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Dokumentenidentifikation DE10322215B4 24.11.2005
Titel Übertragungsvorrichtung für stereophone Audiosignale
Anmelder Sennheiser electronic GmbH & Co. KG, 30900 Wedemark, DE
Erfinder Andres, Jörg, Dipl.-Ing., 31535 Neustadt, DE
Vertreter Eisenführ, Speiser & Partner, 28195 Bremen
DE-Anmeldedatum 16.05.2003
DE-Aktenzeichen 10322215
Offenlegungstag 09.12.2004
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 24.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.11.2005
IPC-Hauptklasse H04H 5/00

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Übertragungsvorrichtung für stereophone Audiosignale, insbesondere einen Stereosender.

Bekannte Stereosender weisen üblicherweise einen Stereo-Coder, eine PLL-Schaltung, einen Mikro-Controller, einen Transmitter, einen Spezialquarz für den Stereo-Coder sowie weitere Quarze zur Erzeugung der Referenzfrequenz der PLL-Schaltung sowie zum Betreiben des Mikro-Controllers auf. Der Spezialquarz für den Stereo-Coder erzeugt die Multiplex-Frequenz – üblicherweise 38 kHz – oder ein Vielfaches davon, während der weitere Quarz eine Frequenz von beispielsweise 4 MHz erzeugt. Der Mikro-Controller übernimmt dabei üblicherweise die Programmierung der PLL-Schaltung sowie gegebenenfalls einfache Steueraufgaben.

US 6,535,719 zeigt eine Übertragungsvorrichtung für stereophone Audiosignale. Die Übertragungsvorrichtung weist einen Stereo-Coder zum Erzeugen eines Multiplexsignals, eine PLL-Schaltung und ein Quarz zum Erzeugen einer ersten Frequenz auf.

Es ist Aufgabe der Erfindung, bekannte Stereosender hinsichtlich ihrer Ressourcenausnutzung zu verbessern sowie einen kostengünstigen Sender vorzusehen.

Die Aufgabe der Erfindung wird durch eine Übertragungsvorrichtung für stereophone Audiosignale gemäß Anspruch 1 gelöst.

Der Erfindung liegt dabei der Gedanke zugrunde, die für das Betreiben eines Stereosenders notwendigen Frequenzen und Takte mittels eines Mikro-Controllers zu erzeugen, welcher seine Zeitgebung von einem Quarz erhält. Sowohl die Multiplex- und Pilotfrequenz für den Stereo-Coder als auch die Referenzfrequenz für die PLL-Schaltung wird somit von dem Mikro-Controller erzeugt.

Da lediglich ein Quarz für die Erzeugung aller Takte eines Stereo-Senders benötigt wird, kann der bzw. können die weiteren in dem Stand der Technik verwendeten Quarze eingespart werden. Da ferner alle Takte synchron von dem Quarz abgeleitet werden, weist ein derartiger Stereosender eine geringe Intermodulationsanfälligkeit auf.

In einer Ausgestaltung der Erfindung weist der Mikro-Controller einen programmierbaren Timer auf, welcher mit der Frequenz des Quarzes oder der geteilten Quarzfrequenz getaktet wird. Ferner weist der Mikro-Controller Vergleichsregister auf. Somit können die Taktfrequenzen durch einfache Programmierung des Timers und der Vergleichsregister schnell verändert werden.

Weitere Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnung detailliert beschrieben.

Es zeigt:

1 ein vereinfachtes Blockschaltbild eines Stereosenders.

1 zeigt ein vereinfachtes Blockschaltbild eines Stereosenders. Der Stereosender weist einen Mikro-Controller 2, einen Stereo-Coder 3, eine PLL-Schaltung 4, einen Transmitter 5, eine Antenne 6 sowie einen Quarz 7 auf. Der Quarz 7 ist mit dem Mikro-Controller 2 verbunden und erzeugt beispielsweise eine Frequenz von 4 MHz. Der Mikro-Controller 2 ist sowohl mit dem Stereo-Coder 3 als auch mit der PLL-Schaltung 4 verbunden. Der Transmitter 5 ist mit den Ausgängen des Stereo-Coders 3 und der PLL-Schaltung 4 verbunden.

Der Mikro-Controller 2 kann beispielsweise durch einen Mikro-Controller aus der Texas-Instruments MSP430 Familie implementiert werden. Derartige Mikro-Controller weisen mindestens einen integrierten programmierbaren Timer sowie sogenannte Capture-Compare-Register auf. Üblicherweise weisen diese Mikro-Controller ferner eine Vielzahl von Betriebsarten für den Timer sowie mehrere Vergleichsregister, d.h. Capture-Compare-Register auf. Mit Hilfe des programmierbaren Timers sowie der Capture-Compare-Register erzeugt der Mikro-Controller die beiden Frequenzen, welche vom Stereo-Coder 2 benötigt werden. Zunächst einmal wird eine Multiplex-Frequenz MPX-Frequenz, welche üblicherweise 38 kHz beträgt, durch den Mikro-Controller 2 erzeugt. Diese Multiplex-Frequenz dient dabei dazu, den Hilfsträger des Stereo-Coders 3 zu erzeugen. Ferner wird ein Pilotton, üblicherweise 19 kHz, von dem Mikro-Controller 2 erzeugt. Dieser Pilotton wird von dem Stereo-Coder 3 zur Synchronisation des externen Empfängers benötigt. Als Alternative kann der Pilotton bzw. die Pilotfrequenz durch ein Frequenzteilen der Multiplex-Frequenz in dem Stereo-Coder 3 erzeugt werden, d.h. der Mikro-Controller 2 muss lediglich die Multiplex-Frequenz für den Stereo-Coder 3 erzeugen. Der Mikro-Controller 2 erzeugt ferner die Referenzfrequenz für die PLL-Schaltung 4. Alternativ hierzu kann sowohl die Pilotfrequenz als auch die Multiplex-Frequenz des Stereo-Coders 3 als Referenzfrequenz für die PLL-Schaltung 4 verwendet werden.

In einem weiteren Ausführungsbeispiel wird ein Quarz 7 mit einer Frequenz von 8 MHz sowie ein Mikro-Controller MSP430X1101 von Texas-Instruments ausgewählt. Der programmierbare Timer des Mikro-Controllers 2 wird mit der Frequenz des Quarzes 7 getaktet. Ein erstes Capture-Compare-Register wird auf den Wert 210 eingestellt und im Togglemodus betrieben. Somit ergibt sich der Wert von 38,095 kHz am Ausgang des Capture-Compare-Registers, da 8 MHz : 210 = 38,095 kHz ist. In dem Togglemodus kippt der Ausgang beim Erreichen des Registerwertes, somit stellt sich eine Ausgangsfrequenz von 19,048 kHz ein. Ein zweites Capture-Compare-Register wird mit dem Wert 105 geladen und in der Pulsweiten-Modulation PWM-Toggle/Set-Modus betrieben, d.h. der Ausgang kippt sowohl beim Erreichen des Registerwertes (hier 105) als auch beim Erreichen des Wertes des ersten Registers (hier 210). Folglich beträgt die Ausgangsfrequenz 38,095 kHz. Ein drittes Capture-Compare-Register kann zum Ableiten einer weiteren Frequenz verwendet werden. Diese abgeleitete Frequenz kann dann als externe Referenzfrequenz für die PLL-Schaltung 4 verwendet werden.

Da alle zum Betreiben des Stereosenders notwendigen Takte aus der Taktgebung des Quarzes 7 in dem Mikro-Controller 2 abgeleitet werden, sind die Takte für die Pilot- als auch die Multiplex-Frequenz für den Stereo-Coder 3 synchron. Die Generierung des Taktes in dem Mikro-Controller 2 ist dabei unabhängig von dem weiteren Programmablauf innerhalb des Mikro-Controllers 2, wie beispielsweise die PLL-Schaltungsprogrammierung, da sowohl Timer als auch die verschiedenen Vergleichsregister programmierbar und hardware-mäßig implementiert sind.

Alternativ zu der Verwendung von Capture-Compare-Registern kann der Mikro-Controller 2 auch mit zwei Timern zur Erzeugung der benötigten Takte vorgesehen werden. Des weiteren kann die benötige Taktgebung durch einen Mikro-Controller 2 mit nur einem Timer erzeugt werden, welcher in einem Interrupt-Betrieb vorgesehen wird. Schließlich können die Takte auch durch eine Programmierung von Zeitschleifen erzeugt werden.

Da nur ein einziger Quarz für die Erzeugung aller in dem Stereosender benötigten Takte erforderlich ist, kann auch ein preiswerter Quarz mit einer möglichst hohen Standardfrequenz ausgewählt werden. Da sowohl die Timer als auch die Vergleichsregister in dem oben angeführten Mikro-Controller programmierbar sind, können die Taktfrequenzen für die Pilotfrequenz, die Multiplex-Frequenz als auch für die Referenzfrequenz schnell verändert werden.

Durch die oben beschriebene Anordnung des Stereosenders kann eine wesentliche Kostenreduktion bereitgestellt werden, da ein Quarz, ein Oszillator sowie die ansonsten benötigten Teiler wegfallen. Ferner können weitere von dem Mikro-Controller vorgesehenen Ressourcen besser ausgenutzt werden, da weitere bereits vorhandene Elemente des Mikro-Controllers eingesetzt werden.

Des weiteren weist der oben beschriebene Stereosender wesentlich verbesserte elektromagnetische Verträglichkeits-Eigenschaften auf, da hohe Schaltfrequenzen nur auf dem Mikro-Controller selbst vorhanden sind, während in den anderen Bauteilen, wie beispielsweise der Stereo-Coder sowie die PLL-Schaltung, lediglich relativ niedrige Frequenzen vorhanden sind.


Anspruch[de]
  1. Übertragungsvorrichtung für stereophone Audiosignale, insbesondere ein Stereosender, mit

    einem Stereo-Coder (3) zum Erzeugen eines Stereo-Multiplex-Signals (MPX-Signal);

    einer PLL-Schaltung (4);

    einem Quarz (7) zum Erzeugen einer ersten Frequenz; und

    einem mit dem Quarz (7) verbundenen Mikro-Controller (2) zum Erzeugen aller in der Übertragungsvorrichtung benötigten Takte auf der Basis der durch den Quarz (7) erzeugten ersten Frequenz.
  2. Übertragungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Mikro-Controller (2) einen programmierbaren Timer darstellt, welcher mit der ersten Frequenz des Quarzes (7) getaktet wird, und mindestens ein Vergleichsregister aufweist.
  3. Übertragungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Mikro-Controller (2) dazu ausgestaltet ist, eine Multiplex-Frequenz für den Stereo-Coder (3), eine Pilotfrequenz für den Stereo-Coder (3) und/oder eine Referenzfrequenz für die PLL-Schaltung (4) auf der Basis der ersten Frequenz des Quarzes (7) zu erzeugen.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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