PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004008990A1 10.11.2005
Titel Transportkasten aus Kunststoff für schweres Transportgut
Anmelder LINPAC MATERIALS HANDLING(Germany)GmbH, 32107 Bad Salzuflen, DE
Erfinder Bienert, Burkhard, 32107 Bad Salzuflen, DE
Vertreter Junius, W., Dipl.-Phys. Dr., Pat.-Anw., 30519 Hannover
DE-Anmeldedatum 21.02.2004
DE-Aktenzeichen 102004008990
Offenlegungstag 10.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.11.2005
IPC-Hauptklasse B65D 1/22
IPC-Nebenklasse B65D 88/02   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Transportkasten aus Kunststoff für schweres Transportgut, bestehend aus vier Seitenwänden und einem mit Rippen versehenen Boden. Es ist die Aufgabe der Erfindung, mit einfachen Mitteln einen Boden für einen einstückig aus Kunststoff hergestellten Transportkasten zu schaffen, der relativ niedrig gebaut ist, eine hohe Stabilität und Durchbiegesteifigkeit aufweist und vom Gewicht her leicht ist und der darüber hinaus relativ gering in seinem Materialbedarf ist. Die Erfindung besteht darin, daß der Boden aus vier trapezförmigen Flächen und einer mittig zwischen diesen trapezförmigen befindlichen rechteckigen Fläche besteht, daß die rechteckige Fläche parallel zum oberen Kastenrand angeordnet ist, daß die trapezförmigen Flächen mit der rechteckigen Fläche und mit den Seitenwänden einen stumpfen Winkel größer als 90° einschließen, daß die trapezförmigen Flächen auf ihrer Unterseite senkrecht zu den Seitenwänden stehende Rippen tragen, die sich von den Seitenwänden bis zur rechteckigen Fläche erstrecken und sich von den Seitenwänden bis zur rechteckigen Fläche verjüngen und daß sich in den Grenzbereichen zwischen den trapezförmigen Flächen je mindestens eine genähert diagonal verlaufende Rippe befindet, an die die senkrecht zu den Seitenwänden verlaufenden Rippen angebunden sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Transportkasten aus Kunststoff für schweres Transportgut, bestehend aus vier Seitenwänden und einem mit Rippen versehenen Boden.

Solche Transportkästen sind in großer Vielzahl bekannt geworden. Solange man sich bei Transportkästen aus Kunststoff damit begnügte, in ihnen mit Getränken gefüllte Flaschen und Leergut und auch andere Lebensmittel aller Art zu transportieren, reichten ebene vollflächige Boden und Gitterböden zur Bewältigung des Transportes von Gütern dieser Gewichtsklasse aus.

Als dann die Industrie erkannte, daß Transportkästen aus Kunststoff gegenüber den von ihr bis dahin benutzten Kästen aus Holz und Metall erhebliche Vorteile aufwiesen, wollte sie auch Transportkästen aus Kunststoff bei sich einsetzen. Da in der Industrie, vor allem in der metallverarbeitenden Industrie, das Ladegut erheblich schwerer ist als in der Lebensmittelindustrie, traten Probleme mit den sich unter schwerer Belastung durchbiegenden Böden auf. Durchgebogene Böden sind nicht lauffähig auf Rollen und Röllchenbahnen, stehen schlecht auf ebenen Flächen, reißen unter der Last und ziehen die Unterkanten der Seitenwände aus ihrer Lage, weil ein überlasteter rechteckiger Boden sich kissenförmig verzieht und nach unten ausbeult.

Man versuchte das Problem zu schwacher Kastenböden durch eine unter einem ebenen Boden angebrachte Verrippung des Bodens zu lösen. Doch auch eine recht enge Rippenanordnung konnte nicht den erwünschten Erfolg bringen. Man versuchte die Lauffähigkeit bei verrippten Kastenböden durch eine besonders enge Rippenanordnung am Rand des Kastenbodens und in der Kastenmitte eine Wölbung der Rippenunterkante nach oben zu erreichen, aber auch hier stellte sich nicht der erhoffte Erfolg ein.

Dann aber brachte ein unter dem Kastenboden mit Abstand angebrachter Rahmen, der mit dem ebenen Kastenboden durch Querrippen verbunden war, die gewünschte Steifigkeit, vor altem Verwindungssteifigkeit, des Bodens, eine signifikante Verbesserung der Lauffähigkeit auf Rollen- und Röllchenbahnen und eine unerwartete Erhöhung der zulässigen Last im Transportkasten. Das alles wurde durch einen geringen Mehraufwand an Material, an Bauhöhe des Bodens und an Bearbeitung der Spritzgußform erzielt. Wenn auch bei den meisten Transpartkästen die Bauhöhe nur eine untergeordnete Rolle spielt, so kann sie in Einzelfällen von erheblicher Bedeutung sein.

Die Erfindung vermeidet die Nachteile des Standes der Technik. Es ist die Aufgabe der Erfindung, mit einfachen Mitteln einen Boden für einen einstückig aus Kunststoff hergestellten Transportkasten zu schaffen, der relativ niedrig gebaut ist, eine hohe Stabilität und Durchbiegesteifigkeit aufweist und vom Gewicht her leicht ist, und der darüber hinaus relativ gering in seinem Materialbedarf ist.

Die Erfindung besteht darin, daß der Boden aus vier trapezförmigen Flächen und einer mittig zwischen diesen trapezförmigen befindlichen rechteckigen Fäche besteht, daß die rechteckige Fläche parallel zum oberen Kastenrand angeordnet ist, daß die trapezförmigen Flächen mit der rechteckigen Fläche und mit den Seitenwänden einen stumpfen Winkel größer als 90° einschliessen, daß die trapezförmigen Flächen auf ihrer Unterseite senkrecht zu den Seitenwänden stehende Rippen tragen, die sich von den Seitenwänden bis zur rechteckigen Fläche erstrecken und sich von den Seitenwänden bis zur rechteckigen Fläche verjüngen, und daß sich in den Grenzbereichen zwischen den trapezförmigen Flächen je mindestens eine genähert diagonal verlaufende Rippe befindet, an die die senkrecht zu den Seitenwänden verlaufenden Rippen angebunden sind.

Bei dieser Bodenausbildung eines Kastens wird die Neigung zur Durchbiegung eines Kastenbodens unter Last genutzt, um den Boden zu stabilisieren und steifer gegen Durchbiegungen zu machen. Die dreieckförmigen Rippen unter den trapezförmigen Flächen nehmen dabei um so mehr Last auf, je näher sie sich am Rande befinden. Das entspricht den technischen Vorgegebenheiten bei einem unter Last stehenden Transportkasten. So wird mit geringen Aufwand an Material eine höchstmögliche Lastaufnahme und Steifigkeit erzielt. Der Boden biegt sich nicht unter die von den Kastenrändern vorgegebene Ebene durch.

Bei diesem Transportkasten läßt sich die Tragfähigkeit und die Steifigkeit noch dadurch steigern, daß die zwischen den trapezförmigen Feldern verlaufenden Rippen sich unter die rechteckige Fläche fortsetzen und sich unter deren Mitte kreuzen.

Dabei ist es vorteilhaft, wenn zwischen den trapezförmigen Feldern verlaufende Rippen paarweise oder in Bündeln zu dritt oder mehr angeordnet und unter sich und mit den senkrecht zu den Seitenwänden verlaufenden Rippen verbunden sind.

Weil der Boden des Transportkasten sich auch unter schwerer Beladung nur unmerklich durchbiegt, ist es hier möglich, daß die Unterseite der Rippen in einer Ebene liegt, die parallel zum oberen Kastenrand verläuft.

Daß die Rippen unter den trapezförmigen Flächen dreieckförmig oder trapezförmig gestaltet sind, ist eine Eigenheit dieses Transportkastens, die ihm trotz geringen Gewichtes und geringen Materialverbrauches seine hohe Stabilität verleiht.

Im Innenraum dieses Transportkastens ist die nach oben gerichtete Fläche des Bodens wannenförmig gestaltet, so daß ausgelaufenes flüssiges oder sonstiges schüttfähiges Transportgut immer der Kastenbodenmitte zuläuft. wo es bei der Reinigung des Kastens leichter zu entfernen ist als vom Kastenbodenrand.

So kann es auch von Vorteil sein, in der rechteckigen Mittenfläche ein Ablaufloch für fließfäiges verschüttetes Ladegut vorzusehen.

Es besteht bei diesem Transportkasten die Möglichkeit, daß die Zwischenräume mischen den Rippen unter den trapezförmigen Flächen mit einsam anderen Kunststoff gefüllt sind, so daß eine ebene Bodenunterfläche gebildet ist, die je nach dem verwendeten die Zwischenräume zwischen den Rippen füllenden Kunststoff auch die Bodenhaftung und andere Eigenschaften des Transportkastens verbessern kann.

Von Vorteil ist es bei diesem Transportkasten, wenn der Kasten im Bereich des Bodenrandes eine erhebliche Verstärkung gegen das Verformen des Bodenrandes aufweist. Je größer diese Verstärkung z.B. durch Rippen an der Unterkante der Seitenwand ist, um so weniger treten Deformatianen des Kastenbodens auf.

Das Wesen der Erfindung ist nachstehend anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:

1 eine Ansicht des Kastenbodens von unten,

2 eine Stirnseitenansicht des Kastens.

3 einen Längsschnitt durch den Kasten.

4 einen Querschnitt durch den Kasten.

5 die Eckausbildung des Kastenbodens.

Der in der Zeichnung in 1 dargestellte Boden 1 des Transportkastens hat einen unter den Seitenwänden 2 liegenden verstärkten Rand 3 und besteht aus fünf Flächen, einer ebenen rechteckigen Fläche 4 in der Mitte und vier trapezförmigen Flächen 5, 6 zwischen der Mittenfläche und dem Rand 3 des Bodens. Zwischen den einzelnen trapezförmigen Flächen 5, 6 befinden sich Rippen bzw. Rippenbündel 7, die sich in die rechteckförmige Mittenfläche 4 fortsetzen und sich dort unter der Mitte dieser Fläche kreuzen.

Die trapezfömigen Flächen 5, 6 tragen an ihrer Unterseite Rippen 8, die sich vom Kastenrand 3 bis zur Mittenfläche 4 erstrecken und die dreieckförmig (in Seitenansicht) gestaltet sind. Diese Rippen 8 zweier benachbarter trapezförmiger Flächen treffen sich (zum Teil) in den diagonal verlaufenden Rippen oder Rippenbündeln 7.

Um dem Rand 3 des Bodens 1 eine erhöhte Stabilität und Steifigkeit zu geben, sind an den Seitenwänden 2 Verstärkungsrippen 9 und Verstärkungsdreiecke 10 vorgesehen. Der Boden 1 insgesamt bildet mit den schräg zur Mitte hin abfallenden tra pezförmigen Flächen 5, 6 und der ebenen rechteckigen Mittenfläche 4 eine Wanne, in der ausgelaufene Füssigkeiten und fließfähiges Schüttgut zur Mitte fließen. Dort kann sich ein Ablaufloch 11 befinden.

1Boden 2Seitenwand 3Bodenrand 4rechteckige Mittenfläche 5trapezförmige Fläche 6trapezförmige Fläche 7Rippenbündel 8Rippe 9Seitenwandrippe 10Verstärkungsdreieck 11Ablaufloch

Anspruch[de]
  1. Transportkasten aus Kunststoff für schweres Transportgut, bestehend aus vier Seitenwänden und einem mit Rippen versehenen Boden,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß der Boden aus vier trapezförmigen Flächen und einer mittig zwischen diesen trapezförmigen Flächen befindlichen rechteckigen Fäche besteht,

    daß die rechteckige Fläche parallel zum oberen Kastenrand angeordnet ist,

    daß die trapezförmigen Flächen mit der rechteckigen Fläche und mit den Seitenwänden einen stumpfen Winkel größer als 90° einschließen,

    daß die trapezförmigen Flächen auf ihrer Unterseite senkrecht zu den Seitenwänden stehende Rippen tragen, die sich von den Seitenwänden bis zur rechteckigen Fläche erstrecken und sich von den Seitenwänden bis zur rechteckigen Fläche verjüngen,

    und daß sich in den Grenzbereichen zwischen den trapezförmigen Flächen je mindestens eine genähert diagonal verlaufende Rippe befindet,

    an die die senkrecht zu den Seitenwänden verlaufenden Rippen angebunden sind.
  2. Transportkasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen den trapezförmigen Feldern verlaufenden Rippen sich unter die rechteckige Fläche fortsetzen und sich unter deren Mitte kreuzen.
  3. Transportkasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den trapezförmigen Feldern verlaufende Rippen paarweise oder in Bündeln zu dritt oder mehr angeordnet und unter sich und mit den senkrecht zu den Seitenwänden verlaufenden Rippen verbunden sind.
  4. Transportkasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterseite der Rippen in einer Ebene liegt, die parallel zum oberen Kastenrand verläuft.
  5. Transportkasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen unter den trapezförmigen Flächen dreieckförmig oder trapezförmig gestaltet sind.
  6. Transportkasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die nach oben gerichtete Fläche des Bodens wannenförmig gestaltet ist
  7. Transportkasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenräume zwischen den Rippen unter den trapezförmigen Flächen mit einem anderen Kunststoff gefüllt sind, so daß eine ebene Bodenunterfläche gebildet ist.
  8. Transportkasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kasten im Bereich des Bodenrandes eine erhebliche Verstärkung gegen das Verformen des Bodenrandes aufweist.
  9. Transportkasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der rechteckigen Mittenfläche des Bodens ein Ablaufloch für fließfäiges verschüttetes Ladegut vorgesehen ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com