| Dokumentenidentifikation |
DE102004019814A1 10.11.2005 |
| Titel |
Depotgefäß |
| Anmelder |
I.T.A. Dünger AG, 39343 Hakenstedt, DE |
| Erfinder |
Schmid, Karl, Dr., 39218 Schönebeck, DE; Dureck, Thomas, 12247 Berlin, DE; Utz, Heinz-Peter, 12247 Berlin, DE; Schulze, Ulrich, 39343 Nordgermersleben, DE |
| Vertreter |
Leinung, G., Ing. Pat.-Ing. Dipl.-Jur., Pat.-Anw., 39108 Magdeburg |
| DE-Anmeldedatum |
23.04.2004 |
| DE-Aktenzeichen |
102004019814 |
| Offenlegungstag |
10.11.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
10.11.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
C05G 5/00
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| IPC-Nebenklasse |
C05G 1/00
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| Zusammenfassung |
Die Erfindung betrifft ein Depotgefäß für organisch-mineralische Düngemittel, Bodenhiilfsstoffe, Kultursubstrate und Pflanzenhilfsmittel. Erfindungsgemäß wurde ein Depotgefäß geschaffen, das aus einem organischen Trägerstoff, vermischt mit Pflanzennährstoffen, vorzugsweise mineralischen und/oder organischen Nährstoffen, besteht. Dieser Trägerstoff wird zu einem zylindrischen Füllkörper geformt und mit einer stabilen Körperwand versehen. Die Außenzone = Körperwand ist so gestaltet, dass deren Auflösung und die Freigabe der Pflanzennährstoffe dosiert, d. h. zeitlich gesteuert, erfolgt und so eine optimale Versorgung der Pflanzen über Vegetationszeiträume von 2 bis 8 Monaten ermöglicht und so Überdüngungen vermeidet.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft ein Depotgefäß für organisch-mineralische Düngemittel,
Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate und Pflanzenhilfsmittel.
In der chemischen Industrie, insbesondere in der Düngemittelindustrie
agglomeriert man seit langem pulverförmige Stoffe, wie Mineraldünger, um ihre Lager-
und Transportfähigkeit zu verbessern und das Zeitverhalten ihrer Wirkungen zu beeinflussen.
Diese Roll- und Pressagglomerate entfalten bei Anwendungen in der Landwirtschaft
aber nur über kurze Zeit ihre Wirkungen, da sich ihre Inhaltsstoffe durch Regen
rasch auflösen, zu erheblichem Teil im Boden an den Pflanzenwurzeln vorbei in das
Grundwasser gelangen und so zu bekannten Überdüngungseffekten führen (Nitrateintrag
in das Oberflächen- und Grundwasser). Gängige Praxis ist deshalb die zwei- bis viermalige
Düngung mit kleineren dosierten Düngergaben, um so die Pflanzen über die gesamte
Vegetationsperiode ausreichend mit den notwendigen Nährstoffen zu versorgen.
Erfindungsgemäß wurde ein Depotgefäß geschaffen, das aus einem organischen
Trägerstoff vermischt mit Pflanzennährstoffen, vorzugsweise mineralischen und/oder
organischen Nährstoffen besteht. Dieser Trägerstoff wird zu einem zylindrischen
Füllkörper geformt und mit einer stabilen Körperwand versehen. Die Außenzone = Körperwand
ist so gestaltet, dass deren Auflösung und die Freigabe der Pflanzennährstoffe dosiert,
d. h. zeitlich gesteuert erfolgt und so ein optimale Versorgung der Pflanzen über
Vegetationszeiträume von 2 bis 8 Monaten ermöglicht und so Überdüngungen vermeidet.
Mit dieser Konstruktion von Depotgefäßen lassen sich Rezepturen gestalten,
die genau dem Eigenbedarf der jeweiligen Fruchtart entsprechen und nur einer einmaligen
Ausbringung (Düngung) bedürfen.
Ein nach der Erfindung hergestelltes Depotgefäß ist als ein zylindrischer
Füllkörper ausgebildet, wie in der nachfolgenden Zeichnung dargestellt, der aus
einer Körperwand 1, einem organisch-mineralischen Füllkörpermaterial
2 sowie aus in dem Füllkörpermaterial eingelagerten Pflanzennährstoffen
und Pflanzennährstoffträgern 3 besteht.
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| Anspruch[de] |
- Depotgefäß, gestaltet zu einem zylindrischen Füllkörper, der aus einer
Körperwand (1), einem organisch-mineralischen Füllkörpermaterial (2),
das vorzerkleinert gepresst wird auf Abmessungen von Zylinderdurchmessern d = 3
bis 12 mm und Zylinderlängen 1 = 5 bis 25 mm sowie in das Füllkörpermaterial eingelagerten
Pflanzennährstoffen und Pflanzennährstoffträgern (3) besteht.
- Depotgefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vorzugsweise
die Körperwand (1) von organisch-mineralischen Roh- und Reststoffen wie
Mist (Kot, Harn und Stroh) oder Komposten, deren Komponenten wie Proteine, Peptide,
Saccharide, Stärken, Zellulosen und Hemizellulosen, Fette und pflanzliche wie tierische
Sekundärrohstoffe ausgeformt wird, die geeignet sind, durch kurzzeitige lokale druck-
und thermische Behandlung eine stabile Körperwand (1) auszubilden.
- Depotgefäß nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass
das Körperfülhnaterial, vorzugsweise bestehend aus zerkleinertem Mist oder Kompost
(Mist aller Nutztiere z. B. Rinder, Pferde, Schweine und Geflügel; Kompost aus allen
Entstehungsarten) durch Pressagglomeration (Pelletierung) auf 5 – 20 N verfestigt
wurde.
- Depotgefäß nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass dem Füllstoffmaterial Zugaben und Beimengungen zugegeben werden können, die
organisch und/oder mineralisch sind und ein vorgegebene Pflanzennährstoffzusammensetzung
(Dünger) bezüglich der Hauptnährstoffe N, P, K und der Spurennährstoffe bilden.
- Depotgefäß nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die zylindrischen Füllkörper eine zeitlich programmierte Nährstoffabgabe bzw.
Freitsetzung der Pflanzennährstoffe entsprechend des klimatisch bedingten Wachstumsverlaufes
der Pflanzen im Boden ermöglichen und das Pflanzenwachstum über eine Vegetationsperiode
(2 – 8 Monate) optimal gestalten, Nährstoffverluste im Boden minimieren sowie
die notwendige Bodenbiologie zum Humuseinsatz (Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit)
aktivieren.
- Depotgefäß nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
im Boden ein Raum erhöhter Nährstoffkonzentration geschaffen wird, Wasser angezogen
wird und das Wasser im organischen Füllmaterial gehalten wird, die Pflanzen ihre
Wurzeln nach diesen Wasser-Nährstoffräumen ausrichten und in diese eindringen, sich
ernähren, somit zielgerichtet ein Hydroponik-Effekt erzielt wird.
- Depotgefäß nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch die
Kombination des organischen Trägerstoffes mit rezepturgemäßen Pflanzennährstoffen,
das Depotgefäß einen Wirkmechanismus implementiert bekommt, der
Düngeverluste mindert und zusätzlich Stickstoff aus dem zugeführten Humus und dem
Boden erschließt, so dass 50 % weniger Stickstoff als bei herkömmlicher Düngung
tatsächlich zugeführt werden muss, dies bei guten Ernteergebnissen bezogen auf Biomasse
und Inhaltsstoffe.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen
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