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Dokumentenidentifikation DE10006726B4 10.11.2005
Titel Führungsrolle für Bandförderer
Anmelder Andritz-Patentverwaltungs-Ges.m.b.H., Graz, AT
Erfinder Pitkäkangas, Jaakko, Hollola, FI
Vertreter Zipse & Habersack, 80639 München
DE-Anmeldedatum 15.02.2000
DE-Aktenzeichen 10006726
Offenlegungstag 12.10.2000
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 10.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.11.2005
IPC-Hauptklasse B65G 39/16

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Führungsrolle für Bandförderer, die eine gegen die Rahmenkonstruktion des Bandförderers abgestützte Achse umfasst, auf der eine oder mehrere den Fördergurt tragende Rollenteile drehend gelagert sind, wobei

  • – zur Begrenzung der seitlichen Verschiebung des Fördergurts an beiden Enden der Führungsrolle des Bandförderers ein gegen die Achse der Rolle abgestützter Anschlag angeordnet ist,
  • – die Achse der Rolle wenigstens an zwei auseinander liegenden Stellen gegen die Rahmenkonstruktion des Bandförderers abgestützt ist, wobei jeweils eine der Stellen so angeordnet ist, dass sie sich zwecks Drehung der Achse der Rolle in Laufrichtung des Fördergurts bewegt, wenn der Rand des Fördergurts auf den in der Nähe der genannten Stelle befindlichen Anschlag trifft und dadurch am Anschlag der Rolle eine in Laufrichtung des Fördergurts wirkende Kraft auslöst, und
  • – des Weiteren ein Glied zur Rückführung der Achse der Rolle in ihre Ausgangsposition angeordnet ist, sobald die genannte, in Laufrichtung des Fördergurts wirkende Kraft nicht mehr wirkt.

Derzeit in Gebrauch befindliche Führungsrollen für Bandförderer sind aufwendig gelagert, schwer herzustellen und deshalb kostspielig. Außerdem halten sie keinen großen Fördergurtlasten stand und sind nur für in eine Richtung laufende Bandförderer verwendbar.

Zwangsgesteuerte fest montierte Tragrollen sind preiswert, bieten aber nur bescheidene Führungsmöglichkeiten und beschädigen die Ränder des zu führenden Fördergurts.

Die deutsche Offenlegungsschrift DE 197 55 965 A1 offenbart einen Mechanismus, mit dem eine Bandschlupfbewegung eines Handförderers zu dem Zeitpunkt, wo sich da Förderband infolge einer Schlupfbewegung verschiebt, durch Verschieben eines Rollenwellenendes korrigiert wird. Dazu läuft das Förderband über einen Schlupferkennungsring und die in dem Schlupferkennungsring auftretende Rotationskraft wird in eine Kraft umgewandelt, die das Wellenende einer Schlupfsteuerrolle so verschiebt, daß eine Schlupfbewegung des Förderbands korrigiert wird.

Die Druckschrift US 5 653 331 betrifft eine Führung für eine Papierrolle in einer Papiermaschine, die die Papierrolle in einer transversalen Richtung zur Achse der Papierrolle bewegen kann, wobei ein längliches, mit dem Befestigungsgestell für die Rolle verbundenes Element in transversaler Richtung elastisch ablenkbar ist, und eine Bewegung des Befestigungsgestells für die Rolle in transversaler Richtung erlaubt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Rolle zur Führung des Fördergurts zu schaffen, bei der zur Rotation der Rolle keine separate Lagerung erforderlich ist, eine Rolle, die sich zum Einsatz mit bidirektional arbeitenden Bandförderern eignet, die Ränder des Fördergurts nicht beschädigt, leistungsfähige Führungseigenschaften aufweist, preiswert ist und einer normalen für fest montierte Rollen vorgesehenen Last standhält.

Diese Aufgabe wird mit einer Führungsrolle mit den Merkmaler des Anspruchs 1 gelöst

In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der Durchmesser der Rolle so bemessen, dass er sich von der Mitte der Rolle zu den seitlichen Teilen hin wenigstens an der Seite der Rolle vergrößert.

Es können an den seitlichen Teilen der Rolle konische Rollenteile angeordnet sein. Dadurch wird der Fördergurt in der Mitte der Rolle gehalten, wo der Schwerpunkt des Fördergurts am tiefsten liegt, und die Spannungen an den Rändern des Fördergurts sind an beiden Seiten gleich groß.

Läuft der Fördergurt zur Seite, steigt der Fördergurt durch die Wirkung der Kegelscheiben auf der einen Seite an und sinkt auf der anderen ab. Gleichzeitig nimmt die Spannung entsprechend auf der ansteigenden Seite zu und nimmt sie auf der absinkenden Seite ab. Durch diese Spannungsdifferenzen wird der Fördergurt in der Mitte der Rolle gehalten.

Ist die durch die konischen Rollenteile erzeugte Kraft nicht groß genug, um den Fördergurt auszurichten, trifft der Rand des Fördergurts letztendlich auf den Anschlag und verursacht an der betreffenden Seite der Rolle eine in Laufrichtung des Fördergurts wirkende Kraft. Das Achsende verschiebt sich infolge der genannten Kraft auf der Stützfläche, wodurch die Rolle gegenüber dem Fördergurt in eine Schräglage gelangt, und führt so den Fördergurt in Richtung Rollenmitte.

Läuft der Fördergurt in die Mitte, löst sich dessen Rand vom Anschlag und die in Laufrichtung des Fördergurts wirkende Kraft hört auf zu wirken. Da die genannte Stützfläche der Achse so ausgeführt ist, dass sie zur Ausgangsposition der Rollenachse hin ein Gefälle aufweist, kehrt die Achse aufgrund der Erdanziehungskraft in ihre Ausgangsposition und somit in ihre Position quer zum Fördergurt zurück.

Damit sich die Rolle zum Einsatz mit bidirektional arbeitenden Bandförderern eignet, ist die Stützfläche so ausgeführt, dass sie von der Ausgangsposition der Achse sowohl in Laufrichtung des Fördergurts als auch in eine dieser entgegengesetzten Richtung verläuft. Die auf beiden Seiten der Ausgangsposition befindlichen Stützflächen sind so angeordnet, dass sie zur Ausgangsposition der Achse hin ein Gefälle aufweisen.

Nachfolgend soll die Erfindung an einem schematisch dargestellten Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die beigefügte Zeichnung zeigt:

1 die Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Rolle

2 die Endansicht einer erfindungsgemäßen Rolle

3 die Draufsicht einer erfindungsgemäßen Rolle, die Rolle in Ausgangsposition

4 die Draufsicht einer erfindungsgemäßen Rolle, die Rolle in einer von der Ausgangsposition abweichenden Position.

Die in der Zeichnung allgemein mit der Bezugsziffer 1 gekennzeichnete Rolle zur Führung des Bandförderers umfasst eine an ihren Enden gegen die Rahmenkonstruktion 2 des Bandförderers abgestützte Achse 3, auf der eine oder mehrere den Fördergurt 4 tragende Rollenteile 5, 5' drehend gelagert sind. Die aus einem oder mehreren Rollenteilen bestehende Rolle 1 kann einen durchweg einheitlichen Durchmesser haben, vorzugsweise sind an den seitlichen Teilen der Rolle jedoch konische Rollenteile 5' angeordnet, so dass sich der Durchmesser der Rolle 1 von der Mitte der Rolle zu den seitlichen Teilen hin vergrößert.

Zur Begrenzung der seitlichen Verschiebung des Bands 4 ist an beiden Enden der Rolle 1 ein gegen die Achse 3 der Rolle 1 fest oder rotierend abgestützter Anschlag 6 angeordnet. Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel wird der Anschlag 6 von einer am Ende der Rolle 1 angeordneten Endscheibe gebildet, deren Durchmesser größer ist, als der Durchmesser des an die Endscheibe 6 angrenzenden Rollenteils, in 1 des konischen Rollenteils 5'. Die Form des Anschlags 6 ist an sich beliebig; das Wichtigste ist dabei lediglich, dass er die seitliche Bewegung des Fördergurts 4 mechanisch begrenzt.

Die Achse 3 der Rolle 1 an zwei auseinander liegenden Stellen 7, 8 gegen die Rahmenkonstruktion 2 des Bandförderers abgestützt, bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel an beiden Enden der Achse 3. Jeweils eine der Stellen 7, 8 ist so angeordnet, dass sie sich zwecks Drehung der Achse 3 der Rolle 1 in Laufrichtung 9 des Fördergurts 4 bewegt, wenn der Rand 10 des Fördergurts 4 auf den in der Nähe der genannten Stelle befindlichen Anschlag 6 (4) trifft und dadurch am Anschlag 6 der Rolle 1 eine in Laufrichtung 9 des Fördergurts 4 wirkende Kraft auslöst.

Für die Achse 3 der Rolle 1 ist eine Halterung 12 vorgesehen, die von einem plattenförmigen, an beiden Enden der Achse 3 quer zur Achse 3 verlaufenden, von oben an der Rahmenkonstruktion 2 befestigten Teil gebildet wird. An der Halterung 12 befindet sich eine in Laufrichtung 9 des Fördergurts 4 verlaufende Stützfläche 11, die in einer vorteihhaften Ausführungsform der Erfindung von einer an der Halterung 12 angeordneten länglichen Öffnung (2) gebildet wird, in der das Ende der Achse 3 gleitet bzw. rollt. Die Stützfläche 11 ist so ausgeführt, dass sie zur Ausgangsposition der Achse 3 der Rolle 1 hin ein Gefälle aufweist, so dass mit dem Ende der auf den Anschlag 6 des Fördergurts 4 wirkenden Kraft die Achse 3 der Rolle 1 aufgrund der Erdanziehungskraft automatisch in ihre Ausgangsposition zurückkehrt.

Im Beispiel gemäß 2 ist, um eine Eignung der Rolle zum Einsatz mit bidirektional arbeitenden Bandförderern zu gewährleisten, die Stützfläche 11 so ausgeführt, dass sie von der Ausgangsposition der Achse sowohl in Laufrichtung 9 des Fördergurts 4 als auch in eine dieser entgegengesetzten Richtung und aus beiden Richtungen zur Ausgangsposition der Achse 3 der Rolle 1 ein Gefälle aufweist.


Anspruch[de]
  1. Führungsrolle (1) für Bandförderer, die eine gegen die Rahmenkonstruktion (2) des Bandförderers abgestützte Achse (3) umfasst, auf der eine oder mehrere den Fördergurt (4) tragende Rollenteile (5, 5') drehend gelagert sind, wobei

    – zur Begrenzung der seitlichen Verschiebung des Fördergurts (4) an beiden Enden der Führungsrolle (1) des Bandförderers ein gegen die Achse (3) der Rolle (1) abgestützter Anschlag (6) angeordnet ist,

    – die Achse (3) der Rolle (1) wenigstens an zwei auseinander liegenden Stellen (7, 8) gegen die Rahmenkonstruktion (2) des Bandförderers abgestützt ist, wobei jeweils eine der Stellen so angeordnet ist, dass sie sich zwecks Drehung der Achse (3) der Rolle (1) in Laufrichtung (9) des Fördergurts (4) bewegt, wenn der Rand (10) des Fördergurts (4) auf den in der Nähe der genannten Stelle befindlichen Anschlag (6) trifft und dadurch am Anschlag (6) der Rolle (1) eine in Laufrichtung (9) des Fördergurts (4) wirkende Kraft auslöst, und

    – des Weiteren ein Glied (11) zur Rückführung der Achse (3) der Rolle (1) in ihre Ausgangsposition angeordnet ist, sobald die genannte, in Laufrichtung des Fördergurts (2) wirkende Kraft nicht mehr wirkt, dadurch gekennzeichnet, dass für die Achse (3) der Führungsrolle (1) des Bandförderers eine Halterung (12) angeordnet ist, an der sich eine Stützfläche (11) für die Achse (3) der Rolle (1) befindet, die zur Ausgangsposition der Achse (3) der Rolle (1) hin ein Gefälle aufweist und dass die Stütztfläche (11) so ausgeführt ist, dass sie von der Ausgangsposition der Achse (3) der Rolle (1) sowohl in Laufrichtung (9) des Fördergurts (4) als auch in eine dieser entgegengesetzten Richtung verläuft.
  2. Führungsrolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützfläche (11) so ausgeführt ist, dass sich an der Halterung (12) eine längliche Öffnung befindet, in der die Achse (3) gleitet bzw. rollt.
  3. Führungsrolle nach einem der Ansprüche 1–2, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Rolle (1) so bemessen ist, dass er sich von der Mitte der Rolle zu den seitlichen Teilen hin wenigstens an den seitlichen Teilen der Rolle vergrößert.
  4. Führungsrolle nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass an den seitlichen Teilen der Rolle (1) konische Rollenteile (5') angeordnet sind.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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