Technisches Gebiet
Die vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet der Behandlung von laminaren,
biegsamen Produkten, wie zum Beispiel Fellen und Häuten, und insbesondere eine Maschine
zum Konditionieren solcher Produkte mittels geeignet behandelter Luft.
Stand der Technik
Es ist bekannt, dass einige Arten von laminaren, biegsamen Produkten,
wie zum Beispiel gewerbliche Felle, beträchtliche Mengen an Wasser aufnehmen und
hohen Feuchtegehalt aufweisen, der nicht hinnehmbar ist bei halbfertigen oder fertigen
Produkten.
Demzufolge müssen solche Produkte einem Trocknungsverfahren unterzogen
werden mittels geeigneter Maschinen und gewerblicher Anlagen.
Es kann vorkommen, dass wenn die oben genannten Produkte dem oben
genannten Trocknungsverfahren unterzogen werden, dass sie zu sehr oder ungleichmäßig
getrocknet werden und so die erforderliche Biegsamkeit und Handlichkeit verlieren
und somit der Gefahr der Beschädigung während der anschließenden Behandlungen ausgesetzt
sind.
Es ist weiter bekannt, dass mehrere Produkte, wie zum Beispiel gewerbliche
Felle, einem abschließenden Verfahren unterzogen werden müssen mit Imprägnieren
auf beiden Seiten mit abweisenden Mitteln, die vorgegebene physikalische und chemische
Eigenschaften haben. In solchen Fällen, wenn die Produkte nur auf einer Seite oder
auf einer Seite bei einem Mal getrocknet sind, können sie als tatsächliches Hindernis
auf der getrockneten Seite wirken, wodurch das Beseitigen verbleibender Feuchte
aus dem Inneren der Produkte verhindert wird und somit für lange Zeiten unangenehme
Gerüche verursachen.
Es ist daher offensichtlich, dass auf einigen gewerblichen Gebieten,
wie zum Beispiel bei der Gerbindustrie, eigene Möglichkeiten vorgesehen sein müssen
zum „Herrichten" der Produkte, wobei mit diesem Ausdruck das genaue Kontrollieren
und Anpassen der verbleibenden Feuchte der Produkte gemäß deren Art und Dicke gemeint
ist sowie die besonderen Erfordernisse der halbfertigen oder fertigen Gegenstände.
Maschinen oder Anlagen zum Trocknen von laminaren, biegsamen Produkten
mit hohem Feuchtegehalt sind bekannt, wie zum Beispiel Vakuum-Trockenmaschinen vom
diskontinuierlichen Typ.
Solche Maschinen sind ausgestattet mit Heizplatten, auf denen die
zu trocknenden Produkte, wie zum Beispiel Felle, präzise ausgelegt und hohem Vakuum
ausgesetzt sind.
Die von den Produkten in Form von Dampf freigesetzte Feuchtigkeit
wird kondensiert und in der Form von Wasser entfernt.
Die Felle, die der oben genannten Trockenbehandlung unterzogen werden,
können immer noch einen Rest-Feuchtegehalt von zwischen 30% bis 50% haben, wobei
der Gehalt für bestimmte Anwendungen entweder zu hoch oder zu niedrig sein kann.
Andere Trockenverfahren sind bekannt, die von der kontinuierlichen
Art sind, zum Beispiel die Ketten-Trockenanlagen, in denen die zu trocknenden Produkte
aufgehängt werden an einer endlosen Kette, die sich kontinuierlich abwickelt an
der freien Luft entlang einem Weg, der sich durch die für andere Verfahren vorgesehenen
Arbeitsbereiche erstreckt auf eine Weise, dass Raum und Arbeitszeit gespart wird.
Wenn solche bekannten Anlagen relativ niedrige Kosten aufweisen, haben sie doch
den Nachteil äußerst niedriger Anpassungsfähigkeit auf Grund der Tatsache, dass
die Behandlung dieselbe ist für alle Produkte und daher nicht an die Dicke und Art
der unterschiedlichen, an der Kette aufgehängten Produkte, angepasst werden kann.
Zudem stehen die Produkte sehr lang, so dass eine beachtliche Sperre an Kapital
damit verbunden ist.
Tunnelanlagen sind auch bekannt, bei denen die Produkte dazu gebracht
werden, sich in einer Röhre nach vorn zu bewegen, durch die ein gemäßigter Luftstrom
fließt, der vorher von geeigneten Zubereitern oder Feuchteabsorbern bearbeitet wurde,
um ein wiederholtes und angemessenes Trocknen zu bewirken. In diesen bekannten Zurichtanlagen
wird die in dem Produkt vorhandene Feuchtigkeit nicht in einer einheitlichen und
gesteuerten Art entfernt. Zudem ist die Behandlung der Produkte außerordentlich
langsam und erlaubt es nicht an die Produktionserfordernisse angepasst zu werden,
die mehr und mehr differenziert sind in äußerst kurzen Zeiten. Selbst in diesem
Fall ist eine beachtliche Sperre an Kapital verbunden mit offensichtlichem wirtschaftlichem
Nachteil.
Aus der GB-2163450 ist eine Vorrichtung bekannt zum Behandeln von
Ledern, die alle Merkmale aufweist, die im Oberbegriff von Anspruch 1 enthalten
sind. Bei dieser bekannten Vorrichtung werden die zu behandelnden Leder getrocknet
mit erwärmter Luft und gestreckt mit endlosen Seilschleifen, die sich in horizontaler
Richtung in einer Heizkammer nach vorn bewegen.
Düsen, die an den gegenüberliegenden Seiten der Leder
angeordnet sind, blasen die erwärmte Luft während die Leder von den endlosen Seilschleifen
nach vorn bewegt werden. Ein Nachteil dieser bekannten Vorrichtung ist es, dass
jede Düse so geformt ist, dass Luft in einem ziemlich örtlichen Bereich geblasen
wird und deshalb werden die zu behandelnden Leder getrocknet in unzureichend gleichförmiger
Weise. Zudem erstrecken sich die endlosen Seilschleifen dieser bekannten Vorrichtung
nur in einem horizontalen Zweig und deshalb werden die Leder durch die Heizkammer
nur für eine Länge mit relativ reduzierter Luft-Trockenwirkung gefördert.
Aus der GB-703391 ist eine Vorrichtung bekannt zum Behandeln und Zurichten
von Produkten, wie zum Beispiel Textil oder Papier, der Luft, Dampf oder andere
gasförmige Fluide verwendet, die von Gruppen von Düsenelementen, die an beiden Seiten
der geförderten Produkte angeordnet sind, angeblasen werden. Bei dieser bekannten
Vorrichtung ist keine Einrichtung vorgesehen zum Halten und nach vorn bewegen der
in dem Durchlauf zwischen den Gruppen der Düsenelemente zu behandelnden Produkte.
Zudem weist jedes Düsenelement ein Paar länglicher Öffnungen an seiner Grundwand
auf. Schließlich werden die zu behandelnden Produkte nur durch eine horizontale
Länge gefördert, in der die Luft-Düsenelemente vorgesehen sind.
Aus der WO-A-95/01540 ist eine kontinuierliche Trocken-Vorrichtung
bekannt zum Trocknen und Zurichten von Fellen und Gewebe, wobei diese Vorrichtung
eine Reihe von ringförmigen endlosen Riemen aufweist, die umgekehrt übereinander
gelegt sind und einander zugewandt sind, um die Produkte in einer Trockenkammer
zu bewegen, in der Einrichtungen vorgesehen sind zum Zirkulieren von behandelter
Luft. Die Einrichtungen zum Zirkulieren von Luft weisen keine Düsen auf zum Blasen
von behandelter Luft auf beide Seiten der Produkte. Dies hindert die zu behandelnden
Produkte auf eine sehr verlässliche und andauernde Weise gleichförmig getrocknet
und zugerichtet zu werden.
Zudem werden die ringförmigen endlosen Riemen getrennt von einander
und die umkehrenden Abschnitte sind nicht verbunden zu geraden Längen und bilden
deshalb keinen kontinuierlichen sinusoidalen Weg, so dass kein relativ langer und
kontinuierlicher Trockenweg vorgesehen werden kann.
Offenbarung der Erfindung
Eine erste Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Maschine
zur Behandlung von laminaren, biegsamen Produkten, insbesondere gewerblichen Fellen,
die es ermöglicht ein kontrolliertes und gleichförmiges Trocknen der Produkte auf
beiden Seiten davon zu bewirken, während das Zurückhalten von Feuchtigkeit im Inneren
davon verhindert wird.
Eine weitere Aufgabe ist es insbesondere, einen Sattel bereit zu stellen,
der konstruktiv einfach und im Betrieb absolut zuverlässig ist.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Konditionier-Maschine
zur Behandlung von laminaren, biegsamen Produkten zu schaffen, die hohe Geschwindigkeit
und Wirksamkeit der Behandlung aufweist, um so die Immobilisierung großer Mengen
von Produkten und folglich an Geld zu verhindern, um so im wesentlichen ebene und
fehlerfreie Produkte zu erhalten.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Konditionier-Maschine
zu schaffen mit den Merkmalen hoher Anpassungsfähigkeit, die es ermöglichen leicht
und schnell Verfahrensparameter anzupassen gemäß dem zu behandelnden Produkt.
Eine weitere Aufgabe ist es, eine Konditionier-Maschine zu schaffen
mit relativ einfacher und kompakter Struktur, um so eingeschränkte Fertigkeit der
Arbeiter zu erfordern.
Eine weitere Aufgabe ist es, eine Maschine zu schaffen mit einem Teil
zum Konditionieren so lang wie möglich in einem begrenzten Raum.
Noch eine weitere Aufgabe ist es, eine Maschine zu schaffen zum Konditionieren
von Ledern und ähnlichen Produkten mit einer modularen Struktur, die in der Lage
ist, sich anzupassen an besondere Erfordernisse an Rauminhalt und an Produktivität
in dem Raum, in dem sie unter gebracht ist.
Diese und andere Aufgaben werden erreicht mit einer Maschine zum Konditionieren
von Ledern und ähnlichen, laminaren Produkten gemäß Anspruch 1, die mindestens eine
modulare Konditioniereinheit mit einem äußeren Gehäuse, mit einem Einlassabschnitt
für die zu behandelnden Produkte und einem Auslassabschnitt für die bereits behandelten
Produkte, Einrichtungen zum Fördern der Produkte in einer longitudinalen Richtung
zwischen dem Einlassabschnitt und dem Auslassabschnitt entlang einem Konditionierweg,
wobei die Einrichtungen zum Fördern endlose Elemente umfassen, die geeignet sind,
zu den gegenüber liegenden Seiten dieser Produkte gerichtet zu sein mit Bezug auf
eine Förderebene, um diese fest zu tragen und entlang dem Konditionierweg zu fördern,
Einrichtungen zum Zirkulieren von Luft in dieser Konditioniereinheit, wobei die
Einrichtungen zum Zirkulieren von Luft zwei Reihen von Düsen aufweisen, die an gegenüber
liegenden Seiten dieser Förderebene in regelmäßigen Abständen in Längsrichtung relativ
zu einander angeordnet sind, wobei die Düsen jeweils versehen sind mit Auslassen
zum Blasen von Luftstrahlen quer zur Förderebene gleichzeitig auf
beide Seiten der Produkte, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslasse für jede Düse
einen länglichen Schlitz aufweisen, der sich quer erstreckt relativ zu der Förder-Richtung,
wobei diese endlosen Elemente eine Vielzahl von benachbarten und geraden Längen
aufweisen, die umgekehrt übereinander gelegt sind und an einem Ende davon mit umkehrenden
Abschnitten verbunden sind, um einen im wesentlichen sinusoidalen Weg zu bilden,
wobei die Düsenreihen regelmäßig verteilt sind über alle diese benachbarten, geraden
Längen.
Dank dieser Anordnung werden die Produkte einer im wesentlichen gleichförmigen
Luftblaswirkung ausgesetzt während sie in einer im wesentlichen ebenen und gleichen
Ausgestaltung erhalten werden mit einer extrem verminderten Schrumpfung, so dass
eine schnellere und wirksamere Konditionierung der Produkte möglich wird.
In einer bevorzugten Ausgestaltung hat jeder der länglichen Schlitze
eine im wesentlichen konstante Breite und erstreckt sich über beinahe die gesamte
Breite der Konditioniereinheit.
Vorzugsweise können die Auslasse der Düsen im wesentlichen mit sich
gegenüber liegendem Bezug, jeweils in versetztem Bezug hinsichtlich der longitudinalen
Richtung angeordnet sein.
Die Düsen können mit seitlichen Wänden versehen sein, die auf die
Auslasse zu konvergieren und mit einer Grundwand verbunden sind, die im wesentlichen
parallel zu der Förderebene ist, an der die länglichen Schlitze des Auslasses gebildet
sind.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden genauer verstanden
im Lichte der folgenden Beschreibung bevorzugter aber nicht beschränkender Ausgestaltungen
einer Maschine zum Konditionieren von Ledern und ähnlichen, laminaren, biegsamen
Produkten, die im Folgenden gegeben wird mittels einem nicht beschränkenden Beispiel
mit Hilfe der beigefügten Zeichnungen, in denen:
1 eine seitliche allgemeine Ansicht einer
Anlage zur Behandlung von Fellen zeigt, in der eine erste Ausgestaltung einer Maschine
zum Konditionieren gemäß der Erfindung enthalten ist,
2 eine seitliche, entlang einer vertikallongitudinalen
Ebene teilweise geschnittene Ansicht einer zweiten Ausgestaltung einer Maschine
zum Konditionieren gemäß der Erfindung zeigt,
3 eine ebene Ansicht der Maschine von
2 mit einigen transparent dargestellten Teilen zeigt,
4 eine Ansicht von vorn der Maschine
von 2 mit einigen transparent dargestellten Teilen
zeigt,
5 eine schematische Ansicht einer modularen
Einheit der Maschine gemäß der Erfindung zeigt, teilweise geschnitten entlang einer
transversal-vertikalen Ebene V-V,
6 eine teilweise Bereichsansicht der
Einheit von 5 entlang einer vertikalen Ebene VI-VI
zeigt,
7 eine teilweise Ansicht der Maschine
von 5 entlang der Ebene VII-VII zeigt,
8 eine teilweise Ansicht der Maschine
von 5 entlang der Ebene VIII-VIII zeigt,
9 eine teilweise Ansicht in vergrößertem
Maßstab der Maschine gemäß der Erfindung zeigt,
10 eine genaue Ansicht in weiter vergrößertem
Maßstab des Details von 9 zeigt.
Genaue Beschreibung der bevorzugten Ausgestaltungen
7 zeigt eine Anlage L zur Behandlung
von laminaren, biegsamen Produkten, wie zum Beispiel gewerblichen Fellen P, in der
eine Maschine zum Konditionieren gemäß der Erfindung, die allgemein mit dem Bezugszeichen
1 bezeichnet ist, vorgesehen ist.
Anlage L weist stromaufwärts der Maschine 1 zum Konditionieren
gemäß der Erfindung eine an sich bekannte Vakuum-Trockenmaschine D mit mehreren
Heizplatten auf, in denen Häute zum Trocknen vorgesehen sind bis sie eine relative
Restfeuchte von zum Beispiel zwischen 20% und 40% haben. Stromabwärts der Trockenmaschine
D sind die Felle P einem Konditioniervorgang ausgesetzt, wobei dieser Ausdruck ein
Verfahren zum Kontrollieren und Anpassen der verbleibenden Feuchte bis zu einer
Restfeuchte von zum Beispiel zwischen 10% und 20% bezeichnet. Schließlich werden
die Felle nach vorn bewegt zu einer bekannten Tragmaschine S, um sie weich zu machen
und ihre Abmessung zu vergrößern.
Die Maschine 1 zum Konditionieren kann offensichtlich sogar
getrennt oder zwischen Maschinen und Behandlungsschritten, die anders sind als die
in 1 dargestellten, verwendet werden. Weiter kann eine
Maschine 1 zum Konditionieren sogar zum Erhöhen der Feuchtigkeit verwendet
werden, wodurch den Produkten ein handlicher Anschein und eine Qualität verliehen
wird, die teilweise während der vorhergehenden Trockenphase verloren gegangen sind.
Zusätzlich kann die Anzahl der Einheiten zum Konditionieren festgelegt
werden in Übereinstimmung mit einem Erfordernis, das vom Nutzer und von der Art
der zu behandelnden Produkte bestimmt ist.
Die schematisch in 1 dargestellte Maschine
1 weist sechs modulare Einheiten 2 auf, die im wesentlichen identisch
und in Reihe eine nach der anderen angeordnet sind, wobei die Produkte P nach vorn
bewegt werden entlang einem Konditionierweg, der sich in einer im wesentlichen longitudinalen
Richtung A von einem Einlassabschnitt 3 für die zu behandelnden Produkte
zu einem Auslassabschnitt 3 für die bereits behandelten Produkte erstreckt.
Während des nach vorn bewegen der Produkte P werden diese letzteren
in einer im wesentlichen erstreckten Zustand auf einer im wesentlichen horizontalen
Ebene G gehalten, obwohl eine solche Ebene geneigt oder vertikal gerichtet sein
kann.
2 bis 10
zeigen eine vereinfachte Ausgestaltung der Maschine 1 zum Konditionieren
gemäß der Erfindung, wobei die Maschine gebildet ist von nur zwei modularen Einheiten,
die eine nach der anderen angeordnet sind und ähnlich mit einem Einlassabschnitt
3 und einem Auslassabschnitt 3 für die Produkte versehen sind.
Jede Einheit 2 ist im wesentlichen von zwei kastenförmigen
Gehäusen 5 gebildet, zum Beispiel Metallplatte, und weist seitliche, obere
und untere Wände auf, die im wesentlichen eben sind. Der innere Raum, der von den
oben genannten Wänden bestimmt ist, hat eine vorbestimmte Breite W und Länge T und
ist mit einer Trennwand versehen, die einen unteren Abschnitt 7 und einen
oberen Abschnitt 8 aufweist.
Der untere Abschnitt 7 bildet einen Raum für den Durchlauf
der Produkte P, in dem geeignete Fördereinrichtungen und Einrichtungen zu deren
Bearbeitung mit geeigneten Luftblaseinrichtungen verwendet sind.
Wie klarer dargestellt ist in 4 nimmt
der obere Abschnitt 8 einen Teil der Einrichtungen zum Zirkulieren von
Luft auf, die einen oder mehrere Gebläse 9 für das Zirkulieren von Luft
umfasst, die von außen durch eine Öffnung 10 eingeführt sind und für den
Durchlauf durch einen Wärmetauscher 11 vor Eintritt in den unteren Abschnitt
7.
Die Luft, die ihre Konditionierfunktion bewirkt hat, wird von dem
unteren Abschnitt 7 abgesogen und nach außen entsorgt mittels einem Auslassgebläse
12 durch eine Auslassöffnung 13.
Gemäß der Erfindung umfassen die Einrichtungen zum Zirkulieren Luftstrahlen,
die gleichzeitig auf beide Seiten von Produkten P gerichtet sind während deren nach
vorn bewegen entlang dem Konditionierweg.
Insbesondere werden die Luftstrahlen erzeugt von einer Reihe von Düsen
14, 14' mit Auslassen 15, 15', die an gegenüberliegenden
Seiten hinsichtlich der liegenden Ebene der Produkte angeordnet sind.
Vorzugsweise sind die Luftstrahlen quer gerichtet hinsichtlich der
Förderrichtung A der Produkte während dem Konditionierweg.
Zusätzlich sind die Auslasse 15, 15' sich gegenseitig
gegenüber liegend angeordnet. Als Alternative können die Auslasse 15,
15' in Längsrichtung versetzt sein, wodurch im allgemeinen dieselben Ergebnisse
erhalten werden.
Eine bevorzugte Ausgestaltung der Düsen 14, 14'
wird im Folgenden beschrieben, wobei offensichtlich ist, dass alternative Formen
gleichwertig verwendet werden können, vorausgesetzt, dass diese unter dasselbe erfinderische
Konzept fallen.
Insbesondere sind eine oder mehrere Gebläsekammern 16 in
dem unteren Abschnitt 7 gebildet, wobei die Kammern ungefähr eine prismenartige
oder kubische Form haben ähnlich horizontalen Schubladen.
Vorzugsweise kann jede Kammer 16 im Inneren mit einem Paar Wellplatten
17, 17' versehen sein mit fester oder variabler Schrittweite R,
wobei die Platten im wesentlichen sich gegenüber liegend angeordnet sind und symmetrisch
quer gespannt sind mit Bezug auf eine zwischen liegende Ebene G, die die Ebene bestimmt,
in der die Produkte P nach vorn bewegt werden. Die Wellplatten 17,
17' unterteilen Kammer 16 in einen zentralen hohlen Raum
18, einen oberen hohlen Raum 19 und einen unteren hohlen Raum
19'.
Vorzugsweise erstrecken sich die Wellplatten 17,
17' in einer Richtung, die im wesentlichen quer ist mit Bezug zu der Richtung
A, in der die Produkte nach vorn bewegt werden. Solchen Wellen sind gleichmäßig
längs voneinander beabstandet, um jeweils Wände 20, 21,
20', 21' zu bilden, die geneigt sind mit Bezug auf die liegende
Ebene G und den jeweiligen Grundwänden 22, 22', die im wesentlichen
parallel sind zu der Ebene G.
Solche Grundwände 22, 22' sind mit Schlitzen versehen,
die im wesentlichen gleichförmige Dicke M haben, um die Auslasse 15,
15' zu bilden. Entsprechend werden die Düsen 14, 14'
im allgemeinen gebildet sein aus den seitlichen Wänden 20, 21,
20', 21' und von den Schlitzen oder Auslassen
15, 15', die an den Grundwänden 22, 22' gebildet
sind.
In geeigneter Weise erstrecken sich die Auslasse 15,
15' ungefähr über die gesamte Breite der Konditioniereinheit
2. Zudem sind die Reihen der Düsen 14, 14' in einem regelmäßigen
Abstand voneinander in Längsrichtung mit Bezug auf die Längserstreckung der Einheit
2 angeordnet.
Die von dem Gebläse 9 geblasene und von dem Wärmetauscher
11 erwärmte Luft wird zu einem seitlichen Ansaugrohr 23 gefördert,
der gemeinsam ist für mehrere Gebläsekammern 16 und jedem hohlen Raum
19, 19' zugeteilt ist über entsprechende Öffnungen 24,
25.
Die Luft wird dann zu den Düsen 14, 14' gefördert
und durch die Auslasse 15, 15' auf die Produkte P geblasen, die
entlang dem hohlen Raum 18 nach vorn bewegt werden, während sie in auf
die Ebene G gestrecktem Zustand gehalten werden.
Möglicherweise können Einstellventile oder Klappen vorgesehen sein
entsprechend zu jedem Einlass, um die Geschwindigkeit der Luftströmung in jeder
Gebläsekammer 16 einzustellen, um so den Konditionierzustand der Produkte
entlang dem Weg entsprechend den gewünschten Erfordernissen anzupassen.
Die Abluft wird aus dem hohlen Raum durch eine einzige zentrale Öffnung
20 gefördert, die in jeder Kammer 16 vorgesehen ist und strömt
durch ein seitliches Sammelsaugrohr, das allen Kammern 16 gemeinsam ist.
Um ein gesteuertes Feuchteniveau zu erhalten, kann ein Teil der durch die Maschine
strömenden Luft von dem Saugrohr durch das Abluftgebläse 12 gesaugt und
nach außen durch die Öffnung 13 entsorgt werden. Frische Luft wird gleichzeitig
eingeführt durch die Schließöffnung 10.
Vorzugsweise sind die Düsen so abgemessen, dass die Auslassgeschwindigkeit
der Luft beschleunigt wird bis zu einem Wert von zum Beispiel 10 m/s.
Jede Kammer 16 bildet einen Schritt des Konditionierverfahrens
für die Felle und die Anzahl der Schritte der Maschine hängt ab von mehreren Faktoren,
zum Beispiel Art und Zustand von Ledern, Dicke und anfänglicher Feuchtegehalt. Folglich
bestimmt die Anzahl der Gebläsekammern 16 die Arbeitsfähigkeit der Maschine.
In den in den 2, 3
und 4 dargestellten Ausgestaltungen weist
jede der Konditioniereinheiten 2 drei Gebläsekammern 16 auf, die
wechselseitig übereinander liegen.
In einer bevorzugten Ausgestaltung sind die Fördereinrichtungen, die
im Allgemeinen mit dem Bezugszeichen 28 angegeben sind, gebildet von einem
Paar ringförmiger Gewinde 30, 30' die Seite an Seite in transversaler
Richtung mit Schritten der Länge U angeordnet sind.
Die ringförmigen Gewinde 30, 30' sind auf Endrollen
31, 32, 33, 34 so aufgewickelt um parallel zu
laufen zu dem hohlen Raum 18 von Kammer 16 entlang einer im wesentlichen
geraden und horizontalen Länge a, die länger ist als zweimal die Längsabmessung
T von jeder modularen Einheit 2, so dass die Leder P in der Ebene G fest
gehalten sind.
So werden die Paare benachbarter Gewinde 30, 30'
eine erste vordere Länge a bilden, die entlang dem Pfeil F gerichtet ist.
Eine zweite Reihe von Gewindepaaren 35, 35', die
ähnlich zu und unterhalb den vorhergehenden angeordnet sind, sind entsprechend gewickelt
von jeweiligen Endrollen 36, 37, 38, 39 und
bilden eine hintere Länge b mit Bezug auf die vorhergehende Reihe von Gewindepaaren
30, 30', die entlang dem Pfeil F gerichtet sind. Eine zweite vordere
Länge c erstreckt sich zwischen den vorhergehenden Längen a und b entlang der Richtung
von Pfeil F. So bilden die Gewindepaare 30, 30', 35,
35', die Seite an Seite angeordnet sind, im Allgemeinen einen Konditionierweg,
der eine sinusoidale oder labyrinthförmige Ausgestaltung hat, die gerade Längen
a, b, c umfasst.
Eine Dreheinheit 40 kann nahe bei den Endrollen vorgesehen
sein, um automatische Umkehr der Produkte P zu bewirken zwischen jeder Länge a,
b, c und der Folgenden, um händische Eingriffe der Arbeiter zu verhindern.
Die Gewindepaare sind Seite an Seite angeordnet und sind gleichförmig
verteilt auf der ganzen nützlichen Breite W der Einheit 2, um die Produkte
P fest gehalten dazwischen zu erhalten. Dank der verminderten Dicke der Gewinde
werden die Leder P beinahe vollständig der Luftströmung ausgesetzt, so dass ein
optimales Konditionieren auf beiden Seiten davon möglich ist.
Die Gewinde 30, 30', 35, 35' können
aus synthetischen, hochfesten Materialien hergestellt sein mit niedrigen Koeffizienten
für Elastizität, zum Beispiel Perlon.
Bei einer alternativen Ausgestaltung, die in den Figuren nicht dargestellt
ist, können die Mittel zum nach vorn bewegen gebildet sein aus Paaren von endlosen
Riemen, die sich gegenseitig gegenüber liegen, um so die zu behandelnden Produkte
fest dazwischen einzubinden, so dass der Durchlauf der von de Düsen
geblasenen Luft möglich ist.
Die Reihenfolge, mit der die Produkte P die Kammern 16 kreuzen,
ist festgelegt in der Entwicklungsstufe der Maschine 1 und kann sich auch
wesentlich unterscheiden von dem oben beschriebenen. Die Anzahl der Längen a, b,
c kann zum Beispiel auch unterschiedlich sein, zum Beispiel eine ungerade Zahl und
folglich können der Einlassabschnitt 3 und der Auslassabschnitt
4 an dem selben Ende der Maschine angeordnet sein anstelle von an entgegen
gesetzten Enden davon.
In Anbetracht von einer solchen Anordnung mit Gebläsekammern und übereinander
liegenden Längen kann die Maschine die Produkte entlang einem längeren Konditionierweg
mit einer kleineren Längserstreckung übertragen.
Daher wird die Maschine eine herausragende Kompaktheit mit der selben
Länge des Konditionierwegs aufweisen und so eine beachtliche Verminderung an Arbeit
mit sich bringen trotz der selben Ausgabe an behandelten Produkten.
Dank der gleichzeitigen Wirkung der Luftstrahlen mit sehr hohen Geschwindigkeiten
auf beiden Seiten der Produkte, werden diese Letzteren zudem nach Behandlung damit
eine im wesentlichen ebene und gleichmäßige Oberfläche so wie eine extrem verminderte
Schrumpfung aufweisen.
Die Maschine zum Konditionieren wird offensichtlich versehen sein
mit Einrichtungen zum Variieren und Einstellen der Strömungsgeschwindigkeit, Temperatur
und Feuchtigkeit der Luft zum Konditionieren, wobei darin zum Beispiel Ventile,
Wärmetauscher und Wasser und Dampfstrahler umfasst sind.
Zudem kann die Maschine zum Konditionieren versehen sein mit einer
an sich bekannten zentralen Steuereinheit elektronischer Art mit einer digitalen
Schnittstelle. Eine solche zentrale Steuereinheit ist vorzugsweise verbunden mit
geeigneten Erfassungseinrichtungen und mit den oben genannten Einstelleinrichtungen
zur Steuerung der sich entlang dem Weg entwickelnden Strömungsgeschwindigkeit, Temperatur
und Feuchtigkeit der Luft.
Zusätzlich kann ein System zum Zirkulieren von Luft vorgesehen sein,
um die gesteuerte Luft umzuleiten statt sie in die äußere Umgebung zu entsorgen,
um Energie zu sparen.