| Dokumentenidentifikation |
DE102004020191A1 10.11.2005 |
| Titel |
Trennvorrichtung mit einem kreisförmigen Trennblatt |
| Anmelder |
Dramet Draht und Metallbau GmbH, 56271 Kleinmaischeid, DE |
| Erfinder |
Hoffmann, Jürgen, Dr., 56276 Großmaischeid, DE |
| DE-Anmeldedatum |
22.04.2004 |
| DE-Aktenzeichen |
102004020191 |
| Offenlegungstag |
10.11.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
10.11.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
B23D 61/02
|
| IPC-Nebenklasse |
B24D 5/12
|
| Zusammenfassung |
Eine Trennvorrichtung umfasst ein kreisförmiges Trennblatt (2), das über eine zentrische Aufnahme (3) mit einem Rotationsantrieb (5) gekoppelt ist. Das Trennblatt (2) ist derart flexibel und/oder dünn ausgebildet, dass es lediglich aufgrund der bei der Rotation herrschenden Kräfte zum Trennen von Werkstoffen stabilisiert wird.
|
| Beschreibung[de] |
|
Die Erfindung bezieht sich auf eine Tennvorrichtung mit einem kreisförmigen
Trennblatt, das über eine zentrische Aufnahme mit einem Rotationsantrieb gekoppelt
ist.
Die DE 101 28 952 C2
offenbart ein Kreissägeblatt in Sandwichbauweise mit Schneiden am Umfang des Sägeblattes,
das zwei oder mehrere elektrische leitende Stahlplatten sowie dünne beschichtete
Bleche als Zwischenlagen zwischen den Stahlplatten umfasst, wobei das dünne beschichtete
Blech unbeschichtete Bereiche auf zumindest einer Oberfläche aufweist und die Beschichtung
der dünnen Bleche aus einem stromisolierenden und schallabsorbierenden sowie lärmreduzierenden
Material besteht. Die Stahlplatten sind durch thermische Mehrkontaktverschmelzung
in den unbeschichteten Bereichen der Bleche durch konzentrierten vorbestimmten hohen
Druck und elektrischen Strom miteinander verschweißt. In den Stahlplatten sind wärmeableitende
Bohrungen vorgesehen.
Darüber hinaus beschreibt die DE
41 31 066 C2 ein Metall-Kreissägeblatt mit gesinterten Schneidzähnen mit
definierter Geometrie, dessen maximale Schnittbreite etwa 1,5 mm bis 2,8 mm beträgt.
Mit diesem Kreissägeblatt werden hohe Verspanungsraten und damit sehr kurze Schnittzeiten
bei extrem kurzen Nebenzeiten der Maschine sowie ein wirtschaftliches Arbeiten gewährleistet.
Dieses Kreissägeblatt ist jedoch insofern nachteilig, als es eine relativ große
Schnittbreite aufweist, womit ein entsprechend großer Schneidspalt und damit Materialverlust
beim Trennen einhergeht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Trennvorrichtung der
eingangs genannten Art zu schaffen, die bei einem kleinen Schneidspalt eine hohe
Schnittgeschwindigkeit ermöglicht.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass das Trennblatt
derart flexibel und/oder dünn ausgebildet ist, dass es lediglich aufgrund der bei
der Rotation herrschenden Kräfte zum Trennen von Werkstoffen stabilisiert wird.
Durch diese Maßnahme kann das Trennblatt in seiner Dicke so bemessen
bzw. in seiner Flexibilität derart gestaltet sein, dass es sich eigentlich aufgrund
seiner eigenen Stabilität nicht zum Trennen verhältnismäßig harter Werkstoffe eignet.
Aufgrund der sehr dünnen Ausgestaltung und der damit einhergehenden hohen Flexibilität
des beispielsweise aus Stahl oder Kunststoff gefertigten Trennblattes ist ein verhältnismäßig
kleiner Schneidspalt gewährleistet, womit ein relativ geringer Werkstoffverlust
beim Trennen gegeben ist. Seine zum Trennen von Werkstoffen erforderliche Stabilität
erhält das Trennblatt aufgrund der Fliehkräfte bei der Rotation. Hierbei kann das
Trennblatt eine definierte oder undefinierte Schneide aufweisen.
Um das Trennblatt beim Trennen von Werkstoffen weitergehend zu stabilisieren,
ist vorteilhafterweise das Trennblatt ober- und/oder unterhalb eines Trennbereiches
in dem das Trennblatt in Eingriff mit dem Werkstoff steht, geführt. Zweckmäßigerweise
ist zur Führung des Trennblattes beidseitig gegenüberliegend zumindest jeweils ein
Lager angeordnet. Die Lager stellen eine Stabilisierung des Trennblattes senkrecht
zur Trennrichtung sicher und verhindern eine topfförmige Wölbung des Trennblattes,
die bei der Drehung desselben auftreten kann.
Zur Bereitstellung eines relativ verschleißarmen Lagers, ist bevorzugt
das Lager als Gleitlager ausgebildet. In Ausgestaltung ist das Lager als hydrostatisches
oder hydrodynamisches Lager ausgeführt. Somit liegen relativ geringe lagerbedingte
Reibungskräfte vor.
Um die Lagerstelle vor Verschmutzung zu schützen, ist vorteilhafterweise
dem Trennbereich eine Reinigungsvorrichtung zugeordnet, um Späne von dem Trennblatt
zu entfernen. Unter Spänen sollen auch undefinierte Partikel verstanden werden,
die beispielsweise beim Schleifen auftreten. Da die Reinigungsvorrichtung Späne
bzw. Verunreinigungen von dem Trennblatt entfernt, sind die Lager von einer diesbezüglichen
Beschädigung weitestgehend geschützt.
Nach einer Weiterbildung ist das Trennblatt mit Schneidkörnern versehen.
Hierbei kann das Trennblatt galvanisch mit Schneidkörnern belegt werden oder eine
gesinterte Schneidkörnerverbindung aufweisen. Somit ist das Trennblatt zum Schneiden
verhältnismäßig harter Werkstoffe geeignet.
Nach einer alternativen Weiterbildung weist das Trennblatt eine definierte
Schneidengeometrie auf. Die Schneidengeometrie kann hierbei bekannterweise zum Schneiden
unterschiedlicher Werkstoffe ausgeführt sein. Zweckmäßigerweise umfasst das Trennblatt
Schneidblättchen. Die Schneidblättchen können durch Löten oder Schweißen mit dem
Trennblatt verbunden werden. Somit ist das Trennblatt mit Schneidblättchen beispielsweise
aus Hartmetall zu bestücken und für das Trennen von Werkstoffen mit sehr unterschiedlichen
Eigenschaften geeignet.
Zur Reduzierung der beim Trennen von Werkstoffen auftretenden Schnittkräfte
sind bevorzugt in das Trennblatt seitliche Taschen als Spanräume
eingebracht. Die Taschen wirken sich auch positiv auf den Transport von Spänen und
Kühlmittel aus. Zweckmäßigerweise ist das Trennblatt kunstharzbeschichtet. Die Kunstharzbeschichtung
kann zumindest bereichsweise auf dem Trennblatt vorgesehen sein.
Zweckmäßigerweise sind mehrere Trennblätter einer gemeinsamen Aufnahme
zugeordnet. Die Trennblätter können beispielsweise mittels Distanzstücken zueinander
beabstandet sein, wonach die Trennvorrichtung eine Art Gattersäge bildet, mit der
mehrere Schnitte gleichzeitig durchgeführt werden können.
Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und nachstehend noch
zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern
auch in anderen Kombinationen verwendbar sind. Der Rahmen der vorliegenden Erfindung
ist nur durch die Ansprüche definiert.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispieles
unter Bezugnahme auf die zugehörigen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen
Trennvorrichtung in schematischer Darstellung und
2 eine Darstellung der Trennvorrichtung
nach 1.
Eine Trennvorrichtung 1 umfaßt ein aus Stahl oder einem Kunststoff
gefertigtes kreisförmiges Trennblatt 2, das über eine zentrische Aufnahme
3 mit einem als Elektromotor 4 ausgebildeten Rotationsantrieb
5 gekoppelt ist. Oberhalb und unterhalb eines Trennbereiches
6, in dem das Trennblatt 2 mit dem zu trennenden Werkstoff in
Eingriff steht, sind beidseitig des Trennblattes 2 gegenüberliegende gestellfeste
Lager 7 vorgesehen, die das Trennblatt 2 senkrecht zur Schnittrichtung
stabilisieren. Umfangsseitig ist das Trennblatt 2 mit Schneidkörnern
8 beschichtet.
Das Trennblatt 2 ist derart dünn ausgebildet, dass es durch
seine Eigenstabilität nicht zum Trennen von Werkstoffen geeignet ist. Die erforderliche
Stabilisierung des Trennblattes 2 erfolgt zum einen durch die seitlichen
Lager 7 und zum anderen durch Fliehkräfte, die aufgrund der hohen Drehzahl
des Elektromotors 4 am Trennblatt 2 wirken. Aufgrund der dünnen
Ausgestaltung des Trennblattes 2 entsteht lediglich ein geringer Schnittspalt,
womit ein kleiner Materialverlust beim Trennen von Werkstoffen einhergeht.
|
| Anspruch[de] |
- Trennvorrichtung mit einem kreisförmigen Trennblatt (2), das
über eine zentrische Aufnahme (3) mit einem Rotationsantrieb (5)
gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennblatt (2) derart
flexibel und/oder dünn ausgebildet ist, dass es lediglich aufgrund der bei der Rotation
herrschenden Kräfte zum Trennen von Werkstoffen stabilisiert wird.
- Trennvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das
Trennblatt (2) ober- und/oder unterhalb eines Trennbereiches (6),
in dem das Trennblatt (2) in Eingriff mit dem zu trennenden Werkstoff steht,
geführt ist.
- Trennvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur
Führung des Trennblattes (2) beidseitig gegenüberliegend zumindest jeweils
ein Lager (7) angeordnet ist.
- Trennvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das
Lager (7) als Gleitlager ausgebildet ist.
- Tennvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass
das Lager (7) als hydrostatisches oder hydrodynamisches Lager ausgeführt
ist.
- Trennvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass dem Trennbereich (6) eine Reinigungsvorrichtung zugeordnet ist, um
Späne von dem Trennblatt (2) zu entfernen.
- Trennvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das
Trennblatt (2) mit Schneidkörnern (8) versehen ist.
- Trennvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das
Trennblatt (2) eine definierte Schneidengeometrie aufweist.
- Trennvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das
Trennblatt (2) Schneidblättchen umfasst.
- Trennvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
dass in das Trennblatt (2) seitliche Taschen als Spanräume eingebracht
sind.
- Trennvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
dass das Trennblatt (2) kunstharzbeschichtet ist.
- Trennvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
dass mehrere Trennblätter (2) einer gemeinsamen Aufnahme (3) zugeordnet
sind.
- Trennblatt zur Verwendung in einer Trennvorrichtung nach einem der
Ansprüche 1 bis 12.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen
|
|
|