Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren
zum zentralisierten Steuern des Bedruckens und Verpackens von Postsachen, wobei
das Verpacken beispielsweise die Vorgänge des Faltens und/oder Einkuvertierens der
Postsachen umfasst.
Herkömmlicherweise werden bei einem automatisierten Verarbeitungssystem
für zu versendende Postsachen einzelne Maschinen verwendet, einerseits zum Drucken
von Dokumenten und andererseits für das Einkuvertieren dieser Dokumente, möglicherweise
nach dem Falten. Es ist dann notwendig, einen Drucker und eine Verpackungsvorrichtung
für Postsachen unabhängig voneinander zu steuern.
In letzter Zeit sind integrierte Vorrichtungen auf den Markt gekommen,
die es ermöglichen, die Druck- und Verpackungsvorgänge der Postsachen unter der
Steuerung einer gemeinsamen Benutzerschnittstelle durchzuführen. Diese Vorrichtungen
werden über einen Computer in der Art eines Arbeitsplatzrechners (PC) gesteuert,
über welchen die Konfigurationsdaten durch den Benutzer mittels eines Menüs auf
einem Anzeigebildschirm eingegeben werden. Der Drucker, die Verpackungsvorrichtung
von Postsachen und der Computer können physisch vereint oder getrennt sein. Bei
den unterschiedlichen angebotenen Verpackungsparametern finden sich insbesondere:
die Anzahl von bedruckten Blättern, die in den Umschlag einzustecken sind, eine
Auswahl für die Faltung, den Umschlag (aus einem Fach), usw. Diese unterschiedlichen
ausgewählten Parameter werden der Verpackungsvorrichtung in Form von Konfigurationsdaten,
beispielsweise über eine interne Verbindung, übertragen.
Bei derartigen Vorrichtungen stellt sich, ausgehend von dem Computer,
das Problem der Verarbeitung und der selektiven Übertragung von Konfigurationsdaten
und von Druckdaten. An dem Anzeigebildschirm werden die Druck- und Konfigurationsbefehle
über eine gemeinsame Softwareschnittstelle verwaltet, häufig mit Auswahlmöglichkeiten
bezüglich des Drucks (Anzahl der Seiten, Darstellung der Kopien, Auswahl des Faches,
usw.) und bezüglich der Konfiguration der Verpackungsvorrichtung, die auf derselben
Seite des Bildschirms dargestellt werden. Die Druck- und Konfigurationsdaten müssen
allerdings speziell formatiert und zu ihren jeweiligen Peripheriegeräten übertragen
werden (Drucker oder Verpackungsvorrichtung).
Eine Lösung würde darin bestehen, die Daten bezüglich des Drucks und
der Konfiguration ausgehend von der Softwareschnittstelle bis zu ihrer Ankunft an
dem betreffenden Peripheriegerät streng aufzugliedern. Dadurch wäre es allerdings
erforderlich, für jedes Peripheriegerät (Drucker und Verpackungsvorrichtung von
Postsachen) eine spezielle Verbindung bis zu dem Computer vorzusehen und infolgedessen
zwei Ausgangsanschlüsse zu verwalten. Dieser Lösungsangang, der relativ aufwändig
in Bezug auf Material und Ausnutzung der Betriebsmittel des Computers ist, ist umso
weniger zu rechtfertigen, weil der Fluss von Konfigurationsdaten sehr gering ist.
Tatsächlich benötigt die Verpackungsvorrichtung, welche in der Lage ist, ihre Konfigurationsdaten
lokal zu speichern, den Empfang von Daten von dem Computer nur bei jeder Veränderung
der Konfiguration. Nun liegen aber bei normalem Betrieb die Veränderungen der Konfiguration
zeitlich auseinander.
Bei einer Abwandlung dieser Lösung schlägt die französische Patentanmeldung
FR-A-2 775 932 eine Steuereinheit für eine kombinierte Vorrichtung des Bedruckens
und des Verpackens von Postsachen vor, bei welcher die Konfigurationsdaten in den
Fluss von Druckdaten eingefügt werden, die von einem zentralen Rechner ausgegeben
werden. Die kombinierten Daten werden also von einem gemeinsamen Anschluss des Computers
ausgegeben. Dennoch muss an dem Eingang eine stromabwärts gelegene Steuereinheit
vorgesehen werden, die systematisch die Eigenschaften von allen Daten analysiert,
um das Vorhandensein von Konfigurationsdaten zu erkennen, wenn diese erscheinen.
Diese Daten werden dann der Verpackungsvorrichtung gesendet, und die verbleibenden
Druckdaten werden dem Drucker gesendet.
Dieser Lösungsangang weist den Nachteil auf, dass eine stromabwärts
gelegene Steuereinheit erforderlich ist, welche den Inhalt von jedem Datenfluss
analysiert, der von dem Computer stammt, um das Peripheriegerät zu bestimmen, für
welches er bestimmt sind. In diesem Fall wird die stromabwärts gelegene Steuereinheit
hinsichtlich der Betriebsmittel zu 100 % genutzt, um die Arten von Informationen
zu sortieren, die sich auf Grund der Tatsache nur sehr selten verändern, weil die
Daten überwiegend für den Drucker bestimmt sind.
Tatsächlich wird die stromabwärts gelegene Steuereinheit eingesetzt,
als wenn die Konfigurationsdaten auf unerwartete Weise in dem Fluss von Druckdaten
auftauchen würden, obwohl diese in dem zentralen Verwaltungssystem erstellt werden.
Angesichts der vorausgehenden Ausführungen schlägt die vorliegende
Erfindung eine Vorrichtung zum Steuern des Bedruckens und Verpackens von Postsachen
vor, bei der die Druckdaten und die auf die Verpackung der Postsachen bezogenen
Konfigurationsdaten auf einem gemeinsamen Kommunikationsweg geleitet werden, der
einen Drucker bzw. eine Verpackungsvorrichtung für Postsachen speist, wobei die
Vorrichtung dadurch gekennzeichnet ist, dass sie umfasst:
- – Kommunikationssteuermittel auf der Einlassseite des gemeinsamen Kommunikationsweges,
die auf ihm wahlweise Lenkungsbefehle zusammen mit dem Fluss von Druckdaten und
Konfigurationsdaten übertragen; und
- – Lenkungsmittel, welche die Druckdaten und die Konfigurationsdaten an
der Auslassseite des gemeinsamen Kommunikationsweges in Abhängigkeit von diesen
Lenkungsbefehlen wahlweise zum Drucker oder zur Verpackungsvorrichtung von Postsachen
leiten.
Es wird festgestellt, dass die Lenkungsmittel, im Gegensatz zu der
stromabwärts gelegenen Steuereinheit in der Anmeldung FR-A-2 775 932, nicht die
Aufgabe haben, den Inhalt von Daten zu analysieren, welche für die Peripheriegeräte
bestimmt sind, sondern einfach die Aufgabe eines elektronisch gesteuerten Umschalters,
welcher ein zuvor bezeichnetes Peripheriegerät als Reaktion auf Auswahldaten mit
dem gemeinsamen Weg verbindet. Die Auswahl wird stromabwärts dieses gemeinsamen
Weges auf eine Weise ausgeführt, die in Abhängigkeit von dem gewählten Übertragungsprotokoll
geeignet ist.
Tatsächlich wird die Lenkung gemäß der Erfindung bei der Erstellung
von Konfigurationsdaten gesteuert, und infolgedessen auf der Grundlage einer vorherigen
Kenntnis der auf dem gemeinsamen Kommunikationsweg übertragenen Datenarten. Keinerlei
Analyse von Daten, die für Peripheriegeräte bestimmt sind, (Druckdaten oder Konfigurationsdaten
an sich) ist infolgedessen stromabwärts erforderlich, um ihre richtige Führung von
dem gemeinsamen Weg aus sicherzustellen.
Vorzugsweise umfasst die Verpackungsvorrichtung von Postsachen ein
Verbindungsmodul, das einen mit dem gemeinsamen Kommunikationsweg verbundenen ersten
Anschluss und einen zweiten Anschluss aufweist, mit welchem der Drucker verbunden
ist, wobei das Verbindungsmodul die Lenkung durch das wahlweise Verbinden des ersten
Anschlusses entweder mit dem zweiten Anschluss oder mit einer internen Verbindung
(16) gewährleistet, die ihrerseits mit Einkuvertiermitteln verbunden ist.
Die Lenkungsmittel sind vorteilhafterweise durch Voreinstellung so
positioniert, dass sie die Daten von dem gemeinsamen Kommunikationsweg zum Drucker
leiten, wobei die Lenkungsbefehle die Funktion haben, den Datenfluss durch die Lenkungsmittel
zu der Verpackungsvorrichtung von Postsachen umzulenken.
Es können dann Mittel zum erneuten Positionieren der Lenkungsmittel
in der voreingestellten Position am Ende eines Konfigurationsbefehls oder einer
Gruppe von Konfigurationsbefehlen vorgesehen sein.
Die Lenkungsbefehle können die Form eines Auswahlbefehls annehmen,
welcher den Konfigurationsdaten hinzugefügt wird, beispielsweise stromaufwärts von
ihnen.
Vorzugsweise erstellt der gemeinsame Kommunikationsweg eine Verbindung
gemäß der Norm IEEE 1284.3. Die Verpackungsvorrichtung und der Drucker können also
mit dem gemeinsamen Kommunikationsweg durch Verkettung gemäß der „Daisy Chain"-Betriebsart
(hintereinander geschaltete Peripheriegeräte) der Norm IEEE 1284.3 verbunden sein.
Vorteilhafterweise ist der Drucker in der „Daisy Chain"-Verbindung am Ende
der Kette angeschlossen.
Beispielsweise ermöglichen die Konfigurationsdaten das Auswählen einer
Betriebsart der Verpackungsvorrichtung von Postsachen, um insbesondere die Anzahl
der in einen Umschlag einzusteckenden Blätter und einen auszuführenden Faltungstyp
einzustellen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Vorrichtung Mittel
zum Erzeugen von Konfigurationsdaten der Verpackungsvorrichtung von Postsachen,
die das Auswählen der Befehle durch eine Mensch/Maschine-Schnittstelle ermöglichen.
Die Kommunikationssteuermittel können Mittel umfassen, um die Druckdaten
von ihrer Quelle umzuleiten oder zu erfassen, und die erneute Übertragung von ihnen
zu dem Drucker zu steuern. Sie können außerdem Mittel zum Steuern des Speicherns
und des erneuten Lesens der Druckdaten umfassen.
Die Kommunikationssteuermittel können einen Pufferspeicher umfassen,
der ermöglicht, eine Zeitdifferenz zwischen der Menge gesendeter Druckdaten und
der Menge eingehender Druckdaten auszugleichen.
Es können außerdem Abfragemittel vorgesehen sein, um den Betriebszustand
des Druckers und/oder der Verpackungsvorrichtung von Postsachen zu kontrollieren
und um Daten bezüglich dieser Kontrolle über den gemeinsamen Kommunikationsweg einem
Zentralrechner zuzuführen.
Die Abfragemittel können sich stromabwärts des gemeinsamen Kommunikationsweges
befinden.
Vorzugsweise sind diese Mittel funktionell in ein Verbindungsmodul
integriert, das sich in der Verpackungsvorrichtung von Postsachen befindet und die
Lenkung gewährleistet.
Die Abfragemittel können von dem gemeinsamen Kommunikationsweg aus
Erweiterungsbefehle wahlweise an den Drucker oder an die Verpackungsvorrichtung
von Postsachen senden und/oder erneut senden, wobei diese Erweiterungsbefehle insbesondere
Unterbrechungsbefehle, Wartungszyklen oder weitere funktionale Aspekte betreffen.
Mindestens können bestimmte der Erweiterungsbefehle von Mitteln stromaufwärts
des gemeinsamen Kommunikationsweges stammen und werden durch die Kommunikationssteuermittel
und die Lenkungsmittel wahlweise zum Drucker oder zu der Verpackungsvorrichtung
von Postsachen geleitet.
Die Vorrichtung kann außerdem Mittel zum Erfassen von Adressdaten
in den Druckdaten, zum Erstellen einer Umschlag-Druckdatei anhand dieser Druckdaten
und zum Einfügen dieser Datei in den auf dem gemeinsamen Kommunikationsweg übertragenen
Druckdatenstrom umfassen.
Je nach vorgesehenem Anwendungsfall kann die Vorrichtung außerdem
die Steuerung einer Frankierungsvorrichtung von Postsachen gewährleisten, die mit
dem gemeinsamen Kommunikationsweg verbunden ist, wobei das Kommunikationssteuermittel
an diese Vorrichtung Befehle überträgt, die speziellen Lenkungsdaten zugeordnet
sind.
Die Kommunikationssteuermittel können funktional in einen Rechner
integriert sein, der den Drucker und die Verpackungsvorrichtung von Postsachen steuert.
Die Verpackungsvorrichtung von Postsachen kann in einem von dem Rechner
physisch getrennten Gehäuse untergebracht sein. Als Abwandlung können die Verpackungsvorrichtung
von Postsachen und der Rechner in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht sein.
Die Erfindung hat außerdem ein Verfahren zur Steuerung des Bedruckens
und des Verpackens von Postsachen zur Aufgabe, bei dem Druckdaten und Konfigurationsdaten,
die auf das Verpacken von Postsachen bezogen sind, auf einem gemeinsamen Kommunikationsweg
geleitet werden, der einen Drucker bzw. eine Verpackungsvorrichtung von Postsachen
speist, wobei die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet ist, dass:
- – wahlweise auf dem gemeinsamen Kommunikationsweg und auf seiner Einlassseite
Lenkungsbefehle zusammen mit dem Fluss von Druck- und Konfigurationsdaten gesendet
werden; und
- – die Druckdaten und die Konfigurationsdaten an der Auslassseite des gemeinsamen
Kommunikationsweges in Abhängigkeit von diesen Lenkungsbefehlen wahlweise an den
Drucker oder an die Verpackungsvorrichtung von Postsachen geleitet werden.
Die optionalen Aspekte, die eher im Rahmen der Vorrichtung vorgestellt
werden, werden mutatis mutandis auf dieses Verfahren angewendet.
Im Folgenden wird eine bevorzugte Ausführungsform, nur als Beispiel,
zusammengefasst.
Die Vorrichtung verwendet eine Steuereinheit, die physisch beispielsweise
in einem Verbindungsmodul angeordnet ist, das stromabwärts des Kommunikationswegs
gelegen ist, der dem Drucker oder der Einkuvertierung (Verpackungsvorrichtung von
Postsachen) die Daten zukommen lässt.
Diese Steuereinheit ermöglicht außerdem, das Verbindungsmodul selbst,
den Drucker und die Verpackungsvorrichtung von Postsachen abzufragen und die Zustands-
oder Fehlerinformationen schnellstens zu einem Benutzer zurückzuführen und/oder
oder sie den beiden Modulen, (dem Drucker und der Verpackungseinrichtung von Postsachen)
mitzuteilen, die darüber informiert werden müssen.
Die Steuereinheit ist in zwei unterschiedliche Bereiche aufgeteilt:
Elektronik und Software.
Der Elektronikbereich ermöglicht eine Auswahl des Kommunikationsanschlusses
für das anzusteuernde Peripheriegerät (Drucker, Verpackungsvorrichtung von Postsachen
oder Verbindungsmodul). Bei dieser Ausführungsform entspricht das Auswahl- und Kommunikationsprotokoll
den Leistungsmerkmalen der Vorschriften IEEE 1284.3 und arbeitet demnach über einen
parallelen Anschluss, welcher der herkömmliche Anschluss für Drucker ist. Infolgedessen
wird eine Steuereinheit vermieden, welche die ganze Zeit funktioniert und welche
die Informationen unterscheidet, die den betreffenden Komponenten geschickt werden
sollen, (im Gegensatz zu der Steuerung gemäß Anmeldung FR-A-2 775 932).
Außerdem bleibt eine vollständige Kompatibilität mit dem Stand der
Druckertechnik erhalten. Darüber hinaus kann eine bidirektionale Kommunikation verwaltet
werden und es können infolgedessen Zustände und Fehler zurückgemeldet werden.
Der Softwarebereich in dieser Ausführungsform ist in zwei Bereiche
aufgeteilt: einen Konfigurations- und ein Abfragebereich. Dieser Softwarebereich
befindet sich im Allgemeinen in dem Steuerungsrechner einer solchen Anlage.
Der Konfigurator besitzt eine Benutzerschnittstelle beispielsweise
in der Art eines Druckertreibers in einer Windows-Mikroinformatikumgebung (Windows
ist ein eingetragenes Markenzeichen) und bietet infolgedessen dem Benutzer die Möglichkeit, seine
Konfiguration zu definieren (Umschlagsart, Anwendungsart, usw.). Der Konfigurator
unterbricht die zum Drucker gesendeten Daten und fügt, abhängig von den Auswahlen
des Benutzers, weitere Daten in den Fluss ein (außer den Druckerdaten zur Seitenbeschreibung
des Typs PCL beispielsweise). Er sendet den modifizierten Fluss an die Steuereinheit
mit dem Befehl zurück, ihn mal an den Drucker (Adressedaten beispielsweise), mal
an die Verpackungsvorrichtung von Postsachen, und mal an das Verbindungsmodul zu
übertragen.
Das Fernabfragegerät analysiert in regelmäßigen Abständen und entsprechend
einer für diesen Zweck passenden Logik die unterschiedlichen Maschinen (d.h. den
Drucker, die Verpackungsvorrichtung von Postsachen oder das Modul) und fragt ihren
Status ab. Das Kommunikationsprotokoll ist beispielsweise ein standardmäßiger PJL-Befehl.
In Abhängigkeit von den Zuständen der unterschiedlichen Maschinen warnt er gleichzeitig
den Benutzer an seinem Steuerungsrechner und die beiden anderen Maschinen, die gewarnt
werden müssen, um beispielsweise deren Betrieb zu unterbrechen, ihn wiederaufzunehmen,
einen Umschlag erneut zu bedrucken oder irgendeine weitere geeignete Aktion. Außerdem
sendet das Fernabfragegerät, falls erforderlich, jedem Einkuvertierungsmodul die
Daten (PCL- und Konfigurationsdateien).
Weitere Vorteile und Eigenschaften der Erfindung werden deutlicher
bei der Lektüre der nachfolgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen
zu Tage treten, die nur als Beispiel und nicht einschränkend, unter Bezugnahme auf
die beigefügten Zeichnungen, gegeben werden. Es zeigen:
1 ein vereinfachtes Blockdiagramm, welches
die allgemeine Architektur einer Vorrichtung zum Bedrucken und zum Verpacken von
Postsachen gemäß der vorliegenden Erfindung darstellt; und
2 ein ausführlicheres Blockdiagramm der
Vorrichtung von 1 in einer Einzelplatzanwendung.
1 zeigt in Form von Funktionsblöcken
die Hauptelemente einer Vorrichtung 1 zum Bedrucken und zum Verpacken von
Postsachen mit zentralisierter Steuerung gemäß der Erfindung. Es sind dort zwei
Peripheriegeräte vorhanden, nämlich ein Drucker 2 und eine Verpackungsvorrichtung
von Postsachen 4, die an einen Rechner in der Art eines PC (Arbeitsplatzrechners)
6 angeschlossen sind. Dieser letztere stellt die Quelle von Druck- und
Konfigurationsdaten jeweils für den Drucker 2 und die Verpackungsvorrichtung
von Postsachen 4 dar.
Die Druck- und Konfigurationsdaten werden gemäß dem Protokoll IEEE
1284.3 von dem parallelen Anschluss PP1 des Rechners 6 aus übertragen,
der herkömmlicherweise für die Verbindung eines Druckers verwendet wird. Diese Spezifikation
bietet die Möglichkeit, ausgehend von einem gemeinsamen parallelen Anschluss eines
PC, mehrere Peripheriegeräte durch Verkettung dieser Peripheriegeräte anzuschließen.
Dieser Anschlussmodus ist eher unter dem englischen Ausdruck „Daisy Chain"
bekannt. Im Allgemeinen bilden die auf diese Weise im „Daisy Chain"-Modus
angeschlossenen Peripheriegeräte die Glieder einer Kette in der Verbindung mit dem
Rechner. Die Daten, welche über die Verbindung befördert werden, enthalten eine
Angabe des Peripheriegerätes, für das sie bestimmt sind. Ein Peripheriegerät stromaufwärts
des Peripheriegerätes, für welches diese Daten bestimmt sind, dient also nur als
Übertragungsglied zu seinem Peripheriegerät stromabwärts in der Kette.
Die Spezifikation IEEE 1284.3 erstellt außerdem ein bidirektionales
Übertragungsprotokoll von Daten, wodurch einem Peripheriegerät ermöglicht wird,
Daten zu einem weiteren Peripheriegerät oder zu dem Rechner auszusenden.
Die hier beschriebene Ausführungsform macht sich die beiden Eigenschaften
der Spezifikation IEEE 1284.3 zu Nutze, nämlich die Verbindung von mehreren Peripheriegeräten
in einem „Daisy Chain"-Modus und die bidirektionale Kommunikation.
Die Durchführungsbestimmungen, um eine Verbindung zwischen einem PC
und Peripheriegeräten gemäß der Spezifikation IEEE 1284.3 zu erstellen, sind auf
dem Gebiet der Informatik bekannt und werden infolgedessen hier aus Gründen der
Prägnanz nicht weiter ausführlich beschrieben. Es wird nur darauf hingewiesen, dass
es mehrere Informationsquellen über die Vorschriften IEEE 1284.3 gibt, die zu diesem
Zweck nützlich sind, beispielsweise die Internetseite des Instituts IEEE:
– http //www.IEEE.com.
Eine Schnittstelle 7 gemäß der Spezifikation IEEE 1284.3
ist in den Rechner 6 und die Verpackungsvorrichtung von Postsachen
4 integriert, wobei diese als Peripheriegeräterelais zu dem Drucker
2 verwendet wird. Zu diesem Zweck umfasst die IEEE 1289.3-Schnittstelle
der Verpackungsvorrichtung von Postsachen 4 einen ersten parallelen Anschluss
PP2, welcher den parallelen Anschluss PP1 des Rechners über einen gemeinsamen Kommunikationsweg
10 verbindet, und einen zweiten parallelen Anschluss PP3, an welchem der
Drucker 2 über eine bidirektionale Verbindung 8 verbunden ist.
Es ist ersichtlich, dass alle Daten zwischen dem Rechner 6 und dem Drucker
oder zwischen dem Rechner und der Verpackungsvorrichtung von Postsachen
4 auf dieser gemeinsamen Verbindung 10 befördert werden, die im
nachfolgenden als „gemeinsamer Kommunikationsweg" bezeichnet
wird.
Entsprechend den Empfehlungen der Norm IEEE 1284.3 ist der Drucker
2 am Ende der Kette angeordnet und dient demzufolge nicht als Relais, aus
diesem Grund besteht keine Notwendigkeit, dass er mit einer IEEE 1284.3-Schnittstelle
ausgerüstet sein muss. Entsprechend den Anwendungen kann allerdings eine solche
Schnittstelle für den Drucker vorgesehen sein, wenn er beispielsweise nicht am Ende
der Kette angeordnet wäre.
Die Verpackungsvorrichtung von Postsachen 4 ist in zwei funktionale
Blöcke aufgeteilt: ein Verbindungsmodul 12, in welchem die IEEE 1284.3-Schnittstelle
enthalten ist und eine Einkuvertierungseinheit 14. Diese letztere gewährleistet
die Funktionen des Faltens von Blättern und des Einsteckens in Umschläge in Abhängigkeit
von Befehlen, die durch das Verbindungsmodul 12 über einen internen bidirektionalen
Bus 16 erneut übertragen werden.
Wie nachstehend ausgeführt wird, gewährleistet das Verbindungsmodul
12 zwei Funktionen:
- – die Lenkung von Daten, die über den gemeinsamen Kommunikationsweg
10 empfangen werden, entweder zu dem Drucker 2 oder zu der Einkuvertierungseinheit
14, und
- – die Zustandsabfrage von jedem der Peripheriegeräte 2,
4 und die interne Verwaltung der Gesamtheit der IEEE 1284.3-Verbindung,
gegebenenfalls mit der Aussendung von Unterbrechungs- und Zustandssignalen der Peripheriegeräte.
Die Lenkungsfunktion ist in 1 durch einen
Umschalter 11 angezeigt, welcher es ermöglicht, den Anschluss PP1 des Rechners
6 wahlweise entweder mit den bestimmten Elementen der Verpackungsvorrichtung
von Postsachen über den Anschluss PP2 und den internen Bus 16 zu verbinden,
oder mit dem Drucker 2. In diesem letzten Fall verbindet der, Umschalter
11 den Anschluss PP2 direkt mit dem Anschluss PP3, wobei der interne Bus
16 ausgeschaltet ist. Der Umschalter 11 wird über eine von dem
Verbindungsmodul 12 stammende Leitung 13 gesteuert.
Die gesamte Vorrichtung 1 wird nun ausführliche unter Bezugnahme
auf 2 beschrieben. Der Rechner 6 weist eine
herkömmliche Architektur auf, bei der alle grundlegenden Funktionalitäten von Hautplatine,
Speicherelementen, Schnittstellenkarten (Audio, Video,... usw.) in einem mit
19 bezeichneten Block vereint sind.
In dem Beispiel nutzt der Rechner 6 ein Textverarbeitungsprogramm
(beispielsweise Word) in einer Windows-Umgebung (95, 98, NT, oder
weitere), aber es können weitere Softwareplattformen verwendet werden. (Word und
Windows sind eingetragene Warenzeichen).
Gemäß dem Windows-Protokoll umfasst der Rechner 6 eine herkömmliche
Druckkette, welche aus einer grafischen Anzeigeschnittstelle 18 (unter
dem englischen Ausdruck „GDI" für „graphics display interface") bekannt,
einem Druckertreiber 20 und einem Druckdateiengenerator 22 besteht.
Die GDI-Schnittstelle 18 ist eine Windows-Ebene, welche es
ermöglicht, über ein sehr einfaches Druckprotokoll zu verfügen, und welches insbesondere
die Verbindung zwischen den Entwicklern von Anwendungen und den Entwicklern von
Gerätetreibern ermöglicht. Diese Ebene dient also dazu, die Schnittstellen für den
Datenaustausch gemäß Windows zu vereinheitlichen. Die Anwendungen bedienen sich
dieser GDI-Ebene und diese letztere bedient sich des Treibers für alles, was die
abhängige Hardware betrifft.
Danach erzeugt der Druckdateiengenerator 22 Dateien in der
Drucksprache (beispielsweise in der PCL-Sprache). Diese Dateien werden von der Datenübertragungssteuerung
34 abgefangen (erfasst) und werden unter Steuerung dieser letzteren in
einem Speichermedium des Rechners, beispielsweise einer Festplatte gespeichert.
Diese Dateien können dann von diesem Medium aus jederzeit durch die Datenübertragungssteuerung
gelesen werden.
Hinsichtlich der Steuerung, die der Gesamtheit der Anwendung
24, GDI 18, Druckertreiber 20 und Dateiengenerator
22 zu eigen ist, erfolgt das Abfangen von Druckdateien durch die Datenübertragungssteuerung
auf durchsichtige Weise. Mit anderen Worten, die vorgenannte Anlage kann derart
konfiguriert und gesteuert werden, als ob die Druckdateien ganz normal von dem Dateiengenerator
22 zu dem Drucker 2 ausgehen würden. In dem Beispiel ist das Abfangen
von Druckdateien durch die Datenübertragungssteuerung symbolisch durch eine Verbindung
35 dargestellt. Es ist ersichtlich, dass unterschiedliche Abfangtechniken
von Dateien entsprechend den vorgesehenen Architekturen möglich sind.
Der Rechner 6 verwendet eine Einheit 26, die eine
Tastatur 28 mit integriertem Bildschirmkursor 28a umfasst, und
einen Anzeigebildschirm 30, über welchen Konfigurationsdaten für die Verpackungsvorrichtung
von Postsachen 4 eingegeben und gesteuert werden können. Es ist allerdings
verständlich, dass diese Daten über irgendein anderes Mittel eingegeben werden können:
Lesegerät, Verbindung mit dem Server, usw.
Gemäß der Erfindung ist außerdem ein Konfigurationswerkzeug
32 für die Verpackungsvorrichtung von Postsachen vorgesehen,
das nachstehend mit Konfigurationswerkzeug 32 bezeichnet wird. Das Konfigurationswerkzeug
erstellt die Konfigurationsdaten, die für die Verpackungsvorrichtung von Postsachen
4 bestimmt sind, als Reaktion auf Befehle, die durch den Benutzer eingegeben
werden. Zu diesem Zweck ist in das Konfigurationswerkzeug 32 eine Mensch-Maschine/Schnittstelle
integriert, die auf einer Software beruht, welche es ermöglicht, auf interaktive
Weise Bildschirmseiten auf dem Bildschirm zu steuern. Diese Seiten enthalten Menüs,
die sich in alphanumerischer und/oder grafischer Form (Ikonen) darstellen, welche
es dem Benutzer ermöglichen, über seine Tastatur 28 und den Bildschirmkursor
28a eine Auswahl vorzunehmen (Faltungstyp, verwendeter Umschlag, Auswahl
und Anzahl von einzusteckenden Dokumenten, usw.). Die durch das Werkzeug
32 erstellten Konfigurationsdaten als Reaktion auf Befehle, die auf diese
Weise durch den Benutzer eingegeben werden, können sich in Form von Dateien gemäß
einem Protokoll darstellen, das von der Verarbeitungsvorrichtung von Postsachen
4 erkannt wird.
Auf diese Weise wird über zwei Datenquellen verfügt, die für die Peripheriegeräte
bestimmt sind:
- – die Druckdaten in Form von Druckdateien, die durch den Generator
22 erzeugt und unter der Steuerung der Einrichtung 34 gespeichert
werden, die auf diese Weise so formatiert sind, dass sie von dem Drucker
2 verwertet werden können, und
- – die von dem Konfigurationswerkzeug 32 ausgegebenen Konfigurationsdaten,
welche auf eine Weise formatiert sind, dass sie von der Verpackungsvorrichtung von
Postsachen 4 verwertet werden können.
Die Übertragung dieser Daten wird durch eine Datenübertragungssteuerung
34 verwaltet. Diese Steuerung hat zur Aufgabe, die Druck- oder Konfigurationsdaten
zu erfassen und zu strukturieren, damit sie zu dem Peripheriegerät befördert werden
können, für welches sie bestimmt sind, und sie anschließend zu dem gemeinsamen Kommunikationsweg
10 gemäß den Vorschriften der Norm IEEE 1284.3 zu senden.
Wenn sich die Vorrichtung 1 im einfachen Druckmodus befindet,
das bedeutet ohne den Einsatz der Einkuvertierungseinheit 14, oder mindestens
ohne eine Modifizierung einer ursprünglichen Konfiguration von ihr, funktioniert
sie infolgedessen wie ein Rechner, der mit einem Drucker gemäß der Spezifikation
IEEE 1284.3 verbunden ist. Das Konfigurationswerkzeug 32 ist dementsprechend
nicht aktiv.
In diesem Fall lädt die Datenübertragungssteuerung 34 die
Druckdateien in einen (nicht dargestellten) internen Pufferspeicher. Sie führt diesen
Vorgang aus, indem sie die Druckdateien entweder ausgehend von ihrem Speicherträger
liest, oder indem sie sie direkt von dem Druckdateiengenerator 22 empfängt.
In diesem Fall schließt die Übertragungssteuerung außerdem die Funktion einer Druckwarteschlange
ein, die ebenfalls unter dem englischen Begriff „Spooler" bekannt ist.
Es können mehrere Möglichkeiten vorgesehen werden, um sicherzustellen,
dass die Druckdaten ausdrücklich zu dem Drucker 2 gelangen. Beispielsweise
kann der Drucker gemäß der Verkettung „Daisy Chain" derart angeschlossen
werden, dass er sich am Ende der Kette befindet (siehe 1),
d.h. dass kein weiteres Peripheriegerät an dem Rechner über eine Verzweigung zu
dem Drucker verbunden ist. In diesem Fall können die Druckdaten, so wie sie sind,
übertragen werden, ohne dass eine Bestimmungsadresse angegeben werden muss. Gemäß
der Norm IEEE 1284.3 gelangen diese tatsächlich, wenn in einer den Daten vorausgehenden
Adressierungsmitteilung kein Peripheriegerät genannt ist, automatisch zu dem Peripheriegerät
am Ende der Kette. Mit anderen Worten ausgedrückt, der Umschalter 11 aus
1 ist als Voreinstellung so eingestellt, dass er den
Anschluss PP2 mit PP3 verbindet.
In diesem Fall wird darauf hingewiesen, dass die Datenübertragungssteuerung
34 implizit die Lenkung von Druckdaten zu dem Drucker 2 steuert,
wobei dieser in der Voreinstellung als das Empfangsperipheriegerät ausgewählt ist.
Das Fehlen eines ausdrücklichen Lenkungsbefehls zu einem anderen Peripheriegerät
muss anderes ausgedrückt als ein Lenkungsbefehl zu dem Drucker 2 interpretiert
werden.
Gemäß dem Protokoll der Spezifikation IEEE 1284.3 gelangen die zum
Druck bestimmten PCL-Dateien infolgedessen, unter der Steuerung der Anwendung
24 über die GDI-Schnittstelle 18 zu dem Drucker 2. Es
wird darauf hingewiesen, dass die Einheit 1 also für eine herkömmliche
Kommunikation zwischen einem PC und einem Peripheriegerät gemäß dieser Norm konfiguriert
ist, und dass keine Steuereinheit zwischen dem Pufferspeicher 22 und dem
Drucker zwischengeschaltet ist, um die Druckdaten zu analysieren.
Nun wird der Anwendungsfall einer Konfigurationssteuerung der Verpackungsvorrichtung
von Postsachen 4 betrachtet. Diese Steuerung hat ihren Ursprung in einer
Auswahl, die beispielsweise mittels der Tastatur 28 und der Vorrichtung
28a zur Anzeige auf dem Bildschirm 30 unter der Steuerung der
speziellen Mensch-Maschine/Schnittstelle des Konfigurationswerkzeuges
32 übertragen wird.
An dem Bildschirm 30 wird der Befehl über das Bildschirmmenü
eingegeben, welches die Auswahl bezüglich der Druckparameter und Verarbeitung
von Postsachen möglicherweise kombiniert angezeigt.
Die Umwandlung dieser Konfigurationsbefehle, die über die Mensch-Maschine/Schnittstelle
ausgewählt werden, in Befehle, die durch die Verpackungsvorrichtung von Postsachen
4 ausgeführt werden können, erfolgt durch das Konfigurationswerkzeug
32.
Die Datenübertragungssteuerung 34 ist mit dem Konfigurationswerkzeug
32 folgendermaßen verbunden:
- – zum Empfangen dieser ausführbaren Konfigurationsbefehle; und
- – zum Zuordnen eines Auswahlbefehls zu diesen Befehlen, welcher ermöglicht,
den Umschalter 11 zu aktivieren, damit der gemeinsame Kommunikationsweg
10 mit der Einkuvertierungseinheit 14 über den internen Bus
16 (1) verbunden wird. Der Auswahlbefehl ist
infolgedessen ein Beispiel für einen Lenkungsbefehl. Im Allgemeinen erscheinen die
Auswahlbefehle am Kopf eines Rahmens, welcher die ausführbaren Konfigurationsbefehle
umfasst. Ein Auswahlbefehl kann ein Adressenfeld umfassen, welches ermöglicht, das
betreffende Peripheriegerät in der Verkettung von Peripheriegeräten zu bezeichnen,
im gegebenen Fall die Verpackungsvorrichtung von Postsachen 4. Ein Auswahlbefehl
dient insbesondere dazu, einen Umschalter 11 innerhalb der Schnittstelle
IEEE 1284.3 des Verbindungsmoduls 12 zu steuern, so dass es den Anschluss
PP2 und demnach den gemeinsamen Kommunikationsweg 10 an den internen Bus
16 anschließt, welcher die Einkuvertierungseinheit 14 verbindet.
Sollten sich weitere Peripheriegeräte stromaufwärts der Verpackungsvorrichtung von
Postsachen befinden, würden diese selbstverständlich durch den Auswahlbefehl gemäß
dem erstellten Protokoll nicht ausgewählt. In diesem Fall würden Umschalter innerhalb
ihrer IEEE 1284.3-Schnittstelle(n), welche analog zu dem vorgenannten Umschalter
11 sind, derart gesteuert, dass ihre parallelen Anschlüsse stromaufwärts
und stromabwärts verbunden würden.
Sobald der Befehl erstellt ist, kann dieser entweder direkt übertragen
werden oder in einem Speichermedium, wie beispielsweise der Festplatte gespeichert
werden, oder kann sogar in einem Pufferspeicher der Datenübertragungssteuerung
34 gespeichert werden.
Wenn es notwendig wird, die Verpackungsvorrichtung von Postsachen
4 zu konfigurieren, unterbricht die Datenübertragungssteuerung
34 den Druckdatenfluss, der gerade ausgesendet wird. Die Datenübertragungssteuerung
34 kann die Unterbrechung intelligent gestalten, damit der Betrieb des
Druckers eine minimale Störung erfährt.
Der oder die ausführbare(n) Konfigurationsbefehlsrahmen mit ihren
Auswahlbefehlen werden also auf dem gemeinsamen Kommunikationsweg 10 übertragen.
Das Verbindungsmodul 12 erfasst den Auswahlbefehl und löst als Reaktion
die Umschaltung des Umschalters 11 hervor, so dass der gemeinsame Kommunikationsweg
10 mit dem internen Bus 16 verbunden ist. Die ausführbaren Konfigurationsbefehle
werden infolgedessen durch die Einkuvertierungseinheit 14 empfangen, wo
sie gemäß einem zuvor erstellten Protokoll ausgeführt werden, um beispielsweise
einen Faltungstyp, die Anzahl von Blättern, die in einen Umschlag einzustecken sind,
die Auswahl des Umschlags, usw., auszuwählen.
Am Ende der Übertragung der ausführbaren Konfigurationsbefehle steuert
die Datenübertragungssteuerung 34 die Umschaltung des Umschalters
11 in seinen Normalzustand, so dass der gemeinsame Kommunikationsweg
10 erneut mit dem Drucker 2 verbunden ist.
Parallel dazu nimmt die Datenübertragungssteuerung 34 die
Übertragung des zuvor unterbrochenen Flusses von Druckdaten wieder auf.
Auf diese Weise sind die ausführbaren Konfigurationsbefehle mit den
Druckdaten verschlungen, ohne dass es allerdings notwendig wird, die Art von Daten
zu analysieren, die durch die Peripheriegeräte verwertet werden. Dies geschieht
auf Grund der Tatsache, dass eine Bestimmungsanzeige der Daten stromaufwärts gegeben
wurde, bevor diese übertragen werden.
Mehrere Lösungswege können vorgesehen werden, um das Ende der ausführbaren
Konfigurationsbefehle anzuzeigen, und demnach den Anfang oder die Wiederaufnahme
des Druckdatenflusses auf dem gemeinsamen Kommunikationsweg 10. Es kann
beispielsweise vorgesehen werden, dass:
- – der vorgenannte Auswahlbefehl außerdem ein Feld umfasst, welches die
Anzahl von Bits oder Bytes anzeigt, welche die Gesamtheit der folgenden ausführbaren
Konfigurationsbefehle umfasst. Das Verbindungsmodul 12 berechnet also die
dem Auswahlbefehl folgenden Bits oder Bytes und steuert den Umschalter
11, um die Verbindung (auf der Leitung 8) zwischen dem Drucker
2 und dem Datenfluss auf dem gemeinsamen Kommunikationsweg 10
zu erstellen, sobald die Anzahl von entsprechenden Bits oder Bytes an die Einkuvertierungseinheit
14 übertragen worden ist; oder
- – die ausführbaren Konfigurationsbefehle derart strukturiert sind, dass
sie eine vorbestimmte feste Anzahl von Bits oder Bytes umfassen, die an dem Verbindungsmodul
12 bekannt ist. Infolgedessen steuert dieses letztere
den Umschalter 11 wie in dem vorhergehenden Fall, aber indem es Bezug auf
diese (intern gespeicherte) Anzahl nimmt, anstatt auf eine Anzahl, die aus einem
speziellen Feld extrahiert wird; oder
- – das Konfigurationswerkzeug 32 außerdem Anzeigedaten über das
Ende der ausführbaren Konfigurationsbefehle eingibt. Dieser Hinweis auf das Ende
der ausführbaren Konfigurationsbefehle kann in Form eines Rahmens erfolgen, welcher
auf den letzten Konfigurationsdatenwert folgt. Bei der Erfassung dieses Rahmens
des Konfigurationsendes steuert das Verbindungsmodul 12 den Umschalter
11, um die Verbindung (auf der Leitung 8) zwischen dem Drucker
2 und dem Datenfluss auf dem gemeinsamen Kommunikationsweg wieder herzustellen.
In dem Beispiel ist das Konfigurationswerkzeug 32 mit einer
zusätzlichen Funktion zur Verwaltung des Bedruckens von Umschlägen ausgestattet.
Wenn diese Funktion aufgerufen wird – insbesondere bei der Verarbeitung von
Postsachen mit Umschlägen ohne Sichtfenster – ermöglicht sie, in einer Druckdatei
der Postsachen den Bereich zu ermitteln, welcher der Empfängeradresse entspricht.
Dieser Bereich wird aufzeichnet und in den Druckdatenfluss zusammen mit den speziellen
Befehlen zum Bedrucken des Umschlags mit einem ausgewählten Format eingefügt.
Zu diesem Zweck empfängt das Konfigurationswerkzeug 32 die
Druckdateien ausgehend von der Datenübertragungssteuerung 34. Diese Daten
werden analysiert, um in dem Fluss diejenigen ausfindig zu machen, welche dem Adressenfeld
des Empfängers entsprechen. In dem Beispiel wird die Adresse durch eine Auswahl
des Textblocks in der Datei identifiziert, welche die Adresse enthält. Die Auswahl
erfolgt manuell durch den Benutzer, indem er die herkömmlichen Textauswahlfunktionen
mittels der Tastatur 28 und/oder der Kursorvorrichtung 28a verwendet.
Dieses Ermitteln kann allerdings auch automatisch entweder durch Identifikation
des Anfangs oder des Endes von Empfängeradressen erfolgen, die durch die Anwendung
geschrieben werden, oder durch Ermitteln des Formates und/oder der Anordnung der
Adresse bei der Seitengestaltung. Es wird beispielsweise angenommen, dass ein Textblock
einer Adresse entspricht, wenn sich dieser in dem oberen rechten Bereich der ersten
Seite des Briefes befindet.
Wenn eine Empfängeradresse auf diese Weise identifiziert worden ist,
erstellt die Datenübertragungssteuerung 34 eine Umschlagsdruckdatei, indem
die Druckdaten bezüglich der Adresse mit den speziellen Formatierungsbefehlen dieser
Adresse auf einem Umschlag zusammengestellt werden: Anordnung auf der Seite des
Umschlags in Abhängigkeit von deren Format, zu verwendender Schriftarten, usw.
Die auf diese Weise durch das Konfigurationswerkzeug 32 vorbereitete
Umschlagsdruckdatei wird anschließend in den Datenfluss eingegeben, der auf dem
gemeinsamen Kommunikationsweg 10 übertragen wird. Die Umschlagsdruckdatei
ist auf diese Weise in die PCL-Druckdatei zwischengeschaltet, welche aus dem Fluss
stammt, der von der Datenübertragungssteuerung 34 abgefangen wird. Die
Positionierung dieser Umschlagsdruckdatei wird so gewählt, dass eine optimale Kontinuität
der durch den Drucker 2 und die Einkuvertierungseinheit 14 konzertiert
ausgeführten Aufgaben gewährleistet wird.
Da die vorgenannten Leitungen 8, 16 und
10, welche die Peripheriegeräte gemäß der Norm IEEE 1284.3 mit dem Rechner
verbinden, bidirektional sind, ermöglicht das Verbindungsmodul 12 außerdem
die Sicherstellung einer Fernabfragefunktion, wobei es sicherstellt, dass Daten
von einem der Peripheriegeräte entweder zu dem anderen oder zu dem Rechner
6 zurückgeführt werden können. In diesem letzten Fall gehen die Daten über
den gemeinsamen Kommunikationsweg 10 zum Anschlussverwalter 41
und von dort aus werden sie auf einem internen Bus 44 geleitet. Dieser
Bus ist insbesondere mit dem Konfigurationswerkzeug 32 und mit dem Druckertreiber
20 verbunden.
Das Verbindungsmodul 12 kann außerdem direkt mit dem Rechner
unter Verwendung des Protokolls der Norm IEEE 1284.3 kommunizieren. Dieser Dialog
ist bidirektional und erfolgt über den gemeinsamen Kommunikationsweg 10,
den Anschlussverwalter 41 und den internen Bus 44. In seiner Funktion
als Fernüberwachung überwacht das Verbindungsmodul 12 ständig oder periodisch
den Betriebszustand der Peripheriegeräte 2 und 14, indem Parameter
gesteuert werden, wie beispielsweise: Zustand Ruhestellung/Betriebsstellung, gerade
ausgeführte Aufgaben (Brief- oder Umschlagsdruck, Faltung, usw.), eingehender Datenfluss,
Identifizierung von Mitteilungen, die durch das Peripheriegerät ausgegeben werden
(Papierstau, Fehlen von Trägern oder Druckprodukten, Datenkorruption, und weitere
Vorfälle), Mengenberechnung der durchgeführten Arbeiten, usw. Diese von den Peripheriegeräten
ausgehend erhaltenen Daten werden dann an den Rechner zurückgeschickt, möglicherweise
nach einer Formatierung, um diesem letzteren eine entsprechende Reaktion zu ermöglichen.
Das Verbindungsmodul 12 kann außerdem gewisse Betriebsaspekte
der Peripheriegeräte lokal verwalten, um beispielsweise Unterbrechungen im Fall
von Überlastung zu steuern oder interne Verwaltungsroutinen durchzuführen.
Außerdem kann der Rechner 6 dem Verbindungsmodul
12 befehlen, gewissen spezielle Aufgaben zusätzlich zu den laufenden Druckaufgaben
oder Verarbeitungsaufgaben von Postsachen durchzuführen, oder diese durch die Peripheriegeräte
durchführen zu lassen, wie beispielsweise: Umprogrammierung von Software oder internen
Parametern, Veranlassung des Zurückschickens spezieller Daten, Auslösung einer Rückstellung
auf Null, eines Wartungszyklus (Reinigung der Köpfe, Justierung, usw.).
Die gerade beschriebene Ausführungsform bietet Raum für zahlreiche
Abwandlungen und Modifikationen, wobei sie gleichzeitig im Umfang der beanspruchten
Erfindung verbleibt.
Als Beispiel kann die Vorrichtung außerdem ein Frankierungsmodul umfassen,
welches ebenfalls durch den Rechner unter Verwendung einer Verbindung entsprechend
der Spezifikation IEEE 1284.3 verwaltet wird. In diesem Fall werden Einfügungsmittel
von Parametern für das Frankierungsmodul (Tarife, Aufdruck, usw.) in den Datenfluss
auf dem gemeinsamen Kommunikationsweg 10 vorgesehen, und die an dieses
letztere adressiert werden, nach dem Muster des Konfigurationswerkzeugs
32.
Die unterschiedlichen Bestandteile der Vorrichtung 1 können
physisch in ein und demselben Gehäuse angeordnet sein, wobei sie ein integriertes
und autonomes System bilden, oder sie können getrennt sein. In dem letzten Fall
kann der Rechner 6 eine eigene physische Einheit darstellen und die Verpackungsvorrichtung
von Postsachen kann entweder in den Drucker integriert sein oder aber sich in einem
getrennten Gehäuse befinden. Eine derartige Konfiguration wird insbesondere erstellt
werden, wenn die Vorrichtung für den Netzbetrieb vorgesehen ist. In diesem Fall
teilen sich mehrere Informatikarbeitsplätze einen Drucker und/oder eine Verpackungsvorrichtung
von Postsachen.
Ganz gleich welche vorgesehenen Architekturen berücksichtigt werden,
es ist offensichtlich, dass die unterschiedlichen unter Bezugnahme auf die Figuren
beschriebenen Funktionsblöcke unterschiedlich organisiert werden können, insbesondere
hinsichtlich ihrer Anordnung in den unterschiedlichen Einheiten. Das Verbindungsmodul
12 kann beispielsweise ein Hardware- oder Softwaremodul sein, das in den
Rechner 6 integriert ist und mit dem Umschalter 11 entweder über
den gemeinsamen Kommunikationsweg oder über eine andre Verbindung verbunden ist.
Darüber hinaus könnte berücksichtigt werden, eine andere Datenverbindung
als diejenige zu verwenden, die auf der Norm IEEE 1284.3 beruht, beispielsweise
einen Adressdatenbus nach unterschiedlichen Normen.