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Dokumentenidentifikation DE102004014521B3 17.11.2005
Titel Vorrichtung zum Transport von Bogen
Anmelder Koenig & Bauer AG, 97080 Würzburg, DE
Erfinder Zimmermann, Hans, 01855 Sebnitz, DE;
Hefftler, Victor, Dr.-Ing., 01640 Coswig, DE;
Großmann, Karsten, 01689 Weinböhla, DE;
Simon, Franz, 01259 Dresden, DE
DE-Anmeldedatum 23.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004014521
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 17.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.11.2005
IPC-Hauptklasse B65H 29/04
IPC-Nebenklasse B41F 21/08   B65H 5/14   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Transport von Bogen von den Druckwerken zum Bogenablagestapel einer Druckmaschine, bestehend aus mindestens einem auf Kettenbahnen geführten Greiferwagen mit Greifersystemen zum Erfassen und Führen der Bogen, wobei der Greiferwagen über dem Bogenablagestapel eine geradlinige Führungsbahn beschreibt und nach Ablage des Bogens auf dem Bogenstapel innerhalb eines Umlenkbereichs auf einem Krümmungsradius geführt wird und bestehend weiterhin aus Vorderkantengreifer zum Erfassen der Vorderkanten der Bogen und Ablegen der Bogen auf den Bogenablagestapel.
Der Aufgabe der Erfindung liegt daher die Entwicklung einer Einrichtung zugrunde, durch welche die exakte Bogenübergabe durch die Greifer des Greifersystems eines Greiferwagens an die Vorderkantengreifer gesichert ist und durch welche die Belastung des Greiferwagens im nachfolgenden Umlenkbereich der Führungsbahn minimiert wird.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass eine Greiferwagen-Abstützung (6) auf der geradlinigen Führungsbahn über dem Bogenablagestapel (7) und im Umlenkbereich vorgesehen ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Transport von Bogen von den Druckwerken zum Bogenablagestapel einer Druckmaschine, bestehend aus mindestens einem beidseitig auf Kettenbahnen geführten Greiferwagen mit Greifersystemen zum Erfassen und Führen der Bogen, wobei der Greiferwagen über dem Bogenablagestapel eine geradlinige Führungsbahn beschreibt und nach Ablage des Bogens auf dem Bogenstapel innerhalb eines Umlenkbereichs auf einem Krümmungsradius geführt wird und bestehend weiterhin aus Vorderkantengreifer zum Erfassen der Vorderkanten der Bogen und Ablegen der Bogen auf den Bogenablagestapel.

Bei der Gestaltung von Greiferwagen der oben beschriebenen Art wird eine flache Form angestrebt, um aerodynamischen Anforderungen und den Einbaubedingungen zu genügen. Dieser Leichtbau führt aber dazu, dass sich die Greiferwagen bei Belastungen, wie sie bei der Führung der Greiferwagen auf engen Krümmungsradien und/oder infolge des Eigengewichts auftreten, verformen. Das kann zu einer extremen Belastung des Materials und zur ungenauen Übergabe/Übernahme an die Vorderkantengreifer führen.

Mit der DE 21 57 993 B soll das oben genannte Problem gelöst werden, indem über die Breite des Greiferwagens die Höhen der Greiferauflagen jeweils von außen zur Mitte hin entsprechend der Biegelinie des Greiferwagens bei Belastung abnehmen.

Dadurch kann zwar die Kompensation der Durchbiegung des Greiferwagens bei der Bogenübergabe an die Vorderkantengreifer erreicht, aber der nachfolgenden Belastung durch die Fliehkräfte auf der gekrümmten Führungsbahn im Umlenkbereich kann damit nicht begegnet werden.

Aus der US 2,198,385 ist ein Greiferwagen bekannt, der sich im Übergabebereich vom letzten Bogenführungszylinder zum Greiferwagen mittig über eine Kurvenrolle auf einer Kurvenscheibe abstützt. Hier soll der Fliehkraft bei der Umlenkung des Greiferwagens entgegen gewirkt werden und dadurch eine passergerechte Übergabe des Bogens erzielt werden. Diese Lösung ist nur für einen gekrümmten Umlenkbereich der Führungsbahnen konzipiert.

In der DE 43 30 393 A1 wird ein auf Kettenbahnen geführter, mittig geteilter Greiferwagen umlaufend durch eine Greiferwagen-Abstützung geführt.

Der Aufgabe der Erfindung liegt daher die Entwicklung einer Einrichtung zugrunde, durch welche die exakte Bogenübergabe durch die Greifer des Greifersystems eines Greiferwagens an die Vorderkantengreifer gesichert ist und durch welche die Belastung des Greiferwagens im nachfolgenden Umlenkbereich der Führungsbahn minimiert wird.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des 1. Anspruchs gelöst. Neben der vorteilhaften funktionssicheren Übergabe der Bogen ermöglicht diese Lösung, die Belastung der auftretenden Kräfte im Umlenkbereich der Kettenbahnen weiter zu reduzieren. Dadurch ist es möglich, die Greiferwagen leichter auszuführen.

Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die dazugehörigen Zeichnungen haben folgende Bedeutung:

1 Schematische Darstellung der Bogenauslage einer Bogenoffset-Rotationsdruckmaschine mit Bogenstapel und Greiferwagen-Führungsbahn.

2 Vereinfachte Darstellung der Abstützung des Greiferwagens in der Seitenansicht

3 Darstellung der Abstützung des Greiferwagens in einer vereinfachten Schnittdarstellung, Blick in Richtung der Anlage der Druckmaschine Wie aus der 1 ersichtlich, weist die dargestellte Bogenauslage einer Bogenoffset-Rotationsdruckmaschine ein unteres Kettenumlenkrad 2 auf, dem der letzte bogenführende Zylinder 1 der Druckmaschine zugeordnet ist. Über eine auf einer Kettenbahn 8 geführten Kette steht das untere Kettenumlenkrad 2 mit einem oberen Kettenumlenkrad 3 in Wirkverbindung. Die Kette führt einen Greiferwagen 4, der mit Greifersystemen 41 zum Erfassen und Transportieren der Bogen 72 versehen ist.

Im waagerechten Teil der Kettenbahn 8, im Bereich unterhalb des oberen Kettenumlenkrads 3, befindet sich der Bogenablagestapel 7, auf dem die durch die Greifersysteme 41 des Greiferwagen 4 geführten Bogen 72 abgelegt werden.

Für die sichere und exakte Ablage der Bogen 72 auf dem Bogenablagestapel 7 werden Vorderkantengreifer 5 eingesetzt. Diese werden durch ein hier nicht näher dargestelltes Vorderkantengreifergetriebe 51 so bewegt, dass sie von den Greifersystemen 41 des Greiferwagens 4 die Bogen 72 übernehmen, verlangsamen, exakt gegen eine Bogenablagestapel-Anschlag 71 führen und auf dem Bogenablagestapel 7 ablegen.

Aus der 2 ist die Bogenübergabe/Bogenübernahme im Moment der Übernahme des Bogens 72 durch die Vorderkantengreifer 5 dargestellt.

In der 2 ist weiterhin die erfindungsgemäße Greiferwagen-Abstützung 6 dargestellt. Diese ist im Gestell der Druckmaschine gelagert und weist eine Nutkurve 61 auf, in der eine mit dem Greiferwagen 4 verbundene Kurvenrolle 42 läuft. Die Nutkurve 61 beschreibt im Bereich der Bogenübergabe zwischen den Greifersystemen 41 des Greiferwagen 4 und den Vorderkantengreifer 5 eine nahezu geradlinige Führungsbahn 616, bevor diese, dem Verlauf der Kettenbahn 8 folgend, in einen halbkreisförmigen Umlenkbereich übergeht.

Die 3 zeigt eine Ansicht der erfindungsgemäßen Einrichtung in Längsrichtung der Druckmaschine, ausgehend von der Auslage in Richtung Anlage. Es ist die beidseitige Führung des Greiferwagens 4 auf den im Gestell der Druckmaschine angeordneten Kettenbahnen 8 sichtbar. Zwischen beiden Gestell-Hälften erstreckt sich eine Traverse 617, auf der mittig die Greiferwagen-Abstützung 6 angeordnet ist. Es ist erkennbar, dass sich die Kurvenrolle 42 des Greiferwagens 4 der Rollenlauffläche 611 der Nutkurve 61 der Greiferwagen-Abstützung 6 abstützt bzw. auf der Rollenlauffläche 611 läuft (siehe auch 2).

Zur Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung:

Der durch die Greifersysteme 41 des Greiferwagens 4 vom bogenführenden Zylinder 1 übernommene Bogen 72 wird in Richtung des Bogenablagestapels 7 gefördert. Oberhalb des Bogenstapels 7 läuft die Kurvenrolle 42 über den Einlaufbereich 612 in die Nutkurve 61 ein und wird auf der Rollenlauffläche 611 der geradlinigen Führungsbahn 616 geführt. In dieser Phase erfolgt die Übergabe des Bogens 72 an die Vorderkantengreifer 5. Nach der Übergabe der Bogen 72 an die Vorderkantengreifer 5 läuft der Greiferwagen 4 in den halbkreisförmigen Umlenkbereich der Kettenbahn 8 ein, wobei auch in diesem Bereich die mittige Abstützung durch die Nutkurve 61 der Greiferwagen-Abstützung 6 gewährleistet wird.

1bogenführender Zylinder 2unteres Kettenumlenkrad 3oberes Kettenumlenkrad 4Greiferwagen 41Greifersysteme 42Kurvenrolle 5Vorderkantengreifer 51Vorderkantengreifergetriebe 6Greiferwagen-Abstützung 61Nutkurve 611Rollenlauffläche 612Einlaufbereich 616geradlinige Führungsbahn 617Traverse 7Bogenablagestapel 71Bogenablagestapel-Anschlag 72Bogen 8Kettenbahn

Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Transport von Bogen in Druckmaschinen von den Druckwerken zum Bogenablagestapel, bestehend aus mindestens einem beidseitig auf Kettenbahnen (8) geführten Greiferwagen (4) mit Greifersysteme (41) zum Erfassen und Führen der Bogen (72), wobei der Greiferwagen (4) über dem Bogenablagestapel (7) eine geradlinige Führungsbahn beschreibt und nach Ablage des Bogens auf dem Bogenstapel innerhalb eines Umlenkbereichs auf einem Krümmungsradius geführt wird und bestehend weiterhin aus Vorderkantengreifer (5) zum Erfassen der Vorderkanten der Bogen (72) und Ablegen der Bogen (72) auf den Bogenablagestapel (7), dadurch gekennzeichnet, dass eine Greiferwagen-Abstützung (6) ausschließlich auf der geradlinigen Führungsbahn über dem Bogenablagestapel (7) und im Umlenkbereich vorgesehen ist.
  2. Vorrichtung zum Transport von Bogen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Greiferwagen-Abstützung (6) der Mitte des Greiferwagens (4) zugeordnet ist.
  3. Vorrichtung zum Transport von Bogen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Greiferwagen-Abstützung (6) eine Nutkurve (61) aufweist, die mit einer dem Greiferwagen (4) zugeordneten Kurvenrolle (42) korrespondiert.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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