PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004019815A1 17.11.2005
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Dünge-Depotgefäßen
Anmelder I.T.A. Dünger AG, 39343 Hakenstedt, DE
Erfinder Schmid, Karl, Dr., 39218 Schönebeck, DE;
Dureck, Thomas, 12247 Berlin, DE;
Utz, Heinz-Peter, 12247 Berlin, DE;
Schulze, Ulrich, 39343 Nordgermersleben, DE
Vertreter Leinung, G., Ing. Pat.-Ing. Dipl.-Jur., Pat.-Anw., 39108 Magdeburg
DE-Anmeldedatum 23.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004019815
Offenlegungstag 17.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.11.2005
IPC-Hauptklasse C05G 5/00
IPC-Nebenklasse C05F 3/00   C05F 17/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Dünge-Depotgefäßen in Form von Pellets, insbesondere herausgebildet aus Mist, Kompost und anderen biologischen Rohstoffen.
So wurde ein Verfahren geschaffen, mit dem Dünge-Depotgefäße herstellbar sind, dies in Ausformung eines organischen Trägermaterials, mit einem Feuchtegehalt von ca. 20 bis 35%, das die Pelletierung ermöglicht, die Zerkleinerung langfaserigen Materials gewährleistet, die Zumischung und Einlagerung von definierten Mengen von Düngezusatzstoffen in das Trägermaterial gestattet und die Ausbildung einer Außenhaut aus organischen Stoffen ermöglicht und so die gewünschten Effekte zur zeitlichen Steuerbarkeit der Nährstoffabgabe an die Pflanzen bringt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Dünge-Depotgefäßen in Form von Pellets, insbesondere herausgebildet aus Mist, Kompost und anderen biologischen Rohstoffen.

Die Herstellung von Pellets, d. h. von Pressagglomeraten für verschiedene Anwendungen in der Landwirtschaft, insbesondere für Futtermittel, ist seit langem bekannt. Die Zusammenballung von pulverförmigen mineralischen Düngemitteln durch Roll- und Pressagglomeration zu Körpern gewünschten Durchmessers ist ebenfalls bekannt. Mittels dieser bekannten Verfahren war es bisher nicht möglich, Mist oder feuchten Kompost zu pelletieren, da die zu hohe Feuchtigkeit >35 % eine Extrusion nicht zulässt und auch langfaserige Bestandteile vor dem eigentlichen Pelletieren zerkleinert werden müssen.

Nachteilig bei den bekannten Verfahren ist, dass die agglomerierten Düngemittel ihre Düngewirkung nur kurzzeitig entfalten, eine zeitliche Steuerung nicht möglich ist.

Unter Beachtung der Nachteile des Standes der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Dünge-Depotgefäßen in Form von Pellets zu entwickeln, insbesondere herstellbar aus Mist, Kompost und anderen biologischen Rohstoffen, mit denen die Nachteile der bekannten Lösungen weitestgehend ausgeschlossen werden.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Besondere Ausführungsformen und vorteilhafte Lösungen sind in den Unteransprüchen angegeben.

So wurde ein Verfahren geschaffen, mit dem Dünge-Depotgefäße herstellbar sind, dies in Ausformung eines organischen Trägermaterials, mit einem Feuchtegehalt von ca. 20 bis 35 %, das die Pelletierung ermöglicht, die Zerkleinerung langfaserigen Materials gewährleistet, die Zumischung und Einlagerung von definierten Mengen von Düngezusatzstoffen in das Trägermaterial gestattet und die Ausbildung einer Außenhaut aus organischen Stoffen ermöglicht und so die gewünschten Effekte zur zeitlichen Steuerbarkeit der Nährstoffabgabe an die Pflanzen bringt.

Daraus resultiert die Folge der Verfahrensstufen:

  • – Mistentsaftung
  • – Zuführung von Dünge-, Gleit- und Härtestoffen
  • – 1. Zerkleinerungs- und Mischstufe
  • – 2. Zerkleinerungs- und Mischstufe
  • – Härtung der Außenhaut der Depotkörper (Pellets)

Die erfindungsgemäße Lösung besteht in der Aggregierung der genannten Verfahrensstufen in einem Apparat mit einer durchgängigen Extrusionsschnecke, wobei die Schneidstufen zugleich als Mischstufen ausgebildet sind und in der letzten Stufe die Härtung der Pelletoberfläche durch direkte Erwärmung der Pelletiermatrizen erfolgt mit nachgeschalteter Wirbelschichttrocknung. So wird die zeitliche Steuerbarkeit des Depoteffektes ermöglicht.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Herstellung von Dünge-Depotgefäßen, dadurch gekennzeichnet, dass

    durch Aggregieren der Verfahrensstufen

    – Mist- bzw. Kompostentsaftung

    – Zudosierung von Dünge-, Gleit- und Härtezusätzen

    – 1. Stufe Strohzerkleinerung und Mischung

    – 2. Stufe Faserzerkleinerung und Mischung

    – Pelletier- und Härtestufe

    in einem Extrusionsapparat erfolgen.
  2. Verfahren nach Anspruch 1 zur Herstellung von Pellets aus Mist oder anderen biologischen Rohstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Stufe nach dem Prinzip der Extrusions-Obstentsaftung erfolgt.
  3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung mit einer durchgängigen Extrusionsschnecke ausgebildet ist, mehrere Schneidstufen, welche zugleich als Mischstufen ausgebildet sind, besitzt und in der letzten Stufe die Härtung der Pelletoberfläche durch direkte Erwärmung der Pelletiermatritzen erfolgt.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Extrusionsschnecke eine nachgeschaltete Wirbelschichttrocknung zugeordnet ist.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche


Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com