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Dokumentenidentifikation DE202004008476U1 10.11.2005
Titel Vorrichtung zum Zerkleinern von Feststoffen in inhomogenen Flüssigkeiten
Anmelder Hugo Vogelsang Maschinenbau GmbH, 49632 Essen, DE
Vertreter Glaeser, J., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 22767 Hamburg
DE-Aktenzeichen 202004008476
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 10.11.2005
Registration date 06.10.2005
Application date from patent application 25.05.2004
IPC-Hauptklasse B02C 18/40
IPC-Nebenklasse B02C 18/16   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Zerkleinern von Feststoffen in inhomogenen Flüssigkeiten, insbesondere Gülle, die ein Gehäuse als Flüssigkeitsaufnahmebehälter enthält, in den zumindest eine Zuführleitung einmündet, der im Bereich zumindest einer Durchtrittsöffnung quer zur Strömungsrichtung der Flüssigkeit ein Schneidwerkzeug mit einem rotierenden Schneidglied und einem ortsfesten Gegenglied aufweist, und der mit einer Austrittsöffnung ausgebildet ist.

Eine solche Vorrichtung ist bekannt (DE 299 10 596 U1).

Bisher sind die Messer und die Flügel der Rotoren jeweils mit einer Bohrung versehen. Bei der Montage der Schneidmesser wird ein Stift in der Bohrung befestigt. Der Stift bildet die Lagerung der Messer in der Rotornut.

Bei Unebenheiten des Schneidsiebs und bei ungleichmäßigem Verschleiß von Messer und Schneidsieb liegen durch die pendelnde Aufhängung der Messer diese immer flächig auf dem Schneidsieb auf. Jedoch ist in der Nut des Rotors zwischen dem Rücken der Schneidmesser und dem Boden der Nut in den Rotorflügein ein Spalt vorhanden, damit ein Pendeln des Messers möglich ist. Dieser Spalt setzt sich gern mit Feststoffen zu und verhindert dadurch die Pendelmöglichkeit. Infolge des ständigen federbeaufschlagten Kontaktes zwischen Messer und dem Schneidsieb wird Reibungwärme erzeugt. Besonders bei Trockenlauf wird bei mangelnder Abfuhr der Reibungswärme das Messer schnell heiß und verliert seine Härte. Bei Aufhängung des Messers mittels eines Stiftes kann Wärme nur unbefriedigend abgeführt werden.

Schließlich kann der Stift im Laufe des Betriebes ausschlagen und herausfallen. Dann ist das Messer nicht mehr korrekt geführt.

Gemäß der Erfindung werden die Nut in den Rotorflügeln und der Rücken des Messers jeweils kreisförmig mit dem gleichen Kreisradius ausgeführt.

Daher ist kein Stift zur Halterung des Messers erforderlich, vielmehr wird die Pendel-Beweglichkeit dadurch erreicht, dass der Messerrücken und der Nutgrund jeweils ein Gleitlager bilden.

Folgende Vorteile werden erzielt:

  • Pendelbeweglichkeit ist zum Ausgleich von Unebenheiten gewährleistet.
  • Spaltlose Pendelbeweglichkeit ist gegeben. Es kann kein Schmutz eindringen und das Pendeln blockieren.
  • Guter Wärmeübergang zwischen Rotorflügeln und Messer ist dadurch gegeben, dass die Kontaktfläche wesentlich vergrößert worden ist.
  • Leichter Ein- und Ausbau bei Wartungsarbeiten.

Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise erläutert.

Die 1 und 2 zeigen Teile der Vorrichtung gemäß der Erfindung, und zwar einmal mit nicht eingesetzten und zum anderen mit eingesetzten Messern.

3 zeigt eine in anderem Maßstab gehaltene Schnittansicht durch einen der Rotorflügel.

In den Figuren ist mit 10 das sog. ortsfeste Gegenglied eines Schneidwerkzeuges gezeigt. Es handelt sich hierbei um eine kreisförmig begrenzte Scheibe mit einer Mehrzahl von Löchern, wobei diese Löcher nicht notwendigerweise kreisförmig sein müssen.

Unterhalb der Lochscheibe 10 ist ein rotierendes Schneidglied 12 mit drei Rotorflügeln 14 gezeigt. Im Zusammenhang mit der Erfindung könnten auch Schneidglieder mit mehr oder weniger als 3 Rotorflügeln eingesetzt werden.

Die 1 lässt erkennen, dass die Rotorflügel im Wesentlichen radial zur Achse X des Schneidglieds 12 ausgerichtet sind. Sie sind in einer radialen Schnittebene senkrecht zur Achse X mit nach oben hin offenen Nuten 13 gezeigt. Der Nutengrund ist, wie 3 erkennen lässt, zylindermantelförmig begrenzt worden. Die Messer 11 haben eine entsprechende Ausgestaltung, d.h. der Messerrücken ist mit Hilfe eines Radius R begrenzt worden.

Nachdem die Erfindung übersichtlich dargestellt worden ist, werden weitere Einzelheiten erläutert.

Die Flügel 14 des Schneidgliedes 12 müssen nicht zur Achse X radial hinlaufen, sie können in Bezug auf diese Achse verschwenkt sein, so dass auf diese Art und Weise eine sichelartige Schneidwirkung zwischen den Messern und den Öffnungen im ortsfesten Gegenglied 10 erzeugt werden kann.

Auch muss der Grund der Nuten nicht zylindermantelflächenartig ausgestaltet sein, er könnte irgendeine ballige Form haben, wobei dann der Rücken der Messer 11 entsprechend ausgestaltet werden müsste.

Auch müssen die Messer 11 keine ebenen Gebilde sein, sondern Sie könnten aus der Ebene heraus gewölbt sein, wobei diese Form der Messer dann zur entsprechenden Form der Nut passen muss. Auf diese Art und Weise kann die sichelförmige Wirkung zwischen den Messern 11 und den Öffnungen im ortsfesten Gegenglied 10 verstärkt werden, wobei die Öffnungen dann selbst nicht zylinderförmig ausgebildet sein müssten.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Zerkleinern von Feststoffen in inhomogenen Flüssigkeiten, insbesondere Gülle, die ein Gehäuse als Flüssigkeitsaufnahmebehälter enthält, in den zumindest eine Zuführleitung einmündet, der im Bereich zumindest einer Durchtrittsöffnung quer zur Strömungsrichtung der Flüssigkeit ein Schneidwerkzeug mit einem rotierenden Schneidglied und einem ortsfesten Gegenglied aufweist, und der mit einer Austrittsöffnung ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das rotierende Schneidglied (12) mit einer Mehrzahl von Rotorflügeln (14) ausgebildet ist, die ihrerseits mit Nuten (13) zur Aufnahme von an die Nuten angepassten Messern (11) versehen sind, und dass die Nuten (13) zu einer in Bezug auf die Achse (X) des Schneidglieds (12) radial ausgerichteten Schnittebene offen sind.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nutengrund als Teil einer Zylindermantelfäche (3) ausgebildet ist, deren Radius (R) mit dem der Begrenzung des Messerrückens übereinstimmt.
  3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotorflügel (12) und/oder die Nuten (13) sich radial zur Achse (X) des Schneidgliedes (12) erstrecken.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotorflügel (12) und/oder die Nuten (13) sich nicht radial zur Achse (X) des Schneidgliedes (12) erstrecken.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotorflügel (12) und/oder die Nuten (13) und die Messer (11) in ihren Längserstreckungen uneben oder gewölbt sind.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sichelartige Messer (11) mit nicht kreisförmigen, sondern länglichen oder ellipsenförmigen Durchtrittsöffnungen des Schneidwerkzeugs (10) zusammenwirken.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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