuhr umstellbar ist.
Die Erfindung wird nun anhand der Figuren detailliert erläutert.
1 zeigt eine erfindungsgemäße Armbanduhr
1 mit einer Anzeige 3 für die Uhrzeit und einer Anzeige
2 für den Countdown bis zu dem vorbestimmten Zeitpunkt. Am Gehäuse der
Armbanduhr befinden sich zwei Taster 5.
Die Armbanduhr 1 ist beispielsweise ab Werk derartige programmiert,
dass sie die Restzeit bis zum Anpfiff der nächsten Fußballweltmeisterschaft anzeigt.
Mittels der Taster 5 kann auf den Betrieb einer Stoppuhr umgeschaltet werden.
2 zeigt eine Tischuhr 1 mit einer
Anzeige 3 für die Uhrzeit und zwei Anzeigen 2, 2' für
den Countdown bis zu zwei vorbestimmten Zeitpunkten. Unterhalb der Anzeigen
2, 2' sind zwei Displays 4, 4' für einen eingebbaren
Begleittext. Am Gehäuse der Tischuhr 1 befinden sich ein Taster
5 und ein Drehschalter 6.
Mittels des Tasters 5 kann die Tischuhr in verschiedene Programmiermodi
versetzt werden. In einem Modus kann die Zielzeit des Displays 2 eingestellt
werden. Mittels Drehschalter 6 kann jeweils nach vorne oder hinten gestellt
werden. Anschließend wird das korrespondierende Display 4 beschriftet.
Wie von Automobil-Navigationssystemen bekannt, wird an den Drehschalter
6 gedreht, bis einer bestimmten Position ein bestimmter Buchstabe oder
eine bestimmte Zahl erscheint; diese wird dann mit einem Druck auf den Drehschalter
6 oder den Taster 5 bestätigt.
Wird eine Zielzeit erreicht, kann zum Beispiel durch einen besonderen
Ton, ein Blinken oder anderes auf das Ereignis aufmerksam gemacht werden. Auch im
Vorfeld (zum Beispiel noch 100 Tage, 24 Stunden, etc.) kann auf
das Ereignis aufmerksam gemacht werden.
Verfügt die Uhr über eine Schnittstelle, zum Beispiel Bluetooth, USB
oder ähnliches, so kann die Programmierung über die Tastatur eines Computers, eines
PDA / MDA, eines Mobiltelefons oder ähnliches erfolgen.