| Dokumentenidentifikation |
DE102005018818A1 17.11.2005 |
| Titel |
Kessel- oder Ofentür mit einer innen umlaufenden Türdichtung |
| Anmelder |
Lignotherm Heizsysteme GmbH, Trebesing, AT |
| Erfinder |
Buchegger, Andreas, Ing., Zöbern, AT |
| Vertreter |
Gustorf, G., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 84036 Landshut |
| DE-Anmeldedatum |
22.04.2005 |
| DE-Aktenzeichen |
102005018818 |
| Offenlegungstag |
17.11.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
17.11.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
F23M 7/00
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| IPC-Nebenklasse |
F23G 7/10
F24B 1/192
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| Zusammenfassung |
Kessel- oder Ofentür mit einer innen umlaufenden Türdichtung zum Anschlag am Türhals, dadurch gekennzeichnet, dass die Tür (2, 3) eine Außenschale (6) und darin angeordnete Innenschale (8) aufweist, die über zumindest ein Federelement (9) federnd in der Außenschale (6) befestigt ist, und wobei die Innenschale (8) die umlaufende Türdichtung (12) aufweist.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine Kessel- oder Ofentür mit einer innen umlaufenden
Türdichtung zum Anschlag am Türhals.
Die Erfindung ist für Brandkessel aller Art verwendbar. Insbesondere
betrifft die Erfindung die Ausbildung der Türen für Stückholzkessel. Bei derartigen
Kesseln wird das Brennmaterial zB Brennholz durch eine oben liegende Fülltür in
den Füllschacht des Ofens auf den Rost gelegt. Unterhalb oder seitlich des Rostes
befindet sich der Feuerraum und zur Entaschung dient eine Aschentür.
Bei derartigen Stückholzkesseln muß der Ofen luftdicht sein, was mit
sich bringt, dass auch alle Türen gut abgedichtet sein müssen, wenn sie geschlossen
sind. Jede Falschluft würde die notwendigen Messungen und Steuerungen des Ofenbetriebes
verfälschen und den Ofen beschädigen. Die zur Verbrennung nötige Verbrennungsluft
darf nur in kontrollierter und gesteuerter Weise zugeführt werden.
Zur dichten Ausbildung der Türen ist es an sich bekannt, gefederte
Türen vorzusehen, wobei die Tür mit der Dichtung federnd gegen den Türhals des Türlochs
gedrückt wird. Bei derartigen Ofentüren ist jedoch zu bedenken, dass die Verbrennungstemperaturen
über 1.000°C betragen können, sodaß nur hochfeuerfeste Dichtmaterialien zur
Anwendung kommen können. Dabei tritt das Problem auf, dass es beim Schliessen der
Tür zu einem Scheren der Dichtung am Türhals kommt, wodurch ein sehr hoher Verschleiß
der empfindlichen Dichtungen auftritt. Schon ein mehrmaliges Schliessen der bekannten
Türen kann deutliche Verschleißerscheinungen mit sich bringen. Dieser Nachteil tritt
zB bei geflochtenen Glasfaserdichtungen auf.
Um dieses Problem geringer zu halten, ist es bereits vorgeschlagen
worden, für den Türöffnungsmechanismus einen großen Schwenkradius vorzusehen. Dies
führt jedoch bei frontbeschickten Öfen zu nachteilhaft großen Auslegern an der Tür.
Eine weitere Möglichkeit für die Lösung des aufgezeigten Problems
lag bisher darin, die Tür mechanisch nachstellbar auszubilden und nicht federnd
vorzusehen. Dies bedingt allerdings ein ständiges Nachjustieren der Tür, um die
notwendige Dichtigkeit zu gewährleisten und den Zutritt von Falschluft sicher zu
vermeiden.
Weiters stellt es bei derartigen Ofentüren ein Problem dar, dass die
Temperatur an der außenliegenden Oberfläche der Tür möglichst niedrig gehalten werden
muß. Somit darf nur ein geringfügiger Wärmeübergang durch die Tür zugelassen werden.
Die erfindungsgemäße Ofentür ist dadurch gekennzeichnet, dass die
Tür eine Außenschale und eine darin angeordnete Innenschale aufweist, die über zumindest
ein Federelement federnd in der Außenschale befestigt ist, und wobei die Innenschale
die innen umlaufende Türdichtung zum Anschlag am Türhals aufweist. Die Innenschale
ist bevorzugt schräg zur Außenschale federnd vorgespannt, sodaß die Innenschalenaussenkante
gegenüber der Außenschale vorsteht. Zur Befestigung der Innenschale dient bevorzugt
zumindest ein etwa mittig angeordnetes Hauptfederelement und im Bereich der Türaußenkante
ist ein Zusatzfederelement vorgesehen. Bevorzugt weist das Hauptfederelement eine
stärkere Federkraft auf als das Zusatzfederelement.
In vorteilhafter Weise besteht das Hauptfederelement aus einem oder
mehreren Tellerfederpaketen, oder Spiralfederelementen aus höherwertigen Materialien
für erhöhte Temperaturbelastung.
Die Innenschale weist gemäß weiteren Merkmalen der Erfindung einen
zum Ofenraum weisenden Wärmedämmkörper auf, wobei die Befestigung des Wärmedämmkörpers
an der Innenschale durch ein oder mehrere punktuelle Befestigungselemente erfolgt.
Der Wärmedämmkörper kann zum Ofeninnenraum hin durch ein inneres Schutzblech abgedeckt
sein. Weiters kann die Außenschale durch Lüftungsöffnungen hinterlüftet sein.
Im folgenden wird die Erfindung beispielsweise und anhand der Figuren
näher beschrieben.
1 zeigt schematisch die Frontansicht eines
Ofens, 2 einen Schnitt durch den Bereich der Ofentür
nach Linie II-II in 1 und 3
die Ansicht der Ofentür vom Ofenraum aus gesehen. 4
zeigt schematisch einen Schnitt analog der 2 in einer
anderen Funktionsstellung und 5 ein Detail.
1 zeigt die Vorderansicht eines Stückholzkessels
mit dem Ofenmantel 1, der Fülltür 2 und der Aschentür
3. Beide Türen sind rechts angeschlagen und um die strichliert angedeutete
Drehachse 4 verschwenkbar. Die Aufhängung ist so konstruiert, dass die
Türen jederzeit umgeschlagen werden können.
2 zeigt im Horizontalschnitt den Türaufbau
im geschlossenen Zustand. Die Türöffnung wird durch den nach außen etwas vorstehenden
Türhals 5 gebildet. Die Tür besteht aus der Außenschale 6, die
im rechten Eckbereich die Drehachse 4 trägt, um die die Tür nach außen
schwenkbar ist. Die Außenschale weist einen umlaufenden Rand
7 auf. Im Inneren der Außenschale 6 ist die Innenschale
8 angeordnet, wobei die federnde Verbindung zwischen Außenschale und Innenschale
über Hauptfederelemente 9 erfolgt. Zusätzlich ist im Bereich der Türaußenkante
10 ein Zusatzfederelement 11 vorgesehen, wie dies in
4 schematisch dargestellt ist.
In 4 ist weiters zu sehen, wie dieses
Zusatzfederelement 11 die Innenschale 8 in Offenstellung der Tür
schräg zur Außenschale 6 hält, sodaß die Innenschalenaußenkante
17 etwas weiter vorsteht.
Durch diese Schrägstellung wird gewährleistet, dass die Innenschale
mit der umlaufenden Türdichtung 12 etwa parallel zum Türhals
5 auf diesen aufgesetzt wird, wenn die Tür geschlossen wird. Dadurch wird
verhindert, dass es zu einer seitlichen Verschiebung der Dichtung und der entsprechenden
Abnutzung kommt.
5 zeigt einen Kantenbereich der Innenschale
8. Die Türdichtung 12 sitzt dicht auf dem Türhals 5 auf.
Zur Wärmedämmung nach innen ist ein Wärmedämmkörper 13 vorgesehen, der
aus einem entsprechenden hochfesten Wärmedämmmaterial wie zB Vermikulit besteht.
Nach innen wird der Wärmedämmkörper 13 durch ein inneres Schutzblech
14 gehalten, welches an seinen Kanten nicht bis zur Innenschale
8 reicht, sondern auf einem Absatz 15 des Wärmedämmkörpers aufsitzt.
Die Halteschraube 16 verbindet das Schutzblech 14 mit der Inneschale
8, wodurch nur ein geringer Wärmeübergang nach außen erfolgt.
Die 3 zeigt die Innenansicht der in
2 dargestellten Tür. Beispielsweise sind vier Befestigungselemente
in Form der Halteschrauben 16 vorgesehen, um das innere Schutzblech
14 zu befestigen. Etwa im Bereich der mittleren Symmetrieebene der Tür
liegen zwei Hauptfederelemente 9, die die Innenschale 8 mit der
Außenschale 6 verbinden. Weiters ist die Position des Zusatzfederelementes
11 eingezeichnet, welches in der Nähe der Innenschalenaußenkante
17 angeordnet ist.
Die 2 zeigt im umlaufenden Rand
7 der Außenschale 6 Lüftungsöffnungen 18. Diese Lüftungsöffnungen
erlauben eine Hinterlüftung der Außenschale 6, wobei die von der Innenschale
8 erwärmte Luft nach oben aus der Außenschale abgeleitet wird und von unten
frische, kühle Luft zugeleitet wird. Durch diese Maßnahme und durch die geringen
Wärmeübertragungspunkte zwischen dem Ofenraum und der Innenschale 8 wird
gewährleistet, dass die Außenschale 6 im geforderten Maß kühl bleibt.
Das in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsbeispiel ist lediglich
beispielhaft anzusehen. Die Zusatzfeder 11 kann in ihrer Wirkung zB auch
dadurch vorgesehen werden, dass das Hauptfederelement eine Vorspannung vorsieht,
die die Innenschale etwas schräg zur Außenschale stellt.
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| Anspruch[de] |
- Kessel- oder Ofentür mit einer innen umlaufenden Türdichtung zum Anschlag
am Türhals, dadurch gekennzeichnet, dass die Tür (2,3)
eine Außenschale (6) und darin angeordnete Innenschale (8) aufweist,
die über zumindest ein Federelement (9) federnd in der Außenschale (6)
befestigt ist und wobei die Innenschale (8) die umlaufende Türdichtung
(12) aufweist.
- Tür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenschale (8)
schräg zur Außenschale (6) federnd vorgespannt ist, sodaß die Innenschalenaußenkante
(17) gegenüber der Außenschale (6) vorsteht.
- Tür nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Befestigung
der Innenschale (8) zumindest ein etwa mittig angeordnetes Hauptfederelement
(9) und im Bereich der Türaußenkante (10) ein Zusatzfederelement
(11) vorgesehen ist.
- Tür nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Hauptfederelement
(9) eine stärkere Federkraft aufweist als das Zusatzfederelement (11).
- Tür nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Hauptfederelement
(9) ein oder mehrere Tellerfederpakete oder Spiralfederelemente umfaßt.
- Tür nach einem der Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die Innenschale (8) einen zum Ofenraum weisenden Wärmedämmkörper (13)
aufweist und die Befestigung des Wärmedämmkörpers an der Innenschale (8)
durch ein oder mehrere punktuelle Befestigungselemente wie Halteschraube (16)
erfolgt.
- Tür nach Anspruch Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmedämmkörper
(13) zum Ofenraum hin durch ein inneres Schutzblech (14) abgedeckt
ist.
- Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
die Außenschale (6) mittels Lüftungsöffnungen (18) hinterlüftet
ist.
- Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass
der Türanschlag wechselbar ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen
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