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Dokumentenidentifikation DE102004015805A1 10.11.2005
Titel Vorrichtung zum Einbringen von Kraftstoff in einen Abgasstrang
Anmelder J. Eberspächer GmbH & Co. KG, 73730 Esslingen, DE
Erfinder Rudelt, Josef, 73773 Aichwald, DE;
Gaiser, Gerd, Dr., 72768 Reutlingen, DE
Vertreter Patentanwalts-Partnerschaft Rotermund + Pfusch + Bernhard, 70372 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 29.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004015805
Offenlegungstag 10.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.11.2005
IPC-Hauptklasse F01N 3/36
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung (1) zum Einbringen von Kraftstoff in einen Abgasstrang (4) einer Brennkraftmaschine, insbesondere in einem Kraftfahrzeug, mit einer Einspritzdüse (2) zum Einspritzen von unter Einspritzdruck stehenden Kraftstoff in den Abgasstrang (4) durch eine Radialöffnung (5) in einem Rohrabschnitt (3) des Abgasstrangs (4).
Um die Leistungsfähigkeit einer derartigen Vorrichtung (1) zu verbessern, ist die Einspritzdüse (2) mit einem Kühlmittelkreis (7) wärmeübertragend gekoppelt.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einbringen von Kraftstoff in einen Abgasstrang einer Brennkraftmaschine, insbesondere in einem Kraftfahrzeug, mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.

Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise aus der DE 30 46 258 A1 bekannt und umfasst eine Einspritzdüse zum Einspritzen von unter Einspritzdruck stehendem Kraftstoff in den Abgasstrang durch eine Radialöffnung in einem Rohrabschnitt des Abgasstrangs.

Weitere Vorrichtungen zum Einbringen von Kraftstoff in einen Abgasstrang mittels einer Einspritzdüse sind beispielsweise aus der US 2003/0140621 A1 und aus der US 2003/0230076 A1 bekannt.

Um die Partikelemission bei Brennkraftmaschinen, insbesondere von Kraftfahrzeugen, zu reduzieren, ist es z.B. aus den oben genannten Dokumenten allgemein bekannt, im Abgasstrang der Brennkraftmaschine ein Partikelfilter anzuordnen. Ein derartiges Partikelfilter wird in der Regel auch als Rußfilter bezeichnet, da es sich bei den im Abgas mitgeführten Partikeln, insbesondere bei Dieselmotoren, vorwiegend um Ruß handelt. Im Betrieb der Brennkraftmaschine reichern sich die ausgefilterten Partikel im jeweiligen Partikelfilter an, was allmählich zu einem Gegendruckanstieg bei der Durchströmung des Partikelfilters führt. Dementsprechend ist es üblich, das Partikelfilter regelmäßig einem Regenerationsprozess zu unterwerfen, in dem die darin abgelagerten Partikel abgebrannt werden. Um eine derartige Verbrennungsreaktion zur Regeneration des Partikelfilters initiieren zu können, muss die Temperatur im Partikelfilter bzw. in dem dem Partikelfilter zugeführten Abgas erhöht werden.

Grundsätzlich kann eine derartige Temperaturerhöhung im Abgas durch motorseitige Maßnahmen realisiert werden. Beispielsweise kann mit Hilfe einer entsprechend ausgestalteten Einspritzeinrichtung der Brennkraftmaschine zusätzlicher Kraftstoff so spät in die Brennräume der Brennkraftmaschine eingespritzt werden, dass dieser nicht mehr verbrennt, so dass unverbrannter Kraftstoff in den Abgasstrang gelangt. Stromauf des Partikelfilters ist dann zweckmäßig ein Oxidationskatalysator angeordnet, der eine Umsetzung der zusätzlich eingedüsten Kraftstoffmenge bewirkt. Hierbei kommt es zu einer stark exothermen Reaktion, was die gewünschte Temperaturerhöhung im Abgas bewirkt.

Derartige motorseitige Maßnahmen sind zwar vergleichsweise preiswert realisierbar, haben jedoch auch gewisse Nachteile.

Beispielsweise kann eine späte Nacheinspritzung von Kraftstoff zu einer Verdünnung des Motorschmieröls sowie zu einer mangelnden Schmierung der Kolben in den Zylindern führen.

Um dies zu vermeiden, kommen Vorrichtungen der eingangs genannten Art zur Anwendung, die mit Hilfe einer Einspritzdüse die Eindüsung von Kraftstoff stromab der Brennkraftmaschine ermöglichen.

Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für eine Vorrichtung der eingangs genannten Art eine verbesserte Ausführungsform anzugeben, die sich insbesondere durch eine erhöhte Lebensdauer auszeichnet.

Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, die Einspritzdüse zu kühlen. Durch die Kühlung der Einspritzdüse kann die der Einspritzdüse im Betrieb der Brennkraftmaschine über den Abgasstrang zugeführte Wärme abgeführt werden, wodurch die Einspritzdüse auf einem Temperaturniveau betrieben werden kann, das erheblich unterhalb des Temperaturniveaus des Abgasstrangs liegt. Dies hat vielfältige Vorteile. Zum einen ist die Materialbeanspruchung innerhalb der Einspritzdüse dadurch reduziert, wodurch sie eine erhöhte Lebensdauer erhält. Zum anderen ist die Gefahr einer Selbstentzündung des Kraftstoffs innerhalb der Einspritzdüse erheblich reduziert. Des Weiteren kann ein Ventil der Einspritzdüse relativ nahe an einem wenigstens einen Spritzloch aufweisenden Düsenkopf positioniert sein, wodurch sich ein Totvolumen an Kraftstoff, das sich zwischen dem wenigstens einen Spritzloch und dem genannten Ventil befindet, reduziert. Bei ungekühlten Einspritzdüsen muss ein relativer großer Abstand zwischen dem wenigstens einen Spritzloch und dem genannten Ventil eingehalten werden, um durch die hohen Temperaturen die Funktionsfähigkeit des Ventils nicht zu beeinträchtigen. In der Folge vergrößert sich bei einer ungekühlten Einspritzdüse das Totvolumen an Kraftstoff. Je größer dieses Totvolumen ist, desto ungenauer lässt sich die zusätzliche Kraftstoffzuführung in den Abgasstrang dosieren. Dementsprechend führt die gekühlte Einspritzdüse letztlich auch zu einer verbesserten Dosierbarkeit des zusätzlich eingespritzten Kraftstoffs.

Die Kühlung der Einspritzdüse wird erfindungsgemäß mit Hilfe eines Kühlmittelkreises bewirkt, der auf geeignete Weise mit der Einspritzdüse wärmeübertragend gekoppelt ist. Zweckmäßig kann ein Abschnitt- dieses Kühlmittelkreises in die Einspritzdüse integriert sein. Auf diese Weise kann eine besonders intensive Kühlung der Einspritzdüse realisiert werden.

Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform kann die Einspritzdüse an einem Düsenträger befestigt sein, der seinerseits am Rohrabschnitt befestigt ist, wobei dann der Düsenträger mit dem Kühlmittelkreis wärmeübertragend gekoppelt ist, so dass die Einspritzdüse mittelbar durch oder über den Düsenträger mit dem Kühlmittelkreis wärmeübertragend gekoppelt ist. Bei dieser Bauweise wird somit der Düsenträger direkt durch den Kühlmittelkreis gekühlt, während die daran befestigte Einspritzdüse nur indirekt über den Düsenträger durch den Kühlmittelkreis gekühlt wird. Diese Bauweise hat den Vorteil, dass eine herkömmliche, also preiswerte Einspritzdüse verwendet werden kann, so dass der Düsenträger quasi eine Art Adapter zur Realisierung einer Kühlung der Einspritzdüse darstellt. Darüber hinaus kann auch eine entsprechende Ausgestaltung des Düsenträgers eine intensive Kühlung für die Einspritzdüse realisiert werden.

Bei einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung kann der Düsenträger eine Düsenaufnahme enthalten, die den Düsenträger zumindest radial durchsetzt und in der Radialöffnung des Rohrabschnitts offen mündet, wobei dann die Einspritzdüse in diese Düsenaufnahme eingesetzt ist, so dass sich ein wenigstens ein Spritzloch enthaltender Düsenkopf der Einspritzdüse im Bereich der Radialöffnung befindet. Bei dieser Bauweise ist die Einspritzdüse innerhalb. der Düsenaufnahme quer zu ihrer Längsrichtung vollständig vom Düsenträger umschlossen, und zwar bis zu ihrem Düsenkopf. Auf diese Weise kann eine intensive Kühlung der Einspritzdüse realisiert werden, da der Düsenträger entlang einer relativ großen Oberfläche mit der Einspritzdüse kontaktierbar ist.

Bevorzugt wird auch hier eine Variante, bei welcher ein Abschnitt des Kühlmittelkreises in den Düsenträger integriert ist, wodurch sich eine besonders effektive Kühlung des Düsenträgers und somit der Einspritzdüse erreichen lässt.

Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.

Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder funktional gleiche oder ähnliche Bauteile beziehen.

Es zeigen, jeweils schematisch,

1 einen stark vereinfachten Längsschnitt durch eine Vorrichtung nach der Erfindung,

2, einen Querschnitt der Vorrichtung entsprechend Schnittlinien II in 1,

3 eine geschnittene Draufsicht entsprechend Schnittlinien III in 1,

4 eine schaltplanartige Prinzipdarstellung für. eine Anordnung der erfindungsgemäßen Vorrichtung bei einer Brennkraftmaschine.

Entsprechend den 1 bis 3 umfasst eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 eine Einspritzdüse 2 und ist so an einem Rohrabschnitt 3 eines Abgasstrangs 4 einer in 4 gezeigten Brennkraftmaschine 5 angeordnet, dass die Einspritzdüse 2 Kraftstoff durch eine Radialöffnung 5 in den Abgasstrang 4 einspritzen oder eindüsen kann, die im Rohrabschnitt 3 ausgebildet ist. In 1 ist ein mit Hilfe der Einspritzdüse 2 erzeugbarer Sprüh- oder Spritzstrahl angedeutet und mit 6 bezeichnet. Die Einspritzdüse 2 ist elektrisch ansteuerbar und regelbar ausgestaltet.

Erfindungsgemäß ist die Einspritzdüse 2 gekühlt. Zu diesem Zweck dient ein Kühlmittelkreis 7, mit dem die Einspritzdüse 2 wärmeübertragend gekoppelt ist. Im Kühlmittelkreis 7 zirkuliert in üblicher Weise ein geeignetes Kühlmedium, vorzugsweise eine Kühlflüssigkeit. Durch die Kühlung kann die thermische Belastung der Einspritzdüse 2, die sich aufgrund ihrer Positionierung unmittelbar am Abgasstrang 4 zwangsläufig ergibt, erheblich reduziert werden. Dabei nimmt der Kühlmittelkreis 7 von der Einspritzdüse 2 Wärme an und führt diese über das zirkulierende Kühlmittel ab. Hierdurch ergibt sich eine intensive Kühlwirkung für die Einspritzdüse 2.

Grundsätzlich ist es möglich, die Einspritzdüse 2 direkt mit dem Kühlmittelkreis 7 wärmeübertragend zu koppeln. Besonders vorteilhaft ist es dann, einen Abschnitt des Kühlmittelkreises 7 in die Einspritzdüse 2 zu integrieren.

Bevorzugt wird jedoch die hier gezeigte Ausführungsform, bei welcher die Einspritzdüse 2 indirekt mit dem Kühlmittelkreis 7 wärmeübertragend gekoppelt ist. Hierzu weist die Vorrichtung 1 einen Düsenträger 8 auf, der am Rohrabschnitt 3 befestigt ist. Vorzugsweise ist dieser Düsenträger 8 an den Rohrabschnitt 3 angeschweißt. Entsprechende Schweißnähte sind in 2 erkennbar und mit 9 bezeichnet. An diesem Düsenträger 8 ist nun die Einspritzdüse 2 befestigt. Bei der hier gezeigten bevorzugten Ausführungsform dient der Kühlmittelkreis 7 zur direkten Kühlung des Düsenträgers 8 und somit zur indirekten Kühlung der Einspritzdüse 2 über bzw. durch den Düsenträger 8. Zu diesem Zweck ist zum einen der Kühlmittelkreis 7 wärmeübertragend mit dem Düsenträger 8 gekoppelt. Zum anderen ist die Einspritzdüse 2 so am Düsenträger 8 befestigt, dass sich ebenfalls eine möglichst intensive Wärmeübertragung einstellen kann.

Vorzugsweise besitzt der Düsenträger 8 eine Düsenaufnahme 10, die im wesentlichen komplementär zur Einspritzdüse 2 geformt ist und die den Düsenträger 8 radial durchsetzt. Dabei kann die Düsenaufnahme 10 wie hier in 1 gegenüber einer reinen Radialrichtung, also gegenüber einer Radialebene geneigt sein, beispielsweise um etwa 45°. Dementsprechend besitzt die Richtung, in welcher die Düsenaufnahme 10 den Düsenträger 8 durchsetzt, neben der genannten radialen Komponente außerdem eine axiale Komponente. wesentlich ist, dass die Düsenaufnahme 10 in der Radialöffnung 5 des Rohrabschnitts 3 mit einem Mündungsende 11 offen mündet.

Die Einspritzdüse 2 ist nun in diese Düsenaufnahme 10 eingesetzt, insbesondere eingesteckt oder eingeschraubt. Die Düsenaufnahme 10 ist dabei so gestaltet, dass sich ein Düsenkopf 12 der in die Düsenaufnahme 10 eingesetzten Einspritzdüse 2 im Bereich der Radialöffnung 5 befindet. Das heißt, der Düsenkopf 12 befindet sich innerhalb des Mündungsendes 11 oder steht über dieses vor, wie in 1. Dieser Düsenkopf 12 enthält zumindest ein Spritzloch, durch das der Kraftstoff in das Innere des Rohrabschnitts 3 eingedüst bzw. eingespritzt werden kann.

Mit Hilfe der Düsenaufnahme 10, die zweckmäßig komplementär zur Außenkontur mit der Einspritzdüse 2 geformt ist, kann eine besonders großflächige Kontaktierung zwischen Einspritzdüse 2 und Düsenträger 8 erzielt werden, was die Wärmeübertragung zwischen Einspritzdüse 2 und Düsenträger 8 verbessert. Insbesondere führt eine derartige Düsenaufnahme 10, in welche die Einspritzdüse 2 mit einem wesentlichen Längsabschnitt einsetzbar ist, zwangsläufig dazu, dass der Düsenträger 8 die Einspritzdüse 2 in dem in die Düsenaufnahme 10 eingesetzten Längsabschnitt umfangsmäßig vollständig umschließt, was eine besonders intensive Wärmekopplung ermöglicht.

Zusätzlich kann der Düsenträger 8 aus einem Material hergestellt sein, das eine relativ hohe Wärmeleitfähigkeit besitzt. Beispielsweise ist der Düsenträger 8 aus Stahl hergestellt, um ohne weiteres den relativ hohen Temperaturen des Abgasstrangs 4 standhalten zu können. Vorzugsweise ist der Düsenträger 8 aus einem Edelstahl hergestellt, um der aggressiven, insbesondere korrosiven, Umgebung des Abgasstrangs 4 Rechnung zu tragen. Ebenso ist es grundsätzlich möglich, den Düsenträger 8 aus einem anderen Wärmeleitmaterial, wie z. B. Kupfer oder Messing, herzustellen. Vorteilhaft für eine gute Wärmeleitfähigkeit des Düsenträgers 8 ist außerdem eine integrale Bauweise, bei welcher der Düsenträger 8 aus einem Stück hergestellt ist. Hierdurch können isolierende Übergangszonen, die bei einem gebauten Düsenträger 8 auftreten können, vermieden werden.

Bei der hier gezeigten, bevorzugten Ausführungsform ist ein Abschnitt 13 des Kühlmittelkreises 7 in den Düsenträger 8 integriert. Diese teilweise Integration des Kühlmittelkreises 7 in den Düsenträger 8 führt zu einer besonders effektiven Kühlung des Düsenträgers 8 und somit der. damit wärmeübertragend gekoppelten Einspritzdüse 2.

Wie insbesondere aus 2 hervorgeht, weist der in den Düsenträger 8 integrierte Abschnitt 13 des Kühlmittelkreises 7 einen Vorlauf 14 und einen Rücklauf 15 auf, was die Einbindung der Vorrichtung 1 bzw. des Düsenträgers 8 in den Kühlmittelkreis 7 erleichtern.

Wie aus den 1 bis 3 hervorgeht, ist der Düsenträger 8 an einer dem Rohrabschnitt 3 zugewandten Seite vorzugsweise mit einem Steckabschnitt 16 ausgestattet, der in die Radialöffnung 5 des Rohrabschnitts 3 eindringt bzw. eingesetzt ist. Zweckmäßig ist der Steckabschnitt 16 umfangsmäßig komplementär zur Radialöffnung 5 geformt, wodurch der Steckabschnitt 16 im Einbauzustand die Radialöffnung 5 mehr oder weniger ausfüllt. In diesem Steckabschnitt 16 ist das Mündungsende 11 der Düsenaufnahme 10 angeordnet. Durch die gewählte Neigung der Düsenaufnahme 10 gegenüber einer Radialebene erhält das Mündungsende 11 an der dem Inneren des Rohrabschnitts 3 zugewandten Stirnseite des Steckabschnitts die Form eines Langlochs, was aus 3 entnehmbar ist.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 dient zum Einbringen von Kraftstoff in den Abgasstrang 4 der Brennkraftmaschine 5, die insbesondere in einem Kraftfahrzeug angeordnet sein kann. Gemäß 4 kann bei einer vorteilhaften Anwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 der Rohrabschnitt 3, an welchem die Vorrichtung 1 am Abgasstrang 4 angebracht ist, stromauf eines Oxidationskatalysators 17 angeordnet sein, der sich seinerseits stromauf eines Partikelfilters 18 befindet. Das Partikelfilter 18 dient dazu, Partikel, welche in den Abgasen der Brennkraftmaschine 5 mitgeführt werden, aus diesen Abgasen herauszufiltern. Um das Partikelfilter 18 regenerieren zu können, wird mit Hilfe der Vorrichtung 1 eine bestimmte Menge an Kraftstoff, der hierzu unter einem vorbestimmten Einspritzdruck steht, in den Abgasstrang 4 eingedüst. Dieser Kraftstoff gelangt so in den Oxidationskatalysator 17, in dem er umgesetzt wird. Hierbei wird Wärme frei, welche die Temperatur des Abgases erhöht. In der Folge kommt es auch im Partikelfilter 18 zu einer Temperaturerhöhung. Bei einer hinreichend hohen Temperatur wird im Partikelfilter 18 ein Abbrand der Partikel, bei denen es sich vorzugsweise um Rußpartikel handelt, initiiert. Der initiierte Abbrandvorgang kann dann selbständig weiterlaufen, da er ebenfalls unter Abgabe von Wärme abläuft. Das bedeutet, dass nach der Initiierung des Abbrandvorgangs die Eindüsung des Kraftstoffs mit Hilfe der Vorrichtung 1 beendet werden kann.

4 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform, bei welcher der Kühlmittelkreis 7, mit dessen Hilfe die Einspritzdüse 2 gekühlt wird, an einen Kühlkreis 19 der Brennkraftmaschine 5 angeschlossen ist. Dieser Kühlkreis 19 dient zur Kühlung der Brennkraftmaschine 5 und enthält einen entsprechenden Kühler 20, der in der Regel mit einem Gebläse 21 beaufschlagbar ist. Der Aufwand zur Realisierung der Kühlung der Einspritzdüse 2 wird dadurch erheblich reduziert, da insoweit kein komplett eigenständiges Kühlsystem erforderlich ist.

Eine moderne Brennkraftmaschine 5, insbesondere ein Dieselmotor, ist üblicherweise mit einem Kraftstoffversorgungssystem 22 ausgestattet, das nach dem sogenannten „Common-Rail-Prinzip" arbeitet. Hierzu umfasst das Kraftstoffversorgungssystem 22 zumindest eine gemeinsame Kraftstoff-Hochdruckleitung 23, die parallel mehrere, vorzugsweise sämtliche, Einspritzdüsen 24 der Brennkraftmaschine 5 mit unter Hochdruck stehendem Kraftstoff versorgt. Die Hochdruckleitung 23 wird ihrerseits mittels einer Einspritzpumpe 25 gespeist, die an ein Kraftstoffreservoir 26, also an einen Kraftstofftank, angeschlossen ist. Die Einspritzdüsen 24 der Brennkraftmaschine 5 dienen in herkömmlicher Weise zur Einspritzung von Kraftstoff in die Brennräume der Brennkraftmaschine 5.

Im Unterschied dazu kann die Einspritzdüse 2 der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 an ein Zusatz-Kraftstoffversorgungssystem 27 angeschlossen sein, das vom Kraftstoffversorgungssystem 22 der Brennkraftmaschine 5 unabhängig ist. Beispielsweise enthält ein derartiges Zusatz-Kraftstoffversorgungssystem 27 eine geeignete Pumpe 28, die den benötig- ten Einspritzdruck erzeugt. Da zweckmäßig für die Einspritzung in den Abgasstrang derselbe Kraftstoff wie für den Betrieb der Brennkraftmaschine 5 verwendet wird, ist das Zusatz-Kraftstoffversorgungssystem 27 bzw. dessen Pumpe 28 ebenfalls an das Kraftstoffreservoir 26 angeschlossen.

Gemäß einer anderen vorteilhaften Ausführungsform kann die Einspritzdüse 2 der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 auch an die Hochdruckleitung 23 des Kraftstoffversorgungssystems 22 der Brennkraftmaschine 5 angeschlossen sein. Ein unabhängiges, nur für die Vorrichtung 1 vorgesehenes Zusatz-Kraftstoffversorgungssystem 27 ist dann überflüssig, was die Kosten zur Realisierung der vorliegenden Erfindung deutlich senkt.

Durch die indirekte Kühlung der Einspritzdüse 2 über deren Düsenträger 8 ist es insbesondere möglich, für die Einspritzung des Kraftstoffs eine konventionelle Einspritzdüse 2 zu verwenden, z.B. eine Benzindirekteinspritzdüse, die normalerweise in den Brennraum hineinragt. Insbesondere kann auch eine Einspritzdüse 2 zur Anwendung kommen, die sonst zur Einspritzung von Kraftstoff in einen Brennraum der Brennkraftmaschine 5 dient. Im Extremfall kann die Einspritzdüse 2 der Vorrichtung 1 somit baugleich zu einer der Einspritzdüsen 24 der Brennkraftmaschine 5 sein.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Einbringen von Kraftstoff in einen Abgasstrang (4) einer Brennkraftmaschine (5), insbesondere in einem Kraftfahrzeug, mit einer Einspritzdüse (2) zum Einspritzen von unter Einspritzdruck stehendem Kraftstoff in den Abgasstrang (4) durch eine Radialöffnung (5) in einem Rohrabschnitt (3) des Abgasstrangs (4), dadurch gekennzeichnet, dass die Einspritzdüse (2) mit einem Kühlmittelkreis (7) wärmeübertragend gekoppelt ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abschnitt des Kühlmittelkreises (7) in die Einspritzdüse (2) integriert ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

    – dass die Einspritzdüse (2) an einem Düsenträger (8) befestigt ist, der seinerseits am Rohrabschnitt (3) befestigt ist,

    – dass der Düsenträger (8) mit dem Kühlmittelkreis (7) wärmeübertragend gekoppelt ist, so dass die Einspritzdüse (2) mittelbar durch oder über den Düsenträger (8) mit dem Kühlmittelkreis (7) wärmeübertragend gekoppelt ist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,

    – dass der Düsenträger (8) eine Düsenaufnahme (10) enthält, die den Düsenträger (8) radial durchsetzt und in der Radialöffnung (5) des Rohrabschnitts (3) offen mündet,

    – dass die Einspritzdüse (2) in die Düsenaufnahme (10) eingesetzt ist, so dass sich ein Düsenkopf (12) der Einspritzdüse (2) im Bereich der Radialöffnung (5) befindet.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Düsenträger (8) einen Steckabschnitt (16) aufweist, der in die Radialöffnung (5) des Rohrabschnitts (3) eingesetzt ist und in dem sich ein Mündungsende (11) der Düsenaufnahme (10) befindet.
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Abschnitt (13) des Kühlmittelkreises (7) in den Düsenträger (8) integriert ist.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Düsenträger (8) aus einem Material mit relativ hoher Wärmeleitfähigkeit hergestellt ist.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Düsenträger (8) aus Stahl oder Edelstahl hergestellt ist.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Düsenträger (8) aus einem Stück hergestellt ist.
  10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Düsenträger (8) an den Rohrabschnitt (3) angeschweißt ist.
  11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlmittelkreis (7) an einen Kühlkreis (19) der Brennkraftmaschine (5) angeschlossen ist.
  12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,

    – dass die Einspritzdüse (2) an ein Kraftstoffversorgungssystem (22) der Brennkraftmaschine (5) angeschlossen ist, insbesondere an eine gemeinsame Kraftstoff-Hochdruckleitung (23) eines Common-Rail-Systems, oder

    – dass die Einspritzdüse (2) an ein von einem Kraftstoffversorgungssystem (22) der Brennkraftmaschine (5) unabhängiges Zusatz-Kraftstoffversorgungssystem (27) angeschlossen ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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