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Dokumentenidentifikation DE10032748B4 10.11.2005
Titel Vorrichtung zum Aktivieren und Inaktivieren von als Block angeordneten Schaltgeräten
Anmelder Hager Electro GmbH, 66131 Saarbrücken, DE
Erfinder Kelaiditis, Konstantin, Dr.-Ing., 66386 Sankt Ingbert, DE
Vertreter Dr.-Ing. W. Bernhardt u. Dipl.-Phys. Dr. R. Bernhardt, 66123 Saarbrücken
DE-Anmeldedatum 05.07.2000
DE-Aktenzeichen 10032748
Offenlegungstag 17.05.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 10.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.11.2005
IPC-Hauptklasse H01H 9/20
IPC-Nebenklasse H01H 73/00   H01H 75/04   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aktivieren und Inaktivieren von als Block angeordneten Schaltgeräten, insbesondere Leitungsschutzschaltern, wobei die Schaltgeräte in ihrem Schaltmechanismus ein Glied aufweisen, das unter Abstützung gegen ein aus seiner Stützstellung entfernbares und in die Stützstellung rückführbares Stützteil die Schließkraft für einen Schaltkontakt überträgt.

Leitungsschutzschalter dieser Art sind aus der DE 41 18 377 C2 bekannt.

Durch Benutzung bekannt ist eine mechanische Koppelung solcher als Block angeordneter Leitungsschutzschalter für verschiedene Phasen derart, dass beim Ansprechen eines' der Leitungsschutzschalter die anderen Leitungsschutzschalter mitgenommen werden und gleichfalls öffnen; geschlossen werden können die Leitungsschutzschalter nur gemeinsam. Das Schließen der Leitungsschutzschalter ist, nach Wegfall der Ursache für das Ansprechen, sofort wieder möglich.

Auch aus der EP 0 557 621 B1 ist es bekannt, Leitungsschutzschalter für die verschiedenen Phasen im Block anzuordnen und derart zu koppeln, dass sie gemeinsam öffnen und schließen.

Inhalt der CH 586 456 ist ein Leitungsschutzschalter in Schalenbauform mit Nulleitertrenner, mit einem Betätigungsorgan für den Polkontakt und einem, mit Werkzeug bedienbaren Betätigungsorgan für den Nulleitertrenner, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsorgan für den Polkontakt einen Mitnehmer besitzt, der mit dem Betätigungsorgan des Nulleiterfrenners nur beim Einschalten des Polkontaktes gekuppelt ist und so auch den Nulleitertrenner einschaltet, dass aber beim Ausschalten des Polkontaktes der Nulleitertrenner eingeschaltet bleibt, wobei die Trennung des Nulleiters nur mittels Werkzeug möglich ist.

Mit der Erfindung soll demgegenüber eine Vorrichtung zum Aktivieren und Inaktivieren der Schaltgeräte geschaffen werden, derart, dass die Schaltgeräte im aktiven Zustand frei sind, einzeln geöffnet und geschlossen zu werden bzw. als Leitungsschutzschalter zu öffnen und zu schließen, und dass sie im inaktiven Zustand alle zwangsweise offengehalten werden bzw, bei Inaktivierung geöffnet werden.

Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch erfüllt, dass die Schaltgeräte jeweils eine Einrichtung zum Entfernen des Stützteils aus der Stützstellung und nötigenfalls Sperren gegen die Rückführung in die Stützstellung aufweisen, die über eine die Schaltgeräte in Richtung ihrer Aneinanderreihung durchsetzende mechanische Verkoppelung mit einem Steuergerät zu betätigen ist, wobei die das Stützteil aus seiner Stützstellung entfernende Betätigung die Inaktivierung darstellt, die Sperrung gegen die Rückführung in die Stützstellung den inaktiven Zustand festhält und die Rückbetätigung der Einrichtung die Aktivierung der Schaltgeräte darstellt.

Wird die Einrichtung zum Entfernen des Stützteils aus der Stützstellung betätigt, fällt die Schließkraft für den Schaltkontakt fort, und der Schaltkontakt öffnet. Nach Rückbetätigung der Einrichtung, aber erst dann, sind die Schaltgeräte für ihre vorgesehenen Funktionen wieder freigegeben; sie können geschlossen werden und geöffnet werden.

Das Steuergerät wird in der Regel ein von Hand und/oder elektromagnetisch fernsteuerbares zusätzliches Gerät sein, das aber vorzugsweise im wesentlichen ein gleiches Gehäuse wie die Schaltgeräte aufweist und in den Block einbezogen ist.

In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung kann ein Schaltgerät für einen N-Pol zugleich als das Steuergerät ausgebildet sein.

Es ist aber auch möglich, ein Schaltgerät für einen Phasenpol zugleich als das Steuergerät auszubilden. Damit kann man eine Phase zum dominanten Pol machen.

Zweckmäßigerweise und in der Regel wird die genannte Einrichtung einen zur Entriegelung einer das Stützteil in der Stützstellung haltenden Klinke vorgesehenen Schwenkarm auf einer Welle aufweisen, an der die Kupplungseinrichtungen zur Verbindung der Wellen der verblockten Schaltgeräte und einer entsprechenden Welle des Steuergeräts ausgebildet sind. Zur Sperrung gegen die Rückführung wirkt der Schwenkarm ebenfalls unmittelbar auf die Klinke.

Bevorzugt weist die Welle an ihren Enden stirnseitige Ausnehmungen, vorzugsweise Schlitze, als Gegenstücke für in sie eingreifende gesonderte Kupplungsstücke oder am einen Ende eine Ausnehmung und am anderen Ende ein angeformtes Kupplungsstück auf.

In Leitungsschutzschaltern können das genannte Glied, in der Ausbildung als eine Druckstange, das Stützteil und die Klinke bereits vorhanden sein und genutzt werden. Desgleichen kann ein Platz für die Anordnung der Welle in Leitungsschutzschaltern schon vorgesehen sein.

In solcher Weise und mit Wellenkupplungen wie vorstehend ist auch die oben als Stand der Technik erwähnte Koppelung von Leitungsschutzschaltern vorgenommen.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist in dieser Ausgestaltung dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltgeräte, ggf. mit Ausnahme für einen N-Pol, Leitungsschutzschalter sind, die die genannten Bauteile Glied, Stützteil und Klinke in ihrem Handschaltmechanismus aufweisen, wobei der aus dem Gehäuse herausragende Hand-Schalthebel über eine an ihm angelenkte Zwischenstange auf das an dieser sowie an dem einen Kontaktstück des Schaltkontaktes als eine Druckstange angelenkte Glied wirkt, und der genannte Schwenkarm auf die, im Rahmen der Schutzschalterfunktion vorgesehene, Klinke zusätzlich wirkt.

Als Steuergerät dafür dient in weiterer Ausgestaltung der Erfindung ein abgewandelter Leitungsschutzschalter, der vorzugsweise zugleich ein Schaltgerät für den N-Pol bildet. Der ursprüngliche Leitungsschutzschalter ist auf den Handschaltmechanismus reduziert, wobei der Schalthebel über eine an ihm angelenkte Zwischenstange auf ein an dieser sowie an dem einen Kontaktstück des Schaltkontaktes als eine Druckstange angelenktes Glied wirkt, das unter Abstützung an einem, hier fest angeordneten, Stützteil die Schließkraft für den Schaltkontakt überträgt. Für die Funktion als das Steuergerät ist ein Arm auf der Welle des Steuergerätes angeordnet, der unmittelbar oder über einen weiteren Hebel durch den Schalthebel betätigt ist.

Zweckmäßigerweise ist dabei der weitere Hebel in dem Steuergerät auf einer Achse gelagert, die in dem Block mit Achsen der Klinken in den Leitungsschutzschaltern fluchtet, und der Arm in dem Steuergerät fluchtet im wesentichen mit den Schwenkarmen in den Leitungsschutzschaltern, wobei der weitere Hebel einerseits nach einem einen Hebelarm des Schalthebels bildenden Nocken hin und andererseits nach dem Arm hin gebogen oder gewinkelt ist.

Das Steuergerät hat damit einen zu den anderen Schaltgeräten analogen, weitgehend gleichen und insofern fertigungstechnisch günstigen Aufbau. Der Arm hat aber bei gleicher Anordnung und Ausbildung umgekehrte Wirkrichtung zu den Schwenkarmen.

Von besonderer Bedeutung ist die weitere Ausgestaltung der Erfindung, daß in dem als Steuergerät ausgebildeten Schaltgerät für den N-Pol die Bewegungsübertragungselemente, insbesondere der genannte weitere Hebel, derart angeordnet und ausgebildet sind, daß das Schaltgerät für den N-Pol schon vor der Aktivierung der anderen Schaltgeräte schließt und erst nach der Inaktivierung der anderen Schaltgeräte öffnet.

Dadurch ist sichergestellt, daß bei Einschaltung einer Phase immer der Null-Leiter zur Verfügung steht.

Für eine Fernsteuerung kann das Steuergerät zusätzlich mit einem an dem genannten weiteren Hebel, vorzugsweise über einen Querarm des weiteren Hebels, angreifenden Magnetmechanismus versehen sein.

In diesem Falle sollte ausgeschlossen werden, daß durch irgendeine Blockierung des Schalthebels von außen die Inaktivierung durch den Magnetmechanismus verhindert wird.

Zu diesem Zweck wird vorgeschlagen, den Schalthebel versenkt anzuordnen, so daß er sich nur noch mittels eines Schraubendrehers o.d gl. betätigen läßt.

Die Zeichnungen geben ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wieder.

1 zeigt einen in einem Block angeordneten Leitungsschutzschalter einer Phase in aktivem Zustand in Stellung „ein",

2 zeigt einen Leitungsschutzschalter in aktivem Zustand in Stellung „aus",

3 zeigt den Leitungsschutzschalter in inaktivem Zustand in Stellung „ein",

4 zeigt den Leitungsschutzschalter in inaktivem Zustand in Stellung „aus",

5 zeigt ein mit einer Mehrzahl von Leitungsschutzschaltern nach 1 bis 4 verblocktes Schaltgerät für den Null-Leiter, das als Steuergerät zum Aktivieren und Inaktivieren für die Leitungsschutzschalter ausgebildet ist, in Stellung „ein" bzw. „aktiver Zustand",

6 zeigt das Steuergerät nach 5 in Stellung „aus" bzw. „inaktiver Zustand",

7 zeigt das Steuergerät beim Umschalten vom einen Zustand in den anderen und

8 zeigt ein weiteres Steuergerät für Fernbedienung.

Die Darstellungen sind jeweils gleiche Längsschnitte durch einen Teil des Leitungsschutzschalters bzw. des Steuergeräts.

Der Leitungsschutzschalter 1 für eine Phase der üblichen Stromversorgung ist mit zwei weiteren gleichen Leitungsschutzschaltern für die beiden anderen Phasen und einem Schaltgerät 2 für den Null-Leiter verblockt, das ein gleiches Gehäuse 3 wie die Leitungsschutzschalter 1 sowie verschiedene weitere gleiche Bauteile aufweist.

Die Bauteile des Leitungsschutzschalters 1 sind nur insoweit wiedergegeben, wie sie zu der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Aktivieren und Inaktivieren der Leitungsschutzschalter 1 beitragen.

Zur Ergänzung wird auf die DE-PS 41 18 377 verwiesen.

In 1 bis 4 wiedergegeben ist ein zum Hauptstromweg paralleler Nebenstromweg des Leitungsschutzschalters 1.

Er führt von einem festen Stromleiter 4 über einen auf diesem angeordneten thermischen Auslöser 5 aus Bimetall und einen an diesen angeschlossenen, nur in wenigen Windungen gezeigten elektrischen Widerstand 6 zu einem beweglichen Kontaktstück 7 eines Schaltkontaktes 8, dessen anderes, unbewegliches Kontaktstück 9 an einem wiederum festen, zum Ausgang führenden Stromleiter 10 ausgebildet ist.

Das bewegliche Kontaktstück 7 hat mit Ausnahme des Kontaktes 11 einen U-förmigen Querschnitt. Es ist auf einer festen Achse 12 schwenkbar und begrenzt querverschiebbar gelagert.

Von der einen Seite wirkt auf das Kontaktstück 7 eine gegen den U-Steg drückende Druckfeder 13 und von der anderen Seite eine durch eine Ausnehmung des U-Steges ragende und an den U-Schenkeln angelenkte Druckstange 14, die über eine Zwischenstange 15 gelenkig mit einem Hand-Schalthebel 16 verbunden ist.

In der in 1 gezeigten Schließstellung des Schaltkontaktes 8 wird die Stellung des Kontaktstückes 7 bestimmt durch die Anlage des Kontaktes 11 an dem festen Kontaktstück 9 einerseits und durch Abstützung der Druckstange 14 an der Zwischenstange 15 und einem Stützteil 17 andererseits, wobei die Druckfeder 13 die Anlagekräfte erzeugt und das Kontaktstück 7 im übrigen durch die feste Achse 12 gehalten ist.

Bei Umlegen des Hand-Schalthebels 16 in die in 2 dargestellte Stellung „aus" wird der Druckstange 14 die Abstützung an dem Stützteil 17 entzogen. Die Druckfeder 13 entspannt sich und bringt das Kontaktstück 7 in eine schräge Stellung, in der der Schaltkontakt 8 geöffnet ist.

Beim Wiedereinschalten von Hand durch Verschwenken des Hand-Schalthebels im Uhrzeigersinn wird zunächst durch die Zwischenstange 15 das Ende der Druckstange 14 im oberen Bereich an das Stützteil 17 angelegt; dann wird es an ihm entlanggeschoben, wobei sich an einer Schräge 18 verstärkter Druck einstellt. Die Druckstange 14 drückt dabei das Kontaktstück 7 unter Anspannung der Druckfeder 13 zurück und schließt den Schaltkontakt 8. Der Hand-Schalthebel 1b überschreitet dabei einen Totpunkt, jenseits dessen die Anordnung selbst ihre Lage hält.

Das Stützteil 17 ist in einem feststehenden Gelenk 19 gelagert und durch eine auf einem gleichfalls feststehenden Gelenk 20 gelagerte Klinke 21 gehalten. Hinsichtlich der Ausbildung und des Zusammenspiels der beiden Teile im einzelnen wird noch einmal auf die DE-PS 41 18 377 verwiesen.

Drückt infolge von Überstrom der thermische Auslöser 5 bei 22 auf die als zweiarmiger Hebel ausgebildete Klinke 21, so läßt die Klinke 21 das Stützteil 17 frei, so daß es lose in seinem Gelenk 19 wegschwenkt. Diese Stellung, jedoch anders ausgelöst, zeigt 3.

Auch damit ist der Druckstange 14 die Abstützung entzogen, und die Druckfeder 13 verschwenkt das Kontaktstück 7 in die Öffnungsstellung des Schaltkontaktes 8.

Der Hand-Schalthebel 16 kehrt unter der Wirkung einer an ihm anliegenden, nicht gezeichneten Schenkelfeder aus der Stellung „ein" in die Stellung „aus" zurück.

Ist die Klinke 21 wieder frei, so bringen sie und das Stützteil 17 sich selbst wieder in die Stellung ihrer gegenseitigen Fixierung.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Aktivieren und Inaktivieren greift in diesen Mechanismus des Leitungsschutzschalters mit einem auf einer Welle 23 angeordneten Schwenkarm 24 ein.

Steht der Schwenkarm 24 in der in 1 und 2 dargestellten freien Stellung, so ist der Leitungsschutzschalter 1 ungehindert funktionsfähig. Er befindet sich im aktiven Zustand.

Wird der Schwenkarm 24 durch eine kurze Drehung der Welle 23 verschwenkt, so daß er mit seiner kurzen Abwinkelung 25 an das Ende der Klinke 21 stößt und seinerseits die Klinke 21 verschwenkt, so wird das Stützteil 17 in der gleichen Weise wie bereits beschrieben freigegeben und der Schaltkontakt 8 geöffnet. Solange der Schwenkarm 24 in dieser Eingriffsstellung verbleibt, können die Klinke 21 und das Stützteil 17 nicht in ihre vorherige Stellung zurückkehren. Ein Wiedereinschalten ist nicht möglich. Der Leitungsschutzschalter 1 befindet sich in inaktiver Stellung.

(Das Öffnen und Schließen des Kontaktes des Hauptstromweges richtet sich in dem in Betracht stehenden Leitungsschutzschalter 1 nach dem Öffnen und Schließen des Schaltkontaktes 8.)

Die Welle 23 durchsetzt an beiden Seiten die Gehäusewand und endet in Flucht mit deren Außenfläche. Die Wellen der nebeneinander angeordneten Leitungsschutzschalter stossen damit aneinander. Sie sind drehfest gekuppelt durch in stirnseitige Schlitze 26 eingesetzte, scheibenförmige Kupplungsstücke.

Eine gleiche, gleich angeordnete und in gleicher Weise angekuppelte Welle 23 weist das Schaltgerät 2 für den Null-Leiter auf (5), das zu einem Steuergerät für das Aktivieren und Inaktivieren der Leitungsschutzschalter ausgebildet ist.

In gleicher Anordnung mit dem Schwenkarm 24 ist hier auf der Welle 23 ein gleicher Arm 27 angeordnet.

Anstelle der Klinke 21 ist, auf derselben Achse 28, ein Hebel 29 gelagert. Dieser stößt mit seinem einen, abgebogenen Hebelarm 30 an die Abwinkelung 25 des Armes 27 und ist mit seinem anderen, gleichfalls abgebogenen Hebelarm 31 auf einen Nocken 32 des, hier etwas abgewandelten und mit 33 bezeichneten, Schalthebels gerichtet.

Die Abwandlung besteht darin, daß ein an den Leitungsschutzschaltern 1 herausragender Handgriff 34 verkürzt ist auf einen versenkten Hebelarm 35 mit einem Einsteckloch 36 für einen Schraubendreher o. dgl. Der Schalthebel 33 ist von Hand, aber nur mittels eines solchen Werkzeugs zu betätigen.

Bei der in 5 gezeigten Stellung „ein" des Schaltgeräts/Steuergeräts 2 stößt der Hebelarm 31 an den Nocken 32. Der Hebel 29 hält den Arm 27 gegen die Kraft einer an ihm angreifenden Feder 37 in der Stellung nach oben, bei der die mit ihm fluchtenden Schwenkarme 24 in den Leitungsschutzschaltern 1 frei stehen und die Leitungsschalter 1 sich im aktiven Zustand befinden.

Wird der Schalthebel 33 in die in 6 gezeigte Stellung „aus" herumgelegt, so entfernt sich der Nocken 32 von dem Hebelarm 31. Der Hebel 29 gibt nach; die Feder 37 zieht den Arm 27 in die Stellung, in der die mit ihm fluchtenden Schwenkarme 24 in den Leitungsschutzschaltern 1 die Klinke 21 von dem Stützteil 17 ausgeklinkt halten und die Leitungsschutzschalter 1 sich im inaktiven Zustand befinden.

Mittels eines an einem Querarm 38 des Hebels 29 angreifenden Magnetmechanismus 39 ist das Schaltgerät/Steuergerät 2 zusätzlich fernsteuerbar. Infolge der versenkten Anordnung des Hebelarms 25 kann das Ausschlaten durch die Fernsteuerung nicht von außen blockiert werden. Das Wiedereinschalten geschieht von Hand.

Für seine Funktion als Schaltgerät weist das Schaltgerät/Steuergerät 2 ebenso wie die Leitungsschutzsschalter 1 die Anordnung der Teile 7 bis 15 und 18 auf, wobei nur das bewegliche Stützteil 17 durch ein festes Stützteil 40 mit gleicher Stützfläche ersetzt ist und ein fester Stromleiter 41 unmittelbar durch eine Litze 42 mit dem Kontaktstück 7 verbunden ist.

7 läßt eine wichtige Besonderheit erkennen: Die Maß- und Anordnungsverhältnisse sind so getroffen, daß der Nocken 32 beim Einschalten noch nicht und beim Auschlaten schon nicht mehr auf den Hebel 29 wirkt, wenn der Schaltkontakt 8 schon bzw. noch geschlossen ist. Damit ist sichergestellt, daß die Stellung „ein" der Leitungsschutzschalter der Phasen nur möglich ist, wenn der Null-Leiter eingeschaltet ist.

Nach 8 zieht ein Magnetmechanismus 43 unmittelbar an einem in umgekehrter Richtung durch eine Feder 44 beaufschlagten Arm 27 und bringt die Leitungsschutzschalter für die Phasen in den inaktiven Zustand.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Aktivieren und Inaktivieren von als Block angeordneten Schaltgeräten, insbesondere Leitungsschutzschaltern, wobei die Schaltgeräte (1) in ihrem Schaltmechanismus ein Glied (14) aufweisen, das unter Abstützung gegen ein aus seiner Stützstellung entfernbares und in die Stützstellung rückführbares Stützteil (17) die Schließkraft für einen Schaltkontakt (8) überträgt, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltgeräte (1) jeweils eine Einrichtung (23-26) zum Entfernen des Stützteils (17) aus der Stützstellung und nötigenfalls Sperren gegen die Rückführung in die Stützstellung aufweisen, die über eine die Schaltgeräte (1) in Richtung ihrer Aneinanderreihung durchsetzende mechanische Verkoppelung (23, 26) mit einem Steuergerät (2) zu betätigen ist, wobei die das Stützteil (17) aus seiner Stützstellung entfernende Betätigung die Inaktivierung darstellt, die Sperrung gegen die Rückführung in die Stützstellung den inaktiven Zustand festhält und die Rückbetätigung der Einrichtung (23-24) die Aktivierung der Schaltgeräte darstellt.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Einrichtung (23-26) einen Schwenkarm (24) auf einer Welle (23) aufweist, an der Kupplungseinrichtungen (26) zur Verbindung der Wellen (23) der im Block angeordneten Schaltgeräte (1) und einer entsprechenden Welle (23) des Steuergerätes (2) ausgebildet sind.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkarm (24) zur Entriegelung einer das Stützteil (17) in der Stützstellung haltenden Klinke (21) vorgesehen ist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (23) an ihren Enden stirnseitige Ausnehmungen (26) als Gegenstücke für in sie eingreifende gesonderte Kupplungsstücke oder am einen Ende eine Ausnehmung und am anderen Ende ein angeformtes Kupplungsstück aufweist.
  5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuergerät (2) ein gleiches Gehäuse wie die Schaltgeräte (1) aufweist und Teil des Blockes ist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schaltgerät (1) für einen N-Pol zugleich als das Steuergerät (2) ausgebildet ist.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schaltgerät für einen Phasenpol zugleich als das Steuergerät (2) ausgebildet ist.
  8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltgeräte (1), ggf. mit Ausnahme für einen N-Pol, Leitungsschutzschalter (1) sind, die die genannten Bauteile Glied (14), Stützteil (17) und Klinke (21) in ihrem Handschaltmechanismus aufweisen, wobei der aus dem Gehäuse (3) herausragende Hand-Schalthebel (16) über eine an ihm angelenkte Zwischenstange (15) auf das an dieser sowie an dem einen Kontaktstück (7) des Schaltkontaktes (8) als eine Druckstange (14) angelenkte Glied wirkt, und der genannte Schwenkarm (24) auf die, im Rahmen der Schutzschalterfunktion vorgesehene, Klinke (21) zusätzlich wirkt.
  9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 6 und ggf. 8, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Steuergerät (2) vom Leitungsschutzschalter lediglich der Handschaltmechanismus verbleibt, wobei der Schalthebel (33) über eine an ihm angelenkte Zwischenstange (15) auf ein an dieser sowie an dem einen Kontaktstück (7) des Schaltkontaktes (8) als eine Druckstange (14) angelenktes Glied (14) wirkt, das unter Abstützung an einem fest angeordneten Stützteil (40) die Schließkraft für den Schaltkontakt (8) überträgt, und dass für die Funktion als das Steuergerät (2) ein Arm (27) auf der Welle (23) des Steuergerätes (2) angeordnet ist, der unmittelbar oder über einen weiteren Hebel (29) durch den Schalthebel (33) betätigt ist.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Arm (27) im Gegenspiel zwischen dem weiteren Hebel (29) und einer an dem Arm (27) angreifenden Feder (37) betätigt ist.
  11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 8 und 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Hebel (29) in dem Steuergerät (2) auf einer Achse (28) gelagert ist, die in dem Block mit Achsen der Klinken (21) in den Leitungsschutzschaltern (1) fluchtet, und der Arm (27) in dem Steuergerät (2) im wesentlichen mit den Schwenkarmen (24) in den Leitungsschutzschaltern (1) fluchtet, wobei der weitere Hebel (29) einerseits nach einem einen Hebelarm des Schalthebels bildenden Nocken (32) hin und andererseits nach dem Arm (27) hin gebogen oder gewinkelt ist.
  12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 oder 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass in dem als Steuergerät (2) ausgebildeten Schaltgerät für den N-Pol die Bewegungsübertragungselemente derart angeordnet und ausgebildet sind, dass das Schaltgerät für den N-Pol schon vor der Aktivierung der anderen Schaltgeräte (1) schließt und erst nach der Inaktivierung der anderen Schaltgeräte (1) öffnet.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuergerät (2) zusätzlich elektromagnetisch fernsteuerbar ist.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuergerät (2) durch einen an dem genannten weiteren Hebel (29) angreifenden Magnetmechanismus (39) fernsteuerbar ist.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Hand-Schalthebel (33) versenkt angeordnet und nur mittels eines Schraubendrehers zu betätigen (36), ist.
Es folgen 8 Blatt Zeichnungen






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