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Dokumentenidentifikation DE10062061B4 10.11.2005
Titel Bewegungsvorrichtung mit variabler Bewegungsbahn mit Fernsteuerung für die Falzbogen-Abnahmestange von Buchbinderei-Heftmaschinen
Anmelder Meccanotecnica S.p.A., Torre de' Roveri, Bergamo, IT
Erfinder Fustinoni, Roberto, Palazzolo Sull'oglio, IT
Vertreter Riebling, P., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 88131 Lindau
DE-Anmeldedatum 13.12.2000
DE-Aktenzeichen 10062061
Offenlegungstag 04.10.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 10.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.11.2005
IPC-Hauptklasse B42B 4/02
IPC-Nebenklasse B42C 19/08   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Bewegungsvorrichtung mit variabler Bewegungsbahn mit Fernsteuerung für die Falzbogenabnahmestange von Buchbindereiheftmaschinen.

Bekanntlich findet bei den modernen Buchbinderei-Heftmaschinen Fluss von Falzbögen statt, bei dem vorgeordnete Falzbögen auf einen „Schwingsattel" transportiert werden, auf dem sie wie einumgekehrtes „V" aufsitzen, um an ihnen in der gewünschten Weise die Fadenheftung durchzuführen. Nach der Heftung müssen Falzbögen zu einer anderen Stelle der Maschine verschoben werden, um sie sodann den anderen Stationen des automatischen Buchbindeszyklus' zuzuführen. Diese Verschiebung wird von einer Schwingstange durchgeführt, welche die gehefteten Falzbögen vom genannten Schwingsattel abnimmt. Diese Schwingstange hat gewöhnlich eine zylindrische Form und durchläuft mit ihrer horizontal liegenden Achse kreisbogenförmige Bahnen, welche an das Format der bewegten Signaturen angepasst werden müssen. Gemäß der bekannten Technik erfordert die Anpassung der bogenförmigen Bahn der Falzbogenabnahmestange die. Intervention von spezialisierten Technikern, die Abmontierung, die Einregelung und/oder den Austausch von Maschinenteilen, um spezielle Triebe (Gelenkvierecke, Schwingkurven) für die jeweilige besondere Bahn der Schwingbewegung der erwähnten Stange vorzubereiten.

Eine derartige Vorrichtung zum Stand der Technik wird mit der DE 1 207 335 B offenbart. Diese Druckschrift beschreibt eine Vorrichtung zum Auflegen von Bogenlagen auf sattelförmig ausgebildeten Gliedern eines Einlaufförderers für bagenverarbeitende Maschinen wobei für die geöffnete Bogenlage ein Hilfsträger für den Arbeitsbereich des Förderers und zum Übernehmen und Festhalten der Bogenlage bis zur Übernahme der Bogenlage durch den Förderer ein gestellfester Träger vorgesehen ist.

Der Nachteil dieser Erfindung ist, dass die Vorrichtung lediglich gleiche Bewegungsabläufe ausführen kann, wobei eine Änderung der auszuführenden Bewegungsbahn manuell durchgeführt werden muss.

Mit der DE 197 50 174 A1 wird eine Falzbogenfördervorrichtung für Sammelhefter offenbart, welche eine horizontale und vertikale Fördereinrichtung zum Transport von Falzbogen mit einer dazwischen angeordneten Übergabevorrichtung aufweist, wobei die Übergabevorrichtung einen horizontalen, verschiebbaren, antreibbaren Wagen mit einem auf dem Wagen vertikal verschiebbar, antreibbaren Auslageschwert aufweist, wobei das Auslageschwert mit einem in vertikaler Richtung antreibenden Motor mit entsprechender Motorsteuerung ausgebildet ist.

Diese Erfindung hat den Nachteil, dass diese Vorrichtung mechanisch einen relativ aufwendigen Aufbau aufweist, welcher zusätzlich auch einen großen Platzbedarf aufweist.

Mit der US 1 603 294 wird eine verbesserte Vorrichtung zum Stapeln und Befördern von Blattlagen in ein Magazin nach dem Binden offenbart, wobei die Blattlagen nach dem Binden automatisch zu einer Position gespeist werden und mittels einem Blatteingriff in die offene Blattlage angehoben werden und über ein Endlosband zum vorderen- oder Aufnahmeende des Magazins zur Ablage darin übertragen werden und durch Greifmittel von dem Aufnahmeende des Magazins zum vorderen Ende des Magazins, während zur gleichen Zeit Eingreifmittel die bereits gestapelte, niedrigere Blattlage solange halten, bis eine andere Blattlage am vorderen Ende im Magazin platziert ist und die letzte Blattlage gegen das vordere Ende der gelagerten Blattlage zurückbewegt wird, wobei die Blattlage in das Magazin mittels Absenken an der Faltung oder Rückkante eingelegt wird.

Diese Erfindung hat den Nachteil, dass diese Fördervorrichtung keine Änderung im Bewegungsablauf zulässt, ohne auch die vorhergehenden und nachfolgenden Abläufe zu ändern und daher im Allgemeinen unflexibel ist.

Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung einer Bewegungsvorrichtung für die Falzbogenabnahmestange von Buchbinderei-Heftmaschinen, welche es ermöglicht, mit einer Vielzahl von vordefinierten Bewegungsbahnen zu arbeiten, wodurch die Flexibilität der Heftmaschine wesentlich verbessert wird.

Ein weiteres Ziel ist die Schaffung einer Vorrichtung der genannten Art, welches es ermöglicht, die genannte Vielzahl von Bewegungsbahnen mit Fernsteuerungen, wie mit einer üblichen pneumatischen und/oder elektromechanischen Steuerung, herbeizuführen.

Ein weiteres Ziel ist die Schaffung einer Vorrichtung der vorgenannten Art, welche es ermöglicht, die genannte Vielzahl von Bewegungsbahnen ohne Zuhilfenahme von spezialisierten Fachtechnikern herbeizuführen.

Diese und weitere Ziele sind aus der folgenden detaillierten Beschreibung erkennbar, welche eine Bewegungsvorrichtung mit variabler Bewegungsbahn mit Fernsteuerungen für die Falzbogen-Abnahmestage von Buchbinderei-Heftmaschinen erläutert, welche Vorrichtung die Besonderheit aufweist, dass der genannten Stange mittels pneumatischer und/oder elektrischer und/oder bekannter mechanischer Techniken unterschiedliche Bewegungsbahnen durch fernsteuerbare Einrichtungen als Folge der Veränderung der Schubexzentrizität auf einen in einem Schlitz eines dritten Schwingarmes laufenden Zapfen mitgeteilt werden können, die von üblichen Nockeneinrichtungen ausgeübt wird, um umgekehrt proportional zu der genannten Exzentrizität einem Betätigungszapfen eines Gelenkviereckes für die Bewegung der Stange alternierende Bewegungsbahnen mitzuteilen, wobei die Schubexzentrizität von der Position eines am Ende einer dritten Schubstange angeordneten Zapfens abgeleitet wird, um die Exzentrizität des genannten Laufzapfens zu variieren.

Die Erfindung wird durch die beiliegenden Zeichnungen beispielsweise und ohne Beschränkung auf diese näher erläutert, worin:

1 schematisch eine mit pneumatischen Einrichtungen zusammenwirkende Vorrichtung zeigt; in dieser Zeichnungsfigur sind fixe Achsen mit dem typischen Zentrumssymbol mit heller und entgegengesetzten dunklen Quadranten bezeichnet;

2 im Mittelschnitt eine pneumatische Klemmvorrichtung zeigt, wobei die Vielfältigkeit der Bestandteile von im Konzept monolithischen Körpern mit gleichen Schnittschraffierungen kenntlich gemacht ist.

In 1 ist eine zylindrische Falzbogen-Abnahmestange 1 im Querschnitt gezeigt und hat das Aussehen eines kleinen Rundprofils. Die Achse dieser zylindrischen Stange 1 verläuft senkrecht zur Ebene des Zeichnungsblattes. Die Stange 1 vereinigt zwei erste Arme 2, die an den Seiten von zwei vertikalen und parallelen Seitenwänden 3 der üblichen Konstruktion der Buchbinderei-Heftmaschine angeordnet sind. Die genannten ersten Arme 2 schwingen mit ihrem Lagerzapfen um eine fixe Achse 4. Die Winkelbreiten der Schwingungen der ersten Arme 2 werden von den Schwingungen bestimmt, mit denen ein zweiter Arm 5 beaufschlagt ist. Dieser zweite Arm 5 ist auf einer (nicht gezeigten) Welle befestigt, welche die Achse 4 als ihre Schwingachse besitzt und auf welcher auch der erste Arm 2 befestigt ist, der auf einer parallelen Schwingebene arbeitet. Vom rein mechanischen Standpunkt aus gesehen ist es daher so, als wären der erste Arm 2 und der zweite Arm 5 Bestandteile eines einzigen zweiarmigen Hebels, der bei 4 angelenkt ist. Aus diesem Grund und um das Schema deutlicher zu veranschaulichen sind die beiden Arme 2 und 5 durch entsprechende Schraffierung gemeinsam kenntlich gemacht. Der zweite Arm 5 bildet einen Teil eines ersten Gelenkviereckes, welches eine erste, an ihn in einer Achse 47 angelenkte Koppel 6 und einen um eine Achse 8 schwingenden dritten Arm 7 aufweist. Dieser dritte Arm 7 besitzt einen Schlitz 9, in dem ein Schubzapfen 10 wirkt, der von einer konzentrischen Endrolle unterstützt wird und am oberen Ende einer zweiten Koppel 11 angeordnet ist. Das untere Ende dieser zweiten Koppel 11 ist hingegen mit einer Achse 12 angelenkt, die sich am Ende eines vierten Armes 13 befindet, der um eine primäre Achse 14 als Folge von Bewegungen schwingt, die durch die Drehung der Profile von Nocken 15 auf Tastorgane 16 (oder Stößel) induziert werden. Theoretisch könnten die Schwingungen des vierten Armes 13 um die primäre Achse 14 allein von dem Nocken 15 und nur vom Stößel 16 unter Benutzung einer elastischen Rückholung abgenommen werden, vom reinen Planungsstandpunkt aus gesehen ist es jedoch vorzuziehen, die Rückholphase der Schwingung des vierten Armes 13 einem speziellen Nocken-Stößelpaar (in der Zeichnung nicht gezeigt) anzuvertrauen, um einen Exzentertrieb im zwangsläufigen Verband zu bilden. Dieser zwangsläufige Trieb besteht daher aus einem ersten Tastorgan 16, das an einem ersten Nocken 15A, und einem zweiten Tastorgan 17, das an einem zweiten Antriebsnocken 18 angreift, welcher mit dem ersten Nocken 15A fest verbunden und auf einer Antriebswelle 19 der Maschine befestigt ist. Aus dem beschriebenen Trieb geht hervor, dass eine bestimmte Winkelbreite 20 der Stauge 1 vom Weg der ersten Koppel 6 abhängt, der dieser von einem Zapfen 21 mitgeteilt wird, welcher die erste Koppel 6 mit dem dritten Arm 7 verbindet und entlang einem zur Schwingungachse 8 konzentrischer Kreisbogen 22 wandert. Dieser durchwanderte Kreisbogen hat eine Länge, die umgekehrt proportional zum Abstand des Zapfens 10 von der Schwingachse 8 ist, da der dritte Arm 7 die Bewegung durch den fixen Hub des Zapfens 10 der zweiten Koppel 11 erhält. Es kann somit eine Änderung der Breite der Schwingungen 20 bzw. des Weges der Stange 1 durch eine Änderung des Abstandes der Achse des Schubzapfens 10 von der. Schwingachse 8 erzielt werden Diese Änderung wird durch die Möglichkeit der Verschiebung des Zapfens 10 im Schlitz 9 und von der Möglichkeit, in einer bestimmten Position im Inneren des Schlitzes 9 zu verbleiben, gestattet. Die problematische Vereinigung der Koexistenz dieser beiden gegensätzlichen Möglichkeiten wird durch die folgende Anordnung erzielt. Durch den Zapfen 10 wird ein Eingriff nicht nur zwischen der zweiten Koppel 11 und dem dritten Arm 7, sondern auch mit einem Ende 24 einer dritten Koppel 23 hergestellt. Das andere Ende 25 dieser dritten Koppel 23 ist mit der Achse 26 an einem Ende eines Armes 27A eines Winkelhebels 27 angelenkt, der mit der Achse 28 angelenkt ist und dessen Ende seines anderen Armes 27B mit der Achse 29 am Ende einer Kolbenstange 30 eines ersten pneumatischen Zylinders 31 mit vorbestimmtem Hub Z angelenkt ist. Der Körper dieses ersten pneumatischen Zylinders 31 fluchtet mit einem zweiten pneumatischen Zylinders 32, in dessen Innerem ein Kolben läuft, der einer Kolbenstange 33 zugeordnet ist, die mit einem ihrer Enden mit der Achse 34 an der ortsfesten Konstruktion der Maschine (schematisch mit gewöhnlicher Schraffierung angedeutet) angelenkt ist. Dieser zweite pneumatische Zylinder 32 besitzt einen Hub Y von anderer Größe als der Hub Z: vorzugsweise die Hälfte von Z. Die Laufkammern des ersten und des zweiten Zylinders 31 und 32 fluchten miteinander und ermöglichen die beiden unterschiedlichen Hube durch die Position einer theoretischen Trennwand 35 mit gemeinsamem fixen Boden. Dieser erste und zweite Zylinder 31 und 32 bilden im wesentlichen eine fernsteuerbar verlängerbare Verbindung, um die Achse 29 in vier vorbestimmten Abständen von der fixen Achse 34 anordnen. Dabei kann man, wenn man einen Hub Z = 50 mm und einen Hub Y = 25 mm annimmt, die folgenden vier Stellungen bilden: Eine erste Stellung (in 1 gezeigt) ist die, welche bei vollkommen in ihre

Laufkammern eingezogenen Kolbenstangem 30 und 33 erhalten wird. Diese erste Stellung ist die, welche bei vollkommen ausgefahrener Kolbenstange 33 (die folglich einen Hub 25 mm durchlaufen hat) erhalten wird, wobei die Kolbenstange 30 in vollständig eingezogener Stellung verbleibt (d. h. einen Hub Null einnimmt). Bei dieser zweiten Stellung ist die Achse 29 von der Achse 34 um 25 mm entfernt. Eine dritte Stellung ist die, welche bei vollständig eingezogener Kolbenstange 33 (Nullhub) erhalten wird, wobei sich die Kolbenstange 30 in vollständig ausgefahrener Stellung befindet (auf Grund der Tatsache, dass sie den genannten Hub von 50 mm durchlaufen hat). Bei dieser Stellung ist die Achse 29 von der Achse 34 um 50 mm entfernt. Eine vierte Stellung ist die, welche bei vollständig ausgefahrener Kolbenstange 33 (Hub 25 mm) und ebenfalls vollständig ausgefahrener Kolbenstange 0 (Hub 50 mm) erhalten wird. Bei dieser vierten Stellung ist die Achse 29 von der Achse 34 um 75 mm entfernt. Man kann also mit einfachen, üblichen pneumatischen Steuerungen die Achse 29 in viervorbestimmte Stellungen bringen, die sich aus der Erhöhung der Abstände zwischen den Achsen 34 und 29 um 0, 25, 50, 75 mm ergeben. Da die Achse 29 am Ende des bei 28 angelenkten Hebelarmes 27B liegt, übertragen sich diese verschiedenen Stellungen, welche der Achse 29 mitgeteilt werden können, offensichtlich in ebenso viele verschiedene Stellungen der Achse 26. Weil die Achse 26 auch zum Ende 25 der dritten Koppel 23 gemeinsam ist, hat dies zur Folge, dass deren Verschiebung auch die Achse des Zapfens 10 verschiebt, der am anderen Ende der dritten Koppel 23 befestigt ist. Daraus folgt, dass der Zapfen 10 vier verschiedene Stellungen im Inneren des Schlitzes 9, in welchem er mittels der üblichen Rolle (in der Zeichnung teilweise sichtbar) läuft, einnehmen kann, die in der genannten Weise durch Fernsteuerung vorbestimmbar und einstellbar sind. Die Bewegung dieses Zapfens 10 verläuft dabei in einer kreisbogenförmigen Bahn 46, die konzentrisch zur Achse 26 ist. Diese Bahn wird nach einem Bewegungsgesetz durchlaufen, welches sich aus der Kombination mit der Bewegung der zweiten Koppel 11 ableitet. Durch die Kombination dieser beiden Bewegungen oder Geschwindigkeiten wird daher der Zapfen 10 mit kurzen abwechselnden Wälzbewegungen im Inneren des Schlitzes 9 beaufschlagt, da dieser Schlitz 9 auf dem um die eigene Achse 8 schwingenden Arm 7 angeordnet ist. Diese kurzen zyklischen Wälzbewegungen begleiten offensichtlich die zyklische Schwingbewegung der Stange 1 und erfolgen um jede der von der Festposition des Winkelhebels 27 (27A, 27B) bestimmten vier Fixpositionen. Der Winkelhebel 27 ist um seine Achse 28 nur während der Phase der Einstellung der Breite des Weges 20 der Stange 1 drehbar bzw. dann, wenn man es den Kolbenstangen 30, 33 gestattet, aus ihren Zylindern 31, 32 auszutreten oder in diese einzutreten. In dieser Phase kann ein die Achse 26 bildender üblicher Zapfen 37 einen fixen Schlitz 36 durchlaufen, der auf einer vertikalen Seitenwand 3 des Heftmaschine ausgebildet ist. Nachdem die Kolbenstangen 30 und 33 die gewünschten Positionen eingenommen haben, muss die Achse 26 in der daraus resultierenden Position fixiert werden. Diese Fixierung erfolgt mittels des die Achse 26 bildenden Zapfens 37. Der Zapfen 37 durchsetzt die Seitenwand 3 der Maschine im inneren des fixen Schlitzes 36 und wird an diesem Seitenteil durch Reibung mittels Axialdruck seiner Klemmorgane befestigt. Eine bevorzugte Ausbildung dieser Klemmorgane basiert auf der Ausnützung der Wirkung eines besonderen pneumatischen Zylinders. Dieser pneumatische Zylinder ist in 2 zum besseren Verständnis seiner Funktionsweise vereinfacht veranschaulicht. Der 2 kann entnommen werden, dass der Zapfen 37 die Seitenwand 3 durchsetzt, indem er in den fixen Schlitz 36 eintritt. Der Zapfen 37 bildet eine Verbundstruktur in dem Sinne, dass er eine Kolbenstange 37A eines pneumatischen Zylinders 38 und Fortsätze 38A, 38B des Bauteils umfasst, der eine Laufkammer 38C für den mit der Kolbenstange 37A verbundenen Kolben 37B bildet. Aus der dargestellten Anordnung kann man die Tatsache entnehmen, dass eine dritte Koppel 23 (bestätigt von einem Kräftepaar 23A, 23B) und der Arm 27A des Winkelhebels auf ein und denselben Körper wirken, welcher die Einhaltung ihrer Arbeitsebenen parallel zu den voreingestellten Abständen ermöglicht. Ihre gesamte Anordnung ist um einen minimalen Wert 39 axial beweglich, der ausreicht, größere Reibungen verursachende Berührungen während der Verschiebungen (in einer Richtung senkrecht zur Ebene des Zeichnungsblattes der 2) der Kolbenstange 37A im Inneren des fixen Schlitzes 36 zu vermeiden. Diese Reibungen sind jene, welche zwischen einer Ebene 40 der Kolbenstange 37A und einer ebenen Fläche 41 der vertikalen Seitenwand 3 sowie zwischen einer Oberfläche 42 einer an der Kolbenstange 37A befestigten Scheibe 43 und einer anderen ebenen Fläche 44 der genannten vertikalen Seitenwand 3 auftreten können. Die Anordnung gemäß 2 zeigt den Kolben 37B in einer Stellung, bei welcher der Kolbenstange 37A „ganz ausgefahren" ist, welcher den zitierten minimalen Wert 39 des Spieles entspricht, der den freien Lauf des Kolbens 37 (bzw. der Kolbenstange 37A) im Inneren des fixen Schlitzes 36 gestattet. Wenn Druckluft in die an der Seite, wo sich die Kolbenstange 37B befindet, liegende Kammer des pneumatischen Zylinders 38 bzw. durch ein Loch 45 eingeführt wird, führt der Kolben 37B eine Bewegung über den ihm gestatteten kurzen Weg durch, bis der genannte Wert 39 des Spieles annulliert und die Wandstärke der Seitenwand 3 zwischen der Scheibe 43 und dem Fortsatz 38A eingeklemmt ist. Auf diese Weise kann durch die erzeugte Reibung des Zapfens 37 in der jeweils gewünschten Stellung im Inneren des Schlitzes 36 blockiert werden. Der Winkelhebel 27 wird dabei in der gewünschten Winkelstellung blockiert, um den Zapfen 10 in einem Abstand von der Achse 8 anzuordnen, der geeignet ist, den Zapfen 21 mit dem gewünschten Weg zu beaufschlagen, der für die Herbeiführung der gewünschten Schwingung der Stange 1 erforderlich ist. Die Breite dieser Schwingung ist offensichtlich in Zusammenwirkung mit den Längen des ersten und zweiten Armes 2, 5 festgelegt. Da die Stange 1 eine beachtliche Länge besitzt und ihre Bewegungen rasch sind, erfordern ihre Schwingungen eine Bewegung und eine Führung der ersten Arme 2 an den beiden Seiten der Stange 1 bzw. in der Nähe der beiden vertikalen Seitenwände 3 der Stützkonstruktion der Heftmaschine. Diese Bewegung erfolgt mittels einer (nicht gezeigten) Antriebswelle, welche die Maschine durchsetzt und als ihre Achse die Schwingachse 8 des dritten Armes 7 besitzt. Diese Antriebs- oder Vorgelegewelle hat daher den Zweck, ein Gelenkviereck zu bewegen, das an der anderen vertikalen Seitenwand 3 der Maschine angeordnet und gleich dem zitierten, durch die Arme 5, 6, 7 gebildeten zweiten Gelenkviereck ist, um einen zweiten Arm (nicht gezeichnet) zu bewegen, der wie der Arm 2 für die Betätigung der Stange 1 bewegt wird, um auf ihre beiden Enden zu wirken.

Die bisher gezeigte Anordnung hat die Eigenschaften, der Falzbogen-Abnahmestange 1 vier Schwenkbreiten 20 (bzw. Hube, in Abhängigkeit von der Länge der ersten Arme 2) mitzuteilen, die in Abhängigkeit von den dem ersten und dem zweiten pneumatischen Zylinder 31 und 32 gestatteten Maximalhuben vorbestimmt sind. Diese Lösung ist jedoch hierfür nicht die einzige; sie ist lediglich eine Lösung, bei welcher der Abstand zwischen beiden Achsen 34 und 29 einer speziellen Anwendung der pneumatischen Zylinder 31 und 32 anvertraut ist. Tatsächlich kann aber der genannte Abstand zwischen den beiden Achsen 34 und 29, der die Basis des von der Stange 1 durchgeführten Weges bildet, auf viele andere Weise verändert werden: Schrittmotoren, mit einer Schnecke gekoppelt, Schrauben mit eingesetztem Gewinde, die durch Drehung einer elektronisch angetriebenen und mit zwei entgegengesetzten Gewinden an den Enden versehenen Mütter aneinander angenähert oder voneinander entfernt werden können (Prinzip der Spannschraube). Oder sogar mit einer einfachen Anordnung Schraube-Mutter, wobei sich die Schraube axial in Bezug auf die axiale Ortsfestigkeit der rotierenden Mutter verschiebt und wobei offensichtlich die Mutter den durch die Achse 34 ausgedrückten Fixbezug und das Ende der Schraube die bewegliche Achse 29 (bezugnehmend auf das Beispiel 1) bilden. Auch die Lösung der Blockierung des Zapfens 37 mit dem" pneumatischen Zylinder" 38 ist Indikativ. Tatsächlich kann diese Blockierung auch mit anderen üblichen Mitteln erzielt werden (Nocken, Elektromagnetkupplung), ohne damit Einrichtungen definieren zu wollen, die über den Rahmen der durch die folgenden Patentansprüche definierten vorliegenden Erfindung hinausgehen würden:


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung für die Bewegung der Falzbogen-Abnahmestange (1) von Buchbinderei-Heftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass sie befähigt ist, der genannten Stange (1) Bewegungsbahnen mitzuteilen, die ferngesteuert mit bekannten pneumatischen und/oder elektrischen und/oder mechanischen Techniken unterschiedlich sind, welche Eigenschaft von der Veränderung der Schubexzentrizität (10-8) eines im Inneren eines Schlitzes (9) eines dritten Armes (7) verschiebbaren Zapfens (10) abgeleitet ist, die von üblichen Nocken (15) ausgeübt wird, um umgekehrt proportional zur genannten Exzentrizität einem Steuerzapfen (21) eines die Stange (1) bewegenden Gelenkviereckes (8-21-47-4) eine abwechselnde Bewegungsbahn mitzuteilen, wobei die genannte Schubexzentrizität von der Stellung eines am Ende einer dritten Koppel (23) angeordneten Zapfens (37) abgeleitet ist, um die Exzentrizität des genannten, auf ihr angelenkten, verschiebbaren Zapfens (10) zu variieren.
  2. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellung des am Ende der dritten Koppel (23) angeordneten Zapfens (37) durch eine Vorrichtung fixiert ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellung des am Ende der dritten Koppel (23) angeordneten Zapfens (37) durch die Nichtumkehrbarkeit seiner Bewegungseinrichtungen fixiert ist, wobei diese Nichtumkehrbarkeit die ist, welche vorzugsweise von Schraubeneinrichtungen abgeleitet ist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubeneinrichtungen aus einer Schraube bestehen, die radial am genannten Zapfen (37) angelenkt und als Folge der motorgetriebenen Drehung einer axial an einer Seitenwand (3) der Maschine fixierten Mutter axial verschiebbar ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtungen für die Positionierung und die Fixierung des genannten Zapfens (37) unter Zwischenschaltung eines Hebel (27) wirken und Änderungen des Abstandes zwischen einer beweglichen Achse (29) und einer fixen Achse (34) durch Drehen einer Mutter bestimmt werden.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Mutter mit zwei entgegengesetzten Gewinden versehen ist, um gleichzeitig zwei den genannten Gewinden zugeordnete Schrauben durch motorgetriebene Drehung der Mutter in einer einzigen Richtung nach dem bekannten Prinzip der Spannschrauben aus- oder einzuschrauben, wobei die freien Enden der beiden entgegengesetzten Schrauben auf einer fixen Achse (34) bzw. auf einer beweglichen Achse (29) angelenkt sind.
  7. Vorrichtung nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte Zapfen (37) am Ende eines Armes (27A) eines Winkelhebels (27) angeordnet ist, der mit der Achse (28) in einer Mittelposition angelenkt ist und die Bewegung in einer am Ende seines anderen Armes (27B) angeordneten Achse (29) mittels eines Paares von fluchtenden pneumatischen Zylindern (31, 32) erhält, um vier vorbestimmte verschiedene Abstände zwischen der fixen Achse (34) und der beweglichen Achse (29), je nach der Arbeitskombination des Einziehens und Ausfahrens der beiden Kolbenstangen (30, 33) der im Inneren der genannten pneumatischen Zylinder (31, 32)arbeitenden Kolben, zu schaffen.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die pneumatische Steuerung von vier vorbestimmten Stellungen Einrichtungen zugeordnet ist, welche die dem genannten Zapfen (37) im Inneren eines ortsfesten Schlitzes (36) zugeordnete Stellung blockieren.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung für die Blockierung der Stellung des Zapfens (37) im Inneren des ortsfesten Schlitzes (36) aus einem sehr kurzhubigen pneumatischen Zylinder (38) bestehen, der mit Fortsätzen (38A, 38B) für die Endanlenkung einer dritten Koppel (23, 23A, 23B) und eines Armes (27A) eines Winkelhebels und einer eine vertikale Seitenwand (3) der Maschine durch einen ortsfesten Schlitz (36) durchsetzenden Kolbenstange (37A) versehen ist, um die genannte Seitenwand zwischen einer Scheibe (43) und einer Fläche (40) einer Kolbenstange (37A) des genannten pneumatischen Zylinders (38) einzuklemmen, wobei die Blockierung während des Betriebes der Heftmaschine interveniert und gelöst wird, wenn die Verschiebung des Zapfens (37) im Inneren des Schlitzes als Folge der verschiedenen Stellungen, die ihm von pneumatischen Einrichtungen (1, 32) mitgeteilt werden, erforderlich ist.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9 dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtungen für die Blockierung des genannten Zapfens (37) aus einer Einspannung bestehen, wobei jedoch die Verschiebung der Kolbenstange (37A) mittels üblicher elektromagnetischer Einrichtungen, anstatt der pneumatischen Einrichtungen durchgeführt wird.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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