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Dokumentenidentifikation DE102004020108A1 17.11.2005
Titel Bewegungsfuge in Schlitzwänden
Anmelder Ed. Züblin AG, 70567 Stuttgart, DE
Erfinder Armbruster, Ralf, 14612 Falkensee, DE;
Dalitz, Roland, 10407 Berlin, DE
DE-Anmeldedatum 24.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004020108
Offenlegungstag 17.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.11.2005
IPC-Hauptklasse E02D 5/18
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Stahlbetonschlitzwandkonstruktion, bei der eine Bewegungsfuge Bewegungen einzelner Schlitzwandbereiche gegeneinander erlaubt, ohne daß die Schlitzwand ihre dichtende Funktion verliert. Die Bewegungsfuge befindet sich innerhalb der Schlitzwandlamelle.

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft die Konstruktion von Stahlbetonschlitzwänden.

Solche Schlitzwände werden meist mittels eines Greifers hergestellt. Am Übergang der einzelnen Schlitzwandlamellen werden zur Erhöhung der Dichtigkeit häufig Fugenkonstruktionen eingesetzt.

Es hat sich gezeigt, daß Fugenkonstruktionen nach dem Stand der Technik eine Bewegung benachbarter Schlitzwandlamellen nur unzureichend zulassen. Daher besteht die Gefahr, daß sich z. B. durch unterschiedliche Steifigkeiten im Übergang zum Eckbereich der Schlitzwand, oder auch infolge von Kriechen und Schwinden bei der Anwendung der Deckelbauweise, sich neue Risse auftun, durch welche ungewollt Wasser eindringen kann.

Aufgabe der Erfindung

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Schlitzwandkonstruktion anzugeben, die auch im Verformungszustand der Schlitzwand die geforderte Dichtigkeit gewährleistet.

Darstellung der Erfindung

Die Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Anspruches 1 angegebenen Merkmale gelöst.

Wesentliches Kennzeichen der Erfindung ist das Vorhandensein von Bewegungsfugen in einer Schlitzwandlamelle.

Es besteht zwar auch die Möglichkeit, eine Bewegungsfuge am Übergang der Schlitzwandlamellen anzubringen, herstellungsbedingt ist jedoch die Integration der Bewegungsfuge in eine Stahlbetonschlitzwandlamelle günstiger.

Hierzu wird in einen einzubringenden Bewehrungkorb ein Fugenband oder ein Fugenblech (gegebenenfalls mit Beschichtung) eingebaut.

Zusätzlich kann durch den Einbau einer Querschnittschwächung (z. B. mittels des Materials Pecafil, Stahlblechen oder Faserbeton) eine Sollrißfuge vorgesehen werden.

Diese Schwächung ermöglicht die Entstehung eines Risses am Ort des eingebauten Fugenbandes oder Fugenbleches welches dann die Dichtfunktion übernimmt.

Bevorzugt ist die Bewegungsfuge in den Bewehrungskorb integriert. Dieser ist bewehrungstechnisch so ausgebildet, daß die Rißbildung an der gewünschten Stelle nicht beeinträchtigt wird.

Die Figuren zeigen eine mögliche Variante der Erfindung, bei der in einem Bewehrungskorb ein von oben nach unten verlaufendes Fugenband in der Schlitzwand eingebaut ist. Damit bei statischer Beanspruchung der Schlitzwand die Risse auch an der Stelle der eingebauten, dichtenden Fugenbänder bzw. Fugenbleche, und nicht daneben auftreten, enthält die Schlitzwand zusätzlich Einlagen zur Schwächung des Betonquerschnitts. Fugenband bzw. Fugenblech und Schwächungseinlage können am Bewehrungskorb befestigt sein und werden zusammen in die Schlitzwand eingebaut.

1 zeigt eine erfindungsgemäße Konstruktion im Anwendungsfall Deckelbauweise

2 zeigt eine erfindungsgemäße Konstruktion im Anwednungsfall Eckberereich

1Stahlbetonschlitzwandlamelle 2Bewehrungskorb 3Fugenband bzw. Fugenblech 4Schwächung des Betonquerschnitts 5Fugenkonstruktion/Fugenabstellkonstruktion am Ende der Schlitzwandlamelle 6Dehnfuge Deckel

Anspruch[de]
  1. Stahlbetonschlitzwand, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens eine mittels eines dichtenden Fugenbandes bzw. Fugenbleches gebildete Bewegungsfuge innerhalb mindestens einer Schlitzwandlamelle enthält.
  2. Stahlbetonschlitzwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungsfuge sich im wesentlichen in vertikaler Richtung erstreckt.
  3. Stahlbetonschlitzwand nach mindestens einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungsfuge teilweise oder komplett innerhalb des wasserführenden Bereiches angeordnet ist.
  4. Stahlbetonschlitzwand nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an der Stelle der Bewegungsfuge geeignete Mittel angeordnet sind, die eine Querschnittsschwächung erzeugen, welche zur Bildung eines Sollrisses führt, der nachfolgend durch das Fugenband bzw. Fugenblech abgedichtet wird.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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