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Dokumentenidentifikation DE102004021500A1 24.11.2005
Titel Abdeckung für ein Farb- oder Feuchtwerk einer Druckmaschine
Anmelder MAN Roland Druckmaschinen AG, 63075 Offenbach, DE
Erfinder Gutmeyr, Wilhelm, 86845 Großaitingen, DE
DE-Anmeldedatum 30.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004021500
Offenlegungstag 24.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.11.2005
IPC-Hauptklasse B41F 31/00
IPC-Nebenklasse B41F 7/24   B41F 13/42   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Abdeckung für ein Farb- oder Feuchtwerk einer Druckmaschine mit einem Ausschnitt (3) zum Aufschieben auf eine Walzenspindel (4) und Segmenten (2, 5) zum Verschließen des Ausschnitts (4), wobei die Segmente (2, 5) beim Aufschieben der Abdeckung einen Formschluss mit der Walzenspindel (4) bilden und der Ausschnitt (3) dadurch selbsttätig verschließbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Abdeckung für ein Farb- oder Feuchtwerk einer Druckmaschine gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 1.

Farb- und Feuchtwerke dienen dazu, in Druckmaschinen Farben bzw. Feuchtmittel auf einen Form-zylinder aufzutragen der die Farbe dann auf ein zu bedruckendes Medium, bei-spielsweise eine Papierbahn überträgt. Immer höhere Produktionsgeschwindigkeiten bewirken ein verstärktes Spritzen oder Nebeln der Druckfarbe bzw. des Feuchtmittels. Bauteile wie zum Beispiel Walzenschlösser, Schraubenköpfe, un-verschlossene Bohrungen oder Verriegelungen werden dadurch sehr stark ver-schmutzt und lassen sich so nur schwer verstellen bzw. bei Defekt nur sehr mühsam austauschen.

Aus der DE 101 36 144 A1 ist eine stirnseitige Abdeckung für Farb- bzw. Feuchtwerkswalzen bekannt. Diese Abdeckung kann zwischen der sich drehenden Walze und dem zugehörenden Walzenschloss auf die Walzenspindel gesteckt werden und verhindert so das Austreten von Farb- oder Feuchtnebel. Zum Aufstecken der Abdeckscheibe ist ein Ausschnitt vorgesehen, der sich federnd schließen lässt. Eine weitere Ausführung umfasst zwei verdrehbar miteinander verbundene Scheiben, die beide einen entsprechenden Ausschnitt aufweisen. Zum Aufstecken der Abdeckung auf eine Walzenspindel werden die beiden Scheiben so gegeneinander verdreht, dass ihre Ausschnitte übereinander liegen. Nach dem Aufstecken der Abdeckung können die beiden Ausschnitte gegeneinander verdreht werden, so dass die Abdeckung eine geschlossene Fläche bildet.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine derartige Abdeckung zu verbessern.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.

Die erfindungsgemäße Abdeckscheibe bildet eine kompakte Einheit, die in vorteilhafter Weise auf Federelemente verzichten kann.

Die erfindungsgemäße Abdeckung lässt sich vorteilhaft einfach auf Walzenspindeln stecken, so dass durch einfaches Abziehen die Stellelemente zugänglich sind und auch ein unbehinderter Ausbau der Walzen möglich ist.

Durch die Abdeckungen werden die Walzenschlösser in besonders vorteilhafter Weise vor der direkten Anströmung des Nebels bzw. vor Farbspritzern geschützt.

In Bereichen wo keine Stellelemente angeordnet sind, können zusätzlich flächige Abdeckungen fest installiert werden, die in Verbindung mit den erfindungsgemäß aufgesteckten Abdeckungen noch weitreichender das Austreten von Farb- oder Feuchtnebel verhindern.

Die erfindungsgemäßen Abdeckscheiben sind einfach herzustellen und unabhängig vom Format der Druckzylinder. Sie können für die verschiedenen Spindeldurchmesser in abgestuften Außendurchmessern vorgehalten werden.

Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen in Verbindung mit der Beschreibung.

Nachfolgend wird die Erfindung näher erläutert. In den zugehörigen schematischen Zeichnungen zeigt, die

1 eine erfindungsgemäße Abdeckscheibe mit geöffnetem Ausschnitt und 2 eine erfindungsgemäße Abdeckung mit geschlossenem Ausschnitt.

Eine erfindungsgemäße Abdeckung 1 besteht vorzugsweise aus einer kreisförmigen Scheibe mit einem radial verlaufenden Ausschnitt 3. Der Ausschnitt 3 hat etwa eine Breite wie sie dem Durchmesser einer Walzenspindel 4 entspricht und ermöglicht das Aufschieben der Scheibe auf eine Walzenspindel 4 und endet halbkreisförmig mit einem Durchmesser etwa entsprechend dem Durchmesser einer solchen Walzenspindel 4.

Zum Abdecken des Ausschnitts 3 sind Segmente 2,5 vorgesehen, welche um Drehpunkte 7,8 schwenkbar an der Abdeckung gelagert sind. In geöffnetem Zustand, wie er in 1 dargestellt ist, geben die Segmente 2,5 den Ausschnitt 3 vollständig frei, so dass die Abdeckung 1 auf eine Walzenspindel 4 aufgeschoben werden kann. Aufgrund ihrer hebelartigen Gestaltung schwenken die Segmente 2,5 beim Freigeben des Ausschnitts 3 mit ihren anderen Enden in den halbkreisförmigen Bereich des Ausschnitts 3 hinein. Beim Aufschieben der Abdeckung in der Aufschieberichtung 11 werden diese Hebelenden durch die Walzenspindel 4 erfasst und seitlich weggeschwenkt. Dabei schwenken die Abdeckflächen der Segmente 2,5 selbsttätig in den Ausschnitt 3 ein und verschließen diesen. Die Segmente 2,5 sind an den zur Walzenspindel 4 hin gerichteten Flächen so halbkreisförmig ausgenommen, dass sie beim Verschließen mit der Walzenspindel einen Formschluss bilden.

Der geschlossene Zustand, wie er sich nach dem Aufschieben auf eine Walzenspindel ergibt, ist aus 2 ersichtlich. Die Segmente 2,5 sind in den Bereich des Ausschnitts 3 geschwenkt und lassen einen kreisförmigen Bereich für die Walzenspindel frei. Zum Entfernen der Abdeckung wird die Abdeckung in der Abziehrichtung 12 bewegt. Dabei werden die Segmente 2,5 durch die Walzenspindel in Pfeilrichtung nach außen geschwenkt.

Um das Abziehen zu erleichtern, können an den Segmenten 2,5 Anlaufschrägen 10 vorgesehen werden.

Zum leichteren Erfassen der Abdeckung kann ein Griffelement 9 vorgesehen werden. Das Griffelement 9 kann als Mulde, Riffelung oder Knopf ausgestaltet sein. Ebenso ist auch eine Öffnung möglich, in welche mit einem Finger oder Montagehaken eingegriffen werden kann.

Am Ausschnitt 3 kann eine federnde Ausbuchtung 6 vorgesehen sein (1), welche den Durchlass für die Walzenspindel 4 verengt und so als Sicherung gegen Herausfallen für die Abdeckung 1 wirkt. Vorzugsweise werden zwei sich gegenüber liegende Ausbuchtungen 6 vorgesehen, deren Federwirkung jeweils durch eine Ausnehmung im Bereich der Ausbuchtung erzeugt wird.

Es ist vorteilhaft, wenn die Segmente 2,5 bei abgezogener Abdeckung 1 in geöffnetem Zustand gehalten werden. Hierzu können an den Segmenten kleine Erhebungen vorgesehen werden, die einen Widerstand gegen die Schließbewegung ausüben, weil sie zwischen den Segmenten 2,5 und die Abdeckung geklemmt werden.

Die Abdeckung 1 hat vorzugsweise eine kreisförmige Außenkontur und besteht aus lediglich drei Bauteilen, wobei die Segmente 2,5 baugleich sind.

An Einbauorten, wo nur wenig Platz für die Abdeckung vorhanden ist, kann die Außenkontur auch entsprechend angepasst werden, z.B. durch Abflachungen, Ausnehmungen, etc.

Die Abdeckung 1 und/oder die Segmente 2, 5 werden vorzugsweise aus einem farbabweisenden Kunststoff hergestellt.

1Abdeckung 2Segment 3Ausschnitt 4Walzenspindel 5Segment 6Ausbuchtung 7Drehpunkt 8Drehpunkt 9Griffelement 10Anlaufschräge 11Aufschieberichtung 12Abziehrichtung

Anspruch[de]
  1. Abdeckung für ein Farb- oder Feuchtwerk einer Druckmaschine mit einem Ausschnitt (3) zum Aufschieben auf eine Walzenspindel (4) und Segmenten (2, 5) zum Verschließen des Ausschnitts (4), dadurch gekennzeichnet, dass die Segmente (2, 5) beim Aufschieben der Abdeckung einen Formschluss mit der Walzenspindel (4) bilden und der Ausschnitt (3) dadurch selbsttätig verschließbar ist.
  2. Abdeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Segmente (2, 5) drehbar gelagert sind und Hebel bilden, die in geöffnetem Zustand des Ausschnitts (3) mit ihren einen Hebelenden in den kreisförmigen Bereich des Ausschnittes (3) hineinragen und beim Aufschieben der Abdeckung durch die Walzenspindel (4) so verdreht werden, dass sich ihre anderen Hebelenden in den Ausschnitt (3) hineinschwenken und den Ausschnitt (3) dadurch um die Walzenspindel (4) herum verschließen.
  3. Abdeckung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in den Ausschnitt (3) mindestens eine federnde Ausbuchtung (6) hineinragt, welche die Abdeckung auf der Walzenspindel (4) sichert.
  4. Abdeckung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den Segmenten (2, 5) Mittel vorgesehen sind, welche die Segmente (2, 5) bei abgezogener Abdeckung (1) in geöffneter Position halten.
  5. Abdeckung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Segmente (2, 5) an den einander zugewendeten Flächen Anlaufschrägen für die Spindel (4) aufweisen.
  6. Abdeckung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Abdeckung (1) eine Öffnung zum Eingriff mit einem Finger oder einem Montagehaken oder ein Griffelement, wie eine Mulde, Riffelungen oder ein Knopf, vorgesehen ist.
  7. Abdeckung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (1) und/oder die Segmente (2, 5) aus einem farbabweisenden Kunststoff herstellbar sind.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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