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Dokumentenidentifikation DE102005018036A1 24.11.2005
Titel Regeleinheit für ein Fahrzeugsystem mit Hilfsregelmöglichkeiten
Anmelder Haldex Brake Products Ltd., Redditch, Worcestershire, GB
Erfinder Bale, Paul, Redditch, GB;
Harrison, Dudley, Birmingham, GB
Vertreter Rehberg und Kollegen, 37073 Göttingen
DE-Anmeldedatum 19.04.2005
DE-Aktenzeichen 102005018036
Offenlegungstag 24.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.11.2005
IPC-Hauptklasse B60K 41/00
IPC-Nebenklasse B60K 41/28   
Zusammenfassung Ein Regelsystem für ein Fahrzeug weist ein erstes elektronisch geregeltes Fahrzeugsystem, ein zweites elektronisch geregeltes Fahrzeugsystem und eine Regeleinheit auf. Die Regeleinheit regelt die Wirkungsweise mindestens einer Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems des Fahrzeugs während der Fahrt und vorzugsweise auch während des Stillstandes des Fahrzeuges. Die Regeleinheit regelt mindestens eine Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems nur während des Stillstandes des Fahrzeuges.

Beschreibung[de]
EINSATZGEBIET DER ERFINDUNG

Vorliegende Erfindung bezieht sich generell auf elektronisch geregelte Fahrzeugsysteme, wie beispielsweise Bremssysteme, wie sie für Fahrzeuge, die Räder aufweisen, eingesetzt werden. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf eine Regeleinheit zum Regeln solcher Systeme, die auch die Fähigkeit hat, Fahrzeughilfssysteme zu regeln.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Dynamische Regelsysteme für traditionelle Fahrzeuge und Fahrregelsysteme, wie beispielsweise Bremssysteme und Federungssysteme, für Kraftfahrzeuge weisen hydraulisch oder pneumatisch betätigbare Komponenten auf, die an zwei oder mehr Rädern des Fahrzeuges angreifen. Im Falle konventioneller Bremssysteme tritt bei Betätigung der Bremse eine Kraft auf eine Scheibe oder Trommel auf, die entsprechend im Rad des Fahrzeuges dreht und dazu dient, Reibkräfte zu erzeugen, die die Drehung des Rades verhindern sollen. Bisher wurden Regelsignale an jedes dynamische Regelsystem eines Fahrzeuges und/oder an Komponenten eines Fahrregelsystems auf mechanischem oder hydraulischem oder pneumatischem Wege über einen Regelkreis übertragen. Kürzlich wurde jedoch vorgeschlagen, eine zentrale elektronische Regeleinheit einzusetzen, die elektronische Regelsignale generiert, um solche elektronischen Regelsignale bei der Betätigung der Systemkomponenten regelnd zu nutzen, wie beispielsweise an Bremsbetätigungseinrichtungen. Diese Art eines elektronischen Regelschemas hat bei dynamischen Regelsystemen moderner Fahrzeuge und bei Fahrregelsystemen Einsatz gefunden, die jetzt nicht nur konventionelle hydraulische oder pneumatische Aktuatoren aufweisen, sondern auch elektronische Hilfsfunktionen, wie beispielsweise ein Antiblockierschutz (ABS) und/oder eine elektronische Bremskraftverteilung (EBV) zwischen den Vorder- und Hinterachsen.

Solche elektronische Regelschemen werden üblicherweise durch eine oder mehrere elektronische Regeleinheiten (ECUs) geregelt, die ein darauf laufendes Programm aufweisen und verschiedene Eingänge besitzen und elektronische Ausgangssignale generieren, wie beispielsweise Regelsignale, die zu jeder der betreffenden Komponenten des Fahrzeugssystems weiter gegeben werden. Gemäß einem mehr spezifischen Beispiel geschieht bei elektronisch geregelten Bremssystemen für Fahrzeuge, wie sie beispielsweise als "Brake-by-wire" (BBW) Systeme bezeichnet werden, die Regelung der Fahrzeugbremsen durch die Anwendung elektronischer Regelsignale, die von einem Bremspedal in Abhängigkeit von der Bremsanforderung des Fahrers generiert werden, in Verbindung mit einem elektronischen Regler, der so ausgebildet ist, dass er den Zufluss vom Druckmedium oder auch von elektrischer Kraft aus einer Kraftquelle zu den Bremsen steuert, und zwar entsprechend den elektronischen Signalen ausgelöst durch die Anforderung des Fahrers.

In modernen Fahrzeugen findet typischerweise eine Mehrzahl elektronisch geregelter dynamischer Regelsysteme und Fahrregelsysteme Anwendung. Dabei ist mindestens ein elektronisch geregeltes dynamisches Regelsystem oder Fahrregelsystem vorgesehen und mindestens ein zusätzliches elektronisch geregeltes Fahrzeugsystem. Zum Beispiel kann ein Fahrzeug ein elektronisch geregeltes elektronisches Bremssystem (EBS) aufweisen, ein Antiblockiersystem (ABS), ein Federungssystem, ein Traktionsregelsystem, ein Regelsystem zur Verhinderung von Gleitreibung (ASR), ein Lenksystem, ein Stabilitätskontrollsystem, ein elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP), ein Grenzregelsystem (ACC), ein Diagnosesystem, ein System zum Anschluss eines Anhängers, ein Getriebesystem, ein Regelsystem zur Aufbereitung von Druckluft, ein Brems-Retardersystem, ein Motorregelsystem, usw. Typischerweise weist jedes dieser Systeme separate elektronische Regeleinheiten auf, die miteinander kommunizieren oder auch nicht. Es wäre jedoch mehr wünschenswert und ökonomischer für verschiedene Fahrzeugsysteme, wenn diese durch eine einzige Regeleinheit geregelt würden.

Bei dieser Lösung existiert ein Problem, das darin besteht, dass zu gewissen Zeiten es für die einzige Regeleinheit nicht wünschenswert ist, viele Systeme zu regeln, insbesondere dann, wenn die Regeleinheit in erster Linie dafür verantwortlich ist, ein kritisches System zu regeln. Beispielsweise mag es für eine Regeleinheit eines elektronischen Bremssystems auch wünschenswert sein, auch eines oder mehrere Fahrzeughilfssysteme zu regeln, die zu gewissen Zeiten die Verantwortung für die Regelung des Bremssystems stören können. Wenn in solchen Zeiten eine Störung eintritt, ist es für die Regeleinheit des Bremssystems wünschenswert, die Regelung der Hilfssysteme zu unterlassen.

Es ist also bei einem Regelsystem zum Regeln eines elektronisch geregelten Hauptregelsystems, welches auch mindestens ein zusätzliches Hilfssystem regelt, wünschenswert, dass die Regelung des Hilfssystems nur zu gewissen Zeiten stattfindet, wenn keine Gefährdung der Regelung des Hauptregelsystems besteht und welches dem Hauptregelsystem einen Vorrang in der Regelung gegenüber Hilfsfahrzeugsystemen einräumt.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Regelsystem bereit zu stellen, welches ein elektronisch geregeltes Hauptfahrzeugsystem regelt und welches auch mindestens ein zusätzliches Fahrzeughilfssystem regelt.

Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein Regelsystem bereit zu stellen, welches die oben beschriebenen Charakteristika aufweist und welches ein Fahrzeughilfssystem nur zu gewissen Zeiten regelt, wenn keine Gefährdung der Regelung des Hauptsystems des Fahrzeuges vorliegt.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Regelsystem bereit zu stellen, welches die obigen Charakteristika aufweist und dem Hauptregelsystem gegenüber dem Hilfsregelsystem Vorrang einräumt.

Diese und weitere Ziele der vorliegenden Erfindung werden in einer Ausführungsform dadurch erreicht, indem ein Regelsystem für ein Fahrzeug bereit gestellt wird, welches ein erstes elektronisch geregeltes Fahrzeugsystem, ein zweites elektronisch geregeltes Fahrzeugsystem und eine Regeleinheit aufweist. Die Regeleinheit regelt die Wirkungsweise mindestens einer Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems bei Fahrt des Fahrzeuges, während die Wirkungsweise mindestens einer Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems nur dann geregelt wird, wenn sich das Fahrzeug im Stillstand befindet.

In einigen Ausführungsformen regelt die Regeleinheit die Wirkungsweise mindestens einer Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems sowohl bei Fahrt wie auch bei Stillstand des Fahrzeuges. In einigen Ausführungsformen weist das erste elektronisch geregelte Fahrzeugsystem ein elektronisches Bremssystem auf. Bei einigen Ausführungsformen regelt die Regeleinheit die Wirkungsweise der mindestens einen Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems und der mindestens einen Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems abhängig von einer Eingabe eines Sensors. Bei einigen Ausführungsformen regelt die Regeleinheit die Wirkungsweise der mindestens einen Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems und der mindestens einen Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems abhängig von einer Eingabe eines Fahrers des Fahrzeuges.

Bei gewissen Ausführungsformen weist die Regeleinheit eine Hauptregeleinheit mit einem Speicher auf. Das System weist mindestens eine Hilfsregeleinheit auf, die mit der Hauptregeleinheit über eine Kommunikationsverbindung verbunden ist. Die Hauptregeleinheit regelt die Wirkungsweise der mindestens einen Hilfsregeleinheit, wobei die Regelung der mindestens einen Hilfsregeleinheit zumindest teilweise auf Parametern basiert, die eine Konfiguration der mindestens einen in dem Speicher der Hauptregeleinheit gespeicherten Hilfsregeleinheit indizieren. Das System weist weiterhin eine mit der Hauptregeleinheit verbindbare Programmiereinheit auf, wobei die Programmiereinheit durch einen Benutzer zwecks Modifizierung der in dem Speicher der Hauptregeleinheit gespeicherten Parameter betätigbar ist.

Entsprechend einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist das Regelsystem ein erstes elektronisch geregeltes Fahrzeugsystem und ein zweites elektronisch geregeltes Fahrzeugsystem und eine Regeleinheit auf. Die Regeleinheit ist zur Regelung mindestens einer Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems zu allen Zeiten angepasst. Die Regeleinheit ist zur Regelung mindestens einer Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems nur während der festgelegten Existenz gewisser Bedingungen angepasst.

In einigen Ausführungsformen regelt die Regeleinheit die mindestens eines Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems nur bei Stillstand des Fahrzeuges. Bei einigen Ausführungsformen regelt die Regeleinheit die mindestens eine Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems nur dann, wenn die Regeleinheit die Leistungsfähigkeit zum Regeln der mindestens einen Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems ohne Störung der Regelung der mindestens einen Komponente des ersten Fahrzeugsystems hat.

Bei einigen Ausführungsformen weist das erste elektronisch geregelte Fahrzeugsystem ein elektronisches Bremssystem auf. Bei einigen Ausführungsformen regelt die Regeleinheit die Wirkungsweise der mindestens einen Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems und der mindestens einen Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems abhängig von der Eingabe eines Sensors. Bei einigen Ausführungsformen regelt die Regeleinheit die Wirkungsweise der mindestens einen Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems und der mindestens einen Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems abhängig von einer Eingabe eines Fahrers des Fahrzeuges.

Bei einigen Ausführungsformen weist die Regeleinheit eine Hauptregeleinheit mit einem Speicher auf. Das System ist mit mindestens einer Hilfsregeleinheit versehen, die mit der Hauptregeleinheit über eine Kommunikationsverbindung verbunden ist. Die Hauptregeleinheit regelt die Wirkungsweise der mindestens einen Hilfsregeleinheit, wobei die Regelung der mindestens einen Hilfsregeleinheit zumindest teilweise auf Parametern basiert, die eine Konfiguration der mindestens einen in dem Speicher der Hauptregeleinheit gespeicherten Hilfsregeleinheit indizieren. Das System weist weiterhin eine mit der Hauptregeleinheit verbindbare Programmiereinheit auf, wobei die Programmiereinheit durch einen Benutzer zwecks Modifizierung der in dem Speicher der Hauptregeleinheit gespeicherten Parameter betätigbar ist.

Bei einer weiteren Ausführungsform nach der vorliegenden Erfindung weist das Regelsystem für ein Fahrzeug eine Hauptregeleinheit mit einem Speicher und mindestens eine Hilfsregeleinheit auf, die mit der Hauptregeleinheit über eine Kommunikationsverbindung verbunden ist. Die Hauptregeleinheit regelt die Wirkungsweise der mindestens einen Hilfsregeleinheit, wobei die Regelung der mindestens einen Hilfsregeleinheit zumindest teilweise auf Parametern basiert, die eine Konfiguration der mindestens einen in dem Speicher der Hauptregeleinheit gespeicherten Hilfsregeleinheit indizieren. Es ist eine mit der Hauptregeleinheit verbindbare Programmiereinheit vorgesehen. Die Programmiereinheit ist durch einen Benutzer zwecks Modifizierung der in dem Speicher der Hauptregeleinheit gespeicherten Parameter betätigbar.

Bei einigen Ausführungsformen geben die in dem Speicher der Hauptregeleinheit gespeicherten Parameter Komponenten des Fahrzeugsystems wieder, die mit der mindestens einen Hilfskomponente verbunden sind. Bei gewissen dieser Ausführungsbeispiele ermittelt die mindestens eine Hilfsregeleinheit Komponenten, die mit der mindestens einen Hilfskomponente verbunden sind und zeigt dem Benutzer über die Programmiereinheit Informationen an, die die ermittelten Komponenten wiedergeben. Bei einigen Ausführungsformen werden die Konfigurationen der mindestens einen Hilfsregeleinheit, für die die Parameter indikativ sind, durch den Benutzer spezifiziert. Bei einigen Ausführungsformen weist die mindestens eine Hilfsregeleinheit eine Mehrzahl Hilfsregeleinheiten auf.

Bei einigen Ausführungsformen regelt die Hauptregeleinheit ein erstes elektronisch geregeltes Fahrzeugsystem und die Hilfsregeleinheit regelt ein zweites elektronisch geregeltes Fahrzeugsystem. Die Hauptregeleinheit regelt die Wirkungsweise mindestens einer Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems bei Fahrt und bei Stillstand des Fahrzeuges, während die Hauptregeleinheit die Wirkungsweise mindestens einer Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems durch die mindestens eine Hilfsregeleinheit nur bei Stillstand des Fahrzeuges regelt.

Bei einigen Ausführungsformen regelt die Hauptregeleinheit ein erstes elektronisch geregeltes Fahrzeugsystem und die Hilfsregeleinheit regelt ein zweites elektronisch geregeltes Fahrzeugsystem. Die Hauptregeleinheit ist zur Regelung mindestens einer Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems zu allen Zeiten angepasst und zur Regelung mindestens einer Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems nur während der festgelegten Existenz gewisser Bedingungen.

Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Regeln eines Fahrzeugs mit folgenden Verfahrensschritten vorgesehen. Es wird ein erstes elektronisch geregeltes Fahrzeugsystem bereitgestellt. Es wird ein zweites elektronisch geregeltes Fahrzeugsystem bereitgestellt. Es wird die Wirkungsweise mindestens einer Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems bei Fahrt und bei Stillstand des Fahrzeuges mit einer Regeleinheit geregelt. Es wird die Wirkungsweise mindestens einer Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems nur bei Stillstand des Fahrzeuges mit derselben Regeleinheit geregelt.

Bei einigen Ausführungsformen weist das erste elektronisch geregelte Fahrzeugsystem ein elektronisches Bremssystem auf. Bei einigen Ausführungsformen regelt die Regeleinheit die Wirkungsweise der mindestens einen Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems und der mindestens einen Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems abhängig von der Eingabe eines Sensors. In einigen Ausführungsformen regelt die Regeleinheit die Wirkungsweise der mindestens einen Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems und der mindestens einen Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems abhängig von der Eingabe eines Fahrers des Fahrzeuges.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform nach der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Regeln eines Fahrzeuges mit folgenden Verfahrensschritten vorgesehen. Es wird ein erstes elektronisch geregeltes Fahrzeugsystem bereitgestellt. Es wird ein zweites elektronisch geregeltes Fahrzeugsystem bereitgestellt. Mit einer Regeleinheit wird mindestens eine Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems zu allen Zeiten geregelt. Mit derselben Regeleinheit wird mindestens eine Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems nur während der festgelegten Existenz gewisser Bedingungen geregelt.

Die Regeleinheit regelt mindestens eine Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems nur bei Stillstand des Fahrzeuges bei einigen Ausführungsformen. Bei einigen Ausführungsformen regelt die Regeleinheit mindestens eine Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems nur dann, wenn die Regeleinheit die Leistungsfähigkeit zum Regeln der mindestens einen Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems ohne Störung der Regelung der mindestens einen Komponente des ersten Fahrzeugsystems hat.

In einigen Ausführungsformen weist das erst elektronisch geregelte Fahrzeugsystem ein elektronisches Bremssystem auf. In einigen Ausführungsformen regelt die Regeleinheit die Wirkungsweise der mindestens einen Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems und der mindestens einen Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems abhängig von der Eingabe eines Sensors. Bei einigen Ausführungsformen regelt die Regeleinheit die Wirkungsweise der mindestens einen Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems und der mindestens einen Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems abhängig von einer Eingabe eines Fahrers des Fahrzeuges.

Die Erfindung und ihre besonderen Merkmale und Vorteile gehen aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung genauer hervor.

GENAUE BESCHREIBUNG EINER AUSFÜHRUNGSFORM DER ERFINDUNG

Es ist ein Regelsystem nach einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung nachfolgend beschrieben, das ein erstes Fahrzeugsystem regelt und auch mindestens ein zusätzliches Fahrzeughilfssystem regelt. Das System weist eine Hauptregeleinheit auf, die dem ersten Fahrzeugsystem zugeordnet ist. Unter dem "ersten Fahrzeugsystem" wird ein System verstanden, auf dessen Regelung die Hauptregeleinheit in erster Linie gerichtet ist. Unter einem "Fahrzeughilfssystem" wird ein weiteres Fahrzeugsystem verstanden, auf welches sich die Hauptregeleinheit nicht in erster Linie bezieht. Als Beispiele für solche Fahrzeugsysteme kann ein elektronisches Bremssystem (EBS), ein Antiblockiersystem (ABS), ein Federungssystem, ein Traktionsregelsystem, ein Regelsystem zur Verhinderung von Gleitreibung (ASR), ein Lenksystem, ein Stabilitätskontrollsystem, ein elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP), ein Grenzregelsystem (ACC), ein Diagnosesystem, ein System zum Anschluss eines Anhängers, ein Getriebesystem, ein Regelsystem zur Aufbereitung von Druckluft, ein Brems-Retardersystem, ein Motorregelsystem, usw. genannt werden. So kann beispielsweise die Hauptregeleinheit eine Regeleinheit eines elektronischen Bremssystems sein. In diesem Fall ist das "Hauptfahrzeugsystem" ein elektronisches Bremssystem und das "Hilfsfahrzeugsystem" ist eines der anderen vorerwähnten Fahrzeugsysteme.

Die Hauptregeleinheit weist eine elektronische Steuereinheit (ECU) mit einem darauf laufenden Programm auf (welches aus Software, Hardware oder Firmware usw. bestehen kann), welches Eingangssignale empfängt und Ausgangssignale generiert, die ihre Basis mindestens teilweise in den Eingangssignalen haben. Mindestens einige der Ausgangssignale können elektronische Regelsignale aufweisen, die an Komponenten eines Hauptfahrzeugsystems weitergegeben werden. Bei einigen Ausführungsformen können vorzugsweise mindestens einige der Ausgangssignale elektronische Regelsignale aufweisen, die an Komponenten eines Hilfssystems des Fahrzeugs geliefert werden. Die Eingangssignale können von verschiedenen Sensoren (wie beispielsweise Radsensoren zum Erfassen der Geschwindigkeit, Drucksensoren, Kraftsensoren, Positionssensoren, Temperatursensoren, Reibungserfassungssensoren, Beschleunigungssensoren, Leistungssensoren, Beschleunigungssensoren, Sensoren zum Erfassen der Steigung, Fahrzeughöhensensoren, Fahrzeuggewichtssensoren) und/oder verschiedene manuelle Eingaben durch den Fahrer des Fahrzeuges empfangen werden (wie zum Beispiel der Stellung des Bremspedals, des Gaspedals, des Ganghebels, des Lenkrades, des Notbremshebels, eines Wendesignalanzeigers, von Schaltern zur Durchführung verschiedener Betätigungen, usw.).

Das System weist auch mindestens eine Hilfsregeleinheit auf, die einem oder mehreren Hilfssystemen des Fahrzeugs zugeordnet ist. Bei gewissen Ausführungsformen weist das System mehrere Hilfsregeleinheiten auf. Die Hilfsregeleinheiten empfangen Eingangssignale und geben Ausgangssignale weiter, wobei die Ausgangssignale mindestens teilweise auf den Eingangssignalen basieren. Mindestens einige der Ausgangssignale können elektronische Regelsignale aufweisen, die an Komponenten eines elektronischen Fahrzeughilfssystems weiter gegeben werden. Wie bei den Eingangssignalen können auch die Eingangssignale von verschiedenen Sensoren (wie beispielsweise Radsensoren zum Erfassen der Geschwindigkeit, Drucksensoren, Kraftsensoren, Positionssensoren, Temperatursensoren, Reibungserfassungssensoren, Beschleunigungssensoren, Leistungssensoren, Beschleunigungssensoren, Sensoren zum Erfassen der Steigung, Fahrzeughöhensensoren, Fahrzeuggewichtssensoren) und/oder verschiedenen manuellen Eingaben durch den Fahrer des Fahrzeuges (wie zum Beispiel der Stellung des Bremspedals, des Gaspedals, des Ganghebels, des Lenkrades, des Notbremshebels, eines Wendesignalanzeigers, von Schaltern zur Durchführung verschiedener Betätigungen, usw.) empfangen werden.

Das System weist weiterhin eine Kommunikationsverbindung auf, über die die Hauptregeleinheit mit den Hilfsregeleinheiten kommuniziert. Die Kommunikationsverbindung kann beispielsweise in Form eines Datenbusses oder eines Regelnetzwerks vorgesehen sein. Es hat sich herausgestellt, dass die Anwendung eines Regelnetzwerkes (CAN) als Kommunikationsverbindung zu wünschenswerten Resultaten führt.

Die Hauptregeleinheit ist so ausgebildet, dass sie über Ausgangssignale Komponenten des Hauptsystems des Fahrzeuges regelt, und zwar mindestens während der Fahrt des Fahrzeuges, jedoch vorzugsweise zu allen Zeiten. Die Hauptregeleinheit ist auch so ausgebildet, dass sie die Komponenten mindestens eines Fahrzeughilfssystems regelt, dies jedoch nur dann, wenn gewisse festgelegte Bedingungen existieren. Für den Fall, dass die Ausgangssignale direkt an Komponenten des Fahrzeughilfssystems weitergegeben werden, kann die Regelung der Komponenten des Fahrzeughilfssystems direkt über die Ausgangssignale erfolgen. Für solche Fälle, bei denen die Ausgangssignale nicht direkt an die Komponenten des Fahrzeughilfssystems weitergegeben werden, kann die Regelung der Komponenten des Fahrzeughilfssystems durch Hilfsregeleinheiten und mit Ausgangssignalen erfolgen.

Bei manchen Ausführungsformen können die Hilfsregeleinheiten "unintelligent" in der Weise ausgebildet sein, dass sie nicht die Möglichkeit beinhalten selbst Regelsignale zu generieren. Bei diesen Ausführungsformen werden die Regelsignale zum Regeln der Komponenten des Fahrzeughilfssystems durch die Hauptregeleinheit generiert. In anderen Ausführungsformen können die Hilfsregeleinheiten "smart" ausgebildet sein, insofern, als sie eine ECU aufweisen, die so ausgebildet ist, dass sie Regelsignale zum Regeln der Komponenten des Fahrzeughilfssystems generieren kann. Bei diesen Ausführungsformen können die Komponenten des Fahrzeughilfssystems durch Regelsignale geregelt werden, die von den Hilfsregeleinheiten (zu Zeiten in Abhängigkeit von der Hauptregeleinheit) generiert werden. Es ist auch möglich, dass die Regelsignale für die Regelung der Komponenten des Fahrzeughilfssystems sowohl durch die Hauptregeleinheit wie auch die Hilfsregeleinheiten generiert werden können.

In einigen Ausführungsformen regelt die Hauptregeleinheit Komponenten des Fahrzeughilfssystems nur bei Stillstand des Fahrzeuges. In diesem Fall ist eines der Eingangssignale ein Signal, welches angibt, ob sich das Fahrzeug in Fahrt befindet oder im Stillstand. Bei einigen Ausführungsformen regelt die Hauptregeleinheit Komponenten des Fahrzeughilfssystems nur dann, wenn die Hauptregeleinheit die Möglichkeit hat, solche Komponenten ohne Gefährdung der Regelung der Komponenten des Fahrzeughauptsystems zu regeln. In diesen Fällen weist die Hauptregeleinheit vorzugsweise ein Programm auf, welches so ausgebildet ist, dass es gewissen Fahrzeugsystemen gegenüber anderen Fahrzeugsystemen Vorrang gibt. Wenn beispielsweise das Hauptfahrzeugsystem ein elektronisches Bremssystem ist, ist die Hauptregeleinheit so ausgebildet, dass sie das Fahrzeughilfssystem nur dann regelt, wenn die Bremsen nicht angelegt sind oder nur dann, wenn die ECU die Möglichkeit hat, beides zu regeln, nämlich das elektronische Bremssystem und das Hilfsbremssystem. Vorzugsweise ist die Hauptregeleinheit durch den Benutzer programmierbar, um festzulegen, welche Fahrzeugsysteme gegenüber anderen Fahrzeugsystemen Vorrang haben und/oder Bedingungen festzulegen, bei deren Existenz die Hauptregeleinheit die Komponenten des Fahrzeughilfssystems regelt.

Fachleuten ist bekannt, dass die ECU die Parameter "wissen" muss, die angeben, welche Vorrichtungen solche Signale abgeben oder damit versorgt werden müssen, um die Eingangssignale richtig zu interpretieren und die Ausgangssignale sauber zu generieren. Typischerweise ist die Konfiguration der Hauptregeleinheit (d. h. welche Vorrichtungen mit ihr verbunden sind) "bekannt" und diese Konfiguration ist in einem Speicher der Hauptregeleinheit vorprogrammiert. Weil jedoch das System vorzugsweise "modular" aufgebaut ist, als eine Anzahl von Hilfsregeleinheiten vorgesehen sind, die mit einigen anderen Vorrichtungen über die Hauptregeleinheit verbunden sein können, kann die Hauptregeleinheit typischerweise nicht mit den Konfigurationen der Hilfsregeleinheiten vorprogrammiert sein. Es ist also einiger Mechanismus erforderlich, um die Hauptregeleinheit mit einer solchen Information zu programmieren.

Um eine solche Funktionalität bereit zu stellen, ist eine Programmiereinheit vorgesehen, die mit der Hauptregeleinheit verbindbar ist. Die Programmiereinheit kann von einem Benutzer betätigt werden, um die Parameter zu modifizieren, die die Konfigurationen der Hilfsregeleinheiten angeben, die in dem Speicher der Hauptregeleinheit gespeichert sind. Die Programmiereinheit kann in Form eines typischen Personalcomputer (PC) vorgesehen sein, der mit speziell angepasster Software ausgestattet ist. Die Programmiereinheit weist vorzugsweise eine einfach bedienbare Benutzerschnittstelle auf, die es einem Benutzer ermöglicht, auf einfache Weise die Konfiguration der Hilfsregeleinheiten anzuzeigen. So kann beispielsweise die Benutzerschnittstelle graphische Darstellungen verschiedener Systemkomponenten und Eingabe- sowie Ausgabeeinrichtungen aufweisen, die mit dem System verbindbar sind, so dass es für den Benutzer möglich wird, solche graphischen Darstellungen zu verschiedenen Stellen in einer graphischen Wiedergabe des System zu "ziehen oder fallen zu lassen".

Für den Fall, dass die Hilfsregeleinheit "dumm" (d. h. sie enthalten keine ECUs) ausgebildet sind, kann es für den Benutzer notwendig sein, manuell die Konfiguration der Hilfsregeleinheiten zu spezifizieren. Bei Ausführungsformen jedoch, in denen die Hilfsregeleinheiten "smart" ausgebildet sind (d. h., sie enthalten ECUs), können die Hilfsregeleinheiten Einrichtungen feststellen, die damit verbunden sind und so dem Benutzer über die Programmiereinheit Informationen anzeigen, die aussagekräftig bezüglich der ermittelten Einheiten ist. Dies kann die Möglichkeit für den Benutzer, die Konfiguration der Hilfsregeleinheiten anzuzeigen, wesentlich erleichtern.

Vorliegende Erfindung stellt ein Regelsystem zum Regeln eines elektronisch geregelten Hauptfahrzeugsystems bereit, welches auch mindestens ein zusätzliches Fahrzeughilfssystem regelt, welches das Hilfssystem nur zu gewissen Zeiten regelt, wenn dies ohne Störung der Regelung des Hauptregelsystem des Fahrzeuges möglich ist, und welche der Regelung des Hauptfahrzeugsystems Vorrang vor dem Hilfsregelsystem gibt.

Obwohl die Erfindung unter Hinweis auf eine besondere Anordnung von Teilen, Merkmalen und dergleichen beschrieben wurde, ist damit nicht beabsichtigt, alle möglichen Anordnungen von Merkmalen auszuschließen Viele andere Modifikationen und Variationen sind für Fachleute erkennbar.


Anspruch[de]
  1. Ein Regelsystem für ein Fahrzeug mit folgenden Merkmalen

    ein erstes elektronisch geregeltes Fahrzeugsystem;

    ein zweites elektronisch geregeltes Fahrzeugsystem; und

    eine Regeleinheit, die die Wirkungsweise mindestens einer Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems bei Fahrt und bei Stillstand des Fahrzeugs regelt und die Wirkungsweise mindestens einer Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems bei Stillstand des Fahrzeugs regelt.
  2. Das Regelsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinheit die Wirkungsweise der mindestens einen Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems sowohl bei Fahrt als auch bei Stillstand des Fahrzeugs regelt.
  3. Das Regelsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste elektronisch geregelte Fahrzeugsystem ein elektronisches Bremssystem aufweist.
  4. Das Regelsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinheit die Wirkungsweise der mindestens einen Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems und der mindestens einen Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems abhängig von einer Eingabe eines Sensors regelt.
  5. Das Regelsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinheit die Wirkungsweise der mindestens einen Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems und der mindestens einen Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems abhängig von einer Eingabe eines Fahrers des Fahrzeugs regelt.
  6. Das Regelsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

    dass die Regeleinheit eine Hauptregeleinheit mit einem Speicher aufweist;

    weiter mit mindestens einer Hilfsregeleinheit, die mit der Hauptregeleinheit über eine Kommunikationsverbindung verbunden ist;

    dass die Hauptregeleinheit die Wirkungsweise der mindestens einen Hilfsregeleinheit regelt, wobei die Regelung der mindestens einen Hilfsregeleinheit zumindest teilweise auf Parametern basiert, die eine Konfiguration der mindestens einen in dem Speicher der Hauptregeleinheit gespeicherten Hilfsregeleinheit indizieren; und

    weiter mit einer mit der Hauptregeleinheit verbindbaren Programmiereinheit, wobei die Programmiereinheit durch einen Benutzer zwecks Modifizierung der in dem Speicher der Hauptregeleinheit gespeicherten Parameter betätigbar ist.
  7. Ein Regelsystem für ein Fahrzeug mit folgenden Merkmalen

    ein erstes elektronisch geregeltes Fahrzeugsystem;

    ein zweites elektronisch geregeltes Fahrzeugsystem; und

    eine Regeleinheit, die zur Regelung mindestens einer Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems zu allen Zeiten angepasst ist und die zur Regelung mindestens einer Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems nur während der festgelegten Existenz gewisser Bedingungen angepasst ist.
  8. Das Regelsystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinheit die mindestens eine Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems nur bei Stillstand des Fahrzeugs regelt.
  9. Das Regelsystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinheit die mindestens eine Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems nur dann regelt, wenn die Regeleinheit die Leistungsfähigkeit zum Regeln der mindestens einen Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems ohne Störung der Regelung der mindestens einen Komponente des ersten Fahrzeugsystems hat.
  10. Das Regelsystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das erste elektronisch geregelte Fahrzeugsystem ein elektronisches Bremssystem aufweist.
  11. Das Regelsystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinheit die Wirkungsweise der mindestens einen Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems und der mindestens einen Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems abhängig von einer Eingabe eines Sensors regelt.
  12. Das Regelsystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinheit die Wirkungsweise der mindestens einen Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems und der mindestens einen Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems abhängig von einer Eingabe eines Fahrers des Fahrzeugs regelt.
  13. Das Regelsystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,

    dass die Regeleinheit eine Hauptregeleinheit mit einem Speicher aufweist;

    weiter mit mindestens einer Hilfsregeleinheit, die mit der Hauptregeleinheit über eine Kommunikationsverbindung verbunden ist;

    dass die Hauptregeleinheit die Wirkungsweise der mindestens einen Hilfsregeleinheit regelt, wobei die Regelung der mindestens einen Hilfsregeleinheit zumindest teilweise auf Parametern basiert, die eine Konfiguration der mindestens einen in dem Speicher der Hauptregeleinheit gespeicherten Hilfsregeleinheit indizieren; und

    weiter mit einer mit der Hauptregeleinheit verbindbaren Programmiereinheit, wobei die Programmiereinheit durch einen Benutzer zwecks Modifizierung der in dem Speicher der Hauptregeleinheit gespeicherten Parameter betätigbar ist.
  14. Ein Regelsystem für ein Fahrzeug mit folgenden Merkmalen

    eine Hauptregeleinheit mit einem Speicher;

    mindestens eine Hilfsregeleinheit, die mit der Hauptregeleinheit über eine Kommunikationsverbindung verbunden ist;

    dass die Hauptregeleinheit die Wirkungsweise der mindestens einen Hilfsregeleinheit regelt, wobei die Regelung der mindestens einen Hilfsregeleinheit zumindest teilweise auf Parametern basiert, die eine Konfiguration der mindestens einen in dem Speicher der Hauptregeleinheit gespeicherten Hilfsregeleinheit indizieren; und

    einer mit der Hauptregeleinheit verbindbaren Programmiereinheit, wobei die Programmiereinheit durch einen Benutzer zwecks Modifizierung der in dem Speicher der Hauptregeleinheit gespeicherten Parameter betätigbar ist.
  15. Das Regelsystem nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die in dem Speicher der Hauptregeleinheit gespeicherten Parameter Komponenten des Fahrzeugsystems wiedergeben, die mit der mindestens einen Hilfskomponente verbunden sind.
  16. Das Regelsystem nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Hilfsregeleinheit Komponenten ermittelt, die mit der mindestens einen Hilfskomponente verbunden sind, und dem Benutzer über die Programmiereinheit Informationen anzeigt, die die ermittelten Komponenten wiedergeben.
  17. Das Regelsystem nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Konfiguration der mindestens einen Hilfsregeleinheit, für die die Parameter indikativ sind, durch den Benutzer spezifiziert werden.
  18. Das Regelsystem nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Hilfsregeleinheit eine Mehrzahl Hilfsregeleinheiten aufweist.
  19. Das Regelsystem nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,

    dass die Hauptregeleinheit ein erstes elektronisch geregeltes Fahrzeugsystem regelt;

    dass die Hilfsregeleinheit ein zweites elektronisch geregeltes Fahrzeugsystem regelt; und

    dass die Hauptregeleinheit die Wirkungsweise mindestens einer Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems bei Fahrt und bei Stillstand des Fahrzeugs regelt, und dass die Hauptregeleinheit die Wirkungsweise mindestens einer Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems durch die mindestens eine Hilfsregeleinheit nur bei Stillstand des Fahrzeugs regelt.
  20. Das Regelsystem nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,

    dass die Hauptregeleinheit ein erstes elektronisch geregeltes Fahrzeugsystem regelt;

    dass die Hilfsregeleinheit ein zweites elektronisch geregeltes Fahrzeugsystem regelt; und

    dass die Hauptregeleinheit zur Regelung mindestens einer Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems zu allen Zeiten angepasst ist und zur Regelung mindestens einer Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems nur während der festgelegten Existenz gewisser Bedingungen angepasst ist.
  21. Ein Verfahren zum Regeln eines Fahrzeugs mit folgenden Verfahrensschritten

    Bereitstellen eines ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems;

    Bereitstellen eines zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems;

    Regeln der Wirkungsweise mindestens einer Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems bei Fahrt und bei Stillstand des Fahrzeugs mit einer Regeleinheit; und

    Regeln der Wirkungsweise mindestens einer Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems nur bei Stillstand des Fahrzeugs mit derselben Regeleinheit.
  22. Das Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass das erste elektronisch geregelte Fahrzeugsystem ein elektronisches Bremssystem aufweist.
  23. Das Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinheit die Wirkungsweise der mindestens einen Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems und der mindestens einen Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems abhängig von einer Eingabe eines Sensors regelt.
  24. Das Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinheit die Wirkungsweise der mindestens einen Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems und der mindestens einen Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems abhängig von einer Eingabe eines Fahrers des Fahrzeugs regelt.
  25. Ein Verfahren zum Regeln eines Fahrzeugs mit folgenden Verfahrensschritten

    Bereitstellen eines ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems;

    Bereitstellen eines zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems;

    Regeln mindestens einer Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems zu allen Zeiten mit einer Regeleinheit; und

    Regeln mindestens einer Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems nur während der festgelegten Existenz gewisser Bedingungen mit derselben Regeleinheit.
  26. Das Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinheit die mindestens eine Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems nur bei Stillstand des Fahrzeugs regelt.
  27. Das Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinheit die mindestens eine Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems nur dann regelt, wenn die Regeleinheit die Leistungsfähigkeit zum Regeln der mindestens einen Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems ohne Störung der Regelung der mindestens einen Komponente des ersten Fahrzeugsystems hat.
  28. Das Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass das erste elektronisch geregelte Fahrzeugsystem ein elektronisches Bremssystem aufweist.
  29. Das Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinheit die Wirkungsweise der mindestens einen Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems und der mindestens einen Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems abhängig von einer Eingabe eines Sensors regelt.
  30. Das Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinheit die Wirkungsweise der mindestens einen Komponente des ersten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems und der mindestens einen Komponente des zweiten elektronisch geregelten Fahrzeugsystems abhängig von einer Eingabe eines Fahrers des Fahrzeugs regelt.
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