GEBIET DER ERFINDUNG
Diese Erfindung betrifft eine Prozedur für die Koordinierung von mindestens
zwei Radareinheiten, um dadurch Leistungsverhaltensvorteile zu erreichen. Diese
Erfindung betrifft auch ein System, umfassend mindestens zwei Radareinheiten, die
auf eine koordinierte Weise gesteuert werden, um dadurch Leistungsverhaltensvorteile
zu erreichen.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Das Leistungsverhalten einer Radareinheit und insbesondere eines Erkundungsradars
ergibt sich gewöhnlich in der Form ihres Bereichs. Eine geeignete Messung des Bereichs
ist der Abstand, in dem ein sich näherndes Radarziel durch die Radareinheit mit
einer bestimmten Wahrscheinlichkeit zuerst erfasst wird.
Eine Erhöhung in dem Bereich kann z.B. mittels einer Erhöhung der
Leistungsausgabe (mittlere Leistung) der Radareinheit, mittels einer größeren Antenne
oder durch Reduzieren des Rauschfaktors der Radareinheit erreicht werden. Eine Erhöhung
einer Leistungsausgabe der Radareinheit führt gewöhnlich dazu, dass ihre Ausgangsstufe
durch eine oder mehr größere Ausgangsstufen mit höherer Ausgabe ersetzt werden müssen.
Dies führt unvermeidlich zu einer höheren Anforderung für Kühlung für die Ausgangsstufe(n)
und einem höheren Energieverbrauch, was zu einer Notwendigkeit einer leistungsfähigeren
Energieversorgung führt. Die Kosten und die Raumanforderungen wachsen rasch. In
gewissen Anwendungen, z.B. in einem Flugzeug, ist für eine Radareinheit nur ein
vorbestimmter begrenzter Raum verfügbar. Radaranwendungen, wo sich die Radareinheit
an einer Stelle mit einer oder mehr physischen Beschränkungen befinden muss, machen
gewöhnlich beliebige Erweiterungen der Radareinheit über den zugeordneten Raum hinaus,
der Kühlungskapazität und/oder der Energieversorgung unmöglich.
Es ist bereits bekannt, dass es einen Koordinierungsnutzen gibt, falls
zwei oder mehr Radarsender durch Frequenzmultiplex mit ausreichend getrennten Frequenzen
zusammenarbeiten. Die Radarempfänger sind so gestaltet, dass es möglich ist, Signale
mit den zwei oder mehr Mikrowellenfrequenzen, die in der Zeit verwendet werden,
gleichzeitig zu empfangen und zu verarbeiten. Dies bedeutet, dass die Empfängerzweige
zu einem gewissen Ausmaß gedoppelt werden müssen (für eine Zusammenarbeit zwischen
zwei Radareinheiten), aber gewisse Breitbandeinheiten (wie etwa Antennen) jedoch
gemeinsam sein können. Das amerikanische Patent US
3,161,870 und zu einem gewissen Ausmaß auch das amerikanische Patent
US 5,302,955 zeigen derartige Systeme. Es
kann jedoch als ein Nachteil betrachtet werden, dass jede Radareinheit, die in einem
Frequenzmultiplexsystem inkludiert ist, einen zusätzlichen Empfängerzweig für jede
Radareinheit inkludieren muss, die in dem System inkludiert ist. Aus dem Raumaspekt
allein ist deshalb ein Frequenzmultiplexsystem wahrscheinlich kein realistischer
Weg zum Erhöhen des Leistungsverhaltens von in der Luft befindlichen Radarsystemen.
Es kann auch als ein Nachteil betrachtet werden, dass ein System mit drei kooperierenden
Radareinheiten drei Empfängerzweige in jeder Radareinheit erfordert, was zu einem
extrem aufwändigen System führt. Es kann auch als ein Nachteil betrachtet werden,
dass ein Frequenzmultiplexsystem ein hardware-abhängiges System ist, was zu einem
sehr unflexiblen System führt, welches möglicherweise in einem permanenten Boden-basierten
System akzeptiert werden kann. Die Tatsache, dass ein Frequenzmultiplexsystem ein
hardware-abhängiges System ist, bedeutet, dass im voraus bestimmt werden muss, welche
Radareinheiten in einem derartigen System zu inkludieren sind und auch wie viele
Radareinheiten in jedem System zu inkludieren sind.
US-A-5,448,243 zeigt ein System zum Lokalisieren einer Vielzahl von
Objekten und Hindernissen ebenso wie zum Bestimmen des rollierenden Status von z.B.
Flugzeugen oder in der Region eines Flughafens. Das System umfasst eine Vielzahl
von Radarstationen und Mitteln zum permanenten Illuminieren eines festgelegten Bereichs
mit einer kohärenten Mikrowellenbestrahlung von einem Kurzbereichsradarnetz mit
mindestens drei Radarstationen. Das Radarnetz inkludiert fixierte Empfangsantennen
mit zwei benachbarten Teilsektorcharakteristika mit einem Empfangskanal pro Teilsektor,
die zur Unterdrückung von Geisterzielen verbunden sind. Das Mittel für Signalidentifikation
von anderen Sendern wird durch Auswahl von unterschiedlichen Übertragungszeitschlitzen
(oder stationsspezifischen Komprimierungscodes) bewirkt. Dieses System sieht jedoch
auch keine ausreichende Erhöhung des Leistungsverhaltens vor, während die oben angeführten
Nachteile vermieden werden.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Ein Ziel dieser Erfindung besteht darin, eine Prozedur und ein System
zum Erhöhen des Leistungsverhaltens einer Zahl von Radareinheiten mittels Koordinierung
zu beschreiben.
Ein anderes Ziel der Erfindung besteht darin, eine Prozedur und ein
System zum Erhöhen des Leistungsverhaltens einer Zahl von Radareinheiten ohne die
oben erwähnten Nachteile mittels Koordinierung zu beschreiben.
Ein anderes Ziel der Erfindung besteht darin, eine Prozedur und ein
System für die flexible Koordinierung einer Zahl von Radareinheiten zu beschreiben.
Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, eine Prozedur und ein
System zum Erhöhen des Leistungsverhaltens einer Zahl von koordinierten Radareinheiten
ohne Erhöhung des Gesamtenergieverbrauchs zu beschreiben.
Die oben erwähnten Ziele werden gemäß der Erfindung durch eine Prozedur
und ein System zum Erhöhen des Leistungsverhaltens einer Gruppe von Radareinheiten
erreicht. Die Radareinheiten sind beliebig auf eine derartige Weise angeordnet,
dass der jeweilige Antennenstrahl einer Radareinheit, die als ein normaler Radar
funktioniert, zeitlich und räumlich mindestens teilweise mit dem Antennenstrahl
von mindestens einer anderen Radareinheit in der Gruppe übereinstimmt. Gemäß der
Erfindung hat mindestens während Antennenstrahlübereinstimmung jede in Frage kommende
Radareinheit mindestens eine jeweilige Zeitperiode, die in eine erste Teilzeitperiode
und eine zweite Teilzeitperiode unterteilt ist. Während der ersten Teilzeitperiode
werden die übertragenen Radarimpulse für die Messung von Zieldaten mit einem höheren
Energieinhalt als dem übertragen, was in einem stetigen Zustand möglich ist. Dies
geschieht auf eine derartige Weise, dass sich die übertragene Energie der in Frage
kommenden Radareinheit während der Zeitperiode höchstens auf die mögliche Energieübertragung
der in Frage kommenden Radareinheit in einem stetigen Zustand während einer entsprechenden
Zeitperiode beläuft. Während der zweiten Teilzeitperiode werden keine Radarimpulse
für die Messung von Zieldaten übertragen. Die ersten und zweiten Teilzeitperioden
sind jede mindestens zweimal solang wie ein Impulswiederholungsintervall, das während
der ersten Teilzeitperiode verwendet wird. Gemäß der Erfindung sind ferner mindestens
während Übereinstimmung Strahlen der in Frage kommenden Radareinheiten synchronisiert,
um abwechselnd und der Reihe nach während ihrer jeweiligen ersten Teilzeitperiode
zu übertragen. Alle Radareinheiten in dem System sind auch synchronisiert, um kontinuierlich
in ihrem gewöhnlichen Empfangsmodus zu arbeiten, damit in jedem Moment Echosignale,
die von der Radareinheit stammen, die in diesem Moment überträgt, empfangen und
verarbeitet werden können. Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist das Verhältnis
zwischen jeder jeweiligen Zeitperiode und jeder entsprechenden Teilzeitperiode dem
höheren Energieinhalt der jeweiligen Radarimpulse während jeder entsprechenden ersten
Teilzeiteinheit proportional. Vorzugsweise ist die Synchronisation in einem Austausch
von Information zwischen den Radareinheiten inkludiert. Vorteilhafter Weise inkludiert
der Austausch von Information auch den räumlichen Standort der Radareinheiten. In
einer bevorzugten Ausführungsform übertragen alle Radareinheiten der Reihe nach
für eine im wesentlichen gleiche Zeitlänge.
Diese Erfindung hat eine Reihe von Vorteilen für die Erhöhung vom
Leistungsverhalten von koordinierten Radareinheiten im Vergleich zu bisher bekannten
Techniken. Die Erfindung erfordert keine aufwändige Modifikation von existierenden
Radareinheiten, die z.B. eine Zahl von Empfängerzweigen involvieren. Die Erfindung
ist flexibel und kann einfach für Systeme mit unterschiedlichen Zahlen von Radareinheiten
angepasst werden. Eine Radareinheit, die in Übereinstimmung mit der Erfindung angepasst
ist, um in einem koordinierten System mit mehreren Radareinheiten arbeiten zu können,
ist nicht nur auf eine Zusammenarbeit mit anderen Radareinheiten beschränkt, sondern
kann auch autonom arbeiten. Die Radareinheiten, die in einem koordinierten System
in Übereinstimmung mit der Erfindung inkludiert sind, müssen während eines koordinierten
Zyklus nicht mehr Energie als das übertragen, was die jeweilige Radareinheit normalerweise
übertragen kann, wenn sie autonom arbeitet, und ungeachtet dessen führt ein koordiniertes
Radarsystem gemäß der Erfindung zu einem erhöhten Leistungsverhalten für die Radareinheiten.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Im folgenden wird die Erfindung für den Zweck einer Erläuterung und
keineswegs zum Zweck einer Einschränkung mit Bezug auf die beigefügten Figuren detaillierter
beschrieben, wobei
1 ein Blockdiagramm von zwei Radareinheiten
in Übereinstimmung mit der Erfindung zeigt,
2 ein Blockdiagramm einer Radareinheit
zeigt, die für eine Verwendung in einem System in Übereinstimmung mit der Erfindung
geeignet ist,
3 ein Flussdiagramm einer Prozedur in
Übereinstimmung mit der Erfindung zeigt.
BESCHREIBUNG VON BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
Um die Erfindung zu verdeutlichen, werden einige Beispiele ihrer Anwendung
im folgenden mit Bezug auf die 1 bis 3
beschrieben.
Gemäß der Erfindung wird mittels Kooperation zwischen zwei oder mehr
verfügbaren Radareinheiten/Systemen/Stationen ein wesentlich besseres Leistungsverhalten
als das erreicht, was durch die autonome Verwendung der jeweiligen Radareinheiten
erreicht würde. Ziele, die wegen ihrer geometrische Formen eine kleine äquivalente
Zielfläche für jede einzelne Radareinheit darstellen, können eine
größere Wahrscheinlichkeit einer Erfassung als ein Ergebnis von kooperierenden Radareinheiten
aufweisen. Zielechosignale von Zielen, die Radarsignale in anderen Richtungen als
zurück zu der Radareinheit, die die Radarsignale überträgt, streuen, können durch
eine andere Radareinheit empfangen werden, die mit der übertragenden Radareinheit
zusammenarbeitet und sich an einem anderen Standort zu dieser befindet. Mittels
effizienterer Zielechointegration wird besseres Leistungsverhalten errreicht, da
die kooperierenden Radareinheiten vorteilhafter Weise augenblicklich ihre übertragene
mittlere Leistung erhöhen. Diese Verbesserungen sind in Übereinstimmung mit der
Erfindung möglich, falls die Antennenstrahlen der Radareinheiten während des Verlaufs
der Radaroperation mindestens teilweise übereinstimmen.
In einem ersten Beispiel wird angenommen, dass zwei identische Radareinheiten
verfügbar sind, wobei jede eine Ausgabe P (mittlere Leistung) generiert. Falls die
Antennenstrahlen mindestens teilweise übereinstimmen, wird ein Zuwachs an Leistungsverhalten
mittels jeder Radareinheit, die Zielechosignale empfängt, die teilweise von ihrem
eigenen Radarsender und teilweise von dem anderen Radarsender stammen, möglich gemacht.
Die Kooperation gemäß der Erfindung findet durch Zeitmultiplex statt. Zeitmultiplex
gemäß der Erfindung bedeutet, dass eine Radareinheit zu einer Zeit überträgt, dass
sozusagen die Radareinheiten in dem System abwechselnd übertragen. Die Vorbedingungen,
für die Radareinheiten in einem kooperierenden System inkludiert sind, können rasch
geändert werden, sogar mehrere Male während eines Durchlaufs, da die Radareinheiten,
die in dem System inkludiert sind, teilweise übereinstimmende Antennenstrahlen haben.
Radareinheiten in einem System gemäß der Erfindung sind synchronisiert,
sodass alle Radareinheiten in dem System wissen, welche Radareinheit überträgt und
wann. Die Synchronisation wird geeignet mittels eines Austauschs von Information
zwischen den Radareinheiten ausgeführt. Der Austausch von Information kann auf vielen
verschiedenen Wegen ausgeführt werden, wie etwa z.B. Positionskodierung der Radarsignale,
drahtlose oder feste Datenverknüpfungen. Der Austausch von Information kann geeignet
auch die Position der Radareinheit inkludieren, mit Ausnahme möglicherweise in einem
System, wo sich die Radareinheiten für kürzere oder längere Zeitintervalle an einem
festen Standort befinden, und wo die Standorte der Radareinheiten in dem System
bekannt und vorprogrammiert sind. Mobile Radareinheiten können z.B. ihren Standort
im Raum unter Verwendung von GPS und für in der Luft befindlichen Radareinheiten
auch unter Verwendung von Höhenmessern kalkulieren. Falls die Radareinheiten in
dem System jeden Standort der anderen kennen und vorzugsweise auch die Richtung
von Antennenstrahlen von jeder anderen und wann sie übertragen, können die empfangenen
Zielechos dem "korrekten" Behälter (Auflösungselement, Tor) oder benachbarten Behälter
zugeschrieben werden. Die Information in den Behältern der Radareinheiten können
z.B. zu einer der Radareinheiten in dem System oder möglicherweise zu einem Koordinierungszentrum
übertragen werden, wo sie zentral signal-verarbeitet oder weiter koordiniert wird.
In einem Beispiel mit zwei kooperierenden Radareinheiten überträgt
jede Radareinheit vorzugsweise mit augenblicklich verdoppelter Ausgabe (2P) für
eine gewisse Zeitperiode, typischerweise 50 ms, gefolgt durch eine gleich lange
Periode von Radarschweigen. Über eine längere Periode (in diesem Beispiel 100 ms)
ist es der Fall, dass die mittlere Ausgabe für jede Radareinheit im Durchschnitt
unverändert ist (=P). Während der Kooperation übertragen beide Radarsender abwechselnd.
Beide Radarempfänger empfangen kontinuierlich Zielechosignale, die ursprünglich
über beide Sender generiert wurden. Zielechointegration (kohärente Integration und/oder
Videointegration) wird auf die übliche Weise während eines Intervalls von 50 ms
ausgeführt. Im Vergleich mit einer autonomen Radareinheit werden viermal so viel
Messungen während eines Intervalls von 100 ms erhalten, wobei jede Messung die gleiche
empfangene Zielechoenergie wie in dem autonomen Fall vorsieht, d.h. sozusagen jede
Radareinheit (zwei an der Zahl) einmal von sich selbst und einmal von der anderen
empfängt (2·(1+1)=4). Die Vorbedingung für jede Messung (vier an der Zahl)
in einem Intervall von 100 ms in dieser Variante mit der gleichen Zielechoenergie
wie eine Messung während eines Intervalls von 100 ms in dem autonomen Fall vorsieht,
hängt gänzlich davon ab, ob es möglich ist, jede Radareinheit so zu steuern, dass
sie doppelte Leistungsausgabe während eines Intervalls von 50 ms vorsieht. Selbst
eine moderate Erhöhung der Ausgabe der Radareinheiten während eines Intervalls von,
in diesem Beispiel, 50 ms sieht eine nützliche Erhöhung vom Leistungsverhalten dieser
Art vor.
Abhängig von der Gestaltung der Radareinheit und der Anwendung können
Messungen auf verschiedenen Wegen weiter verarbeitet werden, wie etwa autonom in
jeder Radareinheit oder koordiniert durch alle Radareinheiten in dem System. Z.B.
kann das Vorhandensein eines Ziels bestimmt werden, falls eine Schwellenkreuzung
in beliebigen der vier möglichen Fälle stattgefunden hat (zwei pro Radareinheit
mit zwei Radareinheiten in einem System). In anderen Fällen kann es am geeignetsten
sein, eine binäre Integration des Typs m/n zu haben, d.h. es muss sozusagen zu der
gleichen Zeit eine Schwellenkreuzung in m (z.B. 3) von n (n=4) in dem gleichen Auflösungselement
für eine Zielerkennung geben. Für jedes Auflösungselement muss jede Radareinheit
Information über die Zahl von Schwellenkreuzungen (keine, eine oder zwei für jede
Radareinheit) vorsehen. Endgültige Zielanerkennung findet statt, wenn es eine Summe
von drei oder vier Schwellenkreuzungen gibt. Die Prozedur mit binärer Integration
ist im Vergleich zu dem ersten Fall komplexer, da nur eine Schwellenkreuzung erforderlich
ist, ergibt aber in vielen Fällen einen besseren Bereich, insbesondere für Ziele
mit SW0-Charakter (Swerling=0, konstanter Zielbereich in Hinsicht auf Zeit und Frequenz).
Ein weiteres Verfahren besteht darin, die Signale für das gleiche Auflösungselement
von den vier unterschiedlichen Messungen video-zu-integrieren. Das Verfahren ist
komplizierter als binäre Integration und sieht nur moderates zusätzliches Leistungsverhalten
im Vergleich mit binärer Integration vor.
1 zeigt zwei Radareinheiten
110, 120 mit teilweise übereinstimmenden 190 Antennenstrahlen
118, 128. Die Radareinheiten 110, 120 können
feste Radareinheiten oder mobile Einheiten sein, wie etwa in der Luft befindliche
oder fahrzeug-basierte Einheiten. Jede Radareinheit 110, 120 umfasst
eine Antenne 114, 124 und eine Sende-/Empfangseinheit
112, 122. Die Radareinheiten können z.B. in Übereinstimmung mit
der Radareinheit gestaltet sein, die in 2 dargestellt
wird.
2 zeigt ein Blockdiagramm einer Radareinheit
der Art, die z.B. für diese Erfindung verwendet werden kann. Die Radareinheit umfasst
eine Steuereinheit 210, einen Sender 220, einen Empfänger
230, eine Antennensteuereinheit 240, eine Antenne 250
und einen Sende-/Empfangsselektor/Zirkulator 260. Die Steuereinheit
210 steuert den Sender 220, sodass er Radarimpulse über den Sende-/Empfangsselektor
und die Antenne 250 überträgt. Die Antenne 250 kann zusammen mit
der Antennensteuereinheit 240 mechanisch gesteuert werden, sodass Durchläufe
mit dem Antennenstrahl nur aus der physischen Bewegung von Antenne 250
resultieren. Die Antenne 250 kann vorzugsweise elektronisch gesteuert sein
(ECA – elektronisch gesteuerte Antenne, Electronically Controlled Antenna),
was dazu führt, dass ein Antennenstrahl leicht zu steuern ist und flexibel positioniert
sein kann. In gewissen Anwendungen kann die Antenne 250 fixiert sein. Ein
Zielechosignal wird zu der Radareinheit über die Antenne 250 und den Sende-/Empfangsselektor
260 zu dem Empfänger 230 zurückgegeben. Weitere Signalverarbeitung
und Anzeige wird in den Signalen 290 von dem Empfänger 230 ausgeführt
und wird in der Figur nicht gezeigt. Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung steuert
die Steuereinheit 210 den Sender 220 auf eine derartige Weise,
dass der Sender 220 während einer vorbestimmten Zeit Radarimpulse mit einer
höheren mittleren Leistung als die nominale mittlere Leistung der Radareinheit überträgt.
Die höhere übertragene mittlere Leistung ist vorzugsweise das doppelte der mittleren
Leistung im Vergleich mit der nominalen mittleren Leistung der Radareinheit. Die
Erhöhung der mittleren Leistung findet vorzugsweise mittels einer Verlängerung der
Radarimpulse statt. Die vorbestimmte Zeit, in der der Sender 220 mit höherer
mittlerer Leistung überträgt, ist der Erhöhung der mittleren Leistung proportional
und auf die Zeit maximiert, die ein standardisiertes Ziel in einem Bereichsbehälter/Auflösungselement
(Bereichsfenster, Bereichstor) verbleibt, was in der Größenordnung von 50-200 Millisekunden
sein kann. Die Steuereinheit 210 steuert den Sender 220, Radarschweigen
proportional zu der Erhöhung der Ausgabe und der Dauer der Erhöhung zu ergeben,
sodass die übertragene mittlere Leistung über längere Zeitperioden (in der Größenordnung
von Sekunden) die gleiche wie die nominale mittlere Leistung der Radareinheit ist.
Auf eine andere Weise beschrieben wird eine Zeitperiode in eine erste
und eine zweite Teilzeitperiode unterteilt, wobei die erste und die zweite Teilzeitperiode
jede mindestens zweimal solang wie ein Impulswiederholungsintervall ist, das während
der ersten Teilzeitperiode verwendet wird. Wie oben beschrieben, ist die erste Teilzeitperiode
vorzugsweise in der Größenordnung von 50-200 Millisekunden. Während der ersten Teilzeitperiode
wird die Radareinheit so gesteuert, dass sie Radarimpulse für die Messung von Zieldaten
mit einem höheren Energieinhalt als das überträgt, was in einem stetigen Zustand
möglich ist. Die Steuerung wird auf eine derartige Weise ausgeführt, dass sich die
übertragene Energie der Radareinheit während der Zeitperiode auf höchstens die mögliche
Energieübertragung der Radareinheit in einem stetigen Zustand während einer entsprechenden
Zeitperiode beläuft. Dadurch wird mittels der Signalintegration der Zielechos, die
von der Radareinheit stammen, die während der ersten Teilzeitperiode konzentriert
werden, eine effizientere Signalintegration erhalten. Die Radareinheit wird auch
so gesteuert, dass sie Radarimpulse für die Messung von Zieldaten während der zweiten
Teilzeitperiode nicht überträgt.
3 zeigt ein Flussdiagramm einer Prozedur
gemäß der Erfindung für Systeme mit zwei Radareinheiten. Für mobile Radareinheiten
und möglicherweise auch für feste Radareinheiten mit beweglichen Antennenstrahlen
erfasst eine Detektorstufe 310, ob die Antennenstrahlen teilweise übereinstimmen.
Danach wird in einer ersten Übertragungsstufe 320 die erste Radareinheit
synchronisiert zu übertragen und die zweite Radareinheit nicht zu übertragen. Beide
Radareinheiten empfangen und verarbeiten kontinuierlich Radarsignale. Falls erforderlich,
werden die Radareinheiten so gesteuert, dass sie Radarimpulse mit einer erhöhten
Ausgabe in Übereinstimmung mit den oben beschriebenen Verfahren übertragen. Eine
erste Teststufe 330 stellt sicher, dass die erste Radareinheit nur während
einer vorbestimmten Zeit überträgt, die z.B. in der Größenordnung von 50 ms
sein kann. Danach stoppt in einer zweiten Übertragungsstufe 340 die erste
Radareinheit eine Übertragung und die zweite Radareinheit beginnt zu übertragen.
Eine zweite Teststufe 350 stellt sicher, dass die zweite Radareinheit nur
für eine gleiche Zeitlänge wie die erste Radareinheit überträgt, da in diesem Beispiel
nur zwei Radareinheiten involviert sind. Danach wird die Prozedur mit z.B. anderen
Signalverarbeitungsstufen fortgesetzt oder geht zu der ersten Übertragungsstufe
320 oder zu der Erfassungsstufe 310.
Die oben beschriebenen Beispiele sind für einen Fall, wo das Leistungsverhalten
einer Radareinheit unter Verwendung von kooperierenden Radareinheiten mit teilweise
übereinstimmenden Antennenstrahlen erhöht werden kann. Mit teilweise überlappenden
Antennenstrahlen gibt es alternative Varianten der Erfindung, z.B. wird die Antennengeschwindigkeit
(die Durchlaufgeschwindigkeit) verdoppelt, indem die Zeit auf dem Ziel (Time on
Target) an die Übertragungszeit von jeder der zwei Radareinheiten angepasst wird.
Dies führt zu einer Verdopplung der Datenrate auf Kosten möglicher Integration während
der Zeit auf dem Ziel, wobei zwei hauptsächliche Wahrscheinlichkeiten von Erfassung
(eine pro Radar) an Stelle einer Summe von vier wie in der Basisversion der Erfindung
erhalten werden. Eine andere Variante der Erfindung besteht darin, das Verfolgungsleistungsverhalten
für ein Ziel durch Verriegeln von teilweise übereinstimmenden Antennenstrahlen auf
das Ziel zu verbessern.
Die Erfindung betrifft Kooperation zwischen zwei oder mehr Radarstationen,
die mindestens teilweise überlappende Antennenstrahlen aufweisen, um verbessertes
Leistungsverhalten zu erreichen. Die Kooperation findet durch Zeitmultiplex mit
vorzugsweise augenblicklich erhöhter mittlerer Leistung der Radarsender statt, was
auch eine effizientere Integration wegen kürzeren primären Integrationszeiten möglich
macht.