Die vorliegende Erfindung betrifft Sprengstoffzusammensetzungen und
Verfahren zur Modifizierung der Rheologie von Sprengstoffzusammensetzungen durch
die Verwendung von assoziativen Verdickungsmitteln.
Die zivile Bergbau-, Steinbruch- und Tiefbauindustrie nutzt üblicherweise
lose oder verpackte Sprengstoffformulierungen als prinzipielle Methode zum Brechen
von Gestein und Erz für den Bergbau, den Tunnelbau, den Tiefbau und ähnliche Aktivitäten.
Explosive Zusammensetzungen, die normalerweise in diesen Anwendungen eingesetzt
werden, umfassen Sprengstoffzusammensetzungen auf der Grundlage von Emulsionen.
Wasser-in-Öl-Sprengstoffemulsionen wurden zuerst von Bluhm im U.S.-Patent
3 447 978 offenbart und umfassen (a) eine diskontinuierliche wässrige Phase, umfassend
diskrete Tröpfchen aus einer wässrigen Lösung von anorganischen, Sauerstoff freisetzenden
Salzen, (b) eine kontinuierliche, mit Wasser nicht mischbare organische Phase, in
der die Tröpfchen dispergiert sind, und (c) einen Emulgator, der eine Emulsion der
Tröpfchen aus Oxidans-Salzlösung in der kontinuierlichen organischen Phase bildet.
Wenn diese Emulsionstypen sehr wenig Wasser oder zusätzliches Wasser nur in der
diskontinuierlichen Phase umfassen, werden sie richtiger als Schmelze-in-Brennstoff-Emulsionssprengstoffe
bezeichnet.
In Emulsionssprengstoffen werden Emulgatoren gewöhnlich zur Verminderung
der Grenzflächenspannung zwischen der wässrigen und der Ölphase verwendet. Moleküle
des Emulgators befinden sich an der Grenzfläche zwischen dem wässrigen Tropfen und
der kontinuierlichen Kohlenwasserstoffphase. Die Emulgatormoleküle sind so orientiert,
dass die hydrophile Kopfgruppe sich im wässrigen Tropfen und der lipophile Schwanz
sich in der kontinuierlichen Kohlenwasserstoffphase befinden. Emulgatoren stabilisieren
die Emulsion, wodurch eine Koaleszenz der wässrigen Tröpfchen und eine Phasentrennnung
gehemmt werden. Emulgatoren hemmen auch die Kristallisation des Oxidanssalzes in
den wässrigen Tröpfchen. Eine unkontrollierte Kristallisation kann zu einer Spaltung
der Emulsion und einer Abnahme der Detonationsempfindlichkeit der Emulsions-Sprengstoffzusammensetzung
führen.
Gewöhnlich sind die Emulsionen selbst nicht detonationsfähig, und
zur Bildung einer explosiven Zusammensetzung muss die Emulsion mit Sensibilisierungsmitteln
wie einem selbstzündenden Sprengstoff (z.B. Trinitrotoluol oder Nitroglycerin) oder
einer diskontinuierlichen Phase von hohlraumerzeugenden Mitteln vermischt werden.
Geeignete hohlraumerzeugende Mittel umfassen Glasmikrohohlkügelchen, Kunststoff-Mikrohohlkügelchen,
Polystyrolschaumstoffkügelchen und Gasbläschen einschließlich Bläschen aus eingeschlossener
Luft.
Emulsionen werden oft mit explosiven Zusammensetzungen auf der Grundlage
von ANFO vermischt, die üblicherweise als "schwere AFNO" bezeichnet werden. Zusammensetzungen,
die Mischungen aus einer Emulsion und AN oder ANFO umfassen, sind zum Beispiel in
der australischen Patentanmeldung Nr. 29408/71 (Butterworth) und in den U.S.-Patenten
3 161 551 (Egly et al.) und 4 357 184 (Binet et al.) beschrieben.
Wenn Sprengstoffe in der Bergbauindustrie eingesetzt werden, werden
Erz und Gestein gebrochen, indem Sprenglöcher in den zu sprengenden Bereich gebohrt
und die Sprenglöcher dann mit losen oder verpackten explosiven Zusammensetzungen
befüllt werden, die anschließend zur Detonation gebracht werden. Lose Sprengstoffe
sind pro Masseneinheit gewöhnlich weniger teuer als gepackte Sprengstoffe, und somit
sind lose Sprengstoffe insbesondere für große Minen bevorzugt, wo für eine einzige
Sprengung viele hundert Tonnen Sprengstoffe erforderlich werden können. Gepackte
Sprengstoffe weisen auch den Nachteil auf, dass sie von Hand in Sprenglöcher gefüllt
werden müssen, während lose Sprengstoffe leicht mittels mechanisierter Mittel eingefüllt
werden können.
Verpackte Sprengstoffe werden in Produktionsanlagen an festen Standorten
hergestellt, und die Kartuschen mit verpackten Sprengstoffen werden zur Sprengstelle
transportiert und von Hand in vorgebohrte Sprenglöcher gefüllt. Lose Sprengstoffe
werden entweder in einer Produktionsanlage hergestellt und in einem speziell konstruierten
Lastkraftwagen zur Mine transportiert oder vor Ort in Herstellungseinheiten, die
sich auf Lastkraftwagen (so genannten mobilen Herstellungsanlagen oder MMU) befinden,
zusammengemischt.
Die Lastkraftwagen und MMU sind mit den mechanisierten Mitteln zum
Füllen von losem Sprengstoff in Sprenglöcher ausgestattet. Das Befüllen des Sprenglochs
wird gewöhnlich entweder durch eine Förderung mittels Schnecken, ein Gießen, Pumpen
oder pneumatisches Laden durchgeführt, wobei das eingesetzte Füllverfahren
von den physikalischen Merkmalen des Typs des eingesetzten losen Sprengstoffs abhängt.
Das Einfüllen durch Pumpen erfolgt gewöhnlich unter Verwendung einer mechanischen
oder pneumatischen Pumpe, wodurch Sprengstoffzusammensetzungen durch einen Förderschlauch
in die Sprenglöcher gepresst werden. Das pneumatische Laden einer Sprengstoffzusammensetzung
schließt typischerweise die Verwendung von komprimiertem Gas ein, um den Sprengstoff
durch einen Förderschlauch in Sprenglöcher zu blasen, und stellt ein allgemein eingesetztes
Förderverfahren dar.
Sowohl in MMU als auch in festen Produktionsanlagen sind relativ große
Mengen an chemischen Komponenten gelagert, die unter Bildung von Sprengstoffzusammensetzungen
miteinander vermischt werden können. Zum Beispiel umfassen MMU mehrere große Vorratsbehälter
zur Aufbewahrung von Brennstofföl, Emulsion, aus Teilchen bestehenden Oxidantiensalzen,
Wasser und anderen Sprengstoffkomponenten. Diese Komponenten können in unterschiedlichen
Anteilen vermischt werden, wodurch ANFO oder verschiedene Formulierungen aus Emulsion
und schwerem ANFO erhalten werden.
Mit den unter Verwendung von MMU und festen Produktionsanlagen durchgeführten
Herstellungsverfahren können verschiedene Sprengstoffformulierungen mit verschiedenen
physikalischen Merkmalen durch eine präzise Regelung der Fließgeschwindigkeit der
Komponenten, der Temperatur und anderer das Herstellungsverfahren betreffender physikalischer
Parameter erhalten werden.
Einer der wichtigsten Parameter bei der Herstellung, Förderung und
Handhabung von Emulsionssprengstoffen ist die Emulsionsrheologie. Die Rheologie
der Emulsion beeinflusst praktisch jeden Aspekt der Handhabung von Emulsionen einschließlich
des Fließens der Emulsion in Rohren und Schläuchen, der Haftung an Wandungen der
Tanks und Leitungen im Herstellungssystem, der Leichtigkeit des Pumpens, der Retention
in einem nach oben weisenden Bohrloch und in gerissenem Boden und der Retention
des Porenvolumens bei niedriger Dichte. Zum Beispiel können Sprengstoffzusammensetzungen,
die sehr dicht und viskos sind, nur pneumatisch oder mechanisch durch kurze Füllschläuche
gepumpt werden; sie können ohne die Verwendung übermäßig hoher Pumpdrücke nicht
durch lange Schläuche gepumpt werden, weil die Schläuche sonst verstopfen.
Es ist auch festgestellt worden, dass eine Emulsionssäule in einem
nach oben weisenden Bohrloch nicht gehalten wird, wenn ein Adhäsivversagen zwischen
der Emulsionssäule und den Sprenglochwandungen oder ein Kohäsivversagen der Emulsion
vorliegt. Diese Probleme können etwas verringert werden, wenn die Viskosität (wirksame
Starrheit) der Emulsion erhöht wird.
Obwohl es oft wünschenswert ist, dass eine Emulsion im Sprengloch
eine hohe Viskosität aufweist, ist dies für den Transport, die Handhabung oder das
Füllen der Emulsion in Sprenglöcher, insbesondere beim Pumpen, nicht optimal. Mit
anderen Worten ist eine Sprengstoffemulsion mit rheologischen Merkmalen, die die
Emulsion zum Pumpen durch einen Füllschlauch geeignet machen, zum Verweilen in einem
Sprengloch möglicherweise nicht geeignet und umgekehrt.
In der Vergangenheit sind viele verschiedene Techniken zur Modifizierung
der Rheologie von Sprengstoffemulsionen verwendet worden. Die meisten dieser Versuche
zur Modifizierung der Rheologie basieren auf chemischen Wechselwirkungen wie der
chemischen Vernetzung von Komponenten innerhalb der Emulsion. Zum Beispiel offenbart
das U.S.-Patent 5 387 675 (Yeh) die Verwendung eines quaternären Ammoniumethers
eines Polyols (von quaternären Ammoniumethern von Polyolen) und Polysacchariden
als chemische Verdickungsmittel in einem Bereich von Produkten einschließlich Sprengstoffen.
Das U.S.-Patent 5 145 535 beschreibt die Verwendung eines kationischen Salzes von
CMC-Ether als chemisches Verdickungsmittel.
Modifizierungen der Rheologie auf chemischer Basis weisen gewöhnlich
aber die Probleme auf, dass die chemische Reaktion mit einer relativ niedrigen Geschwindigkeit
erfolgt und stark temperaturabhängig und irreversibel ist.
Jetzt ist gefunden worden, dass eine effektive Modifizierung der Rheologie
von Emulsionen für Emulsionssprengstoffe durch die Verwendung von "assoziativen
Verdickungsmitteln" erhalten werden kann, von denen angenommen wird, dass sie auf
einer physikalischen Wechselwirkung mit Komponenten der Emulsion statt chemischen
Wechselwirkungen beruhen.
Assoziative Verdickungsmittel sind bisher in Techniken wie der Beschichtungsindustrie
eingesetzt worden. Zum Beispiel beschreibt das U.S.-Patent 5 521 235 (Redelius und
Redelius) die Verwendung von hydrophob modifizierten Urethanethoxylaten als Verdickungsmittel
vom assoziativen, nichtionischen Typ in Bitumenemulsionen vom kationischen
Typ für Stäbe, Bedachungen und das Wasserundurchlässigmachen, wodurch die Bildung
dickerer Beschichtungsschichten ermöglicht wird. Das kanadische Patent 2079926 (Fistner)
offenbart eine wässrige Lackzusammensetzung mit hohem Glanz zur Verwendung auf Textilien,
wobei der Lack ein assoziatives Verdickungsmittel, vorzugsweise ein Polyurethan-Block-Copolymer
oder ein in Alkali quellfähiges Acrylpolymer oder ein in Alkali lösliches Acrylpolymer
umfasst. Assoziative Verdickungsmittel sind auch zum Verdicken von Bohrschlamm,
Politur, Reinigungsmitteln, Körperpflegeprodukten wie Kosmetika, Lebensmittelprodukten
und Pharmazeutika, Hydraulikflüssigkeiten und Druckfarben, aber bisher nicht in
Sprengstoffen, die zur Regelung der rheologischen Merkmale hergestellt wurden, verwendet
worden.
EP-A-276934 offenbart die Verwendung von assoziativen Polymeren zur
Erhöhung der Viskosität und zur Verbesserung der elastischen Eigenschaften der Wasser-in-Öl-Emulsion.
Die assoziativen Polymere sind in der kontinuierlichen organischen Phase der Emulsion
gelöst.
GB-A-1523958 offenbart die Verwendung eines thixotropen Geliermittels
in der organischen, flüssigen Phase eines Gelsprengstoffs. Es wird angegeben, dass
das thixotrope Geliermittel ein leichtes Gießen des Gelsprengstoffs unter Scherung
und ein Gelieren des Gelsprengstoffs nach dem Wegfall der Scherung ermöglicht.
Wir haben jetzt gefunden, dass assoziative Verdickungsmittel in Emulsionen
zur Verwendung in Sprengstoffzusammensetzungen verwendet werden können, wobei assoziative
Verdickungsmittel schnelle und reversible Änderungen der Emulsionsviskosität ermöglichen.
Assoziative Verdickungsmittel ergeben Sprengstoffemulsionen mit den erwünschten
Merkmalen (1) einer signifikanten Verminderung der Viskosität während des Pumpens
und (2) einer Wiederherstellung einer relativ hohen Viskosität, wenn das Pumpen
beendet ist, ohne dass Emulsionskomponenten beschädigt sind. Es wird angenommen,
dass das assoziative Verdickungsmittel ein Netzwerk aus physikalischen Bindungen
überall in der Emulsion erzeugt, wobei dieses Netzwerk reversibel zerstört werden
kann.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Wasser-in-Öl-Emulsion verfügbar
gemacht, die zur Herstellung einer Emulsions-Sprengstoffzusammensetzung geeignet
ist, wobei die Wasser-in-Öl-Emulsion eine mit Wasser nicht mischbare organische
Phase, einen Emulgator und eine wässrige, ein Sauerstoff freisetzendes Salz einschließende
Phase umfasst, wobei wenigstens ein assoziatives Verdickungsmittel in die wässrige
Phase eingearbeitet ist. Die Emulsion hat in Bezug auf eine Emulsion ohne das assoziative
Verdickungsmittel eine erhöhte Nullviskosität und weist eine signifikante Verminderung
der Viskosität auf, wenn sie einer angelegten Scherkraft ausgesetzt wird, und nach
dem Entfernen der angelegten Scherkraft wird die ursprüngliche Viskosität im Wesentlichen
wieder hergestellt.
Weiterhin wird ein Verfahren zur Herstellung eines Wasser-in-Öl-Emulsionssprengstoffs
verfügbar gemacht, umfassend die Einarbeitung eines Sauerstoff freisetzenden Salzes
und wenigstens eines assoziativen Verdickungsmittels in eine wässrige Phase und
anschließend die Emulgierung der wässrigen Phase in einer mit Wasser nicht mischbaren
organischen Phase in Gegenwart eines Emulgators unter Bildung einer Wasser-in-Öl-Emulsion.
Die vorliegende Erfindung macht auch die Verwendung einer Wasser-in-Öl-Emulsion
gemäß der vorliegenden Erfindung bei der Herstellung einer Emulsions-Sprengstoffzusammensetzung
verfügbar.
In der vorliegenden Erfindung kann eine weite Vielzahl von assoziativen
Verdickungsmitteln verwendet werden.
Geeignete assoziative Verdickungsmittel können gemäß ihrer Verträglichkeit
mit dem Emulsionssprengstoff, in den sie eingearbeitet werden, ausgewählt werden.
Das assoziative Verdickungsmittel der vorliegenden Erfindung kann
polymer oder nichtpolymer sein und wirkt in der wässrigen Phase der Emulsion.
Das assoziative Verdickungsmittel kann typischerweise ein Rückgrat
oder eine Kette umfassen, das bzw. die in der wässrigen Phase der Emulsion löslich
ist. Diese assoziativen Verdickungsmittel umfassen zusätzlich eine Anzahl von Resten,
die in der wässrigen Phase unlöslich sind. Diese Reste sind vorzugsweise über das
Rückgrat mit unlöslichen Resten, die innerhalb der Kette oder als seitenständige
oder terminale Gruppe an der Kette vorhanden sind, verteilt.
Beim assoziativen Verdickungsmittel kann es sich um ein in der wässrigen
Phase lösliches Polymer handeln, das unlösliche Reste aufweist, mit dem es in unterstöchiometrischen
Mengen substituiert ist. Vorzugsweise umfasst das assoziative Verdickungsmittel
Blöcke aus hydrophilen Polymeren oder Copolymeren, die mit kleinen Mengen eines
hydrophoben Comonomers hergestellt sind. Das hydrophile Polymer oder Copolymer ist
vorzugsweise aus Monomeren hergestellt, die aus der aus Vinylpyrrolidon, Vinylacetat,
Acrylamid, Ethylenglycol, Ethylenoxid, Vinylalkohol und Propylenglycol und deren
hydrophilen Derivaten bestehenden Gruppe ausgewählt sind.
Beim hydrophoben Monomer kann es sich um jedes Monomer handeln, das
mit dem hydrophilen Monomer polymerisierbar ist und das hydrophobe Reste enthält.
Es gibt eine weite Vielzahl von geeigneten hydrophoben Monomeren, die den Fachleuten
auf dem Gebiet der assoziativen Verdickungsmittel bekannt sind. Vorzugsweise sind
die hydrophoben Monomere aus der aus N-Alkylacrylamiden wie N-(4-Ethylphenyl)acrylamid,
N-(4-t-Butylphenyl)acrylamid und dergleichen bestehenden Gruppe ausgewählt. Das
assoziative Verdickungsmittel kann zum Beispiel ein Copolymer eines Acrylamids (ein
hydrophiles Mittel) und N-4-(t-Butyl)phenylacrylamid (ein hydrophobes Mittel), das
weniger als 1 mol-% eines hydrophoben Comonomers umfasst, sein.
Für die Fachleute ist offensichtlich, dass Moleküle dieses Typs durch
verschiedene Methoden synthetisiert werden können. Die beiden Haupt-Syntheserouten
zu assoziativen Verdickungsmitteln erfolgen über eine mizellare Copolymerisation
oder über die chemische Modifizierung eines wasserlöslichen Vorstufenpolymers. Letztere
Route ist hauptsächlich auf Cellulosederivate, Poly(acrylsäure) und ethoxylierte
Urethanpolymere angewandt worden. Das mizellare Polymerisationsverfahren umfasst
im Wesentlichen Copolymere auf der Grundlage von Acrylamid. Eine zusätzliche Syntheseroute,
bei der hydrophobe Monomere mit eingebauter Tensidbeschaffenheit verwendet werden,
überwindet die Notwendigkeit für die bei der Mizellartechnik eingesetzten externen
Tenside.
Faktoren, die die viskosifizierende Fähigkeit von assoziativen Verdickungsmitteln
beim Fehlen einer Scherung beeinflussen, sind zahlreich und variieren. Darin eingeschlossen
sind die Molmasse des Copolymers, die Mikrostruktur des Copolymers (Gehalt an hydrophobem
Mittel und Verteilung des hydrophoben Mittels über die Polymerkette), die Hydrophobie
des hydrophoben Mittels, das Vorhandensein einer Ladung entweder im Polymer-Rückgrat
oder auf den seitenständigen hydrophoben Gruppen, die Copolymerkonzentration, das
Vorhandensein von Additiven (z.B. eines Salzes oder Tensids) und die Temperatur.
In Abhängigkeit vom relativen Einfluss eines jeden dieser Faktoren und der Flexibilität
der Copolymerkette können Assoziationen sowohl zwischen Ketten als auch innerhalb
von Ketten auftreten.
Bei der zur Verwendung als Sprengstoff geeigneten Emulsion handelt
es sich um ein Wasser-in-Öl. Typischerweise wird das assoziative Verdickungsmittel
vor der Bildung der Emulsion in der wässrigen Phase gelöst. Typischerweise umfasst
die Emulsion 0,1 Gew.-% bis 3 Gew.-% der Emulsion an assoziiertem Verdickungsmittel.
Noch typischer ist das assoziative Verdickungsmittel mit einer Konzentration von
0,2 bis 2 Gew.-% der Emulsion vorhanden. Geeignete Sauerstoff freisetzende Salze
zur Verwendung in der wässrigen Phase der Emulsion der vorliegenden Erfindung umfassen
die Alkali- und Erdalkalimetallnitrate, -chlorate und -perchlorate, Ammoniumnitrat,
Ammoniumchlorat, Ammoniumperchlorat und Mischungen davon. Die bevorzugten Sauerstoff
freisetzenden Salze umfassen Ammoniumnitrat, Natriumnitrat und Calciumnitrat. Noch
mehr bevorzugt umfasst das Sauerstoff freisetzende Salz Ammoniumnitrat oder eine
Mischung aus Ammoniumnitrat und Natrium- oder Calciumnitrat.
Typischerweise umfasst die Sauerstoff freisetzende Salzkomponente
der Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung 45 bis 95 Gew.-% und vorzugsweise
60 bis 90 Gew.-% der gesamten Emulsionszusammensetzung. In Zusammensetzungen, in
denen das Sauerstoff freisetzende Salz eine Mischung aus Ammoniumnitrat und Natriumnitrat
umfasst, beträgt der bevorzugte Zusammensetzungsbereich für eine solche Mischung
5 bis 80 Teile Natriumnitrat auf 100 Teile Ammoniumnitrat. Daher umfasst die Sauerstoff
freisetzende Salzkomponente in der bevorzugten Zusammensetzung 45 bis 90 Gew.-%
(der gesamten Emulsionszusammensetzung) Ammoniumnitrat oder Mischungen aus 0 bis
40 Gew.-% Natrium- oder Calciumnitrat und 50 bis 90 Gew.-% Ammoniumnitrat.
Normalerweise liegt die Menge des in den Zusammensetzungen der vorliegenden
Erfindung verwendeten Wassers im Bereich von 0 bis 30 Gew.-% der gesamten Emulsionszusammensetzung.
Vorzugsweise beträgt die verwendete Menge 4 bis 25 Gew.-% und noch mehr bevorzugt
6 bis 20 Gew.-%.
Die mit Wasser nicht mischbare organische Phase der Emulsionskomponente
der vorliegenden Erfindung umfasst die kontinuierliche "Öl-"Phase
der Emulsionszusammensetzung und stellt den Brennstoff dar.
Geeignete organische Brennstoffe umfassen aliphatische, alicyclische
und aromatische Verbindungen und Mischungen davon, die bei der Formulierungstemperatur
im flüssigen Zustand vorliegen. Geeignete organische Brennstoffe können aus Kraftstofföl,
Dieselöl, Destillat, Ofenöl, Kerosin, Naphtha, Wachsen wie mikrokristallinem Wachs,
Paraffinwachs und Paraffingatsch, Paraffinölen, Benzol, Toluol, Xylolen, asphaltischen
Materialien, polymeren Ölen wie Polymeren von Olefinen mit niedriger Molmasse, tierischen
Ölen, pflanzlichen Ölen, Fischölen und anderen mineralischen, Kohlenwasserstoff-
oder Fettölen und Mischungen davon ausgewählt sein. Bevorzugte organische Brennstoffe
sind flüssige, gewöhnlich als Petroleumdestillat bezeichnete Kohlenwasserstoffe
wie Benzin, Kerosin, Kraftstofföle und Paraffinöle.
Typischerweise umfasst der organische Brennstoff oder die kontinuierliche
Phase der Emulsion 2 bis 15 Gew.-% und vorzugsweise 3 bis 10 Gew.-% der gesamten
Zusammensetzung.
Der Emulgator der Emulsionszusammensetzung der vorliegenden Erfindung
kann Emulgatoren umfassen, die aus dem weiten Bereich von Emulgatoren ausgewählt
sind, die im Fachgebiet zur Herstellung von Emulsions-Sprengstoffzusammensetzungen
bekannt sind. Es ist besonders bevorzugt, dass der in der Emulsionszusammensetzung
der vorliegenden Erfindung verwendete Emulgator einer der wohlbekannten Emulgatoren
auf der Grundlage von Produkten der Reaktion von Poly[alk(en)yl]bernsteinsäureanhydriden
und Alkylaminen einschließlich der Polyisobutylenbernsteinsäureanhydrid- (PiBSA-)Derivate
von Alkanolaminen ist. Andere geeignete Emulgatoren zur Verwendung in der Emulsion
der vorliegenden Erfindung umfassen Alkoholalkoxylate, Phenol-5-alkoxylate, Poly(oxyalkylen)glycole,
Poly(oxyalkylen)fettsäureester, Aminalkoxylate, Fettsäureester von Sorbit und Glycerin,
Fettsäuresalze, Sorbitanester, Poly(oxyalkylen)sorbitanester, Fettaminalkoxylate,
Poly(oxyalkylen)glycolester, Fettsäureamine, Fettsäureamidalkoxylate, Fettamine,
quaternäre Amine, Alkyloxazoline, Alkenyloxazoline, Imidazoline, Alkylsulfonate,
Alkylarylsulfonate, Alkylsulfosuccinate, Alkylarylsulfonate, Alkylsulfosuccinate,
Alkylphosphate, Alkenylphosphate, Phosphatester, Lecithin, Copolymere von Poly(oxyalkylen)glycolen
und Poly(12-hydroxystearin)säure und Mischungen davon.
Typischerweise umfasst der Emulgator der Emulsion bis zu 5 Gew.-%
der Emulsion. Höhere Anteile des Emulgators können verwendet werden und dienen als
zusätzlicher Brennstoff für die Zusammensetzung, im Allgemeinen ist es zum Erhalt
des gewünschten Effekts aber nicht erforderlich, mehr als 5 Gew.-% Emulgator zuzugeben.
Stabile Emulsionen können durch die Verwendung relativ niedriger Konzentrationen
des Emulgators gebildet werden, und aus Gründen der Wirtschaftlichkeit ist es bevorzugt,
die Menge des verwendeten Emulgiermittels auf dem zur Bildung der Emulsion erforderlichen
Minimum zu halten. Die bevorzugte Konzentration des verwendeten Emulgiermittels
liegt im Bereich von 0,1 bis 3,0 Gew.-% der Wasser-in-Öl-Emulsion.
Bei Bedarf können andere optionale Brennstoffmaterialien, die hiernach
als Sekundärbrennstoffe bezeichnet werden, zusätzlich zu der mit Wasser mischbaren
organischen Brennstoffphase in die Emulsion eingearbeitet werden. Beispiele für
solche Sekundärbrennstoffe umfassen fein zerteilte Feststoffe und mit Wasser mischbare
organische Flüssigkeiten, die verwendet werden können, um Wasser als Lösungsmittel
für die Sauerstoff freisetzenden Salze teilweise zu ersetzten oder das wässrige
Lösungsmittel für die Sauerstoff freisetzenden Salze zu strecken. Beispiele für
solche Sekundärbrennstoffe umfassen fein zerteilte Feststoffe und mit Wasser mischbare
organische Flüssigkeiten, die verwendet werden können, um Wasser als Lösungsmittel
für die Sauerstoff freisetzenden Salze teilweise zu ersetzen oder das wässrige Lösungsmittel
für die Sauerstoff freisetzenden Salze zu strecken. Beispiele für feste Sekundärbrennstoffe
umfassen fein zerteilte Materialien wie Schwefel, Aluminium, Harnstoff und kohlenstoffhaltige
Materialien wie Gilsonit, zerkleinerter Koks oder Holzkohle, Ruß, Harzsäuren wie
Abietinsäure, Zucker wie Glucose oder Dextrose, und pflanzliche Produkte wie Stärke,
Nussmehl, Getreidemehl und Holzpulpe. Beispiele für wassermischbare organische Flüssigkeiten
umfassen Alkohole wie Methanol, Glycole wie Ethylenglycol, Amide wie Formamid und
Harnstoff und Amine wie Methylamin.
Typischerweise umfasst die optionale Sekundärbrennstoffkomponente
der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung 0 bis 30 Gew.-% der gesamten Zusammensetzung.
Die Wasser-in-Öl-Emulsionszusammensetzung kann durch eine Reihe verschiedener
Verfahren hergestellt werden. Ein bevorzugtes Herstellungsverfahren umfasst das
Lösen der Sauerstoff freisetzenden Salze in Wasser bei einer Temperatur oberhalb
des Kristallisationspunktes der Salzlösung, vorzugsweise bei einer Temperatur im
Bereich von 20 bis 110 °C unter Erhalt einer wässrigen Salzlösung, das Vereinigen
einer wässrigen Salzlösung, einer mit Wasser nicht mischbaren organischen Phase
und eines Emulgators unter schnellem Mischen unter Bildung einer
Wasser-in-Öl-Emulsion und ein schnelles Mischen, bis die Emulsion gleichmäßig ist.
Es liegt innerhalb der Erfindung, dass auch andere Substanzen oder
Mischungen von Substanzen, bei denen es sich um Sauerstoff freisetzende Salze handelt
oder die selbst als explosive Materialien geeignet sind, in die Emulsion eingearbeitet
werden können. Zum Beispiel kann die Emulsion mit geprilltem oder teilchenförmigem
Ammoniumnitrat oder Ammoniumnitrat/Brennstofföl-Zusammensetzungen vermischt werden.
Andere optionale Additive einschließlich nicht assoziativer Verdickungsmittel
oder chemischer Verdickungsmittel wie Zinkchromat oder ein Dichromatether können
entweder als getrennte Objekte oder als Komponente eines herkömmlichen Redoxsystems
wie zum Beispiel einer Mischung aus Kaliumdichromat und Kaliumantimontartrat zu
den oben beschriebenen Emulsions-Sprengstoffzusammensetzungen gegeben werden.
Ohne dass gewünscht wird, an eine Theorie gebunden zu sein, wird angenommen,
dass das assoziative Verdickungsmittel durch die nichtlöslichen Reste der verschiedenen
Moleküle des assoziativen Verdickungsmittels, die im Lösungsmittel zusammen assoziieren,
wodurch lokalisierte Bindungspunkte zwischen den löslichen Rückgraten der Moleküle
erhalten werden, die Nullviskosität erhöht. Es wird angenommen, dass diese Assoziationen
eine ausgedehnte dreidimensionale Struktur der Moleküle des assoziativen Verdickungsmittels
im Lösungsmittel ergeben, wobei die dreidimensionale Struktur dahingehend wirkt,
dass sie ein Fließen des Lösungsmittels behindert und daher die Emulsionsviskosität
erhöht.
Die Assoziationspunkte sind nicht permanent, weil sie nur durch relativ
schwache physikalische Kräfte gebildet werden. Unter dem Einfluss einer angelegten
Scherkraft können die Assoziationspunkte zerstört werden, und die Emulsion kann
normal fließen. Die Destrukturierung besteht jedoch nur solange fort, wie die Scherkraft
einwirkt. Wenn die Scherkraft aufgehoben wird, können die Assoziationspunkte schnell
neu gebildet werden, wodurch das dreidimensionale Netzwerk neu gebildet wird.
Es wird angenommen, dass die Triebkraft für die Bildung der Assoziationen
hauptsächlich eine thermodynamische Grundlage hat. Wenn das assoziative Verdickungsmittel
beispielsweise ein hydrophob modifiziertes, wasserlösliches Polymer darstellt, ist
die Triebkraft für die Assoziationen eine starke Erhöhung der Entropie (begleitet
von einer kleinen Änderung der Enthalpie), die infolge des Zusammenbruchs der geordneten
Struktur der Wassermoleküle um die hydrophoben Substanzen entsteht, wenn diese aus
der Lösung entfernt werden. Diese Aggregation ist daher aufgrund der starken Abnahme
der freien Energie, die aus einer Nettoabnahme der Anzahl der Kontakte zwischen
der hydrophoben Substanz und Wasser resultiert, begünstigt. Die Aggregation der
hydrophoben Gruppen der Polymerketten in wässriger Lösung führt somit zu intermolekularen
Assoziationen, wodurch physikalische Bindungen zwischen den Ketten gebildet werden.
Diese Bindungen erzeugen polymolekulare Strukturen mit einem hohen hydrodynamischen
Volumen und folglich mit verstärkten Viskosifizierungseigenschaften.
Vorteilhafterweise ergibt die Einarbeitung eines assoziativen Verdickungsmittels
in die wässrige Phase einer Emulsion zur Verwendung in einer Emulsions-Sprengstoffzusammensetzung
insbesondere bei Emulsionen mit einer dispersen Phase mit einer kleinen mittleren
Tröpfchengröße eine deutliche viskosifizierende Wirkung. Wir haben gefunden, dass
die scheinbare Viskosität einer solchen Emulsion eine Erhöhung von 150 % oder mehr
aufweisen kann. Wir beobachteten, dass die scheinbare Viskosität, wenn sie als Funktion
der Schergeschwindigkeit gemessen wurde, bei relativ niedrigen Schergeschwindigkeiten
viel größer als bei Emulsionen war, die nicht durch assoziative Verdickungsmittel
modifiziert waren. Die scheinbare Viskosität der ein assoziatives Verdickungsmittel
umfassenden Emulsionen stimmte bei höheren Schergeschwindigkeiten mit derjenigen
einer unmodifizierten Emulsion überein. Dies zeigt klar, dass assoziative Verdickungsmittel
enthaltende Emulsionen so leicht wie standardmäßige Emulsionen gepumpt, mit Schnecken
gefördert oder auf andere Art transportiert werden können und dennoch bei einer
niedrigen Scherung oder einer Scherung von null, wie in dem Zustand, in dem sie
in ein Bohrloch gefüllt sind, scheinbare Viskositäten aufweisen, die viel größer
als diejenigen von standardmäßigen Emulsionen sind.
Es ist beobachtet worden, dass, wenn das assoziative Verdickungsmittel
in die dispergierte Phase der Emulsion eingearbeitet ist, die Tröpfchen signifikant
schwerer zu verformen sind, obwohl der Widerstand gegenüber einer Verformung bei
relativ hohen Schergeschwindigkeiten überwunden wird. In der vorliegenden Erfindung
ist das assoziative Verdickungsmittel in die dispergierte Phase einer Wasser-in-Öl-Emulsion
eingearbeitet.
Wir haben beobachtet, dass eine Reihe von Emulsionen, die unter Einarbeitung
eines assoziativen Verdickungsmittels hergestellt wurden, in Bezug
auf eine unmodifizierte Emulsion eine erhöhte Stabilität aufweist. Wir haben auch
beobachtet, dass die mittlere Tröpfchengröße und die Tröpfchenverteilung im Laufe
der Zeit derjenigen von standardmäßigen Emulsionen ähnlich wird und ein allgemeines
Verhalten aufweisen, das demjenigen dieser Emulsionen ähnlich ist.
Untersuchungen der dynamischen Scherung von das assoziative Verdickungsmittel
umfassenden Emulsionen zeigen die elastische Beschaffenheit in den Emulsionen über
einen breiteren Bereich von Frequenzen und Beanspruchungen, als bei unmodifizierten
Emulsionen zu erwarten wäre.
Vorteilhafterweise weisen die das assoziative Verdickungsmittel einschließenden
Emulsionen ein geringeres rheopektisches Verhalten auf, als dies bei unmodifizierten
Emulsionen zu erwarten wäre.
In der gesamten Beschreibung und in den folgenden Ansprüchen sind,
sofern der Zusammenhang nichts anderes erforderlich macht, die Begriffe "umfassen"
und Variationen wie "umfasst" und "umfassend" dahingehend zu verstehen, dass sie
den Einschluss einer aufgeführten ganzen Zahl und von ganzen Zahlen oder Stufen,
aber nicht den Ausschluss einer anderen ganzen Zahl oder Stufe oder einer Gruppe
von ganzen Zahlen oder Stufen implizieren.
Die Erfindung wird jetzt durch die folgenden Beispiele veranschaulicht,
ohne dadurch aber auf irgendeine Weise beschränkt zu sein.
Beispiel 1
In diesem Beispiel wurde ein Copolymer von Acrylamid und N-(4-t-butylphenyl)acrylamid
als assoziatives Verdickungsmittel verwendet. Das assoziative Verdickungsmittel
wurde mittels einer wässrigen, mizellarfreien, radikalischen Polymerisationsroute
synthetisiert. Das resultierende Copolymer enthielt nicht mehr als 1 mol-% des hydrophoben
Monomers.
Die Auswirkung von Ammoniumnitrat und Natriumchlorid auf die Lösungseigenschaften
des assoziativen Verdickungsmittels wurden untersucht. Die Konzentration des assoziativen
Verdickungsmittels betrug 0,50 Gew.-%, wobei die Ammoniumnitrat-Konzentrationen
von 10 Gew.-% bis 60 Gew.-% reichten. Der Schergeschwindigkeitsbereich wurde von
0,00186 s–1 bis 1470 s–1 mit einer konstanten
Verzögerungsdauer von 5 s und einer Integrationszeit von 5 s unter Verwendung eines
VOR-Rheometers von Bohlin variiert. Die Proben wurden als Funktion der Schergeschwindigkeit
und auch als Funktion der Scherzeit bei konstanter Geschwindigkeit untersucht.
Die Ergebnisse sind in den 1 bis
3 dargestellt. 1
zeigt die scheinbare Viskosität bei 25 °C als Funktion der Schergeschwindigkeit
(Zu- und Abnahme) für wässrige Lösungen mit 0,50 Gew.-% assoziativem Verdickungsmittel,
die verschiedene Konzentrationen an Ammoniumnitrat enthalten. Die Pfeile bezeichnen
die Durchlaufrichtung. 2 zeigt die scheinbare Viskosität
bei 25 °C bei einer konstanten Schergeschwindigkeit von 0,583 s–1
als Funktion der Scherzeit für wässrige Lösungen mit 0,50 Gew.-% assoziativem Verdickungsmittel,
die verschiedene Konzentrationen an Ammoniumnitrat enthalten. 3
zeigt die scheinbare Viskosität bei 25 °C bei einer Schergeschwindigkeit von
0,583 s–1 als Funktion der Ammoniumnitratkonzentration für wässrige
Lösungen mit 0,50 Gew.-% assoziativem Verdickungsmittel.
Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass das assoziative Verdickungsmittel
in einer wässrigen Ammoniumnitratlösung eine signifikante Erhöhung der Viskosität
ergab, das assoziative Verdickungsmittel aber unter dem Einfluss von Scherung zu
einem strukturviskosen Verhalten führte, wodurch Viskositäten erreichen wurden,
die denjenigen von reinem Wasser bei hohen Schergeschwindigkeiten (d.h. von mehr
als 100/s) nahe kamen. Zeitabhängige Effekte waren ebenfalls zu erkennen, wobei
das assoziative Verdickungsmittel bei niedrigen Schergeschwindigkeiten Rheopexie
(erhöhte Viskosität als Funktion der Scherzeit) und bei höheren Schergeschwindigkeiten
Thixotropie (verminderte Viskosität als Funktion der Scherzeit) aufwies.
Beispiel 2
In diesem Beispiel wurde ein Copolymer von Acrylamid und N-(4-t-Butylphenyl)acrylamid
als assoziatives Verdickungsmittel verwendet.
Untersucht wurde die Auswirkung von Natriumchlorid auf die Lösungseigenschaften
des assoziativen Verdickungsmittels. Die Konzentration an assoziativem Verdickungsmittel
betrug 0,5 Gew.-% und 1,50 Gew.-%, wobei Natriumchlorid-Konzentrationen
von 5 Gew.-% bis 25 Gew.-% reichten. Der Schergeschwindigkeitsbereich wurde von
0,00186 s–1 bis 1470 s–1 mit einer konstanten
Verzögerungsdauer von 5 s und einer Integrationszeit von 5 s unter Verwendung eines
VOR-Rheometers von Bohlin variiert. Die Proben wurden als Funktion der Schergeschwindigkeit
und auch als Funktion der Scherzeit bei konstanter Geschwindigkeit untersucht.
Die Ergebnisse sind in den 4 bis
6 dargestellt. 4
zeigt die scheinbare Viskosität bei 25 °C als Funktion der Schergeschwindigkeit
(Zu- und Abnahme) für wässrige Lösungen mit 0,50 Gew.-% assoziativem Verdickungsmittel,
die verschiedene Konzentrationen an Natriumchlorid enthalten. Die Pfeile bezeichnen
die Durchlaufrichtung. 5 zeigt die scheinbare Viskosität
bei 25 °C bei einer konstanten Schergeschwindigkeit von 0,583 s–1
als Funktion der Scherzeit für wässrige Lösungen mit 0,50 Gew.-% assoziativem Verdickungsmittel,
die verschiedene Konzentrationen an Natriumchlorid enthalten. 6
zeigt die scheinbare Viskosität bei 25 °C bei einer Schergeschwindigkeit von
0,583 s–1 als Funktion der Natriumchloridkonzentration für wässrige
Lösungen mit 0,50 Gew.-% assoziativem Verdickungsmittel.
Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass die Copolymere in einer wässrigen
NaCl-Lösung eine signifikante Erhöhung der Viskosität ergaben, unter dem Einfluss
von Scherung aber zu einem strukturviskosen Verhalten führten, wodurch Viskositäten
erreicht wurden, die denjenigen von reinem Wasser bei hohen Schergeschwindigkeiten
(d.h. von mehr als 100/s) nahe kamen. Zeitabhängige Effekte waren ebenfalls zu sehen,
wobei das Copolymer bei niedrigen Schergeschwindigkeiten Rheopexie (erhöhte Viskosität
als Funktion der Scherzeit) und bei höheren Schergeschwindigkeiten Thixotropie (verminderte
Viskosität als Funktion der Scherzeit) aufwies.
Beispiel 3Herstellung einer Wasser-in-Öl-Emulsion
Eine Wasser-in-Öl-Emulsion der folgenden Zusammensetzung wurde zur
Verwendung im Beispiel hergestellt:
Beim Emulgator handelte es sich um eine unkondensierte Amidform des
Produkts der Umsetzung eines Alkanolamins mit Poly(isobutylen)bernsteinsäureanhydrid
(PiBSA). Die Emulsion wurde hergestellt, indem Ammoniumnitrat bei erhöhter Temperatur
(98 °C) in Wasser gelöst wurde und dann der pH-Wert der so gebildeten Oxidanslösung
auf 4,2 eingestellt wurde. Die Brennstoffphase wurde dann hergestellt, indem der
Emulgator mit dem Kohlenwasserstofföl vermischt wurde. Die Oxidansphase wurde dann
in einem langsamen Strom bei 98 °C unter heftigem Rühren zur Brennstoffphase
gegeben, wodurch eine homogene Wasser-in-Öl-Emulsion gebildet wurde.
Eine Emulsion dieser Formulierung war zur Verwendung bei der Bildung
einer Sprengstoffemulsion brauchbar.
Ein erster Teil der Wasser-in-Öl-Emulsion wurde als Kontrollprobe
zur Seite gestellt. Das assoziative Verdickungsmittel von Beispiel 1 wurde mit einer
Konzentration von 1,5 Gew.-% in die wässrige Phase einer zweiten Testprobe der Emulsion
eingearbeitet.
Ein Vergleich der Testprobe mit der Kontrollprobe zeigte, dass das
assoziative Verdickungsmittel die Nullviskosität der Testprobe erhöhte. Weiterhin
wies die Testprobe als Funktion der angelegten Schergeschwindigkeit ein strukturviskoses
Verhalten auf, wobei die Testprobe dieselben Viskositäten wie die Kontrollprobe
bei höheren Schergeschwindigkeiten hatte. Bei einer Relaxation der Scherkraft erlangte
die Testprobe sofort wieder eine hohe Nullviskosität.
Beispiel 4
Die folgenden Chemikalien wurden zur Herstellung der in diesem Beispiel
verwendeten Proben verwendet:
– E25/66T (Emulgator, von Orica Australia)
– Paraffinöl (Emulgator, von Orica Australia)
– Natriumchlorid (98+%, Aldrich Chemical Company, Inc.)
– Wasser (Millipore, "Milli-Q"-Qualität).
Alle Chemikalien wurden im Lieferzustand ohne weitere Reinigung verwendet.
Die kontinuierliche Phase (Ölphase) für die Vergleichsemulsionen wurde
unter Verwendung von 30 Gew.-% E26/66T und 70 Gew.-% Parafinöl hergestellt, während
es sich bei der dispergierten Phase (wässrige Phase) um eine Lösung mit 25 Gew.-%
Natriumchlorid handelte. Alle Emulsionen wurden bei Raumtemperatur aus kontinuierlichen
und dispergierten Phasen mit dieser Temperatur hergestellt.
Zur Herstellung der Emulsionen wurde ein elektronischer Beatermix-JM-040-Handmischer
von Sunbeam mit fünf Drehzahlen mit einem Rührer vom Schaumschlagtyp verwendet.
Die verwendete Drehzahleinstellung hing von der für die Emulsion benötigten Tröpfchengröße
ab.
Die hoch konzentrierten Emulsionen wurden wie folgt hergestellt: 94
g der wässrigen Phase wurden in einem Zeitraum von 5 min langsam zu 6 g einer konstant
mischenden Ölphase gegeben. Die Emulgierung und die Verfeinerung wurden dann für
einen weiteren, spezifizierten Zeitraum fortgesetzt, wobei der Emulsionsbehälter
in diesem Zeitraum in einer kreisförmigen Bewegung bewegt wurde, um eine vollständige
Dispersion der wässrigen Phase in der Ölphase zu gewährleisten.
Emulsionen mit einer mittleren Tröpfchengröße von etwa 6 &mgr;m wurden
unter Verwendung der höchsten Drehzahleinstellung (Drehzahl 5) und einer Verfeinerungszeit
von 5 min hergestellt.
Eine Emulsion mit einer mittleren Tröpfchengröße von etwa 12 &mgr;m
wurde unter Verwendung der niedrigsten Drehzahleinstellung (Drehzahl 1) und einer
Verfeinerungszeit von 2,5 min hergestellt.
Eine Emulsion mit einer mittleren Tröpfchengröße von etwa 18 &mgr;m
wurde unter Verwendung der niedrigsten Drehzahleinstellung (Drehzahl 1) und einer
Verfeinerungszeit von 45 s hergestellt.
Diese Emulsionen werden hiernach als Emulsion S6, Emulsion S12 bzw.
Emulsion S18 bezeichnet.
Das zum Verdicken der inneren Phase der Emulsionen verwendete Acrylamid/N-(4-Butylphenyl)acrylamid-Copolymer
wurde aus einer radikalischen Copolymerisation in einem wässrigen micellaren Medium
erhalten. Diese Polymerisationstechnik ergab ein Copolymer mit einer im Wesentlichen
blockartigen Struktur, wobei hydrophobe Bereiche entlang des hydrophilen Polymerrückgrats
verteilt waren. Es wird angenommen, dass das Copolymer von polydisperser Beschaffenheit
ist, wobei Polymerketten-Zusammensetzungen von einem hohen Gehalt an hydrophoben
Mitteln bis zu reinem Acrylamid reichten.
Die Copolymer/Salz-Lösung wurde hergestellt, indem 1,5 Gew.-% Copolymer
in einer Lösung mit 25 Gew.-% Natriumchlorid gelöst wurden, wobei ein schwaches
Rühren bei Raumtemperatur angewandt wurde.
Die verdickten Emulsionen wurden hergestellt, indem im Wesentlichen
dasselbe Verfahren wie für Standardemulsionen verwendet wurde. Aufgrund der erhöhten
Viskosität der dispergierten Phase wurden kleine Mengen der Copolymer/Salz-Lösung
kontinuierlich zur Ölphase im Emulsionsbehälter gegeben, bis die gesamte dispergierte
Phase zugegeben worden war. Dies erfolgte in einem Zeitraum von 5 min.
Alle Emulsionen wurden mit der höchsten Drehzahleinstellung (Drehzahl
5) des Mischers hergestellt.
Verdickte Emulsionen von etwa 6 &mgr;m, 12 &mgr;m und 18 &mgr;m wurden
in Verfeinerungszeiten von 40 min, 10 min bzw. 4 min 45 s hergestellt. Sie werden
hiernach als Emulsion T6, Emulsion T12 bzw. Emulsion T18 bezeichnet.
Bei dem für alle Messungen verwendeten Messsystem handelte es sich
um ein VOR-Rheometer von Bohlin mit einem konzentrischen Zylinder (C14) aus rostfreiem
Stahl mit einer Geometrie, die aus einer Schale mit einem Durchmesser
von 15,4 mm und einem Viskosimeterdruckelement mit einem Durchmesser von 14,0 mm.
Der Sockel des Viskosimeterdruckelements war konisch mit einem Konuswinkel von 150°,
und sein Zweck bestand in einer Minimierung von Endeffekten auf das Fließen der
Probe.
Für alle Messungen der Scherzeit, des Durchlaufs durch den Scherratenbereich
und Fließ-/Relaxationsmessungen zusammen mit den Oszillationsmessungen von Emulsion
T6 wurde der Torsionsstab von 86,6 g·cm verwendet. Für die Oszillationsmessungen
an den übrigen Emulsionen wurde der Torsionsstab von 18 g·cm verwendet. Jeder
wurde so ausgewählt, dass die maximale Empfindlichkeit gewährleistet war.
Die verfügbare Messmethode ermöglichte die Scherung der Emulsionsprobe
bei jeder speziellen Schergeschwindigkeit für einen spezifizierten Zeitraum vor
der Messung bei der verwendeten Schergeschwindigkeit. Dieser anfängliche Zeitraum
der Vorscherung ist als Verzögerungszeit bekannt. Die Aufnahme der Messung bei einer
bestimmten Schergeschwindigkeit umfasste die Mittelung einer Reihe von momentanen
Drehmomentmesswerten, die über einen speziellen Zeitraum genommen wurden, wodurch
der aufgeführte Datenwert erzeugt wurde. Diese Messdauer ist als Integrationszeit
bekannt.
Das Drehmomentsignal wurde vor Beginn einer jeden Messung von Hand
auf null gesetzt.
Alle Messungen wurden bei einer Temperatur von 25 °C durchgeführt.
Die scheinbare Viskosität als Funktion der Zeit wurde in so genannten
"Scherdauer-"Messungen aufgezeichnet. Für diese Messungen wurde die Probe kontinuierlich
mit einer einzigen, festen Schergeschwindigkeit geschert, und Daten wurden in festen
Intervallen erfasst. Bei jeder Messung wurde eine Schergeschwindigkeit von 0,581
s–1 zusammen mit einer Verzögerungszeit von 5 s und einer Integrationszeit
von 5 s verwendet.
Die Messung der anfänglichen Scherzeit wurde bei jeder Emulsion innerhalb
von 15 min nach der Herstellung durchgeführt, und die scheinbare Viskosität wurde
über einen Zeitraum von 5000 s überwacht. Diese Messung ergab ein Anzeichen für
die Bildung einer Struktur und die Relaxation der Emulsionen unmittelbar nach der
Herstellung.
Die scheinbare Viskosität einer jeden Emulsion wurde dann als Funktion
der Zeit (Tage) überwacht, wobei eine Scherzeitmessung zu Beginn des Tages von Interesse
aufgenommen wurde und die Messdauer 500 s betrug.
Schergeschwindigkeitsdurchgänge wurden über den vollen Schergeschwindigkeitsbereich
von 0,00186 s–1 bis 1470 s–1 durchgeführt. Zwei
Typen von Messungen über den Schergeschwindigkeitsbereich wurden durchgeführt.
Der erste umfasst die sequenzielle schrittweise Zunahme der Schergeschwindigkeit
bis zu hohen Schergeschwindigkeiten, gefolgt von der sequenziellen schrittweisen
Abnahme der Schergeschwindigkeit zurück zu niedrigen Schergeschwindigkeiten. Diese
werden als "Zu-/Abnahme"-Messungen über den Schergeschwindigkeitsbereich bezeichnet.
Bei allen Messungen wurde eine Integrationszeit von 5 s verwendet, während Verzögerungszeiten
von 5, 30, 60, 180 und 600 s für jede Emulsion verwendet wurden. Diese Messungen
ergaben eine Indikation für die Destrukturierungs- und Restrukturierungszeiten der
Emulsionen.
Darüber hinaus wurden nur für Emulsion S6 "Ab-/Zunahme"-Experimente
durchgeführt, bei denen die Schergeschwindigkeit schrittweise sequenziell erniedrigt
und dann erhöht wurde, wodurch der Vergleich von Zu-/Abnahmemit Ab-/Zunahme-Messungen
ermöglicht wurde. Diese Messungen wurden in fünf Schergeschwindigkeitsbereichen,
nämlich 0,00186 s–1 bis 0,116 s–1, 1,16 s–1,
11,6 s–1, 116 s–1 bzw. 1160 s–1,
durchgeführt. Diese Messungen ergaben eine Indikation für den Schergeschwindigkeitsbereich,
in dem die größte Destrukturierung der Emulsion erfolgt.
Der zweite Typ von Messungen über den Schergeschwindigkeitsbereich,
der als "Messung über den Schergeschwindigkeitsbereich unter konstanten Bedingungen"
bezeichnet wird, umfasste die allmähliche Zu- und Abnahme der Schergeschwindigkeit
über den Schergeschwindigkeitsbereich, wobei ständig Momentanwerte aufgezeichnet
wurden. Im Gegensatz zu den obigen Durchgängen durch den Schergeschwindigkeitsbereich
waren bei diesen Messungen keine vom Benutzer anzugebenden Verzögerungs- und Integrationszeiten
erforderlich. Diese Messungen wurden in jedem der drei Rheometergänge, nämlich im
0. Gang (18,2 s–1 bis 1460 s–1), im 1. Gang (0,182
s–1 bis 14,6 s–1) und im 2. Gang (0,00182 s–1
bis 0,146 s–1) durchgeführt. Die ausgewählte
Durchgangszeit betrug 600 s, wobei die gesamte Messung eine Erhöhung der Schergeschwindigkeit
über 600 s, gefolgt von einer Abnahme der Schergeschwindigkeit über weitere 600
s (insgesamt 1200 s), umfasste.
Die Fließ-/Relaxations- oder Spannungsrelaxationsexperimente umfassen
das Scheren der Emulsion bei einer spezifizierten Schergeschwindigkeit für einen
angegebenen Zeitraum, wodurch die Emulsion einer akkumulierten Beanspruchung unterzogen
wird, und die Überwachung der Abnahme des Drehmoments am Viskosimeterdruckelement
für einen spezifizierten Zeitraum nach dem Aufhören der Scherung. Die Messungen
ergaben Informationen über die Erholung der Emulsion nach der Scherung.
Das Fließ-/Relaxationsverhalten von Emulsion S6 wurde am gründlichsten
untersucht. Bei dieser Emulsion wurden Schergeschwindigkeiten von 0,116 s–1,
0,581 s–1, 1,16 s–1, 4,61 s–1,
11,6 s–1, 46 s–1, 116 s–1, 461
s–1 und 1160 s–1 zusammen mit Scherzeiten von
30 s und 600 s verwendet. Die Relaxation wurde für 100 s überwacht. Die Relaxationskurven
wurden dann normalisiert, indem alle Scherbeanspruchungen in jeder Kurve durch den
ersten Wert der zuerst aufgezeichneten Scherbeanspruchung dividiert wurden, was
einen weiteren Vergleich des Relaxationsverhaltens ermöglichte.
Für die übrigen Emulsionen wurden Schergeschwindigkeiten von 0,116
s–1, 1,16 s–1, 11,6 s–1 und 116
s–1 mit Scherzeiten von 30 s und 600 s verwendet. Die Relaxation
wurde über einen Zeitraum von 200 s überwacht, und es wurden auch normalisierte
Kurven erzeugt.
Zwei Typen von Oszillationsmessungen wurden durchgeführt.
Beim ersten, bekannt als "Oszillationstest", werden verschiedene dynamische
Variablen einschließlich G' (dynamischer Schubmodul), G'' (Verlustmodul) und dem
Phasenwinkel &dgr; über einen Frequenzbereich von 0,004 Hz bis 20 Hz gemessen. Für
diese Messungen wurden Amplituden von 10 %, 20 %, 30 % bzw. 40 %, die Beanspruchungen
von 0,0206, 0,0412, 0,0618 bzw. 0,0823 entsprechen, verwendet. Eine Oszillation
der Probe erfolgte nur während der Messung einer jeden Frequenz.
Beim zweiten Typ von Messung, bekannt als "Durchgang durch den Belastungsbereich",
wurden die dynamischen Variablen über einen Belastungsbereich, nämlich 0,000206
bis 0,206 (Amplitude 0,1 % bis 100 %), gemessen. Es wurden Frequenzen von 0,1 Hz,
1 Hz, 10 Hz und 20 Hz verwendet.
Ergebnisse wurden unter Verwendung von Diagrammen von tan &dgr; als
Funktion der Frequenz bzw. der Belastung interpretiert. Dies ist auf die Tatsache
zurückzuführen, dass tan &dgr; = G''/G'. Somit deutet tan &dgr; > 1 darauf hin,
dass die Emulsion sich hauptsächlich als viskoses oder flüssiges Material verhält,
während tan &dgr; < 1 auf ein elastisches oder feststoffartiges Verhalten hindeutet.
Schließlich markiert tan &dgr; = 1 den Übergang zwischen "Fließen" zur "Oszillation"
der Emulsion.
Für alle Messungen sind drei weitere Punkte zu bemerken. Zuerst wurden
mit Ausnahme der anfänglichen Scherzeitmessungen erst ein Tag nach Herstellung der
Emulsion mit rheologischen Messungen begonnen. Dieser Zeitraum ermöglichte den Erhalt
eines Gleichgewichts. Zweitens wurde jeder Datenpunkt mit einem Drehmomentbereich
von weniger als 1,0 % als unzuverlässig bewertet und daher aus den dargestellten
Daten entfernt. Schließlich wurde für jede Messung eine neue Emulsionsprobe verwendet,
sodass Ergebnisse direkt verglichen werden konnten, ohne eine Übersicht über die
bisherige Scherung der Probe berücksichtigen zu müssen.
Die Einstellung der Tröpfchengröße einer jeden Emulsion wurde mittels
eines Malvern Masterizer und einer magnetisch gerührten Zelle bewerkstelligt. Das
allgemeine Verfahren zum Analysieren einer Emulsion war wie folgt. Die Zelle wurde
mit Paraffinöl gefüllt, und eine Hintergrundablesung wurde genommen. Eine kleine
Emulsionsprobe wurde mit dem Ende einer Pasteurpipette aufgenommen. Der Magnetrührer
wurde dann eingeschaltet und Emulsion zum Paraffinöl gegeben, indem die Pipette
im Öl geschüttelt wurde, bis eine ausreichende Konzentration erhalten worden war.
Nach einem kurzen Rührenlassen der Probe (etwa 10 s) wurde der Rührer abgeschaltet
und sofort eine Messung vorgenommen.
Bei frisch hergestellten Emulsionen wurden weitere Messungen in 5-Minuten-Intervallen
in einem Zeitraum von 2,5 h genommen, sodass die Stabilität der Tröpfchen überwacht
werden konnte. An nachfolgenden Tagen wurden Messungen in 5-Minuten-Intervallen
über einen Zeitraum von 15 min genommen, wodurch die mittlere Tröpfchengröße der
Emulsionen im Laufe der Zeit überwacht werden konnte.
Die Tröpfchengrößenverteilungen dieser Emulsionen sind in
7 aufgeführt, während ihre mittleren Tröpfchengrößen
(am Herstellungstag) und die scheinbaren Viskositäten (am 2. Tag gemessen, wobei
angenommen wird, dass es sich um eine Gleichgewichts-Tröpfchenpackung handelt und
somit eine stabile scheinbare Viskosität erreicht ist) in Tabelle 1 aufgeführt sind.
TABELLE 1 Mittlere Tröpfchengröße und scheinbare Viskositäten für standardmäßige
und verdickte Emulsionen mit verschiedener Tröpfchengröße
Wie aus den Daten zu ersehen ist, liegen die mittlere Tröpfchengröße
und die Tröpfchengrößenverteilung der Emulsionen S6 und T6 nah beieinander. Somit
sind alle unten diskutierten Unterschiede hinsichtlich des rheologischen Verhaltens
hauptsächlich auf die Einarbeitung des assoziativen Verdickungsmittels in die Tröpfchen
der dispergierten Phase zurückzuführen. Bei den Emulsionen S12 und T12 ist, obwohl
sie ähnliche Tröpfchengrößen aufweisen, in 7 zu sehen,
dass die Tröpfchengrößenverteilungen dieser beiden Emulsionen signifikant verschieden
sind, wobei die verdickte Emulsion eine breitere Verteilung aufweist. Auf ähnliche
Weise weisen die Emulsionen S18 und T18 eine ähnliche mittlere Tröpfchengröße, aber
signifikant verschiedene Tröpfchengrößenverteilungen auf. Somit können für diese
letzteren Emulsionen Unterschiede des rheologischen Verhaltens der korrespondierenden
Paare von standardmäßigen und verdickten Emulsionen zusätzlich zur Einarbeitung
des assoziativen Verdickungsmittels in die Tröpfchen der inneren Phase teilweise
auf diese Differenz der Tröpfchengrößenverteilung zurückzuführen sein.
Tabelle 1 zeigt klar, dass die Einarbeitung eines assoziativen Verdickungsmittels
in die Tröpfchen der inneren Phase eine deutliche viskosifizierende Wirkung insbesondere
für die Emulsionen mit einer mittleren Tröpfchengröße von etwa 6 &mgr;m hat.
Die standardmäßigen und die verdickten Emulsionen weisen bei einem
Fließen mit ständiger Scherung ein ähnliches Verhalten auf, wobei beide Sätze von
Emulsionen hinsichtlich der scheinbaren Viskosität als Funktion der Scherrate ein
strukturviskoses Verhalten und ein thixotropes Verhalten aufweisen. Darüber hinaus
weisen die Emulsionen mit einer größeren mittleren Tröpfchengröße sowohl verdickt
als auch unverdickt ein rheopektisches Verhalten insbesondere dann auf, wenn lange
Verzögerungszeiten verwendet werden.
Die scheinbaren Viskositäten der Emulsionen S6 und T6 als Funktion
der Schergeschwindigkeit sind in 8 aufgeführt. Die
dargestellten Kurven wurden unter Verwendung einer Verzögerungszeit von 60 s und
einer Integrationszeit von 5 s erhalten und sind für die Kurven repräsentativ, die
unter Verwendung aller fünf Verzögerungszeiten für jede der drei Größen von Emulsionströpfchen
erhalten wurden. Die Figur veranschaulicht klar, dass die Zunahmekurve für die verdickte
Emulsion im größten Teil des Bereichs der Schergeschwindigkeitszunahme oberhalb
von derjenigen für die standardmäßige Emulsion liegt, wobei die Kurven bei den höchsten
Schergeschwindigkeiten zusammenfallen. Es wird angenommen, dass dieses Verhalten
auf die relative Verformbarkeit der Tröpfchen der standardmäßigen und der verdickten
Emulsionen zurückzuführen ist. Die Tatsache, dass die Zunahmekurve der ein assoziatives
Verdickungsmittel enthaltenden Emulsion oberhalb von derjenigen der standardmäßigen
Emulsion liegt, deutet darauf hin, dass die Tröpfchen der verdickten Emulsionen
gegenüber der Verformung einen erhöhten Widerstand aufweisen. Somit bleibt die scheinbare
Viskosität der verdickten Emulsion während der Zunahme der Schergeschwindigkeit
höher als diejenige der standardmäßigen Emulsionen, weil die verdickte Emulsion
als Folge der verminderten Verformbarkeit der Emulsionströpfchen
eine geringere Tendenz zum Fließen aufweist. Diese Erhöhung des Widerstands gegenüber
einer Verformung der Tröpfchen der verdickten Emulsionen war zu erwarten, weil diese
Tröpfchen aufgrund der Einarbeitung eines assoziativen Verdickungsmittels eine größere
scheinbare Viskosität aufweisen und daher effektiv "härter" und anschließend schwieriger
als die Tröpfchen der standardmäßigen Emulsionen zu verformen sind. Bei hohen Schergeschwindigkeiten
wird dieser erhöhte Widerstand gegenüber einer Verformung jedoch überwunden, und
die Tröpfchen der verdickten Emulsionen werden in einem ähnlichen Ausmaß wie bei
den standardmäßigen Emulsionen verzerrt. Folglich fallen die Zunahmekurven bei hohen
Scherraten zusammen. Darüber hinaus zeigt 8, dass die
verdickte Emulsion im Vergleich zu standardmäßigen Emulsionen eine erhöhte Hysterese
aufweist. Diese Beobachtung wird in der Tat bei jeder der Emulsionen mit einer verschiedenen
mittleren Tröpfchengröße für alle verwendeten Verzögerungszeiten gemacht. Dies lässt
vermuten, dass die ein assoziatives Verdickungsmittel enthaltenden Emulsionströpfchen,
nachdem sie verformt wurden, ihre ursprüngliche Form und Packung weniger schnell
wieder einnehmen als die Tröpfchen der standardmäßigen Emulsionen, d.h., dass die
verdickten Emulsionen der Neubildung ihrer Struktur nach einer bei hoher Scherung
erfolgenden Destrukturierung einen erhöhten Widerstand entgegensetzen.
Die Scherbelastung als Funktion der Zeit nach einer Beendigung von
30 s der Scherung bei einer Schergeschwindigkeit von 1,16 s–1 ist
für jede der standardmäßigen und verdickten Emulsionen in 9
dargestellt. Wie aus 9 hervorgeht, sind die anfänglichen
Scherbelastungen, die für die verdickten Emulsionen beobachtet wurden, größer als
diejenigen, die von den entsprechenden standardmäßigen Emulsionen erreicht wurden.
Es wird angenommen, dass dieses Verhalten impliziert, dass die verdickten Emulsionen
die Neigung aufweisen, in Bezug auf die standardmäßigen Emulsionen ein verstärktes
elastisches Verhalten aufweisen. Diese Tendenz wird durch einen Vergleich der Plateauwerte
der von jeder der Emulsionen beibehaltenen Scherbelastung weiter unterstützt. Zum
Beispiel zeigt 9, dass die Belastung, die von jeder
der verdickten Emulsionen beibehalten wird, größer als diejenige der entsprechenden
Standardemulsionen ist. Tatsächlich war dies bei allen der in dieser Studie verwendeten
Schergeschwindigkeiten der Fall, wobei der Trend bei den niedrigeren angewandten
Schergeschwindigkeiten deutlicher ist. Darüber hinaus zeigen die normalisierten
Kurven, dass die Relaxation der verdickten Emulsionen signifikant langsamer als
diejenige der standardmäßigen Emulsionen erfolgt, wie dadurch belegt wird, dass
die Gradienten der Kurven der standardmäßigen Emulsionen größer als diejenigen der
verdickten Emulsionen sind. Es wird angenommen, dass dies darauf hindeutet, dass
die Scherbelastung bei den standardmäßigen Emulsionen schneller abgeleitet wird
oder in anderen Worten, dass die verdickten Emulsionen eine höhere Fähigkeit zur
Beibehaltung der akkumulierten Belastung aufweisen. Darüber hinaus lässt dies vermuten,
dass die verdickten Emulsionen sich bei erhöhten Belastungen "verfestigen", was
wiederum zeigt, dass die verdickten Emulsionen dazu fähig sind, mehr Energie als
die standardmäßigen Emulsionen zu speichern. Diese Beobachtungen deuten definitionsgemäß
wiederum auf das erhöhte elastische Verhalten der verdickten im Vergleich zu den
standardmäßigen Emulsionen hin.
Die standardmäßigen und die verdickten Emulsionen weisen unter einer
dynamischen Scherströmung gewöhnlich ein sehr ähnliches Verfalten auf. Beide Emulsionssätze
weisen ein signifikantes Maxwell-Verhalten auf, wobei zu berücksichtigen ist, dass
der tan &dgr; als Funktion der Frequenz bei mehreren Amplituden offenbart, dass
der Übergang vom Fließen zum Oszillationsverhalten für die Emulsionen mit steigender
Amplitude bei höherer Frequenz erfolgt.
Der tan &dgr; als Funktion der Frequenz bei einer Amplitude von 30
% ist in 10 für alle in dieser Studie hergestellten
Emulsionen dargestellt. Aus der Figur geht klar hervor, dass die Frequenz, bei der
der Übergang vom hauptsächlich viskosen zum hauptsächlich elastischen Verhalten
erfolgt, bei den verdickten Emulsionen im Vergleich zu den entsprechenden standardmäßigen
Emulsionen signifikant vermindert ist. Dies war bei allen untersuchten Amplituden
der Fall. Tatsächlich bleibt bei den verdickten Emulsionen der Wert von tan &dgr;
in vielen Fällen über den gesamten untersuchten Frequenzbereich unter 1, d.h., dass
die verdickten Emulsionen über den gesamten Frequenzbereich ein vorwiegend elastisches
Verhalten aufweisen. Diese Beobachtungen veranschaulichen klar die verstärkte elastische
Komponente des rheologischen Verhaltens von verdickten Emulsionen im Vergleich zu
den standardmäßigen Emulsionen.
Auf vergleichbare Weise offenbart eine Betrachtung des tan &dgr; als
Funktion der Beanspruchung für eine Reihe von verschiedenen Frequenzen, dass bei
beiden Emulsionssätzen der Übergang von einem hauptsächlich elastischen zu einem
hauptsächlich viskosen Verhalten mit steigender angelegter Frequenz bei einer höheren
Belastung erfolgt.
Der tan &dgr; als Funktion der Belastung bei einer Frequenz von 0,1
Hz ist in 11 für die Emulsionen S6, S12, T6 und T12
dargestellt. Aus der Figur ist klar zu ersehen, dass der oben erwähnte Übergangspunkt
bei den verdickten Emulsionen im Vergleich zu den standardmäßigen Emulsionen bei
höheren Belastungen auftritt. Dies scheint für alle Paare der
entsprechenden Emulsionen bei allen untersuchten Frequenzen der allgemeine Trend
zu sein.
Diese Beobachtungen implizieren wiederum, dass die verdickten Emulsionen
im Vergleich zu den standardmäßigen Emulsionen ein verstärktes elastisches Verhalten
aufweisen.
Anspruch[de]
Wasser-in-Öl-Emulsion, die zur Verwendung bei der Herstellung einer
explosiven Emulsionszusammensetzung geeignet ist, wobei die Wasser-in-Öl-Emulsion
eine mit Wasser nicht mischbare organische Phase, einen Emulgator und eine wässrige,
ein Sauerstoff freisetzendes Salz einschließende Phase umfasst, wobei wenigstens
ein assoziatives Verdickungsmittel in die wässrige Phase eingearbeitet ist.
Emulsion nach Anspruch 1, wobei das assoziative Verdickungsmittel eine
Kette aus einem hydrophilen, in der wässrigen Phase der Emulsion löslichen Material
und hydrophobe, in der wässrigen Phase unlösliche Reste umfasst, wobei die Reste
entlang der Kette verteilt oder als Endgruppen vorhanden sind.
Emulsion nach Anspruch 1, wobei das assoziative Verdickungsmittel Blöcke
aus einem hydrophilen Copolymer umfasst, die mit kleinen Mengen eines hydrophoben
Comonomers hergestellt sind.
Emulsion nach Anspruch 3, wobei das hydrophile Copolymer aus Monomeren
hergestellt ist, die aus der aus Vinylpyrrolidon, Vinylacetat, Acrylamid, Ethylenglycol,
Ethylenoxid, Vinylalkohol und Propylenglycol und dessen hydrophilen Derivaten bestehenden
Gruppe ausgewählt sind.
Emulsion nach Anspruch 4, wobei das hydrophobe Comonomer ein N-Alkylacrylamid
ist.
Emulsion nach Anspruch 5, wobei das hydrophobe Comonomer N-(4-Ethylphenyl)acrylamid
oder N-(4-t-Butylphenyl)acrylamid ist.
Emulsion nach Anspruch 1, wobei das assoziative Verdickungsmittel ein
Copolymer von Acrylamid und N-4-(t-Butyl)phenylacrylamid ist, das weniger als 1
mol-% eines hydrophoben Comonomers umfasst.
Emulsion nach Anspruch 1, wobei die Emulsion in Bezug auf eine Emulsion
ohne das assoziative Verdickungsmittel eine erhöhte Nullviskosität aufweist und
eine signifikante Verminderung der Viskosität erfährt, wenn es einer angelegten
Scherkraft ausgesetzt wird, und nach dem Entfernen der angelegten Scherkraft die
ursprüngliche Viskosität im Wesentlichen wieder hergestellt wird.
Verfahren zur Herstellung einer Emulsion nach Anspruch 1, umfassend
die Einarbeitung eines Sauerstoff freisetzenden Salzes und wenigstens eines assoziativen
Verdickungsmittels in eine wässrige Phase und anschließend die Emulgierung der wässrigen
Phase in einer mit Wasser nicht mischbaren organischen Phase in Gegenwart eines
Emulgators unter Bildung einer Wasser-in-Öl-Emulsion.
Verfahren nach Anspruch 9, wobei das assoziative Verdickungsmittel
eine Kette aus einem hydrophilen, in der wässrigen Phase der Emulsion löslichen
Material und hydrophobe, in der unlöslichen Phase unlösliche Reste umfasst, wobei
die Reste entlang der Kette verteilt oder als Endgruppen vorhanden sind.
Verfahren nach Anspruch 10, wobei das assoziative Verdickungsmittel
Blöcke aus einem hydrophilen Copolymer umfasst, die mit kleinen Mengen eines hydrophoben
Comonomers hergestellt sind.
Verfahren nach Anspruch 11, wobei das hydrophile Copolymer aus Monomeren
hergestellt ist, die aus der aus Acrylamid, Styrol, Vinylpyrrolidon, Vinylacetat
und Acrylamid und dessen Derivaten, Poly(ethylenglycol), Ethylenoxid, Vinylalkohol
und Propylenglycol und dessen Derivaten bestehenden Gruppe ausgewählt sind.
Verfahren nach Anspruch 12, wobei das hydrophobe Comonomer ein N-Alkylacrylamid
ist.
Verfahren nach Anspruch 13, wobei das hydrophobe Comonomer N-(4-Ethylphenyl)acrylamid
oder N-(4-Butylphenyl)acrylamid ist.
Verfahren nach Anspruch 9, wobei das assoziative Verdickungsmittel
ein Copolymer von Acrylamid und N-4-(t-Butyl)phenylacrylamid ist,
das weniger als 1 mol-% eines hydrophoben Comonomers umfasst.
Verfahren nach Anspruch 9, wobei die Emulsion in Bezug auf eine Emulsion
ohne das assoziative Verdickungsmittel eine erhöhte Nullviskosität aufweist und
eine signifikante Verminderung der Viskosität erfährt, wenn es einer angelegten
Scherkraft ausgesetzt wird, und nach dem Entfernen der angelegten Scherkraft die
ursprüngliche Viskosität im Wesentlichen wieder hergestellt wird.
Explosive Emulsionszusammensetzung, umfassend eine Emulsion nach einem
der Ansprüche 1 bis 7.
Verwendung einer Emulsion nach einem der Ansprüche 1 bis 7 bei der
Herstellung einer explosiven Emulsionszusammensetzung.