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Dokumentenidentifikation DE202005010905U1 17.11.2005
Titel PIN-Chiffriervorrichtung
Anmelder Wich, Robert, Dipl.-Ing., 61440 Oberursel, DE
DE-Aktenzeichen 202005010905
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 17.11.2005
Registration date 13.10.2005
Application date from patent application 12.07.2005
IPC-Hauptklasse G09C 1/04

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verschlüsselung von PIN – Zahlen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

In heutiger Zeit nimmt das Problem der Geheimzahlen, der sog. PIN's, immer mehr zu. Oft hat heute der Einzelne drei und mehr PIN's zu verwalten, und das mit steigender Tendenz.

Die Banken und Kreditkarteninstitute warnen immer eindringlicher diese PIN's sicher aufzubewahren und dem Zugriff unbefugter Personen zu entziehen. Das ist am sichersten, wenn man die PIN's auswendig lernt und bei Bedarf in der richtigen Reihenfolge abruft.

Aber gerade das ist, vornehmlich bei älteren Menschen ein Problem, und nicht nur bei diesen.

Die vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Vorrichtung zur Verschlüsselung dieser PIN's anzubieten, die es ermöglicht, auf einfachste Art und Weise eine Vielzahl von PIN's zu verschlüsseln und jederzeit wieder entschlüsselt abzurufen, ohne daß unbefugte Personen Zugriff zu denselben haben.

Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe wird durch eine besonders einfache Konstruktion einer Chiffriervorrichtung erreicht.

Diese Vorrichtung besteht im wesentlichen aus mehreren runden Chiffrierscheiben, wobei die Anzahl dieser Scheiben von der Ziffernanzahl der zu speichernden PIN's bestimmt wird, in der Regel heute 4. Diese Scheiben sind in ihren Durchmessern versetzt und gegeneinander verdrehbar gelagert und sie tragen jeweils nur eine Ziffer der zu verschlüsselnden PIN's.

Die Verschlüsselung geht nun folgendermaßen vor sich:

Es werden jeweils in einer Zahlenreihe vom Benutzer die zu verschlüsselnden PIN's eingetragen, so daß die Ziffernfolge einer PIN auf alle Chiffrier-Scheiben verteilt ist. Dabei sind folgende Sicherheitsvorkehrungen zu beachten:

Wenn nicht alle auf der Verschlüsselungsvorrichtung angebotenen Platzhalter für die Zahlenreihen der PIN's belegt werden, müssen die freibleibenden Platzhalter mit Fantasieziffern belegt werden. Die Eintragung der PIN's in die Platzhalter auf den Chiffrier-Scheiben muß mit ein und demselben Schreibgerät und in nur einer Richtung und zum gleichen Zeitpunkt erfolgen, damit aus Unregelmäßigkeiten in der Ausführung keine Rückschlüsse auf eine Zugehörigkeit zu bestimmten Ziffernfolgen gezogen werden können.

Der Benutzer muß sich nun nur eine einzige ihm wohlbekannte Ziffernfolge merken, zum Beispiel seinen eigenen Geburtstag o. ä., die er in eine freie Zahlenreihe eingetragen hat.

Durch Verdrehen der Chiffrier-Scheiben gegeneinander wird nun die Verschlüsselung vorgenommen. Dabei genügt es, lediglich eine Chiffrier-Scheibe um ein Feld zu verdrehen. Weitaus sicherer ist jedoch die Verdrehung mehrerer Scheiben um mehrere Felder.

Ein besonderer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist die überraschende Einfachheit der Konstruktion.

Ein weiterer Vorteil ist gegeben, daß man durch hinzufügen von weiteren Chiffrier-Scheiben die Vorrichtung leicht auf mehrstellige PIN's erweitern kann.

Eine Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß die Chiffrier-Scheiben mit hier nicht dargestellten Rastmitteln versehen sind, um ein ungewolltes Verstellen der Chiffrier-Scheiben gegeneinander zu verhindern Weitere vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Desgleichen hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, die Platzhalter geringfügig vertieft in die Oberfläche der einzelnen Chiffrierscheiben einzulassen, damit die eingetragenen Ziffern auf den Platzhaltern sich beim Verdrehen der Chiffrierscheiben nicht verwischen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.

Gleiche Bauteile mit gleicher Funktion sind in den Zeichnungen mit gleichen Bezugszeichen versehen.

Es zeigen:

1 schematisch die Verschlüsselungsvorrichtung in der Draufsicht, dargestellt mit leeren Platzhaltern.

2 die gleiche Ansicht mit eingetragenen exemplarischen PIN's

3 noch einmal die gleiche Ansicht mit verstellten Chiffrier-Scheiben und damit die gleichen PIN's verschlüsselt.

4 einen Querschnitt durch die Chiffriervorrichtung

5 schematisch eine der mindestens drei Chiffrier-Scheiben (2)

Der PIN – Chiffrierer (1) weist eine Grundplatte (1) auf, welche mit einem mittig auf ihr angeordneten Lagerzapfen (5) versehen ist, der zur Aufnahme und zur Fixierung der Chiffrier- Scheiben (2, 3, 4) dient.

Die Chiffrier-Scheiben (2, 3, 4) besitzen abgestufte Durchmesser und die Grundplatte (1) hat vorzugsweise sechs, gegebenenfalls auch mehr, gleichmäßig über den Umfang verteilte Platzhalter (6), das sind markierte Felder (9), welche für die Eintragung der zu speichernden PIN's (8) vorgesehen sind, wobei in der vorliegenden dargestellten, bevorzugten Ausführung von den z.Z. am meisten verbreiteten vierstelligen PIN's ausgegangen wird. Die erfindungsgemäße Chiffriervorrichtung kann aber bei Bedarf auch leicht auf fünf- oder noch mehrstellige PIN's erweitert werden durch hinzufügen weiterer, hier nicht dargestellter Chiffrier-Scheiben.

In 2 ist die Chiffriervorrichtung mit eingetragenen PIN's (8) dargestellt. Die markierten Felder (9) sind hier zu sogenannten Platzhaltern (6) für eine vierstellige PIN (8) zusammengefaßt.

3 zeigt die verschlüsselten PIN's (8), in diesem Fall durch Verdrehen der Chiffrier-Scheibe (2) um ein Feld entgegen dem Uhrzeigersinn, auf der gleichen Chiffriervorrichtung.

4 zeigt die Chiffriervorrichtung in vergrößerter Darstellung im Querschnitt mit den vertieften Platzhaltern (9, 11) und beispielhaft die Art und Weise, wie die Chiffrier-Scheiben (2, 3, 4) drehbar um den Lagerzapfen (5) auf der Grundplatte (1) gelagert sind, ergänzt durch einen Verschlußstopfen (12).

In 5 wird auf der Chiffrierscheibe (2) dargestellt, wie die markierten Felder (9) zur Aufnahme der einzelnen PIN-Ziffern ausgebildet sind.

Zum leichteren Verdrehen der Chiffrier-Scheiben gegeneinander sind auf der Grundplatte (1) und auf den Chiffrier-Scheiben (2, 3, 4) Betätigungsnocken (7) vorgesehen.

Selbstverständlich erweisen sich die Vorteile der erfindungsgemäßen Chiffriervorrichtung nicht nur in der skizzierten Situation, sondern auch bei den eingangs erwähnten Erweiterungen auf mehrstellige PIN's oder auch auf mehr Platzhalter (6) auf der Chiffriervorrichtung.

Genauso variabel gestaltet werden kann die Grundplatte (1), z.B. kann sie wie in dem dargestellten Beispiel die Form eines Schlüsselanhängers oder eine andere beliebige Form annehmen, ohne daß sich ihre erfindungsgemäße Funktion verändert.


Anspruch[de]
  1. PIN - Chiffriervorrichtung mit einer Grundplatte (1), einem auf dieser angeordnetem Lagerzapfen (5) der zur Aufnahme der Chiffrierscheiben (2, 3, 4) dient, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens drei Chiffrierscheiben (2, 3, 4) drehbar um ein gemeinsames Zentrum angeordnet sind.
  2. PIN - Chiffriervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchmesser der Chiffrierscheiben (2, 3, 4) treppenförmig abgestuft sind, so daß der jeweils vorspringende Rand genügend Platz für die markierten Felder (9) zur Eintragung der PIN-Ziffern (10) hat.
  3. PIN - Chiffriervorrichtung nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, daß auf den Chiffrierscheiben (2, 3, 4) mindestens je drei Platzhalter (6, 9) zum Eintragen der PIN - Ziffern (10) vorgesehen sind.
  4. PIN - Chiffriervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Platzhalter (6, 9) vertieft in die Chiffrierscheiben eingelassen sind.
  5. PIN - Chiffriervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Chiffrierscheiben (2, 3, 4) Betätigungsnocken (7) vorgesehen sind.
  6. PIN - Chiffriervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte (1) in der Form eines Schlüsselanhängers ausgebildet ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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