Die vorliegende Erfindung betrifft einen Multiplexrundfunkempfänger
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Hintergrund
Allgemeine mit Funkwellen arbeitende Massenmediensysteme, die Bodenfunkempfänger,
wie Fernsehgeräte und Radios oder PCM-Rundfunkempfänger über Kommunikationssatelliten
benutzen, führen grundsätzlich eine unidirektionale Informationsübertragung an die
Zuschauer und Zuhörer (nachfolgend "Teilnehmerseite" genannt) von Senderstationen
oder Programmsponsoren (nachfolgend "Senderseite" genannt) aus. Dementsprechend
sollten Aufträge beim TV-Einkaufen, Antworten auf Quizprogramme und Fragebögen,
Bestellungen von Waren und von Sponsoren angebotenen Vorteilen und Dienstleistungen
usw. mittels Postkarten erledigt werden, die von den Teilnehmern gekauft werden,
oder über Telefon- oder Telefaxgeräte. Beispielsweise wird die bidirektionale Multimediakommunikation,
bei der optische Fasern zur Anwendung kommen, bald dieses Problem beseitigen, welches
seine Ursache in der unidirektionalen Kommunikation hat, es verbleiben jedoch verschiedene
Probleme, bevor die unidirektionale Kommunikation praktisch verwendet wird, wie
eine enorme Menge an Investition, die zur Verbesserung der Infrastruktur und Terminals
und die Praxis benötigt wird, die zur Bedienung der Terminals erforderlich ist.
(In der folgenden Beschreibung wird Information von der Senderseite
zur Teilnehmerseite "Abwärtsinformation" und Information von der Teilnehmerseite
zur Senderseite "Aufwärtsinformation" genannt.)
In letzter Zeit wurde das Rundfunksenden, welches digitale Datensignale
über Multiplexrundfunkwellen für Fernsehgeräte und Radios oder PCM Rundfunkwellen
in die Praxis eingeführt, und es wurden pseudobidirektionale Systeme vorgeschlagen,
die eine Pseudobidirektionalität schaffen, indem Abwärtsinformationen über Datensignalrundfunk
und Aufwärtsinformation über eine Telefonleitung überfragen werden (beispielsweise
"Telecommunicative voting apparatus" gemäß der unter der Nr. Hei 2-1 10660 offengelegten
japanischen Patentanmeldung, "TV-sound oriented data communication system" gemäß
der unter der Nr. Hei 3-162030 offengelegten japanischen Patentanmeldung und "System
for measuring audience rating of programs" entsprechend der unter der Nr. Hei 1-115232
offengelegten japanischen Patentanmeldung.) Da jedoch solche Geräte und Systeme
nicht dafür ausgelegt sind, Aufwärtsinformationen auf den vorerwähnten Rundfunkprogrammen
aufzunehmen, können sie jedoch nicht so wie sie sind für den vorgesehenen Zweck
verwendet werden, sofern sie nicht modifiziert werden. Erstens gibt es eine ungeheuere
Anzahl von Teilnehmern, die Antworten geben könnten, so dass es die Kosten für die
Terminals und IC-Karten, die in dem System beteiligt sind, nicht angemessen sind.
Zweitens sind Tätigkeiten, Antworten an vielfältige Adressen über allgemeine Rundfunkprogramme
zu geben, unnötig mühsam.
Weiterhin ist in der europäischen Patentanmeldung EP-A-0 309 326 ein
System zum Ermitteln der Teilnehmereinschaltquote (Einschaltrate) von Rundfunkübertragungen
beschrieben, die von einer Rundfunkstation gesendet werden. Dieses System schließt
einen Multirundfunkempfänger ein, der empfangende und wiedergebende Mittel hat,
um eine Rundfunkwelle zu empfangen und ein Radioprogramm wiederzugeben, weiterhin
Erfassungsmittel zum Erfassen von Programminhaltsdaten, die auf einer Zusatzinformationswelle
in der Rundfunkwelle synchron mit dem Rundfunkprogramm getragen werden, einen Einschiebebereich
zum Einschieben einer Karte, auf der festgelegte Teilnehmerdaten aufgezeichnet sind,
und Lesemittel zum Auslesen der Teilnehmerdaten aus der Karte im Einschiebebereich.
Auf einem ersten Weg werden Codesignale, die dem gesendeten Rundfunkprogramm
zugeordnet sind und identifiziert werden, zusammen mit den Signalen, welche das
Rundfunkprogramm übertragen, in Form von aufmodulierten Signalen gesendet. Die Speicherkarte,
welche den Namen und die Adresse des Teilnehmers trägt und die automatisch mit gesendeten
Codesignalen versehen wurde, die dem gesendeten Rundfunkprogramm zugeordnet sind,
dem der Teilnehmer zugehört hat, wird mit der Post zurück zur Senderstation nach
einer gewissen Zeitdauer, beispielsweise einem Monat, geschickt. Diese Station ermittelt
dann die Einschaltquote aus allen zurückgeschickten erfassten Karten, indem sie
gezählt und interpretiert werden.
Bei einem zweiten Weg werden die Codesignale, die dem gesendeten Rundfunkprogramm
zugeordnet sind, gesondert von einem Terminal empfangen, der sich im Besitz des
Hörers/Fernsehteilnehmers zusätzlich zu einem Radio oder Fernsehgerät befindet,
wohingegen die Signale, die das Senderprogramm übertragen, von dem Radio oder dem
Fernsehgerät empfangen werden. Der Terminal umfasst außer einem kombinierten Lese-/Schreibgerät
für eine Speicherkarte, die in das Gerät einzusetzen ist, einen Telefonapparat und
ein Datengerät und ist mit einem externen Rechner mit einem Telefonnetzwerk verbunden.
Somit kann der Hörer/Fernseher, während er dem betreffenden Programm zuhört oder
dieses anschaut, sich in den Rechner einwählen und das kombinierte Lese-/Schreibgerät
betätigen, um eine auf das Radio-/Fernsehprogramm bezogene Aufzeichnung
auf der Speicherkarte zu machen, wenn die Senderstation sie über Radio oder TV einlädt,
dies zu tun. Die Speicherkarten, die so mit zahlreichen diesbezüglichen Signalcodes
versehen sind, werden dann per Post an die Senderstation zwecks Ermittlung der Einschaltquote
für die jeweiligen Programme zurückgeschickt.
Die vorliegende Erfindung wurde in Anbetracht der oben erwähnten Probleme
gemacht, und es ist deshalb eine Aufgabe der Erfindung, einen Multirundfunkempfänger
zu schaffen, der in der Lage ist, effektiv Zusatzinformationen in Datensignalen
von Rundfunkwellen zu nutzen, um ein pseudobidirektionales, mit Funkwellen arbeitendes
Massenmediensystem für ein sehr großes Publikum zu bilden.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Dieser Multirundfunkempfänger kann speziell auf folgende Arten benutzt
werden, wobei gemäß jeder dieser Arten eine Pseudobidirektionalität für eine sehr
große Teilnehmerschaft erreicht werden kann.
Zuerst sollte die Senderstationsseite die passenden Subskriptions-
und Registrierungsprozeduren für Hörer durchführen, um Teilnehmerdaten (Name, Adresse,
Bankkontonummer, Kreditkartennummer usw.) auf den Karten aufzuzeichnen, und sollte
die Karten an die Teilnehmer schicken. Jeder Hörer steckt die Karte in den Einschubabschnitt
des Multirundfunkempfängers, um dem Radioprogrammen zuzuhören. Die Senderstationsseite
fordert in einem Rundfunkprogramm die Hörer, die ein Werbegeschenk, ein Ticket und
verschiedene Proben haben möchten, dazu auf, die Zifferntaste "1" auf den externen
Eingabemitteln zu betätigen. Alternativ kann die Senderstationsseite Fragebögen
präsentieren und beispielsweise um die Betätigung der Zifferntaste "1" für Zustimmung
und einer Zifferntaste "2" für Ablehnung bitten. Wenn die Hörer antworten, indem
sie externe Eingabemittel anwenden, werden extern Eingabedaten von den externen
Eingabemitteln, Programminhaltsdaten, die aus der Rundfunkwelle gewonnen werden,
und Teilnehmerdaten auf den Karten z. B. an die Senderstationsseite über die Kommunikationsmittel
gesendet. Zur gleichen Zeit werden die externen Eingabedaten und die Programminhaltsdaten
auf jede Karte im Einschubabschnitt gedruckt. Die Senderstationsseite spezifiziert
Werbegeschenke, Tickets usw. auf der Basis der externen Eingabedaten und der Programminhaltsdaten
und schickt sie auf den Teilnehmerdaten basierend an die Zuhörer. Alternativ nimmt
die Senderstationsseite die externen Eingabedaten als Antworten auf die Fragebögen
auf und schickt Werbegeschenke für die Antworten an die Hörer.
Der Multirundfunkempfänger gemäß dieser Erfindung kann in Verbindung
mit einem Fernsehgerät für normale Fernsehsendungen verwendet werden. Das bedeutet,
dass Waren und Warennummern für die Platzierung von Aufträgen durch ein Warenverkaufsfernsehprogramm
bekannt gegeben werden und die Zuschauer durch ein Rundfunkprogramm gebeten werden,
die gewünschten Warennummern unter Verwendung der externen Eingabemittel einzugeben.
Die Warennummern, die Teilnehmerdaten und die Programminhaltsdaten werden über die
Kommunikationsmittel übertragen.
Auf diese Weise können die Hörer einer Senderstation leicht antworten,
während sie einem Rundfunkprogramm zuhören, und können einen Auftrag auf dem Wege
eines TV-Einkaufs platzieren. Die Aufwärtsinformation, die vom Rundfunkempfänger
geschickt wird, ist ein Datensignal mit spezifischem Format und kann somit leicht
gesammelt werden, so dass es möglich ist, eine sehr große Teilnehmerzahl zu bewältigen.
Da die externen Eingabedaten und die Programminhaltsdaten auf individuellen Karten
zur gleichen Zeit gedruckt werden wie die Aufwärtsinformation über die Kommunikationsmittel
übertragen wird, können die Karten als Kopien für Anmeldungen, Antworten für bzw.
auf Ratespiele oder Fragebögen oder als Kopien (Auftragsbelege) für Käufe über das
TV-Einkaufen benutzt werden. Es ist deshalb möglich, leicht Fehllieferungen zu vermeiden,
was den Teilnehmern ein Gefühl der Sicherheit gibt.
Vorher auf eine Karte aufgenommene Teilnehmerdaten dürfen nicht wie
vorerwähnt den Namen eines Teilnehmers, Adresse, Bankkontonummer und Kreditkartennummer
enthalten. Spezieller sollten "unregistrierte" Karten, auf denen einfach "Seriennummern"
aufgezeichnet sind, an nicht spezifizierte Teilnehmer im Voraus verteilt oder verkauft
werden, ohne dass vorab Subskriptions- und Registrierungsprozeduren durchgeführt
werden. Externe Eingabedaten, Programminhaltsdaten und die Seriennummer werden über
die Kommunikationsmittel zur Senderstationsseite geschickt, und die externen Eingabedaten
und Programminhaltsdaten werden auf diese Karte gedruckt, wenn ein Teilnehmer die
externen Eingabemittel mit dieser "unregistrierten" Karte betätigt, die im Einschubbereich
platziert ist. Im Anschluss daran sollte der Teilnehmer die notwendige Adresse,
den Namen, die Bankkontonummer, die Kreditkartennummer usw. auf die Karte schreiben
und sie zur Senderstationsseite schicken. Dieser Weg eliminiert vorausgehende mühsame
Subskriptions- und Registrierungsvorgänge, so dass es einfacher ist, mehr Subskribenten
zu bekommen, und die Teilnehmer nicht die Chancen für die Beantragung von Werbegeschenken
oder die Bestellung von Waren verpassen. Bei dieser Vorgehensweise ist es zu bevorzugen,
dass das Postkartenformat auf einer Seite der Karte bedruckt wird, um die mühsamen
Vorgänge zu reduzieren, die zum Verschicken der Karte erforderlich
sind.
Außerdem kann billiges bedruckbares Papier oder können Kunstharzkarten
im Rahmen dieser Erfindung Verwendung finden. Dieses Merkmal ist sehr vorteilhaft
für die Fälle des Verschickens von Karten per Post, die Verteilung oder den Verkauf
einer hohen Anzahl von "unregistrierten" Karten und die Verwendung von Karten als
"Kopien", die nach einer gewissen Zeitdauer abgelegt werden können (beispielsweise
nach Ankunft der Waren oder Werbegeschenke).
Das meiste an Abwärtsinformation (Audioerklärungen und Bilder für
Werbegeschenke oder Waren) muss nicht auf einem Datensignal in einer Multiplexrundfunkwelle
gesendet werden, die Präsentation von Werbegeschenken oder Waren kann nämlich durch
Stimmen oder Bilder auf einer allgemeinen Rundfunkwelle gemacht werden, und grundsätzlich
sind nur Programminhaltsdaten zur Identifizierung des Programminhalts im Datensignal
einer Rundfunkwelle enthalten. Deshalb wird die Menge an Datensignalen, die vom
Multirundfunkempfänger zu empfangen und zu verarbeiten ist, geringer. Es ist offensichtlich,
dass demzufolge die Hardware-Kosten für Informationsterminals niedriger als im Vergleich
zu dem Fall gehalten werden können, bei dem natürliche Bilder und Stimmen alle in
Form von digitalen Datensignalen empfangen und verarbeitet werden. Da bekannte Rundfunkprogramme
benutzt werden, kann außerdem erreicht werden, das pseudobidirektionale System mit
bekanntlich niedrigeren Kosten zu schaffen, und es ist einfacher, die Teilnehmer
sich registrieren und einschreiben zu lassen. Somit kann eine gute Nutzung des Leistungsumfangs
leicht erreicht werden.
Es ist noch wünschenswerter, dass die Programminhaltsdaten die Telefonnummer
des Bestimmungsortes beinhalten sollten und dass die Kommunikationsmittel in der
Lage sein sollten, automatisch die Telefonnummer, die durch die Erfassungsmittel
erfasst ist, des Bestimmungsortes zu wählen, weil ein Teilnehmer nicht die Telefonnummer
niederschreiben muss und sicher unterschiedliche Telefonnummern des Bestimmungsortes
benutzen kann, auch wenn die Bestimmungsorte mehrere Senderstationen, Sponsorengesellschaften,
Gesellschaften, die Waren über den TV-Einkauf und Fragebögen verkaufen, und Überwachungsgesellschaften
einschließen. Außerdem können Karten die Telefonnummer eines Händlers oder Verkäufers
zusammen mit den Teilnehmerdaten beinhalten und als Originalkarten der Gesellschaft
verteilt und verkauft werden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
1 ist eine perspektivische Ansicht, die
einen Multiplexrundfunkempfänger nach dieser Erfindung zeigt;
2 ist ein Blockschaltbild des Multiplexrundfunkempfängers;
3 ist eine Darstellung, die eine in den
Rundfunkempfänger einzusetzende Karte zeigt;
4 ist eine Darstellung, die ein anderes
Beispiel für eine in den Rundfunkempfänger einzusetzende Karte zeigt;
5 ist ein Flussdiagramm, welches zeigt,
wie der Rundfunkempfänger zu benutzen ist; und
6 ist eine Darstellung, die ein weiteres
Beispiel für eine in den Multiplexrundfunkempfänger einzusteckende Karte zeigt.
Beste Methoden zur Ausübung der Erfindung
Erste Ausführungsform
Eine erste Ausführungsform dieser Erfindung wird nun mit Bezug auf
die beiliegenden Zeichnungen beschrieben. Wie es in den 1
und 2 gezeigt ist, besteht ein Multiplexrundfunkempfänger
1 aus einem Stereoempfangsabschnitt 4 als empfangende und wiedergebende
Mittel, einem Erfassungsabschnitt 7 als Erfassungsmittel, einem Steuerabschnitt
8 als Steuermittel, einem Anzeigeabschnitt 9, einem Druckabschnitt
10 als druckende Mittel, einem Einschubabschnitt 12 für das Einschieben
einer Karte 11, einem Leseabschnitt 13 als Lesemittel, einem Tasteneingabeabschnitt
14 als externe Eingabemittel, einem Speicherabschnitt 15 und einem
Kommunikationsabschnitt 16.
Der Stereoempfangsabschnitt 4 empfängt eine Rundfunkwelle
an einem FM-Tuner 2 und schickt sie durch einen Audioverstärker
3, um von einem Lautsprecher abgegeben zu werden. Der Erfassungsabschnitt
7 dient zum Erfassen der notwendigen Daten (Identifikation, z. B. ID-Code,
Zeichencodes usw. als Programminhaltsdaten, die dem Inhalt eines Rundfunkprogramms
zu geordnet sind), die in einem binären Datensignal enthalten sind, das auf einer
Zusatzinformationsradiowelle in der Rundfunkwelle getragen wird, und umfasst ein
L-MSK (Level controlled Minimum Shift Keying; ein digitales Modulationssystem, welches
den Multiplexpegel in Verbindung mit Modulationsgrad eines Stereodifferenzsignals
ändert), einen Demodulator 5 und einen Fehlerkorrekturdecoder
6. Der Steuerabschnitt verarbeitet den ID-Code und Zeichencodes, die vom
Erfassungsabschnitt 7 erfasst werden, verschiedene Steuersignale und Eingangssignale
von anderen peripheren Vorrichtungen, um sie in festgelegte Zeichendaten und Steuerdaten
umzuwandeln, und führt verschiedene notwendige Steuerungen auf
den peripheren Vorrichtungen durch. Der Anzeigeabschnitt 9, der eine Flüssigkristall-Darstellungsvorrichtung
benutzt, stellt die notwendige Information dar, wie sie unter der Steuerung des
Steuerabschnittes 8 benötigt wird.
Der Druckabschnitt 10, der ein thermischer Drucker ist, empfängt
erforderliche Daten vom Steuerabschnitt 8 und druckt notwendige Informationen
auf die Karte 11 im Einschubabschnitt 12. Der Einschubabschnitt
12, wo die noch später zu diskutierende Karte 11 eingesetzt wird,
ist wahlweise mit einem Sensor ausgestattet, um zu ermitteln, ob die Karte da ist
oder fehlt. Der Leseabschnitt 13, der eine optische Lesevorrichtung ist,
liest einen ID-Code aus der Karte 11 im Einschubabschnitt 12 und
sendet ihn zum Steuerabschnitt 8. Wenn ein Teilnehmer eine gewünschte Ziffer
drückt, sendet der Tasteneingabeabschnitt 14 extern Eingabedaten entsprechend
dieser Ziffer an den Steuerabschnitt 8. Der Speicherabschnitt
15 speichert notwendige Daten unter der Steuerung des Steuerabschnitts
8. Der Kommunikationsabschnitt 16, der einen I/F (Interface)-Kreis,
einen Demodulator, einen Übertrager und eine Leitungverbindungssteuereinheit umfasst,
empfängt die erforderlichen Daten vom Steuerabschnitt 8, und der Speicherabschnitt
15 sendet dann die notwendigen Daten an eine externe Telefonleitung (nicht
dargestellt).
Wie es in den 3 und 4
dargestellt ist, ist die Karte 11 eine dünne Platte, die mit dem Druckabschnitt
10 bedruckt werden kann. Die 3 und
4 zeigen beispielhaft Karten für Fragebögen
bzw. für das TV-Einkaufen. Ein ID-Code als Teilnehmerdaten (z. B. Adresse, Name,
Bankkontonummer, Kreditkartennummer usw.) ist vorher am oberen Ende der Karte
11 aufgedruckt worden, und zwar in Form eines 4-stelligen Zellencodes (die
Ebene aufteilender zweidimensionaler Code) 17 in hexadezimaler Schreibweise.
Die Teilnehmerdaten wurden vorab in einen zugeordneten ID-Code auf der Rundfunkstationsseite
durch vorgegebene Subskriptions- und Registrierungsverfahren umgewandelt. Wenn die
Karte 11 in den Einschubabschnitt 12 eingesetzt wird, werden die
Teilnehmerdaten von der vom Leseabschnitt 13 ausgelesen und in den Speicherabschnitt
15 mittels des Steuerabschnitts 8 eingespeichert.
Am unteren Teil ist ein Aufzeichnungsplatz vorgesehen, der mit dem
Druckabschnitt 10 zu bedrucken ist. Das bedeutet, dass die Karte
11 vor ihrer Benutzung nur den darauf gedruckten Zellencode 17
hat. Dasjenige, was in diesen Aufzeichnungsplatz gedruckt werden soll, sind Zeichen
(Programmbezeichnung, Quizbezeichnung, Datum und Zeit der Sendung und Ziffern, die
über den Tasteneingabeabschnitt 14 eingegeben sind) als Programminhaltsdaten,
die als Zusatzinformation aus einer Rundfunkwelle durch die passende Umwandlung
erfasst werden, und ein Zellencode 18, der sie durch zugehörige Codes bezeichnet
(d. h., die 3 und 4
zeigen die Karte 11 nach der Benutzung).
Die zellenartigen Codes 17 und 18 können mit magnetischer
Tinte oder Spezialtinte gedruckt werden, um jede nicht autorisierte Benutzung zu
verhindern. Während die Zellencodes 17 und 18 als 4-stellige Codes
dargestellt sind, können sie geeignet modifiziert und aus fünf oder mehr Stellen
bestehen, und zwar entsprechend der Größe des Hörfunkbereiches, der Anzahl von Teilnehmern
und der Menge an einzuschließender Information.
Unter Hinweis auf 5 folgt nun eine Beschreibung
des Falles, bei dem die Karte 11 in 4 und
der Multirundfunkempfänger 1 benutzt werden, um eine gewünschte Ware zu
ordern, wenn ein Warenverkaufsprogramm läuft.
Wie oben erwähnt wurde, wurde der Zellencode 17 mit Teilnehmerdaten,
wie die Adresse, der Name, die Bankkontonummer und die Kreditkartennummer, vorher
auf die Karte 11 gedruckt. Bei eingeschaltetem Netzschalter (nicht dargestellt)
wird die Karte 11 in den Einschubabschnitt 12 gegeben (zu dieser
Zeit wird das normale Rundfunkprogramm oder das Warenverkaufsprogramm vom Stereoempfangsabschnitt
4 empfangen). Dann liest der Leseabschnitt 13, der an der dem
Zellencode 17 entsprechenden Stelle vorgesehen ist, den Zellencode
17 und sendet die Daten zum Steuerabschnitt 8. Der Steuerabschnitt
8 wandelt sie in sortierbare ID-Daten durch Anwendung einer Umwandlungstabelle
oder dergleichen um, speichert die ID-Daten geeignet als Teilnehmerdaten im Speicherabschnitt
15 und geht in einen Eingabestandbyzustand S1 über.
Der Übergang in diesen Standbyzustand S1 kann auf verschiedenen Wegen
erreicht werden. Beispielsweise kann der Übergang manuell durch einen separat vorgesehenen
Schalter oder automatisch beim Anschalten des Netzes herbeigeführt werden. Alternativ
kann ein Signal, welches für den Übergang auf den Standbyzustand S1 vorgesehen ist,
in den allgemeinen Zwecken dienenden Datenbereich einbezogen werden, der dem Kopfsignal
eines Datensignals in einer Rundfunkwelle folgt, und der Steuerabschnitt
10 kann eine solche Steuerung durchführen, dass beim Erfassen des Übergangsanzeigesignals
nach dem Kopfsignal der Übergang in den Standbyzustand durchgeführt wird.
Dann wird im Eingabestandbyzustand S1 ein Teilnehmer aufgefordert,
die gewünschte Warennummer in das Warenverkaufsprogramm durch Ziffern einzugeben,
indem hierfür der Tasteneingabeabschnitt 14 (S2) benutzt wird. Zur gleichen
Zeit sendet die Senderstation Programminhaltsdaten, welche das
Datum und die Stunde der Sendung sowie Bezeichnungen des Sponsors und der Ware angeben,
auf dem Datensignal in der Rundfunkwelle. Wenn der Teilnehmer beispielsweise die
Ware mit der Warennummer "3" wünscht, muss "3" am Tasteneingabeabschnitt
14 gedrückt werden (S3). Der Steuerabschnitt 8 prüft, ob das Tasteneingabesignal
eingegeben wurde (S4) und bringt die Programminhaltsdaten und die Warennummer "3"
auf den Anzeigeabschnitt 9 (S5) zurück. Wenn weiter ein Bestätigungsknopf
19 am Tasteneingabeabschnitt 14 gedrückt wird (S6), werden die
Programminhaltsdaten und die Warennummer "3" über den Steuerabschnitt
8 in den Speicherabschnitt 15 eingespeichert (S7).
Um die Anzahl von Einzelheiten (nicht nur die Warennummer, sondern
auch die Farbe, das Muster, die Größe und dergleichen der Ware), die von den Teilnehmern
ausgewählt werden können, wie es durch Zeichen im Aufzeichnungsplatz in
4 gezeigt ist, sollte ein Markierungssignal von der
Senderstation vor oder nach der Übertragung der Programminhaltsdaten gesendet werden,
und eine Anzahl von auswählbaren Einzelheiten sollte als Gruppe im Speicherabschnitt
15 auf der Basis des Markierungssignals gespeichert werden, so dass der
Steuerabschnitt 8 kollektive Antworten auf eine Gruppe wählbarer Einzelheiten
vom Tasteneingabeabschnitt 14 empfängt. Zur Vereinfachung der Erklärung
werden jedoch die externen Eingabedaten nur als "3" angenommen beibehalten, was
die Warennummer in der nachfolgenden Beschreibung angibt.
Wenn der Teilnehmer einen Übertragungsknopf 20 (S8) betätigt,
nachdem S1 bis S7 je nach Erfordernis wiederholt wurden, fordert der Steuerabschnitt
8 die Eingabe der Telefonnummer des Bestimmungsorts (beispielsweise die
Senderstation, die Werbegeschenke präsentierende Gesellschaft, die Waren verkaufende
Gesellschaft oder das Versandzentrum für Werbegeschenke oder Waren) über den Anzeigeabschnitt
9 (S9) an, um bereit zu sein für die Eingabe der Telefonnummer. Wenn der
Teilnehmer den Tasteneingabeabschnitt 14 (S10) betätigt, prüft der Steuerabschnitt
8, ob die Telefonnummer korrekt eingegeben wurde (S11). Dann steuert der
Steuerabschnitt 8 die Leitungsverbindungssteuereinheit des Kommunikationsabschnitts
16 an, um die Leitung zu schalten, wandelt die Teilnehmerdaten, die Programminhaltsdaten
(Datum und Zeit der Sendung, der Sponsor usw.) und die Warennummer "3" als externe
im Speicherabschnitt 15 gespeicherte Eingabedaten in analoge Signale um
und sendet die Signale zum Bestimmungsort (S12). Weiterhin druckt der Steuerabschnitt
8 die Programminhaltsdaten und die Warennummer "3", die sich im Speicherabschnitt
15 befinden, in Form der Zeichen und Ziffern und den Zellencode
18 über den Druckabschnitt 10 (S13) aus. Der Zellencode
18 wird benutzt, um vom geeigneten optischen Lesegerät zwecks leichterer
Datenverarbeitung gelesen werden zu können, wenn die Karte 11 zur Senderstation
oder zum Warenversandzentrum vom Teilnehmer geschickt ist. In S13 kann deshalb der
Zellencode 18 weggelassen werden, und es können nur Zeichen und Ziffern
ausgedruckt werden.
Wenn schließlich die Teilnehmerdaten, die Programminhaltsdaten und
die Warennummer "3", die in S12 geschickt werden, empfangen werden, spezifiziert
die Senderstation, die Werbegeschenke anbietende Gesellschaft, die Waren verkaufende
Gesellschaft oder das Versandzentrum für Werbegeschenke oder Waren, ein Werbegeschenk
oder eine Ware auf der Basis der gesendeten Programminhaltsdaten, liefert es bzw.
sie auf der Basis der Teilnehmerdaten aus und regelt die Bezahlung wie erforderlich.
Es folgt nun eine ergänzende Beschreibung betreffend einen Fall, bei
dem eine "unregistrierte" Karte 11 vorliegt, auf der die Adresse, der Name,
die Bankkontonummer, die Kreditkartennummer usw. des Teilnehmers nicht vorab im
Zellencode 17 auf der Karte 22 registriert wurden. In diesem Fall
werden ein Nicht-Registrierungs-Code, der einen nicht registrierten Teilnehmer anzeigt,
und eine Seriennummer im Zellencode 17 aufgenommen. Nachdem S1 bis S11
auf gleiche Weise wie vorher beschrieben ausgeführt sind, werden die Teilnehmerdaten
(der Nicht-Registrierungs-Code und die Seriennummer), die Programminhaltsdaten und
die Warennummer "3" an die Senderstation, das Versandzentrum für Werbeartikel oder
Waren oder dergleichen in S12 übertragen. Wenn die Teilnehmerdaten, die einen Nicht-Registrierungs-Code
und eine Seriennummer enthalten, empfangen werden, hält die Senderstation oder das
Versandzentrum die aktuelle Auslieferung der Ware oder des Werbegeschenks zurück.
Der Teilnehmer sollte dann direkt die Adresse, den Namen, die Bankkontonummer, die
Kreditkartennummer usw. auf die in S13 erhaltene Karte 11 schreiben und
sollte sie dann an die Senderstation oder das Versandzentrum schicken. Die Senderstation
oder das Versandzentrum nimmt Bezug auf die auf der geschickten Karte
11 ausgedruckte Seriennummer und liefert die einbehaltene Ware oder das
Werbegeschenk an den zugehörigen Teilnehmer. Es ist wünschenswert, dass zu dieser
Zeit die Subskription und Registrierung für diesen Teilnehmer auf der Basis der
Adresse, des Namens, der Bankkontonummer, der Kreditkartennummer usw., die auf der
geschickten Karte 11 aufgeschrieben sind, durchgeführt werden, und eine
neue Karte 11 mit den Teilnehmerdaten, die neu in Form des Zellencodes
17 gedruckt sind, sollte zusammen mit der Ware oder dem Werbegeschenk ausgeliefert
werden.
Wünschenswerter ist es, eine Karte 21 gemäß Darstellung in
6 als eine solche "unregistrierte" Karte zu benutzen.
Die Karte 21, die etwa die Größe einer Postkarte hat,
wird längs etwa über die halbe Länge im Rundfunkempfänger 1 platziert.
Wenn eine Eingabespalte 22 für die Eingabe von Einzelheiten (die Adresse,
der Name, die Bankkontonummer, die Kreditkartennummer usw.), welche für die Subskription
und Registrierung erforderlich sind, auf den unteren Teil der Karte 21
aufgedruckt sind und die Karte 21 ein Postkartenformat mit dem Namen und
der Adresse des Bestimmungsortes (Senderstation, Versandzentrum oder dergleichen)
hat, die vorher auf der Rückseite (die Seite ist nicht dargestellt) aufgedruckt
sind, werden die Abläufe für die Subskription und Registrierung von Teilnehmern
einfacher, was vorteilhaft für das Gewinnen von Benutzern ist.
Zweite Ausführungsform
Gemäß einer zweiten Ausführungsform ist die Telefonnummer des Bestimmungsortes,
nämlich die Telefonnummer der Senderstation oder des Auslieferzentrums, von der
Senderstation in Programminhaltsdaten eingefügt worden, die auf der Zusatzinformationsfunkwelle
in einer Radiowelle getragen und von der Station gesendet werden. In S7 wird bei
der ersten Ausführungsform diese Telefonnummer des Bestimmungsortes zusammen mit
den Programminhaltsdaten und der Warennummer "3" im Speicherabschnitt
15 gespeichert. Die Telefonnummer des Bestimmungsortes wird aus dem Speicherabschnitt
15 ausgelesen, und es wird der Vorgang in S12 ausgeführt, ohne über S9,
S10 oder S11 zu gehen.
Da der andere Teil der gleiche ist wie bei der ersten Ausführungsform,
wird seine Beschreibung weggelassen.
Dritte Ausführungsform
Bei einer dritten Ausführungsform ist die Telefonnummer eines speziellen
Bestimmungsortes bereits vorher in den Zellencode 17 auf der Karte
11 eingefügt worden. Das heißt also, dass die Telefonnummer der Senderstation
oder die der Waren verkaufende Gesellschaft, die der Teilnehmer wünscht, vorher
eingefügt wird in die Teilnehmerdaten, und dass, nachdem die Karte 11 in
dem Einschubabschnitt 12 auf gleiche Weise wie bei der ersten Ausführungsform
gesteckt, die Telefonnummer des Bestimmungsortes im Speicherabschnitt
15 eingespeichert wird. Die Telefonnummer des Bestimmungsortes wird vom
Speicherabschnitt 15 ausgelesen, und es wird der Betrieb in S12 durchgeführt,
ohne dass wie bei der zweiten Ausführungsform über S9, S10 oder S11 gegangen wird.
Weil der andere Teil der gleiche wie bei der ersten Ausführungsform ist, wird dessen
Beschreibung weggelassen.
Da die Diskriminierung der Telefonnummer des Bestimmungsortes und
der Programminhaltsdaten und die Diskriminierung der Telefonnummer und anderer Teilnehmerdaten
durch die geeignete Software in der zweiten und dritten Ausführungsform durchgeführt
werden sollten, werden sie hier nicht detailliert beschrieben.
Es ist wünschenswert, dass die Leitungsanschlusssteuereinheit des
Kommunikationsabschnitts 16 in jeder der oben beschriebenen Ausführungen
mit einer Funktion ausgestattet wird, die jener einer zweiten Einheit eines Sprechfunkgerätes
entspricht, so dass der Multirundfunkempfänger über eine Funkverbindung mit der
Leitung verbunden ist, wodurch die Handhabbarkeit des Rundfunkempfängers
1 verbessert wird. Außerdem ist es bei Bedarf möglich, kodierte Rundfunkprogramme
in den Zellencode 17 einzufügen und die Funktion (automatische Abstimmung,
Lautstärke usw.) des Stereoempfangsabschnitts 4 entsprechend einem gewünschten
Rundfunkprogramm zu steuern, bevor der Eingabestandbymodus in S1 eingegeben wird.
Industrielle Anwendbarkeit der Erfindung
Wie oben beschrieben wurde, können durch Anwendung des Multiplexrundfunkempfängers
nach der Erfindung pseudobidirektionale Kommunikationen durchgeführt werden, die
es den Teilnehmern erlauben, leicht Antworten zu bilden, und zwar selbst beim Senden
über übliche Funkwellenmassenmedien, wie Fernseher und Radio. Da mit wenig kostenden
Karten gearbeitet wird, kann eine enorme Menge an vielfältigen Karten verteilt und
verkauft werden. Da die Karten auch als "Kopien" dienen, kann eine Anmeldung für
ein Werbegeschenk oder ein Auftrag für eine Ware vor der Subskription und Registrierung
gemacht werden, so dass es möglich ist, ein pseudobidirektionales Funkwellenmassenmediensystem
für eine große Teilnehmerzahl aufzubauen.