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Dokumentenidentifikation DE69733482T2 03.11.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000941278
Titel THERMOPLASTISCHE ELASTISCHE ZUSAMMENSETZUNGEN UND DARAUS HERGESTELLTE FILME MIT VERBESSERTER DAMPFDURCHLÄSSIGKEIT
Anmelder Eastman Chemical Co., Kingsport, Tenn., US
Erfinder BRINK, Heather, Mary, Johnson City, US
Vertreter WUESTHOFF & WUESTHOFF Patent- und Rechtsanwälte, 81541 München
DE-Aktenzeichen 69733482
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 25.11.1997
EP-Aktenzeichen 979515285
WO-Anmeldetag 25.11.1997
PCT-Aktenzeichen PCT/US97/22097
WO-Veröffentlichungsnummer 0098023673
WO-Veröffentlichungsdatum 04.06.1998
EP-Offenlegungsdatum 15.09.1999
EP date of grant 08.06.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.11.2005
IPC-Hauptklasse C08K 3/00
IPC-Nebenklasse C08J 5/18   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft neue und nützliche thermoplastische elastomere Zusammensetzungen und daraus hergestellte Folien.

Hintergrund der Erfindung

Ein Hauptgesichtspunkt beim Komfort eines Kleidungsstücks ist seine Fähigkeit, ein Gleichgewicht zwischen der Wärmeerzeugung und dem Wärmeverlust beizubehalten. Der Verlust an Wärme durch Bekleidung kann durch direkten Trockenwärmeverlust oder durch Feuchtigkeitsausdunstung erfolgen. Was Letztere angeht, hängt die Feuchtigkeitsdampf-Durchlassrate des bei der Bildung des Kleidungsstücks verwendeten Materials allgemein mit der Atmungsfähigkeit des Materials zusammen. Die Atmungsfähigkeit ist die Fähigkeit, Feuchtigkeit/Wasserdampf durch eine Folie oder ein Kleidungsstück hindurch diffundieren zu lassen bzw. zu verbreiten. Zusätzlich zu dieser Eigenschaft gibt es viele Anwendungen, welche verlangen, dass das bei der Herstellung des Kleidungsstücks verwendete Material gegenüber einer Flüssigkeit undurchlässig ist. Solche Anwendungen schließen Windelunterlagen, Damenbinden, medizinische Schutzbekleidungen, Abdecktücher für chirurgische Schnitte, transdermale Pflaster, Wundpflegeverbände und Verbandstoffe, Verbandstoffe für intravenöse Stellen und Verbandstoffe für Ostomie(Darmausgangs)stellen u. a. ein.

Folien, die für Wasserdampf durchlässig sind und porös sind, aber dennoch gegenüber einer Flüssigkeit undurchlässig sein sollen, sind in den US-Patenten Nr. 4 626 252 und 5 073 316 beschrieben. Wie offenbart, wird eine poröse Folie durch Mischen eines Polyolefinharzes, eines anorganischen Füllstoffs und eines Weichmachers; Bilden einer Folie aus der Mischung; und uniaxiales oder biaxiales Recken der Folie erhalten. Allerdings ist es ein Nachteil dieses Stands der Technik, dass während des Vorgangs des Reckens der Folie, um diese für Wasserdampf durchlässig zu machen, bestimmte Nachteile entstehen, wie verminderte mechanische Eigenschaften und/oder Mikrohohlräume (Löcher, die eine virale Übertragung/Krankheitsübertragung zulassen können).

Die Verwendung bestimmter inerter nicht-mikroporöser anorganischer Füllstoffe ist in S. S. Steingiser, S. P. Nemphos und M. Salame, "Encyclopedia of Chemical Technology", 3. Ausgabe, 2d, H. F. Mark et al., Wiley Interscience, New York, 1978, Bd. 3, S. 482, und J. Crank und G. S. Park, "Diffusion in Polymers", Academic Press, New York, 1968, SS. 200–203), beschrieben.

Mithin wäre es sehr wünschenswert, kontinuierliche, nicht-poröse Folien herzustellen, die verbesserte Feuchtigkeitsdampf-Durchlassraten (MVTR) aufweisen, aber gegenüber Flüssigkeiten, wie Blut, und Krankheitserregern in der Luft, wie Viren und Bakterien, undurchlässig sind, ohne jedwede Notwendigkeit des Reckens der Folie.

Die US-A-4 613 643 offenbart poröse Lagen, die aus einer thermoplastischen Elastomerzusammensetzung vom Polyolefin-Typ gebildet sind. Die JP-A-1 266 150 und die JP-A-8 059 981 beschreiben Zusammensetzungen, die anorganisches Füllmaterial einschließen. Insbesondere offenbart die erstgenannte japanische Anmeldung Calciumcarbonat als einen Füllstoff, welcher in der vorliegenden Erfindung unwirksam wäre.

Zusammenfassung der Erfindung

Der Erfinder der vorliegenden Anmeldung fand überraschenderweise neue und nützliche thermoplastische elastomere Zusammensetzungen und daraus hergestellte Folien. Die Zusammensetzungen und Folien sind in zahlreichen Anwendungen, wie bei Kleidungsstücken, nützlich und sind besonders nützlich in Anwendungen, wie medizinischen Kleidungsstücken, welche die Eigenschaften sowohl einer verbesserten Feuchtigkeitsdampf-Durchlassrate als auch Undurchlässigkeit gegenüber Flüssigkeiten, wie Blut, und Krankheitserregern in der Luft, wie Viren und Bakterien, erfordern.

Demzufolge betrifft die vorliegende Erfindung eine thermoplastische elastomere Zusammensetzung, welche ein thermoplastisches Elastomer umfasst, wobei das thermoplastische Elastomer ein thermoplastischer Copolyester ist, wobei eine Folie davon eine Feuchtigkeitsdampf-Durchlassrate (MVTR, gemäß dem ASTM-Testverfahren E96, Prozedur D) von gleich oder mehr als 200 g/m2 Tag ∥ 25,4 &mgr;m (200 g mil/m2 Tag) und einen mikroporösen anorganischen Füllstoff in einer Menge von mindestens 5 Gew.-% aufweist, sodass eine aus der thermoplastischen elastomeren Zusammensetzung gebildete Folie eine MVTR besitzt, die die MVTR einer aus dem thermoplastischen Elastomer gebildeten Folie übersteigt.

Die Zusammensetzungen umfassen:

  • (i) ein thermoplastisches Elastomer, wobei eine Folie davon eine Feuchtigkeitsdampf-Durchlassrate (MVTR) von zumindest gleich oder mehr als 200 g/m2 Tag ∥ 25,4 &mgr;m (200 g mil/m2 Tag) aufweist, wie durch die hierin unten ausführlich beschriebene Prozedur bestimmt; und
  • (ii) einen mikroporösen anorganischen Füllstoff, der in einer wirksamen Menge vorliegt, sodass eine aus der thermoplastischen Elastomerzusammensetzung gebildete Folie eine MVTR besitzt, die die MVTR einer aus dem thermoplastischen Elastomer allein gebildeten Folie übersteigt. Diese Menge ist vorzugsweise zumindest gleich oder größer als 10 Gew.-% auf Basis des Gesamtgewichts der resultierenden thermoplastischen elastomeren Zusammensetzung.

Zusätzlich zu den neuen thermoplastischen elastomeren Zusammensetzungen zielt die vorliegende Erfindung auch auf kontinuierliche, nicht-poröse Folien ab, die aus den neuen thermoplastischen elastomeren Zusammensetzungen gebildet sind, die vorzugsweise dadurch gekennzeichnet sind, dass sie erhöhte Feuchtigkeitsdampf-Durchlassraten im Vergleich mit einer aus dem thermoplastischen Elastomer ohne den mikroporösen Füllstoff hergestellten Folie aufweisen und gegenüber Flüssigkeiten, wie Blut, und Krankheitserregern in der Luft, wie Viren, undurchlässig sind, sowie ein Verfahren zur Herstellung der Folien.

Weiterhin zielt die vorliegende Erfindung auf Erzeugnisartikel ab, welche die neuen Zusammensetzungen und neuen Folien der vorliegenden Erfindung einschließen.

Demzufolge ist es ein Ziel der vorliegenden Erfindung, neue thermoplastische elastomere Zusammensetzungen bereitzustellen, welche bestimmte thermoplastische Elastomere und bestimmte anorganische Füllstoffe umfassen.

Es ist ein weiteres Ziel dieser Erfindung, neue kontinuierliche, nicht-poröse Folien, die aus den neuen thermoplastischen elastomeren Zusammensetzungen gebildet sind, welche bestimmte thermoplastische Elastomere und bestimmte anorganische Füllstoffe umfassen, und ein Verfahren zur Herstellung der neuen Folien bereitzustellen.

Noch ein weiteres Ziel dieser Erfindung ist die Bereitstellung neuer kontinuierlicher, nicht-poröser Folien mit erhöhten Feuchtigkeitsdampf-Durchlassraten und Undurchlässigkeit gegenüber Blut und Krankheitserregern in der Luft, wie Viren und Bakterien, sowie eines Verfahrens zur Herstellung der neuen Folien.

Noch ein weiteres Ziel dieser Erfindung ist die Bereitstellung von Erzeugnisartikeln, wie Kleidungsstücken, Windeln, Damenbinden, medizinischen Schutzbekleidungen, Abdecktüchern für chirurgische Schnitte, transdermalen Pflastern, Wundpflegeverbänden und Verbandstoffen, Verbandstoffen für intravenöse Stellen und Verbandstoffen für Ostomiestellen u. a., welche die neuen thermoplastischen Zusammensetzungen und Folien der vorliegenden Erfindung einschließen.

Diese und andere Ziele, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung werden offensichtlich, wenn auf die folgende ausführliche Beschreibung, bevorzugte Ausführungsformen, spezifische Beispiele und Ansprüche Bezug genommen wird.

Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

Es wurde überraschenderweise festgestellt, dass Zusammensetzungen, welche ein thermoplastisches Elastomer umfassen, wobei eine Folie davon eine Feuchtigkeitsdampf-Durchlassrate von zumindest gleich oder mehr als 200 g/m2 Tag ∥ 25,4 &mgr;m (200 g mil/m2 Tag), stärker bevorzugt von 500 g/m2 Tag ∥ 25,4 &mgr;m (500 g mil/m2 Tag) und eine ausreichende Menge eines mikroporösen anorganischen Füllstoffs aufweist, neue thermoplastische elastomere Zusammensetzungen bereitstellen, welche zu kontinuierlichen, nicht-porösen Folien mit erhöhten Feuchtigkeitsdampf-Durchlassraten (MVTR) gebildet werden können im Vergleich mit Folien, die aus dem thermoplastischen Elastomer in Abwesenheit von Füllstoff gebildet werden, ohne die Notwendigkeit des Reckens der Folie.

Die aus den mikroporösen, anorganischen, Füllstoff enthaltenden Zusammensetzungen gebildeten Folien besitzen eine verbesserte Atmungsfähigkeit, da eine erhöhte MVTR allgemein mit der Atmungsfähigkeit der Folie in Zusammenhang steht. Darüber hinaus zeigt eine visuelle und physikalische Begutachtung der Folien, dass die Handhabungsfähigkeit der den mikroporösen anorganischen Füllstoff enthaltenden Folien ebenfalls verbessert ist. Darüber hinaus werden die physikalischen Eigenschaften der resultierenden, mikroporösen anorganischen Füllstoff enthaltenden Folie nicht in nachteiliger Weise als eine Folge der Einbringung des Füllstoffs beeinflusst. Die Folien haben vorzugsweise eine Dicke von etwa ein Halb (1/2) bis etwa 2 mils (1 mil = 1/1000 inch = 25,4 Mikrometer). Daher verwenden in SI-Einheiten angegebene Daten das Format "Wert g/m2 Tag ∥ 25,4 &mgr;m". Die neue resultierende Folie ist auch gegenüber Flüssigkeiten, wie Blut, und Krankheitserregern in der Luft wie Viren und Bakterien undurchlässig. Für viele Zwecke kann es wünschenswert sein, andere herkömmliche Additive mit den thermoplastischen elastomeren Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung zu vermischen.

Erzeugnisartikel, beispielhaft angegeben durch, aber nicht beschränkt auf Artikel, wie Kleidungsstücke, Windelunterlagen, Damenbinden, medizinische Schutzbekleidungen, Abdecktücher für chirurgische Schnitte, transdermale Pflaster, Wundpflegeverbände und Verbandstoffe, Verbandstoffe für intravenöse Stellen und Verbandstoffe für Ostomiestellen und dergleichen, können aus den neuen Zusammensetzungen und neuen Folien der vorliegenden Erfindung unter Nutzung jeglicher geeigneter Techniken für die Herstellung solcher Artikel hergestellt werden. Bevorzugte Techniken schließen Blasfolien, Schmelzgießen und Strangpressen von Folien ein, wobei Letzteres die Extrusion auf ein Substrat einschließt. Ein solches Substrat kann je nach seiner Zusammensetzung und/oder der Zusammensetzung der thermoplastischen elastomeren Zusammensetzung auch eine Verbindungsschicht einschließen. Bevorzugte Substrate schließen (Textil-)Gewebe und Nonwovens ein. Durch Schmelzgießen oder Blasen hergestellte Folien können thermisch verbunden oder versiegelt werden mit einem Substrat unter Verwendung eines Klebstoffs. Der Durchschnittsfachmann, welcher in Kenntnis der vorliegenden Beschreibung ist, kann solche Folien und Artikel, die solche Folien enthalten, ohne allzu großes Experimentieren herstellen.

Die aus der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung hergestellte Folie ist vorzugsweise eine kontinuierliche, nicht-poröse Folie. Dies bedeutet, dass, während die Folie eine gute MVTR besitzt, sie keine physikalischen Hohlräume oder Poren aufweist, durch welche Teilchen passieren können, und sie somit undurchlässig gegenüber Flüssigkeiten, wie Blut und anderen Körperflüssigkeiten, Viren und anderen Krankheitserregern in der Luft ist.

Der mikroporöse anorganische Füllstoff liegt in einer ausreichenden Menge vor, was eine Menge bedeutet, die eine Erhöhung der MVTR der resultierenden Folie gegenüber einer Folie aus dem gleichen Material, das keinen anorganischen Füllstoff aufweist, vorsieht. Diese kann je nach dem gewählten thermoplastischen Elastomer und dem darin verwendeten mikroporösen anorganischen Füllstoff variieren. Die Menge beträgt mindestens 5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der thermoplastischen elastomeren Zusammensetzung, jedoch führt die Verwendung geringerer Mengen zu einer Verbesserung der MVTR, die ebenfalls gering ist. Die Menge an mikroporösem anorganischem Füllstoff beträgt vorzugsweise mindestens 10 Gew.-% oder mehr, bezogen auf das Gesamtgewicht der resultierenden thermoplastischen elastomeren Zusammensetzung. Allerdings ist es stärker bevorzugt, etwa 15 bis etwa 60 Gew.-% des mikroporösen anorganischen Füllstoffs, bezogen auf das Gesamtgewicht der resultierenden Zusammensetzung, zu verwenden. Noch weiter bevorzugt ist die Verwendung einer Menge an mikroporösem anorganischem Füllstoff im Bereich von etwa 15 bis etwa 40 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der resultierenden Zusammensetzung, wobei die am meisten bevorzugte Menge an mikroporösem anorganischem Füllstoff im Bereich von etwa 25 bis etwa 35 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der resultierenden Zusammensetzung, liegt.

Es gibt keine echte Untergrenze für die Menge des Füllstoffs, die in der Zusammensetzung vorliegen kann, doch in dem Maße, wie die Menge an eingebrachtem Füllstoff verringert wird, wird die Wirkung auf die Erhöhung der MVTR-Eigenschaft vermindert, bis keine Erhöhung der MVTR mehr festzustellen ist, verglichen mit einer aus dem thermoplastischen Elastomer ohne den Füllstoff gebildeten Folie. Zusätzlich zu der Erhöhung der MVTR der resultierenden Folie sehen höhere Mengen des Füllstoffs ebenso andere Vorteile vor, wie eine gute Kühlwalzentrennung. Wenn der Füllstoff in der Zusammensetzung in geringeren Mengen, d. h. nahe 5%, vorliegt, haftet die Folie an der Kühlwalze während der Extrusion an und bildet eine schlechte Folie, wenn kein zusätzliches Kühlwalzen-Trennmittel verwendet wird. Somit beträgt die Menge des verwendeten mikroporösen anorganischen Materials insbesondere dann, wenn dieses in einem Extrusionsverfahren unter Einsatz einer Kühlwalze verwendet wird, vorzugsweise mehr als 5 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtzusammensetzung.

Mikroporöser anorganischer Füllstoff wird bei der Herstellung der neuen thermoplastischen elastomeren Zusammensetzung vorzugsweise in solch einer ausreichenden Menge verwendet, dass eine aus der resultierenden Zusammensetzung gebildete Folie einen erhöhten MVTR-Wert im Verhältnis zu demjenigen einer aus dem thermoplastischen Elastomer ohne den Füllstoff gebildeten Folie besitzt. Es wurde weiter festgestellt, dass in dem Maße, wie die Menge an Füllmaterial in der Zusammensetzung zunimmt, die MVTR der Folie zunimmt und es somit keine klare Obergrenze für die Menge des eingebrachten Füllstoffs gibt. Allerdings können sich in dem Maße, wie der Füllstoffgehalt auf Anteile von höher als 60 Gew.-% zunimmt, die mechanischen Eigenschaften der Folie verschlechtern. Folglich hängt die Obergrenze des Füllstoffs vom Erhalt eines optimalen Gleichgewichts aller wichtigen Folieneigenschaften je nach der Anwendung, für welche die Folie bestimmt ist, ab. In einigen Fällen kann es sein, dass die Festigkeitseigenschaften der Folie nicht wichtig sind, sodass große Mengen (d. h. mehr als 60 Gew.-%) an mikroporösem anorganischem Füllstoff verwendet werden können. Es wäre eine Sache von Routineexperimenten für den Durchschnittsfachmann, welcher in Kenntnis der vorliegenden Beschreibung ist, die optimale Menge an mikroporösem anorganischem Füllstoff hinsichtlich des Gleichgewichts der gewünschten MVTR und der mechanischen Eigenschaften der resultierenden Folie zu ermitteln.

Die bei der Herstellung der neuen thermoplastischen elastomeren Zusammensetzungen dieser Erfindung nützlichen Füllstoffe schließen jegliches mikroporöse anorganische Füllstoffmaterial ein. Mikroporös, wie hierin verwendet, bezieht sich auf ein Material, das Poren aufweist, vorzugsweise von etwa 2 × 10–10 m bis etwa 5 × 10–9 m (2 bis etwa 50 Angström) Größe, welche einen durchgehend verbundenen Hohlraum oder verbundenes Netzwerk bilden.

Beispiele für mikroporöse anorganische Füllstoffmaterialien, die für die Verwendung mit dieser Erfindung geeignet sind, schließen mikroporöse Silicas und Molekülsiebe, wie Zeolithe, aktivierte Tone, Aktivkohlen und Gele, die beispielhaft durch Silicagel oder aktivierte Tonerde angegeben sind, ein. Die stärker bevorzugten Füllstoffe sind Zeolithe. In den vorliegenden Zusammensetzungen haben die mikroporösen anorganischen Materialien unerwartet die Wirkung einer Erhöhung der MVTR, sowie die Funktion als normale Füllstoffe.

Im Allgemeinen sind Zeolithe natürliche oder synthetische, hochpolare, kristalline Aluminosilicatmaterialien. Für weitere Beispiele für Zeolithe, die für die Verwendung hierin geeignet sind, wird auf die Zeolithe Bezug genommen, die von D. W. Breck, "Zeolite Molecular Sieves", Wiley Interscience, 1984, Seiten 133 bis 180, beschrieben sind. Während hierin jeglicher Zeolith verwendet werden kann, ist es bevorzugt, einen Zeolith mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von etwa 2 bis etwa 10 &mgr;m, stärker bevorzugt von etwa 2 bis etwa 3 &mgr;m, zu verwenden. Zeolithe mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von unter 2 &mgr;m sind kommerziell nicht leicht verfügbar, sind aber in der vorliegenden Erfindung von Nutzen. Zeolithe mit durchschnittlichen Teilchengrößen von über etwa 10 &mgr;m erhöhen ebenso die MVTR der hierin beschriebenen Folien, könnten aber eine Verschlechterung der mechanischen Eigenschaften der Folie bewirken.

Es ist bevorzugt, dass der hierin verwendete Zeolith eine Porengröße von etwa 3 × 10–10 m bis etwa 1,0 × 10–9 m (3 bis etwa 10 Angström), am meisten bevorzugt von etwa 4 × 10–10 m (4 Angström) besitzt. Porengrößen von unter 3 × 10–10 m (3 Angström) sind eine Größe, durch welche Wasser nur schwer passieren kann. Zeolithe mit einer Porengröße von mehr als 1,0 × 10–9 m (10 Angström) sind kommerziell nicht leicht verfügbar, sind aber in der vorliegenden Erfindung nützlich.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform besitzt der hierin verwendete Zeolith eine Porengröße von etwa 4 × 10–10 m (4 Angström) und eine Teilchengröße von etwa 2 bis etwa 3 &mgr;m.

Zeolithe können in einer Form erhalten werden, in welcher Wassermoleküle auf der Oberfläche sowie innerhalb des Kerns der Zeolith-Teilchen absorbiert werden. Dehydratisierte Zeolithe können ebenfalls erhalten werden, welche einem Prozess zur Entfernung des größten Teils an absorbiertem Wasser unterzogen wurden, wobei z. B. weniger als 5 Gew.-% Wasser innerhalb des dehydratisierten Zeoliths vorliegen. Die Menge des durch den Zeolith absorbierten Wassers beeinflusst die MVTR. Bei der gleichen Konzentration von Zeolith sieht der dehydratisierte Zeolith eine höhere MVTR als der hydratisierte Zeolith vor. Es wurde festgestellt, dass aus den dehydratisierten Zeolithmischungen hergestellte Folien eine etwa 10%ige Verminderung der mechanischen Eigenschaften im Vergleich mit aus den hydratisierten Zeolithmischungen hergestellten Folien aufweisen. Außerdem wurde festgestellt, dass während des Kompoundierens, wie nachstehend beschrieben, das in dem hydratisierten Zeolith vorliegende Wasser als flüchtiger Bestandteil entfernt wird und aus der Kompoundierungsgerätschaft (z. B. dem Extruder) entfernt werden muss, um einen Druckaufbau zu verhindern und das Molekulargewicht des polymeren Basismaterials beizubehalten. Der dehydratisierte Zeolith sieht den Vorteil vor, dass er nicht so viel als flüchtiger Bestandteil entferntes Wasser während des Kompoundierens erzeugt.

Die bei der Herstellung der neuen Zusammensetzungen und Folien dieser Erfindung nützlichen Elastomere schließen jegliches thermoplastische Elastomer ein, wobei eine Folie hiervon dadurch gekennzeichnet ist, dass sie eine Feuchtigkeitsdampf-Durchlassrate (MVTR), wie gemäß der hierin beschriebenen Testprozedur gemessen, von zumindest gleich oder mehr als 5000 g &mgr;m/m2 Tag (200 g mil/m2 Tag) aufweist, was bedeutet, dass während eines Zeitraums von 24 Stunden mindestens 200 g des Wasserdampfes jeden Quadratmeter der Folie, die 25,4 &mgr;m (ein Tausendstel Inch) dick ist, passieren.

Wie hierin verwendet, bezieht sich thermoplastisches Elastomer auf polymere Materialien, die sich ausdehnen und eine Rückverformung von weniger als 100% aufweisen. Beispiele für thermoplastische Elastomere, die für die Verwendung mit dieser Erfindung geeignet sind, schließen u. a. jeglichen Copolyester, Polyamide, wie Polyetheramid, Polyurethane, wie Polyesteretherurethan, oder andere Elastomere ein, wobei eine Folie hiervon eine MVTR von zumindest gleich oder mehr als 200 g/m2 Tag ∥ 25,4 &mgr;m (200 g mil/m2 Tag), vorzugsweise von gleich oder mehr als 300 g/m2 Tag ∥ 25,4 &mgr;m (300 g mil/m2 Tag) besitzt.

Überraschenderweise stellte man ebenfalls unerwartet fest, dass bestimmte polymere Materialien nicht von einer Erhöhung der MVTR profitieren, wenn der mikroporöse anorganische Füllstoff in diese eingeschlossen wird. Diese polymeren Materialien sind solche, die keine gute MVTR aufweisen, wenn sie zu einer Folie ausgebildet werden, die im Wesentlichen aus dem polymeren Material besteht. Wenn ein Polyolefin mit einer MVTR von 45 g &mgr;m/m2 Tag mit Zeolithen gemischt wurde, kann keine signifikante Verbesserung der MVTR der Folie ohne die Bildung von Mikrohohlräumen erzielt werden.

In einer stärker bevorzugten Ausführungsform umfasst die Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung zusätzlich zu dem mikroporösen anorganischen Füllstoff thermoplastische elastomere Copolyester, wobei Folien hiervon eine MVTR von zumindest gleich oder mehr als 200 g/m2 Tag ∥ 25,4 &mgr;m (200 g mil/m2 Tag), stärker bevorzugt von 300 g/m2 Tag ∥ 25,4 &mgr;m (300 g mil/m2 Tag) besitzen. Die Copolyester sind stärker bevorzugt Stufenwachstums-Polymerisationsprodukte von mindestens einer oder mehreren aromatischen Dicarbonsäuren (oder Estern davon), und/oder mindestens einer oder mehreren aliphatischen Dicarbonsäuren (oder Estern davon) und mindestens einem oder mehreren Diolen, wie nachstehend weiter spezifiziert ist. Kombinationen der vorgenannten Dicarbonsäuren und ihrer Ester können ebenfalls verwendet werden. Bevorzugte Ester sind C1-C4-Ester, stärker bevorzugt Methyl- oder Ethylester der vorgenannten Dicarbonsäuren, wobei Methyl am meisten bevorzugt ist.

Die gesamten Mol-% von Monomeren, welche die thermoplastischen Copolyester umfassen, basieren auf 200%, wobei die gesamten Mol-% von aromatischen und/oder aliphatischen Dicarbonsäure(n) (oder Estern davon oder Kombinationen der Ester und Säuren, wie zuvor beschrieben) 100% entsprechen und die gesamten Mol-% von Diol(en) ungefähr 100% entsprechen. In einer sogar noch stärker bevorzugten Ausführungsform werden aliphatische Dicarbonsäuren mit etwa 2 bis etwa 12 Kohlenstoffatomen verwendet, wie Oxalsäure, Malonsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Sebacinsäure, Azelainsäure, Pimelinsäure, Suberinsäure, Diglykolsäure, 2,2-Dimethylglutarsäure, 1,3-Cyclopentandicarbonsäure, 1,4-Cyclohexandicarbonsäure (einschließlich cis-, trans- oder cis/trans-Mischungen der Isomere), 1,12-Dodecandicarbonsäure, 2,5-Norbornandicarbonsäure, esterbildende Derivate dieser aliphatischen Dicarbonsäuren und Kombinationen oder Mischungen davon. Ebenfalls werden hierin stärker bevorzugt aromatische Dicarbonsäuren mit etwa 8 bis etwa 16 Kohlenstoffatomen, einschließlich 1,3-Terephthalsäure, 1,4-Terephthalsäure, 2,6-Naphthalin, 1,5-Naphthalin, 1,3-Phenylendioxydiessigsäure, esterbildende Derivate dieser aromatischen Dicarbonsäuren und Kombinationen oder Mischungen hiervon verwendet.

Bevorzugte Diole sind aliphatische Diole, oder noch stärker bevorzugt aliphatische Diole mit 4 bis etwa 12 Kohlenstoffatomen; Mischungen von Diolen können ebenfalls verwendet werden. Beispiele für bevorzugte Diole schließen Neopentylglykol, 1,4-Butandiol, 1,3-Butandiol, 1,4-Pentandiol, 1,5-Pentandiol, 1,6-Hexandiol, 1,10-Decandiol, 2,2,4-Trimethyl-1,6-hexandiol, 1,3-Cyclohexandimethanol, 1,4-Cyclohexandimethanol und 2,2,4,4-Tetramethyl-1,3-cyclobutandiol ein. Das verwendete aliphatische Diol kann wahlweise eine geringe Menge eines aliphatischen Diols (d. h. bis etwa 25 Mol-%, stärker bevorzugt 1 bis 25%, bezogen auf 100 Mol-% Diol) mit 2 bis 3 Kohlenstoffatomen, wie Ethylenglykol oder Propylenglykol, enthalten.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann die Diolkomponente des Copolyesters eine Polyalkylenetherverbindung der Formel: A-O-[CH(R)-CH2)m-O]n-B sein, worin

m eine ganze Zahl von 1 bis 3 ist;

n eine ganze Zahl von 4 bis 250 ist;

R gewählt ist aus der Gruppe bestehend aus CH3, C3H7, C2H5, H und Mischungen davon;

A Wasserstoff oder Alkyl-, Acyl-, Aryl- oder Aroyleinheiten mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen ist; und

B Wasserstoff oder Alkyl-, Acyl-, Aryl- oder Aroyleinheiten mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen ist.

Bevorzugte Polyalkylenether sind Poly(ethylenglykol), Poly(propylenglykol) und Poly(tetramethylenglykol). Der bevorzugte Polyalkylenether ist Poly(ethylenglykol). Darüber hinaus besitzt der Polyalkylenether vorzugsweise ein zahlenmittleres Molekulargewicht von etwa 200 bis etwa 10.000, wobei ein stärker bevorzugtes zahlenmittleres Molekulargewicht im Bereich von etwa 400 bis etwa 1500 liegt.

Bezüglich der vorgenannten Dicarbonsäuren und Diole, die bei der Herstellung der für die hierin beschriebene Verwendung geeigneten thermoplastischen Copolyester nützlich sind, sind die Folgenden bevorzugt:

  • (a) die bevorzugten aromatischen Dicarbonsäuren sind Terephthalsäure, Isophthalsäure und Naphthalindicarbonsäure;
  • (b) die bevorzugten aliphatischen Dicarbonsäuren sind Adipinsäure, Glutarsäure und Cyclohexansäure;
  • (c) die bevorzugten Diole sind 1,4-Butandiol, Cyclohexandimethanol und eine Polyalkylenetherverbindung der oben stehenden Formel.

Mischungen der bevorzugten Dicarbonsäuren können verwendet werden, und es können Mischungen der bevorzugten Diole bei der Herstellung der Copolyester hierin verwendet werden.

Spezifische Beispiele für thermoplastische Copolyester, aus welchen Folien mit Feuchtigkeitsdampf-Durchlassraten von mindestens gleich oder mehr als 200 g/m2 Tag ∥ 25,4 &mgr;m (200 g mil/m2 Tag) gebildet werden und als solche in der vorliegenden Erfindung nützlich sind, schließen die Folgenden ein:

  • a. Copolyester, die aus einer cyclischen aliphatischen Dicarbonsäure, einem cyclischen aliphatischen Diol, wie hierin beschrieben, und mindestens etwa 9 Mol-% (bezogen auf das gesamte Diol) eines Polyalkylenethers der oben stehend beschriebenen Formel hergestellt werden. Beispielhaft für diesen Typ ist ein Copolyester von etwa 100 Mol-% 1,4-Cyclohexandicarbonsäure, etwa 90 Mol-% 1,4-Cyclohexandimethanol und etwa 10 Mol-% Polytetramethylenglykol;
  • b. Copolyester, die aus mindestens einer oder mehreren aromatischen Dicarbonsäuren, Butandiol und einem Polyalkylenether der oben stehend beschriebenen Formel hergestellt werden. Beispielhaft für diesen Typ ist ein Copolyester von etwa 70–100 Mol-% Terephthalsäure, etwa 15–95 Mol-% Butandiol und etwa 85–5 Mol-% Polyalkylenether, wie oben stehend beschrieben, die wahlweise eine Menge von bis zu 30 Mol-% Isophthalsäure enthalten. Ebenfalls beispielhaft für diesen Typ ist ein Copolyester von Poly(butylennaphthalat), welcher einen Polyalkylenether, wie oben stehend definiert, enthält, wie ein Copolyester, welcher 100 Mol-% 2,6-Naphthalindicarbonsäure, 40–90 Mol-% 1,4-Butandiol und 10–60 Mol-% Polyethylenglykol umfasst;
  • c. einen Copolyester, welcher aus mindestens zwei oder mehreren aliphatischen Dicarbonsäuren und Butandiol hergestellt ist. Beispielhaft für diesen Typ ist ein Poly(butylensuccinat-co-butylenglutarat)-copolyester, wie ein Copolyester von Poly(butylensuccinat), welcher etwa 20 bis etwa 30 Mol-% Glutarsäure enthält. Die Copolyester umfassen etwa 100 Mol-% Butandiol, etwa 70–80 Mol-% Bernsteinsäure und etwa 20–30 Mol-% Glutarsäure;
  • d. Copolyester, die aus einer aromatischen Dicarbonsäure, einem Polyalkylenether, wie hierin beschrieben, und mindestens einem oder mehreren aliphatischen Diolen mit 4 bis 12 Kohlenstoffatomen hergestellt werden. Beispielhaft für diesen Typ von Copolyestern sind Poly(ethylenterephthalat), welches 30 Mol-% oder mehr eines Polyalkylenethers der oben beschriebenen Formel enthält; und Poly(cyclohexandimethylenterephthalat), welches 10 Mol-% oder mehr eines Polyalkylenethers der oben beschriebenen Formel enthält. Beispielhafte Copolyester umfassen etwa 100 Mol-% Terephthalsäure, etwa 30–70 Mol-% Ethylenglykol und etwa 30–70 Mol-% des Polyalkylenethers; und etwa 100 Mol-% Terephthalsäure, etwa 20–90 Mol-% Cyclohexandimethanol und etwa 10–80 Mol-% des Polyalkylenethers;
  • e. Copolyester, die aus einer aliphatischen Dicarbonsäure, einer aromatischen Dicarbonsäure und einem aliphatischen Diol hergestellt werden, mit 4 bis etwa 12 Kohlenstoffatomen, wie Butandiol oder Mischungen hiervon, gegebenenfalls enthaltend bis etwa 25 Mol-% eines aliphatischen Diols mit 2 bis 3 Kohlenstoffatomen, wie Ethylenglykol und Propylenglykol. Beispiele für solche aliphatisch-aromatischen Copolyester, die in der vorliegenden Erfindung nützlich sind, sind im Wesentlichen lineare statistische Copolymere und umfassen vorzugsweise Wiederholungseinheiten von: -[O-R1-O-C(O)-R3-C(O)]- und -[O-R2-O-C(O)-R4-C(O)]- worin R1 und R2 gleich oder verschieden sein können und gewählt sind aus der Gruppe bestehend aus C2-C8-Alkylenen oder C2-C8-Oxyalkylenen; R3 gewählt ist aus der Gruppe bestehend aus C1-C8-Alkylenen, C2-C4-Oxyalkylenen und Mischungen davon, und wobei die Mol-% von R3 etwa 95–35%, vorzugsweise von etwa 80 bis 35% ausmachen; und R4 gewählt ist aus einer oder mehreren Aryl enthaltenden Gruppen, vorzugsweise C6-C10-Arylen, und wobei die Mol-% von R4 etwa 5–65% ausmachen. Stärker bevorzugt sind jene Copolyester, bei welchen R1 und R2 das gleiche sind und aus C2-C4-Alkylenen gewählt sind; R3 gewählt ist aus einer oder mehreren der Gruppen bestehend aus C2-C6-Alkylenen oder C2-Oxyalkylenen und die Mol-% von R3 etwa 95–40% ausmachen; R4 1,4-disubstituiertes C6-Aryl ist und die Mol-% von R4 etwa 5–60% ausmachen. Die am meisten bevorzugten Zusammensetzungen für diese Copolyester sind jene, die aus den folgenden Diolen und Dicarbonsäuren (oder Polyester bildenden Derivaten davon) in den folgenden Mol-% hergestellt werden:
  • (a) Glutarsäure (30–65%); Diglykolsäure (0–10 Mol-%); Terephthalsäure (25–60%); 1,4-Butandiol (100 Mol-%);
  • (b) Bernsteinsäure (30–85%); Diglykolsäure (0–10%); Terephthalsäure (5–60%); 1,4-Butandiol (100 Mol-%);
  • (c) Adipinsäure (30–65%); Diglykolsäure (0–10%); Terephthalsäure (25–60%); 1,4-Butandiol (100 Mol-%).

Spezifische Beispiele von bevorzugten Copolyestern schließen Poly(tetra-methylenglutarat-co-terephthalat-co-diglykolat) [50/45/5], Poly(tetramethylenglutarat-co-terephthalat) [50/50], Poly(tetramethylenglutarat-co-terephthalat) [60/40], Poly-(tetramethylenglutarat-co-terephthalat), [40/60], Poly(tetramethylensuccinat-co-terephthalat) [85/15], Poly(ethylensuccinat-co-terephthalat) [70/30], Poly(tetramethylen-adipat-co-terephthalat) [85/15], und Poly(tetramethylen-succinat-co-terephthalat) [70/30] ein.

Weiter beispielhaft für diesen bevorzugten Typ von aliphatisch-aromatischem Copolyester sind jene auf Basis von aliphatischen Dicarbonsäuren mit etwa 4 bis etwa 10 Kohlenstoffatomen und die etwa 30 bis etwa 70 Mol-% von mindestens einer oder mehreren aromatischen Dicarbonsäuren mit etwa 8 bis etwa 16 Kohlenstoffatomen enthalten. Insbesondere ist ein geeigneter Copolyester dieses Typs ein Poly(butylenglutarat-co-butylenterephthalat), wie Poly(butylenglutarat), das etwa 40 bis etwa 60 Mol-% Terephthalsäure enthält. Ein stärker bevorzugter beispielhafter Copolyester dieses Typs ist ein Poly(butylenadipat-co-butylenterephthalat) und stärker bevorzugt ein Copolyester von Poly(butylenadipat), welcher etwa 40 bis etwa 60 Mol-% Terephthalsäure enthält.

In einer noch stärker bevorzugten Ausführungsform ist der Copolyester Poly(butylenadipat), das etwa 41–44 Mol-% Terephthalsäure enthält, mit einer logarithmischen Viskosität von etwa 1,10 dl/g. Die logarithmische Viskosität, wie hierin verwendet, wird bei einer Temperatur von 25°C für eine 0,5-g-Probe in 100 ml einer 60/40-Gewichtsteile-Lösung von Phenol/Tetrachlorethan gemessen.

Weitere Beispiele für kommerziell verfügbare thermoplastische Copolyester, die in der vorliegenden Erfindung nützlich sind, schließen die HYTREL®-Polymere, verfügbar von DuPont Chemical Company, welche thermoplastische Copolyester sind, die als Diol-Einheit Poly(ethylenglykol), Poly(propylenglykol), Poly(tetramethylenglykol) und Mischungen davon enthalten, ein.

Die für die Verwendung mit der vorliegenden Erfindung geeigneten thermoplastischen Copolyester besitzen vorzugsweise eine logarithmische Viskosität von etwa 0,5 bis etwa 1,8 Deziliter/Gramm (dl/g), wie bei einer Temperatur von 25°C für eine 0,5-g-Probe in 100 ml einer 60/40-Gewichtsteile-Lösung von Phenol/Tetrachlorethan gemessen. Folien mit einer logarithmischen Viskosität von unter etwa 0,5 dl/g tendieren dazu, schlechte mechanische Eigenschaften zu haben. Folien mit einer logarithmischen Viskosität von über etwa 1,8 dl/g tendieren dazu, schwer zu verarbeiten zu sein.

Die Copolyester der vorliegenden Erfindung sind leicht durch allgemein im Fachbereich bekannte Verfahren herzustellen, wie zum Beispiel in dem US-Patent Nr. 2 012 267 beschrieben. Die Reaktionen für die Herstellung der Copolyester werden vorzugsweise bei Temperaturen von etwa 150°C bis etwa 300°C in Gegenwart von Polykondensationskatalysatoren, wie Titantetrachlorid, Mangandiacetat, Antimonoxid, Dibutylzinndiacetat, Zinkchlorid oder Kombinationen davon durchgeführt. Die Katalysatoren werden typischerweise in Mengen von 10 bis 1000 ppm, bezogen auf das Gesamtgewicht der Reaktanten, eingesetzt.

Die neuen thermoplastischen elastomeren Zusammensetzungen, welche die mikroporösen anorganischen Füllstoffe und die thermoplastischen Elastomere umfassen, können unter Anwendung irgendeines herkömmlichen Verfahrens hergestellt werden, und die neuen Folien können aus den resultierenden thermoplastischen elastomeren Zusammensetzungen unter Anwendung von im Fachbereich bekannten Methoden gebildet werden. Zum Beispiel können die thermoplastischen elastomeren Zusammensetzungen in einer Vorrichtung, wie einem Drehmoment-Rheometer, Einschneckenextruder oder einem Doppelschneckenextruder, hergestellt werden. Die Bildung von Folien aus den resultierenden Zusammensetzungen kann durch Schmelzextrusion, wie zum Beispiel in dem US-Patent Nr. 4 880 592 beschrieben, oder durch Kompressionsformen, wie zum Beispiel in dem US-Patent Nr. 4 427 614 beschrieben, oder durch irgendein anderes geeignetes Verfahren erreicht werden. Obwohl jedwedes Verfahren für die Herstellung der Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung angewandt werden kann, ist es bevorzugt, dass das thermoplastische elastomere Material und das mikroporöse anorganische Material bei einer Temperatur von etwa 25 bis 50°C über dem Schmelzpunkt (Tm) in einem Schneckenextruderlauf bei 50 bis 300 U/min gemischt werden, sodass die Verweildauer des geschmolzenen Materials in dem Schneckenextruder weniger als 5 Minuten beträgt.

Andere bekannte herkömmliche Additive können wahlweise in Kombination mit den hierin beschriebenen mikroporösen anorganischen Füllstoffen bei der Herstellung der neuen thermoplastischen elastomeren Zusammensetzungen und der daraus gebildeten neuen Folien verwendet werden. Die zusätzlichen Additive, von denen eines oder mehrere verwendet werden können, schließen nicht-polymere Weichmacher, Stabilisatoren, Antioxidanzien, Prooxidanzien, Flammenverzögerungsmittel, zäh machende Mittel, Epoxyverbindungen, Formtrennmittel, Nukleierungsmittel, Färbemittel und dergleichen ein. Die Additive können in jeder gewünschten Menge vorliegen. Demzufolge hängt die Menge des eingesetzten Additivs von dem jeweils verwendeten Copolyester und Füllstoff und der Anwendung oder dem für die Zusammensetzung und die Folie beabsichtigten Gebrauch ab. Zusammensetzungen, die solche anderen Additive enthalten, liegen innerhalb des Umfangs dieser Erfindung. Es liegt innerhalb des Kenntnisbereichs eines Durchschnittsfachmanns, welcher in Kenntnis der vorliegenden Offenbarung ist, das/die geeignete(n) Additive) und die Menge davon in Abhängigkeit von den Verarbeitungsbedingungen und dem Einsatzzweck der Zusammensetzung zu wählen.

Die folgenden Beispiele sollen für die vorliegende Erfindung repräsentativ sein, und viele andere Abwandlungen hiervon werden durch einen Fachmann auf dem Gebiet anerkannt.

BEISPIELE Allgemeine Beschreibung der Synthese von Polyestern

Die Dicarbonsäuren, die Glykole und der Katalysator wurden in einen 500-ml-Einhals-Rundkolben gefüllt. Ein Belmont-Metallbad wurde auf 200°C vorerwärmt, und der Reaktionskolben wurde in das Bad eingetaucht. Die Polyester wurden durch ein Zwei-Stufen-Ester-Austauschverfahren synthetisiert. Der erste Schritt beinhaltete eine Ester-Austauschreaktion zur Herstellung von niedermolekulargewichtigen Materialien, Oligomeren. Die Reaktion wird bei 150–200°C durchgeführt, und das Wasser wurde kontinuierlich mehrere Stunden lang abdestilliert. Das Material wurde unter einer Stickstoff-Spülung umgerührt. Im zweiten Schritt wurde die Temperatur auf etwa 260–290°C erhöht, und die Polykondensation schritt mit der Entfernung des überschüssigen Glykols voran. Die Befreiung von überschüssigem Glykol als flüchtigem Bestandteil wurde durch Anwenden eines Vakuums während 1–2 Stunden erleichtert.

Die folgenden Testprozeduren werden bei der Bestimmung der Eigenschaften der hierin gebildeten Folien angewandt.

Der Reibungskoeffizient der Folien wird gemäß dem ASTM-Testverfahren D1894 gemessen; die Elmendorf-Reißfestigkeit wird gemäß dem ASTM-Testverfahren D1922 gemessen; die Dehnung wird gemäß dem ASTM-Testverfahren D882 gemessen; der Zugmodul wird gemäß dem ASTM-Testverfahren D882 gemessen; die Schlagbeständigkeit wird gemäß dem ASTM-Testverfahren D882 gemessen; und die Zugfestigkeit und Reißfestigkeit werden gemäß dem ASTM-Testverfahren D882 gemessen. Die logarithmische Viskosität der Folie wird bei einer Temperatur von 25°C für eine 0,5-g-Probe in 100 ml einer 60/40-Gewichtsteile-Lösung von Phenol/Tetrachlorethan gemessen.

Außerdem wird die Feuchtigkeitsdampf-Durchlassrate (MVTR) der Folien gemäß dem ASTM-Testverfahren E96, Prozedur D, gemessen, die wie folgt durchgeführt wird. Die Folie wird bei 32,2°C ± 1°C und bei 50% ± 2% relativer Feuchtigkeit (R. H.) getestet, wobei die Umgebungsbedingungen mittels einer Thermotron-Kammer-Vorrichtung reguliert werden. Der Becher wird in aufrechter Position gehalten, wobei ein Zwischenraum zwischen dem Wasser im Becher und dem Testexemplar gelassen wird. Luft wird kontinuierlich über der Oberfläche der Folie mit einer Rate von 61,0 m/min (200 ft/min (Fuss pro Minute)) zirkulieren gelassen.

Die Proben der Folien werden bei 23°C und 50% relativer Feuchtigkeit vor den Tests aufbewahrt. Die MVTR von 3 Testexemplaren von jeder Folie werden gemessen. Die Becher werden zusammengestellt und 2 Stunden lang in eine Testkammer gestellt und danach aus dieser entnommen, um exakt auf 0,01 g ausgewogen zu werden. Die Becher werden erneut für insgesamt 24 Stunden in den Ofen gestellt, und die Gewichte werden zweimal zusätzlich während des 24-Stunden-Zeitraums bestimmt. Jede Folie wird an drei verschiedenen Tagen analysiert, um die Tag-zu-Tag-Differenzen zu berücksichtigen. Die MVTR jeder Probe wird errechnet aus der Gleichung: MVTR = (g)(t)/(A)(T) worin:

g = Gewichtsveränderung während des Tests (Gramm)

t = durchschnittliche zu normierende Foliendicke (25,4 &mgr;m (1 mil))

A = Testfläche (Becheröffnungsfläche) (m2)

T = Zeit = 1 Tag

In Si-Einheiten angegebene Daten verwenden das Format "Wert g/m2 ∥ 25,4 &mgr;".

Die Gewichtsverlust- versus die Zeitdaten werden aufgetragen, und die Neigung der Linie ergibt die Feuchtigkeitstransportrate durch die Folie. Die Neigung wird mit der durchschnittlichen Foliendicke multipliziert, und dieses Produkt wird durch die Fläche der Teststelle geteilt, was zu der normierten MVTR führt. Die mittlere und Standardabweichung (N = 3) der MVTR jeder Folie werden ausgewiesen.

In allen hierin beschriebenen Beispielen sind mit Ausnahme der unterschiedlichen Typen von Copolyestern und/oder der unterschiedlichen Mengen und Typen von mikroporösen anorganischen Füllstoffen, die verwendet werden, und oder der Trocknungsbedingungen und Extrusionsbedingungen, wie erwähnt, die Verfahrensweise zur Herstellung der Füllstoff enthaltenden thermoplastischen Elastomerzusammensetzung und die Bildung einer Folie daraus die gleichen. Insbesondere wird in den Beispielen eine Menge an Copolyester mit dehydratisierter Luft bei einer Temperatur von 70°C (158°F) für eine Zeitdauer von ca. 12 bis ca. 16 Stunden getrocknet. Die resultierenden getrockneten Pellets von Copolyester werden in einen 30-mm-(Millimeter)-Werner-Pfleiderer-Doppelschneckenextruder mit einer Rate von 9,5 kg/h (21 pounds pro Stunde) eingespeist. Getrennt wird in den Doppelschneckenextruder getrocknetes anorganisches Füllstoffmaterial mit einer Rate von 4,1 kg/h (9 pounds pro Stunde) eingespeist. Der Copolyester und der Füllstoff werden in dem Doppelschneckenextruder, in welchem die Schmelztemperatur in der Trommel des Extruders von einer Temperatur von etwa 150°C bis etwa 160°C (etwa 302°F bis etwa 320°F) reicht, kompoundiert. Die resultierende Schmelzmasse wird dann durch eine Stabdüse extrudiert und der Stab wird in Pellets mit einer Größe von 3,175 mm (1/8 (ein Achtel)) Inch zerhackt bzw. zerkleinert. Die resultierenden kompoundierten Pellets werden mit dehydratisierter Luft bei einer Temperatur von 70°C (158°F) über einen Zeitraum von etwa 12 bis 16 Stunden getrocknet. Die getrockneten Pellets enthalten 30 Gew.-% Füllstoff. Das 30 Gew.-% Füllstoff enthaltende Konzentrat kann modifiziert werden, um irgendeinen gewünschten verringerten Anteil an Füllstoff durch Hinzufügen von zusätzlichem Copolyester zu dem Konzentrat und Mischen beispielsweise durch Schütteln in einem Beutel zu haben. Die resultierenden Pellets oder Mischungen mit der gewünschten Füllstoffkonzentration werden dann mittels einer einzelnen Beschickungsvorrichtung in einen 1-Inch-Killion-Einschneckenextruder, welcher mit etwa 59–60 U/min (Umdrehungen pro Minute) betrieben wird, eingespeist. Die Schmelztemperatur des Einschneckenextruders ist etwa 125°C, und die Folie wird auf eine Kühlwalze, die auf eine Temperatur von etwa –5°C (24°F) eingestellt ist, schmelzgegossen. Die aus dem Extruder erhaltenen Folien haben im Wesentlichen eine gleichmäßige Dicke, die von etwa 1,3 × 104 m bis 2,5 × 10–4 m (5 bis 10 mils) reichen kann.

BEISPIELE 1–4

In diesen Beispielen kommt die hierin zuvor beschriebene Verfahrensweise zur Anwendung. Insbesondere jedoch war das verwendete thermoplastische Elastomer ein Po-ly(butylenadipat)-copolyester, der 43 Mol-% Terephthalsäure enthielt, mit einer logarithmischen Viskosität von 1,10 dl/g. Insbesondere umfasst der Copolyester etwa 100 Mol-% Butandiol, etwa 56–59 Mol-% Adipinsäure und etwa 41–44 Mol-% Terephthalsäure. Die Copolyesterpellets und die mit Füllstoff kompoundierten Pellets wurden jeweils mit dehydratisierter Luft 16 Stunden getrocknet. Zusammensetzungen und Eigenschaften der hieraus gebildeten Folien sind in Tabelle I angegeben.

Tabelle I

Zusammensetzungen und Eigenschaften von daraus hergestellten Folien
(a)
Zeolith mit einer Porengröße von 4 Angström und einer durchschnittlichen Teilchengröße von 2–3 &mgr;m, Gew.-%
(b)
Zeolith mit einer Porengröße von 10 Angström und einer durchschnittlichen Teilchengröße von 2–3 &mgr;m, Gew.-%
(c)
Calciumcarbonat, Gew.-%
(d)
Poröses Silica, Teilchengröße 1–2 &mgr;m, Gew.-%

Synthese von Poly(tetramethylenadipat-co-terephthalat)

Die Adipinsäure, Terephthalsäure, 1,4-Butandiol und 100 ppm Ti-Katalysator wurden in einen 500-ml-Einhals-Rundkolben gefüllt. Ein Belmont-Metallbad wurde auf 200°C vorerhitzt, und der Reaktionskolben wurde in das Bad eingetaucht. Die erste Stufe des zweistufigen Verfahrens wurde 1 Stunde lang bei 200°C und 2 Stunden lang bei 210°C durchgeführt. Das geschmolzene Material wurde bei 200 U/min mit einer Stickstoff-Spülung von 0,3 SCFH umgerührt. Die zweite Stufe ist eine Polykondensation, die bei 265°C unter vermindertem Druck von < 40 Pa (0,3 mmHg) 1 Stunde lang durchgeführt wurde.

Anhand der in Tabelle II ausgewiesenen Daten wurde Folgendes festgestellt. Die MVTR einer aus einer thermoplastischen elastomeren Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung gebildeten Folie, die 10 Gew.-% eines mikroporösen anorganischen Füllstoffs enthielt, war manchmal verbessert, doch in allen Fällen war sie nicht nachteilig beeinflusst, verglichen mit der MVTR einer aus dem gleichen thermoplastischen Elastomer ohne Füllstoff gebildeten Folie. Darüber hinaus war, während die Menge des verwendeten mikroporösen anorganischen Füllstoffs auf 30 Gew.-% erhöht wurde, die MVTR der Folien beträchtlich erhöht im Vergleich mit der aus dem gleichen thermoplastischen Elastomer ohne Füllstoff gebildeten Folie. Weiterhin zeigen die in Tabelle II außer der MVTR ausgewiesenen physikalischen Eigenschaften, dass die Folien nicht in nachteiliger Weise beeinflusst werden als eine Folge der Einbringung des mikroporösen anorganischen Füllstoffs. Demzufolge sind die Folien der vorliegenden Erfindung dadurch verbessert, dass, während die physikalischen Eigenschaften im Wesentlichen ähnlich sind, die MVTR nicht vermindert ist und erhöht ist im Vergleich mit einer aus einem thermoplastischen Elastomer ohne Füllstoff gebildeten Folie. Es ist ebenfalls klar, dass die Atmungsfähigkeit und die Handhabungsfähigkeit der Folie verbessert ist als eine Folge davon, dass in diese der mikroporöse anorganische Füllstoff eingebracht wurde.

Tabelle II
TD
Querrichtung
MD
Maschinenrichtung
(a)
Zugfestigkeit mPa TD/MD
(b)
Reißfestigkeit mPa TD/MD
(c)
Schlagbeständigkeit, Bruchenergie, J
((c*))
Schlagbeständigkeit, Bruchenergie, ft-lb
(d)
Schlagbeständigkeit, maximale Belastung, kg.

BEISPIELE 5–7

Es wurde die Verfahrensweise der Beispiele 1–4 bei der Herstellung der Folien der Beispiele 5–7 befolgt, mit der Ausnahme, dass verschiedene Füllstoffmaterialien, die keine Zeolith-Materialien sind, bei der Herstellung der Copolyesterzusammensetzungen eingebracht wurden (siehe Tabelle I). Die MVTR-Resultate von aus den Copolyesterzusammensetzungen gebildeten Folien sind in Tabelle II wiedergegeben. Diese Beispiele erläutern die Auswirkungen auf die MVTR-Eigenschaft eines Copolyesters, wenn ein mikroporöser anorganischer Silica-Füllstoff und nicht-mikroporöse anorganische Füllstoffe, wie Talk und Calciumcarbonat, verwendet werden.

Anhand der in Tabelle II ausgewiesenen Daten ist offensichtlich, dass eine Zusammensetzung, die einen mikroporösen Silica-Füllstoff und einen spezifizierten Copolyester umfasst, zu einer daraus gebildeten kontinuierlichen, nicht-porösen Folie mit einer erhöhten MVTR führte im Verhältnis zu derjenigen einer Folie, die aus dem keinen Füllstoff enthaltenden Copolyester gebildet wurde. Wenn allerdings ein nicht-mikroporöser Füllstoff (Calciumcarbonat und Talk) mit dem gleichen Copolyester verwendet wird, erweist sich, dass eine aus jeder der resultierenden Zusammensetzungen gebildete Folie eine MVTR von weniger als derjenigen des Copolyesters ohne Füllstoff aufweist. Darüber hinaus wird diese Wirkung der Abnahme der MVTR, die aus der Verwendung von nicht-mikroporösen anorganischen Füllstoffen mit dem Copolyester resultiert, bei einem Füllstoffanteil von ganzen 9 Gew.-% festgestellt.

BEISPIELE 8–17

Es wurde die Verfahrensweise der Beispiele 1–4 bei der Herstellung der Folien der Beispiele 8–17 befolgt, mit den folgenden Ausnahmen. Die Copolyester der Beispiele 8 und 9 wurden bei einer Temperatur von 70°C (158°F) über einen Zeitraum von 12 bis 16 Stunden getrocknet; die Schmelztemperatur in der Trommel des Extruders war 250–260°C (482–500°F); und die Düsentemperatur war 265°C (509°F). Die Copolyester der Beispiele 10, 11, 12, 13, 14 und 15 wurden bei einer Temperatur von 100°C (212°F) über einen Zeitraum von 12–16 Stunden getrocknet; die Schmelztemperatur in der Trommel des Extruders war 170–180°C (338–356°F); und die Düsentemperatur war 180°C (356°F). In jedem der Beispiele jedoch wurden 30 Gew.-% Zeolith mit einer Porengröße von 4 Angström und einer durchschnittlichen Teilchengröße von 2–3 &mgr;m verwendet, in den Beispielen, wo mikroporöser anorganischer Füllstoff verwendet wurde. Die MVTR-Resultate werden gemäß der hierin definierten Verfahrensweise erhalten und sind in Tabelle III ausgewiesen. Die Beispiele erläutern repräsentative Typen von Copolyestern, die für die Verwendung mit der vorliegenden Erfindung geeignet sind.

Tabelle III

MVTR von Folien, die aus repräsentativen Copolyestern hergestellt wurden
*T
Terephthalsäure
I
Isophthalsäure
B
Butandiol
PEG
Poly(ethylenglykol)
PPG
Poly(propylenglykol)
PTMG
Poly(tetramethylenglykol)
(a)
Zeolith mit einer Porengröße von 4 Angström und einer durchschnittlichen Teilchengröße von 2–3 &mgr;m, Gew.-%
(b)
ECDEL
(c)
Copolyester von 78 Mol-% T, 22 Mol-% I, 83 Mol-% B und 17 Mol-% PTMG
(d)
Copolyester von 78 Mol-% T, 22 Mol-% I, 16 Mol-% B und 31 Mol-% PEG und 53 Mol-% PPG
(e)
Copolyester von 78 Mol-% T, 22 Mol-% I, 13 Mol-% B und 62 Mol-% PEF und 25 Mol-% PPG
(f)
Copolyester von Poly(butylenadipat), enthaltend 43 Mol-% T, mit einer logarithmischen Viskosität von 1,10 dl/g
(g)
Copolyester von Poly(butylenadipat), enthaltend 43 Mol-% Terephthalsäure mit einer logarithmischen Viskosität von 1,10 dl/g

Anhand der in Tabelle III ausgewiesenen Daten ist es offensichtlich, dass aus thermoplastischen elastomeren Zusammensetzungen gebildete Folien, welche 30 Gew.-% Zeolith umfassen und wobei jeder von fünf unterschiedlichen Copolyestern die erforderliche MVTR aufweist, zur Herstellung von Folien mit einer erhöhten MVTR führen. Aus diesen Resultaten ergibt sich klar, dass die Atmungsfähigkeit der Folien ebenfalls erhöht würde, da die MVTR der Folien mit der Atmungsfähigkeit der Folien in Zusammenhang steht. Außerdem zeigt die optische und physikalische Begutachtung der Folien eine Verbesserung der Handhabungsfähigkeit der den Zeolith-Füllstoff enthaltenden Folien. Weiterhin werden die physikalischen Eigenschaften der Folien nicht nachteilig beeinflusst als eine Folge der Einbringung des mikroporösen anorganischen Füllstoffs.

Der Verfahrensweise der Beispiele 8–17 folgend würden ähnliche Resultate erhalten, wenn man 30 Gew.-% Zeolith mit einer Porengröße von 4 Angström und einer Teilchengröße von 2–3 &mgr;m zu verwenden hätte, mit einem Copolyester von Poly(butylenadipat), enthaltend 32 Mol-% Terephthalsäure mit einer logarithmischen Viskosität von 0,98 dl/g, oder mit einem Copolyester von Poly(hexamethylenglutarat), enthaltend 41 Mol-% 2,6-Naphthalindicarbonsäure mit einer logarithmischen Viskosität von 0,99 dl/g.

BEISPIELE 18–20

Die Beispiele 18–20 wurden entsprechend der Verfahrensweise der Beispiele 1–4 durchgeführt. Die Beispiele 18–20 erläutern die Erhöhung der MVTR der Folien, wenn die in den Beispielen verwendete Menge an mikroporösem anorganischem Füllstoff, insbesondere Zeolith mit einer Porengröße von 4 Angström und einer durchschnittlichen Teilchengröße von 2–3 &mgr;m, erhöht wird. Die Resultate der für die Beispiele 18–20 erhaltenen Daten sind in Tabelle III ausgewiesen.

BEISPIELE 21–25

Die Beispiele 21–25 wurden entsprechend der Verfahrensweise der Beispiele 1–4 durchgeführt. Diese Beispiele sind ein weiterer Nachweis, dass kontinuierliche nichtporöse Folien, die aus thermoplastischen Copolyesterzusammensetzungen gebildet werden, welche die hierin spezifizierten Copolyester und mikroporöse anorganische Füllstoffe, wie Zeolith hierin, umfassen, eine erhöhte MVTR zeigen im Verhältnis zu denjenigen des Copolyesters ohne den Füllstoff. Weiterhin erläutern diese Beispiele die Erhöhung der MVTR, wenn die Menge an Zeolith-Füllstoff erhöht wird. Die Zusammensetzungen und MVTR-Resultate sind in Tabelle IV ausgewiesen. Weiterhin werden die physikalischen Eigenschaften der Folien nicht nachteilig beeinflusst als eine Folge davon, dass das mikroporöse anorganische Füllstoffmaterial eingebracht wurde, und es ist klar, dass die Atmungsfähigkeit und die Handhabungsfähigkeit verbessert werden.

Tabelle IV

Wirkung der Erhöhung des Gehalts an Füllstoff auf die MVTR der Folien
(a)
Copolyester von Poly(butylenadipat), enthaltend 41–44 Mol-% Terephthalsäure mit einer logarithmischen Viskosität von 1,10 dl/g, Gew.-%
(b)
Zeolith mit einer Porengröße von 4 Angström und einer Teilchengröße von 2–3 &mgr;m, Gew.-%

BEISPIEL 26

Dieses Beispiel wurde entsprechend der Verfahrensweise der Beispiele 1–4 unter Verwendung des gleichen Typs von Copolyester und des gleichen Typs von Zeolith-Füllstoff mit einer Porengröße von 4 Angström und einer Teilchengröße von 2–3 &mgr;m hergestellt, wobei der Unterschied die Zugabe von 5 Gew.- Zeolith beinhaltet. Eine Folie wurde aus der resultierenden Zusammensetzung hergestellt, jedoch war die Herstellung der Folie sehr schwierig aufgrund des Anhaftens an der Kühlwalze (die höheren Mengen an Zeolith dienen auch als Kühlwalzen-Trennmittel). Physikalische Hohlräume und Löcher könnten sich in der Folie gebildet haben, wenn sie von der Kühlwalze abgezogen wurde.

Gemäß dem ASTM-Testverfahren E96, das hierin zuvor beschrieben wurde, hatte diese Folie eine MVTR von 803 ± 199. Dieses Ergebnis ist allerdings nicht glaubwürdig, da das ASTM-Testverfahren E96 zur Bestimmung der MVTR eine prozentmäßige Veränderung von weniger als 20% des Durchschnittswerts erfordert, um als eine gültige Wertbestimmung zu gelten, und in diesem Fall wurde die Veränderung mit 24,8% ermittelt. Da die Veränderung von 24,8% größer ist als die maximale 20%ige Veränderung, die unter den Teststandards des ASTM-Testverfahrens E96 zulässig ist, müssen die festgestellten MVTR-Resultate als ungültig angesehen werden. Der Grund dafür, dass die prozentmäßige Veränderung die unter dem ASTM-Testverfahren E96 zulässige übersteigt, ist nicht klar. Es wird nur spekulativ an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass mögliche Erklärungen für die Variabilität irgendeine beliebige oder mehrere der Nachstehenden einschließen. Es ist möglicherweise ein Pinhole (Nadelloch) in der Folienprobe aufgetreten; die Testvorrichtung wurde möglicherweise nicht richtig aufgestellt; die Folie ist möglicherweise während des Tests gerissen; die Folie ist möglicherweise von schlechter Qualität; und es ist möglicherweise ein Messfehler aufgetreten. Es wird aber betont, dass der Grund für die Veränderung bei der Probe nicht bekannt ist, doch man nimmt an, dass die schlechte Kühlwalzentrennung der Folie der Grund ist. Bei dieser geringen Menge an Füllstoff kann ein zusätzliches Kühlwalzen-Trennmittel benötigt werden.

Die reine thermoplastische Elastomerfolie von Beispiel I haftet an den Gießwalzen an, wenn sie extrudiert wird, wodurch es schwierig wird, eine Folie von hoher Qualität herzustellen. Dieses Haftproblem wird durch die Einbringung eines Mittels gegen Blocken wie Talk, behoben. Jedoch verminderte Talk die MVTR der Folie bei Anteilen von etwa 7 Gew.-%. Daher ist es von Nachteil, ein Material hinzuzufügen, welches die Feuchtigkeitsdurchlässigkeit herabsetzt. Zeolithe können ebenfalls als Mittel gegen Blocken eingesetzt werden und erhöhen, wie sich zeigte, bei Anteilen von etwa 10 Gew.-% und darüber die MVTR. Eine Folie, die etwa 5 Gew.-% Zeolith enthält, behebt das Problem des Blockens nicht vollständig, und die Folie haftet an den Gießwalzen an. Das Anhaften führt zu schlechten Folien mit sehr dünnen Stellen. Daher zeigte die Folie aus thermoplastischem Elastomer von Beispiel I mit 5 Gew.-% Zeolith einen hohen Grad an Variation der MVTR-Werte, die am wahrscheinlichsten auf eine Folie von schlechter Qualität zurückzuführen ist.

Während die vorliegende Erfindung ausführlich unter spezieller Bezugnahme auf bevorzugte Ausführungsformen davon beschrieben wurde, ist sie nicht hierauf beschränkt, und es sollte sich verstehen, dass Veränderungen und Modifizierungen davon vorgenommen werden können, welche innerhalb des Umfangs der Erfindung liegen.


Anspruch[de]
  1. Thermoplastische elastomere Zusammensetzung, umfassend ein thermoplastisches Elastomer, wobei das thermoplastische Elastomer ein thermoplastischer Copolyester ist, wobei eine Folie davon eine Feuchtigkeitsdampf-Durchlassrate (MVTR; gemäß dem ASTM-Test-Verfahren E96, Prozedur D) von gleich oder mehr als 200 g/m2 Tag ∥ 25,4 &mgr;m (200 g mil/m2 Tag) und einen mikroporösen anorganischen Füllstoff in einer Menge von mindestens 5 Gew.-% aufweist, sodass eine aus der thermoplastischen elastomeren Zusammensetzung gebildete Folie eine MVTR besitzt, die die MVTR einer aus dem thermoplastischen Elastomer gebildeten Folie übertrifft.
  2. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, wobei der mikroporöse anorganische Füllstoff in einer Menge von mindestens 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, vorliegt.
  3. Zusammensetzung gemäß Anspruch 2, wobei der mikroporöse anorganische Füllstoff in einer Menge von 25 bis 35 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, vorliegt.
  4. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, wobei der mikroporöse anorganische Füllstoff ein Zeolith ist.
  5. Zusammensetzung gemäß Anspruch 4, wobei der Zeolith eine mittlere Teilchengröße von 2 bis 10 Mikrometern und eine Porengröße von 3 × 10–10 m bis 1,0 × 10–9 m (3 bis 10 Ångström) besitzt.
  6. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, wobei der thermoplastische Copolyester mindestens eine aliphatische Dicarbonsäure, mindestens eine aromatische Dicarbonsäure und mindestens ein aliphatisches Diol mit 4 bis 12 Kohlenstoffatomen umfasst.
  7. Zusammensetzung gemäß Anspruch 6, wobei mindestens eine der aliphatischen Dicarbonsäuren aus der Gruppe gewählt ist, die aus Adipinsäure, Glutarsäure, Cyclohexansäure und Mischungen davon besteht; mindestens eine der aromatischen Dicarbonsäuren aus der Gruppe gewählt ist, die aus Terephthalsäure, Isophthalsäure, Naphthalindicarbonsäure und Mischungen davon besteht; und mindestens eines der aliphatischen Diole aus der Gruppe gewählt ist, die aus 1,4-Butandiol, Cyclohexandimethanol, einer Polyalkylenetherverbindung, gewählt aus der Gruppe, bestehend aus Poly(ethylenglykol), Poly(tetramethylenglykol) und Poly(propylenglykol) und Mischungen davon, besteht.
  8. Zusammensetzung gemäß Anspruch 7, wobei die Polyalkylenetherverbindung ein zahlenmittleres Molekulargewicht von 400 bis 1 500 besitzt.
  9. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, wobei der Copolyester eine cyclische aliphatische Dicarbonsäure, ein cyclisches aliphatisches Diol mit 4 bis 12 Kohlenstoffatomen, wobei das cyclische aliphatische Diol 0 bis 25 Mol-% eines aliphatischen Diols mit 2 bis 3 Kohlenstoffatomen enthält, und eine Polyalkylenetherverbindung der Formel A-O-[CH(R)-CH2)m-O]n-B worin

    m eine ganze Zahl von 1 bis 3 ist;

    n eine ganze Zahl von 4 bis 250 ist;

    R aus der Gruppe gewählt ist, die aus CH3, C3H7, C2H5, H und Mischungen davon besteht;

    A Wasserstoff oder ein Alkyl-, Acyl-, Aryl- oder Aroylrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen ist; und

    B Wasserstoff oder ein Alkyl-, Acyl-, Aryl- oder Aroylrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen ist, umfasst.
  10. Zusammensetzung gemäß Anspruch 9, wobei die cyclische aliphatische Dicarbonsäure 1,4-Cyclohexandicarbonsäure ist und das cyclische aliphatische Diol 1,4-Cyclohexandimethanol ist.
  11. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, wobei der thermoplastische Copolyester mindestens eine aromatische Dicarbonsäure, Butandiol und eine Polyalkylenetherverbindung der folgenden Formel umfasst: A-O-[CH(R)-CH2)m-O]n-B worin

    m eine ganze Zahl von 1 bis 3 ist;

    n eine ganze Zahl von 4 bis 250 ist;

    R aus der Gruppe gewählt ist, die aus CH3, C3H7, C2H5, H und Mischungen davon besteht;

    A Wasserstoff oder ein Alkyl-, Acyl-, Aryl- oder Aroylrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen ist; und

    B Wasserstoff oder ein Alkyl-, Acyl-, Aryl- oder Aroylrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen ist, umfasst.
  12. Zusammensetzung gemäß Anspruch 11, wobei mindestens eine der aromatischen Dicarbonsäuren Terephthalsäure ist.
  13. Zusammensetzung gemäß Anspruch 11, wobei mindestens eine der aromatischen Dicarbonsäuren Terephthalsäure umfasst, enthaltend eine Menge von bis 10 Mol-% Isophthalsäure.
  14. Zusammensetzung gemäß Anspruch 11, wobei der Copolyester Poly(butylennaphthalat), enthaltend Polyalkylenetherverbindung, umfasst.
  15. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, wobei der Copolyester mindestens zwei aliphatische Dicarbonsäuren und Butandiol umfasst.
  16. Zusammensetzung gemäß Anspruch 15, wobei der Copolyester Poly(butylensuccinat-co-butylenglutarat) umfasst.
  17. Zusammensetzung gemäß Anspruch 15, wobei der Copolyester Poly(butylensuccinat), enthaltend 20 bis 30 Mol-% Glutarsäure, umfasst.
  18. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, wobei der Copolyester eine aromatische Dicarbonsäure und mindestens zwei aliphatische Diole mit 4 bis 12 Kohlenstoffatomen umfasst.
  19. Zusammensetzung gemäß Anspruch 18, wobei der Copolyester Poly(butylenterephthalat), enthaltend 20 bis 80 Mol-% eines der aliphatischen Diole, umfasst.
  20. Zusammensetzung gemäß Anspruch 18, wobei der Copolyester Poly(ethylenterephthalat), enthaltend eine Menge von mindestens 30 Mol-% einer Polyalkylenetherverbindung folgender Formel: A-O-[CH(R)-CH2)m-O]n-B worin

    m eine ganze Zahl von 1 bis 3 ist;

    n eine ganze Zahl von 4 bis 250 ist;

    R aus der Gruppe gewählt ist, die aus CH3, C3H7, C2H5, H und Mischungen davon besteht;

    A Wasserstoff oder ein Alkyl-, Acyl-, Aryl- oder Aroylrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen ist; und

    B Wasserstoff oder ein Alkyl-, Acyl-, Aryl- oder Aroylrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen ist, umfasst.
  21. Zusammensetzung gemäß Anspruch 18, wobei der Copolyester Poly(cyclohexandimethylenterephthalat), enthaltend eine Menge von mindestens 10 Mol-% einer Polyalkylenetherverbindung folgender Formel: A-O-[CH(R)-CH2)m-O]n-B worin

    m eine ganze Zahl von 1 bis 3 ist;

    n eine ganze Zahl von 4 bis 250 ist;

    R aus der Gruppe gewählt ist, die aus CH3, C3H7, C2H5, H und Mischungen davon besteht;

    A Wasserstoff oder ein Alkyl-, Acyl-, Aryl- oder Aroylrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen ist; und

    B Wasserstoff oder ein Alkyl-, Acyl-, Aryl- oder Aroylrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen ist, umfasst.
  22. Zusammensetzung gemäß Anspruch 6, wobei die aliphatische Dicarbonsäure 2 bis 12 Kohlenstoffatome aufweist, die aromatische Dicarbonsäure 8 bis 16 Kohlenstoffatome aufweist und der Copolyester 30 bis 70 Mol-% der aromatischen Dicarbonsäure enthält.
  23. Zusammensetzung gemäß Anspruch 6, wobei der Copolyester ein Poly(butylenglutarat-co-butylenterephthalat) umfasst.
  24. Zusammensetzung gemäß Anspruch 23, wobei der Copolyester ein Poly(butylenglutarat), enthaltend 40 bis 60 Mol-% Terephthalsäure, umfasst.
  25. Zusammensetzung gemäß Anspruch 6, wobei der Copolyester Poly(butylenadipat-co-butylenterepththalat) umfasst.
  26. Zusammensetzung gemäß Anspruch 25, wobei der Copolyester Poly(butylenadipat), enthaltend 40 bis 60 Mol-% Terephthalsäure, umfasst.
  27. Zusammensetzung gemäß Anspruch 26, wobei der Copolyester Poly(butylenadipat), enthaltend 40 bis 45 Mol-% Terephthalsäure, umfasst.
  28. Zusammensetzung gemäß Anspruch 27, wobei der Copolyester eine logarithmische Viskositätszahl von 1,10 dl/g (Deziliter/Gramm), wie bei einer Temperatur von 25 °C für eine 0,5 g große Probe in 100 ml einer Lösung von Phenol/Tetrachlorethan zu 60/40 Gewichtsteilen gemessen, besitzt.
  29. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, wobei der Copolyester eine logarithmische Viskositätszahl von 0,5–1,8 Deziliter/Gramm (dl/g), wie bei einer Temperatur von 25°C für eine 0,5 g große Probe in 100 ml einer Lösüng von Phenol/Tetrachlorethan zu 60/40 Gewichtsteilen gemessen, besitzt.
  30. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, ferner umfassend mindestens ein Additiv, gewählt aus der Gruppe, bestehend aus nichtpolymeren Weichmachern, Stabilisatoren, Antioxidantien, Prooxidantien, Flammenverzögerungsmitteln, zäh machenden Mitteln, Epoxyverbindungen, Formtrennmitteln, Nukleierungsmitteln und Färbemitteln.
  31. Verfahren zur Herstellung einer Folie, umfassend das Extrudieren der Zusammensetzung gemäß Anspruch 1 in flüssiger Form durch eine Öffnung und Ermöglichen der Zusammensetzung sich unter Bildung einer kontinuierlichen, nichtporösen Folie zu verfestigen.
  32. Verfahren gemäß Anspruch 31, wobei die Zusammensetzung in der sich gebildeten Schmelze zu einer kontinuierlichen, nichtporösen Folie durch Schmelzextrusion extrudiert wird.
  33. Erzeugnisartikel, umfassend eine aus einer Zusammensetzung gemäß Anspruch 1 gebildeten Folie.
  34. Erzeugnisartikel gemäß Anspruch 33, wobei die Folie eine kontinuierliche, nichtporöse Folie ist.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






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