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Dokumentenidentifikation DE10359562B4 10.11.2005
Titel Kältemittelverdichteranordnung
Anmelder Danfoss Compressors GmbH, 24939 Flensburg, DE
Erfinder Iversen, Frank Holm, Padborg, DK;
Lassen, Heinz Otto, 24944 Flensburg, DE;
Nommensen, Marten, 24943 Flensburg, DE;
Petersen, Christian, 25856 Hattstedt, DE
Vertreter Patentanwälte Knoblauch und Knoblauch, 60322 Frankfurt
DE-Anmeldedatum 18.12.2003
DE-Aktenzeichen 10359562
Offenlegungstag 14.07.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 10.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.11.2005
IPC-Hauptklasse F04B 39/12
IPC-Nebenklasse F25B 31/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Kältemittelverdichteranordnung mit einem Verdichter, der einen Sauganschluß aufweist, einer Kapsel, in der der Verdichter angeordnet ist, einem Saugstutzen, der mit der Kapsel verbunden ist, einer Saugöffnung in der Kapsel, die mit dem Saugstutzen in Verbindung steht, und einem Teleskoprohr, das zwischen dem Sauganschluß und der Saugöffnung in der Kapsel angeordnet ist.

Eine derartige Kältemittelverdichteranordnung ist aus DE 44 11 191 C2 bekannt. Das Teleskoprohr erlaubt es, daß sich der Verdichter gegenüber der Kapsel bewegt. Eine derartige Bewegungsmöglichkeit wird dadurch notwendig, daß der Verdichter in der Kapsel federnd gelagert ist. Durch die federnde Lagerung möchte man eine Übertragung von Geräuschen vom Verdichter an die Kapsel verhindern. Im bekannten Fall ist der Saugstutzen bündig mit der Außenseite der Kapsel verbunden. Das Teleskoprohr durchragt also nicht nur die Saugöffnung in der Kapsel, sondern ragt auch in den Saugstutzen hinein. Dementsprechend muß das Innere des Saugstutzens bearbeitet werden, um zu verhindern, daß das Teleskoprohr hier in einer eingefahrenen Bewegung hängenbleibt. Man hat daher in einer verbesserten Ausgestaltung vorgeschlagen, zwischen dem Teleskoprohr und dem Saugstutzen einen Rohrhalter anzuordnen, in dem das Teleskoprohr gleitet.

US 4 969 804 zeigt eine weitere Kältemittelverdichteranordnung mit einem innerhalb einer Kapsel angeordneten Rohrelement, das mit seinem inneren Ende in eine Öffnung des Verdichterblocks in axialer Richtung verschiebbar ist. Das äußere Ende des Rohrelements ist in einem Saugstutzen geführt, der fest mit der Kapsel verbunden ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kältemittelverdichteranordnung kostengünstig zu gestalten.

Diese Aufgabe wird bei einer Kältemittelverdichteranordnung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die Saugöffnung von einem Durchzug in der Kapselwand umgeben ist, dessen Innenwand eine Gleitfläche für das Teleskoprohr bildet.

Mit dieser Ausgestaltung wird die Herstellung der Kältemittelverdichteranordnung vereinfacht. Man muß in der Kapselwand lediglich einen Durchzug herstellen, d.h. man muß beim oder nach dem Fertigen der Saugöffnung einen die Saugöffnung umgebenden Teil der Wand der Kapsel praktisch rechtwinklig umformen, so daß ein zylinderartiger Fortsatz der Kapsel gebildet wird. Beim Umformen kann dieser Fortsatz bereits auf seiner Innenseite so glatt gestaltet werden, daß er eine Gleitfläche für das Teleskoprohr bildet. Man benötigt also weder eine Bearbeitung des Inneren des Saugstutzens noch einen Rohrhalter, der das Teleskoprohr hält. Mit der Umformung der Kapsel im Bereich der Saugöffnung sind alle funktionsnotwendigen Elemente geschaffen worden.

Hierbei ist bevorzugt, daß das Teleskoprohr den Durchzug durchragt und auf einem aus dem Durchzug herausragenden Abschnitt eine Vorsprungsanordnung aufweist, die mit der äußeren Stirnseite des Durchzugs zusammen eine Bewegungsbegrenzungseinrichtung bildet. Die Vorsprungsanordnung kann beispielsweise durch zwei oder mehr Vorsprünge auf der Außenseite des Teleskoprohres gebildet sein, die in Umfangsrichtung verteilt angeordnet sind. Beim Einbau wird das Teleskoprohr von der Innenseite der Kapsel her in den Durchzug, d.h. die vom Durchzug umgrenzte Saugöffnung eingeschoben. Das Teleskoprohr ist dabei so nachgiebig, daß die Vorsprünge durch den Durchzug hindurchgeschoben werden können. Ohne einen Druck von außen wird das Teleskoprohr aber nicht so weit im Durchmesser verkleinert, daß die Vorsprünge wieder durch den Durchzug treten könnten.

Bevorzugterweise weist die Saugöffnung an beiden Enden des Durchzugs einen zunehmenden Durchmesser auf. Die Durchmesserzunahme kann dabei abgerundet erfolgen. Sie kann aber auch rein konisch erfolgen. Durch diese Durchmesserzunahme, verbunden mit einem kleinen Spiel des Teleskoprohres gegenüber dem Inneren des Durchzugs, wird eine Kippbewegung des Teleskoprohres relativ zur Kapsel ermöglicht. Dadurch entsteht zwar eine kleine Undichtigkeit zwischen dem Teleskoprohr und der Kapsel. Diese ist aber noch tolerierbar und daher in Kauf zu nehmen.

Bevorzugterweise ist der Durchzug von der Kapsel nach außen gerichtet. In diesem Fall stört er im Innern der Kapsel nicht, d.h. die Kapsel kann so klein wie möglich gemacht werden.

Vorzugsweise umgibt der Saugstutzen den Durchzug mit einem Befestigungsabschnitt. Der Befestigungsabschnitt und das Teleskoprohr sind also voneinander entkoppelt.

Auch ist von Vorteil, daß der Befestigungsabschnitt den Durchzug mit allseitigem Abstand umgibt. Man kann dann eine Verbindung zwischen dem Saugstutzen und der Kapsel durch thermische Verbindungsverfahren realisieren, beispielsweise durch Widerstands- oder Reibschweißen, ohne daß man befürchten muß, daß hierdurch thermische Spannungen im Bereich des Durchzugs eine negative Auswirkung auf die Beweglichkeit des Teleskoprohres im Durchzug haben. Man kann sogar den Saugstutzen erst nach der Montage des Teleskoprohres anschweißen, ohne daß das Teleskoprohr durch Wärmeeinwirkung beschädigt wird.

Auch ist von Vorteil, wenn zwischen dem Saugstutzen und dem aus dem Durchzug herausragenden Abschnitt des Teleskoprohres ein ringförmiger Raum ausgebildet ist. In diesem ringförmigen Raum kann sich ein Teil des mit dem gasförmigen Kältemittel umlaufenden Öls aus dem Kältemittelkreislauf sammeln und anstauen. Es fließt dann durch den oben erwähnten Spalt zwischen dem Teleskoprohr und dem Inneren des Durchzugs in das Innere der Kapsel zurück. Gleichzeitig dient der ringförmige Raum auch als Auffangbecken für evtl. vom Gasstrom mitgerissene lose Schmutzpartikel, so daß diese nicht in den Verdichter gelangen können.

Bevorzugterweise ist die Saugöffnung auf der Innenseite der Kapsel von einer ebenen Fläche umgeben. Diese Fläche befindet sich dann auf der dem Durchzug gegenüberliegenden Seite, d.h. wenn der Durchzug nach außen gerichtet ist, auf der Innenseite der Kapsel. Diese Fläche kann dann bevorzugt als Widerlager für eine Druckfeder verwendet werden, die das Teleskoprohr an den Sauganschluß des Verdichters andrückt. Eine ebene Fläche erleichtert dabei die Ausrichtung der Feder.

Auch ist von Vorteil, wenn der Durchzug auf der Außenseite der Kapsel von einer ebenen Fläche umgeben ist. Diese ebene Fläche kann dann für Montagezwecke verwendet werden, beispielsweise, um den Saugstutzen zu montieren.

Bevorzugterweise steht der Saugstutzen auf der ebenen Fläche auf. Der Saugstutzen kann dann eine Stirnseite aufweisen, die in einer Ebene liegt, auf der die Mittelachse des Saugstutzens senkrecht steht. Dies vereinfacht die Fertigung.

Bevorzugterweise weist der Saugstutzen am von der Kapsel abgewandten Ende einen Zylinderabschnitt auf, der stirnseitig geschlossen ist, wobei der Zylinderabschnitt eine Sollbruchstelle aufweist. Der Zylinderabschnitt weist einen geringeren Durchmesser als der Befestigungsabschnitt auf. Mit Hilfe des Saugstutzens ist man daher in der Lage, die Kältemittelverdichteranordnung auf einfache Weise an unterschiedliche Rohrdurchmesser einer Kälteanlage anzupassen, einfach dadurch, daß man den Saugstutzen austauscht. Mit einer einzigen Art von Verdichtern kann man also eine große Zahl von Kälteanlagen versorgen. Dadurch, daß der Zylinderabschnitt geschlossen ist, ist die Kältemittelverdichteranordnung nach der Montage erst einmal nach außen abgeschlossen, zumindest im Bereich des Saugabschnitts des Verdichters. Die Verdichteranordnung kann daher auf Vorrat produziert werden, ohne daß es erforderlich ist, zeitnah zur Herstellung eine Verbindung mit dem Leitungssystem einer Kälteanlage herzustellen. Wenn die Verbindung hergestellt werden soll, dann wird der Zylinderabschnitt einfach an der Sollbruchstelle geöffnet. Man kann dann das Ende des Rohres einer Kälteanlage hineinschieben und mit dem Saugstutzen verbinden, beispielsweise verlöten oder verschweißen. Die Verwendung einer Sollbruchstelle in diesem Zusammenhang ist an sich aus DE 1 977 834 U1 bekannt.

Vorzugsweise sind der Befestigungsabschnitt und der Zylinderabschnitt durch einen wellrohrartigen Abschnitt verbunden. Dieser wellrohrartige Abschnitt erlaubt eine einfache Anpassung an kundenspezifische Einbauverhältnisse in einer Kälteanlage. Man kann ihn, falls erforderlich, etwas stauchen oder dehnen, oder auch den Zylinderabschnitt gegenüber dem Befestigungsabschnitt verbiegen.

Bevorzugterweise weist der Zylinderabschnitt im Bereich des wellrohrartigen Abschnitts eine Durchmesserverringerung auf. Die Durchmesserverringerung verhindert, daß ein Rohr einer Kälteanlage, mit der die Verdichteranordnung verbunden werden soll, zu weit in Richtung Teleskoprohr vorgeschoben wird. Eine Kollision zwischen dem Teleskoprohr und dem Rohr der Kälteanlage wird also mit großer Zuverlässigkeit vermieden. Die Durchmesserverringerung muß nicht unbedingt an der Grenze zum wellrohrartigen Abschnitt angeordnet sein. Man sollte aber eine ausreichende Länge zur Befestigung eines Endes des Rohres der Kälteanlage sicherstellen.

Bevorzugterweise weist der Saugstutzen eine geringere Wandstärke als die Kapsel auf. Wenn das Saugrohr nur eine geringe Wandstärke aufweist, dann leitet es auch dann, wenn es aus Metall gebildet ist, Wärme von der heißen Kapsel schlecht. Man kann daher Wärme von dem zuströmenden Kältemittelgas fernhalten. Je kälter das Gas ist, das angesaugt wird, desto größer ist der Wirkungsgrad des Verdichters.

Bevorzugterweise weist das Teleskoprohr eine Anlagefläche am Verdichter auf, die zumindest abschnittsweise sphärisch ausgebildet ist. Auch dies ermöglicht es, daß der Verdichter in einem kleinen Winkelbereich gegenüber dem Teleskoprohr kippt.

Auch ist von Vorteil, wenn der Verdichter eine den Sauganschluß umgebende Stützfläche aufweist, die zumindest abschnittsweise sphärisch ausgebildet ist. An dieser Stützfläche liegt die Anlagefläche des Teleskoprohres an. Wenn eine dieser beiden Flächen oder sogar beide Flächen sphärisch ausgebildet sind, also einen Teil einer Kugeloberfläche nachbilden, wobei die entsprechende Kugel einen relativ großen Durchmesser aufweist, dann wird die Kippmöglichkeit weiter verbessert, ohne daß nennenswerte Dichtungsprobleme entstehen. Außerdem sorgt man auf diese Weise für eine einfachere Zentrierung des Sauganschlusses und des Teleskoprohres zueinander.

Bevorzugterweise ist der Sauganschluß an einem am Verdichter angeordneten Saugschalldämpfer ausgebildet, dessen Außenwand aus einem Kunststoff gebildet ist. Die Ausbildung der Außenwand des Saugschalldämpfers aus Kunststoff hat mehrere Vorteile. Zum einen ist ein Kunststoff in der Regel ein guter Wärmeisolator, so daß man eine Wärmeübertragung an das im Innern des Saugschalldämpfers befindliche Kältemittelgas auf einfache Weise verhindern kann. Zum anderen ist ein Kunststoff leicht zu formen oder zu bearbeiten, so daß man die Stützfläche entsprechend den oben beschriebenen Merkmalen ausbilden kann. Schließlich hat ein Kunststoff in der Regel auch ein gutes schalldämmendes Verhalten.

Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Hierin zeigt die

einzige Fig. eine ausschnittsweise Darstellung einer Kältemittelverdichteranordnung.

Eine Kältemittelverdichteranordnung 1 weist einen nur schematisch dargestellten Verdichter 2 auf, üblicherweise einen in einem Zylinder hin und her bewegbaren Kolben, wobei der Verdichter 2 in einer hermetisch geschlossenen Kapsel 3 federnd aufgehängt ist. Die Kapsel 3 weist ein Unterteil 4 und ein Oberteil 5 auf, die durch eine Schweißnaht 6 oder eine entsprechende Verbindung gasdicht miteinander verbunden sind.

Der Verdichter 2 weist einen Saugschalldämpfer 7 auf, der aus Kunststoff gebildet ist. Der Saugschalldämpfer 7 weist eine Öffnung auf, die einen Sauganschluß 8 des Verdichters 2 bildet. Über den Sauganschluß 8 wird im Betrieb Kältemittelgas in den Saugschalldämpfer 7 eingesaugt und gelangt von dort bei einem Saughub in das Innere des Verdichters 2.

Das Oberteil 5 der Kapsel 3 weist eine Saugöffnung 9 auf, die von einem Durchzug 10 umgeben ist. Der Durchzug wird während oder nach dem Herstellen der Saugöffnung 9 hergestellt, indem ein die zunächst kleinere Saugöffnung umgebender Teil des Oberteils 5 der Kapsel 3 nach außen umgeformt wird, so daß sich ein praktisch zylinderförmiger Fortsatz ergibt, der die Saugöffnung 9 umgibt. Der Durchzug 10 ist von einer ebenen Fläche 11 umgeben. Eine entsprechend ebene Fläche 12 ist auf der Innenseite der Kapsel 3 angeordnet. Die Fläche 12 umgibt die Saugöffnung 9. Die ebenen Flächen 11, 12 können gleichzeitig mit dem Erzeugen des Durchzugs 10 hergestellt werden.

Die Saugöffnung 9, die vom Durchzug 10 umgeben ist, weist sowohl am inneren Ende eine Durchmesservergrößerung 13 als auch am äußeren Ende eine Durchmesservergrößerung 14 auf. Ein Teleskoprohr 15 ist mit einem geringen Spiel durch den Durchzug 10 geführt, wobei eine Innenwand 16 des Durchzugs 10 eine Gleitfläche für das Teleskoprohr 15 bildet. Durch die Durchmesservergrößerungen 13, 14 ist das Teleskoprohr 15 allerdings nicht nur in Richtung seiner Achse beweglich, sondern es weist auch eine kleine Kippbeweglichkeit gegenüber der Kapsel 3 auf.

Das Teleskoprohr 15 weist an einem Abschnitt 17, der aus dem Durchzug 10 herausragt, mehrere Vorsprünge 18 auf. Die Vorsprünge 18 kommen bei einer Bewegung des Teleskoprohres 15 nach innen zur Anlage an eine Stirnseite 19 des Durchzugs 10. Diese Stirnseite 19 ist eben ausgebildet und verläuft praktisch im rechten Winkel zur Längsachse des Teleskoprohres 15. Die Stirnseite 19 bildet zusammen mit den Vorsprüngen 18 eine Bewegungsbegrenzungseinrichtung. Das Teleskoprohr 15 ist so nachgiebig, daß es beim Einstecken in den Durchzug 10 von innen etwas zusammengedrückt werden kann, so daß die Vorsprünge 18 durch den Durchzug 10 treten können. Ohne ein entsprechendes Zusammendrücken des Teleskoprohres 15 in radialer Richtung läßt sich das Teleskoprohr 15 aber nicht mehr aus der Saugöffnung 9 herausschieben.

Ein Saugstutzen 20, der relativ dünnwandig ausgebildet ist und eine geringere Wandstärke aufweist als das Oberteil 5 der Kapsel 3, ist aus Kupfer oder einem verkupferten Stahl, z.B. rostfreiem Stahl, gebildet. Der Saugstutzen 20 weist einen Befestigungsabschnitt 21 auf, dessen Stirnseite auf der Fläche 11 auf der Außenseite der Kapsel 3 aufsteht und dort befestigt ist, beispielsweise durch Widerstandsschweißen oder Reibschweißen. Dazu kann die Fläche 11 vor der Befestigung des Saugstutzens mit einem umlaufenden wulstartigen Vorsprung versehen sein, dessen Durchmesser dem des Befestigungsabschnitts 21 entspricht und der als Schweißbuckel dient. Der Befestigungsabschnitt 21 umgibt das Äußere des Durchzugs 10 allseitig mit einem gewissen Abstand. Der Abstand zwischen dem Befestigungsabschnitt 21 und dem Durchzug 10 erlaubt es, den Befestigungsabschnitt 21 mit thermischen Verfahren, beispielsweise Schweißen oder Löten, mit der Kapsel 3 zu verbinden, ohne daß man befürchten muß, daß sich thermische Spannungen unmittelbar auf den Durchzug 10 auswirken.

Der Saugstutzen 20 weist weiterhin einen Zylinderabschnitt 22 mit einem geringeren Durchmesser als der Befestigungsabschnitt 21 auf. Am Zylinderabschnitt 22 ist eine Sollbruchstelle 23 in Form einer umlaufenden Kerbe vorgesehen. Vor dem Einbau der Verdichteranordnung 1 in eine Kälteanlage wird der verschlossene Endabschnitt 24 des Saugstutzens 20 einfach abgeknickt, so daß sich eine Öffnung zum Einführen eines Saugrohres der Kälteanlage ergibt, die mit dem Zylinderabschnitt 22 des Saugstutzens 20 verlötet oder verschweißt werden kann.

Bei unterschiedlichen Saugstutzen 20 ist der Durchmesser des Befestigungsabschnitts 21 gleich. Der Durchmesser des Zylinderabschnitts 22 kann jedoch variieren. Auf diese Weise ist es möglich, die Kältemittelverdichteranordnung 1 an unterschiedliche Rohrdurchmesser bei verschiedenen Kälteanlagen anzupassen.

Der Zylinderabschnitt 22 und der Befestigungsabschnitt 21 sind durch einen wellrohrartigen Abschnitt 25 miteinander verbunden. Der wellrohrartige Abschnitt 25 weist mindestens eine Welle 26 und ein Tal 27 auf. Er erlaubt eine einfache Anpassung an kundenspezifische Einbauverhältnisse in der Kälteanlage. Der Zylinderabschnitt 22 weist an seinem dem wellrohrartigen Abschnitt 25 benachbarten Ende eine Durchmesserverringerung 28 auf. Diese Durchmesserverringerung 28 begrenzt die Einschublänge eines externen Saugrohres in den Saugstutzen 20.

Die dünnwandige Ausführung des Saugstutzens 20 führt zum einen zu einer erhöhten Flexibilität des wellrohrartigen Abschnitts 25. Zum anderen führt sie aber auch zu einer schlechten Wärmeleitung durch den Saugstutzen 20. In Verbindung mit der Tatsache, daß der der Kapsel 3 am nächsten liegende Abschnitt des Saugweges durch das Teleskoprohr 15 gebildet ist, das ebenfalls aus Kunststoff besteht, ergibt sich eine relativ geringe Erwärmung des Sauggases, das durch das Teleskoprohr 15 angesaugt wird.

Das Teleskoprohr 15 weist an dem dem Saugschalldämpfer 7 benachbarten Ende einen umlaufenden Flansch 29 mit einer Anlagefläche 30 auf. Die Anlagefläche 30 ist leicht sphärisch ausgebildet, was die Kippbeweglichkeit des Teleskoprohres 15 gegenüber dem Saugschalldämpfer 7 weiter verbessert. Der Flansch 29 dient auch zum Abstützen einer Feder 31, die zwischen dem Flansch 29 und der Fläche 12 eingespannt ist und das Teleskoprohr 15 in das Innere der Kapsel 3 drückt. Die Feder 31 ist als konische Schraubendruckfeder ausgebildet. Wenn das Teleskoprohr 15 in seine äußere Endposition verschoben wird, dann liegen alle Windungen der Feder 31 in einer Ebene an der Fläche 12 an.

Der Saugschalldämpfer 7 weist eine den Sauganschluß 8 umgebende Anlagefläche 32 auf, die ebenfalls leicht sphärisch ausgebildet sein kann. Auch diese sphärische Anlagefläche 32 verbessert die Kippmöglichkeit des Teleskoprohres 15 gegenüber dem Saugschalldämpfer 7.

Zwischen dem Befestigungsabschnitt 21 und dem Teleskoprohr 15 ist ein ringförmiger Raum 33 ausgebildet. In diesem ringförmigen Raum kann sich ein Teil des Öls sammeln, das mit dem Kältemittelgasstrom umläuft. Das Öl staut sich in diesem Raum 33, bevor es durch den Spalt (Spiel) zwischen dem Teleskoprohr 15 und dem Durchzug 10 in das Innere der Kapsel 3 zurückfließt. Gleichzeitig dient der Raum 33 auch als Auffangbecken für evtl. vom Gasstrom mitgerissene lose Schmutzpartikel, so daß diese nicht in die Verdichtereinheit gelangen können.

Die beim Betrieb des Verdichters 2 auftretenden Bewegungen innerhalb der Kapsel können durch die Teleskopvorrichtung aufgenommen werden, d.h. durch die Bewegbarkeit des Teleskoprohres 15 im Durchzug 10. Auf diese Weise ist zu jedem Zeitpunkt eine weitgehende Abdichtung des Saugweges gewährleistet. Diese Abdichtung muß nicht hermetisch sein. Es ist durchaus zulässig, daß kleinere Gasmengen aus dem Inneren der Kapsel 3 in das Innere des Saugstutzens 20 gelangen. Diese Gasmengen sind jedoch außerordentlich klein. Axiale Bewegungen des Verdichters (bezogen auf den Durchzug 10) werden durch eine Verschiebung des Teleskoprohres 15 im Durchzug 10 aufgenommen, wobei das Teleskoprohr 15 an der durch die Innenwand 16 gebildeten Gleitfläche des Durchzugs 10 geführt wird. Bei einer radialen Bewegung können die Flächen 30, 32 in gewissen Grenzen gegeneinander verschoben werden, ohne daß der Gasweg ins Innere der Kapsel 3 geöffnet wird. Kippbewegungen können durch das Spiel zwischen dem Teleskoprohr 15 und dem Durchzug 10 ebenfalls toleriert werden.


Anspruch[de]
  1. Kältemittelverdichteranordnung mit einem Verdichter, der einen Sauganschluß aufweist, einer Kapsel, in der der Verdichter angeordnet ist, einem Saugstutzen, der mit der Kapsel verbunden ist, einer Saugöffnung in der Kapsel, die mit dem Saugstutzen in Verbindung steht, und einem Teleskoprohr, das zwischen dem Sauganschluß und der Saugöffnung in der Kapsel angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Saugöffnung (9) von einem Durchzug (10) in der Kapselwand umgeben ist, dessen Innenwand (16) eine Gleitfläche für das Teleskoprohr (15) bildet.
  2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Teleskoprohr (15) den Durchzug (10) durchragt und auf einem aus dem Durchzug herausragenden Abschnitt (17) eine Vorsprungsanordnung (18) aufweist, die mit der äußeren Stirnseite (19) des Durchzugs (10) zusammen eine Bewegungsbegrenzungseinrichtung bildet.
  3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Saugöffnung (9) an beiden Enden des Durchzugs (10) einen zunehmenden Durchmesser (13, 14) aufweist.
  4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchzug (10) von der Kapsel (3) nach außen gerichtet ist.
  5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Saugstutzen (20) den Durchzug (10) mit einem Befestigungsabschnitt (21) umgibt.
  6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungsabschnitt (21) den Durchzug (10) mit allseitigem Abstand umgibt.
  7. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Saugstutzen (20) und dem aus dem Durchzug (10) herausragenden Abschnitt (17) des Teleskoprohres (15) ein ringförmiger Raum (33) ausgebildet ist.
  8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Saugöffnung (9) auf der Innenseite der Kapsel (3) von einer ebenen Fläche (12) umgeben ist.
  9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchzug (10) auf der Außenseite der Kapsel (3) von einer ebenen Fläche (11) umgeben ist.
  10. Anordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Saugstutzen (20) auf der ebenen Fläche (11) aufsteht.
  11. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Saugstutzen (20) am von der Kapsel (3) abgewandten Ende einen Zylinderabschnitt (22) aufweist, der stirnseitig geschlossen ist, wobei der Zylinderabschnitt (22) eine Sollbruchstelle (23) aufweist.
  12. Anordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungsabschnitt (21) und der Zylinderabschnitt (22) durch einen wellrohrartigen Abschnitt (25) verbunden sind.
  13. Anordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinderabschnitt (22) im Bereich des wellrohrartigen Abschnitts (25) eine Durchmesserverringerung (28) aufweist.
  14. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Saugstutzen (20) eine geringere Wandstärke als die Kapsel (3) aufweist.
  15. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Teleskoprohr (15) eine Anlagefläche (30) am Verdichter (2) aufweist, die zumindest abschnittsweise sphärisch ausgebildet ist.
  16. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdichter (2) eine den Sauganschluß (8) umgebende Stützfläche (32) aufweist, die zumindest abschnittsweise sphärisch ausgebildet ist.
  17. Anordnung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Sauganschluß (8) an einem am Verdichter (2) angeordneten Saugschalldämpfer (7) ausgebildet ist, dessen Außenwand aus einem Kunststoff gebildet ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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