Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verschlüsselung von PIN
– Zahlen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
In heutiger Zeit nimmt das Problem der Geheimzahlen, der sog. PIN's,
immer mehr zu. Oft hat heute der Einzelne drei und mehr PIN's zu verwalten, und
das mit steigender Tendenz.
Die Banken und Kreditkarteninstitute warnen immer eindringlicher diese
PIN's sicher aufzubewahren und dem Zugriff unbefugter Personen zu entziehen. Das
ist am sichersten, wenn man die PIN's auswendig lernt und bei Bedarf in der richtigen
Reihenfolge abruft.
Aber gerade das ist, vornehmlich bei älteren Menschen ein Problem,
und nicht nur bei diesen.
Die vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Vorrichtung
zur Verschlüsselung dieser PIN's anzubieten, die es ermöglicht, auf einfachste Art
und Weise eine Vielzahl von PIN's zu verschlüsseln und jederzeit wieder entschlüsselt
abzurufen, ohne daß unbefugte Personen Zugriff zu denselben haben.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe wird durch eine besonders
einfache Konstruktion einer Chiffriervorrichtung erreicht.
Diese Vorrichtung besteht im wesentlichen aus mehreren runden Chiffrierscheiben,
wobei die Anzahl dieser Scheiben von der Ziffernanzahl der zu speichernden PIN's
bestimmt wird, in der Regel heute 4. Diese Scheiben sind in ihren Durchmessern versetzt
und gegeneinander verdrehbar gelagert und sie tragen jeweils nur eine Ziffer der
zu verschlüsselnden PIN's.
Die Verschlüsselung geht nun folgendermaßen vor sich:
Es werden jeweils in einer Zahlenreihe vom Benutzer die zu verschlüsselnden
PIN's eingetragen, so daß die Ziffernfolge einer PIN auf alle Chiffrier-Scheiben
verteilt ist. Dabei sind folgende Sicherheitsvorkehrungen zu beachten:
Wenn nicht alle auf der Verschlüsselungsvorrichtung angebotenen Platzhalter
für die Zahlenreihen der PIN's belegt werden, müssen die freibleibenden Platzhalter
mit Fantasieziffern belegt werden. Die Eintragung der PIN's in die Platzhalter auf
den Chiffrier-Scheiben muß mit ein und demselben Schreibgerät und in nur einer Richtung
und zum gleichen Zeitpunkt erfolgen, damit aus Unregelmäßigkeiten in der Ausführung
keine Rückschlüsse auf eine Zugehörigkeit zu bestimmten Ziffernfolgen gezogen werden
können.
Der Benutzer muß sich nun nur eine einzige ihm wohlbekannte Ziffernfolge
merken, zum Beispiel seinen eigenen Geburtstag o. ä., die er in eine freie Zahlenreihe
eingetragen hat.
Durch Verdrehen der Chiffrier-Scheiben gegeneinander wird nun die
Verschlüsselung vorgenommen. Dabei genügt es, lediglich eine Chiffrier-Scheibe um
ein Feld zu verdrehen. Weitaus sicherer ist jedoch die Verdrehung mehrerer Scheiben
um mehrere Felder.
Ein besonderer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist die überraschende
Einfachheit der Konstruktion.
Ein weiterer Vorteil ist gegeben, daß man durch hinzufügen von weiteren
Chiffrier-Scheiben die Vorrichtung leicht auf mehrstellige PIN's erweitern kann.
Eine Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß die Chiffrier-Scheiben
mit hier nicht dargestellten Rastmitteln versehen sind, um ein ungewolltes Verstellen
der Chiffrier-Scheiben gegeneinander zu verhindern Weitere vorteilhafte Ausbildungen
der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Desgleichen hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, die Platzhalter
geringfügig vertieft in die Oberfläche der einzelnen Chiffrierscheiben einzulassen,
damit die eingetragenen Ziffern auf den Platzhaltern sich beim Verdrehen der Chiffrierscheiben
nicht verwischen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
Gleiche Bauteile mit gleicher Funktion sind in den Zeichnungen mit
gleichen Bezugszeichen versehen.
Es zeigen:
1 schematisch die Verschlüsselungsvorrichtung
in der Draufsicht, dargestellt mit leeren Platzhaltern.
2 die gleiche Ansicht mit eingetragenen
exemplarischen PIN's
3 noch einmal die gleiche Ansicht mit
verstellten Chiffrier-Scheiben und damit die gleichen PIN's verschlüsselt.
4 einen Querschnitt durch die Chiffriervorrichtung
5 schematisch eine der mindestens drei
Chiffrier-Scheiben (2)
Der PIN – Chiffrierer (1) weist
eine Grundplatte (1) auf, welche mit einem mittig auf ihr angeordneten
Lagerzapfen (5) versehen ist, der zur Aufnahme und zur Fixierung der Chiffrier-
Scheiben (2, 3, 4) dient.
Die Chiffrier-Scheiben (2, 3, 4) besitzen
abgestufte Durchmesser und die Grundplatte (1) hat vorzugsweise sechs,
gegebenenfalls auch mehr, gleichmäßig über den Umfang verteilte Platzhalter (6),
das sind markierte Felder (9), welche für die Eintragung der zu speichernden
PIN's (8) vorgesehen sind, wobei in der vorliegenden dargestellten, bevorzugten
Ausführung von den z.Z. am meisten verbreiteten vierstelligen PIN's ausgegangen
wird. Die erfindungsgemäße Chiffriervorrichtung kann aber bei Bedarf auch leicht
auf fünf- oder noch mehrstellige PIN's erweitert werden durch hinzufügen weiterer,
hier nicht dargestellter Chiffrier-Scheiben.
In 2 ist die Chiffriervorrichtung mit
eingetragenen PIN's (8) dargestellt. Die markierten Felder (9)
sind hier zu sogenannten Platzhaltern (6) für eine vierstellige PIN (8)
zusammengefaßt.
3 zeigt die verschlüsselten PIN's (8),
in diesem Fall durch Verdrehen der Chiffrier-Scheibe (2) um ein Feld entgegen
dem Uhrzeigersinn, auf der gleichen Chiffriervorrichtung.
4 zeigt die Chiffriervorrichtung in vergrößerter
Darstellung im Querschnitt mit den vertieften Platzhaltern (9,
11) und beispielhaft die Art und Weise, wie die Chiffrier-Scheiben (2,
3, 4) drehbar um den Lagerzapfen (5) auf der Grundplatte
(1) gelagert sind, ergänzt durch einen Verschlußstopfen (12).
In 5 wird auf der Chiffrierscheibe (2)
dargestellt, wie die markierten Felder (9) zur Aufnahme der einzelnen PIN-Ziffern
ausgebildet sind.
Zum leichteren Verdrehen der Chiffrier-Scheiben gegeneinander sind
auf der Grundplatte (1) und auf den Chiffrier-Scheiben (2,
3, 4) Betätigungsnocken (7) vorgesehen.
Selbstverständlich erweisen sich die Vorteile der erfindungsgemäßen
Chiffriervorrichtung nicht nur in der skizzierten Situation, sondern auch bei den
eingangs erwähnten Erweiterungen auf mehrstellige PIN's oder auch auf mehr Platzhalter
(6) auf der Chiffriervorrichtung.
Genauso variabel gestaltet werden kann die Grundplatte (1),
z.B. kann sie wie in dem dargestellten Beispiel die Form eines Schlüsselanhängers
oder eine andere beliebige Form annehmen, ohne daß sich ihre erfindungsgemäße Funktion
verändert.