PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004014631A1 10.11.2005
Titel Befestigungselement/Gerüstanker
Anmelder Manko, Horst, 74243 Langenbrettach, DE
Erfinder Manko, Horst, 74243 Langenbrettach, DE
DE-Anmeldedatum 19.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004014631
Offenlegungstag 10.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.11.2005
IPC-Hauptklasse F16B 13/06
Zusammenfassung Das mehrmals verwendbare Befestigungselement, insbesondere ein Gerüstanker, besteht aus einer Ösenankerschraube 9, auf der sich eine Konushülse 8, eine Unterlegscheibe 10, eine Konusmutter 7 befinden sowie eine aus drei Segmenten bestehende Spreizhülse 1, die zusätzlich an der Außenkontur mit zwei ringförmigen Nuten 2 versehen ist, in denen starke Gummiringe 3 eingespannt sind.

Beschreibung[de]
ANWENDUNGSGEBIET

Die Erfindung betrifft ein Befestigungselement entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Derartige Befestigungselemente, die als Spreizdübel bekannt sind, nützen in ihrer Wirkungsweise in einem Bohrloch durch Aufweitung verformbarer Spreizhülsen die Zugfestigkeit verschiedener Baustoffe aus. Spreizdübel sind demnach ausschließlich einem starken Widerstand im Baustoff angewiesen, um eine gewisse Zugfestigkeit zu gewährleisten. Diese Befestigungselemente in verschiedenen Ausführungen und Dimensionen aus Kunststoff oder Metall hergestellt, verfügen über eine bestimmte Funktionssicherheit und Tragvermögen.

NACHTEILE DES STANDES DER TECHNIK

Dübel entwickeln enorme Spreizkräfte und erfüllen nur Ihren Zweck, wenn ein ausreichender Gegendruck im Bohrloch vorhanden ist. Es kommt aber immer wieder vor, dass im porösen, aus Hohlräumen bestehende Baustoffe, sowie lose Mörtelfugen im Altmauerwerk, bei bereits maximaler Aufweitung der Spreizhülse, kein Gegendruck vorhanden ist. Bei dieser Problematik einer fehlgeschlagenen Verankerung eines Dübels, ist ein Herausziehen, sofern die Spreizhülse nicht mehr reduzierbar ist, unter Umständen nicht mehr möglich. Schließlich wird zur Bewältigung des Problems die Ankerschraube ausgeschraubt, wobei die verformte Spreizhülse mit dem Spreizkörper im Bohrloch verbleibt. Wird jedoch der bereits gespreizte Dübel gewaltsam aus dem Bohrloch entfernt, bricht unter Umständen ein Stück Außenputz in Form eines Ausbruchkegel an der Mauerwerksaußenseite ab. Aus diesen bekannten Gründen werden bereits gespreizte Metall oder Kunststoffdübel im Bohrloch belassen, um weitere Schäden zu vermeiden. Zudem sollte ein Dübel mit einer bereits verformten Spreizhülse aus Sicherheitsgründen nicht mehr verwendet werden.

AUFGABE DER ERFINDUNG

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Befestigungselement, insbesondere ein Gerüstanker zu schaffen, der nach erfolgtem Spreizvorgang unbeschadet aus einem Bohrloch wieder entfernbar ist und gemäß seiner Funktion mehrmals verwendet werden kann.

LÖSUNG DER AUFGABE

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass eine aus drei Segmenten bestehende Spreizhülse mit starken Gummiringen umspannt ist, die mittels verschiebbaren Spreizkörpern auf einer Ankerschraube gespreizt wird, andererseits wieder durch zurückdrehen der Ankerschraube die ursprüngliche Ausgangsposition durch Zugkräfte der Gummiringe erreicht.

VORTEILE DER ERFINDUNG

Das erfindungsgemäße zylindrische Befestigungselement zeichnet sich durch die ständige Zugkraft umfassender Gummiringe auf der Spreizhülse aus. Durch diese vorteilhafte Eigenschaft wird, gegenüber herkömmlichen Spreizdübeln, stets die Grundposition der Spreizhülse durch Zurückdrehen der Ankerschraube erreicht. Demnach läßt sich das Befestigungselement auch wieder problemlos aus einem Bohrloch entfernen, wobei die Spreizhülse nach erfolgter Spreizfunktion unbeschädigt bleibt. Die zugkräftigen Gummiringe, die in Nuten unterhalb der Außenkontur der Spreizhülse geschützt eingespannt sind, können nach mehrmaliger Anwendung des Befestigungselements einfach und sehr kostengünstig ausgetauscht werden.

Dieses Befestigungselement ist vorzugsweise als Gerüstanker nicht nur mehrmals verwendbar, sondern auch durch die Größeneinstellung der Spreizhülse in einem mehrfach genutzten Bohrloch anpassungsfähig. Der herkömmliche Kunststoffdübel wird bei der Verwendung des erfindungsgemäßen Befestigungselements bei der Gerüstmontage künftig eingespart. Es hat sich im Versuch gezeigt, dass die auf der Außenkontur der dreiteiligen Spreizhülse angebrachte umlaufende Riffelung schon bei geringer Festdrehung die Zugkraft im Bohlloch begünstigt und zudem verwindungsfrei anliegt. Bei Zug- und Scheerkraftversuchen wurde die umspannte Spreizhülse in einem größeren Bohrloch über 1/3 des Durchmessers hinaus gespreizt und erreichte hierbei noch die Anforderungen einer sicheren Verankerung. Die hier genannten Vorteile begünstigen den Einsatz dieses zylindrisch spreizenden Dübels, wobei die Möglichkeit der Wiederverwendung durch Minimierung von Materialverschleiß mit gleichzeitiger Wirtschaftlichkeit im Vordergrund steht.

BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die Erfindung wird nachstehend anhand von Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:

1 Befestigungselement im axialen Längsschnitt 1-1 geschlossen

2 Befestigungselement im Querschnitt 2-2 geschlossen

3 Befestigungselement im axialen Längsschnitt 1-1 gespreizt

Das mehrmals verwendbare Befestigungselement der 1 bis 3, besteht aus einer Ösenankerschraube 9, auf der sich eine Konushülse 8, eine Unterlegscheibe 10, eine Konusmutter 7, sowie eine aus drei Segmenten bestehende Spreizhülse 1, die mit zwei Gummiringe 3 fest umspannt ist, befindet.

Die Funktion der Druck- und Zugkräfte der dreiteiligen, mit Gummiringe umspannte Spreizhülse 1 erfolgt durch vor- und zurückdrehen der Ösenankerschraube 9 wodurch der Abstand zwischen Konusmutter 7 und Konushülse 8, verändert wird. Bei rechts drehen der Ösenankerschraube 9 schieben sich die Segmente der Spreizhülse 1 mit den konkaven Konusflächen 6 über die konvexe Flächen 6 der Konusmutter 7 und Konushülse 8, wodurch eine Aufweitung der Spreizhülse 1 der 3 erzeugt wird. Die drei Segmente der Spreizhülse 1 sind so ausgebildet, dass diese auf der Ösenankerschraube 9 mit einem gewissen Abstand 5 aufliegen. Die Spreizhülse 1 ist zusätzlich auf der Außenkontur mit einer ringförmigen Riffelung 4 versehen, womit die Zugkraft des Befestigungselements der 1 bis 3 im Bohrloch begünstigt wird. In gleicher paralleler Anordnung der Riffelung 4 sind zwei umlaufende Nuten 2 in einem gewissen Abstand auf der dreiteiligen Spreizhülse 1 angebracht, in denen jeweils passgenaue zugkräftige Gummiringe 3 eingespannt sind, die den Zusammenhalt und die variable Funktion der Zug und Druckkraft der Spreizhülse 1 bewirken.

1Spreizhülse mit Segmente 2Nuten 3Gummiringe 4Riffelung 5Bohrungsöffnung 6Konkave und konvexe Reibungsflächen 7Konusmutter 8Konushülse 9Ösenankerschraube 10Unterlegscheibe 11Gewindeanfang

Anspruch[de]
  1. Befestigungselement, im wesentlichen aus Metall hergestellt, mit einer Ösenankerschraube 10 auf der eine aus axial geteilten Segmenten bestehende Spreizhülse 1 der 1 bis 3 aufgeschoben ist, die an beiden Enden eine konkave bohrungsähnliche Öffnung 6 aufweist, in denen eine aufgeschobene Konushülse 8 und eine aufgeschraubte Konusmutter 7 beidseitig passend verschiebbar einlagern, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Außenkontur der dreiteiligen Spreizhülse 1 ringförmige Nuten 2 angebracht sind, in denen zugkräftige Gummiringe 3 eingespannt sind, um eine federwirkende Kraft der dreiteiligen Spreizhülse 1 zu bewirken.
  2. Befestigungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spreizhülse 1 vorzugsweise aus drei axial geteilten halbschalenförmige Segmenten besteht.
  3. Befestigungselement nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass als zweite Ausführungsvariante die Spreizhülse 1 aus zwei axial geteilten halbschalenförmige Segmente besteht.
  4. Befestigungselement nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Spreizhülse 1 an der Außenkontur mindestens zwei, und oder mehrere ringförmig umlaufende Nuten 2 aufweist.
  5. Befestigungselement nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in den Nuten 2 der Spreizhülse 1 starke Gummiringe 3 eingespannt sind.
  6. Befestigungselement nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mehrteilige Spreizhülse 1 an beiden Enden jeweils eine konkave bohrungsähnliche Öffnung 6 aufweist.
  7. Befestigungselement nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die bohrungsähnliche Öffnung 5 der mehrteiligen Spreizhülse 1 einen gewissen größeren Durchmesser als der Ösenankerschraube 9 aufweist.
  8. Befestigungselement nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an der Außenkontur der mehrteiligen Spreizhülse 1, eine ringförmige Riffelung 4 angebracht ist.
  9. Befestigungselement nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewindeanker vorzugsweise eine Ösenankerschraube 9 ist und oder eine Schraube sein kann.
  10. Befestigungselement nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der aktive Spreizkörper eine Konusmutter 7 ist und am Gewindeanfang 12 der Ösenankerschraube 9 aufgeschraubt ist.
  11. Befestigungselement nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der passive Spreizkörper eine Konushülse 8 ist und verschiebbar auf der Ösenankerschraube 9 aufgeschobenen ist.
  12. Befestigungselement nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Ösenankerschraube 9 und der aufgeschobener Konushülse 8 als Gegenlager eine Unterlegscheibe 10 aufgeschoben ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com