Hintergrund und Zusammenfassung der Erfindung
Bei der Bearbeitung von verschiedenen Stoffen, was insbesondere schlauchförmige
und gestrickte Stoffe von offener Breite beinhaltet, aber nicht nur auf diese beschränkt
ist, ist die Durchführung von Kompressivschrumpfvorgängen in Längsrichtung zur Stabilisierung
der Stoffgeometrie ein integraler Teil vieler Endbearbeitungsvorgänge, die an dem
Stoff vorgenommen werden, um den Stoff für das Zuschneiden zu Teilen von Kleidungsstücken
bereit zu machen. Aufgrund ihrer Machart neigen insbesondere gestrickte Stoffe dazu,
eine etwas instabile Geometrie zu haben. Während der normalen Bearbeitung des Stoffes,
um ihn für die Herstellung von Kleidungsstücken vorzubereiten, ist der Stoff oft
feucht und steht in Längsrichtung unter Spannung. Als Resultat daraus, neigt der
Stoff dazu, sich seitlich zu verlängern und der Breite nach schmaler zu werden.
Folglich wird der Stoff im Prozess der Endbearbeitung des Stoffes und der Vorbereitung
auf das Zuschneiden von Kleidungsstücken im letzten Schritt üblicherweise seitlich
auf eine vorbestimmte Breite gedehnt, und dann in Längsrichtung einem oder mehreren
Kompressivschrumpfvorgängen unterzogen, so dass der Stoff, wenn er später zu Kleidungsstücken
zurecht geschnitten und genäht worden ist, keine signifikante, dimensionale Veränderung
mehr durchmacht, wenn er getragen und gewaschen wird.
Eine Anlage für das mechanische Kornpressivschrumpfen von gestrickten
Stoffen ist allgemein bekannt. Eine besonders vorteilhafte Form von Geräten für
solchen Zweck wird in dem Milligan United States Patent No. 4.882.819, welches Tubular
Textile Machenery gehört, beschrieben. Diese Anlage umfasst ein Paar steuerbarer,
angetriebener Walzen, von denen die eine eine Zufuhrwalze ist und die andere eine
Verzögerungswalze. Ein gebogener Schuh ist mit der Antriebswalze assoziiert und
bildet einen begrenzenden Weg zur Führung des Stoffes, welcher durch die Zufuhrwalze
auf eine Kompressivschrumpfzone, die durch gegenüberliegende, zwischen der Zufuhr-
und der Verzögerungswalze vorstehende Scharen, gebildet wird, zu sowie in sie hinein
befördert wird. Die Scharen legen einen kurzen begrenzenden Weg fest, um den Stoff
zu führen, wenn er von der Oberfläche der Zufuhrwalze zur Oberfläche der Verzögerungswalze
durchgezogen wird. Die Verzögerungswalze wird so angetrieben, dass sie eine etwas
geringere Oberflächengeschwindigkeit als die Zufuhrwalze hat, so dass der Stoff,
auf dem kurzen begrenzenden Weg, der durch die einander gegenüberliegenden Scharen
festgelegt wird, prinzipiell kontrollierbar in einer Längsrichtung verdichtet wird.
Eine Kompressivschrumpfanlage des allgemeinen Typs, wie sie oben beschrieben
worden ist, muss mit sehr feinen, akkuraten, gesteuerten Abständen hergestellt,
erhalten und betrieben werden. Insbesondere bei Maschinen, die dafür konzipiert
sind, breite Stoffe zu verarbeiten, hat die Beibehaltung der notwendigen feinen,
zulässigen Tolleranzen während des Betriebes zu Problemen geführt, zum Teil auf
Grund der Notwendigkeit, die Anlage mit den aktiven Komponenten bei signifikant
erhöhten Temperaturen zu betreiben. In der Vergangenheit war es üblich, Dampf, der
in das Innere der Zufuhrwalze geleitet wurde, für das Erhitzen der Zufuhrwalze einzusetzen.
Um den oberen Schuh und die damit assoziierte Schar zu erhitzen, war es üblich,
elektrische Heizelemente, wie etwa Calrods, zu verwenden. Sowohl der Dampf als auch
die elektrischen Heizanlagen haben signifikante Mängel, insofern als dass es nötig
ist, den Strom des Dampfes und den Fluss der elektrischen Energie zum periodischen
Durchlaufen zu bringen und abzustellen, um ein Überhitzen der Komponenten zu verhindern.
Das kann zu einem übermäßigen periodischen Wechsel der Temperatur der Komponenten
zwischen oberen und unteren Grenzwerten führen, was unerwünschte Veränderungen bei
der Expansion und Kontraktion der Komponenten verursacht. Wenn es notwendig ist,
die Maschinerie zu stoppen, um eine Partie Stoff auszuwechseln oder aus einem anderen
Grund, ist es außerdem üblicherweise nötig, den Strom des Dampfes zu der Zufuhrwalze
mit ihr zusammen abzustellen, was zu Kondensation, die sich innerhalb des hohlen
Inneren der Zufuhrwalze bildet, führen kann. Als ein Resultat daraus, kann es zu
einer erheblichen Temperaturdifferenz zwischen dem Boden und dem oberen Ende der
Walze kommen, was zu einem Verbiegen der Walze für eine Zeitspanne, wenn die Anlage
wieder gestartet wird, führen kann. Das kann zu Interferenzen und zur Beschädigung
der fein eingestellten Komponenten führen.
In einem Versuch die Nachteile bei der Verwendung von Dampf für das
Erhitzen der Zufuhrwalze zu überwinden, wurden verschiedene Schritte unternommen.
Einer davon ist die Verwendung von zirkulierendem, heißen Öl, welches mit Hilfe
eines dampferhitzten Wärmetauschers in einiger Entfernung von der Zufuhrwalze erhitzt
wird. Ein System diesen Typs minimiert das periodische Durchlaufen und eliminiert
die Probleme, die ansonsten von der Kondensation des Dampfes während Perioden des
Betriebsstillstandes herrühren würden. Die Verwendung von zirkulierendem Öl hat
jedoch einen gewichtigen Nachteil. Bei jedem flüssigen System ist es nötig, Kugeldrehverbindungen
zu benutzen, um das Medium in eine drehende Walze einzuspeisen, und solche Verbindungen
können manchmal Orte von Undichtigkeiten sein. Noch wichtiger ist es vielleicht,
von Zeit zu Zeit die Zufuhrwalzen zu warten und/oder auszutauschen, und in solchen
Momenten ist ein System zirkulierenden Öls schmierig und schwierig zu
handhaben, insbesondere in einem Umfeld, wo Sauberkeit der Anlage wichtig ist, um
die Stoffen, die verarbeitet werden, nicht zu beflecken. Eine mit Öl geheizte Zufuhrwalze
einer Schrumpfeinheit, bei welcher das Öl sich in einem Wärmeaustausch mit einer
Dampfzufuhr befindet, wird in US-A-4959893 offenbart, worauf die Einleitung von
Anspruch 1 basiert.
Es wurden auch Versuche unternommen, an Stelle von Öl erhitztes Wasser
zu verwenden, welches durch die Zufuhrwalze zirkuliert und außerhalb von dieser,
durch einen dampfgespeisten Wärmetauscher, erhitzt wird. Während dadurch verschiedene
Probleme, die mit dem Zirkulieren von erhitztem Öl durch die Zufuhrwalze zusammenfallen,
gelöst wurden, ist es zum Erreichen der gewünschten Level für die Betriebstemperaturen,
über einen weiten Bereich von Produktionsvorgängen, nötig, das zirkulierende Wasser
unter signifikant erhöhtem Druck zu halten, so hoch wie 275790 bis 344737 N·m–2
(40 bis 50 psi), um bei den gewünschten Temperaturen arbeiten zu können. Zusätzlich
sind sowohl bei den Öl- als auch bei den Wassersystemen die bekannten elektrischen
Heizanlagen für die obere Schuhkombination weiterhin beibehalten worden.
Gemäß der Erfindung wird ein neues und verbessertes Heizsystem für
ein mechanisches Kompressivschrumpfgerät bereit gestellt, bei welchem ein zirkulierendes,
flüssiges Medium eingesetzt wird, das der Reihe nach durch eine Vielzahl von Komponenten,
die erhitzt werden müssen, zirkuliert, was die obere Schuhkombination, die Zufuhrwalze
und eine untere Schuhkombination, an welcher das untere Scharelement befestigt ist,
umfasst. Signifikante Vorteile rühren daher, dass das flüssige Medium der Reihe
nach durch diese verschiedenen Komponenten fließt.
Dadurch dass der Strom des Heizmediums der Reihe nach durch die Komponenten
geleitet wird, vorzugsweise zuerst durch den oberen Schuh, dann durch die Zufuhrwalze
und zuletzt durch den unteren Schuh, werden alle diese präzise eingestellten und
mechanisch miteinander kooperierenden Elemente der Verdichtungsstation in einem
ständigen und einheitlichen Temperaturverhältnis zueinander gehalten, während die
Anlage in Betrieb ist, und auch während sie angehalten ist. Die Anlage kann einfacher
und zuverlässiger aus dem kalten Zustand gestartet werden, und sogar noch einfacher
aus einem kurzzeitig angehaltenen Zustand heraus wieder gestartet werden. Indem
das kontrollierte und einheitliche Heizen der verschiedenen Komponenten zuverlässig
sicher gestellt wird, ist es auch weitaus unwahrscheinlicher, dass teure Präzisionskomponenten
auf Grund von kurzzeitigen Temperaturverschiebungen beschädigt werden.
Gemäß eines anderen Aspekts der Erfindung liegt das erhitzte, flüssige
Medium in Form einer Mischung aus Wasser und einem harmlosem "Frostschutzmittel"-Zusatz,
wie etwa Propylenglykol-Alkohol (PGA), vor, was es dem System ermöglicht, über den
gesamten, gewünschten Temperaturbereich zu arbeite, ohne dass es der Anwendung von
übermäßigen Drücken bedarf. Zum Beispiel kann das flüssige Medium mit einer Mischung
aus etwa 70 Wasser und 30 % PGA auf Temperaturen von 110°C (230°F) erhitzt
werden, bei Drücken in der Größenordnung von 103421 bis 206842 N·m–2
(15 – 30 psi), ein Druck, der weitaus einfacher zu handhaben ist, als bei
Wasser alleine, was 275790 bis 344737 N·m–2 (40 –
50 psi) erfordern würde.
Anders als das zirkulierende, heiße Öl, stellt die Wasser/PGA-Mischung
kein besonderes Problem bei der Reinigung dar, wenn eine Wartung der Maschine nötig
ist.
Für ein vollständigeres Verständnis der oben angeführten sowie anderer
Eigenschaften und Vorteile der Erfindung, soll Bezug auf die folgende, detaillierte
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung und auf die begleitenden
Zeichnungen genommen werden.
Beschreibung der Zeichnungen
1 ist ein vereinfachtes, schematisches
Ablaufdiagramm, das ein bevorzugtes System gemäß der Erfindung, zum Aufheizen der
kritischen Komponenten einer Kompressivschrumpfmaschine mit zwei Walzen und zwei
Scharen, darstellt.
2 ist eine perspektivische Darstellung,
die ausgewählte Komponenten der Kompressivschrumpfmaschine, die schematisch in
1 dargestellt ist, zeigt.
3 ist die Ansicht eines Querschnitts,
der generell entlang der Linie 3-3 in 2 vorgenommen
wurde.
Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
Jetzt wird Bezug auf die Zeichnungen genommen, und als erstes auf
3, wo wichtige Elemente einer Verdichtungsstation eines
Kompressivschrumpfgerätes gemäß des bereits weiter vorne genannten Milligan-U.S.-Patents
No. 4.882.819, das kommerziell als Pak-Nit II bezeichnet wird und von Tubular Textile
Machinery, Lexington, North Carolina, vermarktet wird, dargestellt werden. Die Verdichtungsstation,
die generell mit der Referenznummer 10 versehen ist, umfasst eine Zufuhrwalze
11, welche die Form eines hohlen Stahlzylinders hat, der an jedem Ende
an ortsfesten Traglagern 12 befestigt ist, und typischerweise mit einer
strukturierten, äußeren Oberfläche 13 versehen ist, um so für den zu bearbeitenden
Stoff eine griffige Oberfläche bereit zu stellen.
An einem Zapfen 14 ist eine obere Schuhkombination befestigt,
welche einen Hauptschuh 15 umfasst, welcher mit einer gebogenen, unteren
Oberfläche 16 versehen ist, die mit der zylindrischen, äußeren Oberfläche
13 der Zufuhrwalze übereinstimmt und mit ihr zusammen einen geführten Eingangsweg
für die Zufuhr des zu bearbeitenden Stoffes festlegt. An seinem Austrittsende trägt
der Schuh 15 eine obere Verdichtungsschar 17 mit einer gebogenen
Oberfläche 18, die eine Fortsetzung der gebogenen Oberfläche
16 des Schuhs bildet und über eine Endfläche 19 verfügt, welche
einen Teil der kurzen Verdichtungszone bildet.
Ein schwerer Metallstab 20 als Schuhhalterung mit vorzugsweise
viereckigem Querschnitt erstreckt sich über die gesamte Breite der Maschine, und
der obere Schuh 15, der aus einer Vielzahl von Segmenten, die Ende an Ende
angeordnet sind, um eine effektiv durchgehende Schuhstruktur zu bilden, aufgebaut
sein kann, ist starr daran befestigt. Sowohl der Halterungsstab 20 als
auch die Schuhelemente 15 haben breite, sich gegenüberstehende Oberflächen,
die in engem Kontakt miteinander stehen, wie in 3 bei
21 gezeigt wird. Auf ähnliche Weise besteht ein enger Oberflächenkontakt
zwischen dem Schuhelement 15 und der Schar 17. Die Anordnung ist
so, dass sie einen effektiven Hitzetransfer durch die Komponenten der oberen Schuhkombination
bereit stellt.
In paralleler Ausrichtung zur Zufuhrwalze 11 liegt eine Verzögerungswalze
22, die typischerweise einen Metallkern 23 und eine elastische
Oberflächenumhüllung 24 umfasst. Die Verzögerungswalze ist angebracht,
um eine kontrollierte Bewegung auf die Zufuhrwalze 11 zu und von ihr weg
auszuführen, und hat eine generelle Arbeitsposition, wie sie in 3
gezeigt ist, die in einem kleinen Abstand zur Zufuhrwalze liegt, wobei sich die
obere Verdichtungsschar 17 zwischen der Zufuhr- und der Verzögerungswalze
erstreckt, im Wesentlichen auf der Höhe einer Ebene, die durch die Achsen der jeweiligen
Walzen geht.
Die Verzögerungswalze 22 ist vermittels geeigneter Hilfsmitteln
(nicht dargestellt) angebracht, um eine kontrollierte Bewegung in die Arbeitsposition,
die in 3 gezeigt ist, hinein und aus ihr heraus auszuführen.
Für weitere Details über die Anbringung und die Betätigungsregelungen der verschiedenen
Komponententeile der Verdichtungsstation, kann Bezug auf das Allison et al. U.S.-Patent
No. 5.655.275, abgetreten an Tubular Textile LLC, genommen werden.
Eine untere Schuhkombination, die generell mit der Referenznummer
25 versehen ist, ist drehbar gelagert, um sich unter der Steuerung eines
Betätigungszylinders 27 und eines Hebelarms 28 an jedem Ende der
Kombination um eine Achse 26 zu bewegen. Die untere Schuhkombination
25 enthält ein röhrenförmiges Strukturelement 29 und eine Befestigungsplatte
30, die sich über die gesamte Breite der Maschine erstreckt, sowie einen
unteren Schuh 31, der aus einer Vielzahl von Schuhsegmenten bestehen kann,
welche sich Ende an Ende angeordnet über die Breite der Maschine erstrecken. Eine
untere Verdichtungsschar 32 ist auf dem unteren Schuh 31 angebracht
und erstreckt sich zwischen der Zufuhr- und der Verzögerungswalze 11,
12 nach oben. Die untere Schar verfügt über eine Endfläche 33,
welche der entsprechenden Endfläche 19 der oberen Schar gegenüberliegt
und einen kleinen Abstand zu ihr hat, und diese Flächen legen einen kurzen, begrenzenden
Weg für Stoff fest, wenn dieser von der Zufuhrwalze 11 zur Verzögerungswalze
22 weiter geleitet wird.
In einem typischen Vorgang der Kompressivschrumpfanlage, die in
3 gezeigt ist, wird ein bearbeiteter Stoff (nicht dargestellt,
aber typischerweise ein schlauchförmiger oder gestrickter Stoff von offener Breite)
zu Anfang auf ein vorbestimmte Weite gedehnt und dampfbehandelt, und dann sofort
in einen Zufuhrweg zwischen die Oberfläche 13 der Zufuhrrolle
11 und der entsprechenden Oberfläche 16 des oberen Schuhs
15 gelenkt. Der Stoff rückt mit der Oberflächegeschwindigkeit der Zufuhrwalze
11 vor, bis er den Weg erreicht hat, welcher durch die gegenüberstehenden
Flächen 19, 33 der jeweiligen unteren und oberen Verdichtungsschar
17, 32 bestimmt wird, ab diesem Zeitpunkt wird er durch diesen
Weg und in den Kontakt mit der Oberfläche 24 der Verzögerungswalze
22 gelenkt, und wird mit einer kontrollierbar langsameren Oberflächengeschwindigkeit
weiter transportiert. Das Kompressivschrumpfen des Stoffes findet auf eine bekannte
Art und Weise als ein Resultat der Verlangsamung der Stoffes statt, während dieser
zwischen den gegenüberliegenden Flächen der Verdichtungsscharen 17,
32 eingegrenzt ist.
Es ist seit langem bekannt, dass ein geeignetes Aufheizen der Arbeitskomonenten
der Kompressivschrumpfanlage wichtig für die einwandfreie Durchführung des Vorgangs
des Kompressivschrumpfens ist, und die verschiedenartigen, vorne beschriebenen Versuche
sind benutzt worden, um das notwendige Aufheizen zu erreichen. Aber in dem Maße,
in dem die Anlagen größer wurden, und Versuche unternommen wurden, feinere Tolleranzen
und Steuerungen zu bewahren, wurden die Nachteile der existierenden Heizsysteme
ernsthafter und wirkten sich schädlicher auf die Leistung der Anlage aus. Das System
der vorliegenden Erfindung geht die Probleme der vorhandenen Systeme an, indem es
ein einziges Heizmedium, in der Form eines kontinuierlich fließenden, flüssigen
Wärmetauschmediums verwendet, um die Temperatur aller beheizten
Komponenten des Geräts zu steuern. Nachdem das flüssige Wärmetauschmedium in einiger
Entfernung erhitzt worden ist, wird es dazu gebracht, kontinuierlich und der Reihe
nach durch alle verschiedenen Komponenten der Anlage, die beheizt werden müssen,
zu fließen. Die Arbeitstemperatur der Anlage wird an einem vorher ausgesuchten Punkt
des Geräts gemessen, und unter der Kontrolle dieses Sensors wird dem zirkulierenden
Medium Hitze zugeführt, falls dies nötig ist. Weil das flüssige Wärmetauschmedium
der Reihe nach durch die verschiedenen Komponenten fließt, kann die Temperatur von
ihnen allen zu jeder Zeit in einer engen, festgelegten Beziehung gehalten werden,
so dass Störungen der entscheidend eingestellten Komponenten minimiert werden. Dadurch
wird es möglich, eine bessere Qualität der Produktion zu erreichen, und die Unterhaltungskosten
werden ebenfalls minimiert.
Es wird Bezug auf 1 der Zeichnungen genommen,
wo schematisch ein System gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
gezeigt ist, durch welche ein flüssiges Wärmetauschmedium der Reihe, zuerst durch
den oberen Schuhhalterungsstab 20, der einen Teil der oberen Schuhkombination
bildet, und dann durch das hohle Innere 35 der Zufuhrwalze 11,
und danach durch das hohle Innere 36 des röhrenförmigen Strukturelements
29, das einen Teil der unteren Schuhkombination 25 bildet, fließt.
In dem in 1 dargestellten System ist ein Vorrat an
flüssigem Medium in einem Reservoir 37 enthalten, welches über Leitung
38 mit einem indirekten Wärmetauscher 39, der durch ein Regelventil
41 Dampf von einer Quelle in der Fabrikationsanlage 40 erhält,
verbunden ist. Erhitztes, flüssiges Medium aus dem Wärmetauscher 39 wird
durch einen flexiblen Schlauch 42 in ein Ende des Haltevorrichtungsstabes
20 eingeleitet. Der Stab 20 ist mit einer internen Passage
43 (3) versehen worden, welche sich generell
durch die gesamte Länge des Stabes, von einer Einlassöffnung 44 an einem
Ende bis zu einer Auslassöffnung 45 an der gegenüber liegenden Seite, erstreckt.
Die Passage 43 befindet sich bevorzugt am oder nahe am Zentrum der Masse
der oberen Schuhkombination, und für eine optimale Verteilung der Hitze durch die
Kombination umfasst sie den Haltestab 20, den oberen Schuh 15
und die obere Verdichtungsschar 17.
Das Wärmetauschmedium, das den Halterungsstab 20 am Auslass
45 verlässt, fließt durch einen flexiblen Schlauch 46 und die
drehbare Verbindung 47 in das hohle Innere 35 (3)
der Zufuhrwalze 11. Das flüssige Medium fließt von einem Ende der Zufuhrwalze
zum anderen und tritt durch eine drehbare Verbindung 49 aus. Von der drehbaren
Verbindung 49 aus, fließt das Wärmetauschmedium durch einen flexiblen Schlauch
50 hindurch und in das Innere 36 des röhrenförmigen Strukturelements
29 hinein. Das röhrenförmige Strukturelement 29 ist an beiden
Enden geschlossen und jeweils mit Einlass- und Auslassöffnungen 51,
52 ausgestattet, wie es in 1 dargestellt ist.
Das Wärmetauchmedium fließt von der Auslassöffnung 52 durch einen flexiblen
Schlauch 53 und Leitung 54 zu einer Umwälzpumpe 55, die
mit dem Reservoir 37 verbunden ist.
In dem System der Erfindung ist die Umwälzpumpe 55 in kontinuierlichem
Betrieb, wenn die Anlage arbeitet oder auch wenn die Anlage zeitweilig angehalten
ist. Die Steuerung der Temperatur des zirkulierenden Wärmetauschmediums wird mit
Hilfe eines Thermoelements oder anderer Temperaturmesseinrichtungen 56
aufrecht erhalten, welche an einer gewünschten Stelle positioniert sind, um die
Temperatur einer der Komponenten der Maschine zu messen. Der Wärmesensor ist vorzugsweise
so positioniert, dass er die Temperatur des Halterungsstabes 20 misst.
Wenn dieser Sensor 56 eine Temperatur der Komponente ermittelt, die unterhalb
eines gewünschten Levels, zum Beispiel unter 93°C (200°F), liegt, bewirkt
er, dass ein Ventil 41 Dampf in den Wärmetauscher 39 einleitet,
wodurch dem kontinuierlich zirkulierenden Wärmetauschmedium Hitze zugeführt wird.
Wenn die gewünschte Temperatur des Halterungsstabes 20 gemessen wird, wird
die Zufuhr von Dampf in den Wärmetauscher 39 unterbrochen oder reduziert.
In Zwischenzeit zirkuliert das flüssige Wärmetauschmedium auf normale Weise weiter,
wodurch eine konstante und im Wesentlichen einheitliche Wärmezufuhr zu den beheizten
Komponenten aufrecht erhalten wird, was sowohl die Rate als auch das Ausmaß des
Temperaturwechsels minimiert. Während des Betriebes der Anlage, wird der Anlage
auf Grund der Passage von feuchtem Stoff durch die Verdichtungsstation kontinuierlich
Wärme entzogen, so dass während des normalen Betriebes eine konstante Zufuhr von
Hitze nötig ist.
Nachdem das Wärmetauschmedium durch den Halterungsstab 20
geflossen ist, ist ihm einiges an Wärme entzogen worden. Wenn die Temperatur des
Halterungsstabes 20 so gesteuert wird, dass sie auf einer ausgewählten
Temperatur (abhängig von dem Stoff, der bearbeitet wird und den Resultaten, die
angestrebt worden sind) gehalten wird, ist die Temperatur der Zufuhrwalze
11, welche diese im Ablauf der Flüssigkeitspassage von der Halterungsstange
20 erhält, folglich einige Grade niedriger, als die ausgewählte Temperatur.
Weitere Wärme wird dem Medium bei der Passage durch die Zufuhrwalze entzogen, und
unter den oben angesprochenen Bedingungen sind die typischen Arbeitstemperaturen
für das untere röhrenförmige Element 29 ein paar Grad niedriger als für
die Zufuhrwalze. Es ist wichtig, dass diese Temperaturveränderungen, wie sie am
Messpunkt 56 wahrgenommen werden, sich der Reihe nach in den entsprechenden
Veränderungen in der Temperatur der Zufuhrwalze und in der unteren Schuhkombination
wiederspiegeln, was es möglich macht, dass die präzise eingestellten Beziehungen
der arbeitenden Komponenten in höchstem Maß konstant und einheitlich gehalten werden
können.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Steuerung
der Dampfzufuhr in die Wärmetauscheinheit 39 als eine Funktion der Komponententemperatur
von einer programmierbaren Recheneinheit 60 durchgeführt. Die Recheneinheit
60 erhält Eingaben vom Komponenten-Temperatursensor 56, der die
Temperatur des oberen Schuhalterungsstabes 20 misst. Das Ergebnis der Recheneinheit
60 kann verwendet werden, um das Dampfventil 41 zu öffnen und
zu schließen (oder es reguliert zu drosseln). Diese Anordnung ermöglicht es, dass
Wasser während Aufheizperioden auf höhere Temperaturen aufzuheizen, zum Beispiel
für ein rasches Aufheizen des Systems. Wenn die Temperatur der Komponente den gewünschten,
derzeitigen Level erreicht hat, kann die Temperatur, auf welcher das flüssige Wärmetauschmedium
gehalten wird, entsprechend reduziert werden, um die Aufrechterhaltung von Dauerzustandkonditionen
zu optimieren.
Es ist wünschenswert, wenn als erstes der Druck des Dampfes, der dem
Ventil 41 und dem Wärmetauscher 39 zugeführt wird, vom Betriebslevel
ausgehend reduziert wird, wodurch typischerweise der Dampf bei Temperaturen einer
Höhe von 148°C (300°F) gehalten werden kann. Indem der Druck auf einen Level
reduziert wird, auf welchem die Temperatur des Dampfes um eine festgelegte Anzahl
Grade höher als die maximale, gewünschte Temperatur des flüssigen Wärmetauschmediums
ist, wird die Möglichkeit für ein übermäßiges Erhitzen des flüssigen Mediums minimiert,
und es wird einfacher, die Dauerzustandskonditionen aufrecht zu erhalten.
In einer typischen und vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
können die Temperaturen des flüssigen Wärmetauschmediums bis auf 110°C (230°F)
angehoben werden, um eine gewünschte Heizrate für die Komponenten der Maschine aufrecht
zu erhalten, insbesondere während der Aufheizperioden. Wenn reines Wasser als Wärmetauschmedium
benutzt würde, müsste das System so konstruiert sein, dass es Innendrücken von etwa
275790 bis 344737 N·m–2 (40 bis 50 psi) widerstehen könnte,
was bestimmte Komponenten des System ernsthaft belasten kann, insbesondere zum Beispiel
die Kugeldrehverbindungen. Die Verwendung von Öl als Wärmetauschmedium minimiert
zwar dieses Problem, produziert aber eine ganze Reihe anderer Probleme. In einer
bevorzugten Ausführungsform dieser Erfindung ist das Heizmedium eine Mischung aus
Wasser und Propylenglykol-Alkohol (wird üblicherweise in Gefrierschutz-Lösungen
verwendet). Eine Mischung aus 70 % Wasser, 30 % PGA erhöht den Siedepunkt der Mischung
wesentlich und macht es möglicht, die Mischung bei den Systemdrücken in der Größenordung
von 103421 bis 206842 N·m–2 (15–30 psi) auf die notwendigen
Temperaturen zu erhitzen, was im Zusammenhang mit dm Typ von Anlagen, der verwendet
wird, weitaus einfacher zu bewerkstelligen ist.
Es ist wünschenswert, wenn die programmierbare Recheneinheit
60 dazu verwendet werden kann, bestimmte Sicherheitsmaßnahmen und Aussteuerungsgrenzen
zu gewährleisten. In dem abgebildeten System ist ein Druckschalter 62 eingebaut,
um den Druck des Wärmetauschmediums, das in das System fließt, zu messen. Wenn der
Druck entweder zu niedrig oder zu hoch wird, wird eine Fehlfunktion angezeigt, und
eine entsprechende Reaktion kann vorgenommen werden oder über die Recheneinheit
60 gemeldet werden. Auf ähnliche Weise kann die Inbetriebsetzung der Walzen
11, 22 solange verhindert werden, bis vom Sensor 56 eine
passende Temperatur angezeigt wird, so dass weder die Anlage noch der bearbeitete
Stoff durch eine vorzeitige Inbetriebnahme beschädigt werden.
Aus der Verwendung des Systems der Erfindung in Verbindung mit einer
mechanischen Kompressivschrumpfanlage erwachsen signifikante Vorteile. Dadurch dass
mehrfache Heizvorrichtungen, wie etwa die Verwendung von Dampf oder Flüssigkeit
für bestimmte Komponenten und elektrische Elemente für andere Komponenten vermieden
werden, ist ein weitaus höherer Grad an Einheitlichkeit und Übereinstimmung beim
Heizen der verschiedenen entscheidenden Komponenten des Geräts sicher gestellt.
Insbesondere die Verwendung einer einzigen, konstant fließenden, erhitzten Flüssigkeit,
welche dazu veranlasst wird, der Reihe nach durch all die der vielen Komponenten,
die von außen zugeführte Wärme benötigen, zu fließen, bietet bedeutende Vorteile.
Das an einem anderen Ort aufgeheizte, fließende, flüssige Medium stellt eine wesentlich
konstantere und einheitlichere Wärmequelle dar, als beispielsweise periodisch wechslnde
elektrische Elemente, Dampf oder Ähnliches. Zusätzlich stellt die Zirkulation des
Wärmetauschmediums der Reihe nach durch all die vielen Komponenten, die Wärmezufuhr
benötigen, sicher, dass unabhängig von solchen Veränderungen, wie sie in der Temperatur
des flüssigen Mediums liegen können, diese Veränderungen in allen erhitzten Komponenten
widergespiegelt werden, und die Temperaturverhältnisse von der einen Komponente
zur anderen in engerer Beziehung erhalten bleiben werden.
Das System der Erfindung sorgt für eine besonders schnelle und effiziente
Aufheizzeit, um die Anlage aus dem kalten Zustand zu starten, und sorgt für einen
hohen, einheitlichen Hitzelevel über die Gesamtheit der Komponenten. Kontinuierliches
und einheitliches Heizen der Maschine ist auch dann sicher gestellt,
wenn die Anlage angehalten wird, weil das Heizmedium die kontinuierliche Zirkulation
der Reihe nach durch die beheizten Komponenten der Maschine beibehält.
Es sollte klar sein, dass natürlich die speziellen Formen der Erfindung,
die hierin illustriert und beschrieben worden sind, nur der Veranschaulichung dienen,
da bestimmte Veränderungen daran vorgenommen werden können, ohne dadurch von den
klaren Lehren der Offenbarung abzuweichen. Folglich sollte Bezug auf die folgenden,
beigefügten Ansprüche genommen werden, um den vollen Geltungsbereich der Erfindung
zu bestimmen.