Die vorliegende Erfindung betrifft einen Niederspannungs-Lastschalter
mit verbesserten Funktionen und Eigenschaften; ausdrücklicher gesagt wird der Ausdruck
"Niederspannungs-Lastschalter" verwendet, um sich auf einen Lastschalter für Anwendungen
mit Betriebsspannungen unter 1000 Volt zu beziehen.
Im Allgemeinen werden in industriellen elektrischen Niederspannungssystemen,
bei denen hohe Ströme und daher hohe Leistungsniveau auftreten, spezifische Geräte,
die im Stand der Technik üblicherweise als automatische Lastschalter gekannt, normalerweise
verwendet.
Die Lastschalter, die typischerweise mit Wechselströmen arbeiten,
deren Nennbetriebslasten gemäß den Anwendungen in einem großen Bereich, typischerweise
von ein paar Hundert zu mehreren Tausend Ampere, schwanken können, werden entworfen,
um bestimmte Leistungen zu gewährleisten, die erforderlich sind, um den richtigen
Betrieb des elektrischen Stromversorgungs-Schaltkreises, den sie schützen, und der
mit ihm verbundenen Lasten zu sichern.
Im Besonderen schützen sie die Lasten vor abnormen Ereignissen, die
z.B. durch Kurzschlüsse oder Überlasten verursachte Funktionsstörungen verursacht
werden, durch automatische Öffnung des Stromversorgungs-Schaltkreises; sie erlauben
die korrekte Einfügung/Ausschluss von Lasten in/von dem elektrischen Stromversorgungs-Schaltkreis;
sie stellen sicher, dass der Nennstrom für die verschiedenen angeschlossenen Verbraucher
tatsächlich dem erforderlichen Strom entspricht, und erlauben, durch manuellen Eingriff
über einen Bedienhebel des Lastschalters und durch entsprechende Trennung der beweglichen
Anschlüsse von den festen Anschlüssen, die komplette Isolierung einer Last von einer
Stromversorgungsquelle und die folgende Trennung des von ihnen geschützten Schaltkreises.
Diese Lastschalter werden konzipiert, um diese Leistung ebenso wie andere Eigenschaften
für eine angestrebte Nutzungsdauer zu sichern; im Besonderen definieren Hersteller,
gemäß der Vorschriften der anwendbaren Standards, eine mechanische Lebensdauer des
Lastschalters, verstanden als die Anzahl von Öffnungs/Schließbewegungen, die der
Lastschalter in Abwesenheit eines Stroms ausführen kann, und eine elektrische Lebensdauer,
verstanden als die Anzahl von Öffnungs/Schließschalthandlungen, die er in Gegenwart
eines der erforderlichen Nennlast entsprechenden Strom ausführen kann.
Zur Zeit gibt es einige konstruktive Lösungen für Niederspannungs-Lastschalter,
die hauptsächlich zwei Techniken zur Stromabschaltung verwenden: nämlich, eine erste
Technik, Luft-isolierte Abschaltung genannt, in der die Kopplung/Entkopplung der
Anschlüsse in der Luft bei Raumtemperatur und Raumdruck geschieht; und eine zweite
Technik, vakuumisolierte Technik genannt, in der die Kopplung/Entkopplung der Abschlüsse
in einer Vakuumumgebung geschieht. Bei beiden Abschaltungsmethoden geschehen die
Öffnungs/Schließschalthandlungen durch Verwendung geeigneter Betätigungsgeräte,
die wirkend mit den beweglichen Anschlüssen des Lastschalters verbunden werden und
Energie liefern, die gebraucht wird, um die beweglichen Anschlüsse zu bewegen und
ihre Kopplung/Entkopplung mit den entsprechenden festen Anschlüssen hervorzurufen.
In dem gegenwärtigen Stand der Technik bestehen die verwendeten Betätigungsgeräte
allgemein aus Betätigungsgeräten des mechanischen Typs, die zweckdienliche federbelastete
kinematische Systeme verwenden. Ein System gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1
ist z.B. aus EP-A-0 867 903 bekannt. Die Verbindung der Betätigungsgeräte mit den
zwei verwendeten Abschaltungsmethoden bringt auf jeden Fall einige Nachteile mit
sich, obwohl sie ausreichende Ausführung der vom Lastschalter erforderten Funktionen
erlaubt.
Im Besonderen haben Lastschalter mit Luft-isolierter Abschaltung und
mechanischer Betätigung eine mechanische Lebensdauer, die von ein paar Tausend bis
maximal ein paar Zehntausende Schalterhandlungen schwanken kann, und eine erheblich
kurzere elektrische Lebensdauer, die hauptsächlich auf die Bildung starker elektrischer
Bogen zurückzuführen ist, die die Anschlüsse erheblich verschlechtern. Im Fall der
Verbindung der mechanischen Betätigung mit der Vakuumabschaltungsmethode wird die
elektrische Lebensdauer beträchtlich verlängert und erreicht praktisch dieselbe
Größenordnung wie die mechanische Lebensdauer. In beiden Fällen, um die angestrebte
mechanische Lebensdauer sicherzustellen, ist es aber notwendig, einen komplizierten
Wartungsplan während der Benutzung des Lastschalters zu programmieren und richtig
durchzuführen, um die durch Abnutzung und Alterung, die für mechanische Systeme
typisch sind, verursachten Schwankungen auszugleichen. So ein Wartungsplan erzwingt
offensichtlich die Entfernung des Lastschalters vom aktiven Betriebseinsatz, die
Verwendung von Arbeitskraft und den folgenden Aufwand von Zeit und Geld, und ist
besonders lästig bei allen Anwendungen, in denen es wesentlich ist, Schutz vor unerwarteten
Abschaltungen, wie z.B. in der verarbeitenden Industrie zu gewährleisten.
Es sollte auch beachtet werden, dass Betätigungsgeräte mit federbelasteten
kinematischen Systemen von Natur aus kompliziert und sperrig sind; das Niveau der
mechanischen Energie, die sie entwickeln müssen, ist proportional
zu dem verschiedenen Niveau der elektrischen Leistung des Lastschalters, in dem
sie verwendet werden, z.B. Betätigungsleistung für Kurzschlüssen, Nennstrom, undsoweiter,
und erfordert lange und komplizierte Prüfungs- und Eichungsoperationen.
Die der vorliegenden Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe ist, einen
Niederspannungs-Lastschalter bereitzustellen, der eine längere Nutzungsdauer als
bekannte Lastschaltertypen hat, und gleichzeitig erlaubt, die zur Gewährleistung
der Nutzungsdauer erforderlichen Wartungsmaßnahmen völlig auszuschließen oder zumindestens
erheblich zu reduzieren.
Ein Ziel der vorliegenden Erfindung innerhalb dieser Aufgabenstellung
ist einen Niederspannungs-Lastschalter bereitzustellen, dessen Nutzungsdauer erheblich
länger ist als Lastschalter im Stand der Technik und im Besonderen diejenigen, deren
mechanische und elektrische Lebensdauer maximiert wird und im Wesentlichen dieselben
Werte haben.
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist, einen Niederspannungs-Lastschalter
bereitzustellen, dessen konstruktiver Aufbau wesentlich unkomplizierter als bekannte
Lastschaltertypen ist.
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist einen Niederspannungs-Lastschalter
bereitzustellen, der sehr zuverlässig, relativ einfach herzustellen und kostengünstig
ist.
Diese Aufgabe, diese Ziele und hiernach deutlich werdende andere werden
durch einen Niederspannungs-Lastschalter mit einem Vakuumgehäuse, das mindestens
einen festen Anschluss und mindestens einen beweglichen Anschluss umfasst, die entsprechend
einem angeschlossenen/offenen Zustand des Lastschalters gegenseitig gekoppelt/entkoppelt
werden kann, und Betätigungsmittel, die wirkend mit dem beweglichen Anschluss verbunden
sind und die zum Bewegen des beweglichen Anschlusses und zum Bestimmen seiner Kopplung/Entkopplung
hinsichtlich des festen Anschlusses benötigte Energie liefern, gelöst, wobei der
Niederspannungs-Lastschalter dadurch gekennzeichnet ist, dass die Einschaltmittel
einen elektromagnetischen Aktuator umfassen.
Auf diese Weise wird durch Verwendung eines Betätigungssystems des
elektromagnetischen Typs und durch Ausführung der Öffnungs/Schließschalthandlungen
in Vakuum der zweifache Vorteil erhalten, dass die Nutzungsdauer des Lastschalters
erheblich verlängert wird und gleichzeitig die erforderlichen Wartungsmaßnahmen
während der Verwendung des Lastschalters ausgeschlossen oder zumindest erheblich
reduziert werden; der Aktuator des elektromagnetischen Typs ist in Wirklichkeit
praktisch frei von den Abnutzungs- und Alterungsproblemen, die typisch für mechanische
Aktuatoren sind.
Weitere Eigenschaften und Vorteile der Erfindung werden deutlich aus
der Beschreibung einer bevorzugten, aber nicht ausschließlichen Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Niederspannungs-Lastschalters, als nicht begrenzendes Beispiel
in den beigefügten Zeichnungen dargestellt, in denen:
1 eine schematische Darstellung eines
erfindungsgemäßen Niederspannungs-Lastschalters ist;
2 eine schematische Darstellung eines
elektromagnetischen Aktuators ist, der im erfindungsgemäßen Lastschalter verwendet
werden kann.
Mit Bezug auf 1 umfasst der allgemein
mit Bezugszeichen 100 bezeichnete erfindungsgemäße Niederspannungs-Lastschalter
ein Gehäuse 1, das in Vakuum ist und mindestens einen festen Anschluss
7 und mindestens einen beweglichen Anschluss 6 umfasst. Im Besonderen
kann das Vakuumgehäuse 1, welches die Abschaltungskammer des Lastschalters
bildet, von einer zweckmäßig geformten Glühbirne gebildet werden, innerhalb welcher
das Vakuum gehalten wird; die Ausführungsform der Glühbirne und die Art und Weise,
das Vakuum innerhalb der Glühbirne zu halten, sind dem Fachmann bekannt und werden
folglich nicht weiter beschrieben.
Der feste Anschluss 7 wird durch ein herkömmliches Leitmittel
4, z.B. einen Kupferstab, elektrisch an einen Verbraucher (nicht gezeigt)
angeschlossen; wiederum wird der bewegliche Anschluss 6 durch ein Leitmittel
5 elektrisch an ein Stromversorgungsleitung (auch nicht in den Figuren
gezeigt) angeschlossen. Das Leitmittel 5 kann aus einer Vielzahl von flexiblen
Metallbändern gebildet werden, die zusammengepackt und an den gegenüberliegenden
Enden perforiert werden, um Mittel für die Verbindung mit dem beweglichen Anschluss
6 und der Stromversorgungsleitung aufzunehmen. Wie schematisch in
1 gezeigt, gemäß einer Lösung, die strukturell einfach
und funktionell effektiv ist, werden die Metallbänder angeordnet, um im Wesentlichen
eine U-förmige Kurve zu bilden. Falls ein Kurzschlusszustand auftritt, werden auf
diese Weise die zwei Arme der U-förmige Kurve von zwei Kräften beeinflusst, die
derart in der entgegengesetzten Richtung orientiert sind, dass sie die Abstoßkräften
entgegenwirken, welche während eines Kurschlusses erzeugt werden und dazu neigen,
die Anschlüsse voneinander zu trennen. Auf diese Weise ermöglichen die Bänder, die
Anschlüsse für einen kurzen Anfangszeitabstand des Kurzschlusses geschlossen zu
halten, während welchem z.B. ein anderer möglicherweise im Stromversorgungsnetz
enthaltener Lastschalter eingreifen kann, um unzeitigen Eingriffen und die Deaktivierung
von Verbraucher zu vermeiden, die stattdessen mit einem korrekten Betrieb fortfahren
können. Sobald diese Zeitintervall abgelaufen ist, trennen die Anschlüsse, falls
keine anderer Lastschalter (wenn vorhanden) eingegriffen hat.
Die Bewegungen, um den Lastschalter 100 zu öffnen schließen,
werden durch Bewegen des beweglichen Anschlusses 6 vorgenommen, um sein
Eingreifen/Lösen hinsichtlich des entsprechenden festen Anschlusses 7 zu
erzeugen; die zur Durchführung dieser Schalthandlungen erforderliche Energie wird
von geeigneten Betätigungsmitteln geliefert, die wirkend mit dem beweglichen Anschluss
6 kraft einer allgemein mit Bezugszeichen 3 in 1
bezeichneten kinematischen Kette verbunden werden. In der in der 1
gezeigten Ausführungsform wird der Einfachheit der Beschreibung halber nur ein einziger
Pol des Lastschalters 100 gezeigt.
In der Ausführungsform des erfindungsgemäßen Niederspannungs-Lastschalters
umfassen die Betätigungsmittel einen elektromagnetischen Aktuator 2; die
Verwendung eines Aktuators dieses Typs erlaubt, die Nutzungsdauer des Lastschalters
erheblich zu verlängern, da er die für Aktuatoren des mechanischen Typs typischen
Probleme der möglichen Abnutzung und/oder Beschädigung nicht hat, und insbesondere
erlaubt, die elektrische Nutzungsdauer des Lastschalters praktisch gleich zu seiner
mechanischen Nutzungsdauer zu machen. Darüber hinaus stellt der elektromagnetische
Aktuator die richtige Ausführung der Öffnungs/Schließungsbewegungen des Lastschalters
sicher ohne irgendwelche Wartungsmaßnahmen während seiner Nutzungsdauer oder mindestens
für eine erhebliche Anzahl von Schalthandlungen zu erfordern. In einer bevorzugten
Ausführungsform ist der elektromagnetische Aktuator 2 ein Dauermagnet-elektromagnetischer
Aktuator. Eine denkbare Ausführungsform des Dauermagnet-Aktuators 2 wird
in der europäischen Patentanmeldung Nr. 97 203 501.8 beschrieben, deren Beschreibung
durch Bezugnahme hierin aufgenommen wird. Der Dauermagnet-Aktuator 2, insbesondere
wie in 2 gezeigt, umfasst ein Magnetjoch
10, einen Anker 30, der sich innerhalb des vom Joch
10 gebildeten Raums bewegen kann, und eine Drehachse 20, die am
Anker 30 befestigt wird und geeignet ist, die Bewegung zur kinematischen
Kette 3 und damit schließlich zum beweglichen Anschluss 6 zu übertragen.
Der bewegbare Anker 30 kann auf verschiedene Weise gemäß
der Anwendungen und/oder spezifischen Anforderungen geformt werden und monolithisch
bereitgetellt und aus ferromagnetischem Material oder mittels einer Vielzahl von
gestapelten magnetischen Blechen hergestellt werden. Wiederum besteht das Joch
10 aus zwei mit Bezugszeichen 40 und 50 jeweils bezeichneten
Kernteilen, die ein E-förmiges Profil haben und auf eine geeigneten Träger, nicht
gezeigt, montiert werden, so dass sich zwei jeweils mit Bezugszeichen
18 und 19 bezeichnete Luftlücken zwischen ihnen bilden. Zwei jeweils
mit Bezugszeichen 26 und 27 bezeichnete Dauermagnete werden auf
den gegenüberliegenden Oberflächen der zwei Zwischenarme 13 und
23 der Kerne 40 und 50 montiert; darüber hinaus werden
zwei Anregungsspulen 44 und 45 in dem zwischen den Zentralenarmen
13 und 23 und den zwei jeweils mit Bezugszeichen 41 und
22 bezeichneten Endarme der Kerne 40 und 50 gebildeten
Raum angeordnet.
Falls es in der Praxis notwendig ist, den Lastschalter zu öffnen oder
zu schließen, wird eine der zwei Spulen, z.B. die Spule 44, je nach dem
Typ des durchzuführenden Manövers, elektrisch erregt; Die Erregerenergie wird zur
Spule 44 durch eine mit Bezugszeichen 8 in 1
schematisch bezeichnete Stromversorgungseinheit geliefert, die vorzugsweise gemäß
einer einfachen, nicht sperrigen und wirkungsvollen Lösung, einen oder mehrere Kondensatoren
umfasst, welche entsprechend dimensioniert werden und durch das Leitungsnetz oder
durch eine Hilfselektrizitätsquelle mit Strom versorgt werden. Die Stromversorgungseinheit
8 wird wirkend durch eine elektrische Befehlseinheit 9 gesteuert,
welche auch an der Versorgungsnetz angeschlossen wird; die elektrische Befehlseinheit
löst den Eingriff der Stromversorgungseinheit 8 nach einem Eingriffsbefehl
aus, der z.B. von einem Schutzsystem oder einem Operator stammt; auf diese Weise
entregen und erregen die Kondensatoren die Spule.
Der durch die elektrisch erregte Spule erzeugte Fluss erlaubt die
durch die Dauermagneten 26 und 27 auf den Anker 30 angewandte
Haltekraft zu überwinden und seine Bewegung in Richtung der erregten Spule
44 hervorzurufen. Auf diese Weise bewegt sich die Drehachse 20
translatorisch und übermittelt die Bewegung zu der kinematischen Kette
3. Wie schematisch in 1 gezeigt, umfasst die
kinematische Kette 3 zwei Verbindungen 35 und 36, die
die Bewegungen von der Drehachse 20 zu einem Übertragungshebel
37 übermitteln; der Übertragungshebel 37 ruft durch Drehen um
seinen Schwenkpunkt 38 die Bewegung einer Kopplungsdrehachse
39 hervor, die starr daran gekoppelt wird und mit dem beweglichen Anschluss
6 verbunden wird. Auf diese Weise bewegt sich der letztere folglich, um
die gewünschte Operation auszuführen. Offensichtlich kann die kinematische Kette
3 nach den Anwendungen und/oder spezifischen konstruktiven Anforderungen
entsprechend modifiziert werden, z.B. durch Ändern der Anzahl ihrer konstruktiven Komponenten,
ihrer relative Anordnung und/oder ihrer geometrischen Konfiguration. Sobald die
Operation ausgeführt ist, wird die Spule 44 nicht mehr erregt und nehmen
die Dauermagneten wieder die Anwendung einer Haltekraft auf den Anker
30 auf, um ihn in einem stabilen Gleichgewicht in der schon erreichten
Position zu halten. Eine Operation in umgekehrter Form hinsichtlich der oben beschriebenen
Umschaltung wird exakt dieselbe, aber auf umgekehrte Weise durch Erregung, in diesem
Fall, der Spule 45 bereitgestellt.
Offensichtlich erlaubt die Verwendung eines derartigen Aktuators die
konstruktive Architektur des Lastschalters hinsichtlich des Standes der Technik
durch Weglassen oder zumindestens erhebliches Reduzieren der Notwendigkeit von Federn
und/oder von anderen komplizierten und sperrigen Komponenten erheblich zu vereinfachen.
Die Tatsache sollte auch betont werden, dass die Vakuumabschaltungstechnik nicht
zu viel umschaltende Kräfte benötigt, damit die Kombination der Abschaltungsmethode
mit einem elektromagnetischen Aktuator einen synergistischen Effekt hervorruft,
der erlaubt, die geometrische und Energiebemessung des Lastschalters in der Gesamtheit
weiter zu optimieren und Prüfung und Eichungsoperationen auch zu reduzieren.
Alternativ ist es auch möglich, einen elektromagnetischen Aktuator
ohne Dauermagneten zu verwenden; in diesem Fall muss jedoch der Aktuator mit einem
System versehen werden, das geeignet ist, um die Drehachse 20 in stabilem
Gleichgewicht in den Positionen, welche sie am Ende der Umschaltungsoperation erreicht,
zu halten, unterschiedlich von was bei Verwendung von Dauermagneten geschieht, wobei
diese Funktion automatisch und ohne Verwendung von zusätzlichen Komponenten geschieht.
Der Einfachheit der Beschreibung halber stellt 1
einen einpoligen Lastschalter dar; die oben beschriebene Lösung kann auf jeden Fall
leichter und effizient in dem Fall eines mehrpoligen Lastschalters ausgeführt werden.
In diesem Fall verwendet jeder Pol ein Vakuumgehäuse 1, das mindestens
einen festen Anschluss 6 und mindestens einen beweglichen Anschluss
7 umfasst. Jeder bewegliche Anschluss 6 wird wirkend an Betätigungsmittel
angeschossen, welche die zum Bewegen des beweglichen Anschlusses und zum Bestimmen
der Kopplung/Entkopplung gegenüber den entsprechenden festen Anschlüsse geforderte
Energie liefern.
In einer bevorzugten Ausführungsform wird für jeden Pol ein einziger
elektromagnetischer Aktuator 2 vorgesehen, der wirkend an den entsprechenden
beweglichen Anschluss angeschlossen wird. Auf diese Weise ist es möglich, die Pole
unabhängig voneinander zu betreiben. Zum Beispiel ist es durch entsprechendes Programmieren
der elektronischen Befehlseinheit 9 möglich, eine Strategie von Umschaltungsoperationen
in Bezug auf die Phasen des elektrischen Netzwerks, an dem der Lastschalter angeschlossen
wird, zu realisieren. Im Besonderen ist es möglich, Messmittel wie Messtransformatoren
zu verwenden, die Information über die Strom- und/oder Spannungstendenz der Netzwerkphasen
zu der Einheit 9 senden; die Einheit 9 wiederum treibt auf Basis
der erhaltenen Informationen den Aktuator 2, um synchronisierte Operationen
für jede Phase unabhängig von den anderen durchzuführen.
Diese Lösung bringt große Vorteile hinsichtlich der Entfernung oder
zumindestens erheblichen Reduzierung von Spannungs- und Stromübergang im Netzwerk,
ebenso wie hinsichtlich Beschränkungen elektrodynamischer und thermischer Beanspruchungen,
mit erheblichen Folgeleistungen für sowohl im elektrischen Netzwerk anwesende Geräte
als auch für den verwendeten Lastschalter, um seine Nutzungsdauer erheblich zu verlängern
und Funktionssicherheit erheblich zu erhöhen.
Alternativ ist es möglich, einen einzigartigen elektromagnetischen
Aktuator 2, eine Antriebswelle, die wirkend mit dem elektromagnetischen
Aktuator 2 verbunden ist und für jeden Pol eine kinematische Kette
3, die geeignet ist, um jeden beweglichen Anschluss mit der Antriebswelle
zu verbinden, zu verwenden. Die Öffnungs-/Schließoperationen des Lastschalters in
dieser Ausführungsform geschieht gleichzeitig für alle Pole, wie oben beschrieben,
und können in einer synchronisierten Weise für eine als Referenz angesehene Phase
realisiert werden.
In der Praxis hat es sich erwiesen, dass der erfindungsgemäße Niederspannungs-Lastschalter
die angestrebte Aufgabe völlig löst und die angestrebten Ziele völlig erreicht,
da seine Nutzungsdauer hinsichtlich bekannter Typen von Lastschaltern praktisch
ohne Benötigung von Wartungsmaßnahmen, eine Folgeleistung hinsichtlich Technik und
Wirtschaftlichkeit, verlangt wird.
Die Tatsache sollte nicht unbeachtet bleiben, dass alle innovativen
Funktionen und die erfinderischen Aspekte des Lastschalters durch Verwendung handelsüblicher
Elemente und Materialien mit viel niedrigeren Kosten gemäß einer konstruktiven Lösung
erreicht werden können, die einfacher und kompakter als die herkömmlichen Technik
ist.