| Dokumentenidentifikation |
EP0951038 10.11.2005 |
| EP-Veröffentlichungsnummer |
0000951038 |
| Titel |
Abbrandschaltanordnung |
| Anmelder |
ABB Schweiz AG, Baden, CH |
| Erfinder |
Zehnder, Dr., Lukas, 5405 Baden, CH; Anderes, Robert, 8854 Siebnen, CH; Dähler, Christian, Greensburg, US; Kaltenegger, Dr., Kurt, 5426 Lengnau, CH; Schoenemann, Dr., Thomas, 8107 Buchs, CH |
| Vertreter |
derzeit kein Vertreter bestellt |
| DE-Aktenzeichen |
59912612 |
| Vertragsstaaten |
CH, DE, FR, IT, LI |
| Sprache des Dokument |
DE |
| EP-Anmeldetag |
01.03.1999 |
| EP-Aktenzeichen |
998101703 |
| EP-Offenlegungsdatum |
20.10.1999 |
| EP date of grant |
05.10.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
10.11.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
H01H 33/12
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| Beschreibung[de] |
|
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft eine Abbrandschaltanordnung insbesondere für
Leistungsschalter, wie sie in Kraftwerken, Umspannwerken und anderen Einrichtungen
der Elektroenergieversorgung zum Ein- und Ausschalten von Betriebs- und Ueberströmen
eingesetzt werden.
Stand der Technik
Aus der EP-B-0 177 714 ist eine gattungsgemässe Abbrandschaltanordnung
bekannt, bei welcher das erste Schaltstück als Kontakttulpe mit mehreren längeren,
über den Umfang derselben verteilten parallelen Kontaktfingern ausgebildet ist.
Es hat sich gezeigt, dass eine derartige Anordnung bei hohen Strömen anfällig für
Beschädigungen ist, da die Kontaktfinger in geringem Abstand parallele Ströme
führen und daher durch elektromagnetische Kräfte sehr stark gegeneinander gezogen
werden. Dies kann zum Verbiegen und Abdrehen der Kontaktfinger führen. Auch die
Reibungskräfte zwischen Schaltstift und Kontaktfingern können dadurch sehr hohe
Werte erreichen, so dass grosse Antriebskräfte nötig sind und starker Abrieb am
Schaltstift und den Kontaktfingern auftritt.
Darstellung der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Abbrandschaltanordnung
anzugeben, bei welcher die Schaltstücke auch bei hohen Strömen mechanisch nicht
überlastet werden und kein überhöhter Anpressdruck entsteht.
Dies wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 erreicht. Durch dieselben
wird sichergestellt, dass die Strompfade durch die Kontaktelemente nicht in geringer
Entfernung voneinander parallel geführt sind, sondern von der Kontaktzone aus rasch
auseinanderlaufen und allenfalls anschliessend in grösserem Abstand parallel geführt
werden, so dass keine übergrossen Kräfte auf die Kontaktelemente wirken. Die Anziehungskräfte
brauchen dagegen nicht völlig unterbunden zu werden, sie können im Gegenteil durch
entsprechende Führung der Strompfade so eingestellt werden, dass sie einen Beitrag
zum nötigen Kontaktdruck zwischen den Kontaktelementen und dem Schaltstift leisten
und vorzugsweise die Kontaktabhebekräfte gerade etwa kompensieren.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
In den Zeichnungen sind mehrere Ausführungsbeispiele dargestellt,
die lediglich der Erläuterung der Erfindung dienen. Es zeigen
- Fig. 1
- einen axialen Längsschnitt durch eine Abbrandschaltanordnung gemäss einer ersten
Ausführungsform der Erfindung, links in Einschalt-, rechts in Ausschaltstellung,
- Fig. 2
- einen axialen Längsschnitt durch eine Abbrandschaltanordnung gemäss einer zweiten
Ausführungsform der Erfindung, links in Einschalt-, rechts in Ausschaltstellung,
- Fig. 3
- einen axialen Längsschnitt durch eine Abbrandschaltanordnung gemäss einer dritten
Ausführungsform der Erfindung, links in Einschalt-, rechts in Ausschaltstellung,
- Fig. 4
- einen axialen Längsschnitt durch eine Abbrandschaltanordnung gemäss einer vierten
Ausführungsform der Erfindung, links in Einschalt-, rechts in Ausschaltstellung,
- Fig. 5
- einen axialen Längsschnitt durch eine Abbrandschaltanordnung gemäss einer fünften
Ausführungsform der Erfindung, links in Einschalt-, rechts in Ausschaltstellung,
- Fig. 6
- einen axialen Längsschnitt durch eine Abbrandschaltanordnung gemäss einer sechsten
Ausführungsform der Erfindung, links in Einschalt-, rechts in Ausschaltstellung,
- Fig. 7
- einen axialen Längsschnitt durch eine Abbrandschaltanordnung gemäss einer siebten
Ausführungsform der Erfindung, links in Einschalt-, rechts in Ausschaltstellung,
- Fig. 8a
- einen axialen Längsschnitt durch eine Abbrandschaltanordnung gemäss einer achten
Ausführungsform der Erfindung, links in der Einschaltstellung,rechts kurz vor
Erreichen der Einschaltstellung,
- Fig. 8b
- eine axiale Draufsicht auf einen Teil der Abbrandschaltanordnung nach Fig.
8a,
- Fig. 8c
- einen Schnitt längs C-C in Fig. 8b,
- Fig. 9
- einen axialen Längsschnitt durch eine Abbrandschaltanordnung gemäss einer neunten
Ausführungsform der Erfindung, links in Einschalt-, rechts in Ausschaltstellung.
Wege zur Ausführung der Erfindung
Die in Fig. 1 dargestellte Abbrandschaltanordnung gemäss einer ersten
Ausführungsform der Erfindung ist um eine Schaltachse 1 annähernd rotationssymmetrisch
ausgebildet. Längs der Schaltachse 1 ist ein Schaltstift 2 mit einer Spitze 3
aus abbrandresistentem Material wie z. B. WCu, Graphit, CFC, Graphit/Cu oder CFC/Cu
zwischen der links gezeigten Einschaltstellung und der rechts gezeigten Ausschaltstellung
mittels eines nicht dargestellten Schaltantriebs verschiebbar. Ein erstes Schaltstück
umfasst einen Kranz von um die Schaltachse 1 herum angeordneten, radial gegen
dieselbe gerichteten Kontaktelementen, die als längliche Kontaktfinger 4 ausgebildet
sind, welche an ihren Enden Abbrandköpfe 5 aus abbrandresistentem Material tragen.
Die Kontaktfinger 4 bilden zusammen ein etwa kreisringförmiges Kontaktteil,
wobei die gegen die Schaltachse 1 gerichteten Kontaktflächen der Abbrandköpfe 5
eine in der Einschaltstellung an der Aussenseite des Schaltstiftes 2 anliegende
Kontaktzone darstellen. Vom Abbrandkopf 5 abgesehen ist jeder Kontaktfinger 4 einstückig
mit einem um ca. 90° in Einschaltrichtung abgebogenen, also mit dem Kontaktfinger
4 einen rechten Winkel einschliessenden Steg 6 aus hochleitendem federelastischem
Material hergestellt und fest an einem Gehäuseteil 7 verankert, über das der Steg
6 mit einem ersten elektrischen Anschluss verbunden ist. Der Schaltstift 2 bildet
dagegen ein zweites Schaltstück, das z. B. über eine flexible Leitung oder eine
Gleittulpe mit einem zweiten elektrischen Anschluss verbunden ist.
In einer Oeffnung des Gehäuseteils 7 ist ein Stützkörper 8 aus elektrisch
isolierendem Material befestigt, dessen zylindermantelförmige Aussenseite eine
Stützfläche 9 bildet, an der die Stege 6 in der Ausschaltstellung anliegen. In
der Einschaltstellung sind dagegen die Kontaktfinger 4 durch den Kontakt der Abbrandköpfe
5 mit der Umfangsfläche des Schaltstiftes 2 radial nach aussen ausgelenkt unter
elastischer Deformation der Stege 6, welche von der Stützfläche 9 abgehoben sind.
Die anfängliche Auslenkung kann dabei wegen der hohen Elastizität der Stege 6 ziemlich
gross gewählt werden, so dass eine grosse Abbrandreserve zur Verfügung steht.
In der Mitte weist der Stützkörper 8 eine Oeffnung auf, welche eine die Schaltachse
1 umgebende Düse 10 bildet, in welche in der Einschaltstellung die Spitze 3 des
Schaltstiftes 2 ragt.
Kommutiert im Verlauf einer Ausschaltung der Strom von einer nicht
dargestellten Nennstromschaltanordnung auf die Abbrandschaltanordnung, so fliesst
der Strom im Anschluss an die Kontaktzone in radialer Richtung durch die Kontaktfinger
4. Erst in grösseren Abstand R von der Schaltachse 1 wird er in eine zu derselben
parallele Richtung umgelenkt und fliesst über eine Strecke L durch die parallelen
Stege 6.
Die radial nach aussen gerichteten Teile der Strompfade in den Kontaktfingern
4 üben eine verhältnismässig geringe elektromagnetische Kraft aufeinander aus und
auch die Einwirkung des durch den Schaltstift 2 verlaufenden Abschnitts des Strompfades
auf dieselben kann vernachlässigt werden. Die anschliessenden parallelen Strompfade
durch die Stege 6 ziehen einander zwar an, doch ist die radiale Komponente der
Anziehung wegen des verhältnismässig grossen Abstandes zur Schaltachse 1 nicht
so gross, dass Beschädigungen oder ein zu grosser Druck der Kontaktfinger 4 gegen
den Schaltstift 2, der übermässigen Abrieb der Abbrandköpfe 5 und Behinderungen
der Schaltstiftbewegung zur Folge haben könnte, zu befürchten wären.
Der Abstand R des Steges 6 von der Schaltachse 1 und die Länge L
desselben können im Gegenteil so eingestellt werden, dass die gegenseitige Anziehung
der Kontaktfinger 4 bei den üblicherweise zu erwartenden Stromstärken den aufgrund
der elastischen Auslenkung der Kontaktfinger 4 von denselben gegen den Schaltstift
2 ausgeübten Kontaktdruck auf erwünschte Weise verstärkt und insbesondere die zwischen
diesen Teilen wirksamen Kontaktabhebekräfte ungefähr kompensiert. Eine derartige
Kompensation bleibt über alle Schwankungen der Stromstärke erhalten, da Kontaktabhebekräfte
und Anziehungskräfte in gleicher Weise von derselben abhängen. Bei der weiteren
Bewegung des Schaltstiftes 2 wird derselbe aus dem Kranz der Kontaktfinger 4 gezogen
und die Abbrandköpfe 5 derselben bewegen sich gegen die Schaltachse 1, bis die
Stege 6 an der Stützfläche 9 anliegen. Weitere radiale Bewegung der Kontaktfinger
4 gegen die Schaltachse 1 unter dem Einfluss der gegenseitigen Anziehung der Strombahnen
durch die Stege 6 ist damit unterbunden.
Zwischen den Abbrandköpfen 5 und der Spitze 3 des Schaltstiftes 2
entsteht, sobald der letztere aus dem Kranz der Kontaktfinger 4 gezogen wird, ein
Lichtbogen 11. Er wird z. B. mittels nicht dargestellter Blaskolben beblasen, wobei
das Gas durch die Düse 10 abfliesst, so dass er beim nächsten Stromnulldurchgang
gelöscht wird.
Die in Fig. 2 dargestellte Abbrandschaltanordnung gemäss einer zweiten
Ausführungsform der Erfindung entspricht, was das erste Schaltstück betrifft, vollständig
der ersten Ausführungsform. Das zweite Schaltstück umfasst jedoch zusätzlich zum
Schaltstift 2 eine Abbrandkontaktanordnung, die wiederum genau dem ersten Schaltstück
entspricht mit Kontaktfingern 4' mit Abbrandköpfen 5', die in der Einschaltstellung
mit ihren eine zweite Kontaktzone bildenden Innenflächen gegen die Umfangsfläche
des Schaltstiftes 2 drücken, wobei die Kontaktfinger 4' wiederum an Stege 6' um
ca. 90° abgewinkelt anschliessen und über dieselben und ein Gehäuseteil 7' mit
dem zweiten elektrischen Anschluss verbunden sind, so dass die Kontaktfinger 4'
zugleich die Funktion einer Gleittulpe wahrnehmen. Die Stege 6' liegen in der Ausschaltstellung
wiederum an einer Stützfläche 9' an, die von der Aussenseite eines Stützkörpers
8' gebildet wird, welcher zugleich eine die Schaltachse 1 umgebenden Düse 10' bildet.
Bei der Ausschaltung kommutiert, sobald der Schaltstift 2 aus dem
Kranz der Kontaktfinger 4' gezogen wird, der Lichtbogen 11 von dessen Spitze 3
auf die Abbrandköpfe 5' der Kontaktfinger 4', so dass er dann zwischen denselben
und den Abbrandköpfen 5 der Kontaktfinger 4 des ersten Schaltstücks brennt. Bei
der Beblasung des Lichtbogens 11 fliesst das Gas durch beide Düsen 10, 10' ab,
was seine rasche Löschung begünstigt.
Die Abbrandschaltanordnung gemäss der in Fig. 3 dargestellten dritten
Ausführungsform der Erfindung entspricht sonst vollständig derjenigen gemäss der
zweiten Ausführungsform, doch sind den Kontaktfingern 4, 4' jeweils Abbrandringe
12, 12' vergeordnet. Sie bilden Teile von topfförmigen Abschirmungen 13, 13', die,
mit den Stegen 6 bzw. 6' elektrisch leitend verbunden, jeweils die übrigen Teile
der Schaltstücke umgeben und vollständig abschirmen. Bei der Ausschaltung kommutiert
der Lichtbogen 11 rasch von den Abbrandköpfen 5 der Kontaktfinger 4 auf den Abbrandring
12, während er von der Spitze 3 des Schaltstiftes 2 im wesentlichen auf den Abbrandring
12' kommutiert, was den Abbrand der Kontaktfinger 4, 4' verringert und somit ihre
Lebensdauer erhöht.
Die in Fig. 4 dargestellte Abbrandschaltanordnung gemäss einer vierten
Ausführungsform der Erfindung entspricht in ihrem grundsätzlichen Aufbau derjenigen
nach der ersten Ausführungsform, doch sind die Kontaktfinger 4, aus denen das
erste Schaltstück besteht, so ausgerichtet, dass sie mit der Schaltachse 1 in Einschaltrichtung
gesehen einen Winkel α von ca. 65° einschliessen. Sie bestehen, mit Ausnahme
der verhältnismässig langen Abbrandköpfe 5, aus federelastischem hochleitendem
Material, sind gerade und direkt bis an das Gehäuseteil 7 geführt und an demselben
verankert, so dass sie zusammen ein etwa trichterförmiges Kontaktteil bilden.
Auch hier ist dadurch, dass die Strompfade von der Kontaktzone, d.
h. den den Schaltstift 2 berührenden Innenseiten der Abbrandköpfe 5 ausgehend rasch
auseinanderstreben, die gegenseitige Anziehung der Kontaktfinger 4 reduziert.
Sie lässt sich wiederum über die Länge R' der radialen Komponente ihrer Erstreckung
und des Radius R0 des Schaltstiftes 2 sowie die Länge L' der axialen
Komponente ihrer Erstreckung so einstellen, dass sie nicht zu Beschädigungen der
Kontaktfinger, überhöhten Abrieb der Abbrandköpfe 5 oder Behinderungen der Schaltstiftbewegung
führt, aber einen Beitrag zur Aufbringung eines ausreichenden Kontaktdruckes,
insbesondere eine Kompensation der Kontaktabhebekräfte leistet. Der Stützkörper
8 bildet in diesem Fall eine kegelstumpfmantelförmige Stützfläche 9, welche mit
Abstand unterhalb der Kontaktfinger 4 liegt und deren Beweglichkeit gegen die Schaltachse
1 begrenzt. Der Verlauf einer Ausschaltung entspricht dem im Zusammenhang mit
der Abbrandschaltanordnung gemäss der ersten Ausführungsform der Erfindung geschilderten.
Bei einer in Fig. 5 dargestellten Abbrandschaltanordnung gemäss einer
fünften Ausführungsform der Erfindung entspricht der grundsätzliche Aufbau wiederum
dem der Abbrandschaltanordnung gemäss der ersten Ausführungsform der Erfindung.
Statt Kontaktfingern sind jedoch als Kontaktelemente Kontaktstücke 4" vorgesehen,
die vorzugsweise genau radial verschiebbar in entsprechenden radialen, gegen die
Schaltachse 1 offenen Ausnehmungen 14 eines dieselbe umgebenden Halterings 15 gelagert
sind, welcher am Gehäuseteil 7 befestigt und über dasselbe mit dem ersten elektrischen
Anschluss elektrisch leitend verbunden ist und welcher auch die Düse 10 bildet.
Der Haltering 15 ist im übrigen massiv ausgebildet und besteht aus elektrisch
leitfähigem Material. An der Innenseite und auch an der in der Ausschaltstellung
gegen das Gegenschaltstück, den Schaltstift 2 gerichteten Seite ist er mit einer
Verkleidung 16 aus abbrandresistentem Material versehen.
Die Kontaktstücke 4" ragen lediglich mit wenigstens an ihren vorderen
Enden abbrandresistenten Spitzen 17 durch entsprechende Oeffnungen in der Verkleidung
16, während dieselbe einen Anschlag für vordere Schultern ihrer breiteren Körper
18 bilden. Der elektrische Kontakt mit dem Haltering 15 ist durch Kontaktlamellen
19 hergestellt. Mittels eines gegen seine Rückseite drückenden Federelements,
nämlich einer Spiralfeder 21, welche an einer die Ausnehmung 14 abschliessenden
Aussenverkleidung 20 des Halterings 15 abgestützt ist, ist das Kontaktstück 4"
jeweils mit einer radial gegen die Schaltachse 1 wirkenden Kraft beaufschlagt.
Auch hier sind die Strompfade von der Kontaktzone, d. h. den den
Schaltstift 2 berührenden vorderen Enden der Spitzen 17 der Kontaktstücke 4" weg
radial nach aussen geführt, so dass die elektromagnetischen Kräfte, die sie gegeneinander
ausüben, keinen nennenswerten Einfluss auf den Anpressdruck haben, mit dem die
Kontaktstücke 4" gegen die Umfangsfläche des Schaltstiftes 2 drücken. Der erforderliche
Kontaktdruck wird durch die Spiralfeder 21 aufgebracht. Beim Ausschalten kommutiert
der zwischen der Spitze 3 des Schaltstifts 2 und den Spitzen 17 der Kontaktstücke
4" gezogene Lichtbogen 11 sofort von den letzteren auf die Verkleidung 16, deren
ausschaltseitiger Endbereich somit die Funktion eines den Kontaktstücken 4" vorgeordneten
Abbrandrings erfüllt.
Die in Fig. 6 dargestellte Abbrandschaltanordnung gemäss einer sechsten
Ausführungsform der Erfindung entspricht weitgehend der vorstehend beschriebenen,
doch sind die Ausnehmungen 14 durchgehend ausgebildet und die Körper 18 der Kontaktstücke
4" so lang, dass sie etwas über die Aussenseite des Halterings 15 hinausragen.
Als Federelement ist jeweils eine Blattfeder 22 vorgesehen, welche gegen die Rückseite
des Kontaktstücks 4" drückt.
Die in Fig. 7 dargestellte Abbrandschaltanordnung gemäss einer siebten
Ausführungsform der Erfindung entspricht wiederum der vorstehend beschriebenen,
doch sind die Kontaktstücke 4" von gleichbleibendem Durchmesser und jeweils in
Gleitführungen 23 geführt, die in den Ausnehmungen 14 angebracht sind. Auch ist
der elektrische Kontakt mit dem Haltering 15 hier jeweils über ein flexibles Band
24 aus hochleitendem Material hergestellt, dessen eines Ende mit der Rückseite
des Kontaktstücks 4" elektrisch leitend verbunden, insbesondere verschweisst ist,
während das andere Ende mit dem Haltering 15 elektrisch leitend verbunden ist.
Gemäss einer in Fig. 8a-c dargestellten achten Ausführungsform der
Erfindung ist das erste Schaltstück als starrer erster Schaltring 25 aus abbrandresistentem
Material ausgebildet, welcher im Gehäuse befestigt und über dasselbe auch elektrisch
leitend mit dem ersten elektrischen Anschluss verbunden ist. Das zweite Schaltstück
umfasst einen Schaltstift 2, der, über ein in Ausschaltrichtung beschränkt komprimierbares
Tellerfedernpaket 26 abgestützt, axial verschiebbar an einer Halterung 27 befestigt
ist, die durch einen nicht dargestellten Schaltantrieb längs der Schaltachse 1
verschoben werden kann, sowie ein Kontaktteil, das als Kreisringscheibe 28 aus
hochleitfähigem federelastischem Material, z. B. CuBe oder CuCrZr ausgebildet
ist. Es weist einen durchgehenden Aussenring 29 auf, der mit dem Gehäuseteil 7
verschraubt ist und sechs durch von der mittigen Oeffnung bis zum Aussenring 29
durchgehende radiale Schlitze 30 getrennte Sektoren 31 als Kontaktelemente. Jeder
der Sektoren 31 der Kreisringscheibe 28 trägt an seinem Innenrand einen aus abbrandresistentem
Material bestehenden Sektor 32 eines zweiten Schaltrings 33. Ueber das Gehäuseteil
7 ist der Aussenring 29, mit dem zweiten elektrischen Anschluss elektrisch leitend
verbunden.
Der Schaltstift 2 weist, gegenüber seiner Spitze um etwa den Abstand
zwischen dem ersten Schaltring 25 und dem zweiten Schaltring 33 in Ausschaltrichtung
versetzt, eine umlaufende Schulter 34 auf. In der Einschaltstellung liegt die Spitze
des Schaltstiftes 2, vom komprimierten Tellerfedernpaket 26 mit einem ausreichenden
Kontaktdruck beaufschlagt, an der Frontseite des ersten Schaltrings 25 rundum an,
während die Schulter 34 gegen eine Kontaktzone am zweiten Schaltring 33 drückt
und die Sektoren 32 desselben unter elastischer Deformation der Sektoren 31 der
Kreisringscheibe 28 axial in Einschaltrichtung leicht auslenkt, so dass durch die
elastischen Rückstellkräfte der Sektoren 31 auch hier ein ausreichender Kontaktdruck
gegeben ist.
Wegen der im wesentlichen radialen Richtung der Teilströme durch
die Sektoren 31 treten an der Kreisringscheibe 28 keine elektromagnetischen Kräfte
auf, die sich wesentlich auf den Kontaktdruck auswirken könnten. Im Bereich des
ersten Schaltstücks besteht wegen der starren Ausbildung des ersten Schaltrings
25 ohnedies keine Gefahr von Deformationen oder sonstigen Beschädigungen durch
elektromagnetische Kräfte.
Beim Ausschalten wird zwischen dem ersten Schaltring 25 und der Spitze
des Schaltstiftes 2 ein Lichtbogen gezogen. Sobald die Spitze des Schaltstiftes
2 den zweiten Schaltring 33 passiert, springt der Lichtbogenfusspunkt von ersterem
auf letzteren über. Der nun den ersten Schaltring 25 und den zweiten Schaltring
33 verbindende Lichtbogen wird seitlich beblasen, wobei das Gas durch die beiden
Schaltringe entweicht.
Die in Fig. 9 schematisch dargestellte Abbrandschaltanordnung gemäss
einer neunten Ausführungsform der Erfindung ist ähnlich ausgebildet wie die vorstehend
geschilderte.
Allerdings ist hier das erste Schaltstück als vom inneren Rand her
geschlitzte erste Kreisringscheibe 35 aus hochleitendem federelastischem Material
ausgebildet. Der Schaltstift 2 ist starr an einer nicht dargestellten durch einen
Schaltantrieb längs der Schaltachse 1 verschiebbaren Halterung befestigt und über
eine Gleittulpe 36 mit dem zweiten elektrischen Anschluss elektrisch leitend verbunden.
Die elastische Rückstellkraft der ersten Kreisringscheibe 35, deren Innenrand
37 aus abbrandresistentem Material eine in der Einschaltstellung axial in Einschaltrichtung
leicht ausgelenkte Kontaktzone bildet, stellt einen ausreichenden Kontaktdruck
sicher. Das zweite Schaltstück umfasst eine mit dem zweiten elektrischen Anschluss
elektrisch leitend verbundene starre zweite Kreisringscheibe 38 aus abbrandresistentem
Material, deren Innendurchmesser nur geringfügig grösser ist als der Durchmesser
des Schaltstiftes 2. Sie wirkt als Abbrandring, auf den beim Ausschalten der eine
Lichtbogenfusspunkt vom Schaltstift 2 überspringt.
Bezugszeichenliste
- 1
- Schaltachse
- 2
- Schaltstift
- 3
- Spitze des Schaltstiftes 2
- 4, 4'
- Kontaktfinger
- 4"
- Kontaktstücke
- 5, 5'
- Abbrandköpfe
- 6, 6'
- Stege
- 7, 7'
- Gehäuseteile
- 8, 8'
- Stützkörper
- 9, 9'
- Stützflächen
- 10, 10'
- Düsen
- 11
- Lichtbogen
- 12, 12'
- Abbrandringe
- 13, 13'
- Abschirmungen
- 14
- Ausnehmungen
- 15
- Haltering
- 16
- Verkleidung des Halterings 15
- 17
- Spitze des Kontaktstücks 4"
- 18
- Körper des Kontaktstücks 4"
- 19
- Kontaktlamellen
- 20
- Aussenwand des Halterings 15
- 21
- Spiralfedern
- 22
- Blattfedern
- 23
- Gleitführungen
- 24
- Band
- 25
- erster Schaltring
- 26
- Tellerfedernpaket
- 27
- Halterung
- 28
- Kreisringscheibe
- 29
- Aussenring der Kreisringscheibe 28
- 30
- Schlitze in Kreisringscheibe 28
- 31
- Sektoren der Kreisringscheibe 28
- 32
- Sektoren des zweiten Schaltrings 33
- 33
- zweiter Schaltring
- 34
- Schulter des Schaltstiftes 2
- 35
- erste Kreisringscheibe
- 36
- Gleittulpe
- 37
- Innenrand der ersten Kreisringscheibe 35
- 38
- zweite Kreisringscheibe
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| Anspruch[de] |
- Abbrandschaltanordnung mit, in einem Gehäuse, einem ersten Schaltstück, welches
mindestens in einer Einschaltstellung mit einem ersten elektrischen Anschluss
verbunden ist und einem zweiten Schaltstück, welches mindestens in der Einschaltstellung
mit einem zweiten elektrischen Anschluss verbunden ist und welches einen Schaltstift
(2) umfasst, welcher mittels eines Schaltantriebs längs einer Schaltachse (1)
relativ zum ersten Schaltstück zwischen der Einschaltstellung, in welcher das erste
Schaltstück den Schaltstift (2) berührt, so dass die Abbrandschaltanordnung einen
Strompfad zwischen dem ersten elektrischen Anschluss und dem zweiten elektrischen
Anschluss schliesst und einer Ausschaltstellung, in welcher der Schaltstift (2)
vom ersten Schaltstück beabstandet ist, umstellbar ist, mit mindestens einem Kontaktteil,
das einem der Schaltstücke angehört und welches mit einer die Schaltachse umgebenden
Kontaktzone in der Einschaltstellung den Schaltstift (2) berührt, dadurch gekennzeichnet,
dass das Kontaktteil die Schaltachse (1) kranzartig umgibt und sich von einem
Innenrand, welcher die Kontaktzone bildet, ausgehend derart erweitert, dass es
mit der Schaltachse (1) einen Winkel von mindestens 45° einschliesst.
- Abbrandschaltanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der Winkel zwischen der Schaltachse (1) und dem Kontaktteil mindestens 60° beträgt.
- Abbrandschaltanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
das Kontaktteil mindestens annähernd radial von der Schaltachse (1) nach aussen
gerichtet ist.
- Abbrandschaltanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontaktzone in der Einschaltstellung unter der Einwirkung des Schaltstiftes
(2) elastisch ausgelenkt ist.
- Abbrandschaltanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass das Kontaktteil aus mehreren mindestens annähernd gerade gegen die Schaltachse
(1) gerichteten Kontaktelementen besteht.
- Abbrandschaltanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass
jedes Kontaktelement als länglicher Kontaktfinger (4, 4') ausgebildet ist.
- Abbrandschaltanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontaktzone in der Einschaltstellung im wesentlichen radial ausgelenkt
ist und den Schaltstift (2) an seiner Umfangsfläche berührt.
- Abbrandschaltanordnung nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet,
dass jeder Kontaktfinger (4, 4') an einen Steg (6, 6') aus flexiblem, insbesondere
federelastischem elektrisch leitendem Material, welcher mindestens einen Teil
der elektrisch leitenden Verbindung zwischen dem Kontaktfinger (4, 4') und dem
entsprechenden elektrischen Anschluss bildet, abgewinkelt anschliesst.
- Abbrandschaltanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass
der Steg (6, 6') jeweils mindestens annähernd parallel zur Schaltachse (1) und
an seinem dem Kontaktfinger (4, 4') abgewandten Ende fest verankert ist.
- Abbrandschaltanordnung nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet,
dass jeder Kontaktfinger (4) mindestens annähernd gerade ist, mindestens über
einen Teil seiner Länge aus flexiblem, insbesondere federelastischem Material
besteht und an seinem der Schaltachse (1) abgewandten Ende fest verankert ist.
- Abbrandschaltanordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass
jeder Kontaktfinger (4) schräg gegen die Schaltachse (1) gerichtet ist.
- Abbrandschaltanordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
dass der Steg (6) bzw. der Kontaktfinger (4, 4') in der Ausschaltstellung an
einer nach aussen weisenden Stützfläche (9, 9') anliegt.
- Abbrandanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktelemente
jeweils als radial verschieblich in einer in der Einschaltstellung den Schaltstift
(2) umgebenden Halterung gelagerte Kontaktstücke (4") ausgebildet sind.
- Abbrandschaltanordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass
die Halterung als die Schaltachse (1) umgebender Haltering (15) ausgebildet ist
mit mindestens gegen die Schaltachse (1) offenen radialen Ausnehmungen (14) zur
Aufnahme der Kontaktstücke (4").
- Abbrandschaltanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontaktzone in der Einschaltstellung im wesentlichen axial ausgelenkt
ist und den Schaltstift (2) an einer im wesentlichen gegen die Einschaltrichtung
weisenden Stossfläche berührt.
- Abbrandschaltanordnung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass
die Kontaktelemente durch Schlitze (30) getrennte Sektoren (31) einer Kreisringscheibe
(28) aus federelastischem Material umfassen, an deren Innenrand die Kontaktzone
angeordnet ist.
- Abbrandschaltanordnung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass
die Schlitze (30) radial verlaufen.
- Abbrandschaltanordnung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet,
dass die Kreisringscheibe (28) einen geschlossenen Aussenring (29) umfasst.
- Abbrandschaltanordnung nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet,
dass die Stossfläche von einer umlaufenden Schulter (34) des Schaltstiftes
gebildet wird.
- Abbrandschaltanordnung nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet,
dass die Stossfläche von der Spitze (3) des Schaltstiftes (2) gebildet wird.
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