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Dokumentenidentifikation DE202005011945U1 24.11.2005
Titel Zigarrenanschneider
Anmelder Strube, Michaela, Dr., 34277 Fuldabrück, DE
DE-Aktenzeichen 202005011945
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.11.2005
Registration date 20.10.2005
Application date from patent application 29.07.2005
IPC-Hauptklasse A24F 13/24

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Zigarrenanschneider zum frischen Anschneiden eines Zigarrenkopfes vor dem Genuss einer Zigarre, der dazu dient, koaxial zur Längsachse der Zigarre ein Loch mit kreisrundem Querschnitt in den Zigarrenkopf zu schneiden und die Tabakreste aus dem Loch zu entfernen.

Bei einer Zigarre sind die zu einer Rolle zusammen gewickelten Tabakblätter mit einem ebenfalls aus Tabak bestehenden Deckblatt umhüllt. Bei einigen Zigarren ist das Ende der Zigarre, das dem Raucher als Mundstück dient und als Zigarrenkopf bezeichnet wird, mit einem Tabakblatt verschlossen. Den höchsten Genuss bietet eine Zigarre dann, wenn sie unmittelbar vor dem Rauchen angeschnitten wird.

Es sind Zigarrenanschneider bekannt, die mit Hilfe von einer oder zwei ebenen flachen Klingen den verschlossenen Zigarrenkopf von der Zigarre abtrennen (z.B. US0000005715602A, DE10007405A1).

Diese Zigarrenanschneider weisen den Nachteil auf, dass sie den Zigarrenkopf durch den großflächig in Schnittrichtung quer zur Längsachse der Zigarre ausgeübten Druck der Klinge quetschen und damit oft ein Ausfransen der Tabakblätter hervorrufen. Dieser Effekt tritt umso mehr auf, je stumpfer die Klinge ist.

Die Fransen an der Schnittkante werden vom Raucher als sehr störend empfunden, da sie den Genuss mindern, besonders dann, wenn sie sich während des Rauchens ablösen.

Es sind weiterhin Zigarrenanschneider zum frischen Anschneiden eines Zigarrenkopfes bekannt, mit deren Anschneidewerkzeug ein Grundloch mit kreisrundem Querschnitt in den Zigarrenkopf geschnitten wird. Bei diesen Zigarrenschneidern handelt es sich um ein Handwerkszeug mit einer zylindrischen Hülse, die an einem Griffgehäuse angebracht oder in diesem versenkbar ist (DE 20020254, US 2003/0045700). An dem freien Ende ist die Hülse wie eine Messerklinge angeschliffen. Der Anschnitt erfolgt, indem mit der einen Hand die Zigarre gehalten und mit der anderen Hand der Zigarrenanschneider bzw. die Hülse auf den Zigarrenkopf aufgesetzt und in eine drehende Schnittbewegung versetzt wird.

Dabei liegt die kreisrunde Schnittfläche beim Anschneiden voll auf dem Zigarrenkopf auf. Der ausgeübte Druck verteilt sich somit gleichmäßig über die Schnittfläche auf den Zigarrenkopf. Dieser gleichmäßig großflächig verteilte und im Wesentlichen axiale Anschneidedruck führt leicht dazu, dass das den Zigarrenkopf verschließende Deckblatt in nicht gewollter Weise rund um das erzeugte Grundloch bricht und ausfranst. Dieser Effekt ist umso mehr zu beobachten, je trockener die Zigarre ist, tritt aber auch bei ideal feuchten Zigarren auf.

Ein ist auch ein Zigarrenanschneider bekannt, der die Probleme der Fransenbildung beim Anschnitt vermeidet, indem er mit einem Wendelbohrer ein Loch in die Zigarre bohrt (DE 9044408). Der größte Teil der Kappe des Zigarrenkopfes bleibt dabei unversehrt, weil vorzugsweise ein Bohrer mit einem relativ geringen Durchmesser benutzt wird. Dieser Zigarrenanschneider weist allerdings den Nachteil auf, dass er sich aufgrund seiner Bauweise und Größe nicht dazu eignet, jederzeit mitgeführt zu werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Zigarrenanschneider zu schaffen, mit dem die Kappe eines Zigarrenkopfes sauber und ohne Fransen angeschnitten bzw. angebohrt werden kann, und der gleichzeitig so klein ist, dass dieser jederzeit mit sich geführt werden kann.

Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass als Anschneidewerkzeug eine zylindrische Hülse mit mehreren aneinander gereihten zahnartigen Schneidmessern, die ein umlaufendes Sägezahnprofil bilden, vorgesehen ist, die körperkraftbetrieben in den Zigarrenkopf eingedreht wird.

Beim Anschneiden liegen nur die Spitzen der scharfen Schneidezähne der Hülse auf dem Zigarrenkopf auf. Der durch die Rotation der gezahnten Hülse axial und tangential ausgeübte Druck verteilt sich gleichmäßig auf die Schneidezähne. Das kreisrunde Loch wird damit langsam über die Eintrittspunkte der Schneidezahnspitzen in das Deckblatt des Zigarrenkopfes durch die weitere Rotation der Schneidezähne durch axialen und tangentialen Druck erzeugt. Der immer nur punktuell hohe Druck führt zum sanften Anschneiden des den Zigarrenkopf verschließenden Deckblattes, ohne dass dieses bricht oder ausfranst. Die Fläche, auf die gleichzeitig Druck ausgeübt wird, ist daher um ein Vielfaches geringer als bei bekannten Zigarrenanschneidern mit zylindrischer Schneidhülse mit einer kreisrunden Schnittfläche entlang des Umfangs der Hülse.

Die gezahnte Hülse ist in dem Zigarrenanschneider im Ausgangszustand in einem Gehäuse verborgen und kann bei Bedarf mit einer Dreheinheit körperkraftbetrieben über eine Achse, die gleichzeitig als Ausstoßer für die Tabakreste dient, aus diesem herausgedreht werden.

Um die Hülse beim Anschneiden der Zigarre koaxial zur Längsachse der Zigarre in einer fluchtenden Lage zu halten, weist das Gehäuse einen Zentrierteller auf, auf den der Zigarrenkopf aufgesetzt wird und der beim Anschneiden mit der einen Hand fest auf dem Zigarrenkopf gehalten wird. Im Mittelpunkt des Zentriertellers befindet sich eine Durchtrittsöffnung für die gezahnte Hülse.

Ist die gezahnte Hülse des Zigarrenanschneider in die Zigarre eingedreht, wird sie durch Herausziehen des Zigarrenanschneiders entfernt. Dabei werden die in der Hülse vorhandenen Tabakreste mit herausgenommen. Die gezahnte Hülse wird nun wieder über die Dreheinheit körperkraftbetrieben über die Achse im Gehäuse versenkt. Dabei werden die in der Hülse enthaltenen Tabakreste ausgestoßen. Da diese sich im Zentrierteller sammeln, können diese sauber entsorgt werden.

Bei dem beschriebenen Zigarrenanschneider ist es möglich, die gezahnte Hülse aus dem Gehäuse herauszudrehen und wieder hineinzudrehen, ohne an dem Gehäuse ansonsten äußerlich etwas zu verändern. Im Ausgangszustand, der auch dem Ruhe- und Transportzustand entspricht, ist die Hülse im Gehäuse verborgen. Dies hat den Vorteil, dass zum einen die scharte gezahnte Hülse vor Beschädigung durch äußere Einwirkungen geschützt wird und zum anderen eine Beschädigung von umliegenden Gegenständen oder Transportbehältnissen wie beispielsweise Jacken- oder Hosentaschen durch die scharfen Zähne der Hülse ebenfalls ausgeschlossen ist.

Die Konstruktion des beschriebenen Zigarrenanschneiders ist montage- und wartungsfreundlich, da sie sich durch lösbare Verbindungen einfach auseinanderschrauben und wieder zusammensetzen lässt.

Nachstehend ist die Erfindung anhand einer Zeichnung beispielhaft dargestellt und anhand der einzelnen Figuren detailliert beschrieben. Es zeigen:

1 eine dreidimsionale Explosionsdarstellung des Zigarrenanschneiders

2 einen Schnitt durch den Zigarrenanschneider in der Anfangslage

3 einen Schnitt durch den Zigarrenanschneider in der Endlage

Die Zeichnungen zeigen den Zigarrenanschneider 1 mit einem Gehäuse 2, in dem eine zylindrische gezahnte Hülse 4 als Anschneidewerkzeug, eine Achse 5 mit einer Dreheinheit 7 und eine Schraube 6 angeordnet sind.

In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel wird das Gehäuse 2 aus einem zylindrischen Rohrstück, das an der Innenwand ein Gewinde 2a aufweist, und aus einem Zentrierteller 3, der nahtlos mit dem zylindrischen Rohrstück verbunden ist und mittig eine kreisrunde Durchtrittsöffnung 3a für die gezahnte Hülse 4 aufweist, gebildet.

Die gezahnte Hülse 4 ist in der Ausgangsposition im Gehäuse 2 verborgen. Die gezahnte Hülse 4 besteht aus einem kreiszylindrischen Rohrstück 4a, das entlang des Umfangs des Rohrstücks mehrere Schneidezähne bzw. Schneidmesser 4b in Form eines umlaufenden Sägezahnprofils als Schneidwerkzeuge besitzt, die in den hohlen Kreiszylinder nahtlos übergehen. Die Klingen 4c der Schneidmesser 4b können gerade, konkav oder konvex geformt sein. Das zylindrische Rohrstück der gezahnten Hülse weist an der Außenseite über ein kurzes Stück ein Gewinde 4d auf, das ein Gegengewinde zum Gewinde 2a des Gehäuses bildet. Der hohle Kreiszylinder 4a der gezahnten Hülse 4 hat einen minimal geringeren Außendurchmesser als die Durchtrittsöffnung 3a des Zentriertellers. Durch die Durchtrittsöffnung im Zentrierteller wird die gezahnte Hülse mit einer Dreheinheit 7 über eine Achse 5 aus dem Gehäuse gedreht. Die gezahnte Hülse 4 hat ihre Endposition erreicht, wenn das Gewinde 4d der gezahnten Hülse 4 an dem dem Zentrierteller zugewandten Ende des Gewindes 2a des Gehäuses angekommen ist. Dies zeigt 2.

Der hohle Kreiszylinder der Hülse 4a weist an dem Ende, an dem sich keine Schneidwerkzeuge befinden, eine kreisförmige Öffnung auf, die im Ausführungsbeispiel durch zwei symmetrische gegenüberliegende Segmente verengt ist. Diese so verengte Öffnung 4e ermöglicht eine Drehung der Hülse 4 über eine Achse 5.

Die Achse 5 besteht aus einem kreiszylindrischen Teil 5a, einem verengten Teil 5b, der im Ausführungsbeispiel aus einem Kreiszylinder, der den gleichen Durchmesser wie 5a aufweist, durch das Entfernen zweier identischer gegenüberliegender Kreiszylindersegmente entsteht, und damit im Querschnitt der Form der verengten Öffnung 4e der gezahnten Hülse entspricht und einem nochmals verengten Teil 5c, der aus einem, Kreiszylinder mit einem geringeren Durchmesser als der des kreiszylindrischen Teils 5a durch das Entfernen zweier identischer gegenüberliegender Kreiszylindersegmente entsteht. Die Teile 5a, 5b und 5c sind nahtlos miteinander verbunden. Ein Teil des dem kreiszylindrischen Teils 5a abgewandten Endstücks des nochmals verengten Teils der Achse 5c ist mit einem Gewinde 5d versehen. Der Durchmesser des Kreiszylinders 5a der Achse ist geringfügig kleiner als der Innendurchmesser der gezahnten Hülse 4. Die Querschnitte und die Längsschnitte des verengten Teils der Achse 5b und des nochmals verengten Teils der Achse 5c sind ebenfalls geringfügig kleiner als der Querschnitt und der Längsschnitt der verengten Öffnung 4e der gezahnten Hülse, damit der verengte Teil der Achse 5b bis zum Beginn des zylindrischen Teils 5a in die gezahnte Hülse 4 geschoben werden kann.

Da die gezahnte Hülse über ein Gegengewinde 4d mit dem Gewinde 2a des Gehäuses verbunden ist, führt eine Drehung der Achse 5 zu einer Drehbewegung der gezahnten Hülse 4 innerhalb des Gehäuses und damit je nach Drehrichtung der Achse zu einem Heraus- oder Hereindrehen der gezahnten Hülse 4.

Um die gezahnte Hülse 4 durch die Drehung über die Achse 5 nicht in Richtung der dem Zentrierteller 3 abgewandten Seite aus dem Gehäuse 2 herauszudrehen, wird das Gehäuse mit einer Schraube 6 geschlossen, die einen Anschlag für die den Schneidmessern 4b abgewandte Seite der Hülse 4 bildet. Schlägt die den Schneidmessern 4b abgewandte Seite der Hülse 4 an der Schraube 6 an, so befindet sich der Zigarrenanschneider in der Anfangsposition, die auch gleichzeitig die Ruhe- oder Transportposition ist. Die Schraube 6 weist ein Gegengewinde 6a zum Gewinde 2a des Kreiszylinders des Gehäuses auf und kann somit in das Gehäuse eingedreht werden. Die Schraube besitzt koaxial zur Längsachse eine kreisrunde Durchtrittsöffnung 6b, die einen Durchmesser aufweist, der etwas größer ist als der Längsschnitt des nochmals verengten Teils der Achse 5c und etwas kleiner als der Längsschnitt des verengten Teils der Achse 5b, damit nur der nochmals verengte Teil der Achse 5c durch die Durchtrittsöffnung hindurch treten und sich in diesem ungehindert drehen kann.

Um die Achse 5 im Zigarrenanschneider 1 zu fixieren, werden als Dreheinheit 7 im Ausführungsbeispiel zwei Kreiszylinder 8 und 9 auf die Achse 5 geschraubt, die den über das Gehäuse 2 hinaus stehenden Teil der Achse 5 völlig verdecken und zusammen die Dreheinheit 7 bilden. Um mit der Dreheinheit 7 Drehbewegungen durchführen zu können, ohne dass sich die Kreiszylinder 8 und 9 bei der Drehbewegung von der Achse 5 lösen, werden diese gegeneinander gekontert. Alternativ könnte man anstelle der mechanischen Befestigungsmethode des Konterns auch eine Verleimung vornehmen. Der eine Kreiszylinder 8 ist massiv und weist im Ausführungsbeispiel einen kegelstumpfförmigen Hohlraum 8b sowie mittig entlang seiner Achse ein Loch mit einen Gewinde 8a auf, das ein Gegengewinde zum Gewinde 5d des verengten Teils der Achse darstellt. Der andere Kreiszylinder 9 ist auch massiv und weist ebenfalls mittig entlang seiner Achse ein Loch mit einen Gewinde 9a auf, das ein Gegengewinde zum Gewinde 5d des nochmals verengten Teils der Achse 5c darstellt. Das Gewinde 9a im Kreiszylinder 9 geht allerdings nicht durch den ganzen Kreiszylinder 9 hindurch, sondern endet im Kreiszylinder 9.

Die Achse 5 wird durch das Anbringen der Dreheinheit 7 in einer festen Position gehalten.

1Zigarrenanschneider 2Gehäuse 2aGewinde 3Zentrierteller 3aDurchtrittsöffnung für 4 4Hülse 4akreiszylindrisches Rohrstück 4bSchneidmesser 4cKlinge 4dGegengewinde zu 2a 4everengte Öffnung 5Achse 5akreiszylindrischer Teil der Achse 5bverengter Teil der Achse 5cnochmals verengter Teil der Achse 5dGewinde 6Schraube 6aGegengewinde zu 2a 6bDurchtrittsöffnung für 5 7Dreheinheit 8Kreiszylinder 8aGegengewinde zu 5d 8bHohlraum 9Kreiszylinder 9aGegengewinde zu 5d

Anspruch[de]
  1. Zigarrenanschneider (1) zum frischen Anschneiden eines Zigarrenkopfes vor dem Genuss einer Zigarre, mit einem in einem Gehäuse (2) angeordneten Anschneidewerkzeug, das über eine Achse (5) mit einer körperkraftbetriebenen Antriebseinrichtung verbunden ist, die das Anschneidewerkzeug in eine um seine Längsachse drehende Bewegung versetzt, wobei das Anschneidewerkzeug dazu dient, koaxial zur Längsachse der Zigarre ein Loch mit kreisrundem Querschnitt in den Zigarrenkopf zu schneiden und die Tabakreste aus dem Loch zu entfernen, dadurch gekennzeichnet dass als Anschneidewerkzeug eine zylindrische Hülse (4) vorgesehen ist, die an einem von der Antriebsrichtung abgewandten Ende entlang des Umfangs der Hülse (4) mehrere aneinander gereihte zahnartige Schneidmesser (4b) aufweist, die ein umlaufendes Sägezahnprofil bilden.
  2. Zigarrenanschneider nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zentrierteller (3) zum Ansetzen der Zigarre vorgesehen ist, der eine Durchtrittsöffnung (3a) für die gezahnte Hülse (4) aufweist.
  3. Zigarrenanschneider nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gezahnte Hülse (4) über ein Gegengewinde (4d) und ein Gewinde (2a) des Gehäuses (2) mit einer Achse (5), die von einer Schraube (6) und einer Dreheinheit (7), die aus zwei verbundenen Elementen besteht, in einer fixen Position gehalten wird, körperkraftbetrieben herein- und herausgedreht werden kann.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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