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Dokumentenidentifikation DE10057478B4 10.11.2005
Titel Verfahren zur Förderung des Blüten-und Samenansatzes bei Kartoffeln
Anmelder Frohnert, Alfred, 48531 Nordhorn, DE
Erfinder Frohnert, Alfred, 48531 Nordhorn, DE
DE-Anmeldedatum 20.11.2000
DE-Aktenzeichen 10057478
Offenlegungstag 12.12.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 10.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.11.2005
IPC-Hauptklasse A01C 1/00
IPC-Nebenklasse A01G 7/00   A01H 3/00   

Beschreibung[de]

Die Züchtung neuer Kartoffelsorten gelingt nur dann, wenn die Kartoffelpflanzen über eine gute Blühtätigkeit verfügen und die befruchteten Blüten genügend keimfähige Samen ausbilden. Gezielte Gaben mit mineralischen Nährstoffen wie Phosphor und Kali können die Ausbildung der keimfähigen Samen fördern.

Die DE 195 18 487 A1 beschreibt ein Verfahren zum Kartoffelanbau, bei welchem durch Absenken der Triebe der Kartoffelpflanze die Bildung einer Vielzahl neuer Triebe erzielt wird und damit auch entsprechend mehr Kartoffelblüten.

Die Samenbildung kann auch unter günstigen Bedingungen sortenspezifisch gering sein wie z.B. bei der Speisekartoffelsorte "Friede", Kenn-Nr. 3044, Sortenschutz erteilt am 27.3.1995. Vom Bundessortenamt wurde die Sorte "Friede" zwar in der Rubrik – Blütenhäufigkeit – als "mittel" eingestuft, dies gilt aber nur auf gut versorgten Böden und bei klimatisch besten Voraussetzungen.

Aufgabe der Erfindung ist es, die sortentypisch geringe Blühneigung und den geringen Samenansatz zusätzlich zu den bekannten Möglichkeiten, wie z.B. Mineraldüngergaben und Anbau unter Schutzflächen (Gewächshäuser) bei frostbeständigen Knollen, welche aus der Sorte "Friede" ausgelesen wurden, zu erhöhen. Dieses wird durch das Verfahren nach dem Patentanspruch 1 erreicht. Im Hauptpatent nach DE 199 64 141 C2 wird beschrieben, dass die Sorte "Friede" frostbeständige Keime ausbilden kann. Diese bei Kartoffeln ungewöhnlich erscheinende Eigenschaft in Verbindung mit deren Krautfäuleresistenz eröffnet die Möglichkeit, die Knollen nicht nur im Frühjahr, wie in der DE 199 64 141 C2 beschrieben, ins Freiland zu pflanzen, sondern auch im Herbst, wodurch dann sowohl die Blütenhäufigkeit als auch der Samenansatz der einzelnen Stauden und der Anteil der blühenden Stauden des Gesamtbestandes sich erhöht, wobei auch bei sortenreiner Pflanzung der Anteil der Modifikationen und der Mutationen sich erhöht, wie auch bei Kreuzungen der Sorte "Friede" mit anderen Kartoffelsorten, bei denen dann die Herbstpflanzung angewendet werden kann, wobei die Erbanlagen der Sorte "Friede" eine solche Herbstpflanzung zulassen, sowie für deren genetische wie vegetative Nachkommen.

Langjährige Versuche ergaben, dass nach diesem neuen Verfahren gepflanzte Knollen zwar nicht eher keimen als die der Frühjahrspflanzung, aber die Blühtätigkeit der Stauden der Herbstpflanzung beträgt im Vergleich zur Frühjahrspflanzung 100% (auf minderversorgten Böden ). Mit bis zu fünf Blüten pro Staude ist der Samenansatz je nach Witterung ebenso gut, während die Blühtätigkeit der Stauden der Frühjahrspflanzung bei sonst vergleichbaren Voraussetzungen erheblich weniger erfolgt. Im Durchschnitt blühen nur ca. 20 bis 30% der Stauden der Frühjahrspflanzung, mit noch geringerem Samenansatz.

Für den Züchter neuer Kartoffelsorten ist dieses neue Verfahren von großer Bedeutung, wird das Zuchtziel doch in kürzerer Zeit und mit größerer Sicherheit erreicht.

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass das neue Verfahren der Herbstpflanzung weniger für den Anbau von Speisekartoffeln geeignet erscheint, sondern der Züchtung helfen soll, mit dem Verfahren neue Wege zu beschreiten.

Die Zeichnungen sollen die Erfindung näher erläutern. Es zeigt

1 Pflanzen der Frühjahrspflanzung mit nur wenig Besatz an (1) Blüten und (2) Samenkapseln,

2 Pflanzen der Herbstpflanzung mit vielen Samenkapseln (grüne Beeren). Die runde Blattform bei all diesen Kartoffelstauden ist charakteristisch für die Sorte "Friede".


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Förderung des Blüten- und Samenansatzes bei frostbeständigen Kartoffelknollen, welche nach dem Verfahren nach DE 199 64 141 C2 ausgelesen wurden aus der Sorte "Friede", Kenn-Nr. 3044, Sortenschutz erteilt am 27. März 1995,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die frostbeständigen Knollen im Herbst gepflanzt werden.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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