| Dokumentenidentifikation |
DE19859118B4 10.11.2005 |
| Titel |
Anschlussstück zur Blattarretierung |
| Anmelder |
Saint-Gobain Abrasives, Inc., Worcester, Mass., US |
| Erfinder |
Amin, Rajul N., Northborough, Mass., US; Lefavour, John P., Chelmsford, Mass., US |
| Vertreter |
Diehl, Glaeser, Hiltl & Partner, 80333 München |
| DE-Anmeldedatum |
21.12.1998 |
| DE-Aktenzeichen |
19859118 |
| Offenlegungstag |
01.07.1999 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
10.11.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
10.11.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
B24D 9/08
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| Beschreibung[de] |
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Die vorliegende Erfindung betrifft Anschlussstück ein zur lösbaren
Befestigung von Schleifblättern an einer Stützplatte, welche für eine Drehbewegung
eingerichtet ist und von einer Schleifmaschine angetrieben wird. Sie ist insbesondere
für eine rasch lösbare Anbringung solcher Schleifblätter nützlich.
In einer Fabriksumgebung, speziell wenn eine sich bewegende Fertigungsstraße
beteiligt ist, ist es wichtig, daß Werkzeuge mit möglichst geringen Verzögerungszeiten
für den Gebrauch verfügbar sind. Leider nutzen sich Schleifblätter ab und müssen
ausgetauscht werden. Folglich sind zahlreiche Schnellwechselvorrichtungen für Schleifblätter
entwickelt worden, wie beispielsweise Blätter mit einer selbsthaftenden Klebstoffrückseite,
die auf einer glatten Gummistützunterlage getragen werden, und Stützunterlagen mit
einem Teil einer Hakenbefestigungsmechanik, wobei die andere Hälfte auf dem Schleifblatt
festgemacht ist.
Wo das Blatt fester und schwerer ist, ist es zweckdienlicher, wenn
das Blatt mechanisch an der Stützunterlage befestigt ist. Eine solche Vorrichtung,
die von der Merit Company verkauft wird, erfordert eine besonders angepaßte Stützunterlage
und umfaßt ein Kunststoffteil, das auf die Seite des Blattes geklebt ist, welche
der das Schleifmittel tragenden Seite entgegengesetzt ist. Das Bauteil weist eine
Anzahl von Zahnvorsprüngen auf, die mit Öffnungen in der Stützunterlage derart zusammenwirken,
daß die Zähne, wenn sie in den entsprechenden Öffnungen eingesteckt sind und das
Blatt gedreht wird, in den Öffnungen zurückgehalten werden und so das Blatt auf
der Stützunterlage festhalten. Ein solcher Versuch ist erfolgreich, solange das
Blatt nicht größer als etwa 12,7 cm (5 Inch) ist und beim Schleifen keinem größeren
Druck unterliegt. In diesem Fall ist die Dehnung, die der Klebstoffverbindung zwischen
dem Kunststoffteil und dem Blatt auferlegt ist, zu groß und kann leicht zum Versagen
führen.
Bei einer weiteren im Handel erhältlichen Vorrichtung ist ein Schleifblatt
mit einer Platte versehen, welche an der das Schleifmittel tragenden Fläche festgeklemmt
ist und zwei Metallzungen aufweist, die aus der Rückseite der Platte und über die
hintere Oberfläche des Blattes vorragen. Die Zungen weisen einen Abschnitt mit erhöhter
Dicke auf. Diese Zungen ragen in Schlitze in einer ringförmigen Nut in einer Stützplatte
hinein, welche derart geformt ist, daß sie einen erhöhten Reibkontakt mit den Zungen
erzeugen, wenn die Drehung zunimmt. Dies wird erreicht, indem eine Anpassung geneigter
Oberflächen auf den Zungen und einer inneren Oberfläche der Nut geschaffen wird,
so daß der Zungenteil mit erhöhter Dicke in einem Nachlaß in der Nutoberfläche zurückgehalten
wird und der Reibdruck zwischen der Zunge und der mit dieser in Kontakt stehenden
Nutoberfläche mit der Drehung des Blattes relativ zu der Stützplatte zunimmt. Diese
Bauweise ist ziemlich wirksam, aber sie bringt eine feste Metallverankerungsplatte
auf der Schleifmitteloberfläche des Schleifblattes unter. Dies ist kein Problem,
wenn das Blatt für den Gebrauch unter einem Winkel von etwa 45° oder mehr zu
einem Werkstück vorgesehen ist und nur der äußere Kranz des Schleifblattes tatsächlich
für das Abschleifen eines Werkstücks gebraucht wird. Jedoch wird für Blätter, die
für den Gebrauch unter einem geringeren, flacheren Winkel zu einem Werkstück vorgesehen
sind, die Gefahr des Kontaktes der Metallverankerungsplatte mit dem Werkstück merklich.
Außerdem wirken die beim Gebrauch erzeugten Drehkräfte auf die vorstehenden Zungen,
die deshalb sehr robust sein müssen. Da diese aus demselben Metallstück gestanzt
sind, bestimmt dies wiederum die Dicke der Verankerungsplatte.
Es besteht daher der Bedarf für eine schnell lösbare, selbstverstärkende
Festhaltevorrichtung zur Befestigung eines stark beanspruchten Schleifblattes auf
einer Stützunterlage, welche bei Schleifblättern verwendet werden kann, die für
den Gebrauch unter einem viel flacheren als den gegenwärtig verwendeten Schleifwinkeln
bestimmt sind. Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Festhaltevorrichtung
bereitzustellen, welche die oben beschriebenen Nachteile nicht aufweist.
Diese Aufgabe löst die vorliegende Erfindung durch das Anschlußstück
zur Blattarretierung gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 1 und durch das Schleifblattbefestigungssystem
gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 5. Weitere vorteilhafte Details, Aspekte und
Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen,
der Beschreibung und den Figuren.
Die Erfindung schafft eine Blattarretiervorrichtung, die sehr hohen
Drehmomentbeanspruchungen ohne Versagen standhalten kann, während sie mit geringem
Aufwand rasch anbringbar und abnehmbar bleibt.
Die Erfindung schafft ein Anschlußstück zur Blattarretierung, welches
eine flache Platte mit einer zentral gelegenen Anbringungsöffnung aufweist; Klemmittel,
welche die Öffnung umgeben und aus einer ersten Oberfläche der Platte vorragen,
wobei die Klemmittel dafür angepaßt sind, ein Schleifblatt zwischen der Platte und
den Klemmitteln festzuhalten; und zumindest drei Arretiermittel, von welchen jedes
einen Querschnitt mit einem Winkelteil aufweist, der im wesentlichen parallel zu
der Platte ist und aus einer zweiten Oberfläche der Platte vorragt, die der ersten
Oberfläche entgegengesetzt ist. Im Gebrauch wirken die Arretiermittel
mit einer passend geformten Gegenmutter zusammen, die zumindest drei beabstandete
Sperrhaken aufweist, um die Arretiermittel unterzubringen und festzuhalten.
Der Begriff "Sperrhaken" bezieht sich auf einen Teil der Gegenmutter,
welcher für die Aufnahme der Arretiermittel geformt ist, wenn das Anschlußstück
zur Blattarretierung relativ zu der Gegenmutter um eine gemeinsame Achse gedreht
wird, nachdem das Arretiermittel in einen Sperrhakenzugangsschlitz gebracht worden
ist. Das Arretiermittel und der Sperrhaken schaffen eine Rast- oder Klemmverbindung,
welche sowohl die Gegenmutter als auch die Arretiermittel auf eine Weise zusammenhält,
die durch eine umgekehrte Drehung lösbar ist. Der Sperrhaken weist eine Arretierfläche
auf, welche vorzugsweise in einer Anschlagfläche endet, welche die relative Drehbewegung
des Anschlußstückes und der Gegenmutter in einer Richtung begrenzt. Der Sperrhaken
kann die Form eines geschlossenen Schlitzes, eines Nachlasses oder einer Schulter
in einer Zylinderfläche oder einer anderen derartigen Vorrichtung aufweisen, vorausgesetzt,
sie schafft eine Arretierfläche, gegen welche das Arretiermittel drücken kann, wenn
es sich in dem Sperrhaken befindet.
Die Arretiermittel können im allgemeinen L-förmige Vorsprünge sein,
die um die Anbringungsöffnung herum beabstandet sind. Ersatzweise können sie die
Form von stabförmigen Vorsprüngen mit vergrößerten und vorzugsweise abgeflachten
Köpfen (oder "Knöpfen") aufweisen. In jedem Fall sind die Zugangsschlitze in der
zusammenwirkenden Gegenmutter dafür angepaßt, die ganzen Vorsprünge bei bloßer Drehung
des Anschlußstückes relativ zu der Gegenmutter unterzubringen, wobei sich die Arretiermittel
in die zusammenwirkenden Sperrhaken schieben und von diesen nicht entfernt werden
können, außer durch die Umkehrung der Drehrichtung. Die Erfindung schafft des weiteren
ein Blattbefestigungsmittel mit einem wie oben beschriebenen Anschlußstück zur Blattarretierung
und einer Gegenmutter mit einer axialen Gewindebohrung, die für die Anbringung an
einer Gewindeantriebswelle angepaßt ist, und einer Mehrzahl von Sperrhaken, von
welchen jeder eine Arretierfläche und eine Anschlagfläche umfaßt. Zwischen den Sperrhaken
gelegen sind Sperrhakenzugangsschlitze. Diese erlauben den Zugang zu den Sperrhaken
und weisen keine Arretierflächen auf, welche die Sperrhaken charakterisieren.
Beim Gebrauch ist das Anschlußstück zur Blattarretierung in der Anbringungsöffnung
eines Schleifblattes eingepaßt, wobei die Klemmittel nach unten über die das Schleifmittel
tragende Oberfläche gefalzt sind und die Arretiermittel durch die Anbringungsöffnung
ragen. Die Arretiermittel auf dem Anschlußstück zur Blattarretierung sind in die
Sperrhakenzugangsschlitze eingeschoben. Das Blatt mit dem angebrachten Anschlußstück
wird dann verdreht, so daß sich die Arretiermittel bis zur Anschlagfläche in den
Sperrhaken vorschieben und mit zumindest einem Teil der Arretierfläche des Sperrhakens
in Kontakt bleiben. Der Sperrhaken ist vorzugsweise geformt, um einen zunehmenden
Reibkontakt zwischen den Arretiermittel und der Arretierfläche zu schaffen, wenn
sich das Arretiermittel weiter in den Sperrhaken und zur Anschlagfläche hin bewegt.
Dies hat vorteilhafterweise den Effekt, daß der zentrale Teil des Blattes in einer
axialen Richtung nach unten gezogen wird, so daß der zentrale Teil des Blattes,
wenn dieses flach an ein Werkstück angelegt wird, dort, wo die Klemmittel liegen,
die Oberfläche des Werkstücks nicht berührt. Die Biegsamkeit des zentralen Blatteils
wird vorzugsweise erhöht, indem radiale Schlitze in dem Blattkörper vorgesehen sind,
die sich von der Anbringungsöffnung nach außen erstrecken und zwischen den Klemmitteln
liegen.
Die Sperrhakenzugangsschlitze sollen als Lücken in dem Körper oder
auf der Oberfläche der Gegenmutter verstanden werden, die einen Zugang zu den Sperrhaken
schaffen. Sie sind daher in ihrer Gestalt und Größe durch die Arretiermittel bestimmt,
für deren Unterbringung sie bestimmt sind.
Zur Erläuterung der Erfindung wird nachfolgend ein Verfahren zur Anbringung
eines Schleifblattes an eine Schleifmaschine beschrieben wobei das Verfahren folgendes
umfaßt:
- a) Schaffen eines Blattes mit einem Anschlußstück zur Blattarretierung mit einer
scheibenförmigen Platte, Klemmittel für das Festklemmen des Schleifblattes zwischen
der Platte und den Klemmitteln, wobei die Rückseite des Blattes in Kontakt mit der
Platte kommt, und zumindest drei Arretiermittel, von welchen jedes einen Querschnitt
mit einem Winkelteil aufweist, der im wesentlichen parallel zu der Platte ist und
aus der Plattenoberfläche vorragt, die der Oberfläche in Kontakt mit dem Schleifblatt
entgegengesetzt ist;
- b) Einpassen des Blattes in eine Gegenmutter, die auf einer Antriebswelle einer
Schleifmaschine befestigt wird, wobei die Gegenmutter Sperrhakenzugangsschlitze
und Sperrhaken in der gleichen Anzahl und in ähnlicher bzw. gleicher Weise beabstandet
wie das Anschlußstück zur Blattarretierung Arretiermittel aufweist, indem die Arretiermittel
in die Sperrhakenzugangsschlitze eingefügt werden; und
- c) Drehen des Blattes, um die Arretiermittel in die Sperrhaken zu schieben,
so daß die Arretiermittel die Arretierflächen und Anschlagflächen in dem Sperrhaken
berühren, so daß das Blatt lösbar an der Schleifmaschine befestigt wird.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Sperrhaken als ein Teil
von radialen Verlängerungen der Gegenmutter vorgesehen, welche sich weg von
der Gewindebohrung der Gegenmutter erstrecken. Die Anzahl solcher Verlängerungen
und folglich der vorgesehenen Sperrhaken, entspricht vorzugsweise der Anzahl der
Arretiermittel auf dem Blattanschlußmittel, mit welchen sie zusammenwirken sollen.
Die Sperrhakenzugangsschlitze sind in diesem Fall die Zwischenräume zwischen den
radialen Verlängerungen.
In der Praxis wird die Gegenmutter verwendet, während sie auf dem
Platz auf der Antriebswelle eines Schleifwerkzeugs liegt, und das Anschlußstück
zur Blattarretierung wird unter Verwendung der Klemmittel an einem Schleifblatt
befestigt. Daher wird im Gebrauch ein Schleifblatt, welches das Anschlußstück zur
Blattarretierung trägt, in die Gegenmutter, welche die Sperrhaken trägt, eingepaßt,
indem die Arretiermittel in die Sperrhakenzugangsschlitze eingefügt werden und dann
das Blatt verdreht wird, um die Arretiermittel in die Sperrhaken und gegen eine
Anschlagfläche innerhalb des Sperrhakens zu schieben.
Wo das Blatt relativ starr ist, kann das Blatt direkt an der Gegenmutter
befestigt werden. Öfter jedoch weist das Blatt eine relativ geringe Steifheit auf
und wird in Verbindung mit einer Stützunterlage verwendet, und typischerweise ist
diese ebenfalls durch die Gegenmutter gesichert. Es sei jedoch vorweggenommen, daß
die Gegenmutter im wesentlichen einen Teil des Körpers der Stützunterlage bilden
kann, so daß der Sperrhaken und die Sperrhakenzugangsschlitze in dem Körper der
Stützunterlage/Gegenmutter selbst ausgebildet sind.
Das Klemmittel, das einen Teil des Anschlußstückes zur Blattbefestigung
bildet ist vorzugsweise eine Mehrzahl von Zungen, die aus der Platte um die Anbringungsöffnung
herum vorragen und sind dafür eingerichtet, nach unten über die das Schleifmittel
tragende Oberfläche eines Schleifblattes gefaltet zu werden, um das Blatt zwischen
den Zungen und der Platte einzuklemmen. Ersatzweise kann das Klemmittel durch einen
Klebstoff oder durch vorragende Zähne geschaffen werden, die dafür eingerichtet
sind, das Blatt zu durchbohren, oder durch eine Kombination der obigen und ähnlicher
Mittel. Noch ein weiteres alternatives Klemmittel wird durch eine axiale Gewindeverlängerung
der Platte geschaffen, die dafür angepaßt ist, eine zusammenwirkende Mutter oder
eine Kombination aus Mutter und Unterlegscheibe aufzunehmen.
Wo das Klemmittel die Form von vorstehenden Zungen aufweist, beträgt
die Zahl solcher Mittel vorzugsweise 2 bis 6 und insbesondere
3 oder 4. Solche Zungen werden praktischerweise aus dem Metall
der Platte gestanzt, so daß ihre Verformung aus der Ebene der Platte heraus teilweise
die zentrale Anbringungsöffnung bildet. Die Zungen sind vorzugsweise um die zentrale
Anbringungsöffnung herum gleichmäßig beabstandet.
Die Arretiermittel ragen aus der Oberfläche der Platte, die jener
entgegengesetzt ist, welche die Klemmittel trägt, und sind vorzugsweise zum Zwecke
der leichten Herstellung ebenfalls aus dem Material der Platte gestanzt. Bevorzugte
Arretiermittel weisen einen im allgemeinen L-förmigen Querschnitt und eine der Dicke
der Platte entsprechende Dicke auf. Die vorstehende Strecke unter der Platte sollte
zumindest mit dem Abstand zwischen der Arretierfläche des Sperrhakens und der Oberfläche
der Gegenmutter übereinstimmen. Der gegen die Arretierfläche drückende Teil des
Arretiermittels ist im Gebrauch der waagrechte Teil des "L", und dieses kann gegen
den Umfang oder gegen die Achse des Blattes ragen, abhängig von der Lage des Sperrhakens,
mit welchem das Arretiermittel zusammenwirken soll.
Der Teil des Arretiermittels, der im wesentlichen parallel zu der
Ebene der Platte ist, ist breit genug, um in die Arretierfläche des Sperrhakens
einzugreifen, und ist vorzugsweise derart geformt, daß es in Zusammenwirkung mit
der Arretierfläche sichergestellt ist, daß die Reibung zwischen den beiden mit der
Strecke in dem Sperrhaken zu der Anschlagfläche hin zunimmt, um welche das Arretiermittel
eingeschoben wird.
In einigen Fällen wird es wünschenswert gefunden, daß eine zusammenwirkende
Kombination aus Kugel und Pfanne vorgesehen ist, bei welcher eine Stütze, die elastisch
in einer Pfanne in der Arretierfläche der Gegenmutter zurückgehalten wird, mit einer
Nut in dem Arretiermittel zusammenwirkt, um das Arretiermittel lösbar in der Stellung
festzuklemmen, wenn die Stütze und die Nut aufeinander treffen. Hierdurch ist im
wesentlichen die Funktion der Anschlagfläche gegeben.
Der Abstand zwischen benachbarten Arretiermitteln wird durch die Sperrhakenzugangsschlitze
auf der Gegenmutter bestimmt, da sie in diese Schlitze passen sollen, bevor das
Blatt verdreht wird, um die Arretiermittel in die Sperrhaken einzufügen.
Was das Anschlußstück zur Blattarretierung betrifft, liegen die Arretiermittel
vorzugsweise ebenfalls zwischen den Klemmmitteln, obwohl sie aus der Oberfläche
der Platte des Anschlußstückes in entgegengesetzte Richtungen vorragen. Sie sind
deshalb meist in derselben Anzahl vorhanden wie die Klemmittel, obwohl innerhalb
des Bereichs von 2 bis 6 weniger oder mehr vorgesehen sein können.
Eine solche Anordnung macht es möglich, daß sowohl Klemmittel als auch Arretiermittel
durch ihr Ausstanzen aus derselben Metallscheibe geschaffen werden können.
Das Anschlußstück zur Blattarretierung ist meistens aus einer Metallscheibe
hergestellt, aber dies ist keineswegs wesentlich. Wenn zum Beispiel das Klemmittel
durch eine Technik bereitgestellt wird, die kein Biegen eines Scheibenteils erfordert,
um das Blatt zwischen starren Oberflächen einzufangen, kann das Anschlußstück aus
einem Kunststoffmaterial gegossen werden, vorausgesetzt daß dieses eine ausreichende
Steifheit aufweist, um den Belastungen eines Schleifvorgangs standzuhalten.
Die vorliegende Erfindung ist mit den Sperrhaken in den Gegenmuttern
und den Arretiermitteln auf dem Anschlußstück beschrieben worden. Es wird jedoch
sofort richtig eingeschätzt werden, daß die Erfindung im wesentlichen die gleiche
ist, wenn sich der Platz der Sperrhaken auf dem Anschlußstück befindet und die Arretiermittel
Teil der Gegenmutter sind. Es ist vorgesehen, daß alle solche naheliegenden Veränderungen
durch die vorliegende Erfindung erfaßt werden.
Die Erfindung wird nun unter besonderer Bezugnahme auf die in den
Zeichnungen dargestellten Ausführungsformen beschrieben, welche bloß zum Zwecke
der Veranschaulichung verstanden werden sollen und keineswegs eine notwendige Einschränkung
des Umfangs der Erfindung darstellen.
1 zeigt eine Seitenansicht eines Anschlußstückes
zur Blattarretierung gemäß der Erfindung.
2a und 2b
zeigen eine obere beziehungsweise untere Seite eines Blattes mit der in
1 gezeigten Vorrichtung zur Blattarretierung an ihrem
Platz.
3a und 3b
zeigen eine obere beziehungsweise untere Oberfläche einer Gegenmutter gemäß der
Erfindung.
4 zeigt einen Querschnitt des Mittels
zur Blattarretierung und der Gegenmutter, welche beide zum Festhalten eines Schleifblattes
zusammenwirken.
In den Zeichnungen weist ein Anschlußstück zur Blattarretierung eine
Metallplatte, 1, mit einer zentralen Anbringungsöffnung, 3, und
drei, von dem Metall der Platte ausgestanzte Zungen, 2, auf, die, wenn
das Blatt angebracht ist, nach unten gebogen sind, um das Blatt zwischen den Zungen
und der Platte, wie in 2a gezeigt, einzuklemmen. Ebenfalls
aus dem Metall der Platte ausgestanzt sind drei Arretiermittel, 4, mit
L-förmigen Querschnitten, wobei der zu der Platte parallele Teil eine zentral gelegene
Verformung, 5, in der Richtung der Ebene der Platte aufweist.
2b zeigt die umgekehrte Seite des Schleifblattes mit
befestigtem Anschlußstück, das in 2a gezeigt ist, und
veranschaulicht die Lage der Arretiermittel. Diese Ansicht zeigt auch radiale Schlitze,
13, die in das Schleifblatt geschnitten sind und die Biegsamkeit des zentralen
Teils des Schleifblattes erhöhen sollen. Diese Schlitze steigern die Leichtigkeit,
mit der dieser zentrale Teil axial verformt werden kann, wenn das Blatt durch das
Anschlußstück an der Gegenmutter angebracht ist und verdreht wird, um das Blatt
am Platz festzumachen.
3 veranschaulicht eine Gegenmutter, die für die Zusammenwirkung
mit den in 1 und 2 veranschaulichten
Anbringungsmitteln bestimmt ist und die Form einer Mutter mit einer Gewindebohrung,
8, und drei radialen Verlängerungen, 7, aufweist. Die Zwischenräume
zwischen den radialen Verlängerungen schaffen die Sperrhakenzugangsschlitze. Die
Stirnfläche der in 3a veranschaulichten Gegenmutter
berührt im Gebrauch das Blatt und das Anschlußstück zur Blattarretierung. Die entgegengesetzte
Seite der Gegenmutter, die in 3b gezeigt ist, weist
Sperrhaken auf, von welchen jeder eine Arretierfläche, 9, und eine Anschlagfläche,
10, aufweist.
4 veranschaulicht im Querschnitt ein
Schleifblatt, 6, das zwischen Klemmitteln 2 und der Oberfläche
einer Scheibe, 1, festgeklemmt ist, welche den Körper des Anschlußstückes
zur Blattarretierung darstellt. Eine Gegenmutter mit einer Gewindebohrung,
8, ist an einer drehbaren Welle, 12, angebracht und ist in einer
Stützunterlage, 11, gesichert. Die Gegenmutter weist einen Sperrhaken mit
einer Arretierfläche, 9, auf, die auf einer radialen Verlängerung,
7, der Gegenmutter liegt.
Bei der Verwendung wird das Anschlußstück zur Blattarretierung in
Kontakt mit der Gegenmutter gebracht, wobei sich die Arretiermittel in den Spalten
zwischen den radialen Verlängerungen auf der Gegenmutter (oder Sperrhakenzugangsschlitzen)
befinden. Aus dieser Stellung schiebt eine einfache Drehung des Blattes im Uhrzeigersinn
die Arretiermittel in die Sperrhaken. Die Verformung, 5, in den Arretiermitteln
stellt sicher, daß die Verformung gegen die Arretierfläche drückt und ein erhöhtes
Maß an Reibwiderstand gegenüber einer Relativbewegung mit sich bringt, sobald das
Arretiermittel mehr als teilweise in die Sperrhaken eingefügt ist.
Wie oben erwähnt, kann die Gegenmutter im wesentlichen Teil einer
Stützunterlage sein, und in einem solchen Fall kann das Arretiermittel auf dem Anschlußstück
zur Blattarretierung zum Biegen nach außen statt nach innen bestimmt sein, wie es
in den Zeichnungen gezeigt ist, und mit einem Sperrhaken in dem Stützunterlagenteil
der Gegenmutter/Stützunterlagen-Kombination zusammenwirken. In diesem Fall
wären die radialen Verlängerungen auf der Gegenmutter nicht erforderlich, und die
Befestigungsfunktion würde von einer Gewindebohrung in der Stützunterlage bereitgestellt
werden. Diese könnte tatsächlich ein Teil des Körpers der Stützunterlage oder ein
geeigneter Gewindeeinsatz sein, der axial in der Stützunterlage liegt. In beiden
Fällen würde bei einer solchen Anordnung die ganze Stützunterlage die Funktion der
Gegenmutter erfüllen, und für die Zwecke dieser Erfindung würde sie im wesentlichen
zu dieser werden.
Wo das Schleifblatt einen Aufbau mit Merkmalen aufweist, welche es
bei der Verwendung erfordern, daß das Blatt eine bestimmte Stellung in bezug auf
eine Stützunterlage annimmt, werden die Lagen des Arretiermittels und der Anschlagfläche
in den Sperrhaken vorzugsweise so angeordnet sein, daß, wenn das Arretiermittel
vollständig in dem Sperrhaken eingefügt und eine Kante mit der Anschlagfläche in
Deckung ist, die Ausrichtung des Blattes und der Stützunterlage perfekt ist.
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| Anspruch[de] |
- Anschlussstück zur Blattarretierung, welches eine flache Platte (1)
mit einer zentral gelegenen Anbringungsöffnung (3) aufweist; Klemmittel
(2), welche die Öffnung (3) umgeben und aus einer ersten Oberfläche
der Platte (1) vorragen, wobei die Mittel dafür angepasst sind, ein Schleifblatt
(6) zwischen der Platte (1) und den Klemmitteln (2) festzuhalten,
wobei die Schleifblattoberfläche, welche nicht das Schleifmittel trägt, in Kontakt
mit der Platte (1) steht; und zumindest drei Arretiermittel (4),
von welchen jedes einen Querschnitt aufweist, bei welchem ein Teil parallel zu der
Ebene der Platte (1) ist, wobei die Arretiermittel (4) aus einer
zweiten Oberfläche der Platte (1) vorragen, die der ersten Oberfläche entgegengesetzt
ist.
- Anschlussstück zur Blattarretierung nach Anspruch 1, bei welchem die
Klemmittel (2) durch eine Mehrzahl von Zungen bereitgestellt werden, die
dafür angepasst sind, ein Blatt (6) zwischen der Platte (1) und
den Zungen festzuklemmen.
- Anschlussstück zur Blattarretierung nach Anspruch 1 oder 2, bei welchen
die Arretiermittel (4) einen im wesentlichen senkrecht von der Platte unter
die selbe ragenden Abschnitt und einen im Winkel von etwa 90° davon abgebogenen
Bereich aufweisen, der im wesentlichen parallel zu der Ebene der Platte verläuft.
- Anschlussstück zur Blattarretierung nach einem der Ansprüche 1 bis
3, bei welchem die Platte (1) aus Metall ist und die Klemmittel (2)
und die Arretiermittel (4) aus dem Metall der Platte (1) gestanzt
sind.
- Schleifbefestigungssystem, enthaltend
a) ein Anschlussstück zur Blattarretierung nach einem der Ansprüche 1 bis 4;
b) eine Gegenmutter mit einer axialen Gewindebohrung (8), die für die Anbringung
an einer Gewindeantriebswelle (12) angepasst ist, und einer Mehrzahl von
Sperrhaken mit einer Arretierfläche (9) und zwischen den Sperrhaken gelegenen
Sperrhakenzugangsschlitzen; wobei die Lage und die Anzahl der Sperrhaken und der
Sperrhakenzugangsschlitze derart beschaffen ist, dass sie die Einfügung der Arretiermittel
(4) auf dem Anschlussstück zur Blattarretierung in die Sperrhakenzugangsschlitze
der Gegenmutter und eine axiale Drehung des Anschlussstückes zulassen, um die Arretiermittel
(4) in die Sperrhaken und in Kontakt mit einer zuammenwirkenden Arretierfläche
(9) zu bringen, bis eine Anschlagfläche (10) erreicht ist.
- Schleifblattbefestigungssystem nach Anspruch 5, bei welchem die Anzahl
der Arretiermittel (4), Sperrhaken und Sperrhakenzugangsschlitze jeweils
dieselbe ist und von 3 bis 8 reicht.
- Schleifblattbefestigungssystem nach Anspruch 5 oder 6, bei welchem
die Arretiermittel (4) und die Arretierfläche (9) geformt sind,
um dafür zu sorgen, dass sich, wenn sich das Arretiermittel (4) in den
Sperrhaken schiebt, die Reibung zwischen den beiden erhöht.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen
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Patent Zeichnungen (PDF)
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