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Dokumentenidentifikation DE102004021072A1 17.11.2005
Titel Schaftkappe zur nachträglichen Integration oder der Verstärkung der Eigenschaften von Monte Carlo Schäften an die diversen Schäften von Flinten und Büchsen
Anmelder Ebel, Marc, 82223 Eichenau, DE
Erfinder Ebel, Marc, 82223 Eichenau, DE
DE-Anmeldedatum 29.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004021072
Offenlegungstag 17.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.11.2005
IPC-Hauptklasse F41C 23/08
Zusammenfassung Monte Carlo Schäfte müssen von vornherein als solche geplant werden, da ihre zahlreichen Vorteile nicht auf nachträglich umgerüstete Schäfte anzuwenden sind. Diese Schäfte hätten dann auch einen permanenten Schaden, und es wäre unmöglich, diese wieder in ihren Originalzustand zu versetzen, ohne dabei grob fahrlässig bei Sicherheit und Ästhetik zu handeln. Genauso wäre es unmöglich, einen echten Monte Carlo Schaft in einen normalen Schaft abzuändern. Das neue Schaftkappensystem soll eine größtmögliche Flexibilität gewährleisten.
Durch Schaftkappen für die diversen Schaftformen (z. B. Normalschaft, englischer Schaft, Monte Carlo Schaft, ...) wie sie beim heutigen Flinten- und Büchsenschießen im sportlichen und jagdlichen Bereich Verwendung finden, die dadurch gekennzeichnet sind, dass die obere Kante, der am Körper anliegenden Schaftanschlagsfläche auf die bei Monte Carlo Schäften übliche Weise (1) nach unten versetzt ist, ohne dass die Kappe den Schaftkörper als solchen verändert, können diese Probleme gelöst werden.
Somit wird es möglich, auf sichere und optisch ansprechende Weise jeden handelsüblichen Schaft mit den Vorzügen eines Monte Carlo Schaftes auszustatten (wie z. B. erhöhte Kopfposition, mit der damit verbundenen entspannteren Haltung des Halses, ohne dabei mit der Anschlagfläche über und damit auf das Schlüsselbein anzuschlagen, was bei der Treffpunktlage einen Tiefschuß zur Folge hätte oder einfach nur schmerzhaft sein kann). In umgekehrter Weise wird es ...

Beschreibung[de]

Es ist bekannt, dass in vielen Bereichen des sportlichen und jagdlichen Schießens Monte Carlo Schäfte verwendet werden. Diese Schäfte zeichnen sich durch eine gesenkte Kante oberhalb der Schaftanschlagsfläche aus. Dies ermöglicht es dem Schützen den Schaft höher einzusetzen, ohne dabei mit der oberen Kante der Schaftauflagefläche über und damit auf das Schlüsselbein des Schützen zu kommen, da dies bei der Treffpunktlage einen Tiefschuß zur Folge hätte. Dieser wird hervorgerufen durch die an der Kontaktstelle zwischen Schaft und Körper entstehende einseitige Druckverlagerung auf das Schlüsselbein und der damit verbundenen Senkung der Mündung, was zudem auch die exakte Bewegung der Läufe erschwert. Bei der Schussabgabe erhöht sich zusätzlich dieser Druck, was dann auch oft zu schmerzhaften Begleiterscheinungen führen kann. Dies wird bei Monte Carlo Schäften, die von vornherein als solche geplant sind, durch das Herausschneiden der Holzecke (Kunststoffecke bei Kunststoffschäften) oberhalb der Schaftkappe und einer Verlängerung der unteren Kante erreicht (allerdings über die gesamte Länge des Schaftes), so dass die Schaftauflagefläche nicht verkürzt wird.

Es ist bisher nicht möglich an einem normalen Schaft die vorteilhafte Wirkung von Monte Carlo Schäften zu integrieren und gleichzeitig den hohen Ansprüchen des modernen Schießens gerecht zu werden. Ebenfalls ist es unmöglich die originale Schaftform zu erhalten, um jederzeit zur ursprünglichen Schaftvariante zurückzukehren. Die gleiche Problematik verhindert es, bei einem bestehenden Monte Carlo Schaft die Monte Carlo Eigenschaft zu erhöhen. Umgekehrt ist es allerdings auch nicht möglich einen Monte Carlo Schaft in einen handelsüblichen Normalschaft abzuändern, da das Stück Holz (Kunststoff bei Kunststoffschäften) aus der oberen Ecke des Schaftendes fehlen würde.

Diese Probleme werden durch die im Patentanspruch aufgeführten Merkmale einer Schaftkappe, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die obere Kante der am Körper aufliegenden Anschlagsfläche auf die bei Monte Carlo Schäfte übliche Weise nach unten versetzt ist, ohne jedoch den Schaftkörper als solchen zu verändern, erreicht.

Die mit der Erfindung erreichten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass es möglich ist, die vorteilhaften Eigenschaften eines Monte Carlo Schaftes mit jedem handelsüblichen Schaft zu vereinen, ohne die eigentliche Schaftform dauerhaft zu schädigen. Genauso ist es nun möglich eine zu schwach ausgeprägte Monte Carlo Eigenschaft eines echten Monte Carlo Schaftes zu verbessern. Sollte jedoch ein Monte Carlo Schaft von vornherein seine Monte Carlo Eigenschaft durch eine Schaftkappe, wie im Patentanspruch erwähnt, erhalten, könnte man ihn jederzeit in einen normalen Schaft wandeln. Bei dieser Variante wäre die Schaftanschlagsfläche der Monte Carlo Kappe von üblicher Größe, während die nachträglich zu installierende Normalkappe etwas größer als handelsüblich sein müsste, da das bei der Monte Carlo Kappe fehlende Eckstück ebenfalls bedeckt werden müsste. Umgekehrt verhält es sich bei der vorher erwähnten Umrüstung eines Schaftes auf das Monte Carlo Schaftsystem. Hier wird die Anschlagfläche bei Umbau durch die im Patentanspruch erwähnte Schaftkappe verkleinert, um die Monte Carlo Eigenschaften zu erhalten.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben:

1: Ein Monte Carlo Schaft aus Holz oder Kunststoff (1), an den nachträglich eine wie im Patentanspruch beschriebene Schaftkappe (2 + 3) angebracht wurde. Der mit der Ziffer 2 markierte Bereich zeigt die üblicherweise verwendete Kunststoffschiene mittels derer das vorzugsweise aus Gummi bestehende Endstück (3) angebracht wird. Zusammen ergeben die in Klammern gesetzten Bereiche 2 und 3 die eigentliche Schaftkappe. Somit wurde die für Monte Carlo Schäfte übliche Eigenschaft (4) des Schaftes (Erhöhung der Senkung ohne die Treffpunklage zu verändern) nochmals gesteigert (5).

2: Ein standartisierter Holz- oder Kunstoffschaft (1), an den nachträglich eine wie im Patentanspruch beschriebene Schaftkappe (2 + 3) angebracht wurde. Der mit der Ziffer 2 markierte Bereich zeigt die üblicherweise verwendete Kunststoffschiene mittels derer das vorzugsweise aus Gummi bestehende Endstück (3) angebracht wird. Zusammen ergeben die in Klammern gesetzten Bereiche 2 und 3 die eigentliche Schaftkappe. Somit entsteht ein Monte Carlo Schaft, der allerdings eine etwas verkleinerte Anschlagsfläche (4) hat.

Das gleiche Bild könnte allerdings auch einen echten Monte Carlo Schaft darstellen, bei dem die für Monte Carlo Schäfte übliche Eigenschaft (5) des Schaftes (Erhöhung der Senkung ohne die Treffpunklage zu verändern) durch eine wie im Patentanspruch beschriebene Schaftkappe geschaffen wurde. Hier wäre dann der Wechsel zu einem Standardschaft möglich, indem man einfach eine große, normale Schaftkappe anbringt, nach dem man die andere entfernt hat.


Anspruch[de]
  1. Schaftkappe für die diversen Schaftformen (z. B. Normalschaft, englischer Schaft, Monte Carlo Schaft,...) wie sie beim heutigen Flinten- und Büchsenschießen im sportlichen und jagdlichen Bereich verwendet werden, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Kante, der am Körper anliegenden Schaftanschlagsfläche auf die bei Monte Carlo Schäften übliche Weise nach unten versetzt ist, ohne dass die Kappe den Schaftkörper als solchen verändert.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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