Die Erfindung bezieht sich auf einen Chronograph mit einem Uhrwerk,
von dem ein Sekundenchronographenzeiger und in einer Anzahl insbesondere von dreißig
Schritten pro Umdrehung ein Minutenchronographenzeiger drehbar antreibbar sind,
mit einer Steuervorrichtung zum Stoppen des Sekundenchronographenzeigers und des
Minutenchronographenzeigers sowie zum Ingangsetzen eines Schleppzeigermechanismus
eines Sekundenschleppzeigers und eines Minutenschleppzeigers, der ein Auslöseelement
zum Starten und zum Stoppen des Sekundenschleppzeigers und eines Minutenschleppzeigers
aufweist.
Bei derartigen Chronographen ist es zum Arretieren des Minutenschleppzeigers
bekannt ein mit einer feinen Verzahnung versehenes Rad des Minutenschleppzeigermechanismus
zwischen zwei beidseitig wirkenden Zangen einzuklemmen. Diese Ausbildung erfordert
viele Bauteile und benötigt einen großen Bauraum.
Aufgabe der Erfindung ist es daher einen Chronograph der eingangs
genannten Art zu schaffen, der wenige einfache Bauteile aufweist, einen geringen
Bauraum benötigt und eine hohe Funktionssicherheit besitzt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
der Schleppzeigermechanismus ein gemeinsames Auslöseelement für den Sekundenschleppzeiger
und den Minutenschleppzeiger aufweist, von dem eine Raste in eine Rastausnehmung
von an dem Umfang eines Minutenschleppzeigerrads gleichmäßig verteilt angeordneten
Rastausnehmungen einrastbar und ausrastbar ansteuerbar ist, wobei mit dem Minutenschleppzeigerrad
ein Minutenschleppzeigerrohr eines Minutenschleppzeigers verbunden ist und die Anzahl
der Rastausnehmungen der Anzahl der Schritte des Minutenchronographenzeigers pro
Umdrehung entspricht.
Das gemeinsame Auslöseelement für den Sekundenschleppzeiger und den
Minutenschleppzeiger stellt sicher, daß das Starten und Stoppen von Sekundenschleppzeiger
und Minutenschleppzeiger gleichzeitig erfolgt.
Durch die in die Rastausnehmungen einrastende Raste wird nicht nur
das Minutenschleppzeigerrad arretiert sondern gleichzeitig exakt in seiner Minutenposition
ausgerichtet, so daß auch ein korrektes Ablesen der festgehaltenen Zwischenzeit
gewährleistet ist.
Die wenigen erforderlichen Bauteile führen sowohl zu einer Funktionssicherheit
als auch zu einem geringen Bauraumbedarf.
Zur einfachen Synchronisation des Minutenschleppzeigers mit dem Minutenchronographenzeiger
kann das Minutenschleppzeigerrad über einen Minutenschleppzeiger-Herzhebel mit einem
Minutenschleppzeigerherz kuppelbar sein, das drehfest mit einer Zeigerachse des
Minutenchronographenzeigers verbunden ist.
Dabei wird eine besonders kompakte Ausbildung erreicht, wenn das Minutenschleppzeigerherz
mit einem die Zeigerachse des Minutenchronographenzeigers tragenden Minutenzählerrad
fest verbunden ist.
Besonders bauraumsparend ist es, wenn das Minutenschleppzeigerrad
und das Minutenschleppzeigerherz um eine gemeinsame Drehachse drehbar angeordnet
sind.
Zur einfachen Kopplung von Minutenschleppzeigerrad und Schleppzeigerherz
und zwangsläufig richtiger Zuordnung des Minutenschleppzeiger-Herzhebels zum Minutenschleppzeigerherz
kann der Minutenschleppzeiger-Herzhebel mit seinem einen Ende an dem Minutenschleppzeigerrad
um einen zur Drehachse parallele Achse schwenkbar gelagert und mit seinem anderen
Ende durch eine Federkraft in Anlage an das Minutenschleppzeigerherz beaufschlagt
sein.
Ist dabei der Minutenschleppzeiger-Herzhebel von einer an dem Minutenschleppzeigerrad
befestigten Federelement gegen das Minutenschleppzeigerherz beaufschlagt, so wird
auch dieses Federelement immer in seiner korrekten Lage zum Minutenschleppzeiger-Herzhebel
mitgeführt.
Zum Stoppen des Minutenschleppzeigers kann der Minutenschleppzeiger-Herzhebel
durch eine von dem Auslöseelement betätigbare Entkupplungseinrichtung außer
Eingriff von dem Minutenschleppzeigerherz bringbar sein.
Weist die Entkuppeleinrichtung ein koaxial zum Minutenschleppzeigerrad
drehbar angeordnetes Isolatorrad und einen um eine zur Drehachse parallele Isolatorachse
um einen bestimmten Schwenkwinkel zwischen einer Auskuppelstellung und einer Einkuppelstellung
schwenkbar antreibbaren Isolatorhebel auf, durch den Isolatorrad um einen bestimmten
Drehwinkel drehbar antreibbar ist, durch den das Isolatorrad um einen bestimmten
Drehwinkel drehbar antreibbar ist, wobei das Isolatorrad einen Anschlag aufweist,
durch den der Minutenschleppzeiger-Herzhebel von dem Minutenschleppzeigerherz entkuppelbar
beaufschlagbar ist, besitzt die Entkupplungseinrichtung eine kompakte Bauweise mit
einfachen Bauteilen und ist leicht betätigbar. Das Isolatorrad kann zum sicheren
Antrieb durch den Isolatorhebel mit einer radial umlaufenden Verzahnung, insbesondere
einer Sägeverzahnung und der Isolatorhebel mit einer entsprechenden Gegenverzahnung
versehen sein, die in der Einkuppelstellung in die Verzahnung des Isolatorrades
eingreift.
In einfacher Weise ist vorzugsweise die Entkuppeleinrichtung von einem
Steuerhebel betätigbar, der von dem Auslöseelement aus einer Einkuppelstellung in
eine Entkuppelstellung entgegen einer Federkraft um eine Steuerhebelachse schwenkbar
antreibbar ist, wobei der Isolatorhebel von dem Steuerhebel entgegen der Federkraft
schwenkbar beaufschlagbar ist.
In Mehrfachfunktion und damit Teile und Bauraum sparend kann der Steuerhebel
einen Anschlag aufweisen, durch den die Raste in der Einkuppelstellung des Steuerhebels
aus der Rastausnehmung ausrastbar beaufschlagt ist.
Zu einem bauteilsparenden Aufbau führt es, wenn die Raste an dem freien
Ende eines radial gegen das Minutenschleppzeigerrad vorgespannten Federarms angeordnet
ist.
Zur Definition der Position des Steuerhebels in seiner Entkupplungsstellung
kann der Steuerhebel in seiner Einkuppelstellung an einem Anschlag, insbesondere
einem Anschlagexzenter in Anlage sein.
Ist das gemeinsame Auslöseelement ein drehbar antreibbares Kolonnenrad
mit gleichmäßig radial umlaufend verteilten Kolonnen, so wird ein einfacher
und sicherer Antrieb sowohl des Sekundenschleppzeigers als auch des Minutenschleppzeigers
erreicht.
Dabei kann der Steuerhebel von den Kolonnen aus seiner Einkuppelstellung
in seine Entkuppelstellung schwenkbar antreibbar sein.
Das Kolonnenrad ist vorzugsweise mit gleichmäßig verteilt radial
umlaufend angeordneten Schaltzähne doppelter Anzahl als der Anzahl der Ko-Ionnen
ausgebildet, über die das Kolonnenrad drehbar antreibbar ist, wobei zur Sicherung
der Positionen des Kolonnenrades eine Rastfeder in die Zahnlücken zwischen den Schaltzähnen
federnd einrastbar sein kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen
- Figur 1
- eine Ansicht des einen Minutenschleppzeiger betätigenden Teils eines Schleppzeigermechanismus
in Stoppposition
- Figur 2
- eine Ansicht des den Minutenschleppzeiger betätigenden Teils des Schleppzeigermechanismus
nach Figur 1 in einer Mitlaufposition.
Der dargestellte Teil des Schleppzeigermechanismus zeigt ein durch
einen nicht dargestellten Drücker drehbar betätigbares Kolonnenrad 1 mit acht axial
hervorstehenden, gleichmäßig umlaufend verteilt angeordneten Kolonnen 2 sowie
sechzehn gleichmäßig am Umfang verteilt angeordneten Schaltzähnen 3. In eine
der Zahnlücken 4 zwischen den Schaltzähnen 3 ist eine Raste 5 einer Rastfeder 6
federnd eingerastet.
Ein Finger 7 eines um eine Steuerhebelachse 8 schwenkbar gelagerten
Steuerhebels 9 greift in die Lücken 10 zwischen den Kolonnen 2 ein und wird durch
Verdrehen des Kolonnenrades 1 im Uhrzeigersinn rampenartig aus einer Lücke 10 herausgehoben
und gleitet auf der äußeren Peripherie der Kolonne 2, bis sie in die folgende
Lücke 10 wieder hinein fällt.
Durch das Herausheben der Klinke aus einer Lücke 10 wird der Steuerhebel
9 aus einer Einkuppelstellung (Figur 2) in eine Entkuppelstellung (Figur 1) verschwenkt.
Zur Positionierung der Entkuppelstellung liegt der Steuerhebel 9 mit
einem Anschlagarm 11 an einem Anschlagexzenter 12 an und wird durch einen einteilig
an dem Steuerhebel 9 angeordneten, an einem Stift 13 abgestützten Federarm 14 gegen
den Anschlagexzenter 12 federbeaufschlagt.
Der Steuerhebel 9 weist weiterhin einen Betätigungsarm 15 auf, an
dessen freiem Endbereich sich ein Anschlag 16 befindet, durch den ein mit einem
Ende fest angeordneter Federarm 17 auslenkbar beaufschlagbar ist, der an seinem
freien Ende eine Raste 18 trägt.
Der Steuerhebel 9 besitzt an seinem Betätigungsarm 15 weiterhin einen
Fortsatz 19, durch den bei Verschwenken des Steuerhebels 9 aus seiner Entkuppelstellung
in seine Einkuppelstellung ein um eine zur Steuerhebelachse 8 parallele Isolatorachse
20 schwenkbarer Isolatorhebel 21 entgegen der Kraft einer Feder 22 aus seiner Einkuppelstellung
(Figur 1) in seine Auskuppelstellung (Figur 2) schwenkbar beaufschlagbar ist.
Der Isolatorhebel 21 besitzt an einem zur Isolatorachse 20 radial
beabstandeten Bereich drei Zähne einer Gegenverzahnung 23, die bei Verschwenken
des Isolatorhebels 21 aus der Entkuppelstellung in die Einkuppelstellung in eine
radial umlaufende Sägeverzahnung 24 eines Isolatorrades 25 eingreifen und dieses
um einen bestimmten Drehwinkel entgegen dem Uhrzeigersinn drehen.
Das Isolatorrad 25 ist um eine zur Steuerhebelachse 8 parallele Drehachse
26 drehbar gelagert und trägt einen Anschlag 27, durch den ein Minutenschleppzeiger-Herzhebel
28 bei Drehung des Isolatorrades 25 um eine zur Drehachse 26 parallele Achse 29
schwenkbar beaufschlagbar ist.
Der Minutenschleppzeiger-Herzhebel 28 ist mit seinem einen Ende um
die Achse 29 schwenkbar an einem Minutenschleppzeigerrad 30 gelagert, das ebenfalls
um die Drehachse 26 drehbar gelagert ist, und beaufschlagt mit seinem anderen Endbereich
die radial umlaufende Herzkurve 31 eines Minutenschleppzeigerherzes 32. Dieses Minutenschleppzeigerherz
32 ist ebenfalls um die Drehachse 26 drehbar und mit einem nicht dargestellten,
die Zeigerachse eines Minutenchronographenzeigers tragenden Minutenzählerrad eines
Chronographen fest verbunden.
Durch einen vorgespannten Federarm eines mit einem Ende an dem Minutenschleppzeigerrad
30 befestigten Federelements 33 ist der Minutenschleppzeiger-Herzhebel 28 gegen
die Herzkurve 31 des Minutenschleppzeigerherzes 32 beaufschlagt. Das Minutenschleppzeigerrad
30 besitzt an seinem radial umlaufenden Umfang gleichmäßig verteilt dreißig
Rastausnehmungen 34, die in ihrer Form der Form der Raste 18 entsprechen und in
die die Raste 18 einrastbar ist.
Der Chronograph besitzt einen nicht dargestellten Sekundenchronographenzeiger
und einen Minutenchronographenzeiger, wobei der Minutenchronographenzeiger in dreißig
Schritten pro Umdrehung drehbar antreibbar ist. Dem Sekundenchronographenzeiger
ist ein Sekundenschleppzeiger und dem Minutenchronographenzeiger ist der ebenfalls
in dreißig Schritten pro Umdrehung fortschaltbare Minutenschleppzeiger zugeordnet.
Der Schleppzeigermechanismus beider Schleppzeiger besitzt das Kolonnenrad
1 als gemeinsames Auslöseelement.
Sollen bei laufenden Sekunden- und Minutenchronographenzeigern die
mitlaufenden Sekunden- und Minutenschleppzeiger gestoppt werden, erfolgt ein Verdrehen
des Kolonnenrades 1 um eine Teilung der Schaltzähne 3. Dadurch fällt der Finger
7 in eine Lücke zwischen zwei Kolonnen 2. Dabei erfolgt auch ein Verschwenken des
Steuerhebels 9 entgegen dem Uhrzeigersinn bis zur Anlage an dem Anschlagexzenter
12.
Da nun der Anschlag 16 den Federarm 17 nicht mehr ausgelenkt hält,
bewegt dieser die Raste 18 in eine Rastausnehmung 34 des Minutenschleppzeigerrades
30 und blockiert dessen weitere Drehbewegung und damit auch die Drehbewegung des
Minutenschleppzeigers.
Durch die Schwenkbewegung des Steuerhebels 9 kommt es unter der Wirkung
der Feder 22 gleichzeitig zu einer Schwenkbewegung des Isolatorhebels 21 im Uhrzeigersinn,
so daß dessen Gegenverzahnung 23 in Eingriff in die Sägeverzahnung 24 des
Isolatorrades 25 gelangt und dieses um einen bestimmten Winkel verdreht. Dabei gelangt
der Anschlag 27 in Anlage an den Minutenschleppzeiger-Herzhebel 28 und hebt diesen
entgegen der Kraft des Federelements 33 von dem Minutenschleppzeigerherz 32 ab,
so daß die Herzkurve 31 und damit auch der mit ihr über das Minutenzählerrad
verbundene Minutenchronographenzeiger sich ungehindert weiterdrehen können.
Soll nun der Minutenschleppzeiger wieder mit dem Minutenchronographenzeiger
synchron weiterlaufen, wird das Kolonnenrad 1 um eine Zahnteilung der Schaltzähne
3 weitergedreht. Dadurch erfolgt ein rampenartiges Ausheben des Fingers 7 aus der
Lücke zwischen zwei Kolonnen 2 und ein Aufliegen auf der peripheren Außenfläche
einer Kolonne 2. Gleichzeitig wird dadurch der Steuerhebel 9 im Uhrzeigersinn verschwenkt,
wodurch über den Anschlag 16 der Federarm 17 verschwenkt und seine Raste 18 aus
der Rastausnehmung 34 herausgehoben wird.
Weiterhin erfolgt durch Beaufschlagung eines Anschlags 35 des Isolatorhebels
21 durch den Fortsatz 19 des Steuerhebels 9 ein Verschwenken des Isolatorhebels
21 entgegen dem Uhrzeigersinn. Damit gelangt dessen Gegenverzahnung 23 außer
Eingriff von der Sägeverzahnung 24 des Isolatorrades 25, so daß das Federelement
33 den Minutenschleppzeiger-Herzhebel wieder in Anlage an die Herzkurve 31 des Minutenschleppzeigerherzes
32 bringt. Dieses verdreht sich dann unter der radialen Beaufschlagung des Minutenschleppzeiger-Herzhebels
28, bis dieser an der radial geringsten Erstreckung des Minutenschleppzeigerherzens
32 anliegt, so daß Minutenchronographenzeiger und Minutenschleppzeiger einander
überdecken und synchron sich weiterdrehen.
Damit sich das Isolatorrad 25 nur um den bestimmten Schwenkwinkel
mit seinem Anschlag 27 von dem Minutenschleppzeiger-Herzhebel 28 wegbewegen kann,
ist diese Bewegung durch einen Anschlag 36 des Minutenschleppzeigerrades 30 gegrenzt.
Bezugszeichenliste
- 1
- Kolonnenrad
- 2
- Kolonnen
- 3
- Schaltzähne
- 4
- Zahnlücken
- 5
- Raste
- 6
- Rastfeder
- 7
- Finger
- 8
- Steuerhebelachse
- 9
- Steuerhebel
- 10
- Lücke
- 11
- Anschlagarm
- 12
- Anschlagexzenter
- 13
- Stift
- 14
- Federarm
- 15
- Betätigungsarm
- 16
- Anschlag
- 17
- Federarm
- 18
- Raste
- 19
- Fortsatz
- 20
- Isolatorachse
- 21
- Isolatorhebel
- 22
- Feder
- 23
- Gegenverzahnung
- 24
- Sägeverzahnung
- 25
- Isolatorrad
- 26
- Drehachse
- 27
- Anschlag
- 28
- Minutenschleppzeiger-Herzhebel
- 29
- Achse
- 30
- Minutenschleppzeigerrad
- 31
- Herzkurve
- 32
- Minutenschleppzeigerherz
- 33
- Federelement
- 34
- Rastausnehmung
- 35
- Abschlag
- 36
- Anschlag