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Dokumentenidentifikation DE10160379B4 10.11.2005
Titel Kupplung für Rohre und Verfahren zu ihrem Aufbau
Anmelder REHAU AG + Co., 95111 Rehau, DE
Erfinder Krause, Frank, 95111 Rehau, DE
DE-Anmeldedatum 10.12.2001
DE-Aktenzeichen 10160379
Offenlegungstag 26.06.2003
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 10.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.11.2005
IPC-Hauptklasse F16L 47/14
IPC-Nebenklasse F16L 47/03   F16L 19/02   F16L 23/026   F16L 39/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Kupplung für mit Innendruck betriebene Rohre, insbesondere aus metallischen Werkstoffen, wobei die Rohre mit einem Inliner aus polymerem Werkstoff ausgekleidet sind, wobei das freie Ende des Inliners annähernd in Kupplungsnähe aus dem Rohr herausragt und an einem ersten Kupplungsteil sowie einer Ringhülse und/oder einem Verbindungselement angeordnet ist.

Verfahren zum Aufbau einer Verbindung bzw. einer Kupplung von Rohren aus metallischen und polymeren Werkstoffen werden in der DIN 8063 ausführlich dargestellt. Diese stirnseitigen Kupplungen stellen Verbindungen zwischen Rohren aus metallischen Werkstoffen untereinander bzw. Rohren aus metallischen Werkstoffen mit Rohren aus polymeren Werkstoffen dar.

Gattungsgemäße Kupplungen zwischen Rohren aus metallischen Werkstoffen, die mit Rohren aus polymeren Werkstoffen ausgekleidet sind, werden derzeit durch eine Kupplung hergestellt, die aus einer Schweißmuffe und einem entsprechenden Übergangsstück besteht. Dabei wird der Inliner aus polymerem Werkstoff in das metallische Rohr eingezogen und, sollte der Inliner im reduzierten Querschnitt eingezogen werden, dieser in seine Ursprungsform zurückgeformt. Über das freie Ende des zurückgeformten Inliners wird eine Schweißmuffe gesteckt, die mit dem freien Ende des rückgeformten Inliners verschweißt werden muss. In das freie Ende der Schweißmuffe wird ein Übergangsstück eingelegt, welches aus einem Formstück aus polymerem Werkstoff besteht, in das ein Metallrohr entsprechenden Durchmessers eingepresst ist. Die Schweißmuffe und das entsprechende Übergangsstück werden nun durch Schweißung fest miteinander verbunden. Das freie Ende des in das Übergangsstück eingepressten Metallrohres wird nun mit der weiteren Rohrleitung fest verbunden. Dabei ist die Schweißmuffe vom mit dem Inliner ausgekleideten Metallrohr aus Gründen der besseren Montage beabstandet.

Nachteilig bei diesem Verfahren zum Aufbau einer Kupplung nach dem Stand der Technik sind die freien Abschnitte des Inliners zwischen den Metallrohren und der durch die Schweißmuffe hergestellten Kupplung.

Diese Stellen halten Drücken, welche die eigentliche Druckbelastbarkeit des polymeren Inliners übersteigen, nicht stand. Ein weiterer Nachteil wird darin gesehen, dass zwischen dem Metallrohr und dem Inliner es zu einer Spaltbildung kommen kann, in die verschiedene aggressive Medien eindringen können.

Beispielsweise kann dieses Medium Wasser sein, was dann im Spalt zwischen dem Metallrohr und dem Inliner zu einer Innenkorrosion und damit zur Schädigung des Metallrohres führt. Diese schädigende Korrosion führt zu einer verminderten Druckfestigkeit des Metallrohres und damit des kompletten Rohrleitungssystems.

Weiterhin nachteilig wird gesehen, dass das in diesen Spalt eindringende Wasser bei Frosteinwirkung ebenfalls zu Schädigungen des kompletten Rohrleitungssystems führt.

Hier setzt die Erfindung ein, die es sich zur Aufgabe gestellt hat, eine Kupplung für Rohre und ein Verfahren zu ihrem Aufbau aufzuzeigen, die einfach und kostengünstig herstellbar ist, deren Dichtigkeit jederzeit gewährleistet ist, die hohen Innendruckbelastungen standhält und das Eindringen eines Mediums zwischen dem Metallrohr und dem polymeren Inliner verhindert.

Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 und 2 realisiert. Weitere Ausgestaltungsformen der Kupplung sind in den Unteransprüchen ausgeführt.

Das Verfahren zum Aufbau der erfindungsgemäßen Kupplung wird im Anspruch 13 ausgeführt.

Die erfindungsgemäße Kupplung ist so ausgeführt, dass das Verbindungselement annähernd bündig mit dem freien Ende des Inliners abschließt, dass das Verbindungselement eine in axiale Richtung größere Länge als die Ringhülse aufweist und dass an wenigstens einem Kupplungsteil ein zum freien Ende des Inliners weisender ringförmiger Aufnahmeraum angeordnet ist.

Hierdurch kann vorteilhaft erreicht werden, dass bei der Montage der erfindungsgemäßen Kupplung jederzeit eine dichtende Verbindung zwischen den beiden Kupplungsteilen sowie der alten metallischen Rohrleitung mit der neuen Rohrleitung realisierbar ist, ohne eine Beeinflussung durch unterschiedliche Innendrücke bzw angreifende äußere Medien.

Es hat sich weiterhin als sehr vorteilhaft herausgestellt, dass das Verbindungselement annähernd bündig mit dem freien Ende des Inliners abschließt, dass das Verbindungselement kraftschlüssig zwischen den Kupplungsteilen angeordnet ist und dass an wenigstens einem Kupplungsteil ein zum freien Ende des Inliners weisender ringförmiger Aufnahmeraum angeordnet ist.

Mit dieser erfindungsgemäßen Kupplung kann die Aufgabe der Erfindung auch dadurch gelöst werden, dass die das Verbindungselement umgreifende Ringhülse nicht zwingend erforderlich ist, wobei die vorteilhaften Funktionen der erfindungsgemäßen Kupplung trotzdem realisiert sind.

Es hat sich weiterhin als vorteilhaft herausgestellt, dass das Verbindungselement an wenigstens einer seiner Stirnseiten eine Nut aufweist und das in diese Nut des Verbindungselementes ein Dichtelement anordenbar ist. Hierdurch ist vorteilhafterweise erreichbar, dass die abdichtende Verbindung zwischen den Kupplungsteilen noch zusätzlich verbesserbar ist, mit einfachen und kostengünstigen Hilfsmitteln.

Bei der Montage der erfindungsgemäßen Kupplung hat es sich herausgestellt, dass vorteilhafter Weise der Innendurchmesser der Ringhülse in etwa dem Außendurchmesser des Verbindungselementes entspricht, so dass zum einen eine schnelle und leichte Montage beim Aufbau der Kupplung realisierbar ist und zum anderen eine zusätzliche Abdichtfunktion zum Verbindungselement und dem Inliner realisierbar ist. Weiterhin vorteilhaft wird gesehen, dass dadurch ein radiale Aufweitung des Verbindungselementes verhinderbar ist.

Ein weiterer Vorteil wird darin gesehen, dass bei der Verwendung eines Verbindungselementes, welches in axialer Richtung eine größere Länge als die Ringhülse aufweist, es bei dem Aufbau der erfindungsgemäßen Kupplung zu einer zusätzlichen Abdichtung und Sicherheit führt, da durch die Verpresskräfte bei der Verbindung der Kupplungsteile das Verbindungselement, welches vorteilhafterweise aus einem polymeren Werkstoff besteht, in axiale Richtung verpresst ist und somit an seinen Stirnseiten zu den Kupplungsteilen zu einer zusätzlichen Abdichtung verfügt.

Eine Schädigung des Verbindungselementes durch zu hohe Verpresskräfte aus dem Aufbau der Verbindung zwischen den Kupplungsteilen wird dadurch verhindert, dass die Ringhülse, welche das Verbindungselement voll umfänglich umschließt, ein weiteres Zusammenpressen verhindert.

Es hat sich überraschend herausgestellt, dass bei der Verwendung einer Ringhülse diese sowohl aus einem sehr festen Material wie einem metallischen Werkstoff ausführbar ist, wobei jedoch auch bei der Verwendung der erfindungsgemäßen Kupplung für mit geringen Innendrücken betriebene Rohre die Ringhülse ebenfalls aus einem polymeren Werkstoff ähnlich dem des Verbindungselementes ausführbar ist.

In einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kupplung ist die Ringhülse beabstandet von dem Verbindungselement angeordnet, so dass die bei der Montage der Kupplungsteile wirkenden Verpresskräfte auf die Stirnseiten des Verbindungselementes einen Materialfluss bewirken, der in den Spalt zwischen der Ringhülse und dem Verbindungselement führbar ist.

Weiterhin vorteilhaft hat sich herausgestellt, dass die Ringhülse mit dem Verbindungselement fest verbunden ist, da hierdurch beim Aufbau der erfindungsgemäßen Kupplung an den Stirnseiten des Verbindungselementes das verpresste Material zu einer optimalen Dichtung auch ohne zusätzliche Dichtelemente führt.

Vorteilhafterweise ist das Verbindungselement der erfindungsgemäßen Kupplung eine Schweißmuffe aus einem polymeren Werkstoff, durch die eine stoffschlüssige Verbindung mit dem freien Ende des Inliners realisierbar ist. Dies führt vorteilhafterweise dazu, dass ein sich möglicherweise bildender Spalt zwischen dem Inliner und dem Metallrohr vollumfänglich abdichtend verschlossen ist.

Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Kupplung wird darin gesehen, dass an wenigstens einem Kupplungsteil ein zum freien Ende des Inliners weisender, ringförmiger Aufnahmeraum angeordnet ist. Durch diesen Aufnahmeraum, der zum einen eine Montagehilfe für den Aufbau der erfindungsgemäßen Kupplung darstellt, ist zum anderen aber auch eine exakte Positionierung des Verbindungselementes realisierbar, so dass die Dichtigkeit und der schnelle positionsgerechte Aufbau der Kupplung jederzeit gewährleistbar ist.

Es hat sich weiterhin vorteilhafterweise gezeigt, dass der Aufnahmeraum des Kupplungsteils so dimensioniert ist, dass die freien Enden des Verbindungselementes und der Ringhülse fixierend umschließbar sind, was wiederum zu einem schnelleren Aufbau der erfindungsgemäßen Kupplung im Einsatzfall führt.

Es konnte weiterhin ermittelt werden, dass der Aufnahmeraum des Kupplungsteils wenigstens eine Nut aufweist und in dieser Nut des Kupplungsteiles wenigstens ein Dichtelement angeordnet ist.

Dieses Dichtelement, welches in wenigstens einem Kupplungsteil fixierbar ist, kann so beim Einsatz einer Schweißmuffe als Verbindungselement nicht durch die bei der Verschweißung mit dem Inliner entstehenden Wärme beeinträchtigt werden.

Das Verfahren zum Aufbau der erfindungsgemäßen Kupplung für mit Innendruck betriebene Rohre, insbesondere aus metallischen Werkstoffen, wobei die Rohre mit einem Inliner aus polymerem Werkstoff ausgekleidet sind, wobei das freie Ende des Inliners annähernd in Kupplungsnähe aus dem Rohr herausragt und an einem ersten Kupplungsteil sowie einer Ringhülse und/oder einem Verbindungselement angeordnet ist, ist gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:

  • – Das freie Ende des Rohres wird mit einem ersten Kupplungselement fest verbunden.
  • – Der Inliner wird in das Metallrohr eingezogen.
  • – Das freie Ende des Inliners wird auf Montagemaß abgelängt und für eine Verbindung vorbereitet.
  • – Das Verbindungselement aus polymerem Werkstoff wird über das freie Ende des Inliners bis zum Anschlag an das erste Kupplungsteil geschoben.
  • – Das unter dem Verbindungselement liegende freie Ende des Inliners wird mit diesem verbunden, vorteilhafterweise verschweißt.
  • – Die Ringhülse wird über das Verbindungselement bis zum Anschlag an das erste Kupplungsteil geschoben.
  • – Ein zweites Kupplungsteil wird mit dem ersten Kupplungsteil so verbunden, dass die Ringhülse an den beiden Kupplungsteilen anliegt.
  • – Das zweite Kupplungsteil ist fest mit einem Rohr verbunden, welches in etwa die gleichen Abmessungen wie das ursprüngliche Rohr aufweist.

Vorteilhaft bei dieser Kupplung und bei dem Verfahren zu seinem Aufbau wird gesehen, dass diese allen gebräuchlichen Rohrinnendrücken standhalten kann und dass die Innenfläche des metallischen Rohres nicht in Kontakt mit dem durch das Rohr zu transportierenden Medium kommt.

Die erfindungemäße Rohrkupplung sowie das Verfahren zu ihrem Aufbau wird nun anhand von schematischen Darstellungen, die die Erfindung nicht einschränken, näher erläutert.

Diese zeigen:

1 – schematische Schnittdarstellung einer ersten Rohrkupplung

2 – schematische Schnittdarstellung einer zweiten Rohrkupplung

In 1 ist eine erfindungsgemäße Kupplung dargestellt, wobei am freien Ende des Metallrohres 1 das erste Kupplungsteil 3 befestigt ist, welches in diesem Ausführungsbeispiel verschweißt ist. Im Inneren des Metallrohres 1 ist der Inliner 2 erkennbar, dessen freies Ende 21 aus dem Metallrohr 1 herausragt und an dem ersten Kupplungsteil 3 in etwa anliegt. Das freie Ende 21 des Inliner 2 wird auf das Montagemaß, welches in etwa der axialen Breite des Verbindungselementes 4 entspricht, abgelängt. Das Verbindungselement 4 ist in diesem Ausführungsbeispiel eine Schweißmuffe, die an ihrer Innenseite über den Umfang verteilte Schweißdrähte 42 aufweist, die auf der Außenseite des freien Ende 21 des Inliners 2 anliegen. Beim Verfahren zum Aufbau der erfindungsgemäßen Kupplung wird das Verbindungselement 4 mit einer Stromquelle verbunden, so dass die Schweißdrähte 42 das Verbindungselement 4 und das freie Ende 21 des Inliners 2 erwärmen und so verschweißen. Auf das Verbindungselement 4 wird nun eine Ringhülse 5 aufgesetzt, die an ihrer einen Stirnseite eine Abschrägung aufweist und die in ihrer axialen Länge kleiner ausgeführt ist als das Verbindungselement 4. Das zweite Kupplungsteil 7, an dem das Rohr 8 fest verbunden ist, wird nun gegenüber der Ringhülse 5, dem Verbindungselement 4 und dem freien Ende 21 des Inliners 2 in Position gebracht, wobei das Kupplungsteil 7 an seiner dem freien Ende 21 des Inliners 2 zuweisenden Seite einen ringförmigen Aufnahmeraum 71 aufweist. Dieser ringförmige Aufnahmeraum 71 des Kupplungsteiles 7 ist so dimensioniert, dass die freien Enden des Verbindungselementes 4 und der Ringhülse 5 fixierend umschlossen sind. Somit lässt sich vorteilhafterweise das zweite Kupplungsteil 7 über die Ringhülse 5, welche das Verbindungselement 4 und das freie Ende 21 des Inliners 2 umschließt, übergreifen. Das zweite Kupplungsteil 7 wird nun mit dem ersten Kupplungsteil 3 so fest verbunden, dass die Ringhülse 5 mit ihren Stirnseiten an dem Kupplungsteil 3 und dem Kupplungsteil 7 anliegt. Das Verbindungselement 4, welches axial länger ausgebildet ist, wird somit verpresst und führt so zu einer abdichtenden Verbindung der erfindungsgemäßen Kupplung. In diesem Ausführungsbeispiel kann auf zusätzliche Dichtringe in den Stirnseiten des Verbindungselementes 4 bzw. auch im Aufnahmeraum 31, 71 der Kupplungsteile 3, 7 verzichtet werden. Es liegt jedoch auch im Rahmen der Erfindung, derartige zusätzliche Dichtelemente zu verwenden.

In 2 ist das freie Ende des Metallrohres 1 zu erkennen, mit dem das erste Kupplungsteil 3 fest verbunden ist. Im Inneren des Metallrohres 1 ist der Inliner 2 erkennbar. Dieser Inliner 2 wurde zum Einführen in das Metallrohr 1 in seinem Querschnitt reduziert, und nach dem Einbringen in das Metallrohr 1 in seine Ursprungsform wieder zurückgeformt. In diesem Ausführungsbeispiel weist das erste Kupplungsteil 3 ein zum freien Ende 21 des Inliners 2 weisenden ringförmigen Aufnahmeraum 31 auf, in welchem das Verbindungselement 4 positionierbar ist. Das Verbindungselement 4 hat an seinen beiden Stirnseiten eine Nut 41, in welcher ein Dichtelement 6 angeordnet ist. Das Verbindungselement 4 wird voll umfänglich von einer Ringhülse 5 umschlossen, die in axialer Richtung eine kleinere Länge aufweist. Das zweite Kupplungsteil 7 ist mit dem weiterführenden Rohr 8 verbunden und weist einen zum freien Ende 21 des Inliners 2 weisenden ringförmigen Aufnahmeraum 71 auf. Der Aufnahmeraum 31 des Kupplungsteiles 3 und der Aufnahmeraum 71 des Kupplungsteiles 7 sind so dimensioniert, dass die freien Enden des Verbindungselementes 4 fixierend umschlossen sind. Zum Aufbau der erfindungsgemäßen Kupplung wird das zweite Kupplungsteil 7 mit dem Aufnahmeraum 71 über das Verbindungselement 4 gesetzt und mit dem ersten Kupplungsteil 3 fest verbunden. Diese Verbindung ist in diesem Ausführungsbeispiel eine Schraubverbindung (wobei die Schrauben im Einzelnen nicht dargestellt sind), es liegt jedoch auch im Rahmen der Erfindung, dies durch eine Schweißverbindung zu realisieren. Durch die feste Verbindung zwischen dem Kupplungsteil 3 und dem Kupplungsteil 7 werden die Dichtelemente 6 in der Nut 41 des Verbindungselementes 4 in den Aufnahmeraum 31, 71 der Kupplungsteile 3, 7 gepresst und führen somit zu einer abdichtenden Verbindung. Die Ringhülse 5 ist in diesem Ausführungsbeispiel aus einem polymeren Werkstoff hergestellt, der in etwa die gleichen Eigenschaften aufweist wie der polymere Werkstoff des verwendeten Verbindungselementes 4.

Hierdurch ist es möglich, bei einer späteren Demontage der erfindungsgemäßen Kupplung die einzelnen Teile sortenrein zu recyceln. Weiterhin ist es durch die erfindungsgemäße Kupplung möglich, durch die Dimensionierung des Verbindungselementes 4 zur Ringhülse 5 sowohl in ihrer axialen Länge als auch in ihrer radialen Dicke den entsprechenden Druck und Dichtigkeitsanforderungen verschiedener mit Innendruck betriebener Rohre gerecht zu werden und so in jedem Fall eine sichere, leicht zu montierende und kostengünstige Kupplung zu realisieren.


Anspruch[de]
  1. Kupplung für mit Innendruck betriebene Rohre, insbesondere aus metallischen Werkstoffen, wobei die Rohre mit einem Inliner aus polymerem Werkstoff ausgekleidet sind, wobei das freie Ende des Inliners annähernd in Kupplungsnähe aus dem Rohr herausragt und an einem ersten Kupplungsteil, sowie einer Ringhülse und/oder einem Verbindungselement angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (4) annähernd bündig mit dem freien Ende (21) des Inliners (2) abschließt, dass das Verbindungselement (4) eine in axialer Richtung größere Länge als die Ringhülse (5) aufweist und dass an wenigstens einem Kupplungsteil (3, 7) ein zum freien Ende (21) des Inliners (2) weisender ringförmiger Aufnahmeraum (31, 71) angeordnet ist.
  2. Kupplung für mit Innendruck betriebene Rohre, insbesondere aus metallischen Werkstoffen, wobei die Rohre mit einem Inliner aus polymerem Werkstoff ausgekleidet sind, wobei das freie Ende des Inliners annähernd in Kupplungsnähe aus dem Rohr herausragt und an einem ersten Kupplungsteil sowie einer Ringhülse und/oder einem Verbindungselement angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (4) annähernd bündig mit dem freien Ende (21) des Inliners (2) abschließt, dass das Verbindungselement (4) kraftschlüssig zwischen den Kupplungsteilen (3, 7) angeordnet ist und dass an wenigstens einem Kupplungsteil (3, 7) ein zum freien Ende (21) des Inliners (2) weisender ringförmiger Aufnahmeraum (31, 71) angeordnet ist.
  3. Kupplung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (4) an wenigstens einer Stirnseite eine Nut (41) aufweist.
  4. Kupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Nut (41) des Verbindungselementes (4) wenigstens ein Dichtelement (6) angeordnet ist.
  5. Kupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Innendurchmesser der Ringhülse (5) in etwa dem Außendurchmesser des Verbindungselementes (4) entspricht.
  6. Kupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringhülse (5) beabstandet von dem Verbindungselement (4) angeordnet ist.
  7. Kupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringhülse (5) mit dem Verbindungselement (4) fest verbindbar ist.
  8. Kupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (4) eine Schweißmuffe ist.
  9. Kupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeraum (31, 71) des Kupplungsteiles (3, 7) so dimensioniert ist, dass das freie Ende des Verbindungselementes (4) fixierend umschlossen ist.
  10. Kupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeraum (31, 71) des Kupplungsteiles (3, 7) so dimensioniert ist, dass die freien Enden des Verbindungselementes (4) und der Ringhülse (5) fixierend umschlossen sind.
  11. Kupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeraum (31, 71) des Kupplungsteiles (3, 7) wenigstens eine Nut (32, 72) aufweist.
  12. Kupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (32, 72) des Kupplungsteiles (3, 7) ein Dichtelement (6) aufweist.
  13. Verfahren zum Aufbau einer Kupplung nach den Ansprüchen 1–12 für mit Innendruck betriebene Rohre, insbesondere aus metallischen Werkstoffen, wobei die Rohre mit einem Inliner aus polymerem Werkstoff ausgekleidet sind, wobei das freie Ende des Inliners annähernd in Kupplungsnähe aus dem Rohr herausragt und an einem ersten Kupplungsteil, sowie einer Ringhülse und/oder einem Verbindungselement angeordnet ist, gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:

    – Das freie Ende des Rohres wird mit einem ersten Kupplungselement fest verbunden.

    – Der Inliner wird in das Metallrohr eingezogen.

    – Das freie Ende des Inliners wird auf Montagemaß abgelängt und für eine Verbindung vorbereitet.

    – Das Verbindungselement aus polymerem Werkstoff wird über das freie Ende des Inliners bis zum Anschlag an das erste Kupplungsteil geschoben.

    – Das unter dem Verbindungselement liegende freie Ende des Inliners wird mit diesem verbunden, vorteilhafterweise verschweißt.

    – Die Ringhülse wird über das Verbindungselement bis zum Anschlag an das erste Kupplungsteil geschoben.

    – Ein zweites Kupplungsteil wird mit dem ersten Kupplungsteil so verbunden, dass die Ringhülse an den beiden Kupplungsteilen anliegt.

    – Das zweite Kupplungsteil ist fest mit einem Rohr verbunden, welches in etwa die gleichen Abmessungen wie das ursprüngliche Rohr aufweist.
  14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die feste Verbindung zwischen dem Kupplungsteil (3) und dem Kupplungsteil (7) eine Schraubverbindung ist.
  15. Verfahren nach Anspruch 14., dadurch gekennzeichnet, dass die feste Verbindung zwischen dem Kupplungsteil (3) und dem Kupplungsteil (7) eine Schweißverbindung ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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